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Der Familienartikel ist das längst fällige Bekenntnis zu ein

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Familien wer­den zwar in ver­schie­de­nen Ar­ti­keln un­se­rer Bun­des­ver­fas­sung an­ge­spro­chen, es fehlt aber ein ei­ge­ner aus­ge­wie­se­ner Ar­ti­kel zur Familienpolitik.

Mit der Schaffung eines Verfassungsartikels für die Familie in der Bundesverfassung wird ein längst fälliges Bekenntnis zu einer nachhaltigen Gesellschaft und der Bedeutung der Familie für unser Land verankert.

Der Bund steht zwar durch die geltende Verfassung in der Pflicht, bei der Erfüllung seiner Aufgaben die Bedürfnisse der Familien umfassend zu berücksichtigen sowie die Kompetenz, Massnahmen zum Schutz der Familie zu unterstützen. Die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit sowie der Ausbildung hat jedoch als zentrales Element einer zeitgemässen Familienpolitik bisher keinen Niederschlag in der Verfassung gefunden. Dabei ist gerade die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit ein wichtiger Schlüsselfaktor für eine prosperierende Zukunft und trägt auch wirtschaftlich wesentlich zum Erfolg unseres Landes bei.

 

Ein Bekenntnis zur Kernzelle unserer Gesellschaft

Eine umfassende Familienpolitik stärkt und würdigt die Bedeutung der Familien, unabhängig von ihrer Lebensform. Die Familie als Vermittlerin von tragenden Werten wie Solidarität, Konfliktbewältigung und Selbstverantwortung bereitet die nächste Generation auf das Leben in und für unsere Gemeinschaft vor. Denn, wie schon Gotthelf es etwas pathetisch sagte: „Zu Hause muss beginnen, was leuchten soll im Vaterland!“

Es muss uns ein wichtiges Anliegen sein, die sozialen und persönlichen Kompetenzen und Qualifikationen der Familienmitglieder zu fördern sowie ihre ökonomische Selbständigkeit anzuregen. Dies geschieht, indem wir Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen und sich Familien so eigenständig entfalten können. Damit haben sie  einen zentralen Anteil am künftigen Erfolg unseres Landes.

Die demografische Entwicklung der Schweiz mit zahlenmässig immer weniger Erwerbstätigen und immer mehr Rentern zeigt grosse politische Herausforderungen auf.  Eine umfassende Familienpolitik ist daher auch ein Engagement für eine nachhaltige Generationenpolitik, die sich für die vielfältige Förderung von Solidarität und Unterstützung zwischen den jüngeren und älteren Mitgliedern unserer Gesellschaft einsetzt.

 

Die Bedeutung der Kinder stärken

Die momentan immer noch fehlenden Möglichkeiten, Beruf und Familie zu verbinden haben zur Folge, dass viele Paare, insbesondere gut ausgebildete Frauen und Männer, auf Kinder verzichten. Damit altert unsere Gesellschaft weiter und es fehlen in der Wirtschaft längerfristig und in der nächsten Generation eine bedeutende Anzahl an Fachkräften. Zudem gefährdet die so schnell fortschreitende Alterung unserer Gesellschaft unsere Sozialsysteme und somit auch den künftigen Wohlstand unseres Landes.  Wir benötigen daher bedarfsgerechte Angebote für unsere Kinder und mehr Familienfreundlichkei​t im Alltag. Der neue Verfassungsartikel fördert aber nicht nur den Ausbau von Kindertagesstätten. Familien und schulergänzende Tagesstrukturen tragen auch wesentlich zur Integration und Chancengerechtigkeit aller Kinder bei – insbesondere fördern sie auch Kinder aus einem bildungsfernen Umfeld, wie beispielsweise Familien mit Migrationshintergrund​.

 

Nachhaltige Familienpoltik ist ein zentraler Erfolgsfaktor für die Wirtschaft 

Die Wirtschaft ist auf eine erhöhte Partizipation der Frauen und Männer am Arbeitsmarkt angewiesen. Es macht schon volkswirtschaftlich keinen Sinn, insbesondere das Potential und die Ressourcen bestausgebildedster Frauen aufgrund fehlender Vereinbarkeit brach liegen zu lassen. Familienfreundliche Massnahmen und eine familienorientierte Personalpolitik erhöhen zudem die Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt und geben entscheidende Wettbewerbsvorteile im Wettkampf um qualifizierte Mitarbeitende. Mitarbeiter in einem familienfreundlichen Arbeitsumfeld sind loyaler, motivierter und produktiver. Anfallende Kosten für Tagesstrukturen der Kinder sind somit gut investiertes Geld für den allfälligen Steuerzahler, wobei die Wirtschaft aufgefordert ist, ihren Anteil daran zu leisten.

 

Ein wichtiger Beitrag zur Gleichstellung von Mann und Frau

Indem wir die neue Verfassungsbestimmung​ zur Familienpolitik in die Bundesverfassung aufnehmen, bekennen wir uns damit auch klar zur Gleichstellung Mann und Frau in Beruf und Familie. Familienfreundliche Rahmenbedingungen in unserem Land begünstigen es, dass Väter und Mütter selbstständig entscheiden können wie viel sie sich beruflich engagieren und wie viel Zeit sie sich für ihre Kinder und Angehörigen nehmen möchten. Die Aufteilung zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit kann so innerhalb der Familie flexibler gestaltet werden.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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40%
(5 Stimmen)
Hans Joerg Edelmann sagte February 2013

Wer verantwortungsbewusst​ ist,einen gesunden Menschenverstand ( bei Politikern immer rarer ! ) hat und die Familie als Herausforderung
und eine der schönsten Aufgaben zum Erhalt eine intakten Gesellschaft
sieht, gibt diesem von Juristen, Oberstudierten und Besserwissern
gescha​ffenen Werk eine deutliche Absage!!


Ein klares NEIN zm Familienartikel!!!!


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67%
(24 Stimmen)
Urs Gassmann sagte January 2013

Man müsste nun schon auch den Beitrag von Yvette Estermann
("Was bringt der neue Artikel zur Familienpolitik?") lesen. Was mir am
meisten auffällt, sind die unabsehbaren hohen Kosten des Vorhabens,
ferner der Zug zur staatlichen Kindererziehung, wie er schon in einigen schlimmen Diktaturen des jüngst vergangenen Jahrhunderts herrschte. Die gegnerischen Leserbeiträge zum erwähnten obigen Artikel stammten ausschliesslich vonseiten fundamentalistischer Linken. Frau Lauener gibt
hier ausschliesslich einleuchtend anmutende Argumente. Doch was haben wir davon, wenn die Wirtschaft immer mehr profitiert? Würde uns daraus eine Reduktion der Steuern und Abgaben erwachsen? Mitnichten, denn profitieren würde ausschliesslich die Industrie und schliesslich der Fiskus, und dessen Mehreinkünfte würde der Staat nach wie vor zum Fenster, nämlich ins Ausland, hinausschmeissen. Dabei würde die Familie alles andere als gefördert, und das bekannte Gotthelfsche Zitat in dieser Angelegenheit vorzubringen kommt einem wie ein Hohn vor. Das Attribut "für die Familie" ist reine Irreführung und kommunistische Bauernfängerei, und es wird ausdrücklich davor gewarnt, die entsprechende Initiative am 03. März 2013 anzunehmen



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