Abstimmungen, Initiativen > National > Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Fortpflanzungsmedizingesetz, FMedG),

Ja zum Fortpflanzungsmedizin​gesetz (FMedG)

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Nachdem die CV­P-­De­le­gier­ten be­reits die im Juni 2015 vom Schwei­zer Volk deut­lich an­ge­nom­mene Ver­fas­sungs­än­de­r​ung zur Präim­plan­ta­ti­ons­​dia­gno­s­tik (PID) un­ter­stützt hat, haben nun die De­le­gier­ten auch die ent­spre­chende Ge­set­zes­vor­lage mit 191 Ja bei 132 Nein-­Stim­men, (bei 23 Ent­hal­tun­gen) zur An­nahme emp­foh­len. Das Ja zum Fort­pflan­zungs­me­d​i­zin­ge­setz (F­MedG) ist wich­tig, weil es die Präim­plan­ta­ti­ons­​dia­gno­s­tik (PID) der Präna­tal­dia­gno­s­t​ik gleich­stellt.

Die PID ist ein seit mehr als 20 Jahren erprobtes medizinisches Verfahren und in den meisten europäischen Ländern zugelassen. In der Schweiz hingegen ist die PID noch verboten. Für Paare, die ihren Kinderwunsch nur mit medizinischer Hilfe erfüllen können und verhindern wollen, dass ihr Kind von einer Erbkrankheit betroffen sein wird, gibt es deshalb nur zwei Möglichkeiten: Entweder sie gehen für eine PID ins Ausland oder die Frau lässt sich die befruchtete Eizelle einsetzen und nutzt dann die Möglichkeiten der Pränataldiagnostik. Ist der Embryo Träger einer Krankheit muss sie sich für oder gegen einen Schwangerschaftsabbru​ch entscheiden.

Jedes Paar entscheidet unabhängig

Die PID kann nur von Paaren, die Träger von schweren Erbkrankheiten sind (rund 100 Fälle pro Jahr) in Anspruch genommen werden und von Paaren, welche auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen können. Jedes Paar entscheidet selbst und unabhängig, ob es eine PID durchführen und die befruchtete Eizelle vor der Übertragung in den Mutterleib auf Chromosomenstörungen untersuchen lassen will. Die Kosten für die PID müssen die Paare im selber tragen.

Sogenannte „Designerbabys“ bleiben verboten. Auch mit dem neuen Gesetz gibt es keine Selektion nach Geschlecht, Augenfarbe, etc. Retterbabys und Eispenden bleiben ebenfalls verboten. Das Gesetz setzt klare Grenzen und es geht absolut nicht um Genmanipulation, um einen Gentech-Menschen oder um einen ethischen Dammbruch, wie dies die Gegner wider besseres Wissens beschwören.

Gleichste​llung der PID mit der PND

Das Gesetzt setzt der Fortpflanzungsmedizin​ klare Grenzen und stellt die Präimplantationsdiagn​ostik (PID) der Pränataldiagnostik gleich. Untersuchungen, welche heute bis in die zwölfte Schwangerschaftswoche​ zugelassen sind, sollen auch an der fünf Tage alten befruchteten Eizelle möglich sein.

Es ist gerade aus ethischer Beurteilung nicht einleuchtend, wieso Tests in der zwölften Schwangerschaftswoche​ zugelassen, am fünften Tag nach der Befruchtung der Eizelle aber verboten sind. Damit werden Frauen gezwungen, sich die befruchteten Eizellen einpflanzen zu lassen, um den Embryo später allenfalls abzutreiben. Aus moralischer Sicht erachte ich dies als höchst problematisch, denn je entwickelter ein Embryo ist, desto schützenswerter ist er.

Ja zum Fortpflanzungsmedizin​gesetz

Bei einem Ja zum Fortpflanzungsmedizin​gesetz geht es mitnichten um die Selektion von Leben oder um lebenswerte oder lebensunwerte Menschen. Es geht um den Schutz vor gesundheitlichen Risiken und die Verhinderung von Abtreibungen. Deshalb ist diesem Gesetz am 5. Juni zuzustimmen.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(6 Stimmen)
Bruno Zoller sagte May 2016

Die PID scheint eine gute Sache zu sein. Jede Frau die abgetrieben hat weiss, dass dies nicht ganz ohne ist. Es ist eine enorme Belastung für jede Frau, die sie teilweise psychisch stark in Mitleidenschaft zieht.
Jede Person die behinderte oder schwer kranke Kinder grossgezogen hat weiss, dass dies ebenfalls eine enorme Belastung für alle beteiligten ist.
Mit der PID kann beides verhindert werden.


