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Im Asylwesen ist jetzt Verantwortung und Kooperation gefragt

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Es sind meine Rei­sen in an­dere Länder und Kul­tu­ren ge­we­sen, die mir den Blick über die Schweiz - meine Hei­mat - hin­aus ge­wei­tet ha­ben. Eine sol­che Per­spek­tive kann im Um­gang mit Mi­gra­ti­ons- und Flüchtlingsfragen hel­fen. Ich frage nach der in­ter­na­tio­na­len Si­tua­tion und will wis­sen, wie es um die Not in den Krisenländern steht, und er­fahre z.B., dass rund 60 Mio Men­schen auf der Flucht sind, dass die Bevölkerung von Entwicklungsländern teils zu über 25% aus Flüchtlingen be­steht. Und ich ver­glei­che mit mei­ner Hei­mat und werde dank­bar. Ich fra­ge, wie vor Ort ge­hol­fen wer­den kann. Und bemühe mich nach mei­nen Möglichkeiten zu unterstützen. Gleich­zei­tig sehe ich die Si­tua­tion und Not in Eu­ropa und fra­ge, wie können wir hier jenen hel­fen, die an Leib und Leben be­droht sind.


Ich staune, und es macht mich traurig, dass in der Schweiz Forderungen laut werden, niemandem mehr Asyl zu gewähren, Menschen in gefährliche Länder zurück zu schicken oder sich prinzipiell gegen Asylzentren zu wehren.
Gleichzeitig freue ich mich über jene Menschen in der Schweiz die Verantwortung übernehmen und kooperieren. Ich freue mich über jene, die Lösungen vorschlagen und umsetzen. Und ich freue mich auch über jene, die das Asylwesen verbessern (Verfahrensdauer, nationale Zentren) helfen, ohne die Verantwortlichen pauschal als Versager zu verurteilen. Letzteres kommt mir als gefährliche Stimmungsmache oder schlimmer als billiger Wahlkampf vor.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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57%
(7 Stimmen)
Mirjam Steiger-Stähli sagte August 2015

Sehr geehrter Herr Jost
Als Nationalratskandidati​n erachte ich es als meine Pflicht, dem Stimmvolk zu verraten, wie ich meine Anliegen umzusetzen gedenke.
Freundliche Grüsse und einen angenehmen Tag.


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43%
(7 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

@ M. Jost,

Was schreiben Sie denn da, es weigert sicher sich niemand, echte Flüchtlinge, an Leib und Leben bedrohte Menschen jeder Couleur aufzunehmen, denn auch bei den Spendengeldern sind die Schweizer/Innen Spitze von ganz Europa. Selbst die SVP ist für die Aufnahme echter Flüchtlinge, nicht aber für die gross-mehrheitlichen reinen "Wohlstands-Flüchtlin​ge", welche in die (für die 3. Welt) viel zu grosszügig dotierten Sozialtöpfe halt naturgemäss einwandern & diese innert kurzer Zeit ausplündern werden, mittels Familien-Nachzug ganzer Sippschaften.
Herr Jost Sie machen mir doch einen guten, intellektuell gescheiten Eindruck, Sie wollen doch nicht allen Ernstes behaupten, das Sie das eine vom anderen nicht zu unterscheiden vermögen.

Wenn ich mir vorstelle, was für persönliche zwischenmenschliche Katastrophen, anders kann man es wohl kaum noch bezeichnen, zwischen völlig kulturfremden z.B. aus Nord-Afrika & Schwarzafrika - welche noch eine mittelalterliche Vorstellung von Frauenbild haben, wie der Leibeigenschaft, oder der totalen Unterwürfigkeit der Frau gegenüber dem Manne, die schwarzmagischen Geisterbeschwörungen ect., dann frag ich mich schon allen Ernstes, wieso gerade eine Frau als Verantwortlich des SEM in Bern, Frau BR Sommaruga die Schleusentore zur Schweiz bewusst so weit offen lassen kann; "Jeder der will hat das Recht, auch zu uns zu kommen", auch mit der steten Begründung; "Humanitäre Tradition", JA natürlich, für erstere, aber nicht für die zweite Kategorie, die Wohlstands-Immigrante​n, womit ich natürlich auch keinesfalls einverstanden bin. Daumen runter aus reinem Prinzip, das ist dann eher eine Auszeichnung für mich, denn ich denke weiter, nämlich an diese hier nur all zu oft "missbrauchten" Frauen, und sei es nur als Mittel zum Zweck der "Erlangung einer Aufenthaltsbewilligun​g", oder jedwelcher andere Schwierigkeiten wie folgt;

BEZNESS - die Fakten; (Das Geschäft mit der "Liebe")

http://ww​w.1001geschichte.de/b​ezness-die-fakten/


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44%
(9 Stimmen)
Elsi D. Stutz sagte August 2015

Freude herrscht? Und, wieviele haben Sie zuhause aufgenommen, dass wäre bei der Ansage ja wohl zu erwarten.

