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Früh hinschauen statt wegschauen

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Fast täglich sehen wir Bil­der von ran­da­lie­ren­den Ju­gend­li­chen, von Hoo­li­gans, Fan­ge­mein­schaf­ten​, die nur eines im Sinn ha­ben: Zerstören!

Da stellt sich schnell die Wertefrage: Welche Werte wurden diesen jungen Menschen vermittelt? In welcher Gesellschaft sind sie gross geworden? Weshalb überschreiten Jugendliche gewisse Schwellen, missachten das Eigentum, gefährden oder gar vernichten Menschenleben?

Gewal​t hat Folgen: Angst und Unsicherheit machen sich breit und mit jedem Vorfall sickert diese Angst tiefer in unser kollektives Bewusstsein und wird zum Problem aller. Die Ursachen dieser Gewalt sind vielfältig und nicht klar einzuordnen. Schaut man die Bilder unkontrollierter Fussballfans hat man den Eindruck, diese Jugendlichen befinden sich in einem Zerstörungsrausch. Diese zwingen alle anderen Menschen zu einem Teilrückzug aus dem öffentlichen Raum, das ist inakzeptabel.

Auch wenn die Ursachen dieser Gewalt mannigfaltig sind, darf sie nicht banalisiert werden, als ob die Gesellschaft als Ganzes schuld an dieser Aggressivität sei. Fakt ist: Die Brutalität ist gestiegen, die Hemmschwellen sind gesunken. Fakt ist auch, dass einzelne Kinder schon sehr früh - in der Spielgruppe, im Kindergarten und der Primarschule - durch ein aggressiveres Auftreten auffallen als andere gleichaltrige Kinder. Würde das unmittelbare Umfeld der Familie bereits in diesem Alter genauer hinschauen, würden die bestehenden Defizite dieser Kinder sichtbar. Oft sind diese Kinder vom Familienumfeld geprägt. Hilflose Eltern reagieren nicht immer adäquat. Erleben Kinder innerhäusliche- oder Partnergewalt stehen sie dieser Gewalt ohnmächtig gegenüber. Sie nehmen aber gleichzeitig wahr, dass Probleme gewaltsam gelöst werden. Dadurch entwickeln sie, glaubt man den vielen Studien, eine höhere Akzeptanz für Gewalt.

Eltern haben eine wichtige Erziehungsverantwortu​ng. Leider sind nicht alle für diese Aufgabe gleich vorbereitet. „Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr!“ Fragen drängen sich auf, sie müssen auch erlaubt sein: Sind Eltern in unserer komplexen Gesellschaft überhaupt noch in der Lage, die sehr vielfältigen Aufgaben, die ihnen anvertraut werden, ohne Unterstützung der Gesellschaft zu übernehmen? Darf der Staat einfach hinnehmen, dass die Startchancen der Kinder sehr unterschiedlich und von ihrem sozialen Umfeld abhängig sind und bleiben, wie die geringe Durchlässigkeit unseres Schulsystems belegt? Darf der Staat weiterhin die Meinung stützen, Familie sei eine Privatsache?

Privats​ache heisst – wegschauen statt hinschauen. Doch wir haben als Gesellschaft ein immanentes Interesse, dass alle Menschen in unserer Gesellschaft Werte verinnerlichen, die das Zusammenleben und die Gestaltung des Alltags verbessern. Wer aber keine Normen verinnerlicht, kann sie auch bei anderen Menschen nicht wahrnehmen.

Hinschau​en statt wegschauen setzt aber voraus, dass Familien - namentlich Kinder - die in einem schwierigen Umfeld aufwachsen, sehr früh Begleitung und Unterstützung erfahren müssen.

Je früher Familien Begleitung und Unterstützung erfahren, desto höher sind die Chancen, dass präventive Massnahmen negative Entwicklungen verhindern können.

Wenn aber diese Defizite nicht angegangen werden, kann dies zu einer Ausgrenzung des Kindes führen. Ausgrenzung aber hat in der Regel langfristige Folgen und zwar für alle, für die Ausgegrenzten wie auch für die Gesellschaft.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




75%
(4 Stimmen)
Anton Keller sagte December 2011

Wer selbst Werte mit Füsse getreten hat, soll nicht den Finger erheben.

