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Ernährungssouveränitä​ts-Initiative JA

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Ernährungssouveränitä​ts-Initiative JA: Schweiz kann Vor­bildrolle einnehmen

Ein wichtiger Punkt im Initiativtext ist Art. 104c Abs. 3 b. „Der Bund trifft Massnahmen mit dem Ziel die Kulturflächen, namentlich die Fruchtfolgeflächen zu erhalten, und zwar sowohl in Bezug auf ihren Umfang als auch auf ihre Qualität.“ Die Erhaltung der Kulturflächen in der Schweiz ist langfristig nur dann möglich, wenn wir die die masslose Einwanderung stoppen, die Verdichtung der Besiedlung vorantreiben und den Flächenverbrauch für Siedlungen und Infrastrukturbauten mit Auszonungen aus der Bauzone kompensieren.

Bei der Umsetzung der Ernährungssouveränitä​ts-Initiative haben wir einen grossen Spielraum, wie die Umsetzung angenommener Verfassungsartikel in der Vergangenheit immer wieder zeigte. Hier den Teufel an die Wand zu malen ist völlig übertrieben. Wenn ein Land in der Lage ist, in diesem Bereich eine Vorbildrolle einzunehmen, so ist es die reiche Schweiz. Oder wollen wir bei allem und jedem warten, bis die UNO, die EU oder die USA einen richtungsweisenden Entscheid fällt, an den sich alle halten müssen? Jemand muss vorangehen. Da sind nun mal die reichen Länder gefordert.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(6 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2018

Mir ist wichtig, dass der Import landwirtschaftlicher Produkte gesteuert werden kann und dass die Grundnahrungsmittel so verkauft werden, dass die Bauern davon noch leben können. Dies ist der finanzielle Aspekt einer Existenzsicherung für unsere Landwirte. Eine Lebenssicherung für uns Konsumenten in einem Konfliktfalle, und der wird noch kommen eher als uns lieb ist. Die Menschen in der Stadt werden hungern und sich die Nahrungsmittel auf dem Lande bei unseren Bauern holen (wollen).

2. Wichtig ist - auch darum - ebenfalls, dass wir vor allem Lebensmittel jeglicher Art aus regionaler Produktion essen könne. Es ist längst erwiesen, dass am gesündesten die Lebensmittel sind, welche in der Region gedeihen, weil diese analog unseres Körpers genau die richtige Zusammensetzung haben, die unser Organismus am nötigsten braucht. Ebenfalls dass diese dann gegessen werden können, wenn sie hier wachsen & gedeihen, d.h. natürlich reif geworden sind vor einer Ernte.

3. Ein derart negatives Beispiel sind z.B. die Tomaten, die im Süden grün geerntet werden, hier dann einen völlig unnatürlichen, künstlich erzeugten "Reifeprozess" durchlaufen, der sie völlig ungeniessbar macht. Ich habe schon lange auf solche völlig denaturierten unverzehbaren "Gummi-Produkte" - was auch die "Erdbeeren" mit einschliesst - wo "Essware" strafrechtlich das Vortäuschen falscher Tatsachen erfüllt, sehr gerne verzichtet. Das Einzige was ich aber aus der "Büchse" konsumiere sind Tomaten, denn diese werden im Süden bis zur Vollreife (10 %-ige Aromenbildung) erst in Vollreife mit dem vollen Geschmack dann so konserviert. Ein wichtiger Existenz sichernder Nebeneffekt besteht in der Möglichkeit, die reifen Tomaten dann in Büchsen abzufüllen, weil so die "Lebensmittel-Mafia" in der kurzen Erntezeit die Produzenten nicht mehr erpressen können, indem sie den Abnahmepreis jeweils unter den Produktionspreis drückten. Die Bilder wo Tonnenweise Tomaten dann lieber auf die Strassen gekippt wurden von den wütenden Bauern, sind vielen sicher noch präsent.

4. Gerade was Esswaren betrifft muss auch nicht primär der finanzielle Aspekt massgeblich sein, vielmehr das volle Geschmacks-Vergnügen beim Verzehr, also die Lebensqualität und unsere Gesundheit.




