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Ernährungssouveränitä​ts-Initiative JA

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Ernährungssouveränitä​ts-Initiative JA: Schweiz kann Vor­bildrolle einnehmen

Ein wichtiger Punkt im Initiativtext ist Art. 104c Abs. 3 b. „Der Bund trifft Massnahmen mit dem Ziel die Kulturflächen, namentlich die Fruchtfolgeflächen zu erhalten, und zwar sowohl in Bezug auf ihren Umfang als auch auf ihre Qualität.“ Die Erhaltung der Kulturflächen in der Schweiz ist langfristig nur dann möglich, wenn wir die die masslose Einwanderung stoppen, die Verdichtung der Besiedlung vorantreiben und den Flächenverbrauch für Siedlungen und Infrastrukturbauten mit Auszonungen aus der Bauzone kompensieren.

Bei der Umsetzung der Ernährungssouveränitä​ts-Initiative haben wir einen grossen Spielraum, wie die Umsetzung angenommener Verfassungsartikel in der Vergangenheit immer wieder zeigte. Hier den Teufel an die Wand zu malen ist völlig übertrieben. Wenn ein Land in der Lage ist, in diesem Bereich eine Vorbildrolle einzunehmen, so ist es die reiche Schweiz. Oder wollen wir bei allem und jedem warten, bis die UNO, die EU oder die USA einen richtungsweisenden Entscheid fällt, an den sich alle halten müssen? Jemand muss vorangehen. Da sind nun mal die reichen Länder gefordert.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(6 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2018

Mir ist wichtig, dass der Import landwirtschaftlicher Produkte gesteuert werden kann und dass die Grundnahrungsmittel so verkauft werden, dass die Bauern davon noch leben können. Dies ist der finanzielle Aspekt einer Existenzsicherung für unsere Landwirte. Eine Lebenssicherung für uns Konsumenten in einem Konfliktfalle, und der wird noch kommen eher als uns lieb ist. Die Menschen in der Stadt werden hungern und sich die Nahrungsmittel auf dem Lande bei unseren Bauern holen (wollen).

2. Wichtig ist - auch darum - ebenfalls, dass wir vor allem Lebensmittel jeglicher Art aus regionaler Produktion essen könne. Es ist längst erwiesen, dass am gesündesten die Lebensmittel sind, welche in der Region gedeihen, weil diese analog unseres Körpers genau die richtige Zusammensetzung haben, die unser Organismus am nötigsten braucht. Ebenfalls dass diese dann gegessen werden können, wenn sie hier wachsen & gedeihen, d.h. natürlich reif geworden sind vor einer Ernte.

3. Ein derart negatives Beispiel sind z.B. die Tomaten, die im Süden grün geerntet werden, hier dann einen völlig unnatürlichen, künstlich erzeugten "Reifeprozess" durchlaufen, der sie völlig ungeniessbar macht. Ich habe schon lange auf solche völlig denaturierten unverzehbaren "Gummi-Produkte" - was auch die "Erdbeeren" mit einschliesst - wo "Essware" strafrechtlich das Vortäuschen falscher Tatsachen erfüllt, sehr gerne verzichtet. Das Einzige was ich aber aus der "Büchse" konsumiere sind Tomaten, denn diese werden im Süden bis zur Vollreife (10 %-ige Aromenbildung) erst in Vollreife mit dem vollen Geschmack dann so konserviert. Ein wichtiger Existenz sichernder Nebeneffekt besteht in der Möglichkeit, die reifen Tomaten dann in Büchsen abzufüllen, weil so die "Lebensmittel-Mafia" in der kurzen Erntezeit die Produzenten nicht mehr erpressen können, indem sie den Abnahmepreis jeweils unter den Produktionspreis drückten. Die Bilder wo Tonnenweise Tomaten dann lieber auf die Strassen gekippt wurden von den wütenden Bauern, sind vielen sicher noch präsent.

