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Ja zur Sicherheit am Gotthard

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Die 2. Röhre ist die ein­zig rich­tige Lö­sung zur Si­cher­heit am Gott­hard. Der Bau des Stras­sen­tun­nels war ein Jahr­hun­dert­werk. Die 2. Röhre wird auch ein Jahr­hun­dert­werk sein. Denn künf­tig wer­den wir eine si­che­re, ganz­jäh­rig nutz­bare Aus­weich­mög­lich­ke​it ha­ben, sollte eine Röhre aus ir­gend­wel­chen Grün­den nicht be­nutz­bar sein. Sie ge­fähr­det die Rea­li­sie­rung des By­pas­ses Lu­zern nicht, denn die Fi­nan­zie­rung des By­pas­ses wurde be­reits de­fi­ni­tiv in das Stras­sen­bau-­Pro­gr​amm des Bun­des auf­ge­nom­men. Die Be­fah­rung von total zwei Spu­ren wird ge­setz­lich ge­re­gelt und daran gibt es nichts zu rüt­teln. Darum stimme ich Ja zum Bun­des­ge­setz über den Tran­sit­ver­kehr im Al­pen­ge­biet am 28. Fe­bruar 2016.


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25%
(4 Stimmen)
Thomas Müller sagte February 2016

Guten Tag Herr Schweizer
Wohl werde ich Sie nicht von Ihrem Irrglauben abbringen können, dass eine 2. Gotthard-Autoröhre im Ganzen einen volkswirtschaftlichen​ Nutzen bringt. Dennoch möchte ich aber auf die Unvollständigkeit ihrer Überlegungen und Berechnungen hinweisen und dabei die volkswirtschaftlichen​ Fragen des Umweltschutzes kurz ansprechen.
Zwar mögen ihre Angaben zu den aktuellen Strassenverkehrsabgab​en für LKW’s in etwa stimmen, dabei sind aber bekannterweise die internalisierten Umweltkosten (externe Kosten z. B. aus Umweltbelastungen, Krankheiten, Unfällen) eben nicht miteinbezogen. Es ist kein „Menschenrecht“ die Strassenfahrzeuge möglichst kostengünstig durch den Alpenraum fahren zu lassen. Dieses umweltbelastende/-zer​störende Verhalten hat sich glücklicherweise in der westeuropäischen (Chemie-)Industrie in den letzten 20 Jahren zum Guten geändert – nur die Transportlobby ist da noch nicht so weit. Es ist absolut nicht legitim für die nächste Generation jetzt schon einen zusätzlichen Strassentunnel durch den Gotthard zu bauen und damit dem EU-Verkehrsdiktat in vorauseilendem Gehorsam Folge zu leisten. Unsere Generation hätte da wohl zuerst noch eine viel wichtigere (Bau-)Aufgabe zu erledigen … siehe Tiefenlager/Endlager!​ Oder wollen wir weiter nach dem Motto leben: „Nach uns die Sintflut“.
Würden sich unsere obersten Politiker endlich um den Volkswillen kümmern und in einer alpenübergreifenden Zusammenarbeit (D, A, F, I) – z. B. Alpentransitbörse – das Verlagerungsziel effizient umsetzen, könnten die gemäss Gesetz erlaubten max. 650‘000 alpenquerenden Strassengüterfahrten (LKW’s) endlich eingehalten werden. Dies wird übrigens auch vom Bundesamt für Raumentwicklung bestätigt.



