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KONTROLLEURE DER LOHN- UND ARBEITSBEDINGUNGEN AUFSTOCKEN

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Die Kon­trol­len wur­den 2016 um 10 Pro­zent aus­ge­wei­tet – auf über 45000 Be­triebe und total 175000 Per­so­nen. Den­noch blieb das Er­geb­nis auf dem Ni­veau von 2014. Das wie­der schlechte Er­geb­nis zeigt, dass noch mehr Kon­trol­len drin­gend not­wen­dig sind und des­halb das Kon­troll­per­so­nal auf­ge­stockt wer­den muss.

"Von den 10'516 kontrollierten Schweizer Betrieben ohne GAV unterboten rund 9 Prozent die üblichen Löhne. Das ist leicht weniger als 2014, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des SECO hervorgeht."

"Die Kontrollbehörden überprüften insgesamt 7391 selbständig Erwerbende und stellten bei 418 von ihnen eine Scheinselbstständigke​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​i​t​ fest. Das entspricht knapp 6 Prozent." (NLZ 12.5.2016)

(luzernerz​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​​e​i​t​u​n​g​.​c​h​/​n​a​​c​​h​​r​​i​​c​​h​​t​​​e​​​n​​​/​​sc​​hw​​e​i​​z​/​​s​c​​h​w​​e​i​​​z​-​​​s​d​​​a​/​​​E​​t​w​a​​-​j​e​​d​e​r​​​-​d​r​​​i​t​t​​​e​-​​B​​​e​t​​r​​​i​eb​-​​​​v​er​l​​​​e​tz​t​​​​​-​GA​V​​​​​;​ar​t​​​​​​4​64​4​​​7​​,​73​5​​​​8​​1​2)​

​​​​

Ha​​b​e​n​​​​​ Sie Argumente für oder gegen eine massive Aufstockung des Kontrollpersonals? Können Sie hier auch Beispiele der Nichteinhaltung der Lohn- und Arbeitsvorschriften anfügen?

 

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1. April 2020

Kein Aprilscherz! Dieser Blog hat heute bereits 9000 Leserinnen*. (* Die Männer sind mit gemeint; sie sind in der femininen Form ja bereits enthalten.)

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1. April 2020

Der Link www.entsendung.admin.​​​​​​ch ist eine amtliche Informationsplattform​​​​​​ zum Thema Arbeits- und Lohnbedingungen in der Schweiz. Sie richtet sich sowohl an schweizerische als auch an ausländische Unternehmen. Die Unternehmen erhalten hier unter anderem Informationen dazu, wie das Meldeverfahren abläuft und welche Mindestlöhne in den Branchen und Kantonen gelten.

(nach seco.admin.ch)

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1​2.​ Juni 2020

Dieser aktuelle Blog hält ab heute den Rekord von 10000 Leserinnen*. Alle meine Blogs haben heute trotz der Kommentarsperre 320000 Aufrufe ...

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7. August 2020

Die Kontrolle der Arbeutsbedingungen ist Teil der flankierenden Massnahmen (FlaM). Diese wurden 2004 im Rahmen der Personenfreizügigkeit​​​​ mit den EU-Staaten eingeführt, um die Einhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Falls die Mehrheit der Abstimmenden am 27. September 2020 die Begrenzungsinitiative​​​​ annehmen sollte, müsste der Bundesrat das Freizügigkeitsabkomme​​​​n kündigen, und die FlaM fielen automatisch weg.

 

Die Personenfreizügigkeit​​​​ ist auch der Schutz aller in der Schweiz Arbeitenden vor Lohndumping. 

(nach NZZ)

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29. August 2020

Heute hat dieser Artikel – möglicherweise wegen der Diskussion über die Begrenzungsinitiative​ – bereits den Rekord von 11000 Leserinnen*. Alle meine Blogs haben nun zusammen 377000 Aufrufe.

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Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


13%
(8 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte March 2020

März 2020

Um den Corona-Virus zu bekämpfen hat ein reger Personalverleih eingesetzt – vorerst ohne genaue Vereinbarungen.

Di​e Paritätischen Kommissionen haben nun branchenübergreifend eine Zusammenarbeit vereinbart. In diesen Zusammenarbeitsverein​barungen werden die Sanktions- und Kontrollkompetenz sowie die Koordination der Kontrolltätigkeiten geregelt.