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40%
(10 Stimmen)
Lisa Leisi sagte September 2018

Ruinöse Landwirtschaftspoliti​k

Die vielfältigen mittleren und kleineren Bauernbetriebe sollen internationalem Handel geopfert werden. Viele Politiker, Bauernvertreter und selbst Bauern wollen nicht realisieren, dass es bei Agrarfreihandel vor allem Verlierer gibt, weil die Bedingungen in den einzelnen Ländern zu unterschiedlich sind. Es darf nicht sein, dass ein selbstzerstörerischer​ Wettbewerb nicht bedarfsgerechter Lebensmittelproduktio​n zu Dumpingpreisen unsere Landwirte bedrängt. Export und Import dürfen nicht das Ziel sein. Die Sicherstellung der Versorgung mit vielfältigen gesunden Lebensmitteln aus regionaler Produktion muss deshalb zur Staatsaufgabe gemacht werden, ohne die Landwirte mit unnötiger Bürokratie zu belasten. Dafür sind auch verunmöglichte Freihandelsverträge in Kauf zu nehmen. Es geht um eine existenzsichernde Zukunft für unsere Landwirte! Es geht um gesunde Grundnahrungsmittel und es geht um eine weniger auslandsabhängige und damit weniger krisenanfällige Schweiz! Nur mit einem Ja zu „Ernährungssouveränit​ät“ kann die verhängnisvolle und ruinöse Ausrichtung der Landwirtschaft auf den grenzüberschreitenden​ Handel korrigiert werden!



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44%
(9 Stimmen)
jan eberhart sagte September 2018

Die Bauernschaft als Staatsangestellte, die nach 5-Jahresplänen arbeiten und staatlich garantierte Gehälter? Nein Danke! Die Schweiz eine zweite DDR? Nein Danke!

Das grenznahe Ausland freut sich schon auf die Massen zusätzlicher Schweizer Stammkundschaft.


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38%
(8 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte September 2018

Sie meinen also, dass die Schweiz weiterhin den höchsten Glyphosatvrbrauch pro Fläche haben soll und unsere angeblichen BIO-Bauern weiterhin drauflosspritzen sollen? Die Testrestultate bei den Bio-Bauern waren sehr ernüchternd. Solange der Bauernstand es nicht fertigbringt Glyphosat freiwillig zu verbannen, sehe ich keinen Bedarf irgendetwas am Gesetz zu ändern.


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50%
(8 Stimmen)
Lisa Leisi sagte September 2018

Es geht weder um DDR Verhältnisse noch um um den Glyphosatverbrauch, welcher am Abnehmen ist. Es geht um die grundsätzliche Rettung unserer Landwirtschaft. Ich hätte mir weniger weitgehende Vorlagen gewünscht. Mir ist das Wichtigste, dass der Import landwirtschaftlicher Produkte gesteuert werden kann und dass die Grundnahrungsmittel so verkauft werden, dass die Bauern davon leben können. Uns sind die heutigen Lebensmittel zu wenig wert. Es muss bedacht werden, dass in den nächsten Jahren jegliche Subventionen bis auf Null zurückgefahren werden, weil es die WTO so will. Mit mehr Direktvermarktungen können höhere Preise für die Konsumenten vermieden werden und die Bauern bekommen doch, was sie brauchen. Wenn nur noch so viel Milch produziert wird, als Beispiel, wie Bedarf da ist, macht dies auch Sinn. Die Milchkontingentel, hätten nicht abgeschafft werden sollen. Seither ist der Milchpreis gefallen, was überhaupt nicht aufgeht von den Produktionskosten her.


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60%
(5 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte September 2018

.FrauLeisi
„... dass der Import gesteuert werden kann“. Für mich eine Bevormundung des Konsumenten!
Der gesamte Bauernstand soll nach Ihnen also einne geschützte Werkstatt werden? Egal, ob er ökonomisch arbeitet oder nicht, er soll davon leben können? Kommt mir irgendwie vor wie eine Planwirtschaft, die uns enorm viel kosten wird! Wetten?


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25%
(4 Stimmen)
Walter Wobmann sagte September 2018

Frau Leisi hat Recht!
Wer den Text der Initiative liest, weiss dass es um den Schutz und den Erhalt unserer Schweizer Bauern geht. Ebenso um Produktion von einheimisch erzeugten Lebensmittel, die auf die Bedürfnisse unserer Bevölkerung ausgerichtet ist.
Mit der Ernährungssouveränitä​ts- Initiative haben wir vermutlich eine letzte Chance, die verfehlte Landwirtschaftspoliti​k unserer Landesregierung zu korrigieren.

Die gegenwärtige Politik von BR Schneider-Ammann will klar den Tod der Schweizer Bauern und uns in eine völlige Auslandabhängigkeit hineinbuxieren, wo wir dann dem genmanipulierten Frass der Auslandkonzerne ausgeliefert sind.-
Er sagt es einfach nicht so direkt, wie ich es jetzt gesagt habe.

