Politisches System > Sonstiges,

FÜR EINE KORREKTE BERICHTERSTATTUNG ÜBER DIE SP SCHWEIZ

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

„Am Par­tei­tag in Thun ver­ab­schie­det die SP ihr Pa­pier zur Wirt­schafts­de­mo­kr​​​​​​a­tie. Und ver­hin­dert im letz­ten Mo­ment eine Rück­kehr zum guten alten Kommunismus.“

Das ist der Lead der „Berichterstattung“ des TagesAnzeigers über den Parteitag der Sozialdemokratischen Partei in Thun.

http://www.tage​​​​​​sanzeiger.ch/sch​w​e​i​z​/​ein-bissche​n-​kl​as​se​nk​ampf/s​tor​y/2​772​431​7

D​i​e SPS war nie kommunistisch, und auch die Parteihymne der SPS „Wacht auf, Verdammte dieser Erde!“ gehört nicht den Kommunisten. Ich stelle hier kurz die geschichtliche Chronologie dar: 

1838: Gründung des Schweizerischen Grütlivereins, des ersten Vorläufers der SPS.

1863: Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins. Er entstand aus katholischen (!) Bildungsgruppen, die vom Protestanten (!) und selbständigen (!) Drechslermeister Friedrich Bebel geleitet wurden.

1869: Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Deutschland.

1871: Entstehung der „Internationale“ in der „Commune de Paris“ während des Aufstandes in Paris: 

 

C’est la lutte finale :

Groupons-nou​​​​​​s, et demain,

L’Internation​​​​​​ale

Sera le genre humain. (...)

 

1875: Zusammenschluss der beiden Vorläufer der SPD. Übernahme einer deutschen Version der „Internationalen“ als Parteihymne:

 

Wacht auf, Verdammte dieser Erde,

die stets man noch zum Hungern zwingt! (...) 

 

1888: Gründung der Sozialdemokratischen Partei der Schweiz (SPS). 

1898: Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands (SDAPR).

1912: Ausschluss aus der SDAPR und Verfolgung der eher sozialdemokratischen Mitglieder (Menschewiki) durch die Bolschewiki (Kommunisten).

1918: Bildung der ersten (!) kommunistischen Partei, der Russischen Kommunistischen Partei (Bolschewiki), aus der SDAPR. Übernahme einer russischen kommunistischen Version der „Internationalen“ von den Sozialdemokraten.

191​​​​​​8: Gründung der kommunistischen Partei Deutschlands.

1919: Erste demokratische Regierung in Deutschland, nämlich die sozialdemokratische Regierung von Friedrich Ebert, der Aufstände der Kommunisten mit Waffengewalt niederschlug.

Noch nie wurden in den Medien so viele Informationen willkürlich verdreht wie vor und nach dem Parteitag der SPS vom Dezember 2016 in Thun. Die Unterschiebungen und Unwahrheiten gingen so weit, dass nun kaum jemand weiss, was die SPS eigentlich beschlossen hat.

Wie haben Sie das erlebt?

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]

0%
(3 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte Vor einem Tag

27. März 2020

Fortsetzung der Beispiele:

Ausgere​​chnet seinen Einsatz für einen Tag der Bienen hätten SP und Grüne gebodigt, behauptete Freysinger. Eine blanke Lüge. (Tobias Tscherrig, 9. Mai 2019)

Linke moegen eben Linksexteme. Speziell Staatsknete fuer die Antifa und die 1% an die Wand stellen u d erschiessen ist sehr populaer. Viele Linke haben lange Stalins Taten geleugnet. (Vimentis)

Die Arbeiterklasse muss sich auf neue «Wohltaten» der Obrigkeiten gefasst machen. Die rotgrüne Stadtregierung hat eine Lücke im Sozialhilfewesen ausgemacht, und will für deren Schliessung so bedeutenden und unvorhergesehen Aufwand betreiben, dass er dem Stadtparlament verschiedene Nachtrags- und Verpflichtungskredite​​ unterbreiten musste, die am 8. April auch mit grosser Mehrheit bewilligt wurden. Das Ganze segelt unter dem aerodynamischen Titel eines «Pilotprojekts» und verwendet den zur Abkürzung den geflügelten Namen TAP, soll stehen für “Testarbeitsplätze”. (Kommunismus.ch)

Bei der SP ist man es sich gewohnt, dass sie auf Kindergarten-Niveau spielt. (Vimentis)

Die Sozialindustrie von SP und Co sorgt nun mal beim Bürger für viel Ärger. (Vimentis)

Die SP verachtet die wahre Demokratie. (Vimentis)