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45%
(11 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte May 2016

Frau R. Humbel

Ich attestiere Ihnen; Sie sind eine durchaus intelligente Frau mit einem scharfen Intellekt.

In vorliegender Sache möchte ich dennoch mal versuchen - ganz im Sinne der Lehre Jesus Christus ("C"VP) auf Ihren Artikel inhaltlich zu antworten.

Gilt denn nicht als GOTT wohlgefällig; bescheiden, anspruchlos, und als Krönung die Demut,
Gilt nicht als verwerflich; anspruchsvoll, egomanisch, hochmütig und als Krönung die allmächtige Arroganz gegen das Lebendige;
Also; nur nach unserem Gusto (Ego) muss & wird die Welt sich drehen. Das nenne ich Hochmut.

Schicksal​ will uns doch auch sagen, Schickt euch darin (eben SCHICK-sal, es wird uns geschickt), weshalb man nicht alles nach seinem (politischen) Gusto umkrempeln soll, denn dies bedeutet, jedenfalls nach meiner Auffassung, gleichzeitig die höchste Weisheit und Allmacht im Guten, somit GOTT, dass dieses ALLWISSEN/GOTT sei ganz im Gegenteil ein Depp & ein Dummkopf. Das nenne ich Plasphemie in "Reinkultur".

Wir dürfen uns zwar das Leben durchaus auch etwas erleichtern, mit Sicherheit aber nicht gezeugtes und ungeborenes Leben massenhaft einfach auskratzen und so erbarmungslos töten, weil es uns gerade nicht in dem Kram passt, es uns so halt angenehmer erscheint, damit eben leider GOTT selber "spielen" wollen. Genau so wenig hat der Mensch jede Fortpflanzung egoistisch & manisch zu manipulieren, so einen unfehlbaren super Menschen züchten zu wollen. In das genau gleiche Kapital gehört auch jegliche Fortpflanzungs-"mediz​in". Sagt nicht der Volksmund; "Ärzte, Götter in weiss". Wo bleibt da der Hippokratische Eid; Alles zu unternehmen Leben zu erhalten, und das Gegenteil zu unterlassen, was Menschen Schaden zufügt. In der Extremform ist dies eben ganz klar "töten". Wie war das doch schon wieder, die NAZIS waren doch auch schon damit beschäftigt, einen super Menschen, nämlich eine HERRENRASSE zu züchten. Damit drückten sie doch auch aus, wir werden das Schöpfungsrad anhalten, wir können das besser. A. Hitler (katholisch erzogen), er war mit Sicherheit an Nekrophilie erkrankt, d.h. seine "Liebe" galt doch nur dem Tode, auch wenn er immer etwas ganz anderes rausbrüllte in Extase versunken. Auf der Gürtel-Schnalle eines jeden Wehrmachts-Soldaten stand deshalb ja auch; "Gott mit uns", dies als Feigenblatt für genau das Konträre. Das Wort "Wehrmacht" beinhaltet doch "wehren", was ja noch legitim wäre,das sich wehren gegen einen Agressor, tatsächlich wurden sie alle blind in einen der grausamsten Angriffskrieg weltweit geschickt mit über 60 Millionen Toten, alleine in der früheren Sowjetunion 21 Millionen Zivilisten, Kinder, junge Frauen, greise Männer & Frauen. Das genau gleiche Phänomen kann man heute bei den Islamisten der IS beobachtet, das Wort GOTT missbrauchend, auch als Feigenblatt zur Legitimation, andere Menschen zu töten, abzuschlachten. Ja ja, die Wahrheit ist immer dort - nicht etwa nur hie und da - zu finden, wo sie am wenigsten vermutet wird.

Dieses Fort-planzungsmedizin​-Gesetz ist aus all den Gründen darum kategorisch abzulehnen.

https://www.vimen​tis.ch/dialog/readart​icle/selektion-von-em​bryonen-zeigt-optimie​rungswahn/




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