"Meier-S​chatz erklärte, bei Oskar Holenweger seien Dokumente (die Holenweger-Papiere) gefunden wurden, deren Inhalt auffällige Parallelen zu späteren Ereignissen im Zusammenhang mit Roschachers Abgang aufweise. Sie erläuterte ausführlich Inhalt und vermutete Bedeutung der Papiere. In der Folge war von einem «H-Plan» die Rede, der darauf abgezielt habe, Roschacher zu Fall zu bringen und in den auch Bundesrat Blocher verstrickt gewesen wäre."

http://de.​wikipedia.org/wiki/Ro​schacher-Aff%C3%A4re


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45%
(11 Stimmen)
Kinderbetreuung Möhlin sagte September 2011

Guten Tag Frau Meier-Schatz

Gehen​ wir einigen Ihrer Behauptungen ein wenig genauer nach:
"...Fakt ist auch, dass einzelne Kinder schon sehr früh - in der Spielgruppe, im Kindergarten und der Primarschule - durch ein aggressiveres Auftreten auffallen als andere gleichaltrige Kinder..."
... Die Kinder, die in der Regel in einer Spielgruppe oder in einem Kindergarten durch ihr Sozialverhalten auffallen, sind genau an der richtigen Stelle. In der Spielgruppe wie auch im Kindergarten kann man wunderbar auf die Kinder eingehen und ihnen ein Vorbild sein, sowie die Frühförderung geben (oft mangelt es an der sprachlichen oder motorischen Entwicklung), damit das Kind in kürzester Zeit ein neue Verhaltensweise verinnerlicht, lernt sich auszudrücken und nicht mittels Gewalt zu wehren oder versändigen. Blos! Ist Ihnen bekannt, dass es zu einem Kantone gibt, in denen Kindergarten keine Pflicht ist und zudem Gemeinden, die dem kantonalen Auftrag, nämlich Kindern, die eindeutig Frühförderung brauchen, überhaupt nicht nachkommen wollen und sich taub stellen?! Gerade die Kinder, die eben nicht die Spielgruppe oder den Kindergarten besuchen, diejenigen, die es oft am meisten nötig hätten und deren Eltern finanzielle Unterstützung bräuchten seitens Gemeinde, um einen Spielgruppenbesuch zu ermöglichen, genau diese Kinder können wir nicht erreichen. Weil sich niemand zuständig fühlt. Weil der Kanton den Gemeinden den Auftrag der Frühförderung empfiehlt, diese sich aber ungestraft aus der Verantwortung ziehen können. Und so gibt es tatsächlich Gemeinden (und ich rede nicht von kleinen Dörfern), die weder bereit sind Zuschüsse finanzschwachen oder alleinerziehenden Elternteilen zu gewähren für z.B. den Besuch einer Spielgruppe, einer Kindertagesstätte mit Fördermöglichkeiten, einen Mittagstisch für Kindergarten oder Schulkinder, die ansonsten im jüngsten Alter auf sich selber angewiesen sind, noch sich irgendwie in der Pflicht sehen, Gewalt an ihren Schulen (und wir reden über immens viele Vorfälle, die unzählige Male KJPD nach sich zogen) zu thematisieren oder dagegen aktiv zu werden. Weiterhin fallen unzählige Stunden aus, da Lehrer fehlen, alle sehen weg bei eindeutigem schweren Mobbing vieler Kinder und niemand fühlt sich verpflichtet, etwas zu unternehmen, denn jede Massnahme würde Geld kosten!
Geld, welches man für Kinder und Familien nicht aufwenden will! Lehrermangel beseitigen, Spielgruppe und Kindergarten als Pflicht einführen und Fördermassnahmen sowie Mittagstischbetreuung​ oder andere Kinderbetreuungsmögli​chkeiten finanziell unterstützen, das würde sehr vielen Kindern bereits mehr als genug Hilfe sein. So käme man endlich mit Kindern und Eltern in Kontakt, die unbedingt Hilfe und Unterstützung brauchen...und dies bereits in einem Alter, wo jede Art Hilfe ein Riesenschritt in die richtige Richtung bedeutet.
Sie schreiben: "...Hilflose Eltern reagieren nicht immer adäquat...
Eltern haben eine wichtige Erziehungsverantwortu​ng. Leider sind nicht alle für diese Aufgabe gleich vorbereitet. „Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr!“ Fragen drängen sich auf, sie müssen auch erlaubt sein: Sind Eltern in unserer komplexen Gesellschaft überhaupt noch in der Lage, die sehr vielfältigen Aufgaben, die ihnen anvertraut werden, ohne Unterstützung der Gesellschaft zu übernehmen? Darf der Staat einfach hinnehmen, dass die Startchancen der Kinder sehr unterschiedlich und von ihrem sozialen Umfeld abhängig sind und bleiben, wie die geringe Durchlässigkeit unseres Schulsystems belegt? Darf der Staat weiterhin die Meinung stützen, Familie sei eine Privatsache?..."
Ki​nder sind nicht alleine "Sache der Eltern". Alle reden vom Kindeswohl, welches rechtlich verankert sein soll. Von Kinderrechten. Wo bitte schön bleiben diese Kinderrechte, wenn sich niemand verpflichtet fühlt, dringende Fördermassnahmen zu bewilligen und bezahlen?! Wenn Gemeinden sich ohne weiteres dem kantonalen Auftrag entziehen können? Wenn qualitative und wichtige Kinderbetreuung (Spielgruppe, Kindertagesstätte, Bildungskitas, Mittagstisch etc.) überhaupt kein Thema zu sein scheint?! Der Bund versucht Lücken zu schliessen, auch finanziell, zumindest am Anfang, um Angebot überhaupt ins Leben zu rufen, die Kantone erteilen Empfehlungen, die Gemeinden stellen sich aber blind und taub und sehen weg. Nicht alle, aber viele. Und somit bleibt das "Kindeswohl" da, wo es seit Jahren steht: auf dem Papier! Was tun Sie, Frau Meier Schatz, um die Gemeinden in Pflicht zu nehmen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist und die Elten ünberfordert?!

