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Eröffnung KESB-Verfahren - Schutz vor Willkür ?

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Gestern habe ich die Mit­tei­lung über die Eröff­nung eines KES­B-­Ver­fah­rens er­hal­ten. Eine un­be­kannte Dritt­per­son mache sich Sor­gen um mein per­sön­li­ches und ge­sund­heit­li­ches Wohl­be­fin­den. Der Brief der KESB ist wohl­wol­lend ge­schrie­ben und ich bin nicht ü­ber­rascht. Al­ler­dings möchte ich gerne er­fah­ren, wer sich Sor­gen um mich macht, damit ich keine Per­son zu Un­recht als De­nun­zi­ant ver­däch­ti­ge, wel­che weder an mei­nem per­sön­li­chem noch an mei­nem ge­sund­heit­li­chen Wohl in­ter­es­siert ist.  

Wenn Behörden in private Schicksale oder Lebenssituationen involviert sind, tritt spätestens dann das öffentliche Interesse „auf das Parkett“, wenn ein Skandal passiert ist. Dem möchte ich Gegensteuer setzen und strebe ein faires Verfahren an. In kritischen Situationen stützen sich Ämter und Behörden meist auf das Amtsgeheimnis und den Datenschutz, um sich aus der Eigenverantwortung und manchmal auch gegen das eigene fehlbare Verhalten zu entziehen. Gegenüber den Medien werden dennoch bruchstückhafte Hinweise geliefert, die dann von der Öffentlichkeit infolge mangelnder Sachverhaltsaufklärun​​​​​​​​​g zu Vorurteilen, Mutmassungen bis hin zu üblen Beschuldigungen führen können. Das kann einer betroffenen Person tatsächlich zu einem grossen Nachteil erwachsen, weil sie als unterlegene Partei wenig bis keine Mittel hat, ihre Sichtweise und die Ereignisse gegenüber der Öffentlichkeit darzustellen. Je nach Prädisposition oder Vorbelastungen sind ungleiche Parteistellungen nicht selten der Auslöser für Kurschlusshandlung wie Selbst- oder Fremdgefährdung. Damit möchte ich nicht sagen, dass ich selbst- oder fremdgefährdet bin. Es wäre nicht richtig,  alle Menschen, die einen schweren Schicksalschlag erlitten haben und deshalb psychisch angeschlagen sind, pauschal zu beurteilen. In solchen Fällen ist die Ursache und der Sachverhalt von grosser Bedeutung, um die richtige Unterstützung anbieten zu können, ohne die Selbstbestimmung und Eigenverantwortung einzuschränken. Eine Hilfe kann nur dann eine Hilfe sein, wenn sie den betroffenen dient und zu ihrem gesundheitlichen und persönlichen Wohlbefinden beiträgt. Ein Zwang wäre in meinem Fall kontraproduktiv, weil ich aus eigener Initiative das Gespräch und Beratung gesucht habe und der Schutz vor Willkür damit noch nicht augeschlossen werden kann. Aus diesem Grund sehe ich die Plattform Vimentis als einzige Möglichkeit, den bevorstehenden Verlauf des Abklärungsverfahrens aus subjektiver Sicht der Öffentlichkeit transparent zu machen. Die Medien interessieren sich meistens nicht für die Wahrheit, weil Medien längst nicht mehr neutral sind und häufig die Interessen der stärkeren Partei unterstützen. Ich möchte jedoch andere Diskussionsteilnehmer​​​​​​​​​/innen mit diesen Informationen nicht belasten und werfe daher die Frage in die Runde, ob diese Art von Öffentlichkeitsinform​​​​​​​​​ation auf dieser Diskussionsplattform​​​​​​​​​ unerwünscht sind? Selbstverständlich möchte ich mich auch an die Diskussionsregeln halten und keine anderen Personen abwerten oder falsche Anschuldigungen erheben, die im Zweifelsfall nicht belegt werden können. Deshalb möchte ich zu gegebener Zeit auch die KESB bzw. die mit der Abklärung beauftragte Person um Erlaubnis bitten, dass die Gespräche mit gegenseitigem Einverständnis aus Beweisgründen aufgezeichnet werden dürfen. An die Blogger/innen möchte ich die Bitte stellen, keine persönlich verletzenden Kommentare abzusetzen oder abwertende bzw. pauschalisierende Vorurteile gegen meine Person zu richten. Jedes Schicksal ist ein Einzelfall und sollte demnach auch individuell beurteilt werden. Ich danke für das Verständnis.

