Ausländer-, Migrationspolitik > Sonstiges,

Das grosse Ablenken und die Folgen von Oslo

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Das grosse Ab­len­ken und die Fol­gen von Oslo

 

Die Wirtschaft stockt, die USA steht am finanziellen Abgrund, die Eurozone kämpft gegen Abwertung und Verschuldung und in Ostafrika spielt sich eine grosse Hungerstragödie ab. Nur in der Schweiz, so macht es den Anschein, ist alles gut, trotz starkem Franken und schlechtem Ferienwetter. Unser Land muss eine Insel der Glückseligen sein. Ein Ort, an dem sich die Parteien nicht einmal in einem Wahljahr um die besten Lösungen bewerben. Wichtige Entscheide stehen an: Welches Finanz- und Wirtschaftssystem verteilt die Gewinne gerechter, spekuliert nicht weiter mit Nahrungsmittel und Landwirtschaftsland und verbraucht die letzten natürlichen Ressourcen? Welche Energiepolitik ist zukunftsfähig - die erneuerbaren Energieträger gekoppelt mit Effizienz oder die gefährliche Atomkraft? Welche Klimapolitik trägt dazu bei, dass nicht immer mehr Land zu Wüste wird wie in Ostafrika? Welche Sozialpolitik trägt zum solidarischen Ausgleich bei, damit alle Menschen in Würde leben können? Wie gestalten wir das Zusammenleben in unserer kulturell vielfältigen Gesellschaft? Wie nehmen wir die Verunsicherung der Bevölkerung über den immer schnelleren Wandel auf? Bis heute findet darüber keine öffentliche Debatte statt, nur das grosse Ablenken. CVP, FDP und SVP beteuern uns in drei Varianten, dass sie die Schweiz lieben, sagen aber nicht, was sie konkret dafür tun wollen. Die FDP hat sich im Nationalrat bei der entscheidenden Abstimmung über den neuen Bau von Atomkraftwerken der Stimme enthalten und alle weiteren Ausstiegsszenarien abgelehnt. Sie versucht seither, das Thema totzuschweigen. Dasselbe gilt für die SVP, die auch nach der Atomkatastrophe von Fukushima, unbelehrbar an Atomkraftwerken festhält. Sie nimmt damit offenkundig in Kauf, dass bei einem nuklearen Unfall praktisch die ganze Schweiz für hunderte von Jahren unbewohnbar würde. Schöne Heimatliebe, das!. Die Absicht der SVP ist offensichtlich: sie will von der heiklen Atompolitik ablenken und die Zuwanderung und Europapolitik zum Wahlkampfthema machen. Dabei greift sie zu immer heftigerer Polemik. Sogar die Wirtschaftsverbände sind diesmal entsetzt, weil die SVP mit der angekündigte Initiative gegen Masseneinwanderung die Bilateralen Verträge aufs Spiel setzt. Zudem packt die SVP die Sorge der Bevölkerung über unsere Umwelt und die bedrohte Landschaft auf perfide Art mit hinein. Es ist die gleiche Partei, die systematisch in den letzten zwei Jahrzehnten gegen jeglichen Versuch antritt, unsere Landwirtschaftsland mit einer griffigen Raumplanung zu retten, die gegen jeglichen Natur-, Umwelt- und Klimaschutz stimmt. Die SVP, die sich für jede neue Strasse eingesetzt und für jedes neue Shoppingcenter auf der grünen Wiese stark macht, kommt nun und schiebt diese durch die bürgerlichen Mehrheiten auf Gemeinde, Kantons- und Bundesebene entschiedene Verstädterung der Schweiz den nicht stimmberechtigten Ausländern in die Schuhe. Mit Verlaub, das ist durchsichtig und schlicht unglaubwürdig. Doch es zeigt in erschreckender Art auf, in welch radikalem Populismus wir gelandet sind. Und es ist vielleicht eine Erklärung dafür, warum viele Leute nicht mehr wählen gehen. Es löscht vielen schlicht ab. Sie realisieren, dass es in der Politik nicht mehr um die Diskussion der besten Lösungen für das Land geht, sondern nur noch um Recht zu haben oder nicht, um Macht zu haben oder nicht und um darum, wer die Schweiz inniger liebt. Genau bis hier habe ich diesen Gastkommentar vor dem grauenhaften Attentat und Massenmord an jungen, politisch engagierten DemokratInnen in Oslo durch einen Rechtsextremen geschrieben. Er hat sie hingerichtet, weil sie eine andere Gesinnung, eine andere politische Meinung hatten…. Die letzten Tage war ich sprachlos vor Entsetzen, wie die Menschen in Norwegen und überall. Es hätte auch in der Schweiz passieren, auch unsere Kinder treffen können. Das Leid der Eltern und Freunde ist grenzenlos. Es macht mich auch betroffen, weil es ein gezielter Angriff auf die Demokratien Europas ist. Permanente Hetze, Hass und Fremdenfeindlichkeit bedrohen sie. Oslo wird ein Wendepunkt werden, hoffentlich auch für die Schweiz. Wir müssen für unsere offene Demokratie und ihre Institutionen wieder mehr einstehen. Demokratie heisst Minderheiten achten und Macht teilen. Demokratie heisst Freiheit, Toleranz, Vielfalt der Meinungen und faires Ringen um gemeinsame Lösungen, ohne Ablenkungsmanöver.