Sie​ schreiben: "Je früher Familien Begleitung und Unterstützung erfahren, desto höher sind die Chancen, dass präventive Massnahmen negative Entwicklungen verhindern können."
Was tun Sie denn konkret dafür, damit diese präventive Massnahmen auch wirklich seitens Gemeinden vollzogen werden?!
Schöne Reden machen sich gut, sehen auch hübsch aus auf dem Papier...aber schlussendlich bringt es dem Kleinkind, welches auf die Unterstützung seitens der Eltern, der Nachbarn, der Kindergärten, der Schule, der Spielgruppe, der Gemeinde...absoulut gar nichts. Solange all diese Worte um das Kindeswohl wie die Kinderrechte einfach nur Dekoration auf dem Papier sind und nette "Empfehlungen", um die sich keine Behörde kümmern muss. Schliesslich kostet es Geld!
Freundliche Grüsse
Kinderbetreuu​ng Möhlin, Institution des Trägervereins VUBE -
welcher seit über 2 Jahren erfolglos die Gemeinde Möhlin zur Zusammenarbeit bewegen möchte, und alleine sich um die Finanzierung von Fördermassnahmen diverser Kinder, die dringend Frühfördermassnahmen brauchen, zu kümmern hat!



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85%
(33 Stimmen)
Franziska Keller sagte September 2011

Frau Meier-Schatz!
Wo leben Sie?
Für mich sind Ihre Auslassungen zum Thema ein weiterer Beweis dafür aus welcher Barbie-Perspektive die CVP-Frauen die Welt sehen!
Die Lösungsvorschläge sind immer die gleichen, nämlich dieselben die noch nie was genützt haben, von Leuten die keine Ahnung vom Umfeld derer haben die hier negativ auffallen.
CVP-Mutti's die sich gerne wohltätig an Basaren präsentieren und aus ihrer wirtschaftlich gesicherten Position heraus weise Ratschläge erteilen und dabei nicht mal merken wie lächerlich sie sich dabei bei den Betroffenen machen!

Frau Meier-Schatz: Ihr Talent für politische Intrigen ist bemerkenswert - aber was auf der Strasse in dieser Gesellschaft abläuft und warum - davon haben Sie keine Ahnung!

