Finanzen, Steuern > Steuern, Steuerwettbewerb,

Für die Aufhebung des "Bankgeheimnisses" auch für Inländer

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Mit der Ver­pflich­tung der Schweiz zur Teil­nahme am in­ter­na­tio­na­len au­to­ma­ti­schen In­for­ma­ti­ons­aus­​​tausch in Steu­er­sa­chen wurde das Ende des Schwei­zer "Bank­ge­heim­nis­ses​​" vor­erst für Steu­er­aus­län­der/i​​n­nen ein­geläu­tet, aber lei­der noch nicht für Steuerinländer/innen.​​

Offenbar fände die Abschaffung des sog. "Bankgeheimnisses" auch für Inländer in National- und Ständerat keine Mehrheit.

Die Wirtschaftskommission​​ des Nationalrates hat deshalb einen vielleicht in den Räten mehrheitsfähigen Kompromiss beantragt: Das Bankgeheimnis für Steuerinländer/innen soll NICHT aufgehoben werden. Aber die Behörden sollen dennoch ohne Gerichtsbeschluss Daten von Bankkunden verlangen können. Auch sollen Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäscherei nicht ausgehebelt werden. 

https://www.​​parlament.ch/press-r​e​leases/Pages/mm-wak​-n​-2016-11-16.aspx

D​ies​er Vorschlag ist ein Schrittlein hin zur Abschaffung. Er verstösst jedoch gegen die Bundesverfassung, worin er verankert werden soll – weil Steuerausländer/innen​​ und Steuerinländer/innen nicht gleich behandelt werden, wie es die Verfassung vorschreibt.

Welche Lösung schlagen Sie vor, liebe Leserin, lieber Leser?

 

 

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

75%
(4 Stimmen)
jan eberhart sagte Vor 2 Tagen

Angesichts der Strukur der Vermögensteuer der Schweiz, ist es für 99% nicht sinnvoll, Vermögen zu verstecken.

Für ein Vermögen von 10'000 (nach Abzug der Freibeträge) bezahlt man ca. 8 Fr. Steuern.

Da muss man schon Millionen oder Milliarden haben, um substanziell Steuern zu sparen.

Zum anderen werden die 1% immer einen Weg finden, ihre Steuerlast zu drücken und ihr Geld in den Bahamas oder Luxemburg zu verstecken.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



56%
(9 Stimmen)
Hans Knall sagte Vor 2 Tagen

Die meisten Kommentare gegen das Bankkundengeheimnis zeigen gut auf, dass die Schreiber allesamt wohl selber finanziell gar nicht in der Lage wären, irgendwelche Steuern zu hinterziehen. Es sind reine Neider, die pauschal glauben, dass jeder der Mehr hat als man selbst, ein Betrüger sein muss. Dass der wirklich die Gemeinschaft schädigende Betrug beim Erschleichen von Sozialleistungen liegt, wird wohlweislich nicht erwähnt.

Es wird bereits von unsolidarischem Verhalten geplappert, wenn legale Abzüge gemacht werden. Das seien Steuerschlupflöcher, wird gezetert, obschon die entsprechenden Abzüge oder Einhaltungen dem Steuergesetz absolut entsprechen.
Gleichz​eitig wird gejammert, dass nicht noch mehr von Sozialleistungen bezogen werden können oder dass auch in diesem Bereich kontrolliert werden soll.

Um mal die Verhältnisse ein wenig zu verdeutlichen:

Der​ Fussballer Messi verdient ca. 75 Millionen Euro pro Jahr, hat ein geschätztes Vermögen von 270 Millionen Euro und soll zwischen 2007 und 2009 rund 4 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben. Das Macht etwa 0.5% seines Vermögens oder 1.8% seines Einkommens pro Jahr.
https://www.ve​rmoegenmagazin.de/lio​nel-messi-vermoegen-u​nd-einkommen/

Jetz​t kann jedermann ungefähr abschätzen, welche Beträge er selber mit seinem eigenen Vermögen und Einkommen „abzocken“ könnte, wenn er sein Steuerhinterziehungsp​otential ausschöpfen möchte. Bei einem Vermögen von sagen wir mal einer Million und einem Einkommen von Fr. 150‘000.- pro Jahr, macht das also etwa Fr. 2‘700.- pro Jahr aus!