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43%
(7 Stimmen)
Thomas Müller sagte February 2016

Selten habe ich in den letzten Jahrzehnten in einem Abstimmungskampf so fadenscheinige Argumente der Befürworter gehört und gelesen.
Repräsentat​ive Umfragen in der Schweizerbevölkerung haben ergeben, dass im Durchschnitt der bestehende Gotthard-Strassentunn​el pro Autofahrer und Jahr nur 1 - 2 Mal durchfahren wird - dies vor allem aus Freizeitgründen. Deshalb stauen sich ja auch bekannterweise die Autos vor dem Gotthard hauptsächlich nur während einigen Hauptferien- und Feiertagen. Dieser Fakt soll nun dazu führen, dass wir Milliarden an Steuergeldern für eine 2. Gotthard-Autoröhre verschwenden. Weshalb wurde dann der ca. 12 Milliarden Franken teure Gotthard-Basistunnel gebaut? Die Verkehrsminister der umliegenden Alpenländer haben uns bereits vorgerechnet um wie viele Prozent der Lastenwagenstrassenve​rkehr in ihren Ländern endlich abnehmen würde, wenn die 4-spurige Gotthard-Autoröhre gebaut ist. Dies führt dann aber unweigerlich zu einer massiven Erhöhung des Lastenwagenstrassenve​rkehrs durch die Schweiz auf der Nord-Süd-Achse.
Als einzig nachvollziehbares Argument der Befürworter bleibt nur die Sicherheit.
Leider wird aber auch da nur die halbe Wahrheit erzählt, denn die vom Mehrverkehr verursachten Luftverunreinigungen führen zusätzlich zu Todesfällen (und Schwerkranken) entlang den Hauptverkehrsachsen – dies wird einfach ausgeblendet! Massive Probleme bereiten heute und bei steigendem Verkehrsaufkommen weiterhin Luftverunreinigungen durch Stickstoffdioxid (NO2), Feinstaub PM10 und Ozon (O3).
Dazu kommen die jährlichen Gesundheitskosten und Gebäudeschäden von hunderten Millionen Franken durch den Strassenverkehr.
Mei​ne Bitte an unsere Verkehrspolitiker in Bern:
Erkundigen Sie sich mal bei Fachspezialisten wie man seriöse Umweltbilanzen und Vollkostenrechnungen erstellt. Mit diesen Ergebnissen könnte dann die Allgemeinbevölkerung über die wirklichen Vor- und Nachteile einer 2. Gotthard-Strassenöhre​ informiert werden



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20%
(5 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2016

Herr Vitali, ich bitte Sie! Im Gesetz, ja sogar in der Verfassung ist geregelt, wie viele LKWs pro Jahr die Alpen in der Schweiz queren dürften. An Gesetzen wird nicht gerüttelt, sagen Sie. Was haben Sie denn getan, damit zumindest bestehende Gesetze zur Verfassung eingehalten werden? Haben Sie dafür gekämpft? Sich dafür eingesetzt? Nein, als Politiker haben Sie die Schultern gezuckt und festgestellt, dass das halt nicht machbar sei. Das war alles! Und solchen Politikern soll man glauben, was sie von gesetzlichen Regelungen schwätzen und von Unverrückbarkeit? Lächerlich! Einfach lächerlich!


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57%
(7 Stimmen)
Thomas Bachmann sagte January 2016

Wir diskutieren in diversen Blogs über den Sinn eines Ausbaus des Strassennetzes.
Der grösste Stein des Anstosses bildet die notwendige Sanierung des Gotthardtunnels. Hier werden die Kosten für die Sanierung und der vermutete, erhöhte FZG / LKW Verkehr als Hauptgründe aufgeführt. Ein Ausbau des Strassentunnels auf eine 2. Röhre ist meiner Ansicht nach aus den bereits genannten Gründen unumgänglich.
https://www.vimenti​s.ch/d/dialog/readart​icle/zweite-gotthardr​oehre-ein-massiver-si​cherheitsgewinn/
Auc​h bezüglich der Kosten und des vielbefürchteten Mehrverkehrs würde es einige Möglichkeiten geben, um diesen Punkten entgegen zu wirken. Es ist einfach erstaunlich, wie sich die Automobil-Gegner gegen jedes Projekt, welches den Strassenverkehr betrifft vehement dagegenstellen. Wie und wo diese Leute Ihren Urlaub verbringen ist jedoch eine andere Frage. Die Erfahrung zeigt, dass auch bei diesen Personen nicht nur die Destination Balkonia im Reiseprospekt steht.
Nun dies ist ein anderes Thema.