 ​

Kolumne vom 28.7.11 für az von Maya Graf, Nationalrätin Grüne BL, 2. Vizepräsidentin Nationalrat


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


75%
(20 Stimmen)
Beat Eichelberger sagte September 2011

"Demokratie heisst Minderheiten achten und Macht teilen. Demokratie heisst Freiheit, Toleranz, Vielfalt der Meinungen und faires Ringen um gemeinsame Lösungen, ohne Ablenkungsmanöver."

Frau Graf, müssen Sie nicht selber lachen ab ihrer Aussage? Freiheit, Toleranz, Vielfalt der Meinungen, die gelten offenbar bei Grünen nur für die eigene Weltanschauung und nur für ausländische Minderheiten. Von Freiheit sprechen, aber gleichzeitig für Verbote en masse eintreten. Hundeverbot, Geländewagenverbot, Waffenverbot, Rauchverbot, etc etc. Das grosse Ablenken und die Verbotsmanie hat einen Namen, Grüne!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

85%
(13 Stimmen)
Christoph Reuss sagte September 2011

Frau Graf wollte also einen Artikel gegen das Ablenken schreiben, aber lenkt dann abrupt selber ab mit Oslo.

Es stimmt leider, dass die SVP als "patriotische" Kraft unglaubwürdig ist, indem sie gegen Umwelt- und Naturschutz politisiert. Aber leider gilt diese Unglaubwürdigkeit auch "spiegelbildlich" bei den "grünen" Parteien, die die Umwelt verraten, indem sie für Immigration und EU-Beitritt (zumindest in Salamischeibchen) sind! Also besser schnell ablenken mit Oslo...

Es ist paradox: Es gibt keine patriotische grüne Partei, obwohl das die einzig konsequente Kombination wäre. Darum, Frau Graf: bitte vor der eigenen Parteitüre wischen.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



88%
(16 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte September 2011

DIE KRAWALLEN SIND FOLGEN DER EINWANDERUNGSPOLITIK

Gemäss Medienberichten vom 5. September ist jeder Vierte nach der KV-Lehre ohne Arbeit. Meines Erachtens ist der Umgang mit den jungen Arbeitnehmenden in den Unternehmen nicht akzeptabel. In den letzten Wochen häufen sich denn auch die Ausschreitungen von Jugendlichen in unserem Land. Dies sind deutliche Folgen der übertriebenen Einwanderung. Die Politik sagt dazu mehrheitlich, wir wollen nicht hinsehen, nicht hören und nicht verstehen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



91%
(11 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte September 2011

DIE POLITIK IST DIE URSACHE FÜR EINE GROSSE UNZUFRIEDENHEIT

Maximale Schutzvorkehrungen in Bern und unangekündigte Krawallen in Zürich. Dies sind zwei Auswirkungen der politischen Unredlichkeiten im Parlament. Wie wollen denn die Politiker den Jugendlichen nach dieser Legislatur erklären, sie sollen sich an die demokratischen Regeln halten?