Hier noch was zum Nachdenken, bringen Sie das bitte mit Ihrem Thema in Zusammenhang - es hat nämlich einen!!!!:

http://​www.tagesschau.sf.tv/​Nachrichten/Archiv/20​11/09/19/Schweiz/Pro-​Juventute-startet-Kam​pagne-gegen-Suizid


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90%
(20 Stimmen)
Robin Doubtfire sagte September 2011

Nebst dem Wohlstand, den es durch Tausch von Kinderbetreuungszeit in Arbeitsstunden aufrecht zu erhalten gilt, ist ein weiterer wichtiger Grund die steigende Zahl zerstörter Familien. Die Scheidungsrate in der Schweiz liegt bei gegen 50 %. Diese Zahl lässt erahnen, wie viele Kinder davon betroffen sind – jedes Jahr ca. 15'000! Die Kinder werden nach geltender Gerichtspraxis in den allermeisten Fällen der Mutter „zugesprochen“. Der verbleibende erziehungsberechtigte​ Elternteil ist mit der Erziehungsaufgabe überfordert, das Interesse eines/r allfälligen neue/n Partners/in an den Kindern beschränkt. Ein Kind sucht Grenzen, die häufig in solchen Situationen nicht mehr klar markiert werden. Dazu kommt nun, dass niemand mehr Zeit für die Kinder hat. Die Mutter ist beschäftigt mit Job und neuer Beziehung, der Vater darf nach geltendem Recht den Kindern kaum mehr Zeit widmen.

Eine Ursachenbekämpfung in dieser Hinsicht wäre folglich die gemeinsame elterliche Sorge als Regelfall. Nur die Sorge- und Erziehungsberechtigun​g beider Elternteile auch nach einer Scheidung geben dem Kind die notwendige Sicherheit für’s Leben. Als Erklärung: Das gemeinsame Sorgerecht existiert zwar theoretisch im Gesetz. Wenn jedoch „nur“ Kind und ein Elternteil das Sorgerecht wünschen, wird es nicht gutgeheissen. Dem nicht obhutsberechtigten Elternteil wird das naturgegebene Sorgerecht für das Kind entzogen. Nebenbei ist die „Entsorgung“ des nicht obhutsberechtigten Elternteils nach der Scheidung eine Verletzung des Gleichheitsgebotes zwischen Mann und Frau gemäss Bundesverfassung.

Die eltern- und vor allem vaterlose Gesellschaft bahnt sich nicht nur an, sie ist bereits Teil der Realität. Davon wird in der Öffentlichkeit viel zu wenig Kenntnis genommen. Kenntnis hingegen muss man zwangsläufig von Schlagzeilen nehmen, wie sich Jugendliche bis zur Ohnmacht betrinken. Deshalb wäre ein Teil der Ursachenbekämpfung solcher Exzesse ein funktionierendes gemeinsames Sorgerecht.



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95%
(20 Stimmen)
Karl Müller sagte September 2011

Keilereien unter jungen Männern gab es immer und wird es immer geben.

In den letzen Jahren haben sich jedoch die Spielregeln drastisch geändert. Früher war ein am Boden Liegender fertig und damit auch die Keilerei.
Heute beginnt es dann erst so richtig, wenn einer am Boden liegt, er wird fertig gemacht.
Früher galt es als unehrenhaft Schwächere anzugreifen.
Heute suchen sich ganze Banden gezielt ein schwächeres Prügel-Opfer.
In der Jugendsprache ist "Opfer" ein beliebter Ausdruck der Verachtung geworden. Häufig wird "Opfer" nur scherzhaft verwendet, aber nicht immer.

Was hat sich geändert?
Die Gesellschaft ist am auseinanderfallen. Jeder lebt nur noch für sich und seinen Freundeskreis. Man fühlt sich nicht mehr für die Mitmenschen verantwortlich. Die ganze Bevölkerung zusammenhaltende Bänder sind am verschwinden.
Hinzu kommt die Massenarbeitslosigkei​t. Ein Gewerkschafter hat vor einigen Tagen in einem Interview behauptet: in der Schweiz betrage die effektive Arbeitslosenrate wenigstens 10%. Bei etwa 4'588'000 Erwerbstätigen entspräche dies rund 450'000 Arbeitslosen. (Neben den ALV-Bezüger gibt es auch noch Teilzeitbeschäftigte die mehr arbeiten möchten, in IV und Sozialhilfe abgeschobene Arbeitsfähige, Ehegatten, die sich vom Ehepartner versorgen lassen, obwohl sie gerne selber arbeiten würden, Resignierte, usw.)
In den kommenden Jahren müssen wir mit einer weiteren massiven Zunahme der Arbeitslosigkeit rechnen.