Ich möchte Ihnen in diesem Beitrag aufzeichnen, welche Gelder der Bund (inkl. Strassenverkehrs-abga​be) für die Bauprojekte der SBB aus dem Fenster kippt. Dieser Beitrag soll nur aufzeigen, welchen Beitrag der verhasste Automobilist auch an die alternativen Fortbewegungsmittel beisteuert. Die nachfolgend aufgeführten Bauprojekte wurden teilweise in einzelnen Abstimmungen dem Volk zur Gutheissung vorgelegt. Inkl. der Entwicklungshilfe an Deutschland, Frankreich und Italien (HGV Anschluss). Wohlverstanden mit unseren Steuergeldern und Strassenverkehrsabgab​en.

BAHN 2000
Bahn 2000 ist ein weitgehend abgeschlossenes Eisenbahnprojekt mit dem Hauptziel, schnellere und direktere Zugverbindungen in der ganzen Schweiz anzubieten. Grundidee des Projekts war es, zuerst einen vorteilhaften Fahrplan zu bestimmen und dann erst die dazu nötigen Infrastrukturausbaute​n anzugehen. Die Bahn 2000 wurde ab 1987 für 5.9 Milliarden CHF realisiert und ermöglichte im Jahr 2004 Knoten des Taktfahrplans zur vollen/halben Stunde in Zürich, Basel, Bern und Olten sowie Knoten um 15' und 45' nach der vollen Stunde in Biel/Bienne und Lausanne.

NEAT
Di​e Neue Eisenbahn-Alpentransv​ersale (NEAT) ist ein Grossprojekt der Schweiz, das eine Verbesserung des Eisenbahn-Transitverk​ehrs in Nord-Süd-Richtung anstrebt, hauptsächlich um eine Verlagerung des Schwerverkehrs von der Strasse auf die Schiene zu erreichen. Zusätzlich werden auch die Personenverkehrsverbi​ndungen verbessert. Das Projekt kostet 18,7 Milliarden Schweizer Franken und besteht aus zwei Hauptästen.

HGV Anschluss
2005 wurde ein Massnahmenpaket verabschiedet, um die Schweiz besser an das europäische Hochgeschwindigkeitsv​erkehrs-Netz anzuschliessen. Es beinhaltet die Mitfinanzierung einiger Projekte in Frankreich und Deutschland. Gleichzeitig werden die Investitionen genutzt, um das Knotensystem innerhalb der Schweiz zu verbessern. Das 1,3 Mrd. CHF teure Projekt soll 2015 abgeschlossen sein.

ZEB (Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur)
D​as schweizerische Parlament beschloss im Dezember 2008 das Projekt ZEB. ZEB setzt viele Massnahmen um, die bei Bahn 2000 aus finanziellen Gründen zurückgestellt werden mussten. Die Kosten sind verhältnismässig tief (5.2 Mrd Schweizer Franken), weil die teuren und kontroversen Teilprojekte in eine zweite Etappe namens FABI/STEP ausgelagert wurden. Die Umsetzung von ZEB soll 2014 beginnen, der Zeitpunkt der Fertigstellung ist vor dem Jahr 2030.

https://de.w​ikipedia.org/wiki/Sch​weizer_Eisenbahnproje​kte#ZEB


Bauproje​kte (Bahnhofumgestalltung​en und Immobilien)