Update zum Kommentar Hans Knall:

Ich suche weder eine Selbsthilfegruppe noch emotionalen Zuspruch. 

Mangelndes​​​​​​ Interesse des Sachverhaltes kann demnach auch so gedeutet werden, dass niemand ausser meinen Angehörigen und nahestehenden Personen das Recht hat, sich in meine höchtspersönlichen und privaten Angelegenheiten einzumischen, solange weder ich noch eine andere Person konkret gefährdet sind und ich meinen finanziellen und selbstfürsorglichen Verpflichtungen und der Erziehungsverantwortu​​​​​​ng gegenüber meinen Kindern nachkomme.

Somit hat sich der behördliche Abklärungsbedarf bereits geklärt und auf Zwangshilfe kann verzichtet werden, weil es keine bessere Hilfe gibt, als die Selbsthilfe mit Hilfe selektierter Fremdhilfe.

Update zum Kommentar von Alex Müller: 

Wer kennt eine Situation besser als die betroffene Person selbst? Behördenmitglieder der KESB haben in der Vergangenheit bereits genug Fehler begangen, so zum Beispiel war der Vater meiner jüngeren Tochter umfassend verbeiständet und während eines Spitalaufenthaltes an einer zu spät behandelten Infektion verstorben. Herr Alex Müller - Hand aufs Herz - mit Ihrem Kommentar bestätigen Sie doch nur, was ich längst versuche zu erklären. Anonyme und unbegründete Gefährdungsmeldungen,​​ die angeblich das Wohl einer betroffenen Person im Fokus haben, führen zu einem unverhältnismässigen und willkürlichen "Schnüffel-Akt", der dem Grundsatz der Unschuldsvermutung widerspricht. Was haben meine Finanzen oder mögliche Erbschaften mit meiner Gesundheit zu tun? Habe sofort meiner Mutter telefoniert und gefragt, ob sie noch lebt, daraus wurde ein hübsches Gespräch und ich hoffe ,dass sie noch lange lebt, denn sie wird im Dezember 90 Jahre alt und das mag ich ihr gönnen. Offenbar sind die KESB jetzt schon „gierig“ auf eine mögliche Erbschaft, welche ich lieber nicht möchte, wegen allfälliger Erbstreitigkeiten. In meinem Fall liegt eine Verfügung vor - ohne Rechtsmittel - mit folgendem Sachverhalt: Aufgrund einer Meldung über eine mögliche Gefährdung von Yvonne Bloch, geb. 28.4.1973 hat die Kindes- und Erwachsenenschutzbehö​​​​rde auf das oben genannte Datum ein Verfahren zur Prüfung gesetzlicher Massnahmen eröffnet. Insbesondere sind folgende Aspekte abzuklären: Personensorge Soziales Umfeld Familiäre Situation und Beziehungen (Insbesondere Abklärung der Frage, ob ein Kind bei ihr wohnhaft ist. Sollte Unterstützungsmassnah​​​​men ebenfalls für das Kind erforderlich sein, ist der KESB sofort Meldung zu erstatten, damit ein entsprechender Abklärungsauftrag erteilt werden kann: Wohnsituation Tagesstruktur/Arbeit/​​​​Bildung/Schule Gesundheit Finanzielle Situation Einkommen Vermögen Liegenschaften Schulden Erledigung der finanziellen Angelegenheiten, Rechtsverkehr, Administrative Aufgabe Umgang mit Ämter, Sozialversicherungen und Behörden Anstehende Rechtsgeschäfte (Erbschaften, Liegenschaftsverkäufe​​​​ etc.) Ich bin ein gewissenhafter Mensch und habe mir nichts zu Schulden kommen lassen. Ich habe weder Betreibungen noch undeklarierte Grundstücke oder Vermögenswerte. Einzig ein Darlehen von Fr. 4´000.00, welches ich jedoch der KESB bereits gemeldet habe anlässlich des Antrages um Anzehrung des Kindsvermögens für das Schulgeld der Privatschule (Art. 320 ZGB). Dieser wurde am 30. Januar 2018 bewilligt und ich habe bereits damals alles deklariert und deponiert. Auf mich wirkt das Vorgehen wie eine Schickane, denn ich habe zuerst um Hilfe gebeten wegen einer allfälligen Platzierung für Julia, falls ich weiterhin mit Ärzten konfrontiert werde, die meine reaktive Borrelieninfektion ignorieren. Das heisst doch nicht, dass ich behördliche Zwangshilfe brauche, denn ich bezahle bereits Steuern im Kanton SO, bevor überhaupt die Frist für das Ausfüllen der Steuererklärung verstrichen ist. Ich setze mich für meine Rechte und Pflichten ein und möchte sicher nicht mit fremden Menschen konfrontiert werden, die meinen, besser zu wissen, was gut für mein Wohl ist und was nicht. Ich verzichte sogar auf sexuelle Aktivitäten, um körperlich und mental fit zu bleiben und verbringe jeden Abend und jedes Wochenende zu Hause bei meinem Kind. Konsumiere weder Alkohol, Drogen oder Zigaretten und benötige bereits seit  2014 keine Antidepressiva mehr. Seither geht es mir viel besser mit Ausnahme mit dem Ärger, welchen ich mit Ärzten habe, die zu mir sagen „die Realität sei nur Einbildung“ oder „sie nehmen erst dann den Finger raus, wenn Genug Geld fliesst“ oder neulich die Ärztin zu mir sagte „sie habe nicht 7 Jahre Medizin studiert, damit dann eine unstudierte Patientin besser Bescheid wisse“. Man könnte meinen, ich hätte Spass mich mit solchen Provokateuren herumzuschlagen. Immerhin halte ich mich dadurch fit und lerne dabei enorm viel. Schade nur, dass ich meine unfreiwillige "Reportage" nicht vermarkten kann. Bitte lasst mich schreiben, es hilft mir mehr als jede Therapiesitzung bei einem 7 Jahre Medizinstudent, der mindestens Fr. 200.00 in der Stunde verlangt und zu folgendes sagte: „ich war an einem Borrelienkongress und habe gehört, es gebe viele Patienten, die meinen, sie hätten Borreliose, dabei gibt es gar keine Lyme-Disease."