"Es sind meine Rei­sen in an­dere Länder und Kul­tu­ren ge­we­sen, die mir den Blick über die Schweiz - meine Hei­mat - hin­aus ge­wei­tet ha­ben. Eine sol­che Per­spek­tive kann im Um­gang mit Mi­gra­ti­ons- und Flüchtlingsfragen hel­fen. "

Na dann, waren Sie ja sicher auch schon in Frankreich, Englang und Belgien. Und kennen die Schattengesellschafte​n und Gettos, wo sich nicht mal mehr die Polizei hin traut!

Soweit über den Tellerrand, sehen wir im Fall auch! ;-)

Aber Sie, waren da und haben mit diesen Flüchtlingen gesprochen, davon dürfen doch wohl ausgehen, oder?

"Und ich freue mich auch über jene, die das Asylwesen verbessern (Verfahrensdauer, nationale Zentren) helfen, ohne die Verantwortlichen pauschal als Versager zu verurteilen. "

Das wäre ja herrlich, wen sich die Verantwortlichen ihre Unfähigkeit endlich eingestehen würden!
Das Verfahren zu beschleunigen in dem man einfach alle vorläufig aufnimmt, ist ja wirklich ein Geniestreich sondergleichen!



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38%
(16 Stimmen)
Dany Schweizer sagte August 2015

Herr Jost

Ich staune und bin traurig, dass Sie hier in gleicher Weise populistisch einfach pauschalisieren.

S​o falsch wie die Gegenseite pauschalisiert tun Sie hier genau das Gleiche - Unterstellen, dass die Mehrheit gegen die Aufnahme von Flüchtlingen sei. Nein Sie sprechen nicht von der Mehrheit. Aber wenn es nicht die Mehrheit ist oder wäre, müssten es "Einzelfälle" sein oder die Minderheit welche somit kein Anlass geben müsste oder könnte zu Ihrer Aussage. Denn in unserem Land definiert noch immer die Mehrheit über eine Ausführung oder Einschränkung.

Mei​ner Erachtens ist nicht die Mehrheit des Volkes, welche solche Stimmungsmache hat, annimmt, übernimmt oder umsetzt. Sie vergessen, dass das Volk ein Spiegelbild der Poltik ist und umgekehrt. So müssten sich halt die Politk in die Richtung bewegen, dass das Volk das Gedankengut "im guten Sinne" übernehmen kann.

Sind es aber die Politiker - vorallem die Globalisierer, welche Monate, Jahre über Aufnahmemengen und Quoten palavern und dem Volk somit diese Thema überhaupt stilisieren. Es ist vermutlich nicht der Mensch, das Volk welches sich gegen eine Aufnahme wert, sondern eher die richtungsweisende Art der Politiker, welche Flüchtlinge als Preis-, Quoten-, Wahlfaktor oder sonstigem betrachten.

Es wäre somit an der Zeit, den Richtungsweisenden mal das menschliche Verhalten zu erklären. Aktion = Reaktion. Polemisieren Wirtschaft-, Politik und Banken ein solches Thema, ist wohl eher anzunehmen, dass aus dieser Aktion die Reaktion entsteht, dass es zu einem "heissen" Thema wird im Volk. Und nicht das Volk entwickelt Frust, Hass oder Fremdenfeindlichkeit,​ sondern Jene die auf solchem "herumkauen" bis es zum Thema wird.


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25%
(20 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

@ M. Jost, EVP,

Ich kenne Niemanden der KEIN Asyl mehr gewähren will, auch die SVP schlägt nur ein Moratorium vor, während 12 Monaten keine mehr aufzunehmen, ausschliesslich um den "Asylsaustall" ausmisten zu können. Die Ankömmlinge sagen es ja selber zu 98 % ganz offen; Wir kommen um ein besseres Leben zu haben, ich will einen gut bezahlten Job".