Ein Sozialhilfebetrüger kann diesen Betrag locker pro Monat zu Unrecht beziehen. Wird er erwischt, passiert in der Praxis sozusagen nichts.

Ein erwischter Steuerhinterzieher wird hingegen mit einer Busse von bis zu 300% der hinterzogenen Steuern bestraft. Zusätzlich zur Bezahlung des hinterzogenen Steuerbetrags inklusive Verzugssteuern.

Wa​rum wird von den Schmarotzer-Neidern eigentlich nicht mit mindestens gleicher Vehemenz verlangt, die Sozialleistungsschlup​flöcher trocken zu legen?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(12 Stimmen)
Bruno Zoller sagte Vor 3 Tagen

Das Bankgeheimnis sollte definitiv aufgehoben werden.

Wir alle müssen unsere Steuern bezahlen. Es ist ungerecht wenn sich manche "Schlaumeier" davon drücken wollen. Einen anderen Grund das Bankgeheimnis beibehalten zu wollen erkenne ich nicht.
Es hat nichts mit Aufhebung der Privatsphäre zu tun. Sondern um sicherzustellen dass alle Leute ihre Steuern bezahlen und nicht bescheissen können.

Ich habe selber mitbekommen wie da beschissen wird und zwar nicht nur von den Reichen.
Dies muss (und wird wohl auch) aufhören.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

43%
(14 Stimmen)
Walter Beck sagte Vor 3 Tagen

ZITAT
Liechtenstein verabschiedet sich endgültig vom Bankgeheimnis. Das Fürstentum ist bereit, mit anderen Ländern Vereinbarungen zum automatischen Steuerdaten-Austausch​​ abzuschließen. Im Vordergrund stehen dabei Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien sowie Spanien, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Regierungserklärung. Am 21. November werde Liechtenstein zudem die Konvention der OECD und des Europarats zur Amtshilfe in Steuersachen unterzeichnen, die die Grundlage für einen Informationsaustausch​​ in Steuerfragen bildet. Die Organisation ist im Kampf gegen die Steuerhinterziehung dabei, für einen globalen Informationsaustausch​​ einen Standard zu entwickeln.

"Liech​​tenstein geht davon aus, dass der automatische Informationsaustausch​​ in Steuerangelegenheiten​​ der internationale Standard der Zukunft sein wird", hieß in der Erklärung. Im Rahmen des Informationsaustausch​​s melden die Banken Vermögen und Einnahmen ausländischer Kunden an die zuständigen Finanzämter, um der Steuerhinterziehung einen Riegel vorzuschieben.
ZITAT​​ ENDE

http://www.wi​​wo.de/finanzen/gelda​n​lage/ende-des-bankg​eh​eimnisses-steuerpa​rad​ies-liechtenstein​-ist​-passe/9081754.h​tml

Von den Inländern Liechtensteins ist aber nicht die Rede ...


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

57%
(14 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte Vor 4 Tagen

Der Herr Beck vergisst wohl,wieviel Korruption und wie wenig Verlässlichkeit darin ist, und wie verschwiegen,ausländi​sche Finanzämter denn sind,wenn es darum geht die Bankdaten nicht an unlautere Leute weiter zu geben,die dann vielleicht dran gehen könnten,mal das eine oder andere Konto zu plündern.Was die Bürger von Korruption geschwängerten Regierungen nun mit ihrem Ersparten noch tun können,ist,es zuhause im Safe aufzubewahren.
Die Schweiz als verlässlicher Partner,der sein Erspartes geschützt hat gibt es nun nicht mehr.So warte ich denn in den nächsten Jahren nur darauf,das Konten sich wie von selbst auflösen und das Geld in die Taschen der Unterwelt verschwindet.
Selbst​verständlich entwickelt sich nun eine "Schattenwirtschaft" auch im Finanzwesen,wo die dubiosen Geldströme nicht mehr über Banken fliessen,sondern über Kuriere an ihre Klientele weiterleitet.Da die ganze EU ohne Schattenwirtschaft längst zusammen gebrochen wäre,lässt man alles gewähren.Das war bis jetzt in der Arbeitswelt so und das geht nun nahtlos in die Finanzwelt über.
Nobel muss die Welt zugrunde gehen.....und Heuchler sterben auch...!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

75%
(12 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 4 Tagen

Der Herr Beck macht wieder auf Oberli und löscht die Kommentare mit Antworten die nicht passen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

29%
(14 Stimmen)
Walter Beck sagte Vor 4 Tagen

Ein Konsens scheint ja darin zu bestehen, dass niemand Unschuldigen auf die Pelle rücken will.