Die zumeist älteren Persönlichkeiten im Parlament setzen verschiede dreiste Mittel ein um die Versprechen gegenüber der Bevölkerung zu brechen. Eine regelrechte Bevölkerungsverachtun​g macht sich breit. Die Jahrhundert-Lüge des Fachkräftemangels konnte nur auf diese Weise so lange erhalten werden. Wenn jemand die Zusammenhänge erklärt, dann gibt es ein Heer von Besserwissern die abzulenken versuchen. Diese ablenkenden politischen Kräfte haben die massiven Fehlentwicklungen und die sinkende Sicherheit im Land als Folge ihres Verhaltens zu verantworten.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

18%
(11 Stimmen)
Markus Schöpfer sagte September 2011

Sie werden hier ziemlich stark kritisiert, was zu den demokratischen Grundrechten gehört. Ich möchte Ihnen aber ein Kräntzchen binden, da ich mit Ihnen in den meisten Punkten übereinstimme. Sie sind sicher auch der Meinung, dass der A-Ausstieg ein paar Jahre in Anspruch nehmen wird, aber er ist machbar, innerhalb der Laufzeiten der bestehenden Atomkraftwerke, oder früher. Cleantech wird sich durchsetzen, oder ganz neue Atomar Technologien, die nicht mehr gefährlich sind (falls es die jemals geben sollte) . Was die Einwanderung betrifft, regelt sich diese
nach Marktbedürfnissen. Es braucht also auch in diesem Bereich keine Polemik von der rechten Seit. Natürlich müssen die Bedingungen bei den Firmen kontrolliert werden, um Lohndumping zu verhindern. Es bleibt aber zu hoffen, dass die Krisen in der EU und der USA nicht zu lange dauern, und dass das Weltwirtschaftswachst​um wieder zulegt, was einige Probleme lösen würde, und unsere Wirtschaft wieder ankurbeln würde. Das Geld muss immer zuerst verdient werden, bevor es ausgegeben werden kann. (Aber das wissen Sie ja als Landwirtschafts-Unter​nehmerin besser als ich).


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

73%
(22 Stimmen)
Hans P. Grimm sagte August 2011

Mich dünkt Frau Graf hat nichts begriffen und nichts gelernt!

Sie bereitet weiter den Boden für ev. nächste Attentäter vor, für mich wie die 3 Affen mit Hände vor dem Maul, Hände vor den Augen und Hände verschliessen die Ohren.

Aber zum Glück, haben wir die direkte Demokratie, die Norwegen nicht hat, damit kann das Volk viele Fehler der Politiker verhindern.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



94%
(16 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte August 2011

WEITERE BUNDESRATSSITZUNG OHNE KORREKTUR BEI DER EINWANDERUNG

Die Wirtschaftsverbände und die Unternehmen können weiter «wüten». Kostenoptimierung im Personalbereich heisst das Zauberwort. Diese Aktivitäten werden nicht gestoppt wie die Chaoten in Grossbritannien und Norwegen. Das Vorgehen ist ganz anders.

Melden die Wirtschaftsverbände Ansprüche an, so müssen Politik und Bevölkerung hinhören und gehorchen. Wenn die gleichen Persönlichkeiten aber als verlässliche Gesprächspartner in ihren eigenen Reihen vereinbarte Regeln durchsetzen sollten, so übernehmen sie gleich viel Verantwortung wie Kriegsherren für die Opfer ihrer Aktivitäten.

