Wirtschaft > Banken, Versicherungen, Börse,

Das Bankgeheimnis in Inland ist ein Skandal!

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

„Alle Un­ter­su­chun­gen und se­riö­sen Schät­zun­gen von Schwei­zer wie von in­ter­na­tio­na­len Stel­len gehen von einer Steu­er­hin­ter­zie­h​ung in der Schweiz von 9 bis 25 Pro­zent des Volks­ein­kom­mens aus ("Das Ma­ga­zin" Nr. 41, 2007). Das heisst, es geht um gute 50 Mil­li­ar­den Ein­kom­men und bei einem Grenz­steu­er­satz von 10 bis 20 Pro­zent um 5 bis 10 Mil­li­ar­den Fran­ken Steu­ern pro Jahr, die wir dum­men Steu­er­ehr­li­chen für die Hin­ter­zie­her be­zah­len müs­sen. Die Steu­er­mo­ral in der Schweiz ist schlecht. „­Die Schwei­zer haben heute eine eher schlechte Steu­er­mo­ral, das hat sich in ver­schie­de­nen Um­fra­gen ge­zeig­t“, sagt Prof. G. Kirch­gäss­ner von der Hoch­schule St. Gal­len. Und sie ist sogar schlech­ter ge­wor­den. 1989/90 lag sie noch auf Platz 4 von 18 eu­ropäi­schen Staa­ten. 199 bis 2002 nur noch auf dem 60. von 80 un­ter­such­ten Staa­ten welt­weit. Diese Un­ter­su­chun­gen kennt auch der Bund. Und die Be­grün­dung für das Ge­schenk an die Hin­ter­zie­her? „Pri­vats­phäre“, „­Ver­trau­en“. Auf die So­zi­al­hil­fe­be­zü​­ger wer­den Fahn­der an­ge­setzt, um ein paar 1000 Fränkli er­schli­che­nes Geld auf­zu­de­cken. Das ist rich­tig so. Aber die Mil­lio­nen-Hin­ter­z​ie­her lässt man nobel lau­fen. Wo bleibt da die Kon­se­quenz? Wo bleibt da der gross hin­aus­po­saunte Ge­mein­sinn der FDP? Die Null­to­le­ranz­po­li​­tik einer SVP? Die christ­li­chen Werte einer CV­P?“ (Le­ser­brief von Peter Mar­ti, Rütihof vom 7. No­vem­ber 2015 in der Aar­gauer Zei­tung).


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

67%
(6 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 2 Tagen

Die Superreichen aus den Paradise Papers benötigen kein Schweizer Bankgeheimnis, um ihr Geld optimal anzulegen

Die Berater von Appleby finden und suchen jeden Trick, um das Geld möglichst optimal anzulegen und so kompliziert, dass der Mandat nur ein Minimum an Steuern bezalt.

Klar kostet das einen Obulus, aber der Kunde hat auch grossen Nutzen von Appleby.

Da ist eine Steuerbehörde alleine für sich überfordert, da braucht es internationale Zusammenarbeit.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



43%
(7 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 3 Tagen

Die Steuerdebatte beruht auf dem Arbeitsplatzspiel der Ökonomen und Regierenden um zu Informationen zu gelangen. Die Schlupflöcher oder Steuerwettbewerb ist eine Erfindung der Ökonomen.
Es ginge viel einfacher, Tat- statt Wohnort. Selbst die Finanzabwicklungen könnten an der Quelle erhoben werden. Die Tarife im Geldspielwarenmarkt müsste entsprechend höher ausfallen.

Der Staat braucht nach modernster Geldtheorie keine Einnahmen um das Gemeinwohl abdecken zu können. Um den Geldkreislauf (Umlageverfahren) zu sichern verlangt er einen Rückfluss zur Preisstabilität und Umwelt. Tat- statt Wohnort?
Im Preis des Endprodukts oder Leistung ist der Rückfluss der Staats- und Sozialausgaben im Bereich Erwerb enthalten. Nun werden Branchendefinierte Tarife ermittelt und zwischen "Endverkäufer" (Wirtschaft) und Staat abgerechnet. Das Verknappungsspiel über die Lohnsumme, welche den Betrug von Renteneintrittsalter,​ Demografie und Generationsvertrag als monetäre Leistung ermöglicht, wäre obsolet.