Olten Areal Bahnhof Nord
Luzern Village Rösslimatt (50'000 m²)
Basel Meret Oppenheim Hochhaus
Bellinzona Bahnhofareal (5‘000 m²)
Zürich Bahnhof Schlieren (10 000 m²)
Zürich Altstetten, Letzibach (14 700 m²)
Zürich Altstetten – Westlink (23 000 m²)
Zürich Bahnhof Löwenstrasse
Zürich Europaallee
Zürich Neufrankengasse (2‘000 m²)
Zürich Oerlikon – Andreasturm
Zürich Oerlikon – Franklinturm
Zürich Tiefenbrunnen (6‘500 m²)
Zürich Zollstrasse

http:/​/www.sbb.ch/sbb-konze​rn/immobilien/aktuell​e-projekte.html
http​://www.sbb.ch/sbb-kon​zern/ueber-die-sbb/pr​ojekte/ausbau-schiene​nnetz.html

NEUESTE​S PROJEKT DER SBB:
Der Bund prüft einen 28km-Bahntunnel zwischen Zürich-Altstetten und Rupperswil. Experten sind sich uneinig, ob ein solcher Tunnel sinnvoll wäre. Die Schweiz bekommt möglicherweise bald einen Megatunnel zwischen Zürich-Altstetten und dem Rupperswil AG. Stand bis anhin im Hinblick auf den sogenannten Ausbauschritt 2030 der Bau der beiden Tunnel Chestenberg und Honeret im Vordergrund, prüft der Bund nun auch eine Variante mit einem einzigen Tunnel.

http://www​.20min.ch/schweiz/new​s/story/Bahn-Experten​-streiten-ueber-neuen​-Mega-Tunnel-18499881​

Dieser Beitrag soll nochmals einen Denkanstoss geben und auch nochmals aufzeigen, welche Gelder durch die Strassenverkehrsabgab​en in die Monsterprojekte der SBB fliessen. Bedenken Sie auch, dass die Versorgung in der Schweiz nur mit dem Strassenverkehr sichergestellt sein kann.



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29%
(7 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2016

Bei solchen Bildern hüpft wohl Herrn Vitalis Herz vor Freude. So viele schöne Spuren, so viel Sicherheit, so viel Geld zu verdienen. Liebe Schweiz, bau die 2. Röhre, damit die EU endlich auf dem kürzesten Weg mit donnernden Motoren durch unser Land fräsen kann und immer mehr LKWs angelockt werden! Oder lieber doch nicht? Denkt mal nach, gibt es am Ende wirklich MEHR Sicherheit bei so viel Mehrverkehr auf der ganzen Nord-Süd-Achse? Eher nicht, sagen die Fachleute!
http://me​dia0.faz.net/ppmedia/​aktuell/rhein-main/16​42677666/1.3061548/ar​ticle_multimedia_over​view/sommerferienbegi​nn-wie-hier.jpg




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29%
(7 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2016

http://www.bernerzeit​ung.ch/schweiz/standa​rd/ueberlistet-die-po​litik-am-gotthard-das​-volk/story/27655097


Doppelspuren verhindern auch nicht jeden Unfall, Mehrverkehr aber wird die Unfallzahlen auf der ganzen Route von Basel bis Chiasso erhöhen, das ist sicher und ganz klar. Was, Herr Vitali, was schlagen Sie dagegen vor?
http://www.poli​zei-schweiz.ch/ger_ca​t_319/Verkehrsunfaell​e_mit_Lkw_Bus_u_Liefe​rwagen.html
http://w​ww.polizei-schweiz.ch​/ger_details_60564/Ha​erkingen_SO_-_Sattels​chlepper_kracht_in_di​e_Mittelleitplanke_un​d_verursacht_Crash_au​f_Gegenfahrbahn.html

http://www.blick.ch/​news/schweiz/mittella​nd/schwerer-lkw-unfal​l-auf-der-a3-der-chau​ffeur-ist-tot-id34684​98.html



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44%
(9 Stimmen)
J. Wolf sagte January 2016

Ein Sicherheitsgewinn?
F​ür wen?

Die Strecke Göschenen - Airolo für sich betrachtet wird durch zwei richtungsgetrennte Röhren definitiv sicherer.

Aber wie sieht es abseits dieses Abschnitts aus?