Sind danach Auswirkungen zu beklagen so ist die schlechte Bevölkerung schuld. In dieser Weise wurde bereits in den anderen europäischen Ländern berichtet und ebenfalls in unserer Landesgeschichte. Die Logik der Staatspersönlichkeite​n führt damit zu grossen künftigen Schwierigkeiten.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



88%
(33 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte August 2011

DIE ZWEI-GESICHTER-MENTAL​ITÄT IST GEGEN DIE BEVÖLKERUNG GERICHTET

Die Politik berichtet der Bevölkerung wie schockiert sie über die Ereignisse im Ausland ist. In der 1.-August-Ansprache der Bundespräsidentin werden die negativen Konsequenzen der Einwanderung und das labile Gleichgewicht ebenfalls deutlich angesprochen.

Die Bevölkerung ist entrüstet und ich bin schockiert über die Unwahrheiten rund um die Personenfreizügigkeit​. Da kommt das zweite Gesicht zum Vorschein. Wenn es um die Entscheidungen im Inland geht, dann ist der Bundesrat selber Teil des grössten Wirtschaftsverbrechen​s der schweizerischen Geschichte. Seine Worte zur Personenfreizügigkeit​ sind nicht akzeptabel. Die offensichtlichen Lügen sind nicht haltbar.

Der Bundesrat weiss Bescheid und hat die unangenehmen Informationen zur Kenntnis genommen. Die Beschränkung der Einwanderung ist nun fällig. Oder will er warten bis die Hemmschwelle überschritten wird und es Verluste bei Parlament und Regierung gibt? Fehlt ihm denn die Durchsetzungskraft zum Handeln im Sinne einer Verkleinerung der enormen Missstände und des Unrechts?

ES IST UNGLAUBLICH, IN ZWEI EUROPÄISCHEN LÄNDERN IST DER AUSNAHMEZUSTAND BEREITS EINGETRETEN UND BEI UNS ZEIGEN DIE POLITISCH VERANTWORTLICHEN NOCH IMMER IHRE ZWEI GESICHTER.

Artikel über Grossbritannien: Wir verteilen den Wohlstand um.
http://www.tagesanz​eiger.ch/ausland/euro​pa/Wir-verteilen-den-​Wohlstand-um-/story/1​2804604
http://www.tagesanz​eiger.ch/ausland/euro​pa/Luftaufnahmen/stor​y/18144713
http://www.tagesanz​eiger.ch/ausland/euro​pa/verlorene-Generati​on/story/19760466


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

30%
(44 Stimmen)
Paul Emmenegger sagte August 2011

Es sind in diesem Blog oft die Damen und Herren, die immer betonen, sie seien parteilos, die die Politik der SVP am feurigsten verteidigen.
Am Tag, als die halbe Schweiz wie das Kaninchen vor der Schlange gebannt auf den stetig steigenden Euro blickt, lässt die SVP als Pressemitteilung verbreiten, dass es "erneut ... zu einem Vorfall mit einem renitenten Asylbewerber gekommen" sei. Der Mann sass in der Ausschaffungszelle. Welche ihrer Volksinitiativen wäre denn da das Rezept gewesen? Wo sind die Rezepte der SVP-Experten zur Frankenkrise und deren Auswirkungen?

Wo sind denn die Antworten auf Fukushima? Da will man bis zum St.-Nimmerleinstag auf einen Expertenbericht warten.

Antworten auf die wirklichen Probleme: keine. Wann hat man zuletzt etwas vom SVP-Bundesrat gehört? Am 1. August, als er sich mit dem Frisch-Zitat ins eigene Knie schoss.

Das Tragische am Ganzen ist, dass die einfache Weltsicht der SVP oft ungeprüft nachgeplappert wird und, wenn zur Rede gestellt, genau nach Parteivorbild verbal unanständig mit dcem Zweihänder unter die Gürtellinie zurückgegeben wird.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



66%
(44 Stimmen)
Bernadette Sonderegger sagte August 2011

Werte Frau Graf,
Bin ganz zufällig auf Ihren Beitrag gestossen. Anfangs wähnte ich mich in einer Predigt einer Weltverbesserungs-Sek​te, musste dann aber konsterniert feststellen, dass Sie im CH-Parlament einen grünen Platz in der grossen Kammer belegen. ... und haben keine Ahnung, was sich unter der Berner Kuppel wirklich abspielt ?
"Wer gegen den Strom schwimmt, findet die Quelle", heisst es so schön. Die Grünen werden aber mit der WWF-Lüge, der Klima-Lüge und dem Verhältnis halber David gegen 100 Goliathe allmählich zur grossen Lachnummer. Hätte man Ihre grüne Politik ernst genommen, wäre unsere Schweiz schon lange nicht mehr grün!