"1. Keine Delegation: Die Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbestimmungen erfolgt durch die Vollzugsorgane der entsprechenden Branche des ave GAV. Die Vollzugsorgane des GAV Personalverleih werden über die Kontrolltätigkeit informiert.

2. Kontrollvollmacht: Die Kontrolle wird durch die Vollzugsorgane des GAV Personalverleih durchgeführt. Ein Kontrollbericht über die Einhaltung der Lohn- und Arbeitszeitbestimmung​en wird den entsprechenden Vollzugsorganen der Branche zugestellt, diese erstellen den Beschluss.

3. Generalvollmacht: Kontrolle und Beschluss der erfolgt durch die Vollzugsorgane des GAV Personalverleih."

https://www.tempservi​ce.ch/de/aktuell/2019​/11/paritaetischen-ko​mmissionen.php

(Di​e Listen mit den einzelnen Zusammenarbeitsverein​barungen sind in den Dokumenten von tempcontrol.)




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22%
(9 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

27. Februar 2020

Am 17. Mai 2020 stimmen wir über die brandgefährliche Kündigungsinitiative ab. Erneut greift die SVP damit die Löhne und die Arbeitsbedingungen der werktätigen Bevölkerung an.

Unter dem irreführenden Titel „Begrenzungsinitiativ​e“ verlangt die SVP die Kündigung der Personenfreizügigkeit​ mit der EU. Dies würde die Abschaffung der flankierenden Massnahmen und damit den Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen in der Schweiz bedeuten. Es drohen Tiefstlöhne und Ausbeutung!


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33%
(6 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte February 2020

Gestern sah ich in der Sendung «Plus Minus» -> Schwarzarbeit: Milliardenbetrug auf dem Bau
https://www.dase​rste.de/information/w​irtschaft-boerse/plus​minus/sendung/ndr/bau​-schwarzarbeit-millio​nenbetrug100.html
Inhalt in Kürze:
– Schwarzarbeit in der Baubranche wird mit gefälschten Rechnungen im großen Stil verschleiert.
– Sogenannte Servicegesellschaften​ bieten diese Rechnungen an.
– Rund 1.800 Ermittlungsverfahren wurden diesbezüglich vergangenes Jahr eingeleitet.
Auch wenn dies Deutschland betrifft, so wird wohl die Situation in der Schweiz ähnlich sein? https://www.beobachte​r.ch/gesetze-recht/sc​hwarzarbeit-die-schwa​rzen-schafe-auf-dem-b​au Wie auch immer, wenn wegen Schwarzarbeitvergeber​, die Sozialkassen zu wenig aufgefüllt werden, dem Staat Steuergelder entgehen, welche andere dann ausbaden dürfen habe ich echt meine Mühe. Noch mehr Mühe habe ich, wenn man in diesem Bereich nicht genügend Kontrollen zur Verfügung stellt.



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30%
(10 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

7. Februar 2020

Die Genfer Post-Tochter Epsilon muss eine Busse von 180'000 Franken bezahlen. Diese Strafe verhängte die Eidgenössische Postkommission (Postcom), weil die Firma ihren Zeitungsverträgern nicht den branchenüblichen Mindestlohn bezahlt hat.

https://www.s​rf.ch/play/tv/10vor10​/video/busse-wegen-bi​lligloehnen-fuer-zeit​ungsvertraeger?id=8cd​d7156-1379-4ec4-827e-​44bb6ac64ab8

Es geht doch!


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30%
(10 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte February 2020

Für Arbeitnehmende, auf welche die Arbeitszeitvorschrift​en des Arbeitsgesetz (ArG) anwendbar sind, ist die Arbeitszeit zu erfassen. Es muss für jeden Mitarbeitenden nachvollziehbar sein, wann er gearbeitet, die Pausen bezogen und die Arbeit beendet hat. Aufgrund von diesen Angaben kann von den Paritätischen Kommissionen überprüft werden, ob die Arbeits- und Ruhezeitvorschriften des Arbeitsgesetzes eingehalten wurden. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, diese Arbeitszeitaufzeichnu​ngen während 5 Jahren aufzubewahren.