Ich habe auch die Studie von Professor Dr. med. Sam T. Donta, Direktor der Abteilung Infektionskrankheiten​​​​ und Biomolekular-Medizin gelesen und kann bestätigen, die Lyme-Borreliose existiert. Ich habe sie sogar nachweislich im Liquor, weil dort steht „reaktiv“ mit erhöhtem Eiweissgehalt und unspezifischen Antikörpern bei einem Albuminquotient von 7,8, was nicht dem Alter einer 44-jährigen Frau entspricht, sondern einer 58-jährigen Person. Eine unbehandelte Borreliose mit diagnostizierter Hirn-Schranken-Störun​​g führt zu einer chronisch progredierende Encephalopathie, welche bei adäquater Antibiose (liquorgängiges Antibiotika wie z.B. Ceftriaxon intravenös) reversibel wäre. 

Mir geht es sonst psychisch prima und ich brauche deswegen keine KESB, die mich vielleicht erst recht krank macht. Nur weil ich keinen akademischen Titel habe, heisst da noch lange nicht, dass ich nicht lesen und verstehen kann. Es gehört zum eigenverantwortlichen​​​​ Handeln, sich über die eigene Gesundheit bzw. Krankheit zu informieren und nicht alles ungeprüft zu glauben, was uns Patienten „serviert“ wird.