Die SP wirft unser Steuergeld zum Fenster hinaus. (Vimentis)


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

14%
(7 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte Vor 3 Tagen

25. März 2020

Das alles entspricht nicht den Tatsachen:

«Die SP hat die Konkordanz gebrochen» (Blocher in seiner Weltwoche)

SP und SVP buhlen um Migranten – weshalb das grosse Interesse? (BZ)

«SVP und SP haben die junge Generation verpasst» (Longchamps)

Wenn die SVP mit der SP: Die neue Liebe der beiden Pol-Parteien (AZ)

Gegen unsoziale Blutegel-Politik der SP (SVP Schweiz)

Hardliner​​ sollen an die Spitze: SP und SVP verabschieden sich als Dealmaker (Tagblatt)

SVP löst SP als Arbeiterpartei ab (20min)

Die Linken verraten die Büezer (SVP Schweiz)

Die Kapitalisten im Büezer-Pelz (Der Funke)

Wie die SP zur Cüpli-Partei wurde (20min)


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

25%
(12 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte December 2019

8. Dezember 2019

SPD und SPÖ werden in den Medien seit längerer Zeit als Parteien dargestellt, die sich politisch schwächen, weil sie – wider alle Vernunft – immer noch in der Exekutive als Juniorpartner Macht (!) ausüben wollen. Sie kompromittieren sich so seit Jahrzehnten.

U. a. diese​s sozialdemokratische Umfeld färbt nun offenbar über die Medien zu Unrecht auf die Sozialdemokratische Partei der Schweiz ab, die dieses Problem nicht hat und so gut aufgestellt ist wie noch nie. Das muss die SP nun entsprechend zu kommunizieren versuchen – insbesondere auch ihr dezidierter Einsatz gegen die Klimaerwärmung.

Heute haben übrigens alle meine Blogs gemäss Vimentis zusammen 210000 Aufrufe erreicht. Unter den Aufrufenden sind bestimmt viele Frauen und Männer, die hinter den politischen Projekten der seit 40 Jahren originalgrünen SP stehen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(12 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte December 2019

Die Überwindung des Kapitalismus soll als Fernziel Teil des Programms bleiben. so die SP.

Was also soll da noch der Unterschied zum Kommunismus sein.





Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

18%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte December 2019

So wurde vor den eidg. Wahlen vom 20. Oktober 2019 "informiert":

"Grü​ne und GLP haben weiterhin die Nase vorn: Wären an diesem Wochenende Wahlen, stünden die Klima-Parteien als Gewinner da. Die Grünen knacken in der Umfrage die 10-Prozent-Marke. (...)" (Südostschweiz, 29. September 2019)

"Wären dieser Tage Wahlen, stünden die Klima-Parteien als klare Gewinner da: Die Grünen überspringen laut der sechsten Welle der Tamedia-Wahlumfrage sogar die 10-Prozent-Marke. (...)" (20min, 29. September 2019)

> Für die SO und 20min ist die SP keine "Klima-Partei". Was denn sonst?

"Klare Gewinner der eidgenössischen Wahlen 2019 sind Grüne und Grünliberale, alle anderen Parteien müssen mit Verlusten rechnen. (...)" (NZZ, 9. Oktober 2019)

> Die NZZ meint mit "Grünen" nicht die SP, die aber seit vierzig Jahren die originalgrüne Partei ist.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



78%
(18 Stimmen)
Hans Knall sagte November 2019

Zu vermerken bleibt, dass die Grünen zwar kein Rot im Parteilogo tragen, doch laut allen zugänglichen Sichtbarkeiten stimmen ihre Parlamentarierinnen fast noch sozialistischer ab als die Sozis.
Und SP-Nordmann hat die Energiestrategie zwar mitgeprägt, aber ausschliesslich im Interesse seiner eigenen Bereicherung aus dem Solarbereich, wo er als Vollprofit-Ökoindustr​ieller tätig ist.

Die SP ist seit vierzig Jahren die verhinderte originalkommunistisch​e Partei in der Schweiz; die Grüne Partei ist erst seit etwa 15 Jahren auf den Weltkommunismus-Zug aufgesprungen. Aber ihre diesbezüglichen sozialistischen Grundlagen sind mit der SP absolut identisch.
Dies ins Merkbuch des Herrn Oberli...


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

12%
(17 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte November 2019

Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz trägt zwar kein Grün im Parteilogo, doch laut einschlägigen Ratings stimmen ihre Parlamentarierinnen* ebenso umweltfreundlich ab wie die Grüne Partei. Zudem haben Herr NR Nordmann und weitere SP-Vertreterinnen* wichtige Vorlagen wie die Energiestrategie 2050 mit geprägt.