Dieses Anliegen verstehe ich aus menschlicher Sicht, doch hat dies mit dem Asylgesetz und dessen Inhalt überhaupt nichts mehr zu tun. Hier muss man endlich unterscheiden, nicht pauschal ALLE aufnehmen, mit "vorläufig aufgenommen" dann auch noch für immer, denn spätestens nach 4-5 Jahren heisst es, Rückschaffung ist unmenschlich. Haben Sie es gerne, wenn Sie derart angelogen werden ? Frau BR Sommaruga flunkert uns und den Parlamentarier ständig vor, sie würde die Verfahren "beschleunigen", in Wirklichkeit zieht sie diese endlos in die Zukunft, indem sie jedem einen gratis Anwalt, bezahlt von uns Steuerzahlern, zur Seite stellt. Wie gross ist denn da das Vertrauen in unsere rechtstaatliche Verwaltung ?

Im übrigen hätten bei rechtsgleicher Behandlung - dies ein Verfassungsartikel - auch die über 1 Milliarden Chinesen & Inder je dasgleiche Recht, i.d. Schweiz auf der "Asylschiene" einzuwandern, und zu 92 % jahrelang i.d. sozialen Hängematte hängen zu bleiben.

Sorry Herr Jost, aber Sie argumentieren mir ziemlich weltfremd und gar zu naiv, und Sie wollen die Zukunft unseres Landes mitbestimmen mit neuen Gesetzestexten. Gut, dann lüften Sie doch mal Ihre "Büchse der Pandora", wie Sie das Asylchaos lösen würden. Fangen Sie an, indem Sie 2-3 bei sich zu Hause auf eigene Kosten logieren & verpflegen ?

Wenn kein Vorschlag kommt, ist Ihr ganzer Bloc als reine Wahlpropaganda, und zwar naiv billige, entlarvt.

Sie sind zudem in einer christlichen" Partei, der EVP, dann erklären Sie uns hier einmal, was Christus mit diesem Satz uns sagen wolllte, auch gerade in Bezug auf "Wirtschaftsflüchtlin​ge";

"Wer nicht in den Weinberg geht und arbeitet,
bekommt auch nichts zu essen".




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64%
(11 Stimmen)
J. Wolf sagte August 2015

Hallo Herr Hottinger

Also ich weiss nicht, wo Sie einen Unterschied sehen zwischen "KEIN Asyl" und "während 12 Monaten keine mehr aufnehmen". Der Effekt ist der selbe: KEIN Asyl. Und woher Sie diese Aussage der "98%" haben wollen ist auch sehr schleierhaft.

Mind​estens so schleierhaft wie Ihr angebliches Bibelzitat am Schluss. Also ich habe via Google nichts gefunden, das sich so aus der Bibel zitieren lassen könnte.

Darum:
We​nn Sie also schon irgendwelche Argumente anführen, so sind Sie bitte so nett und sagen uns auch, woher diese stammen, sofern sie nicht genau erörtert werden.

Sonst muss auch Ihr Beitrag als "reine Wahlpropaganda, und zwar naiv billige" eingestuft werden. Und auch wenn Sie das vielleicht nicht so sehen, ist es Wahlpropaganda für die SVP.



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58%
(12 Stimmen)
Marc Jost sagte August 2015

Danke für Ihre Reaktion! Ich bin natürlich mit vielen Vorwürfen und Unterstellungen nicht einverstanden. Insbesondere was die Vorwürfe an unseren Bundesrat anbelangt. Schauen Sie sich doch den Vorschlag einmal konkret an (http://www.ejpd.admi​n.ch/dam/data/migrati​on/rechtsgrundlagen/g​esetzgebung/dringl_as​ylgrevision/bot-d.pdf​ http://www.ejpd.admin​.ch/dam/data/migratio​n/rechtsgrundlagen/ge​setzgebung/dringl_asy​lgrevision/entw-d.pdf​) Zudem andere Fragen beantwortet: https://www.bfm.admin​.ch/bfm/de/home/asyl/​faq.html
Sie werden feststellen, dass es eine Verbesserung geben wird und die Verfahren nicht nur beschleunigt werden dürften, sondern auch qualitativ besser werden. Und dass auch ein Mensch, der womöglich an Leib und Leben bedroht ist, ein Recht auf einen Anwalt hat, ist für mich in einem Rechtsstaat eine Selbstverständlichkei​t.


