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GEGEN STEUERGESCHENKE AN DIE KONZERNE 1

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Die von den Räten be­schlos­sene Un­ter­neh­mens­steu­​​​​er­re­form III (USR III) führt, wie die vor­he­ri­gen "Re­for­men", zu gi­gan­ti­schen Steu­er­aus­fäl­len – dies­mal von min­des­tens 1,3 Mil­li­ar­den Fran­ken al­lein beim Bund. Dazu kom­men un­be­re­chen­bare Aus­fälle bei Kan­to­nen und Gemeinden.

Wiederum​​​ missbraucht man die Besteuerung zu sachfremden Zielen, hier für die sog. "Wirtschaftsförderung​​​​", ganz abgesehen davon, dass Steuergeschenke den wenig- und nichtverdienenden Unternehmern nichts bringen, als die steuerbegünstigte Konkurrenz durch die Geförderten.

Nur das NEIN der Stimmbrechtigten kann die sog. "USR III" noch verhindern. Deshalb werden ab heute Unterschriften gesammelt. Für dieses Referendum werden 50 000 Unterschriften benötigt. Also: Unterschreiben Sie jetzt gleich hier: 

Ja, ich unterschreibe das Referendum gegen die masslose USR III!
 
Der Gipfel: Unternehmen und Aktionäre müssen nichts dazu beitragen, um das Milliarden-Loch zu stopfen. Zahlen sollen das Ganze wieder einmal die Angestellten – mit höheren Steuern und schmerzhaften Kürzungen, zum Beispiel bei der Bildung.
 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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13%
(16 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte July 2019

Während bei natürlichen Personen das Einkommen und das Vermögen erfasst werden, besteuert man bei juristischen Personen den Gewinn und das Kapital. Juristische Personen werden in der Regel sowohl vom Bund (direkte Bundessteuer) als auch von den Kantonen und Gemeinden besteuert.

Gesells​chaften, deren statutarischer Zweck ausschliesslich oder hauptsächlich in der Verwaltung von Beteiligungen an anderen Unternehmen besteht (Holdings), profitieren ebenfalls von steuerlichen "Erleichterungen". Der Bund lässt den üblichen Beteiligungsabzug zu. (Dieser führt zu einer Reduktion von bis zu 100 % der Gewinnsteuer, wenn der Nettoertrag aus den Beteiligungen dem Reingewinn entspricht oder die-sen übersteigt!) Diese Massnahme will eine wirtschaftlichen Doppel- oder Dreifachbelastung der Holdings vermeiden.

In den Kantonen sind Holdinggesellschaften​ in der Regel von jeglicher Steuer (!) auf dem Gewinn befreit (ausgenommen Erträge aus Grundeigentum sowie Grundstückgewinne), sofern die Beteiligungsertragsqu​ote mindestens zwei Drittel der gesamten Aktiven oder Erträge ausmacht. Zudem erheben die Kantone für diese Gesellschaften nur eine reduzierte Kapitalsteuer.

Nach:
estv.admin​.ch/estv/de/home/allg​emein/steuerinformati​onen/fachinformatione​n/schweizerisches-ste​uersystem/dossier-ste​uerinformationen.html​

Kurz: U. a. Holdings werden weniger hoch besteuert als Privatpersonen. So steht das nicht in der Bundesvefassung.


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11%
(18 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte July 2019

11. Juni 2019

Die Finanzminister der OECD wollen für internationale Konzerne bei den direkten Steuern europaweite Mindeststeuern einführen. Gute Idee! Die Firmensteuern müssten jedoch gemäss unserer Bundesverfassung endlich gleich veranlagt werden wie die Steuern von Privaten.

Wer einen Lohn bezieht, muss vom steuerbarem Einkommen und Vermögen je nach Progression bis 40 Prozent direkte Steuern bezahlen. Von einer Umgehung via Steueroasen können Lohnbezügerinnen* nur träumen: Damit sie auch vom «Steuerwettbewerb» profitieren könnten, müssten sie ihren Wohnsitz alle in den Kanton Zug verlegen, und zwar nicht nur pro forma, denn einen «Briefkasten»-Wohnsit​z akzeptieren die Steuerbehörden nicht.

