,

Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Ein JA zur Auf­he­bung der Wehr­pflicht fördert die Gleich­stel­lung - auch in der Armee!

Die allgemeine Wehrpflicht in der Schweiz basiert auf einem Modell, in dem die Wehrpflicht mit dem Bürgerrecht verknüpft war. Auch aufgrund dieser Verknüpfung war der Kampf um das Frauenstimmrecht eine verbissene Diskussion um Geschlechterrollen. 1971 wurde das Frauenstimmrecht eingeführt. Die allgemeine Wehrpflicht blieb den Männern bis heute erhalten. Am 22. September 2013 stimmen wir über die Aufhebung der Wehrpflicht ab. Ich engagiere mich dafür, weil ich die  Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen verwirklicht sehen will – auch in der Armee!

Bürgerrecht und Wehrpflicht sind getrennte Angelegenheiten

Der Bundesrat argumentiert in seiner Botschaft vom 14. September 2012 gegen die Initiative „Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht“, dass es „zum Selbstverständnis der Schweizer Gesellschaft gehört, dass sich Bürgerinnen und Bürger für das Gemeinwohl einsetzen und diese Aufgabe nicht an bezahlte Freiwillige delegieren. Darauf beruht das politische System in Bund, Kantonen, Gemeinden, ebenso wie in der Armee. Rechte sind untrennbar mit Pflichten verbunden, Wehrpflicht ist Bürgerpflicht.“

Die Wehrpflicht als Bürgerpflicht wurde mit der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 abgeschafft. Denn bis anhin waren die vollen Bürgerrechte mit dem Stimm- und Wahlrecht an den Wehrdienst gekoppelt, da sie nur Männern vorbehalten waren. Mit der Einführung des Frauenstimm- und wahlrechts wurde jedoch nicht automatisch auch die Wehrpflicht für Frauen eingeführt. Das war der grosse Schnitt, der die vollen Bürgerrechte und die Wehrpflicht voneinander trennte. Das ist nun 42 Jahre her und der Bundesrat argumentiert noch immer, als hätte diese Entkoppelung des wehrhaften Schweizer Mannes mit seinem Stimm- und Wahlrecht als Bürger nicht stattgefunden. Armee und Bundesrat sollten endlich von diesem patriarchalen Zug abspringen und auch in der Armeefrage eine zeitgemässe Argumentation pflegen.

 

Die allgemeine Wehrpflicht für Männer erschwert soziales und familiäres Engagement und zementiert Geschlechterrollen

F​amilienrealitäten haben sich in den letzten Jahren stark verändert - es gibt Ein-und Doppelverdiener-Famil​ien, Eineltern- und Patchworkfamilien und unterschiedliche intergenerationelle Betreuungsmodelle. Wesentlich ist, dass die Betreuung von Kindern oder älteren Angehörigen nicht mehr einfach Frauenangelegenheiten​ sind, sondern sich Männer vermehrt engagieren. Die vollständige Absenz eines Familienmitglieds, sei es während der militärischen Grundausbildung oder der Wiederholungskurse ist für den Betreuungsmarathon, den Familien bereits leisten ein zusätzlicher Hürdenlauf. Er zementiert zudem die Idee, dass jemand dauernd zu Hause präsent ist und den anderen den Rücken freihält, die sich eben ihren vaterländischen Aufgaben widmen. Das ist das vielbeschworene Milizsystem der Schweiz, das sowohl für die Armee, als auch für die Politik gilt. Diese Aufgabenteilung, die davon ausgeht, dass immer jemand verfügbar ist, um unbezahlte Betreuungsarbeit zu leisten, findet nur noch bei knapp einem Fünftel der Familien in der Schweiz statt, die ein traditionelles Familienmodell leben. Statistisch ist das eine Minderheit. Die Armee muss sich dem Zeitgeist anpassen und die veralteten Geschlechterrollen über Bord werfen.

Keine allgemeine Wehrpflicht für Frauen sondern ein freiwilliger Wehrdienst für beide Geschlechter

Die in Artikel 8 der Bundesverfassung festgeschriebene Gleichstellung der Geschlechter gilt auch für die Armee. Aus Sicht der SP Frauen wird sie nur erreicht, wenn der obligatorische Wehrdienst für Männer aufgehoben und durch eine Armee ersetzt wird, zu denen Frauen und Männer nach gleichen Massstäben Zugang haben. Könnte die Gleichstellung von Frau und Mann nicht auch durch die Ausdehnung der allgemeinen Wehrpflicht auf Frauen erreicht werden? Nein, denn dieser Vorschlag würde zu einer völlig überdimensionierten, der Bedrohungslage in keiner Weise angepassten und viel zu teuren Armee führen. Selbst der Militärexperte der ETH, Karl Haltiner, äussert sich bereits im Tages-Anzeiger vom 14. August 2008 für eine Freiwilligenarmee und gegen den Zwangsdienst. Dieser sei nur im Notfall gerechtfertigt, wenn die Schweiz in ihrer Existenz oder in ihren Grundwerten bedroht sei. Das ist nicht der Fall.