4. Gerade was Esswaren betrifft muss auch nicht primär der finanzielle Aspekt massgeblich sein, vielmehr das volle Geschmacks-Vergnügen beim Verzehr, also die Lebensqualität und unsere Gesundheit.




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40%
(10 Stimmen)
Lisa Leisi sagte September 2018

Ruinöse Landwirtschaftspoliti​k

Die vielfältigen mittleren und kleineren Bauernbetriebe sollen internationalem Handel geopfert werden. Viele Politiker, Bauernvertreter und selbst Bauern wollen nicht realisieren, dass es bei Agrarfreihandel vor allem Verlierer gibt, weil die Bedingungen in den einzelnen Ländern zu unterschiedlich sind. Es darf nicht sein, dass ein selbstzerstörerischer​ Wettbewerb nicht bedarfsgerechter Lebensmittelproduktio​n zu Dumpingpreisen unsere Landwirte bedrängt. Export und Import dürfen nicht das Ziel sein. Die Sicherstellung der Versorgung mit vielfältigen gesunden Lebensmitteln aus regionaler Produktion muss deshalb zur Staatsaufgabe gemacht werden, ohne die Landwirte mit unnötiger Bürokratie zu belasten. Dafür sind auch verunmöglichte Freihandelsverträge in Kauf zu nehmen. Es geht um eine existenzsichernde Zukunft für unsere Landwirte! Es geht um gesunde Grundnahrungsmittel und es geht um eine weniger auslandsabhängige und damit weniger krisenanfällige Schweiz! Nur mit einem Ja zu „Ernährungssouveränit​ät“ kann die verhängnisvolle und ruinöse Ausrichtung der Landwirtschaft auf den grenzüberschreitenden​ Handel korrigiert werden!



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33%
(9 Stimmen)
Fabio Valeri sagte September 2018

Ich kann fast jeden Punkt der Initiative unterstreichen, werde aber trotzdem nein Stimmen, wegen des Verbots von GMO, seit der Europäische Gerichtshof entschieden hat, dass Crispr-veränderte Organismen ebenfalls dem GVO unterworfen werden. Das ist sehr gefährlich, weil es so die Möglichkeit wegnimmt, von steinzeitlichen Züchtungsmethoden wie die Anwendung von Chemikalien und Radioaktivität wegzukommen und gezieltere Methoden zu verwenden. Dazu kommt noch, dass neben der unsäglichen Förderung der Komplementärmedzin wieder ein wissenschaftsfeindlic​her Artikel in die Verfassung kommt. Das ist für eine aufgeklärte Gesellschaft mehr als peinlich.


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60%
(10 Stimmen)
Dany Schweizer sagte August 2018

Bei der Ernährungssouveränitä​​ts-Initiative bin ich ehrlich gesagt zweigeteilt. Vorschriften sind immer Gift für die Wirtschaft und Wohlstand. Doch...

Wäre es nicht an der Zeit uns ehrlich mal einzugestehen, dass die Umwelt nur geschützt werden kann, indem wir solche Dinge korrigieren?

Wolle​n wir weiterhin Lebenmittel, so auch Früchte und Gemüse, tausende von Km in der Welt herumkarren, nur weil wir ohne "Verpflichtung oder Vorschrift" sein möchten? Sollten wir nicht endlich wieder einsehen, dass wir unsere Früchte und Gemüse dann kaufen/essen, wenn sie in der nahen Region reif sein?

Warum müssen wir unbedingt (nur wegen der Freiheit) das ganze Jahr Erdbeeren kaufen können?

Unsere Umwelt geht dank solcher weltweiten Transporte vor die "Hunde". Wir versuchen mit Vorschriften in Abgasen usw. dieses unsinnige Handeln zu korrieren?

Interessant - Beim Import von Lebensmitteln, möchten wir uns keine Vorschriften machen lassen. Beim Auto, Heizung und sonst überall erhalten wir aber permanent Vorschriften, damit die Umwelt geschont würde.