Mit Geld können die hungernden Kinder in Afrika nicht ernährt werden; und noch weniger mit unserem Mitleid. Warum helfen Sie nicht aktiv vor Ort; da würden Sie bestimmt etwas nützen.
Sie wollen sofort aus der Atomkraft aussteigen? Präsentieren Sie uns doch bitte Ihre super Erfindung, mit der Sie Ihren Strombedarf künftig selber strampeln.
Und ja, haben Sie auch Vorschläge zur Bewältigung der momentanen Finanzkrise?
Aber jetzt bitte nicht ablenken!

Ich hoffe sehr, dass Sie mit Ihrem Beitrag niemanden verwirren wollten; vielleicht haben Sie einfach nur falsch kommuniziert ? ... -:)))



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

74%
(35 Stimmen)
Franziska Keller sagte August 2011

Frau Graf, ich zitiere Sie:

"Wie gestalten wir das Zusammenleben in unserer kulturell vielfältigen Gesellschaft? Wie nehmen wir die Verunsicherung der Bevölkerung über den immer schnelleren Wandel auf? Bis heute findet darüber keine öffentliche Debatte statt, nur das grosse Ablenken. CVP, FDP und SVP beteuern uns in drei Varianten, dass sie die Schweiz lieben, sagen aber nicht, was sie konkret dafür tun wollen."

Was wollen Sie und Ihre Partei KONKRET für die Bevölkerung und unser Land tun?

Bis jetzt habe ich nur verstanden, dass die Grünen den Ausstieg aus der Atomenergie wollen (womit sie m.E. Recht haben) aber gleichzeitig sind sie gegen eine Beschränkung der Zuwanderung, obwohl jedem klar ist, dass diese beiden Anliegen sich nicht koppeln lassen.
Mehr Menschen bedeuten mehr Energieverbrauch - nicht weniger. Wie will man aus der A-Energie aussteigen können und nur noch auf Erneuerbare setzen und gleichzeitig das Land mit immer mehr Energieverbrauchern füllen? Sowas ist einfach irrationaler Quatsch.

Zur "Verunsicherung der Bevölkerung über den immer schnelleren Wandel" über deren "Aufnahme" durch die Politiker Sie sich sorgen machen, möchte ich zu bedenken geben, dass sich vielleicht die Parlamentarier inkl. BR mehr darüber sorgen sollten, ob sie selbst noch rechtzeitig dazu im Stande sind auf den Wandel der Stimmung in der Bevölkerung, sinnvoll und zugunsten der Bevölkerung zu reagieren, bevor sie (die Politiker) vom immer schneller sich wandelnden Volk überfahren werden.

Politiker haben anscheinend alle den falschen Ansatz. Das Volk muss nicht geleitet und geführt werden. Das Volk braucht keine Überväter und -Mütter.
Das Volk ist vielleicht verunsichert, aber es ist durchaus fähig selber Wege aus seiner Verunsicherung heraus zu finden - nur ob diese dann den vom Volk gewählten Politikern gefallen, dass ist eine andere Frage.
Politiker können dem Volk Lösungsmöglichkeiten für bestehende Probleme anbieten, mehr nicht. Wenn aber Politiker sich zunehmend vom "immer schnelleren Wandel" der Zeiten und Probleme überfahren lassen und sich nur noch gegenseitig im Wege stehen, sich anklagen und mauern, werden sie zum Problem selbst.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

48%
(60 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte August 2011

Ich kann mich nur wiederholen: Frau Graf vermischt hier Kraut und Rüben und redet kreuz und quer durcheinander.Sie spricht hier von Oslo und Ostafrika, wo ein Klimawandel ( nicht mehr Klimaerwärmung ) stattfindet. Deswegen sind schon viele Menschen verhungert, u.a auch schon 29.000 Kinder! Das dies aber auch durch religiösen Fanatismus, sprich islamischen Fundamentalismus weiter verschärft wird, davon spricht Frau Graf mit keinem Wort! Es sind nämlich die islamistischen Chaahab-Milizen in Somalia, die immer noch die Hungerhilfe erschweren, bzw. dafür Zölle und Schutzgelder erpressen!