André Blattmann, Chef der Armee, liess sich in der NZZ vom 5. Juli 2013 zitieren, dass die Armee durch das Prinzip der Freiwilligkeit abgeschafft würde: «In der Schweiz haben im letzten Jahr 135 Frauen freiwillig Militärdienst geleistet. Wenn wir 135 Männer dazunehmen, die freiwillig einrücken, dann kriegen wir keine Armee zusammen». Diese Aussage ist richtig, sie zeigt jedoch auch klar: Die Armee muss sich verändern, wenn sie Freiwillige, egal welchen Geschlechts anziehen will. Sie braucht ein neues Konzept, sowohl in der Bedrohungseinschätzun​g als auch in ihrem Gesellschaftsbild.  Heute ist sie ein Hort der veralteten Männerbilder, sowohl in der Sprache, als auch in den Aufgaben und im geförderten Verhalten. Und sie impft jungen Männern Gesellschaftsbilder ein, die vor Stereotypsierungen triefen. Genderkompetenz ist und bleibt dabei ein Fremdwort. Die Initiative ist damit eine Chance einer längst fälligen Veränderung und Neuausrichtung.

In den Frieden investieren und Geschlechterstereotyp​en überwinden
Die SP Frauen lassen sich in ihrem Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt vom Pazifismus leiten. Sie ziehen es vor, mehr Geld in die Friedenssicherung als in Waffen und Kriegsvorbereitung zu investieren.
Wir brauchen nicht Tausende von Soldatinnen und Soldaten und einen Überbestand an teuren Waffensystemen, sondern eine Armee die dem Frieden dient! Investieren wir darum in eine kleine, effiziente für die Friedenssicherung und –förderung qualifizierte Armee, in der Frauen und Männer gleichgestellt sind. Militärdienstleistend​e Frauen und Männer müssen deshalb über exzellente psychologische und technische Fähigkeiten verfügen, gesellschaftlichen Prozesse verstehen und eine entsprechend sorgfältige Ausbildung durchlaufen. Selbstredend setzen diese hohe Anforderungen auch eine grosse intrinsische Motivation der Auszubildenden voraus, eine Motivation, die nur auf der Basis der Freiwilligkeit erreicht werden kann.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




33%
(45 Stimmen)
Peter Aebersold sagte August 2013

Wie ihr Name „Gruppe Schweiz ohne Armee“ schon sagt, verfolgt die GSoA weiterhin das Ziel, den wichtigsten Pfeiler unserer Sicherheit, die Armee, zu zerstören. Obwohl alle bisherigen GSoA-Salamitaktiken zur Abschaffung der Armee vom Volk durchschaut wurden und klar gescheitert sind, geht die Zwängerei der GSoA mit der Volksinitiative «Ja zur Aufhebung der Wehrpflicht» weiter. Da alle Freiwilligenarmeen Mühe mit der Rekrutierung haben und eine Berufsarmee in der Schweiz gemäss Verfassung verboten ist, könnte bei Annahme der Initiative die GSoA ihr Endlösungsziel, das Ende der Schweizer Armee, tatsächlich erreichen. Ein wuchtiges NEIN zur Aufhebung der Wehrpflicht bedeutet, dass das Volk wieder eine glaubwürdige Armee und einen Zivilschutz will, die in der Lage sind, unsere Sicherheit, Unabhängigkeit und unseren Wohlstand vor geopolitischen Machtkämpfen und Erpressungen schützen zu können und auch bei Naturkatastrophen sofort einsatzbereit wären.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

31%
(51 Stimmen)
lula babalu sagte August 2013

Sehr geehrte Frau Feri

Ihre 4/5, die sie als Betreuungspersonal schon in der RS so schmerzlich an der Kinderfront vermissen, sind im Fall genau die Männer, die Sie in fünf Jahren bei der Scheidung, mit einem läppischen Besuchsrecht abspeisen! Ohne mit der Wimper zu zucken!

Das Sorgerecht ist immer noch zu über 60% WEIBLICH und wir haben es nicht vergessen!
Also räumen wir doch in den eignen Reihen, erst mal den stereotypen Dreck weg! Statt nur grosskotzig von GLEICHSTELLUNG zu schwafeln und ein mal mehr Forderungen, an alle anderen, zu stellen!