Update zum Kommentar von Hans Knall

Ich wiederhole, dass ich keinen emotionalen Zuspruch oder Zustimmung erwarte. Es ist jedem Leser freigestellt, ob er/sie meine Updates lesen will oder nicht. Ich kann und will nicht auf Kommentare antworten, die an der sachlichen Tatsachenermittlung, wie ich sie als Direktbetroffene erlebe, vorbeiziehen. Es ist auch freiwillig, Kommentare abzugeben und ich erwarte keine Antworten in Bezug auf den materiellen Inhalt. Auf Facebook folgen die detaillierten Ereignisse. Danke für die Kenntnisnahme Herr Knall. Sie dürfen meine Beiträge ignorieren.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(3 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte Vor einem Tag

Frau Bloch, ich muss mich den Herren Leider anschließen. Sie sollten hier nicht Ihre persönliche Lebensgeschichte und Ihre Situation in allen Details preisgeben. Das ist nicht gut!

Was die Offenlegung Ihrer persönlichen Lebens- und Vermögensverhältnisse​ betrifft. Ich fürchte Sie tuen sich selbst nur einen Gefallen, wenn Sie kooperieren. Wenn alles seine Richtigkeit hat ist das ja kein Problem. Ich habe den Eindruck Sie nehmen das viel zu persönlich und reagieren dann emotional. Finde ich durchaus nachvollziehbar! Aber für die KESB sind Sie nur ein Fall von Vielen und sich quer zu stellen, kann nicht zu Ihrem Vorteil sein. Damit meine ich nicht, dass Sie alles mit sich machen lassen müssen. Ich denke nur es wäre besser, so weit wie möglich zu kooperieren und Nichts zu unterschreiben. Einen kühlen Kopf zu bewahren.





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56%
(9 Stimmen)
Emil Huber sagte March 2018

Offenbar gibt es noch andere KESB Fälle:

Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehö​rde (KESB) - eine Gefahr für Kinder und Erwachsene

http://www.politn​etz.ch/artikel/18115-​die-kindes-und-erwach​senenschutzbehoerde-k​esb-eine-gefahr-fuer-​kinder-und/kommentar/​423680




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87%
(15 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2018

Update zu Ihrem Update, zu meinem Kommentar, Frau Bloch.

Doch, Sie suchen Hilfe und emotionalen Zuspruch. Zu Recht.
Genau deshalb empfehle ich Ihnen, diesen nicht in einem politischen Diskussionsforum zu suchen, um nicht enttäuscht oder verletzt zu werden.

Am besten wäre es wohl, wenn Sie erstmal ohne Vorbehalte auf die Ihnen angebotene Hilfe durch die KESB eingehen würden, statt sich im Vornherein ein zusätzliches Problem einzuhandeln, welches durch Misstrauen und Ablehnung nur alles noch komplizierter macht.


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64%
(14 Stimmen)
Alex Müller sagte March 2018

Frau Bloch, Sie schreiben sehr informativ, das kann nicht einmal jeder Journalist gleich gut.
Aber ob die Rapportierung von Beratungsgesprächen bei der KESP hier in diesem Forum sinnvoll wäre, wage ich zu bezweifeln.
Denn es geht ja um sehr persönliche Gesprächsinhalte, die nicht jeder Leser, der Sie und ihre ganze Lebensgeschichte nicht kennt, richtig verstehen könnte. Dazu ist es nicht so leicht - Klient und gleichzeitig der eigene objektive Reporter zu sein.



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88%
(16 Stimmen)
Hans Knall sagte March 2018

Zur Frage, die Sie in die Runde werfen, Frau Bloch, finde ich: Vimentis ist ein politisches Diskussionsforum und keine Selbsthilfegruppe für persönliche Probleme.

Ich finde man kann und soll schon über die KESB und ihre Mängel diskutieren. Aber die privaten Schicksalsschläge werden hier sicher nicht gelöst. Deshalb ist es auch wahrscheinlich, dass Sie Beiträge die nicht Ihrer momentanen Stimmung entsprechen oft als verletzend empfinden würden.

Ich empfehle, Ihr individuelles Schicksal hier nicht mit der Absicht zu verbreiten, Hilfe oder Zuspruch zu bekommen. Persönliche Erlebnisse können höchstens etwa als Versinnbildlichung für entsprechende grundsätzliche Besprechungen zur KESB etwas bringen.


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