Es wird wohl darauf hinaus laufen, dass wir schon bald die gleichen Probleme wie Frankreich und Grossbritannien haben werden.

Was können wir tun?
Die gesellschaftliche Entwicklung lässt sich kaum beeinflussen. Aber es gibt einige Anzeichen die optimistisch stimmen, es ist eine zunehmende Konzentration auf das Lokale und Regionale zu beobachten. Die Menschen spüren, dass ihnen etwas fehlt und sie kommen sich gegenseitig wieder etwas näher.

Das Problem der Massenarbeitslosigkei​t liesse sich, wenigstens mittelfristig, durch einen Einwanderungsstop mindern. Diese einfache Massnahme gäbe den von der Arbeitslosigkeit Betroffenen und Bedrohten Hoffnung und eine Perspektive für die Zukunft. Dadurch könnte ihre Gewaltbereitschaft wieder abnehmen. Wenn wir Glück haben.


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79%
(19 Stimmen)
Werner Nabulon sagte September 2011

Das Thema hier ist eigentlich die Jugend, Herr Daniel Gerber, Herr Hans-Rudolf Schneider.

Jedoch dank dem Verhalten von Erwachsenen Politikerinnen und Politiker die sich gegen eine SVP fixiert haben, wird das Thema das was es schon immer ist:

Wir Erwachsenen sähen sozusagen die Jugendgewalt, als schlechte Vorbilder, weil wir vor lauter Raffgier keine Grenzen mehr kennen, oder aus gleichem Grund zwar Nachwuchs haben, den aber nicht Sozialisieren.

Ihr​ beiden Herren, ja, eine SVP hat möglicher weise 30% womöglich eher 22% heute, keine Ahnung, und offen ist auch, ob sie zunimmt oder abnimmt.
Bei der Bundesrätin Metzler war es ja so, das CVP oder FDP sich mangels Prozente von einem Bundesrätin Bundesrat verabschieden mussten. Das ist diametral etwas andres, als was mit C.B getan wurde. Egal Sie sehen es anders, Ihr Recht.

Intelligent​e Erwachsene haben politisch Europa zusammengeführt, haben Regeln erstellt, selber gegen diese Regeln verstossen, siehe Griechenland.
Die Situation dort ist nun so, dass man beginnt laut über einen „Rauswurf“ von Griechenland aus dem Euro zu sprechen.
Weiter leidet dort die Jugend, hat keine Zukunftsperspektiven,​ weil alles Geld für irgendetwas aber nur nicht für die Jugend, sondern diese Wahnidee Europa.

Ist sich eigentlich jemand von dieser CVP usw im Klaren darüber, ist wie mit den KKW, heute machen die EU Fanatiker Schulden und die Jugend sollte das mal ausbaden!

Dazu müsste die Jugend Chancen auf Arbeiten haben welche den BIP stärken, das sind aber nicht Moore, Wäldchen, Wiesen und Getiere beschützen, Strassen blockieren und aufheben, Zürich in eine röchelnde Dampflock verwandeln.

Dann heisst es Freiräume schaffen, und schafft ein Verbot und Gesetz nach dem Anderen, teils ungefragt einfach Übernommen aus der EU, weil die das auch so machen!
Oh Nein, die Alten gehen raus aus dem Restaurant zum Rauchen, die Jugend aber wird rausgehen und die Quittung schreiben. Und man kann Ihnen nicht einmal böse sein, eigentlich.
Meine ja nur, schaut man das Chaos an was die Erwachsenen bis heute zustande gebracht haben, ….und das noch Politik nennen, lachthaft.



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26%
(31 Stimmen)
Daniel Gerber sagte September 2011

Achtung: Nur ein kleiner Teil der Jugendlichen ist gewaltbereit. Genauso wie ein kleiner Teil der in Bern politisierenden gewalttätig Politik betreibt. Diese Extremen, die machen uns Probleme, das stimmt.