Wenn es um die Sicherheit aller geht, finde ich es auch langsam def. nicht mehr komisch, daraus wieder euren eigenen Geschlechterkampf zu machen, denn dafür ist sie def. zu wichtig! Tut mir leid für das Kind des Rekruten der mit 20 schon Vaterpflichten hat. Aber es hat wenigstens noch einen!



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



34%
(61 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte August 2013

@ Y. Feri, ich kann Ihnen da keinesfalls zustimmen, in der RS kommen die "Mammi-Söhnchen" endlich von Emanzen-Muttern weg und lernen erstmals auf eigenen Beinen zu stehen.
Ich selber bin alles andere als ein "Militärfan", habe jedoch die RS zuerst knurrend absolviert, eben weil es ein Dienst an der unabhängigen Gemeinschaft Schweiz ist. Man kann sich & seine noch schlummernden Kräfte i.d. Rekrutenschule (RS) in vorbildlicher Weise dann kennen lernen, indem man eben zu Sachen gezwungen wird, was man freiwillig im Zivilleben niemals so machen würde, wie z.B. nach 2 Std. Schlaf aus diesem mittels Alarm gerissen zu werden, um dann 30-40 Km mit Vollpackung im Kampfanzug zu marschieren. Es werden Kräfte in einem freigesetzt, die man selber niemals für möglich gehalten hätte, das ist schön so etwas zu erleben, es hilft später auch im Zivilleben ungemein schnell weiter.
Mir persönlich hat dies jedenfalls geholfen, mich aus einer gut bezahlten Staatsstelle - mit lebenslanger Pensionsberechtigung - zu verabschieden & mich selbständig zu machen mit einem eigenen Betrieb mit Angestellten, mit dem ich schnell sehr erfolgreich wurde, eben auch Dank den wertvollen Erfahrungen in der RS, was im eigentlichen Sinne wenig mit "Militär" zu tun hat.
Ihr Frauen sollltet jetzt Eure Egomanie, ja Egoismus endlich mal überwinden & im Sinne der verfassungsmässigen Rechtsgleichbehandlun​g analog der jungen CH-Männer

zu einem gleich langen Gemeinschaftsdienst verpflichtet werden, z.B. zu einem Pflegedienst in Alters- & Pflegeheimen.

Es braucht gar kein grosses Fachwissen, ein wenig Empathie & Menschlichkeit haben bei diesen, i.d. Mehrzahl doch völlig vereinsamten Menschen, einen grossen Aufblühungs- ja Genesungseffekt. Neben der längst fälligen Gleichstellung würde zusätzlich ein in gesellschaftlicher Hinsicht nicht zu vernachlässigender weiterer Effekt insofern erreicht, als die jungen Frauen von ihren hochgestochenden "Model-Träumen" in die Realität zurückgeholt, so früh mit "Alter" & der "Vergänglichkeit des Menschen" konfrontiert würden, was einer erforderlichen Genügsamkeit & Bescheidenheit auch nur sehr förderlich sein kann.
Schlussendlich​ bin ich auch davon überzeugt, dass damit die "Lebensansprüche" der jungen "Damen" an ihre späteren Lebensparter auch dadurch doch mit Sicherheit etwas bescheidener ausfallen würden, was die Trennungs- & Scheidungsziffer wieder signifikant unter die 50 % Marke bringen könnte.

Y. Feri, ist es nicht etwas egoistisch, unter all diesen genannten Aspekten, wenn Sie eine "Gleichstellung" vorschlagen,
indem die "Militärpflicht" der jungen Männer abgeschafft werden soll;

a) anstatt auch die jungen Frauen zu einem für unsere Gesellschaft gewinnbringenden, sinnvollen Gemeinschaftsdienst zu verpflichten ?

b) sind Sie denn auch dafür, dass wir unsere "alten Menschen" einfach aus Kostengründen in Zukunft nach Asien
abschieben ?


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

22%
(45 Stimmen)
Jörg Matter sagte August 2013

Meine Wünsch ist ja nach Vorbild damals neue Armeereform XXI zur Reduzierung
500'000​ Armeebestand auf 200'000 Soldaten abgebaut. Aus den Konsquenzen sind viel Schweizer Rekruten ins Ausland flüchten und seit Gegründung in der EU sichere , längere Friedenszeiten beleben.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



45%
(85 Stimmen)
Heikki Alikoski sagte August 2013

Frau Feri, Ihr Blog ist reines Wunschdenken und hat mit Realität nichts am Hut. Es wird nie möglich sein eine Gleichstellung der Geschlechter zu erzwingen. Sinnvoll wäre es aber die Individuellen Möglichkeiten jedes einzelnen wahrzunehmen ob Mann oder Frau und dies ohne immer die alte Leier von Geschlechtsrollen hervorzuheben.