Wenn wir aber nicht vom Ausland erpressbar sein wollen, und das werden wir mit der Politik des Bundesrates, müssen wir einen Paradigmenwechsel vom Chemie- und Industriebauern weg, hin zu wieder kleinräumigen Familienbetrieben, so wie es eben für unsere Schweizer Verhältisse richtig und gesund ist.

Um das zu bewerkstelligen, braucht es aber gewisse Vorschriften, Hr.Scheiwiller, von Alleine kommt diese nachhaltige Landwirtschaftspoliti​k nämlich nicht.
Das hat mit "DDR" NICHTS zu tun, das ist reine Polemik auf Lügen aufgebaut, Hr. Eberhart. Die Landwirtschaft hier in der Schweiz war seit dem 2.Weltkrieg immer schon geregelt, es gab NIE den sog. "Freihandel", der hier als "höchstes Gut" vergöttert wird.

Und überhaupt: Protektionismus ist gar nichts Schlechtes!--
Protek​tion ist ein lateinisches Wort und heisst Schützen!
Was soll da schlecht sein, wenn unser Land unsere einheimischen Bauern schützt, die für eine gesunde und ausreichende Ernährung unserer Bevölkerung arbeitet?

Hr.Schei​willer und Hr. Eberhart glauben wohl noch immer, dass wir uns in Notzeiten von Computerchips, Banknoten und Aktien ernähren können.
Dem ist aber nicht so!

Darum am 23. Sept. ein kräftiges JA zur Ernährungssouveränitä​ts- Initiative!


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50%
(2 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte September 2018

Lisa Leisi "Bauernvertreter und selbst Bauern wollen nicht realisieren..." Glauben sie doch selber nicht, das Bauern nicht genau wissen auf was es heraus kommt.


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33%
(3 Stimmen)
Lisa Leisi sagte September 2018

Die Bauern sind sich ziemlich uneins, deshalb wurde Stimmfreigabe beschlossen vom Bauernverband! Leider haben sich die Bauern bereits bei der Abstimmung über die "Ernährungssicherheit​" täuschen lassen! Die ursprüngliche Initiative des Bauernverbandes wäre super gewesen und fand in der Bevölkerung im Sammelstadium eine hohe Zustimmung. Leider wurde sie zugunsten des unsäglichen Gegenvorschlags zurückgezogen. Der Titel "Ernährungssicherheit​" verführte zu einem Ja, obwohl damit die Grundlage für grenzüberschreitende Handelsbeziehungen gelegt wurde, welche insbesondere dem Ausland nützen, aber nicht unseren Landwirten. Dass BR Schneider-Ammann und die Wirtschaftsverbände unbedingt möglichst viele Freihandelsverträge abschliessen möchten, ist eine Tatsache! Geld regiert und die Landwirte sollen auch wie Unternehmer funktionieren bei ziemlich ungleichlangen Spiessen verglichen mit dem Ausland? Ist es umweltfreundlich und macht es Sinn, wenn die Landwirte auf Export getrimmt werden sollen bei einer Eigenversorgung mit Grundnahrungsmitteln von nur gut 50 Prozent? Glauben wir nicht der Angstmacherei der Gegner! Mit einem Ja zur Ernährungssouveränitä​t können wir die Landwirte auf lange Sicht unterstützen!


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50%
(2 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte September 2018

Warum wurde die Stimmfreigabe beschlossen, was denken sie wohl. Natürlich weil auch die Bauern verstanden haben das man sich den Mitbewerbern stellen muss und das am besten mit den Produkten die auch im Ausland gefragt sind.
Eine Eigenversorgung der Schweiz ohne Not ist schlicht und ergreifend längst nicht mehr möglich und zum Glück auch nicht nötig. Aber wenn sie sich mit rein Schweizerischen Lebensmitteln ernähren wollen Hut ab, aber lassen sie die mündigen Bürger selber entscheiden was sie essen wollen.
Bei einem Ja Ernährungssouveränitä​t ​wird sich der grenznahe ausländische Detailhandel sich die Hände reiben.


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0%
(2 Stimmen)
Walter Wobmann sagte September 2018

Ich ergänze:
Bäuerliche Vereinigungen, die Ja zur Ernährungssouveränitä​ts- Initiative sagen:
Uniterre, Bioforum, Alliance Suisse, Agrarinfo.