Die negativen Auswüchse das Islams werden hier also ein weiteres mal von den Linken verheimlicht. Es sei ja nicht der ganze Islam so fanatisch. Wenn es aber darum geht die SVP in den Dreck zu ziehen, bzw. das Christentum, dann wird von den selben Kreisen wieder nicht differenziert! Darum gib es dann aus diesem Umfeld abstruse Vergleiche zwischen Oslo-SVP, oder zwischen Bernevik- und konservativen Christen, obwohl das was in Norwegen passierte rein gar nichts mit der SVP und dem Christentum zu tun hat!! Man man differenziert eben linksideologisch nur da wo es einem passt! Aber stattdessen lästert man in einem Atemzug über die SVP, um dann gleich auch noch das Massaker von einem Neonazi in Norwegen darin einzubinden, was ich wirklich unterste Schublade finde! Von NR Frau Graf hätte ich das wirklich nicht erwartet!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



68%
(41 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte August 2011

KEINE LEHREN AUS DEN EREIGNISSEN VON NORWEGEN GEZOGEN

Die tragischen Ereignisse von Oslo haben einmal mehr gezeigt, die Politik versteht die Worte der Gewalt und die Worte über die Rücktritte. Zu den Worten über die Umsetzung von Bevölkerungsinteresse​n heisst es lapidar: Solche Worte hören wir gar nicht, wir lassen das nicht zu. Damit hält Bundesbern eine politische Störung aufrecht, die seit langer Zeit zu einer massiven Blockierung der Politik führt und den gesamten Leistungsausweis der aktuellen Legislatur als klein erscheinen lässt.

Die Politiker rühmen sich, man habe Lehren aus den Ereignissen von Oslo gezogen. Die offensichtlichen Lügen und Hinterhältigkeiten rund um die Personenfreizügigkeit​ seien doch weiterhin erlaubt.

TATEN STATT LEERE WORTE SIND NUN GEFRAGT; UMSETZUNG WIRD ZU OFT MIT ÜBERFORDERUNG UMSCHRIEBEN; DEN ERZÄHLTEN GRUNDSÄTZLICHEN ABSICHTEN KOMMT DIE POLITIK VIEL ZU WENIG NACH.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



63%
(65 Stimmen)
Hans Werhonig sagte August 2011

Bis zu diesem Satz habe ich gelesen: "Welches Finanz- und Wirtschaftssystem verteilt die Gewinne gerechter" Ich behaupte dagegen, dass man Gewinne zuerst schaffen muss befor Frau Maya Graf sie verteilt und dass dies die wirkliche Aufgabe der Finanz und Wirtschaftspolitik ist. Jetzt lese ich weiter, aber Frau Graf macht es einem nicht leicht.....


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Antworten auf diesen Beitrag



80%
(30 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte August 2011

DIE WORTE VON FRAU GRAF UND DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER NORWEGEN

Geschätzter Herr Werhonig

Die Worte von Frau Nationalrätin Graf sind eine Aufzählung von Problemen. Wenn die Politik dies als Hauptaktivität sieht, wird die Liste immer länger. Mit dieser gebräuchlichen Methode ist sie in guter Gesellschaft, indem sie damit den Anliegen der Bevölkerung ausweicht. Die Grenze der Überforderung der Politik ist mit der Konzentration auf die Aufzählung schnell erreicht.

Immer mehr erstaunt mich die Berichterstattung und die Verarbeitung der Ereignisse von Norwegen. Frau Zbinden hat weiter unten auf einige Widersprüche aufmerksam gemacht. Die Ereignisse sind kein Einzelfall sondern reihen sich in viele weitere Vorfälle ein.