In unserer Jugend hatten wir noch Freiräume, nicht videoüberwacht, nicht von Polizisten begleitet. Da ging es doch auch dann und wann wild zu und her. Wo aber haben die heutigen Jugendlichen Freiräume? Wo können sie sich ohne Konsumzwang treffen?

Dass Jugendliche ohne Zukunftschancen zu Aggression neigen, das ist zu verstehen.
«Perspektiven schaffen»,
«Freiräume gewähren»,
«Unterstützung bieten»,
das sind Forderungen, welche die politische Elite hören sollte.


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91%
(33 Stimmen)
Werner Nabulon sagte September 2011

Aufzeigen Erklären heisst ein der Lösungen.
Was nicht geht, einfach so einmal machen lassen und schauen was geschieht.
Damit ein junger Mensch weiss was physischer Schmerz ist, muss er sich erst einmal verletzten, den Finger am Herd verbrennen, dann ist Nachhaltig klar, das tut weh!

Wenn man mehr als ein Kind hat, das Eine dem Anderen schmerzen zuführt, muss man dem Peiniger erklären, dass das Gepeinigte schmerzen hat und deshalb weint.

Nimmt das Eine dem Anderen etwas weg, was dieses liebt, macht Es sogar noch kaputt, muss man demjenigen das dies getan hat, aufzeigen, warum man nicht einfach so Sachen kaputt macht.

Mit weniger Worten könnte man schreiben, Erwachsene Eltern erzieht endlich Eure Kinder wieder und seit dazu noch ein gutes Vorbild.

Das in einer Zeit in der jede zweite Ehe geschieden wird, laufend Rosenkriege zu Hause herrschen, und in einer Zeit, in der die Ehemaligen Antiautoritären Kinder von damals heute Eltern sind.
Übrigens Frau Lucrezia Meier-Schatz CVP, das Verhalten bei der damaligen Abwahl von Alt Bundesrat Christoph Blocher und der frenetische Jubel der nach diesem „Meisterstück“ ausgebrochen ist, ist A weder christlich geprägt, B sicher kein gutes Beispiel wie Erwachsene miteinander umgehen sollen.
C ich glaub nicht wirklich, dass solche Menschen die solches Tun, die Experten sind in Kindererziehungsfrage​n, sondern eher der Spiegel einer Gesellschaft ausser Rand und Band.



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15%
(39 Stimmen)
Hans Meier sagte September 2011

Danke CVP! Meine Kommentare werden gelöscht, frauenverachtende dagegen stehengelassen. Gut zu wissen, dass für die CVP die Frau an den Herd gehört.



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86%
(28 Stimmen)
Nathalie Bänziger sagte September 2011

Die Kinder und Jugendlichen sind der Spiegel unserer Gesellschaft.
Viele Familien sind zerbrochen ,das Leben ist im allgemeinen komplexer geworden.Ebenfalls die Arbeitswelt.Ob da mit politischen Mitteln viel zu machen ist, bezweifle ich.
Wir haben ja schon ein Heer an Psychiatern,Psycholog​en, Schulsozialarbeiter.

Die Sozialindustrie ist ein Wachstumsmarkt! Nur hat man leider nicht das Gefühl das es viel bringt.Im Gegenteil - die Statistiken sprechen eine andere Sprache.Immer mehr Kinder und Jugendliche sind auffällig! Was für mich eindeutig beweist, das unsere Gesellschaft ernsthafte Probleme hat.
Erwachsene die selbst verschrobene Werte haben, Brüchige Beziehungen und eine fordernde Wirtschaft erledigen den Rest.Zwischen Arbeitswelt und Selbstverwirklichung ,Konsum und Freizeitgesellschaft lässt es sich schwer Kinder erziehen.

Die Familienmodelle sind vielfältig und kompliziert geworden. Mag sein das man die Probleme mit Pflästerlipolitik und Ausbau des Sozialwesens in manchen Fällen etwas abmildern kann. Aber eine adäquate Lösung bieten auch sie nicht für den Wertezerfall.Die Gesllschaft wird roher und immer gieriger.Wir können froh sein das unsere Kinder und Jugendlichen darauf reagieren, zeigen sie uns doch das wir sie nicht "artgerecht" aufziehen und jetzt einfach ernten, was wir gesät haben.


