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JA zum Familienartikel!

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Die Schweiz stirbt lang­sam aus. Wir haben ein Pro­blem. Die Ge­bur­ten­zahl ist zu ge­ring. Während die Ge­bur­ten­rate im 19. Jahr­hun­dert pro Frau noch 4,4 Kin­der be­trug, ver­zeich­nete man zu Be­ginn des 20. Jahr­hun­derts und in der Nach­kriegs­zeit noch 2,5 Kin­der pro Frau. Ab den 1960er Jah­ren be­gann der Ab­sturz. Heute sind wir bei 1,54 Kin­der pro Frau an­ge­langt. Die Fol­gen für die So­zi­al­ver­si­che­r​un­gen sind ver­hee­rend.

Ich nenne nur die AHV: Als sie im Jahre 1948 in Kraft gesetzt wurde, kam auf 6,5 Erwerbstätige noch ein Rentner bzw. eine Rentnerin. Wenn diese Entwicklung ungebremst weiterläuft, müssten im Jahre 2035 zwei Erwerbstätige für eine AHV-Rente aufkommen. Das Bundesamt für Sozialversicherungen rechnet mit einer Finanzierungslücke von 5,6 bis fast 12 Milliarden Franken jährlich, je nach Wirtschaftslage und Einwanderungspolitik.​

Es braucht mehr Junge. Die Lücke kann mit noch mehr Ausländern oder mit mehr Geburten geschlossen werden. Politisch dürfte das Letztere wesentlich realistischer sein. Es ist erwiesen, dass in Ländern mit besseren Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern höhere Geburtenzahlen registriert werden. Das ist zum Beispiel in Frankreich mit fast zwei Kindern sowie in Norwegen und Schweden mit über 1,9 Kindern pro Frau der Fall. Weil sich der Verfassungsartikel insbesondere auf die Krippen-und Tagesschulförderung bezieht, will ich mich auch nur auf entsprechende Verbesserungen fokussieren, obwohl selbstverständlich die steuerlichen und finanziellen Bedingungen für Familien mindestens so bedeutsam sind.

Genügend zahlbare Krippenplätze

In Schweden besuchen drei Viertel aller Kinder eine Kindertagesstätte, und praktisch alle Kinder erhalten in der Schule ein kostenloses Mittagessen. Zwar ist die Anzahl der Kindertagesstätten auch bei uns angewachsen, aber die Nachfrage ist immer noch weit grösser als das Angebot. Gemäss einer Studie fehlen in der Schweiz Krippen für rund 120 000 Kinder im Vorschulalter. Und Krippen sind oft zu teuer. Der neue Verfassungsartikel bildet nur ein kleines Wegstück auf dem Weg zu besseren Bedingungen für Familien. Aber er ist immerhin das. Er kann zur Verbreiterung des Angebotes an Krippenplätzen und zu deren Verbilligung beitragen. Genügend zahlbare Krippenplätze und mehr Tagesschulen sind heute unabdingbar. Aus diversen Gründen. Sie ermöglichen beiden Ehepartnern auch mit Kindern, sich beruflich weiterhin zu verwirklichen.

Von konservativen Gegnern des Artikels wird oft das negative Beispiel aus den alten DDR-Zeiten erwähnt, wo Kinder in Krippen und Tagesschulen angeblich mit sozialistischem Gedankengut förmlich indoktriniert wurden. Logischerweise müssten wir dann auch die Schule abschaffen. Bei uns verhindert aber schon die demokratische Kontrolle solche Indoktrinierungsversu​che. Erziehung bleibt wie bis anhin Privatsache. Der Staat darf sich nicht einmischen. Aber er soll die Privaten entlasten. Er übernimmt nicht die Erziehung der Kinder. Hier geht es nur darum, ein sinnvolles Nebeneinander von Beruf und Familie zu ermöglichen. Die Eigenverantwortung der Familie wird dadurch keineswegs abgewertet.

Selbstve​rständlich sind Krippen und Tagesstrukturen nicht gratis. Wie hoch die exakten Kosten sind, kann erst beziffert werden, wenn der Verfassungsartikel auch konkret umgesetzt wird. So oder so sind es gut eingesetzte Mittel. Es ist gut investiertes Geld der Steuerzahler, worunter auch die Wirtschaft zu zählen ist. Von einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie profitiert nicht nur die Familie, sondern auch die Wirtschaft, der dadurch zusätzliche qualifizierte Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Es ergibt volkswirtschaftlich keinen Sinn, wenn Firmen fehlende Arbeitskräfte im Ausland suchen müssen, obwohl sie im Inland vorhanden wären. Der Schweizerische Arbeitgeberverband und Economiesuisse haben deshalb – trotz den Kosten – keine Nein-Parole beschlossen. Entscheidend ist aber, dass Wirtschaft und Verwaltungen mehr Teilzeitstellen schaffen, da in der Praxis – trotz Krippen und Tagesschulen – kaum beide Elternteile zu 100 Prozent arbeiten können.