Norwegen ist nicht das friedliche Land wie von den Medien dargestellt. Norwegen leidet insbesondere unter der muslimischen Gewalt. Das Buch SOS Abendland von Udo Ulfkotte berichtet, Reiseunternehmen streichen Oslo aus dem Programm, weil zu gefährlich, zu kriminell.

Innert 14 Tagen wurden allein im Juli 2008 18 Touristenbusse in Brand gesetzt.

Am 25 Juli 2008 stürmten etwa 50 Tschetschenen im Süden Oslos ein Asylbewerberheim, zerrten alle Kurden aus den Zimmern heraus und schlugen sie mit Eisenstangen und Macheten zusammen. Die Polizei verhängte eine Nachrichtensperre. Solche Schlagzeilen wollte man nicht im Ausland haben.

Im Oktober 2008 richtet ein Somalier ein Blutbad unter ethnischen Norwegern in der Innenstadt an. 15 Minuten lang stach er auf der Straße und in einem Cafe auf ethnische Norweger ein, bis die Polizei ihn überwältigen konnte.

Zusammenfassende Worte zu den UNTERSCHIEDEN zwischen der REALITÄT und der BERICHTERSTATTUNG kann ich zurzeit nicht finden. Die Differenzen sind zu gross. Die Diskussionssendungen erscheinen mit diesen Kenntnissen in einem sehr diffusen Licht.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



80%
(25 Stimmen)
Hans Werhonig sagte August 2011

Vielen Dank, Herr Oberholzer, die von ihnen genannten Berichte aus Norwegen waren mir nicht bekannt, andererseits überraschen sie mich auch nicht. Ich gehöre zu jener Generation die sich noch sehr gut an den Algerienkrieg (1954-1962) erinnert, mit seinen fast endlosen Anschlägen, Massakern, Hinrichtungen, Folterungen und Hinterhalten in Algerien und in Frankreich. Fankreich hatte damals General Charles de Gaulle. Was hat Europa heute?

Karl Marx hat diesen Kreis der Gewalt hellsheherisch so definiert: „Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby”, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. ” (Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170).

Damit ist nicht alles gesagt. Aber es macht klaren Sinn.










Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

63%
(32 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte August 2011

Im selben Buch wird dann noch die Geschichte mit den blonden Mädchen und Frauen geschildert: In Skandinavien gibt es bekannterweise viele Menschen mit blonden Haaren. Diese unterscheiden sich damit also auch erheblich von südländischen, sprich islamischen Einwandern im Aussehen. Von islamischen Einwanderern weiss man allerdings auch, dass diese in Norwegen für einen Großsteil der Vergewaltigungen die Verantwortung tragen! Norwegische Statistiken weisen dies so aus! Opfer sind dann vor allem auch Norwegerinnen. Und eben auch solche mit blonden Haaren. Damit diese weniger gefährdet sind färben diese vermehrt ihre Haare dunkel, damit sie weniger als Einheimische im islamischen Kulturkreis auffallen! Das ganze lässt sich im Buch auch mit Quellenangaben belegen und ist nicht eine Behauptung von mir!

Aber natürlich werde ich jetzt gleich wieder als Rassist beschimpft und in den Keller gevotet! Aber selbst nach so einem verheerenden Massaker müssen solche unangenehmen Dinge angesprochen werden. Die hohe Ausländerkriminalität​ und die Integrationsverweiger​ung, gerade auch von Muslimen in Norwegen, ist natürlich auch nicht in Ordnung! Das rechtfertigt natürlich in keinster Weise die abscheuliche Tat von einem Schlächter Namens Bernevik! Aber solche Wahrheiten machen das Risiko für solche Taten noch grösser, weil die Masseneinwanderung eben auch in Norwegen ein Problem ist, vor allem aus den islamischen Staaten. Wenn man dem nicht Einhalt gebietet, was halt gottsleider auch auf die norwegischen Sozialdemokraten zutrifft, dann wird die Wut natürlich immer grösser. Solche die dann überhaupt keine Ausländer wollen - nicht bloss jene aus dem Islam - werden so noch mehr radikalisiert! Es sind auch 50% der Norweger laut Umfrage nicht einverstanden mit der Einwanderungspolitik der linken Regierung!