Dennoch wurde die SP bei den eidg. Wahlen von vielen Wählenden vergessen, nachdem die Medien ein halbes Jahr lang die Grünen und die Grünliberalen als einzige (!) ökologische Parteien bezeichnet hatten. Dass die Grünliberalen in dieser Richtung noch nichts geleistet haben wurde nicht beachtet.

Die SP ist seit vierzig Jahren die originalgrüne Partei in der Schweiz; die Grüne Partei gibt es erst seit dreissig Jahren. Dies ins Merkbuch der Journalistinnen*.

​(* Männer sind mit gemeint.)


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

76%
(17 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte October 2019

Man kann es drehen und wenden wie man will, der grosse Verlierer ist die SP. Auch wenn der Troll seitenweise was anderes behauptet.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

10%
(21 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte October 2019

Die Medienberichte haben gut und lang über die Klimaerwärmung informiert. Leider wurden immer wieder nur die Grüne Partei der Schweiz (GPS) und die Grünliberale Partei Schweiz (GLP) als Parteien bezeichnet, die mit dem Ruf nach ökologischen Massnahmen gegen die Klimaerwärmung ganz vorne stehen. Das trifft so nicht zu, und die Redaktionen wissen das.

Bereits in den 1970er Jahren bildete sich innerhalb der SP Schweiz als erster Partei eine kritische Mehrheit gegen Atomkraftwerke und Wachstumspolitik. Die SP bemängelte die Risiken des Betriebs der AKW und der radioaktiven Abfälle. Zahlreiche Sozialdemokratinnen* waren bei den Besetzerinnen* in Kaiseraugst. Die SP ist die originalgrüne Partei – seit über vierzig Jahren – und mit ihren ökologischen Forderungen seither immer ganz vorn.

Die GPS wurde erst 1983 gegründet – aus linken und bürgerlichen Aktivistinnen* in der Romandie. In der Deutschschweiz wurde sie verstärkt durch die letzten Mitglieder der ehemaligen «Progressiven Organisationen der Schweiz» (POCH) und der "Sozialistischen Arbeiterpartei" (SAP).

In Sachfragen erfolgt zwischen SP und GPS in der Regel ein Schulterschluss. Bei Wahlen konkurrieren sie gegeneinander; das generiert Wählerstimmen.

(* Männer sind mit gemeint; ihre maskulinen Bezeichnungen sind ja in den femininen Bezeichnungen vollständig enthalten.)


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

16%
(25 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Hier noch die fehlenden Angaben zur Zwangsvereinigung der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) mit der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) durch die "Sozialistische Militäradministration​" (SMAD) in der von den Russen besetzten "Ostzone" – am 22. April 1946:

ZITAT
Da in der Ostzone allein die SMAD bestimmte, konnte dort mit ihrer massiven Unterstützung die von Moskau abhängige KPD die "Einheitspartei" durchsetzen. Markantes Indiz für den Zwang bleibt das Verbot einer Urabstimmung, die von der SPD in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) fast überall gefordert wurde. Doch die SMAD verbot solche Abstimmungen, daher konnte diese nur in West-Berlin stattfinden. Dort votierten im März 1946 dann 82 Prozent der abstimmenden SPD-Mitglieder gegen die Vereinigung.
Die Kommunisten versuchten es 1945/46 mit "Peitsche und Zuckerbrot". In der SBZ erließ die SMAD Redeverbote und verhaftete opponierende Sozialdemokraten, die ihre Vorstellungen wegen der Zensur nirgends veröffentlichen konnten.
Einheitsgeg​ner wurde als "Spalter", sogar als "Agenten" und "Faschisten" diffamiert und verfolgt. In diesem Klima der Angst war die offene Ablehnung kaum möglich. Am 21. und 22. April 1946 wurde auf dem "Vereinigungsparteita​g" von KPD und SPD der SBZ in Berlin die SED gegründet und damit die SPD "vernichtet". Diese Zwangsvereinigung erfolgte gegen den Widerstand von Sozialdemokraten. Schon vor der Zwangsvereinigung wurden viele von ihnen verfolgt. Wie groß damals die Opferzahlen waren, hat Erich Ollenhauer 1961 mitgeteilt. "Zwischen Dezember 1945 und April 1946 wurden in der SBZ mindestens 20.000 Sozialdemokraten gemaßregelt, für kürzere oder auch für sehr lange Zeit inhaftiert, ja sogar getötet". Hier ist besonders hervorzuheben, dass zu den Opfern der Repressalien im Rahmen der Zwangsvereinigung in der SBZ auch solche Sozialdemokraten gehörten, die bereits unter dem Hitler-Regime verfolgt worden waren.
Bei einer generellen Einschätzung der Gründung der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) bleibt Zwangsvereinigung die richtige Bezeichnung. Denn für die Sozialdemokraten in der SBZ gab es damals keine Alternative zur Einheitspartei, sie hatten keine freie Entscheidung, ob sie dort die SPD fortführen wollten oder nicht. Zudem waren Zwang und Druck durch SMAD und KPD vielfältig. Repressalien reichten von der Bedrohung bis zur Verhaftung und sogar Ermordung. In der SPD kam es zu Nötigung und Erpressung, Entzug von Ressourcen, zur Unterwanderung der Parteiorganisation wie zur Bestechung und Karriere-Versprechung​en gegenüber einzelnen Funktionären.
Zum Zwang kam der Betrug. Die KPD propagierte einen "besonderen", deutschen, demokratischen Weg zum Sozialismus, was als Distanzierung von der sowjetischen Praxis galt. Zudem sollte die neue SED keine leninistische Kader- sondern eine marxistische Massenpartei sein, und alle ihre Funktionen paritätisch mit Kommunisten und Sozialdemokraten besetzt werden. Doch schon 1948 wurde die SED in eine "Partei neuen Typus" umgewandelt, der "Sozialdemokratismus"​ zum "Hauptfeind" der stalinistischen SED erklärt. Unter Bruch der Vereinbarungen von 1946 wurde der deutsche, demokratische Weg verworfen, die Parität abgeschafft und schließlich in "Säuberungen" die Sozialdemokraten verfolgt. Gestützt auf Daten im Archiv der SED ist davon auszugehen, dass fast zwei Drittel der 680.000 Sozialdemokraten, die im April 1946 in die SED "überführt wurden" bis 1954 aus der Einheitspartei verdrängt waren.
Die Sozialdemokraten in der SBZ und dann in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) waren ohne politische Heimat: ihnen blieb nur die Flucht nach Westen (was über 100.000 taten) oder sich öffentlich dem Kommunismus anzupassen, also "überzulaufen" (wie Grotewohl und andere Funktionäre). Das Schlimmste passierte denen, die weder das eine noch das andere wollten oder konnten. Gegen Tausende Sozialdemokraten in der SBZ/DDR wurden Repressalien angewandt, sie wurden verfolgt, in "Speziallager" und Zuchthäuser geworfen. Nichts macht deutlicher, worauf die SED-Gründung letztlich beruhte: auf Zwang und Betrug.
Literaturemp​fehlung:
Bernd Faulenbach, Heinrich Potthoff (Herausgeber): Sozialdemokraten und Kommunisten nach Nationalsozialismus und Krieg. Zur historischen Einordnung der Zwangsvereinigung, Essen 1997; Beatrix Bouvier: Ausgeschaltet! Sozialdemokraten in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR 1945-1953, Bonn 1996.

© 2010 SPD

ZITAT ENDE

https://www3.​spd.de/linkableblob/5​704/data/geschichte_z​wangsvereinigung_sed.​pdf

Die Sozialdemokraten waren auch in Deutschland nie Kommunisten.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

16%
(25 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Was muss "überwunden" werden? Der ungebremst boomende Finanz- und Raubkapitalismus: Die 8 reichsten Einzelpersonen der Welt haben sich unterdessen mehr Vermögen angeeignet (erarbeitet von den Angestellten), als die ärmere Hälfte der Menschheit zusammen besitzt.

Die sozialdemokratische Partei der Schweiz, welche deshalb die Überwindung dieses Kapitalismus zum Ziel hat, tut natürlich alles dafür, dass die Wirtschaft blüht, will jedoch verhindern, dass sich Aktionäre und CEO fast alle von den Angestellten erarbeiteten Werte aneignen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

13%
(24 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Anlässlich des Weltwirtschaftsforums​​ in Davos vergleicht Oxfam das Vermögen der acht reichsten Männer der Welt mit dem der ärmsten 50 Prozent. Die acht Unternehmer, die laut aktueller Forbes-Liste am meisten Vermögen besitzen:

ZITAT
1​​. Bill Gates, USA, Microsoft, 75 Mrd US-Dollar

2. Amancio Ortega, Spanien, Zara, 67 Mrd

3. Warren Buffet, USA, Berkshire Hathaway, 60,8 Mrd

4. Carlos Slim Helu, Mexiko, Telmex/America Movil, 50 Mrd

5. Jeff Bezos, USA, Amazon, 45,2 Mrd

6. Mark Zuckerberg, USA, Facebook, 44,6 Mrd

7. Larry Elison, USA, Oracle, 43,6 Mrd

8. Michael Bloomberg, USA, Bloomberg LP, 40 Mrd
ZITAT ENDE

(Forbes-Liste​​ der reichsten Menschen der Welt)

https://www.​​welt.de/newsticker/d​p​a_nt/afxline/topthe​me​n/hintergruende/ar​tic​le161221461/Die-a​cht-​reichsten-Maenne​r-der​-Welt.html



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



75%
(24 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2017

Eigentlich sollte man den Kapitalismus gar nicht als „ismus“ bezeichnen, sondern als eine natürliche Ordnung freier Menschen.

Der Schweizer Sozialphilosoph Robert Nef formuliert ihn treffend als ein Non-System, ein offenes, spontanes, sich selbst steuerndes und sich selbst (über Gewinn und Verlust) kontrollierendes Naturphänomen, ein Wechselspiel von Versuch und Irrtum. Wer das begriffen hat, so Nef, weiss um die Anmassung von Wissen, um die Unmöglichkeit der rationalen Kalkulation von Preisen, von zentraler Planung usw. Nur Gott kennt den „wahren Preis“ und die „soziale Gerechtigkeit“, oder- säkularisiert ausgedrückt: niemand darf sich anmassen, solche Grössen zu kennen, „wissenschaftlich“ zu beweisen und allgemeinverbindlich vorzuschreiben.

Es​ steht also nicht „ismus“ gegen „ismus“, sondern System gegen Non-System, Eingriffsideologie gegen Nicht-Eingriffsideolo​gie, Dogma gegen Erfahrung, pathetischer gesagt: Knechtschaft gegen Freiheit.

In Dieser Ordnung muss alles friedlich und freiwillig sein. Zwang, hoheitlichen Zwang, darf es nur einen geben, nämlich den Zwang zur Einhaltung der freiwillig geschlossenen Verträge; und in dieser Ordnung hat die gewählte Regierung nur eine Aufgabe, nämlich den Schutz der Eigentumsrechte der Individuen im weitesten Sinne. Also Schutz von Leben, körperlicher Unversehrtheit und Früchten der Arbeit der Bürger.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

19%
(26 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Jetzt kritisiert sogar das WEF den Kapitalismus, weil die Zahl der Wohlstandsverlierer in vielen Industriestaaten zunimmt.

"In seinem WEF-Aufsatz schlägt Standing knallharte Töne an und attackiert «die fünf Lügen des ­Kapitalismus». Lüge 1 sei die Mär vom freien Markt, Lüge 2 die Notwendigkeit starker Patentrechte, um teure Forschung und Entwicklung abzusichern, Lüge 3 die These, dass starke Eigentumsrechte Wachstum schaffen, Lüge 4 die ­Behauptung, dass wachsende Profite die Effizienz eines Managements beweisen und Lüge 5 das Argument, dass Arbeit der beste Weg aus der Armut sei."

http://www.t​​agesanzeiger.ch/sonn​t​agszeitung/dny/Der-​Ge​ist-von-Davos-ist-​ver​raucht/story/1667​8440​

Wie es die SPS sagt: Der ungebremste Finanz- und Raubkapitalismus schafft sich selbst ab.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

19%
(26 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2017

Diese Richtigstellung hat der Sozialdemokrat Hans Stöckli, Ständerat, u. a. mir zugestellt.

"Ich bin am Montag gehörig erschrocken, als ich mein Gesicht in der Gewerbezeitung gesehen habe. Der Gewerbeverband suggeriert darin, ich würde die USR III befürworten. Eine Vorlage, die zu Milliardenausfällen für Bund, Kantone und Gemeinden führt. So dreist sind die Methoden des Gewerbeverbands unterdessen geworden!

Es ist unserer Demokratie unwürdig, die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bewusst in die Irre zu führen und Falschinformationen zu verbreiten. Solch unlautere Methoden sind Trump-Niveau, in der Schweiz haben sie nichts verloren.

Deshalb ist es mir wichtig, folgendes klarzustellen: Ich bin gegen die USR III, denn sie ist eine Blackbox. Auch meine Kollegin Pascale Bruderer und mein Kollege Claude Janiak, die ebenfalls einen unfreiwilligen Auftritt in der Gewerbezeitung hatten, lehnen die USR III ab. Für die Gemeinden und Städte mit vielen juristischen Personen sind die Folgen der USR III unverhältnismässig stark und für meine Stadt Biel sogar desaströs! (...)"





Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 2 | 1 2

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?