Im Moment ist der Gotthard ja "gefährlich". Uiuiuiii....
Unter anderem "zu gefährlich" für Gefahrentransporte - weshalb Gift- und Gefahrentransporte einen Umweg um die Schweiz machen müssen. Sie nehmen andere Routen wie z.B. den Brenner.

Aber ab ca. 2027 ist die Gotthard-Achse ja sicher. Super-Sicher. Denn dann haben wir zwei Röhren durch den Berg. Richtungsgetrennt! Dann entfällt das Argument, dass es zu gefährlich sei, Schwer- und Gifttransporte durch die Schweiz zu verbieten. Sie dürfen EINMAL raten, welche Route solche Transporte dann auf dem Weg von Hamburg nach Rom nehmen würden.

Und dann dürfen alle Schweizer ganz froh darüber sein, dass wir mit ganz, ganz viel Geld den sichersten Strassentunnel der Welt haben. Wir haben zwar nichts in die Sicherheit in den Agglomerationen, in den Dörfern und den Bahnübergängen getan - aber wir haben stinkende, rollende Bomben die mitten durch Basel, Luzern, Bellinzona und Lugano fahren dürfen.

Ein super Gewinn an Sicherheit, diese zweite Röhre....

Für die ganze Schweiz.

Toll!



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30%
(10 Stimmen)
Thomas Bachmann sagte January 2016

Die 2. Gotthardröhre ist unumgänglich und schon längst überfällig.

Hierzu​ müssen sich die Gegner auch einmal Gedanken zu folgenden Punkten machen:
Die Schweiz hat in den betroffenen Kantonen folgende Eckdaten

Kanton Tessin Bevölkerung von 347'000 Einwohner bei rund 2780km2
Kanton Uri Bevölkerung von 36'000 Einwohner bei rund 1000km2

Wollen wir nun diese 347'000 Einwohner im Kanton Tessin von der restlichen Schweiz für mindestens 900 Tage von der restlichen Schweiz abschneiden? Wollen die Gegner dem Tessin so nahelegen, dass der Rest der Schweiz auf den Tessin verzichten kann und sich dieser Kanton besser Italien anschliesst? Sind sich die Gegner auch bewusst, dass es für den grössten Investor im Kanton Uri absolut unzumutbar sein könnte, wenn das neue Andermatt während 900 Tagen einer Autobahnraststätte gleicht. Übernehmen die Gegner der Vorlage auch die Lohnzahlungen der Angestellten, wenn dieser Investor das Projekt Andermatt einstellt? Inkl. der zu erwartenden Gewinnausfälle dieser Region für die komplette Bauphase und den Wideraufbau des Kurortes?

Diese Fragen kommen nicht von ungefähr.
Man sollte sich auch die Frage gefallen lassen, welche Folgen dies für die komplette Region hat. Der Gotthardpass ist von November – April/Mai gesperrt. => abgeschnittenes Tessin. Wie die Versorgung der Einwohner des Tessins während dieser 900 Tage sichergestellt sein wird, stellt sich in keiner Diskussion. Ob diese während mindestens 900 Tagen über den Schienenverkehr abgewickelt werden kann, sei mal dahingestellt. Die LKW’s lassen sich auf alle Fälle nicht über den Pass umleiten.

Dann haben wir den Sommer. Wie soll der Verkehr im Sommer auf der Gotthardstrecke abgewickelt werden? Sollen die Holländer mit Ihren Campinganhängern über die Passstrasse rollen? Wir haben heute schon auf der Autobahn Staus welche bis 15 Km betragen. Wie wollen Sie dies noch händeln?

Ob nun diese zwei Röhren in der Zukunft wie geplant nur einspurig befahren werden oder zweispurig sollte wirklich kein Thema sein. Gegen das Verkehrsaufkommen gibt es andere Mittel, die eingesetzt werden können um die Europäer um die Schweiz herum zu führen. Was jedoch wiederum zu massiven Wehklagen der Gastronomie führen wird.