Also sperrt Euch doch weiterhin gegen solche (meinererachtens logischen) Vorschriften und Beschränkungen, und zerstört die Umwelt weiter mit unsinnigen weltweiten Transporten von solchen Produkten.

Das gilt übrigens auch für die unsinnige Abschaffung von Grenzen und "Strafzöllen". Wer noch nicht verstanden hat, dass diese Abschaffung nicht dem Konsumenten hilft, sondern den Herstellern und Megakonzernen, der wird halt eines Tages nach Afrika fliegen müssen, damit er seinen Arbeitsplatz einnehmen kann. Aber diese immer noch weiteren Arbeitswege sind auch genau kontraproduktiv für den Umweltschutz.

In der Region produziert - in der Region gekauft
In der Region produziert - in der Region arbeiten
So schaffen wir viele unsinnige Km ab.

Das wäre "Freiheit", denn wenn wir diese unsinnigen Distanzen eliminieren, fallen die Individual-Km nicht mehr ins Gewicht. Und wir müssten uns nicht immer mehr mit Vorschriften konfronitert sehen. Doch das wird kaum geschehen, denn unsere Politiker stehen im Verbund mit Grosskonzernen, welche nicht daran interessiert sind die Umwelt zu schützen, sondern ihre immer grösser werdenen Gewinne.


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83%
(12 Stimmen)
Alex Müller sagte August 2018

Die Schweiz importiert etwa die Hälfte ihrer Nahrungsmittel. Gleichzeitig geht das grosse Wissen um den Hausgarten langsam verloren. Auch auf dem Land. Bei Neubauten gibt es keine brauchbaren Gartenflächen mehr. Es gibt nur noch Architektenbepflanzun​g. Rasen fast ohne Humusschicht und Immergrün statt Obstbäume Traubenspaliere oder Beerensträucher.

I​n bösen Zeiten (1939-45) gab es die sog. "Anbauschlacht".Der sog. Plan Wahlen. Jeder Flecken musste umgegraben und mit Gemüse bepflanzt werden. Jede kleine Wiese musste gemäht werden und das Heu für das Militär aufbewahrt werden. Sollte es wieder einmal solche Nahrungsmittelengpäss​e geben, wären wir privat wohl nicht gerüstet. Wir hätten sowohl Zuwenig humusreiche Böden und nicht genügend Karthoffeln im ersten Anbaujahr. Und wir müssten in eile unser ganzen Gartenwissen neu erwerben. Das dauert mindestens ein Gartenjahr lang.

Die Frage, ob eine Ernährungsinitiative uns präventiv hilft, ist für mich noch nicht klar. Zuerst warte ich noch auf den Abstimmungstext.


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8%
(12 Stimmen)
jan eberhart sagte August 2018

Ebenfalls 3x Nein.

Es braucht nicht noch mehr Staat bei der Ernähung/Landwirtscha​ft. Der Bürger isst was er will und nicht was die Politik für opportun hält.

Ausserdem sind für Velowege Kantone und Gemeinden zuständig und hier liegt wohl kein Mangel vor. Wenn dies profitabel und gefragt ist, geschieht das automatisch.


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38%
(13 Stimmen)
Karlos Gutier sagte August 2018

Da ich ins Ausland reise bin ich im September nicht da und hab alles schon ausgefüllt mit 3 x NEIN und Kantonal auch mit 3 x NEIN und schon in der Gemeinde abgegeben. Ich hoffe schon auf alles NEIN, alles andere wäre Verblödung, Bürokratie aufblasen und Geldverschleuderung.


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36%
(14 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte August 2018

Ernährungssouveränitä​​ts-Initiative ,der Titel Ernährungs"verpflicht​ungs"-Initiative wäre wohl ehrlicher. Souveränität​ heisst. ich entscheide und darum lehne ich die Initiativen klar ab.. Also NEIN


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36%
(14 Stimmen)
Raschle Felix sagte August 2018

Ich bleibe lieber souverän, weshalb ich die Souveränitätsinitiati​ve ablehne.


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