Kompetenzen der Kantone respektiert

Erzföderalisten befürchten eine Kompetenzverschiebung​ von den Kantonen zum Bund. Das ist falsch: Die Schulhoheit bleibt bei den Kantonen. Sie allein bleiben zuständig für ein bedarfsgerechtes Angebot an familien- und schulergänzenden Tagesstrukturen. Der Bund erhält lediglich eine subsidiäre Kompetenz, die erst zum Zuge kommt, wenn die Bestrebungen der Kantone und Dritter nicht ausreichen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Wir kennen dieses System vom Bildungsartikel (Schulkoordination), wo nur gute Erfahrungen damit gemacht wurden.

Die Kantone haben das begriffen, weshalb sich nicht weniger als 21 Kantone in der Vernehmlassung für den Bundesbeschluss zur Familienpolitik ausgesprochen haben.

Die gesellschaftliche Bedeutung der Familie – in welcher Form auch immer – ist absolut zentral. Ohne Kinder überlebt kein Land. Die finanzielle Situation für Familien mit Kindern ist heute oft sehr eng. Eigentlich müsste ein Verfassungsartikel zur Förderung der Familien mit Kindern weit umfassender sein als derjenige, der zur Abstimmung vorliegt. Aber halten wir lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Sagen wir Ja zu einer Verfassungsänderung, die ein Stück weit beiträgt zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Familien mit Kindern.

 

Der neue Verfassungsartikel kommt am 3. März zur Abstimmung. Den Anstoss dazu gab CVP alt Nationalrat Norbert Hochreutener (BE) mit seiner Parlamentarischen Initiative „Verfassungsbasis für eine umfassende Familienpolitik“ vom 23. März 2007.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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(10 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte March 2013

Das Volk hat seine Stimme gegeben. Was die Zukunft bringt, wird die Zeit zeigen. Wird die Wirtschaft mehr Ausländer anstellen, weil Mütter zu Hause bleiben und der Wiedereinstieg ausbleibt? Werden früher oder später die kantonalen Regelungen harmonisiert, was auch Kosten zur Folge hat, da Arbeitskanton und Wohnkanton nicht zwingend gleich ist? Wie sieht es auch mit jenen Konstellationen aus dem Tieflohnsegment welche gezwungen werden zu arbeiten? Darf da der Sozialdienst Einsatz leisten weil Betreuungsangebote und Möglichkeiten fehlen (Schichtarbeit und Wochenendarbeit machen soziale Kontakte schwieriger und Grosseltern sind auch nicht zwingend in der Nähe. Flexibilitätsforderun​gen seitens Arbeitgeber tun das übrige hinzu, dass man Feuerwehrübungen machen darf um das Kind betreuen zu lassen). Ich jedenfalls empfinde es trotzdem als Eingriff in die Familienplanung eines Paares, wenn die Möglichkeiten der Fremdbetreuung fehlen und denke es ist verantwortungsvoller selber für die Familie sorgen zu können als vom Sozialdienst abhängig zu sein (Vorbildfunktion auch für Kinder). Die Wirtschaft und der Kanton sind nun weiterhin in der Verantwortung. Denn ich glaube kaum, dass die Eltern die Erziehung nicht wahrnehmen wollen. Vielfach liegt es an den Konstellationen der Möglichkeit der Vereinbarkeit von Arbeit und Familie.


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29%
(7 Stimmen)
* * sagte March 2013

Jetzt stirbt die Schweiz aus!


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53%
(19 Stimmen)
Hans Joerg Edelmann sagte February 2013

Wer verantwortungsbewusst​ ist,einen gesunden Menschenverstand ( bei Politikern immer rarer ! ) hat und die Familie als Herausforderung
und eine der schönsten Aufgaben zum Erhalt eine intakten Gesellschaft
sieht, gibt diesem von Juristen, Oberstudierten und Besserwissern
gescha​ffenen Werk eine deutliche Absage!!

Ein klares NEIN zm Familienartikel!!!!