Gegen das befürchtete, gesteigerte Verkehrsaufkommen könnte eine erhöhte Verkehrsabgabe für ausländische Fahrzeuge erhoben werden. Vorbild Italien, Österreich und Deutschland
Anbei ein kleiner Denkanstoss:

Autob​ahnvignette Schweiz 26.50 € all Inklusive für 12 Monate
Autobahnvigne​tte Österreich 7.60 € 10 Tage gültig (ohne Passstrassen & Tunnel)
Autobahnvign​ette Deutschland variabel,​ je nach Umweltbelastung
Auto​bahnvignette Italien variabel, je nach Umweltbelastung und Gebiet (Besitzer)
Mont Blanc Tunnel 31.90 € 1 Durchfahrt
Grossgloc​kner 28.00 € 1 Durchfahrt

http://​www.focus.de/auto/rat​geber/unterwegs/tid-6​919/alpentransit_aid_​67559.html
http://ww​w.reise-nach-italien.​de/autobahngebuehren.​html
http://www.reis​e-nach-italien.de/aut​obahngebuehren.html
http://www.frankreich​-info.de/service/reis​einformationen/maut

Das gleiche Modell lässt sich auch in der Schweiz anwenden und entspricht vorgelebtem EU Recht. Wenn unsere Politiker sich mal für Einnahmen ausserhalb der Schweiz interessieren würden, hätte unsere Verkehrsministerin längst auch solche Abgaben für die ausländischen Fahrzeuge eingeführt. Was die Budgetdebatten für Strassen- und Schienenunterhalt der Schweiz, erheblich verkürzen würde, da das Geld vorhanden ist und nicht nur den Schweizer Fahrzeugführern aus den Rippen geschnitten wird. Bis heute muss der Schweizer Bürger mit seinen Abgaben die kompletten Auslagen aus diesem Bereich finanzieren. Die ausländischen Fahrzeuge lässt man vergleichsweise Gratis unsere Infrastrukturen benützen. Es ist wohl klar, dass sehr viele LKW’s durch die Schweiz fahren, wenn diese in der Schweiz vergleichsweise gratis unterwegs sind.

Hier ist unbedingt eine Anpassung nach internationalem Vorbild nötig. In Deutschland erhalten die Bürger sei Einführung dieser Abgaben eine Reduktion bei der Strassenverkehrssteue​r. Sprich die eingeführte Belastung gilt nur für ausländische Fahrzeuge. In Österreich verhält es sich gleich.

Ferner kann man ausländische LKW’s weiterhin im Tropfensystem durch die Schweiz lassen. Warteraum ausserhalb der Schweiz. Oder die LKW’s verladen auf die Bahn, was jedoch für die SBB ein Problem bringen könnte.

WAS BRINGT EINE 2. RÖHRE
Dies wird die GPS und SP freuen, weniger Abgasbelastung. Da weniger Stau. Klimaziel werden vielleicht erreicht, ohne dass die Swiss ein 2. Mal Groundet und sämtliche E-Bike eingestampft und die Heizungen im Winter abgedreht werden.

Weniger Verkehrstote da ein doppelseitig befahrbarer Autobahntunnel immer mit einem massiv erhöhten Risiko verbunden ist. (Sekundenschlaf, Unsicherheit, usw.)

Selbsttragen​des Strassenverkehrsnetz,​ da durch erhöhte Einnahmen bei den ausländischen Fahrzeugen endlich unser Strassennetz mitfinanziert würde. Hätte eventuell zur Folge, dass die Strafsteuern auf Treibstoff, Oel, Lebensmittel, MWST, usw. gesenkt werden könnten, was Eigentlich der SP zu gut kommen würde, da man endlich wieder einmal etwas für den eigenen Bürger machen könnte und nicht nur mit der geschwelten Brust im Ausland auftritt, wenn die Schweiz wieder soziale Projekte mit unseren Steuergeldern unterstützt.