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30%
(10 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

@ J. Wolf & M. Jost,

1. GOTT will Frucht, darum muss Jedermann/Frau eben "in den Weinberg" gehen und ARBEITEN, das heisst man muss die Rebe bekanntlich schneiden, wenn man eine FRUCHT erreichen wil. Jeder Mensch hat irgend eine aussergewöhnliche Fähigkeit, die ihn einzigartig macht, es gilt diese Anlage in einem selbst zu erkennen und dann auch eben mutig & lebendig freudig zu leben. GOTT will keine Konsum-Christen.

D​as Gleichnis befindet sich übrigens bei; JOHANNES 15, 1-8

http://www.ref​.ch/data/78/downloads​/1441_1f4a95f06a706bd​6e4c6fb9f406486c0.pdf​


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30%
(10 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

@ Herr Wolf,

1. Ein echter Flüchtling kommt nicht über 7 bis 9 Länder extra schlussendlich i.d. Schweiz, NEIN, der bleibt im 1. Land wo er seines Lebens sicher sein kann, DANKBAR.
Insofern kann, nein muss die Grenze für ein Jahr jetzt mal dicht gemacht werden, um diesem Schlepperwesen und dieser Mafia-Tätigkeit ein Ende zu setzen.

2. Alle Nachbarn der Schweiz sind unbestritten sichere Staaten, dies beantworte Ihre Frage, wie ich auf 98 % reine Migranten komme, denn Kraft Schengen- & Dublinverträgen mit allen unseren Nachbarn sind diese für diese 98-99,5 % ganz alleine verantwortlich, in strengster Ertragserfüllung. Gerade ltalien schiebt diese aber ohne die obligate Registrierung im System einfach nach Norden weiter. Ein 21-jähriger Senegalese war 12 Mte. in Deutschland Rheinfelden/Baden whft. im Asylverfahren, wurde erst letzte Woche im 2. Versuch nacht Italien Rückgeschafft und in Mailand den ital. Polizei übergeben. Der Senegalese meldete dem Journalisten dann umgehend, er sitze jetzt ganz alleine auf dem Bhf. Mailand fest, ohne Geld, sein Ziel sei aber nach wie vor ; mit dem Zug wieder nach "Germany".
In Chiasso sagt ihm dann bestimmt ein liebenswerter Schweizer Zollbeamter, mitkommen, hier als Asylbewerber erst mal registrieren lassen. Auch er ist doch ein "lieber Mensch" er sichert sich so ja bloss auch seinen Arbeitsplatz. Dem Schweizer Steuerzahler liegt dieser dann aber erstmal 4-5 Jahre auf der "Geldbörse", ein totaler Leerlauf, was viele Menschen arg und zu Recht verärgert.

3. Die 0,5 % die direkt auf dem Luftwege einfliegen, die haben erst mal Anrecht auf ein "Asylverfahren". Aber ob ein echter Flüchtling sich so einfach ein Flug-ticket leisten wird können, steht auf einem anderen Blatt, und ohne Papiere geht das schon gar nicht, ein "check-in" nänlich.
Da bleibt dann, wenn überhaupt, nur noch ein sehr kleines Rinnsal übrig, zu heutigen
"Migrations​-Zunami". Die Frage sei erlaubt, war arbeiten die in den Parlamenten in Bern überhaupt in den Sessionen ?

4. Seien wir doch einmal ehrlich, Euch geht es doch gar nicht um diese 3 Weltimmigranten, für Euch ist dies eine Manipuliermasse, an der die ganze "Asylindustrie" ganz egoistisch und im grunde genommen Menschen verrachtend, sich bequem eine goldene Nase verdient.

5. Zudem durch Missbrauch und Rechtsbruch unsere direkte Demokratie zersetzt.


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33%
(9 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

Einige ideologisch Verblendete wollen nicht mal die formellen materiell rechtlichen Belange endlich zur Kenntnis nehmen. Mehr ist da nicht mehr anhzufügen.