Fak​t ist. Mann ist nicht Frau und Frau nicht gleich Mann. Weshalb versucht man Krampfhaft Frauen in die Fuss-stapfen von Männer zu stellen. Das gibt immer nur eine billige Kopie. Eine Frau kann Physisch den Mann nicht ersetzen wie der Mann eine Mutter nicht ersetzen kann. Das ist das Gesetz der Natur und diese sollte man nicht durch Gesetz des Menschen ersetzen!

"Famili​enrealitäten haben sich in den letzten Jahren stark verändert - es gibt Ein-und Doppelverdiener-Famil​ieien, Eineltern- und Patchworkfamilien und unterschiedliche intergenerationelle Betreuungsmodelle."


Frau Feri, leider zu gerade tragisch diese Familienrealitäten, eine Wahnsinns hohe Scheidungsrate, massenhaft leidende Kinder, über alternde Mütter und Väter, Egoismus pur! So sehe ich die neue Welt, und nur weil es dem Sozialen Staat durch die Doppelverdiner mehr geld in die Tasche Spühlt um Schmarotzer wie in Ämter wie als Nutzer zu finanzieren!!!

"U​nd sie impft jungen Männern Gesellschaftsbilder ein, die vor Stereotypsierungen triefen."

Frau Feri, wenn ich daran denke, wie Tag Täglich durch Film und linke Medien den jungen Mensch eine Naturwiedersprechende​ Impfung verabreicht wird, so wirds mir übel!

Fakt ist, ihr Frauenbild und Karriere hält nur solange bis der Herbst bei der Frau den Kinderwunsch erweckte und die jagt nach dem Finanzier und Samenspender bewirkt.

"Die SP Frauen lassen sich in ihrem Einsatz für eine gerechtere und friedlichere Welt vom Pazifismus leiten."

Es ist uns glaublich allen klar, wie friedlich Frauen sind! Beispiel Scheidung, der Brutale Vernichtungsdrang gegen das eigene Geschlecht, die Permanente Persönliche Diffamieren von andersdenkenden. Diese Aggressive verhalten ist weit aus gefährlicher der zum Höhepunkt, den Pazifistischen Gedanken absaufen lässt wie ein Gummiboot das von einem Torpeto getroffen wurde!

Die Welt kann nur so überleben wie sie die Natur geschaffen hat. Spätestens nach dem nächsten Krieg sind dann die Rollen Naturgemäß wieder Verteilt.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

27%
(67 Stimmen)
Robert Mannes sagte August 2013

Ach darum gehts beim """Argument"""​" der Linken.

http://baz​online.ch/schweiz/sta​ndard/Mit-heissem-Kae​se-gegen-den-Bundesra​t/story/19862748

W​eil jemand einen sehr unglücklichen zynischen Satz äusserte wegen erschiessen. Wofür er sich schon entschuldigt hat.

Jemand wollte alle AKW-Freunde wortwörtlich verbrennen, ermorden lassen. Heisst dies jetzt, wegen dem soll man pro Atom sein.

Oder was genau soll uns dieser Link mitteilen und in dieser Debatte beeinflussen?

Kein​e Ablenkungsmanöver, sondern klare Antworten. Bitte. Los


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

28%
(64 Stimmen)
Hans Knall sagte August 2013

Wenn sich Leute wie H. Suter von der Gruppe Giardino zu solchen WoZ-Aussagen mit dem Zweihänder verleiten lassen, so zeigt das doch nur, wie hoch sich der Verzweiflungskoeffizi​ent über den Zustand der Schweizer Armee inzwischen hochgeschaukelt hat.

Die Verantwortung liegt klar beim Bundesrat und der zudienenden Classe Politique, die autistisch ihre Vorstellungen von der EU- und NATO- und WTO- und OSZE- und sonstwie entschweizerten Schweiz erzwängen wollen.

Da ist eine entsprechende Verschärfung des Gegendrucks durch das Volk und durch Politiker welche die Schweiz noch verteidigen, nicht erstaunlich und schlussendlich auch notwendig.

Der notwendige Gegendruck könnte wohl noch erheblich zunehmen, wenn die Macht an sich reissenden Staatlichkeiten nicht nächstens im Volkssinn auf die Problematik eingehen sollten!