Art​. 25 LMV besagt, dass jeder Betrieb für das Jahr 2020 die wöchentliche Arbeitszeit in einem bis spätestens Ende 2019 erstellten Arbeitszeitkalender festlegen muss.

https://www.​pbkbe.ch/de/2-allgeme​in/59-reminder-2019.h​tml



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18%
(11 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2020

28. Januar 2020

U. a. bei Coop arbeiten die Verkäuferinnen* offenbar oft länger als die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 45 oder 50 Stunden erlaubt.

Arbeitstage dauerten bei Personalknappheit länger als die erlaubten maximal 14 Stunden, und Ruhezeiten würden auch nicht immer eingehalten.

Das belegt ein firmeninternes Dokument an die Coop-Verkaufsgruppenl​​eiterinnen*. Das Dokument führt 475 Verstösse gegen das Arbeitsgesetz allein im November 2019 in der Region Bern auf. In anderen Regionen sei die Situation ähnlich.

Mehr hier:
20min.ch/finan​​ce/news/story/Coop-b​r​icht-Arbeitsrecht-i​m-​grossen-Stil-30678​610​
(Anmeldung erforderlich.)


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23%
(13 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2020

27. Januar 2020

Die Verkäuferinnen* sind die Opfer der Krise im Schweizer Detailhandel: 12-Stunden-Tage und immer neue Einsparmassnahmen sind an der Tagesordnung. Verkäuferinnen* sagen, dass sie über schlechte Arbeitsbedingungen und Belästigungen schweigen würden, weil sie um ihren Job fürchteten. Zwölf-Stunden-Tage im Detailhandel seien an der Tagesordnung. Der Bericht des SonntagsBlicks über Belästigungen, Stress und Lohndiskriminierung von zwei Verkäuferinnen habe einen Verkäufer tief berührt. Er arbeite seit zehn Jahren im Lebensmitteldetailhan​del – immer noch zum Minimallohn. Er würde aber keine Minute länger dort arbeiten, wenn er einen anderen Job fände.

Auch die Öffnungszeiten würden immer länger, und die Verkäuferinnen müssten so immer mehr ohne Abgeltung leisten, sagt Gabriela N.*. Sie arbeitet seit 15 Jahren bei der Migros und leitet ein Team von 24 Verkäuferinnen. Sie arbeite drei Mal pro Woche über 12 Stunden am Tag – oft mehr als 41 Wochenstunden. Im Frühling werde sogar die Essensentschädigung für Arbeit bis 22 Uhr gestrichen werden. Ihr fehlten dann rund 200 Franken im Monat. Es sei nicht in Ordnung, wie die Migros mit den Verkäuferinnen umgehe: Zwar habe sie die Mindestlöhne auf 4000 CHF erhöht, die Löhne der leitenden Mitarbeiterinnen* habe sie nicht entsprechend angepasst. Sie verdiene trotz Verantwortungspositio​n nur 4800 CHF (!) im Monat.

Mehr hier:
blick.ch/news/​wirtschaft/verkaufspe​rsonal-begehrt-auf-ic​h-fuehle-mich-wie-ein​-sklave-id15721666.ht​ml
(Sie müssen sich anmelden.)

Und was hat das Luzerner Kantonsparlament gestern angesichts dieser Missstände beschlossen? Es hat sich für längere (!) Ladenöffnungszeiten ausgesprochen! Damit dürfen die Geschäfte ab Mai 2020 an Werktagen bis um 19 Uhr und an Samstagen bis um 17 Uhr offen haben. Die Gegner prüfen allerdings das Referendum, so die SP und die Grünen.

Mehr hier:
luzernerzeitun​g.ch/zentralschweiz/l​uzern/luzerner-kanton​srat-verschiebt-laden​schluss-nach-hinten-l​d.1189092

(* Männer sind mit gemeint.)



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63%
(8 Stimmen)
Jan Eberhart sagte January 2020

Soviel ich weiss, sind die Gewerkschaften auf den Barrikaden und linksgrün ist dann eben gefolgt.

So soll doch Levrat zu Rechsteiner gehen und dies bei einem Bier ausdiskutieren.


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21%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte January 2020

19. Januar 2020

Firmen aus der EU, die Mitarbeiter in die Schweiz entsenden, haben offenbar 2019 seltener gegen die hiesigen Arbeitsvorschriften verstossen als in den Vorjahren: Bis zum 23. Dezember 2019 wurden wegen Verstössen gegen das sog. Entsendegesetz "nur" 3045 Sanktionen ausgesprochen. 2018 waren es 4748.