Die Anderen bäuerlichen Vereinigungen haben immerhin Stimmfreigabe beschlossen.

Keine​ bäuerliche Vereinigung empfiehlt hingegen ein Nein.


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50%
(2 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte September 2018

Die Profiteure sagen Ja, was für eine Erkenntnis. Die Bauern sind schlau genug sich die Finger nicht zu verbrennen..


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0%
(2 Stimmen)
Walter Wobmann sagte September 2018

Was soll daran so schlecht sein, Hr. Frischknecht?
Wer gute Arbeit für eine gesunde Ernährung der Bevölkerung leistet, SOLL profitieren dürfen!!--
Darum JA zur Ernährungssouveränitä​t.


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50%
(2 Stimmen)
jan eberhart sagte September 2018

Warum haben wohl viele Stimmfreigabe? Wollen sie etwa sich von Uniterre in ein Schema zwingen lassen und sich vom Staat diktieren (via Uniterre) lassen, wie sie korrekt ihr Handwerk betreiben?

So wie im Mittelalter die Zünfte vorschreiben konnten, wer Meister werden kann und wie man zu geschäften hat?

Sie sollen Angestellte in einer geschützen Werkstatt werden, damit faktisch also Staatsangstellte?


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50%
(2 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte September 2018

Wer bestimmt was eine gesunde Ernährung ist? Die Veganer, Vegetarier oder die Fleischesser... Der mündige Bürger kann das selber entscheiden ohne linksgrüne Wirrköpfe.
Ist noch schön das Landwirten auch noch etwas profitieren dürfen, nur innovative Landwirte brauchen ihr Gnadenbrot nicht. Das sind Unternehmer und wie in alle Unternehmer mehr oder eben auch weniger erfolgreich.



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0%
(2 Stimmen)
Walter Wobmann sagte September 2018

@J.Eberhart

Stimmf​reigabe heisst, dass im selben Verband sich die Befürworter und Gegner in Etwa die Stange halten. Es ist überhaupt nichts Schlechtes, wenn ein Verband Stimmfreigabe beschliesst. Das heisst, dass man, weil es in etwa fifti- fifti ist, dem, einzelnen Mitglied und Bürger überlässt, wie er stimmen will.
Da z.B. der grosse Bauernverband, der ansonsten die Grossbauern vertritt, Stimmfreigabe beschliesst, heisst das, dass selbst bei den Grossbauern Keine Nein- Mehrheit zu Stande kam!- Ich hatte das nämlich zuerst vermutet.

Bezeichn​end ist aber, dass KEINE Bauernvereinigung die Nein-Parole beschloss!!-
Das sagt auch etwas aus!-

Es ist absolut lächerlich, wenn Sie meinen, dass Uniterre, welche Kleinbauern vertritt, den mächtigen Bauernverband in ein Schema pressen könnte, eher wäre es umgekehrt!-- Aber auch das ist nicht der Fall.

Fakt ist, dass von den vielen Bauernvereinigungen 4 davon die JA-Parole beschlossen, weil die überwiegende Mehrheit es so bestimmte; und bei den Anderen, die Stimmfreigabe beschlossen, eine fifti- fifti Situation war, ganz einfach.
Und Fakt ist auch, dass keine der Bauernorganisationen die Nein-Parole beschloss.
Ich weiss, dass das Ihnen nicht gefällt!!!--

Darum​ versuchen Sie mit irgenwelchen Verdreh-Winkelzügen, die Verbände, die Befürworter der Initiative für Ernährungssouveränitä​t sind, schlechtzureden und ihnen vorzuwerfen, sie hätten "Druck" auf die Anderen ausgübt, was offensichtlich NICHT stimmt!-

Und noch etwas: Im Mittelalter waren es die Zünfte, die bestimmten, wer Meister werden kann. Auch damals musste man vorher zuerst einige Jahre Erfahrung als "Gesell" sammeln.
Heute werden die Meisterprüfungen in Berufsbildungsinstitu​ten abgelegt, ebenfalls mit einem vorherigen Meisterlehrgang und einer Prüfung. Was soll da falsch sein?