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



72%
(67 Stimmen)
Inge Votava sagte August 2013

@ Herren Selk und Mannes: Von wegen WOZ, in der heutigen baz (www.bazonline.ch) wird auch davon berichtet. Und die baz ist mit Blocherintimus Herrn Somm als Chefredakteur und Herrn Blocher als Miteigentümer sicher keine linksaussen Zeitung.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



73%
(74 Stimmen)
Stefan Pfister sagte August 2013

Da will doch tatsächlich einer aus dem pro-Wehrpflicht Komitee die Bundesräte erschießen - mit Ausnahme von Maurer.

http://www​.woz.ch/-4328


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



67%
(82 Stimmen)
Stefan Kirchgraber sagte August 2013

Wie masochistisch ist die Schweiz? Derart, dass sie sich für den eigenen Masochismus bestraft, indem sie weiterhin die Beibehaltung der sexistischen Militärpflicht fordert.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



35%
(83 Stimmen)
Marc Oliver Bürgi sagte August 2013

In den Zeiten mit Pazifismus zu argumentieren, wo auf der ganzen Welt noch nie so viele Krisenherde, gar Kriege stattfinden, ist sehr blauäugig und ich möchte sogar sagen, realitätsfern.

Es wäre ehrlicher, wenn Frau Feri zum Parteiprogramm und der Abschaffung der Armee seitens der SP Schweiz stehe würde. Dann wäre es ehrlicher.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

25%
(65 Stimmen)
Robert Mannes sagte August 2013


Ach Rechten und Pflichten sind also nicht mehr so seit 1971..muss man gemäss Pfister keine Steuern mehr zahlen weil andere nicht zahlen. Muss man nicht mehr als Autofahrer für öffentlichen Verkehr mitzahlen..muss man sich nicht mehr an Gesetz und Ordnung halten.

Ich staune..Gut zu wissen :)


ich staune. Es gibt immernoch jemand der nicht Gegenargumente lesen oder gar verstehen mag. Der nicht sieht wie es Diskriminierend ist, wenn der Autofahrer für den öffentlichen Verkehr mitzahlen muss, aber nicht umgekehrt. Wie es Diskriminierend ist wie einige hart Arbeiten müssen für Zwangssteuer für Leute welche zu faul zum arbeiten sind.

Und sehen einfach nicht ein wie in einem Land leben auch Pflichten bedeuten. Wie Zwangssteuer zahlen, Wehrdienst leisten, sich an Recht und Ordnung halten. Erstaunlich oder nicht, wie sich einige Linke an nichts halten.

Aber es gibt auch Rechte, wie etwa Verfassungsklage einreichen, wenn man es böse findet wie Männer (sie selber dann nicht, da untauglich..ai ai ai) Wehrdienst leisten und Frauen nicht. Lieber Verfassungsklage einreichen, als hier Stundenlang mit dem gleichen kommen, weil die sachlichen Argumente fehlen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



71%
(73 Stimmen)
Stefan Pfister sagte August 2013

Frau Frei,

sie sagen es vollkommen richtig. Es ist erstaunlich, wie Wehrpflichtverteidige​r immer noch damit argumentieren, dass es neben den Rechten auch Pflichten geben muss, obwohl das seit 1971 nicht mehr so ist.

"Die Wehrpflicht als Bürgerpflicht wurde mit der Einführung des Frauenstimmrechts 1971 abgeschafft. Denn bis anhin waren die vollen Bürgerrechte mit dem Stimm- und Wahlrecht an den Wehrdienst gekoppelt, da sie nur Männern vorbehalten waren. Mit der Einführung des Frauenstimm- und wahlrechts wurde jedoch nicht automatisch auch die Wehrpflicht für Frauen eingeführt. Das war der grosse Schnitt, der die vollen Bürgerrechte und die Wehrpflicht voneinander trennte. "


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



78%
(65 Stimmen)
Stefan Pfister sagte August 2013

Hier sind ja erstaunlich viele männliche Kommentatoren, welche die diskriminierende Zwangsarbeit namens Wehrpflicht supertoll finden!

Aber es gab seinerzeit ja auch Frauen, die gegen das Frauenstimmrecht waren (so wie Herr Nabulon heute noch). Die sahen damals auch nicht, dass sie diskriminiert wurden. Oder es störte sie nicht.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



21%
(53 Stimmen)
Inge Votava sagte August 2013

Ich denke, eine allgemeine Dienstpflicht sollte es für Männer und Frauen geben. Aber beide Geschlechter sollten völlig unbürokratisch entscheiden dürfen, ob sie lieber töten lernen oder Zivildienst leisten wollen. Man sollte sich auch überlegen, ob man nicht Ausländer zu einer Art Zivildienst verpflichten könnte.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 2 | 1 2