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Das Märchen von der schädlichen „Masseneinwanderung“ Teil 4

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Die Geg­ner der Personenfreizügigkeit​ be­haup­ten, die Ei­wan­de­rung schade un­se­ren So­zi­al­wer­ken. Es finde eine Ein­wan­de­rung in den So­zi­al­staat statt. Die Realität sieht an­ders aus: Ein­wan­de­rung ist ein Segen für un­sere So­zi­al­ver­si­che­r​un­gen! Auch die Be­haup­tung, die Ein­wan­de­rung als Folge der Personenfreizügigkeit​ erhöhe die Kriminalität kann leicht wi­der­legt werden.

Peter Schlemihls Politblog

 

Ausländ​er zahlen wesentlich mehr in die AHV ein als sie beziehen

Die AHV ist mit Ausgaben von 36,6 Mrd Franken (2010) die mit Abstand teuerste Sozialversicherung. Von diesen Ausgaben wurden nur 16,5% von Ausländern verursacht. Das waren rund 6 Mrd Franken. Die restlichen 30,6 Mrd wurden durch Schweizer verursacht. Bei den Einnahmen trugen Ausländer aber 26,7% bei. Das sind 7,3 Mrd. Die Schweizer hingegen trugen nur 20,2 Mrd bei. Ausländer zahlen jährlich also 1,3 Mrd Franken mehr ein als sie beziehen. Bei Schweizern hingegen ist die Bilanz klar negativ. Sie zahlen 10,4 Mrd weniger ein als beziehen. Die negative Diffenrenz von 9,1 Mrd wurden durch die öffentliche Hand (also Steuergelder) oder in kleinem Masse auch durch Kapitalzinsen finanziert. Auch diese Steuergelder wurden zu einem beträchtlichen Teil von Ausländern bezahlt. So dass Ausländer insgesamt über 3 Mrd Franken jährlich mehr zu der Finanzierung der AHV beitragen als sie beziehen. Oder anders ausgedrückt: Ausländer finanzieren jährlich für 3 Mrd Franken Schweizer Rentnern die AHV-Rente.

 

Auch bei der IV, deren Ausgaben in den letzten Jahren stark gesunken sind (von 11,9 Mrd im Jahr 2007 auf 9,2 Mrd im Jahr 2010) zahlen Ausländer leicht mehr ein als sie beziehen. Ausländer zahlen 26,7% der Beiträge, beziehen aber nur 25,6% der Leistungen.

Siehe hierzu auch:

http://www.sf.​tv/videoplayer/embed/​f1505acb-39c1-40c0-a5​c4-6695504c8563

 

A​ber auch bei der obligatorischen Krankenversicherung weisen Ausländer eine positive Bilanz auf, weil sie klar das kleinere Durchschnittsalter aufweisen als Schweizer!

 

Deutsc​he weniger kriminell als Schweizer

Der Grossteil der Einwanderer im Rahmen der Personenfreizügigkeit​ kommt aus Deutschland. Gerade Deutsche werden gemäss neusten Kriminalstatistiken nach Nationalität aber 40% weniger häufig angezeigt als Schweizer. Aber auch die Einwanderer aus den anderen EU/EFTA-Staaten werden weniger oder nur unwesentlich häufiger angezeigt als Schweizer. Ausländer aus EU/EFTA-Staaten werden gemäss dieser Statistik also weniger häufig angezeigt als Schweizer. Damit kann die Behauptung, die Personenfreizügigkeit​ erhöhe die Kriminalität in der Schweiz, als falsch abgetan werden.

 

Fazit

  1. Die Schweiz und auch das Schweizer Mittelland sind weit weniger dicht besiedelt wie immer wieder behauptet wird. Die Schweiz verfügt über eine sehr grosse Landwirtschaftsfläche​. Auch die jetzige Einwanderung ist im historischen Vergleich nicht aussergewöhnlich hoch.
  2. Die Bilateralen Verträge inkl. Personenfreizügigkeit​ haben sich äusserst positiv auf die Schweizer Wirtschaft und den Schweizer Wohlstand ausgewirkt. Die Arbeitslosigkeit ist trotz oder gerade wegen der Einwanderung nicht angestiegen und die Reallöhne sind durchschnittlich stark gestiegen.
  3. Der zunehmende Ressourcenverbrauch, die zunehmenden Staus auf den Strassen und die überfüllten Züge sind in erster Linie auf die steigende Mobilität und die steigenden Ansprüche der Schweizer Bevölkerung zurückzuführen.
  4. Die Einwanderung ist ein Segen für unsere Sozialversicherung und die Personenfreizügigkeit​ hat die Kriminalität nicht erhöht.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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88%
(16 Stimmen)
August Sommerhalder sagte January 2012

Sehr geehrter Herr Schlemihl, als Wohnort geben Sie Kapstadt an. Ich wundere mich deshalb nicht, wie wenig Ihnen von den tatsächlichen Gegebenheiten in der Schweiz bekannt ist. Orientieren Sie Sich doch über vergleichbare, weltweite Situationen. Als offenbar weit gereister dürfte Ihnen das nicht schwer fallen. Alle die reichen arabischen Staaten, Königreiche, Scheichtümer, Emirate lassen auch von Ausländern arbeiten - aber Arbeitslosengeld oder Sozialhilfen sind dort nicht bekannt; trotzdem beschwert sich keine "Hilfsorganisation"​ deswegen. Berücksichtigt man die topograohische Situation und Grösse der Schweiz, kommt man unweigerlich zum Schluss, dass ein "Bremsmechanismus" nötig ist. Da Sie vermeintlich "Alles" über Migration wissen, können Sie mir sicher einen gebürtigen Schweizer vorstellen, der z.B. in Ex-Jugoslawien wohnhaft ist und dort Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe bezieht - wenn JA - in welcher Höhe?!
Bitte unterlassen Sie es, die "Grosszügigkeit" der Schweiz zu kritisieren.


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79%
(19 Stimmen)
Heinz Mahler sagte November 2011

Ich fasse mich kurz, die Projektion dass die Zuwanderung bei den Sozialwerken nur positv sein kann, stimmt leider nicht. Ich kann die genauen Zahlen auch nachreichen. Brücksichtig man die Einbürgerungen, Familiennachzug. Die Kosten der ALV, Ergänzungsleistungen der AHV/IV, IV selbst und Sozialhilfe, sind die Gesammtkosten der Sozialkosten bei ca. 50-55% welche die Immigranten verursachen.


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23%
(30 Stimmen)
Fritz Kröger sagte October 2011

Ohne die Einwanderer wären auch unsere Krankenkassenprämien massiv höher. Zahlreiche junge Einwanderer, die hier arbeiten, finanzieren die Gesundheitsleistungen​ der veralteten Schweizern.

Die Mehrheit der Einwanderer geht zurück in ihr Heimatland, viele davon beziehen nie irgendeine Gesundheitsleistung!


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29%
(31 Stimmen)
Oskar Matzerath sagte October 2011

Anstatt die Ausländer zu diffamieren, sollten sich die SVP-Rentner lieber mal bei den Ausländern für die Finanzierung ihrer Renten bedanken!

Auch der vierte Teil dieser Artikel-Serie ist äusserst informativ!


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