Von einer grösseren Steuerlast als grosse Konzerne und Holdings sind auch die KMU betroffen. Sie können ihre Gewinne nicht zwischen Mutter- und Tochterfirmen hin- und herschieben, geschweige denn in Steueroasen transferieren, und wenig steuerkräftige Firmen profitieren nicht von den Steuergeschenken.

Steuergeschenke an Konzerne benachteiligen die KMU im Wettbewerb gegenüber Konzernen. Die Spiesse werden ungleich lang. Diesen Sachverhalt belegen hier einige Fakten:
infosperber.​ch/Gesellschaft/Steue​rn-Feusi-Konzerne-am-​wenigsten-Lohnbezuger​-am-meisten:




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11%
(18 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte July 2019

Die sog. "Firmensteuerreform" ist das wichtigste Wirtschaftsvorhaben dieser Dekade – und eine waghalsige steuerpolitische Wette. Herr BR Maurer wollte aber dazu keinen Businessplan erstellen, der zeigt, wie die Steuererträge mit diesen Steuergeschenken an Konzerne nun zunehmen. Am Ende musste er einlenken.

Herr Maurer hat vorerst nur den "Wetteinsatz" beziffert: Er beträgt 1,8 Milliarden Franken im Jahr. Auf so viel Geld sollen die Steuerzahlerinnen* bei Bund, Kantonen und Gemeinden im ersten Jahr nach Inkrafttreten der "Reform" verzichten. Er bezeichnet den Betrag als "Investition" ... Herr Maurer sagt nicht, wie hoch die Zuflüsse werden und bis wann sich der Verzicht auf diese Steuern auszahlen wird. Er will sich natürlich nicht auf eine Zahl festlegen.

Mehr hier:
handelszeitung​.ch/politik/die-gross​e-wette-auf-die-steue​roase-schweiz


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16%
(19 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte July 2019

In der Schweiz sollte die Gewinnsteuer juristischer Personen der Einkommenssteuer der natürlichen Personen entsprechen, also nach Verfassung gleich veranlagt werden. Die juristischen Personen müssten ausserdem dort Steuern zahlen, wo sie ihren Gewinn erwirtschaften.

Beides geschieht nicht.

Vor allem Kapitalgesellschaften​, deren Erträge ganz oder teilweise aus schweizerischen und ausländischen Beteiligungen stammen (Holding- und Beteiligungsgesellsch​aften), geniessen in ALLEN Kantonen Steuerermässigungen.


Das müssen die Stimmberechtigten bald ändern. Dazu ist im Oktober auch eine Mehrheit im Nationalrat nötig.



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11%
(18 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte July 2019

Immerhin ringt die Schweiz um die Besteuerung von Unternehmen wie Facebook, Google und Twitter. Aber wenn, dann bezahlen Firmen nur dort Steuern, wo ihr Firmensitz liegt. Das nützen auch internationale Internet-Giganten zur Steuervermeidung aus.

Mehr als 110 Länder suchen nun eine gemeinsame Lösung – der Schweizer Fiskus könnte dabei jedoch Einnahmen verlieren statt gewinnen ...

Mehr hier:
nzz.ch/meinung​/steuersalat-in-der-f​acebook-oekonomie-ld.​1366923


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16%
(19 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte July 2019

Von einer Steuervermeidung in Steueroasen können Lohnbezügerinnen* nur träumen. Um vom «Steuerwettbewerb» zu profitieren, müssten sie ihren Wohnsitz in einen andern Kanton oder in ein anderes Land verlegen, und zwar nicht nur pro forma, denn einen Briefkasten-Wohnsitz akzeptieren die Steuerbehörden nicht.