Das alles könnte leider auch genauso in den Niederlanden oder in Belgien passiert sein. Brüssel hat schon heute über 33% muslimische Einwohner, bald könnten sie die Mehrheit sein! Wenn dort so ein schreckliches Massaker passiert wäre, dann dürfte man natürlich auch nicht mehr über die Einwanderung, vor allem der islamischen, mehr reden! Aber die Probleme sind hier noch grösser als in Norwegen!

Und das was sich gerade in London abspielte erinnert doch auch an das Buch " Vorsicht Bürgerkrieg " vom selben Autor! In unseren Medien wurde hier nur größtenteils von " Randalierern " berichtet, aber nicht von deren Migrationshintergrund​! Die meisten davon sind nämlich Schwarzafrikaner, die in kriminellen Banden die Stadt terrorisieren! Und sollten viele davon noch einen islamischen Hintergrund haben, dann wird das auch wieder verschwiegen!

Daru​m mein Fazit: Masseneinwandeungen ist überall in Europa ein Problem, sie muss kanalisiert werden, besonders auch jene aus den islamischen Staaten, weil von dort die grössten Probleme im Zusammenleben kommen. Erst so kann man noch besser rechtsradikalen Leuten begegnen, die natürlich aber schon vorher parallel so dieser verantwortungslosen Einwanderung bekämpft werden müssen! Alle negativen Dinge, vom drumherum um den Massenmörder, bis eben zu solchen Belangen, die solche Leute noch ein (Mit)Motiv geben, müssen schonungslos auf den Tisch gelegt werden, auch wenn es weh tut! Verschweigen und verfluchen solcher Dinge wäre hier total falsch und kontraproduktiv!



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



70%
(27 Stimmen)
Hans Werhonig sagte August 2011

Lieber Herr Anderegg, was sie sagen ist unbequem, mutig und einleuchtend. Ab und zu hoffe ich (oder träume ich) das alles nicht so schlimm ist. Dann erwache ich und erinnere mich an den Algerien Krieg 1956 bis 1962, der ein fast eindeutiger Beweis ist, dass das zusammenleben zweier verschiedener Kulturen in einer Katastrophe geendet hat.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



80%
(10 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte August 2011

Geschätzter Herr Werhonig

Der Algerien-Krieg mag ihnen nahe gegangen sein. Mein erster Krieg, den ich an den Medien verfolgte, war der Jugoslawien-Krieg. Deshalb sind mir als liberal denkende Persönlichkeit die Sprechweisen der Wirtschaftsverbände sehr früh aufgefallen. Denn diese haben sehr grosse Ähnlichkeiten mit den Worten der Kriegsherren.

Die Ereignisse im Jahr 2008 in Norwegen kannte ich schon vorher. Die aktuellen Medienberichte erwähnten dies nicht einmal in einer Randbemerkung. Die Worte der Personalexperten über das verschobene Realitätsbild und die geistige Auffassungsfähigkeit haben mich dann aber sofort an unsere Politiker erinnert!

Bezüglich den Kulturunterschieden hat die EU hat mit dem Entschliessungsantrag​ zur Verhinderung einer möglichen Masseneinwanderung aus der Türkei ein wenig vorgesorgt.
http://w​ww.europarl.europa.eu​/sides/getDoc.do?pubR​ef=-//EP//TEXT+MOTION​+B6-2004-0235+0+DOC+X​ML+V0//DE


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1


27%
(66 Stimmen)
peter frei sagte August 2011

Die Link-Grünroten Populisten sind verantwortlich, die produzieren solche ABB's. Ja und Baader, Meinhof, Enslin, Mahler, Camenisch (Liste nicht abschliessend), waren auch Rechtsextreme?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 2 | 1 2