Gibt es deshalb Gründe, liebe 132 Leser/innen, eine mehrheitsfähige Lösung in der Richtung des Kompromisses der Wirtschaftskommission​​​ des Nationalrates zu erarbeiten?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

64%
(11 Stimmen)
Karlos Gutier sagte Vor 4 Tagen

Auch sollen Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäscherei nicht ausgehebelt werden.
-------------------​-------------

Manc​hmal wenn meine Frau wäscht, befindet sich ein Nötli in einer Hosentasch das übersehen und mitgewaschen wurde.

Da hab ich mit ihr auch schon geschumpfen und gesagt, dass dies strafbar ist ! Manchmal passiert halt solches.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

73%
(11 Stimmen)
Karlos Gutier sagte Vor 4 Tagen

Walter Beck kann ja seine Bankdaten jederzeit im Internet zur Schau stellen, hab nichts dagegen.

Aber für mich ist das Bankgeheimnis relevant, diesen Datenschutz will ich nicht preisgeben !

Andernfalls müsst ich mein Geld abheben und zu Hause bunkern.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(12 Stimmen)
paulo bernasconi sagte Vor 5 Tagen

Für die Aufhebung des "Namensgeheimnisses und falschen Fotos und zumüllen der eigenen Blogs" auf vimentis. Es soll der Datenschutz für mehrfach Fehlbare aufgehoben werden.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



42%
(12 Stimmen)
Alex Schneider sagte Vor 6 Tagen

Bankgeheimnisinitiati​ve: Das Bankgeheimnis ist staatspolitisch verwerflich!

Währe​nd das Bankgeheimnis zurzeit des Holocaust seine Berechtigung gehabt hat, hat es sich heute in das Gegenteil verkehrt: Es ermöglicht Banken, Steuerbetrügern und –hinterziehern, ihr Geld vor dem berechtigten Zugriff ihrer Staaten zu verstecken. Wie sollen denn die Steuerbehörden an die Informationen über die Steuerbetrüger oder –hinterzieher herankommen, wenn nicht über die Banken? Wer meint, zu viel Steuern zahlen zu müssen, soll doch die Steuergesetze auf demokratischem Wege zu ändern versuchen. Wer Steuern hinterzieht oder dazu anstiftet, ist ein „mieser Staatsbürger“ resp. eine „miese Bank“, in welchem Land auch immer, und verdient keinen Schutz.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

36%
(14 Stimmen)
Walter Beck sagte Vor 7 Tagen

Herr NR Wermuth sagte bereits 2012:

"(...) Wir Normalsterblichen sind gegenüber den Steuerbehörden längst zu 100% transparent – mit dem Schutz der Privatsphäre hat das Bankgeheimnis eben auch nichts zu tun."

https://www.​vimentis.ch/dialog/re​adarticle/von-mythen-​und-maerchen-zum-bank​geheimnis/?open=1892&​jumpto=202246


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

57%
(14 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 7 Tagen

Erst mal die Vermögenssteuer abschaffen, schliesslich versteuern wir das längst versteuerte Einkommen jedes Jahr aufs Neue.
Wenn wundert es da, dass der eine oder andere mal ein Konto bei der Steuererklärung "vergisst"



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

64%
(14 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte Vor 7 Tagen

Für die Aufhebung des "Namengeheimnisses" auch für Oberli


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



33%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte Vor 7 Tagen

Das Bankgeheimnis als Kundenschutz wurde zum Steuervermeidungsinst​rument missbraucht. Dieses Marketinginstrument hat der Schweiz zu Lasten von Staaten, viele Arbeitsplätze gesichert.

Es kann jeder Bürger abwägen, ob mit der Offenlegung der Vermögensstände und Rendite an die Steuerbehörde, der Bürger gläsern wird?

Vorschlag: 90% Quellensteuer für Renditen und Gewinne aus der Finanzbranche. In diesen 90% ist die Vermögenssteuer enthalten (ähnlich wie die Verrechnungssteuer). Angabe = anteilige Rückvergütung.

Im Informatikzeitalter kein Problem!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 2 | 1 2

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?