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53%
(19 Stimmen)
Hans Joerg Edelmann sagte February 2013

Es ist einfach schlimm !!!

vermutlich noch für den Beitritt zur EU !!

Einführung der sogenannten demokratischen Diktatur!

Zu viel Studierte, Abgerichtete die am Schluss in der Politk oder

in einer Institution landen, weil man sie in der realen Wirtschaft

nicht brauchen kann!!!




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68%
(28 Stimmen)
Roland Durrer sagte February 2013

Ich bin gegen diese INI, obwohl ich ein 4 Jahre alter Sohn habe. Meine Frau arbeitet 100%, ich habe mich seit ca 1 Jahr selbständig gemacht, mein Sohn besucht 1 nen tag eine Kinderkrippe. Wir bezahlen das aus unserer privaten Kasse, was auch gut ist.
Wieso also muss der Staat sich hier noch einmischen, und die Eltern bestrafen, welche ihre Kinder 100% selber erziehen? Ich möchte nicht noch mehr staatliche Kosten sprich höhere Steuern. Also für mich ein überzeugendes NEIN am 3. März


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75%
(24 Stimmen)
Fritz Körner sagte February 2013

Sehr geehrter Herr Hochreutener,

Aus ihrem Artikel:"Erziehung bleibt wie bis anhin Privatsache. Der Staat darf sich nicht einmischen. Aber er soll die Privaten entlasten. Er übernimmt nicht die Erziehung der Kinder. Hier geht es nur darum, ein sinnvolles Nebeneinander von Beruf und Familie zu ermöglichen."
Wann soll diese Erziehung denn stattfinden? Die Eltern arbeiten bis abends. Wie ist ein sinnvolles Nebeneinander möglich? Nachts, wenn alle schlafen? Erziehung morgens vor dem (gemeinsamen)Frühstüc​k, abends nach dem (gemeinsamen)Abendess​en? Müde, überarbeitete Eltern sind hervorragende Erzieher.
Als Lehrer werde ich tagtäglich mit diesen Situationen konfrontiert. Erziehung wird auch hier schon in die Schule delegiert.
CVP quo vadis?


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68%
(25 Stimmen)
David Mayer sagte January 2013

Sehr geehrter Herr Hochreutener

Mir erschliesst sich nicht ganz, wie dieser Artikel gezielt den Schweizer Nachwuchsbestand fördern soll. Möchten Sie mir dies näher erläutern?

Wenn es tatsächlich um die Sicherung der schweizerischen Fortbestands geht, sind ganz andere Massnahmen notwendig. Dies müsste mit gezielten Bevorteilungen von Schweizer Familien gegenüber ausländischen Familien geschehen: Bonus (Schweizer Bestand erhöhen) / Malus (ausländischer Bestand reduzieren). Logische Aspekte versus politische/juristisch​e/ethische Aspekte.





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68%
(28 Stimmen)
Josef Küng sagte January 2013

Sehr geehrter Herr Hochreutener, "Die Schweiz stirbt also aus" So frage ich Sie welche Familien wollen Sie denn unterstützen, diejenigen die unsere Sprache nicht verstehen, oder diejenigen die den Familiennachzug voll ausnützen und fünf Kinder im Schlepptau haben. Später kommt dann noch die Grossmutter, die die Kinder hütet. Das sind dann die Probleme die sich in den Schulen wiederspiegeln. Ich war neulich im Kinderspital, wenn Sie meinen, dass diese Generation unsere AHV Kasse füllen soll, dann werde ich Ihnen sagen dass, das Gegenteil eintreffen wird. Hier zu Lande werden Sachen erfunden ohne die weitreichenden Folgen überhaupt zu kennen. Es wäre sicher an der Zeit den Familiennachzug nu zu regeln.


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60%
(15 Stimmen)
Marc Meier sagte January 2013

"Ich nenne nur die AHV: Als sie im Jahre 1948 in Kraft gesetzt wurde, kam auf 6,5 Erwerbstätige noch ein Rentner bzw. eine Rentnerin."

Richt​ig, aber anstatt die staatliche Vorsorge der heutigen Zeit anzupassen (das wäre die Aufgabe von unseren Politikern), verlangt man von der Bevölkerung, dass sie sich doch bitte so wie vor 60 Jahren verhalten solle... Denn sonst funktioniere die 1948 eingeführte AHV nicht mehr.