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56%
(9 Stimmen)
J. Wolf sagte August 2015

Guten Tag Herr Hottinger

Vielen Dank, dass Sie selbst auf Johannes 15 verweisen, denn irgendwie hatte ich schon im Verdacht dass Sie dieses Kapitel meinten, habe aber die enthaltene Ideologie nicht Wiedererkannt.
Sie haben glücklicherweise auch noch einen Link auf eine Predigt gelegt, welche meinen Eindruck sehr schön bestätigt. Wenn ich also die von Ihnen selbst angegebene Bibelstelle (das letzte Abendmahl) lese, dann sehe ich in erster Linie eine sehr persönliche, intime Geschichte, welche die Verbindung des Einzelnen mit Gott anhand des Gleichnisses mit dem Winzer beschreibt. Also eine Aufforderung, in Gottes Nähe zu sein und Früchte zu tragen als Folge seiner inneren Überzeugung. So wie Sie selbst schreiben, die EIGENEN Anlagen zu erkennen und zu leben.

Dass man daraus eine Geschichte zimmert, welche ein Verhältnis zwischen dem Staat und anderen Personen ableiten könnte ist mir daher nicht wirklich offensichtlich. Sie machen da einen sehr mutigen Sprung, ich hoffe Sie finden noch ein Plätzchen für die Landung. Vielleicht liegt diese Landung gerade ein paar Verse weiter hinten, welche sagen (und das ist jetzt wirklich ein Zitiat): "Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich euch liebe. Niemand hat grössere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde."
Aber vielleicht sehen Sie auch eher Ihr Landeplatz ein paar Verse weiter hinten, wenn Christus sagt (ebenfalls Zitat): "Das gebiete ich euch, dass ihr euch untereinander liebet"?

Und aus dieser Sicht heraus wollen Sie also bestimmen, WER denn tatsächlich "ein echter Flüchtling" ist? Indem Sie die "formellen materiell rechtlichen Belange" auf Ihre Weltsicht zurechtbiegen? Indem Sie die Augen verschliessen vor dem was in der realen Welt tatsächlich passiert? Ja, die Gräueltaten des IS sind weit weg und was Sebat Efrem genau macht will man selbst gar nicht im Detail kennen.
Aber das passt Ihnen ja auch wunderbar in den Kram, dass Sie das Gefühl haben, alle umliegenden Staaten seien sicher und dass "wirkliche Flüchtlinge" ja sowieso kein Flugzeug besteigen könnten. Das ist ganz bequem für Sie und Ihre Weltsicht. Denn das bedeutet, dass alles "fremdländische", "dunkelhäutige" und "faule" NULL Chance hat, in Ihrer kleinen heilen, zweckinteressierten Welt irgendeinen Schaden anzurichten. Also KEIN Asyl mehr.

Aber ich kann Sie verstehen Herr Hottinger! Wenn man einmal als Christ so weit gereift ist, dass man anderen Christen zeigen kann, wie sie unchristlich handeln, dann ist man auf der absoluten Zielgeraden der Nächstenliebe angelangt.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf den letzten Metern als mutiger, lebendiger, liebender und freudiger Christ.



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38%
(8 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

@ J. Wolf,

1. Zumindest gemäss Ihrem 1. Absatz haben Sie dies jetzt verstanden, dass ein jeder seine EIGENEN Anlagen zu erkennen und zu leben hat.

2. "Niemand hat grössere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde." Auch dies ist richtig, aber sind jene "Freunde", die Ihren Sohn zu dritt überfallen und fast zu Tode prügeln, am Boden noch zu dritt mit den Schuhen auf seinen Kopf brutal eintreten, wirklich die "Freunde" die Christus meinte ?. Oder jene Fremdlinge, welche von uns als Gäste freundlichst aufgenommen, ihren Töchtern dann hinter her stellen, sie auch mit *harten Drogen" anfüttern, dass Sie diese schon nach einem Jahr als Vater nicht mehr erkennen ?
Selbst Christus hat dem Judas - dem die Silberlinge und die irdische Macht eindeutig über allem Stand - eben selbst über der spirituellen Freundschft - beim letzten Abendmahl die Türe gewiesen mit den Worten; "Gehe jetzt hin und tue was du tun musst."

3. Und schlussendlich Herr Wolf, hier war nie die Frage was mir persönlich genehm ist, Sie lancieren hier entgegen den klaren Vimentis Forumsregeln einfach persönliche Unterstellungen. Massgebend ist ausschliesslich, was in die genannten Verträge verbindlich fest geschrieben wurde.

4. Denn wenn jemand lügt, betrügt so ist dies immer Satansdienst, dem LEBEN abträglich, Lebend abtötend, hingegen wenn jemand die Wahrheit sagt, dem Leben und einer autonomen Existenz zugetan ist, eben in den Weinberg gehen, so ist das GOTTES-Dienst, d.h. Dienst am LEBEN.