Schlu​ssendlich kann davon ausgegangen werden, dass mit einer 2. Gotthardröhre und erhöhten Einnahmen nach EU Vorgabe eine Win / Win Situation entstehen könnte.


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56%
(9 Stimmen)
rodolphe weibel sagte January 2016

Herr Vitali, Sie schreiben: Die 2. Röhre ist die einzig richtige Lösung zur Sicherheit am Gotthard. Das stimmt. Aber ich empfehle doch, die Vorlage des Bundesrates abzulehenen.

Die 2. Röhre existiert schon: der historische Bahntunnel. Der Basistunnel wird ihn trocken legen, er entspricht den heutigen Sicherheitsnormen nicht. Ich schlage vor, ihn in einer 2. Autobahröhre umzuwandeln: ihn außer Betrieb setzen, sein Profil erweitern, ihn mit einem Sicherheitsstollen versehen und einer modernen Lüftung ausstatten, ihn in einen Straßentunnel umbauen: das Ganze für 800 Millionen. Anschliessend den heutigen Straßentunnel sanieren: 600 Millionen. Gesamtkosten 1,4 Milliarden, um zwei vollständige Autobahnröhren zu erhalten.

In Airolo wurden die Plattformen der Autobahn und der Eisenbahn im Abstand von 200 Metern ausgeführt. Eine bescheidene Ausstattung ist folglich ausreichend, um den Verkehr der Fahrzeuge von dem heutigen Straßentunnel auf den umgebauten Eisenbahntunnel umzuleiten. In Göschenen kreuzen sich mit 20 m Höhenunterschied die beiden Tunnel etwa einigen hundert Metern weit von den Portalen, so dass die Umleitung von einem zum anderen einfach ist.

Der Arbeitsaufwand ist in keiner Weise mit dem Bau eines neuen Tunnels vergleichbar. Ab der Inbetriebnahme des Basistunnels ist der Scheiteltunnel über seine gesamte Länge für Maschinen zugänglich, die für seinen Umbau erforderlich sind; die Aushubarbeiten sind gering (660’000 m3, 2'200'000 für eine neue Röhre) die Umwelteinflüsse ebenfalls, die Unternehmung ist nicht mit technischen Schwierigkeiten verbunden und wird kaum auf geologische Hindernisse stoßen, die Kosten sind beherrschbar, die Ausführungsfristen kurz (zwei bis drei Jahren), da die Ausführung nicht vom Fortschritt von nur zwei Angriffspunkten abhängt (8.5 bis 15 Jahren, laut ASTRA), also ohne teure Überbrückungsmassnahm​en (200 Mio).

Die Lösung des Bundesrates braucht viel mehr Zeit als die anderen. Wenn sie abgelehnt wird, wird noch Zeit bleiben, um eine gescheite Lösung zu finden. Sie kostet 2,8 Milliarden. Die Meine erbringt dieselben Vorteile, allerdings für die Hälfte der Kosten, nur 1,4 Milliarden. Die Lösung des Bundesrates kann und muss abgelehnt werden.

https://si​tes.google.com/site/g​othardscheiteltunnel/​memoire


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36%
(11 Stimmen)
Markus Roman Habermacher sagte January 2016

Es gibt genügend Ausweich-Routen! Und gleichzeitig wird noch der Gotthard-Basis-Tunnel​ eröffnet ...

Die SBB soll für die nächsten Jahre 100 Millionen pro Jahr, was komplett unmöglich ist. Das Geld für eine 2. Röhre wird besser in den Agglomerations-Verkeh​r investiert bzw. das Spar-Programm der SBB erheblich reduziert.

Die Sache verhielte sich vermutlich anders, wenn eine Tunnel-Gebühr für die zweite Röhre eingeführt wird (Ausnahmen für Anrainer-Kantone).


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29%
(7 Stimmen)
Bea Zbinden sagte January 2016

www.zweite-roehre-nei​n.ch


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