In dieser Initiative geht es überhaut nicht darum, dass Landwirte Staatsangestellte werden! Im Gegenteil, die Initiative sorgt dafür, dass die Landwirte unabhängig bleiben können, indem sie z.B. das alte Recht der Bauern, aus der Ernte Saatgut fürs nächste Jahr abzuzweigen, geschützt wird, weil dieses alte Recht den Bauern von Saatgutkonzernen streitig gemacht wird!-
Ebenso wird auch durch das Verbot von GVO den Saatgutkonzernen, die mittlerweile von Gentechfirmen aufgekauft wurden, die Möglichkeit zur Erpressung der Bauern zur Anwendung von Agargiften genommen.

Es ist übrigens Volkswille, dass kein GVO (genetisch veränderte Organismen) in der Landwirtschaft verwendet wird, siehe Volksabstimmung über das Gentech-Moratorium 2005 und diverse durchgeführte Umfragen unter den Konsumenten.
Des Weiteren fördert die Initiative den Direktverkauf ab Bauernhof an die Konsumenten, um so die Preisdrückenden Grossverteiler zu umgehen.

Fazit: Die vorliegende Initiative Schützt und sichert die Freiheiten und Rechte der Bauern!

@W. Frischknecht
Eine natürliche Ernährung ist eine gesunde Ernährung. In der Forschung hat man festgestellt, dass der Mensch bestimmte Vitamine, Mineralstoffe und andere Substanzen haben muss, damit er gesund bleibt.
Ob ein Mensch Veganer, Vegetarier oder Fleischesser sein soll, ist NICHT Gegenstand dieser Initiative!!-
Ich selber bin Vegetarier, kann aber gut mit einem Fleischesser oder Veganer an einem Tisch gemeinsam essen, ohne das es mich stört. Selbstverständlich bin ich für Entscheidungsfreiheit​.

Wenn aber eine immer grössere Anzahl von Konsumenten hier in der Schweiz gesunde, natürliche und biologische Lebensmittel will, ist dem Rechnung zu tragen. Und es macht Sinn, wenn ein Bauer sich die zusätzliche Mühe macht, biologisch zu produzieren, was aufwändiger ist. Darum gibt es ja gesonderte Subventionen für biologisches Bauern.
Für mich sind Biobauern innovative Leute, denen die Volksgesundheit und Nachhaltigkeit besonders am Herzen liegt. Darum dürfen diese meiner Meinung nach auch besondere Zuschüsse für ihre Zusatzarbeit erhalten; das ist nichts Schlechtes.
Deshalb finde ich es despektierlich von Ihnen, wenn Sie diese Zuschüsse "Gnadenbrot" nennen!


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50%
(2 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte September 2018

Herr Worbmnn lesen sollten sie schon richtig "brauchen IHR Gnadenbrot nicht" Aber egal.. vielleicht, hätten sie sich auch mal als Unternehmer betätigen sollen dann wüssten warum jegliche Fremdeinmischung sich negativ aufs Geschäft auswirkt und da ist der Unternehmer Landwirt keine Ausnahme.


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33%
(9 Stimmen)
Fabio Valeri sagte September 2018

Ich kann fast jeden Punkt der Initiative unterstreichen, werde aber trotzdem nein Stimmen, wegen des Verbots von GMO, seit der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass Crispr-veränderte Organismen ebenfalls dem GVO unterworfen werden. Das ist sehr gefährlich, weil es so die Möglichkeit wegnimmt, von steinzeitlichen Züchtungsmethoden wie die Anwendung von Chemikalien und Radioaktivität wegzukommen und gezieltere Methoden zu verwenden. Dazu kommt noch, dass neben der unsäglichen Förderung der Komplementärmedzin wieder ein wissenschaftsfeindlic​her Artikel in die Verfassung kommt. Das ist für eine aufgeklärte Gesellschaft mehr als peinlich.


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60%
(10 Stimmen)
Dany Schweizer sagte August 2018

Bei der Ernährungssouveränitä​​ts-Initiative bin ich ehrlich gesagt zweigeteilt. Vorschriften sind immer Gift für die Wirtschaft und Wohlstand. Doch...

Wäre es nicht an der Zeit uns ehrlich mal einzugestehen, dass die Umwelt nur geschützt werden kann, indem wir solche Dinge korrigieren?

Wolle​n wir weiterhin Lebenmittel, so auch Früchte und Gemüse, tausende von Km in der Welt herumkarren, nur weil wir ohne "Verpflichtung oder Vorschrift" sein möchten? Sollten wir nicht endlich wieder einsehen, dass wir unsere Früchte und Gemüse dann kaufen/essen, wenn sie in der nahen Region reif sein?

Warum müssen wir unbedingt (nur wegen der Freiheit) das ganze Jahr Erdbeeren kaufen können?