Ich wünsche Ihnen mehr geistige Einsichten, um wenigstens diesen 4. Abschnitt endlich richtig zu begreifen.


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33%
(6 Stimmen)
J. Wolf sagte August 2015

Hallo Herr Hottinger

Also irgendwie verstehen wir uns immer noch nicht ganz - denn ich habe Joh. 15 immer so verstanden, dass jeder seine eigenen Anlagen erkennen und leben soll. Und das ist in der freien Gesellschaft, die wir in der Schweiz haben auch gut und richtig so.
Vielmehr freue ich mich, dass Sie Ihren eigenen Absatz auch so lesen und verstehen, dass sich der zugrundeliegende Bibeltext auf das eigene Wachsen bezieht und nicht darauf, wie man Andere zu behandeln hat.

Und darum denke ich auch, dass solche Menschen wie Sie sie unter dem zweiten Punkt beschreiben NICHT als Freunde zu bezeichnen sind. Aber eben - in Joh. 15 geht es nicht um Fremde sondern um die ganz konkrete Person - dem ICH. Der Beziehung zwischen einem liebenden Gott zu einer einzelnen Person. Also bleibt der Bezug dieses Absatzes zur Asylproblematik weiterhin sehr, sehr schwammig. Sogar nach Ihren eigenen Ausführungen.

Und spätestens hier stellt sich mir dann die Frage: "Weshalb bringt Herr Hottinger einen Text über Gewaltverbrecher und Drogenhändler in die Diskussion...? Denn in der Diskussion zu diesem Blogeintrag ging es bisher noch nicht um Gewalt und Drogen! Und einmal mehr schreibt er als ob er direkt aus der Bibel zitieren würde - eine entsprechende Stelle mit einer solchen Geschichte lässt sich so aber nicht finden. Der Anfang stammt von z.B. aus Markus 12, wurde aber selbst erweitert mit einem wirren Zusatz über Drogen und Töchter! Was will uns Herr Hottinger damit sagen....?"

Wenn ich Ihnen irgendwelche Unterstellungen machen würde, dann würde ich mir hier selbst zur Antwort geben: "Weil Herr Hottinger in ALLEN Flüchtlingen - unabhängig vom konkreten Einzelschicksal - nur Gewaltverbrecher und Drogenhändler sieht.
Und weil er keine Argumente hat, bastelt er gerne Bibel-ähnliche Texte zusammen in der Hoffnung, dass sie dann als Autorität unangreifbar in der Welt stehen."

Aber ich mache hier KEINE Unterstellungen. Dies ist nur der Eindruck, den SIE SELBST hier auf mich vermitteln.

Und darum frage ich Sie hier ganz offen und um Unterstellungen zu vermeiden:

Herr Hottinger - Welches Bild haben Sie von Menschen, welche aus ihrem Heimatland flüchten müssen?
Sehen Sie den einzelnen Menschen und sein Schicksal noch oder haben Sie schon zu viel darüber gelesen, dass jemand gesagt hat er würde jemanden kennen der ganz klar gesehen hat.....?


Vielen​ Dank für Ihre ehrliche Antwort - denn wie Sie selbst geschrieben haben: In der Wahrheit ist das Leben!



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67%
(3 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2015

@ J. Wolf,

Fast hätte ich geschrieben, der "Wolf" im Schafspelz, doch genau, aber gedacht habe ich es natürlich, und dazu stehe ich mannhaft.
Herr Wolf, es weigert sich sicher niemand, echte Flüchtlinge, nämlich an Leib und Leben bedrohte Menschen jeder Couleur aufzunehmen, denn auch bei den Spendengeldern sind die Schweizer/Innen Spitze von ganz Europa. Selbst die SVP ist für die Aufnahme echter Flüchtlinge, nicht aber für die gross-mehrheitlichen reinen "Wohlstands-
Flüchtl​in​ge", welche in die (für die 3. Welt) viel zu grosszügig dotierten Sozialtöpfe halt naturgemäss in Massen zukünftig einwandern & diese innert kurzer Zeit ausplündern werden, mittels Familien-Nachzug ganzer Sippschaften. Das SEM in Bern öffnet ihne ja Tür und Tor dazu, ganz offensichtlich züchtet man damit eine zukünftige SP-Wählerschaft heran, denke ich mal, einen anderen vernünftigen Grund fällt mir jedenfalls nicht ein.
Herr Wolf Sie machen mir doch einen intellektuell gescheiten Eindruck, Sie wollen doch nicht allen Ernstes behaupten, das Sie das eine vom anderen nicht zu unterscheiden vermögen.