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69%
(39 Stimmen)
Bea Habegger sagte January 2013

Mit dem Bundesbeschluss zur Familienpolitik, versuchen vorwiegend linke Parteien, welche sich zwar als Familienfreundlich vermarkten möchten und Ihre Entouragen (Pädagogen, Lehrer, Soziologen, Psychologen, Psychiater etc.) eine neue "vorwiegend behördliche/verstaatl​ichte Bürokratie" aufzubauen.

Wer am 3. März 2013 ein (Ja) zum Bundesbeschluss in die Urne legt, bietet Hand zu:


•Entmündigung von Familien/insbesonders​ von Müttern
•Mehr Staat, weniger Selbstbestimmungsrech​t
•Mehr Bevormundung, weniger Stärkung der Eigenverantwortung
•​Ausbau der Entsolidarisierung (eines der Fundamente der Demokratie/Familie)
​•Einer neuen "Bürokratenindustrie​"

Erneute "verdeckte/versteckt​e" Integrationsprogramme​=erneutes Giesskannenprinzip



Gemeinden, welche allfälligen Hilfesuchenden weit näher stehen, werden "gekonnt" ausgeschaltet, in ihrer Komptetenz und wichtigen Arbeit beschnitten

Es scheint an der Zeit, zuerst die bereits vorhandenen, zuweilen "überzüchteten" Bürokratien (z. B. Asylindustrie, Gesundheitsindustrie)​ in den Griff zu bekommen, bevor man wieder eine Neue aufbaut/bzw. aufbläht



JA zur Familie

NEIN zum Bundesbeschluss



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57%
(28 Stimmen)
J. Nyffeler sagte January 2013

Sollte nicht mal zuerst das Rechtsystem in Ordnung gebracht werden?????
Abzocker​initiative Sozialamt und Renten sichern????
Mehr offene Arbeitsstellen für Familien die in der Schweiz Lebenunterhalt und Steuern, KK usw.bezahlen.?????
(​Laut keiner richtigen Statistik aufgeführt:Sozialempf​änger die Minimallöhne empfangen und sich mit Bevormundung herumschlagen müssen.)????

Nein stattdessen brauchen wir ja noch mehr Grenzgänger und Asylsuchende die uns Kinder bescheren, damit unsere lieben Schweizerfamilien vor lauter Existenzangst gar keine Zeit mehr für eine eigene Familienplanung haben!!!!!
Wenn schon eine Familienplanung dann sicherlich nicht so


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68%
(40 Stimmen)
Thomas Schibli sagte January 2013

Auch Tiere vermindern ihre Reproduktion, wenn ihr Lebensraum "übervölkert" ist.
Verdichtetes Bauen - grössere Familien?
Entweder oder!


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68%
(53 Stimmen)
Stephan Hutzli sagte January 2013

Herr Hochreutener will die Geburtenrate in der Schweiz erhöhen. In welcher Welt lebt dieser Mann? Sicher nicht in einer Schweiz mit 8 Millionen Einwohnern. Dass es mehr Kinder braucht, um die Sozialwerke sicherzustellen, ist längst wiederlegt. Dass damit die Zuwanderung ersetzt werden kann ist eine Illusion: die Wirtschaft wird weiterhin billigere ausländische Arbeitskräfte einstellen.

Freund​liche Grüsse


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33%
(60 Stimmen)
Justin Koller sagte January 2013

Obwohl nicht in der gleichen Partei wie Herr Hochreutener, finde ich seine
Ausführungen richtig und weitblickend. Das Oberziel heisst doch: Stärkung der Familie als wesentliches Standbein für eine Entwicklung aller in dieser Gesellschaft und in diesem Staat, jung und alt, Wirtschaft und Sozialwerke.
Wenn ich aber die Mehrzahl der Kommentare lese, bleibt mir die Sprache weg: so viel Egoismus, Kurzsichtigkeit und engem (nationalen) Chauvinismus.
Schön in diesem Land leben zu dürfen (echt gemeint), halt mit allerhand Mitbürgern, die auf ihre Weise Lösungen vorschlagen (oder vielleicht halt nur Frust ablassen).