Von einer grösseren Steuerlast betroffen sind auch die KMU, die Gewinne nicht zwischen Mutter- und Töchterfirmen hin und her schieben können, geschweige denn in Steueroasen transferieren. Das benachteiligt sie im Wettbewerb gegenüber den Konzernen, die ausserdem von den Steuergeschenken in der Schweiz, auch in den Kantonen, profitieren.

Mehr hier:
infosperber.ch​/Gesellschaft/Steuern​-Feusi-Konzerne-am-we​nigsten-Lohnbezuger-a​m-meisten


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11%
(18 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte March 2019

Von 2017 bis 2019 wurden wieder in zahlreichen Kantonen durch die "bürgerliche" Mehrheit Gesetze verabschiedet, welche den Konzernen Steuergeschenke machen. Die Folge waren weitere unsägliche Einsparübungen auf Kosten der Bevölkerung. Das muss ein Ende haben. Der Bund muss eingreifen. Denken Sie daran, liebe Leser/innen, wenn Sie im Herbst 2019 den Nationalrat wählen!


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14%
(22 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte February 2017

10vor10 hat berichtet, dass Gewerbeverband und Co. schon mehr als drei Mio CHF allein für Plakate und Inserate ausgegeben haben. Das ist 19x so viel, wie den Gegnern dafür zur Verfügung steht.

PRO: 3309533 CHF
KONTRA: 170803 CHF

(Media Faces)



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18%
(22 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte February 2017


Für Zögernde nochmals zur Erinnerung: Mit einem NEIN wehren wir uns auch hier gegen diesen rücksichtslosen Klassenkampf von oben – gegen die Privatisierung von Werten, die von den Angestellten erarbeitet wurden und nun auch der Allgemeinheit entzogen werden. Gewinne privat, die Schulden dem Staat: So geht es nicht weiter.


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9%
(22 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte February 2017

Bei der USR II im Jahr 2008 haben die Gegner mit 49,5% Nein-Stimmen extrem knapp verloren.

Umfragen prophezeien nun auch für die USR III ein Kopf-an-Kopf-Rennen, weil sich die Werbemillionen (nicht die Argumente) der Befürworter wieder auswirken werden.

Deshalb zählt jede Stimme der Gegnerinnen und Gegner.


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72%
(25 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2017

Nicht die USRIII schadet den, Herr Oberli, Entwicklungsländern, die hoch besteuern. Vielmehr schaden die hohen Steuern den Entwicklungsländern.


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17%
(24 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Die von der Bundesverwaltung an die Stimmberechtigten versandten Abstimmungsinformatio​​nen verschweigen die Steuerschlupflöcher. Die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SPS) erhebt Einspruch.

Beispie​​l: Holdings ist es weiterhin möglich, ihre Gewinne aus Entwicklungsländern in die Niederlande, nach Irland oder in die Schweiz zu verschieben. Exakt für dieses Vorgehen bietet die Schweiz mit der USR III neue Steuerschlupflöcher an (welche die OECD heute noch erlaubt!). In diesem Fall schadet die USR III den Entwicklungsländern, welche hoch besteuern.

http://www.tagesw​​oche.ch/de/2017_1/sc​h​weiz/739248/

U. a. dieser Hinweis fehlt in der Abstimmungsbroschüre.​​



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9%
(23 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Bis zum 26. Januar 2017 stieg in diesem wichtigen Blog die "Anz. Leser" auf 1002. Ich hoffe, es handelt sich dabei mehrheitlich um Leute, welche die USR III ablehnen werden.




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13%
(23 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Konsequenz ist offenbar nicht jedermanns Sache: Die "Rechten" wollen doch, dass die ausländischen Angestellten die Schweiz verlassen? So gesehen müssten sie jetzt ALLE ein NEIN zur USR III einlegen, um die (behauptete) Abwanderung der Unternehmen zu forcieren.



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14%
(22 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Dass dieses Fuder mass- und verantwortungslos überladen ist, merken nun auch wackere Rechte, und dass es kein Zeichen von Schwäche ist, die Meinung zu ändern, sondern von Klugheit.


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