Mit zunehmender Automatisierung, Fachleute sprechen von nur noch 5% Erwerbstätigen bis 2050, wird sowieso die Gutscheine anstatt Geld eingesetzt werden müssen. Die Sozialabwicklung über die Lohnsumme beinhaltet die Automatisierung, sprich Gewinne nicht. Die Rechnung kann nicht aufgehen. Wer 1 + 1 zusammenzählen kann, sollte dies längst erkannt haben?

Bei der genannten Abwicklung wird die Kaufkraft im Inland abgedeckt, wobei der Export als Endverbrauch gerechnet werden muss. Verteuerung des Imports schafft "Arbeitsplätze" im Inland!

Ganzheitli​ch denken und nicht der Neoliberalismus Indoktrinierung in der betreuter Bildung, folgen, wäre die Lösung.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



30%
(10 Stimmen)
Urs Gassmann sagte Vor 3 Tagen

Hat Herr Schneider nicht bereits schon einen Blog mit fast identischem Wortlaut erstellt? Dort hat er bereits einige Antworten erhalten. Den hier vorliegenden Kommentaren der Herren Nabulon und Frischknecht kann man sich anschliessen. Ich zweifle stark daran, dass die Summe der hinterzogenen Gelder auf 5-10 Milliarden Franken bzw. auf bis 25% des Volkseinkommens kommt; die Schätzungen
wurden wohl nicht zu einer Zeit vorgenommen, als der Bankenzins bereits bei Null stand.

Auf die Nerven ginge mir, dass die Behörden bei Auflösung des Bankgeheimnisses auch noch über den Kontoverkehr Bescheid erhalten würden. Viele Leute wünschen, irgendeinen Geldbetrag auf der Seite zu haben, wovon niemand etwas wissen soll, wofür das Motiv aber nicht die Steuerhinterziehung zu sein braucht. Eine Animosität dagegen, dass man vollends zum gläsernen Bürger wird, ist begreiflich. Im übrigen haben die Steuerämter die Möglichkeit, das Bankgeheimnis zu durchbrechen; wo nämlich ein Verdacht der Steuerhinterziehung besteht, indem z.B. Zahlungen bei einem Bankinstitut eingehen (solche Ermittlungen sind z.B. möglich, wenn steueramtliche Revisionen bei einem der Zahler erfolgen), so kann der Empfänger gezwungen werden, von der betreffenden Bank eine Bestätigung beizubringen, wonach er z.B. dort nie ein (in der Steuerdeklaration nicht figurierendes) Konto gehabt habe.

Auch die Aussage, dass „wir dummen Steuerehrlichen für die Hinterzieher bezahlen müssen“ will mir
überhaupt nicht gefallen, denn wenn es keine Steuerausfälle mehr gäbe, also der Fiskus Mehreinnahmen erzielte, würde der Staat diese auch gerade noch verdubeln, indem er z.B. das Budget für das Flüchtlingswesen – sofern dafür überhaupt eines besteht – erhöht. Der Steuerzahler käme deshalb mit allergrösster Sicherheit nicht in Genuss von einer Steuerermässigung. Die Budgetierung richtet sich bekantlich immer ungefähr nach den tatsächlichen Einnahmen. Die Naivität hinter dieser Aussage ist rührend.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



82%
(11 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 3 Tagen

Angestellte, Lohnbezüger können ja schlecht Steuern hinterziehen. Wenn die dann nicht jeden Rappen angeben, wenn, falls sie etwas haben, in Bar, auf er Bank, sonst noch verdient, wird nicht so tragisch sein, so ist das meist schon einmal als Verdienst versteuertes Geld.

Firmen, Konzerne, sehr reiche Personen, da benutzen sehr viele "legale" Schlupflöcher, werden von Spezialisten beraten, wie das geht und funktioniert.
Wenn man Gesetze ändert, oder ändern will, werden die andere "legale" Wege finden, Steuern zu optimieren, wie das so schön heisst.

Was der Professor da herausfand, zweifle ich an der Richtigkeit. Und da wir in der Schweiz sind, dürfen wir noch auf Vertrauen diese Angaben machen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

60%
(10 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 3 Tagen

Auch wenn Sie nicht glauben schätzen die Schweizer ihr Bankgeheimnis. Schützt es doch die Bürger vor allzu neugierigen Beamten.
Der Banksaldo per 31.12. muss reichen, jedenfalls geht es niemanden etwas an für was ich mein Geld unter dem Jahr ausgebe.
Bei den grossen Fischen kann man davon ausgehen, das diese bei einem Wegfall des Bankgeheimnis in Länder mit Bankgeheimnis abwandern.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?