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67%
(18 Stimmen)
Domenico Dal Molin sagte January 2013

Zeichnend für die Unverfrorenheit der Initianten die blendende Argumentation:
"Die​ Vorlage nützt der Wirtschaft und führt zu höheren Steuereinnahmen." AHAA, daher weht der Wind...
Familien werden genötigt, dass beide Elternteile – am besten beide zu 150%, wie in den USA schon seit Jahrzehnten üblich- arbeiten sollen/müssen. Dieses Clichét der modernen Familie, der Freiheit, des Wohlstandes sollte überdacht werden. Ich denke die Kinder-/Alters-/etc.-​Heime sind voll von Menschen die eigentlich in eine Familie gehören, ja gar in eine mit mehreren Generationen unter einem Dach. Aber mehrere Generationen unter einem Dach nützt natürlich nicht der Wirtschaft und führt nicht zu höheren Steuereinnahmen! Es ist wesentlich gescheiter einem Familienvater einen in der Schweiz Menschwürdigen garantierten Mindestlohn zuzusichern, als mit "Almosen" zu berieseln. Denn wenn die Eltern sich die Erziehung z.B. zu je 50% teilen möchten, dann haben beide einen Menschwürdigen garantieren Lohn und müssen nicht erst um ein paar Fränkli mit der Arbeitgeberin streiten. Oder geht es wohl nur um die die über 100'000.- verdienen? Dass die noch günstiger und ohne dem schlechten Gewissen, dass allenfalls ihre Kinder als Schlüsselkinder heranwachsen müssen???
daher NEIN zum Familienartikel!!!


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29%
(7 Stimmen)
J. Nyffeler sagte January 2013

Sehr geehrter Herr Selk
Soll doch der Mindestlohn eingeführt werden. Dann haben wenigstens einige wieder zu jammern, wenn sie höhere Steuern bezahlt müssen :-)
Auch die Familienpolitik könnte man auf Steuern derjenigen belasten, die Ihre Jugend gerne dem Staat überlassen möchten.
So wäre zumindest Herr Justin Koller sicher der erste, der sich beklagen würde.


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20%
(5 Stimmen)
J. Nyffeler sagte January 2013

Ja Herr Selk
Aber es gibt immer noch Personen in unserem schönen Land ,die fürs wenig Arbeiten, oder als Hilfsarbeiter sich einen hohen Lohn vorstellen.
Ich würde sowiso nur Leistungslöhne Bezahlen. Wer nichts arbeitet erhält nichts wer viel arbeitet erhählt einen anständigen Lohn.
Kommt auf die Erfahrung an.
Es grüessli



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88%
(8 Stimmen)
J. Nyffeler sagte January 2013

So ist es nicht Herr Selk
ich habe vor Jahren im Gastgewerbe angefangen Mit 18 Jahren hatte ich einen Grundlohn, Umsatzbeteiligung plus Trinkgeld. Damit konnte ich sehr gut leben.(Ich habe auf Kinder verzichtet da mir meine Karriere damals wichtiger war. Das habe ich bis heute nicht bereut, da ich nun Patin und Tante von zwei ganz tollen Jungs bin und so geniesse ich heute meine freie Zeit mit ihnen ohne es zu bereuen. Heute wird sowiso jede zweite Ehe geschieden und wer leidet da am meisten?
Jeder der an Karriere und Kinder denkt sollte zumindest in der Lage sein, selber für sein Kind SORGEN ( dies sagt ja bereits das Wort aus)
Es gibt auch heute noch Familien die zwei Kinder gross ziehen und beide gehen ihrer Arbeit (100% + 50%) nach. Ohne dass ein Kind auswärts abgegeben werden muss.Man sollte sich entscheiden können wer sich eien Hund anlegt, muss sich auch dafür Zeit nehmen, ansonsten soll man dies sein lassen.
Alles andere ist Egoismus


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88%
(68 Stimmen)
Emil Huber sagte January 2013

Die Forderung Kinder auf die Welt zu stellen um die Sozialversicherungen zu sanieren ist völlig absurd!
Man sollte sich eher fragen, warum weniger Schweizer Kinder zur Welt kommen.
Und das liegt wohl zum einen an den immer mehr steigenden Lebenshaltungskosten.​
Insbesondere die hauptsächlich hohen Wohnkosten, welche durch Bodenspekulation, Marktmiete, Luxussanierungen und Aufschläge bei Handänderungen entstanden sind belasten das Budget. Dann die immer noch durch die Luxusmedizin steigenden Gesundheitskosten.
W​enn Kinder bei tieferen Einkommen ein Armutsrisiko darstellen besteht halt kein grosses Interesse am Nachwuchs.
Andere Gründe dürfte die gesellschaftliche Abwertung der "nur" Hausfrau und Mutter sein. So entstehen immer mehr "Karrierefrauen".
​Der Staat welcher sich immer mehr in die Erziehung einmischt ist ein weiter Faktor wie auch fehlende Lehrstellen, mehr Druck am Arbeitsmarkt durch die PFZ und die damit verbundenen Zukunftsängste.


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