82-85 % der seit Jahren hier anwesenden aufgenommenen Eritreer liegen i.d. Sozialen-Hängematte, sie gehen einfach nicht "in den Weinberg" arbeiten, obwohl auch sie Menschen sind und vom Schöpfer jeder ein individuelles Talent zu irgend einer Tätigkeit des Broterwerbes in sich tragen, wollen sie zu träge und bequem den Wert auch ihres Lebens nicht erkennen.


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50%
(4 Stimmen)
J. Wolf sagte August 2015

Hallo Herr Hottinger

Ich staune immer wieder über den Gebrauch von verschiedenen Worten. "NIEMAND" ist so ein Wort, das sie immer wieder speziell einsetzen. So schrieben Sie mal, dass "NIEMAND" kein Asyl mehr gewähren wolle um gleich nachzusetzen, dass Sie (neben der SVP) kein Asyl mehr gewähren möchten während einem Jahr.

Und auch hier schreiben Sie, dass "NIEMAND" sich weigere echte Flüchtlinge aufzunehmen, während Sie in anderen Kommentaren geschrieben haben, dass keiner der Flüchtlinge hier ein echter Flüchtling sein könne, da er entweder über "einen sicheren Drittstaat" eingereist sei oder nicht wirklich verfolgt sein könne wenn er per Flugzeug komme.

Ja, was jetzt?

Sie beklagen sich darüber, dass "gross-mehrheitlich reine "Wohlstands-Flüchtl​i​n​ge" .... in Massen ... einwandern" würden, haben aber nicht wirklich Lösungen dazu anzubieten als noch höhere Mauern zu bauen, noch höhere Hürden einzurichten zur Erlangung von Menschlichkeit, noch tiefere Schwellen für Feindseligkeiten gegenüber Andersartigen.

Und​ dann werfen Sie schon wieder mit Zahlen umher (82-85 % der ...) welche nur willkürlich sein können, da nicht begründet. Auch wenn es immer wieder Eritreer gibt, welche negativ in die Schlagzeilen kommen, ich bekomme auch immer wieder mit, wie sich Eritreer Mühe geben, einer ehrlichen Arbeit nachgehen, sich bemühen in dieser Gesellschaft Fuss zu fassen. Es gibt auch immer wieder Schweizer, die negativ in die Schlagzeilen kommen, unser Sozialsystem ausbeuten oder sich bis ans Äusserste wehren, irgendeinen Beitrag an unsere Gesellschaft zu erbringen. Würde man "die Schweizer" an solchen Menschen messen, käme diese Volksgruppe auch massiv schlecht weg.

Und wenn man jetzt mal die Frage loslöst, ob der einzelne Asylsuchende jemals Asyl bekommen wird, so steht doch einfach mal die Realität im Raum, dass es hier in Europa Tausende von Menschen gibt, welche alles zuhause zuücklassen mussten was ihnen Lieb ist. Aus verschiedensten Gründen. Sie waren eher bereit, im Mittelmeer zu sterben als zuhause zu bleiben, weil der Weg aus der Heimat nur besser sein konnte als der sichere Tod, der Sie zuhause garantiert ist. Sie kamen an der Südküste von Europa an und trafen überforderte Regierungen an, die einfach nur froh waren um jeden fremden Menschen, der NICHT bei ihnen ist, weil eine solche Situation noch nie da war und sie ihre Möglichkeiten überstieg. Finanziell, Arbeitsmässig und organisatorisch.
Und dann kommen Sie daher und behaupten, das seien doch alles nur Wirtschaftsflüchtling​e, nicht wirklich bedrohte Menschen und die seien nur darauf aus, in die Hängematte zu liegen?


Und darum frage ich Sie nochmals:
Welches Bild haben Sie von Menschen, welche aus ihrem Heimatland flüchten müssen?
Sehen Sie den einzelnen Menschen und sein Schicksal noch oder haben Sie schon zu viel darüber gelesen, dass jemand gesagt hat er würde jemanden kennen der ganz klar gesehen hat.....?

Vielen Dank für Ihre Antwort!



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