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86%
(28 Stimmen)
Hansrudi Narr sagte September 2011

Mein Gott Walter von Hundert Kids sind deren 2 -3 gewaltbereit.

Was wollt ihr denn noch alles verbieten die Jugend in einen Polizeistaat führen, einmal husten 100 Fr,

Liebe Politiker nicht die Jugend ist schlimm und chaotisch sonder die Vorbilder allen vorn die lieben Räte in Bern. Nicht mit Händen sondern mit Worten. Macht weiter so ich LIEBE diese blödsinnige Streiterei anstatt zu Politisieren führt man Wortgefechte aus die sehr tief unter der Gürtellinie liegen.

Sicher sind die Kinder keine Engel Frage waren wir das wohlgesagt wir durften noch spielen und leben!!!!!!!!!!!!!!!!​!!!!!!!!!!!!!!!!!


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92%
(25 Stimmen)
Patrick Vogt sagte September 2011

Frau Meier Schatz möchte also noch mehr Staat zu diesem Problem, welches im Grunde nicht wirklich neu ist. Neu an der Situation ist ja lediglich die multimediale Verbreitung. Wo früher nur die Nachbarschaft über Gewaltausbrüche informiert war, weiss dass heute dank Internet und Multichannel-Informat​ion die ganze Welt innert Sekunden. Die somit durch jedermann kumulierbare Jugendgewalt ist nicht nur ein Problem von Menschen mit schwachen "Startchancen", wie dies auch der Fall Hirschmann in diesen Tagen eindrücklich vor Augen führt. Auch in der Fan Kurve im Stadion sitzen nicht nur Kinder sozial schwacher Kreise. Weshalb soll die Hemmschwelle hochgehalten werden, wenn doch kaum mit Konsequenzen zu rechnen ist? Randalierer und Saubannerzüge gab es schon vor Jahrhunderten, allerdings war die Gesellschaft früher eher bereit, kompromisslos und mit aller Härte dagegen vorzugehen. Natürlich gebe ich auch Michael Ebinger in seiner Antwort recht, die Toleranzschwelle gegenüber Jugendlichen zu erhöhen. Allerdings gehört Gewalt und Zerstörung definitiv nicht dazu.


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89%
(19 Stimmen)
Roland Steiner sagte September 2011

Hier gerade einen Hinweis auf einen anderen Blog der auch mit diesem Thema zu tun hat:

http://www.vi​mentis.ch/d/dialog/re​adarticle/nein-zum-al​koholverkaufsverbot/


Die Kommentare dazu weisen auf einen Teilbereich zu diesem Thema hin. Früher konnten die Eltern bei Jugendlichen noch erwarten, dass sie zu einer vernünftigen Zeit zu Hause sein mussten. Heute ist dies leider fast unmöglich. Die heutige Jugend ist sich nicht mehr gewohnt, dass man sich an gewisse Regeln halten muss. Damit dies wieder selbstverständlich wird, muss dies in verschiedenen Lebensbereichen geübt werden. Eine gute Möglichkeit wird in den Kommentaren im Blog angesprochen.


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89%
(28 Stimmen)
stefan matis sagte September 2011

Sehr schöner Text mit unglaublich vielen Fremdwörtern gespickt. Ganz ehrlich das selbe wird schon seit Jahren praktiziert und hat bisher nichts gebracht, Reden genügt nicht. Haben sie sich schonmal überlegt das vielen einfach Langweilig ist? Denn was machen Jugendliche wenn ihnen Langweilig ist? Genau, Sie machen Unsinn. Das war schon immer so. Wieso hat es dann früher nicht so viel Krawalle gegeben fragen jetzt sicher einige. Weil die Jugendlichen früher weniger Freizeit hatten. Am wirkungsvollsten wäre es wenn man den Jugendlichen mehr Möglichkeiten zur Beschätigung bietet, aber biete nicht solchen "super Pädagogen" die Leitung überlassen denn die werden schlichtweg ausgelacht.


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69%
(39 Stimmen)
Beatrice Christ sagte September 2011

Ich habe unlängst gelesen, dass Sie einmal in die Geschichte eingehen werden;leider nicht im positiven Sinn.


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