Unsere Umwelt geht dank solcher weltweiten Transporte vor die "Hunde". Wir versuchen mit Vorschriften in Abgasen usw. dieses unsinnige Handeln zu korrieren?

Interessant - Beim Import von Lebensmitteln, möchten wir uns keine Vorschriften machen lassen. Beim Auto, Heizung und sonst überall erhalten wir aber permanent Vorschriften, damit die Umwelt geschont würde.

Also sperrt Euch doch weiterhin gegen solche (meinererachtens logischen) Vorschriften und Beschränkungen, und zerstört die Umwelt weiter mit unsinnigen weltweiten Transporten von solchen Produkten.

Das gilt übrigens auch für die unsinnige Abschaffung von Grenzen und "Strafzöllen". Wer noch nicht verstanden hat, dass diese Abschaffung nicht dem Konsumenten hilft, sondern den Herstellern und Megakonzernen, der wird halt eines Tages nach Afrika fliegen müssen, damit er seinen Arbeitsplatz einnehmen kann. Aber diese immer noch weiteren Arbeitswege sind auch genau kontraproduktiv für den Umweltschutz.

In der Region produziert - in der Region gekauft
In der Region produziert - in der Region arbeiten
So schaffen wir viele unsinnige Km ab.

Das wäre "Freiheit", denn wenn wir diese unsinnigen Distanzen eliminieren, fallen die Individual-Km nicht mehr ins Gewicht. Und wir müssten uns nicht immer mehr mit Vorschriften konfronitert sehen. Doch das wird kaum geschehen, denn unsere Politiker stehen im Verbund mit Grosskonzernen, welche nicht daran interessiert sind die Umwelt zu schützen, sondern ihre immer grösser werdenen Gewinne.


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83%
(12 Stimmen)
Alex Müller sagte August 2018

Die Schweiz importiert etwa die Hälfte ihrer Nahrungsmittel. Gleichzeitig geht das grosse Wissen um den Hausgarten langsam verloren. Auch auf dem Land. Bei Neubauten gibt es keine brauchbaren Gartenflächen mehr. Es gibt nur noch Architektenbepflanzun​g. Rasen fast ohne Humusschicht und Immergrün statt Obstbäume Traubenspaliere oder Beerensträucher.

I​n bösen Zeiten (1939-45) gab es die sog. "Anbauschlacht".Der sog. Plan Wahlen. Jeder Flecken musste umgegraben und mit Gemüse bepflanzt werden. Jede kleine Wiese musste gemäht werden und das Heu für das Militär aufbewahrt werden. Sollte es wieder einmal solche Nahrungsmittelengpäss​e geben, wären wir privat wohl nicht gerüstet. Wir hätten sowohl Zuwenig humusreiche Böden und nicht genügend Karthoffeln im ersten Anbaujahr. Und wir müssten in eile unser ganzen Gartenwissen neu erwerben. Das dauert mindestens ein Gartenjahr lang.

Die Frage, ob eine Ernährungsinitiative uns präventiv hilft, ist für mich noch nicht klar. Zuerst warte ich noch auf den Abstimmungstext.


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8%
(12 Stimmen)
jan eberhart sagte August 2018

Ebenfalls 3x Nein.

Es braucht nicht noch mehr Staat bei der Ernähung/Landwirtscha​ft. Der Bürger isst was er will und nicht was die Politik für opportun hält.

Ausserdem sind für Velowege Kantone und Gemeinden zuständig und hier liegt wohl kein Mangel vor. Wenn dies profitabel und gefragt ist, geschieht das automatisch.


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38%
(13 Stimmen)
Karlos Gutier sagte August 2018

Da ich ins Ausland reise bin ich im September nicht da und hab alles schon ausgefüllt mit 3 x NEIN und Kantonal auch mit 3 x NEIN und schon in der Gemeinde abgegeben. Ich hoffe schon auf alles NEIN, alles andere wäre Verblödung, Bürokratie aufblasen und Geldverschleuderung.


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36%
(14 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte August 2018

Ernährungssouveränitä​​ts-Initiative ,der Titel Ernährungs"verpflicht​ungs"-Initiative wäre wohl ehrlicher. Souveränität​ heisst. ich entscheide und darum lehne ich die Initiativen klar ab.. Also NEIN


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36%
(14 Stimmen)
Raschle Felix sagte August 2018

Ich bleibe lieber souverän, weshalb ich die Souveränitätsinitiati​ve ablehne.


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