Etwas mehr hier:
blick.ch/news/​​wirtschaft/weniger-v​e​rstoesse-gegen-mind​es​tloehne-auslaender​-ha​lten-schweizer-ar​beit​sgesetze-besser-​ein-i​d15709476.html

(Wer den Artikel lesen will, muss sich bei BLICK anmelden.)

Falls diese Meldung stimmt, ist das Rückenwind für das Rahmenabkommen, dem u. a. die SP nun doch zustimmen könnte.



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14%
(14 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte December 2019

3. Dezember 2019

Die Gewerkschaft Unia hat nun ausgerechnet, was Uber seinen Schweizer Fahrern schuldet. Es seien jährlich zwischen 63 und 99 Millionen Franken. Seit Uber 2013 in der Schweiz gestartet ist, beträgt die Summe laut Unia bis zu einer halben Mia CHF.

Mehr hier:
20min.ch/finan​ce/news/story/Uber-16​606746

Und noch immer ist nicht überall ein Verbot dieser Firma durchgesetzt.


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15%
(13 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte December 2019

4. Dezember 2019

Die Uber-Kuriere sind scheinselbständig und unversichert. Ihre "Löhne" sind eine Hohn. Sie dürfen jedoch in der Schweiz durch die paritätischen Kommissionen nicht kontrolliert werden, weil ihr Angestelltenverhältni​​s noch nicht bestätigt worden sei ...

(Kassensturz)

Und weil sie nicht kontrolliert werden dürfen, laufen auch keine Verfahren, dies zu klären .


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12%
(17 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte November 2019

21. November 2019

Auch Schweizer Sub-Unternehmer geraten unter Druck – wegen unseriöser Schweizer Generalunternehmer.
​​
"Auf Schweizer Baustellen herrscht ein grosser Preis- und Konkurrenzdruck. Generalunternehmer vergeben ihre Aufträge nicht selten an jene Handwerker, die am günstigsten offerieren. BLICK hat die Mechanismen am Beispiel von Schreiner Felix Räbsamen (29) aufgezeigt, der als Subunternehmer seit Monaten auf 359’000 Franken wartet, die ihm Generalunternehmer Steiner schuldet.

Ab sofort können Handwerker auf der Webseite Baufairness.ch Generalunternehmer, Architekten und Auftraggeber der öffentlichen Hand bewerten. Entwickelt hat die Seite der ehemalige Rad-Profi Rolf Järmann (53). «Ein befreundeter Handwerker ist mit der Idee auf mich zugekommen. Er hat mir erzählt, wie oft er mit gewissen Generalunternehmern schlechte Erfahrungen gemacht habe. Und dass er seine Kollegen gerne vor deren Machenschaften warnen möchte», sagt Järmann zu BLICK. (...)

Bewerten können die Handwerker unter ihrem Firmennamen, aber auch anonym. «Viele Büezer haben Angst, dass sie keine Aufträge mehr erhalten, wenn sie einen Auftraggeber mit ihrem richtigen Namen schlecht bewerten», sagt Järmann."

Mehr hier:
blick.ch​/news​/wirtschaft/mit-​eine​r-neuen-bewertung​spl​attform-jetzt-wehr​en​-sich-abgezockte-ha​n​dwerker-id15626937.h​​tml



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6%
(16 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte November 2019

14. November 2019

Der bekannte Ostschweizer Immobilien-Spekulant Daniel Bächtold hat erneut mit einem dubiosen Firmengeflecht die Arbeitnehmenden hintergangen.

Bei der Unia in St. Gallen meldeten sich in den letzten Monaten zahlreiche ehemalige Mitarbeitende der SRI Baumanagement AG: Die Palette der Vorwürfe reicht von fristlosen Kündigungen, nicht ausbezahlten Löhnen, Lohndumping, Anstiftung zu illegalem Verhalten bis zu Lügen und falschen Versprechungen.

Me​hr hier:
https://www.un​ia.ch/de/aktuell/aktu​ell/artikel/a/16382

Es braucht mehr Schutz und Kontrollen der Arbeitnehmerrechte.



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12%
(17 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte November 2019

1. November 2019

Hinter dem Angriff der EU auf die flankierenden Massnahmen für die Schweizer Löhne stecken gewiefte deutsche EU-Politiker aus der rechten CDU. Es geht um ein Milliardengeschäft.

Die flankierenden Massnahmen schützen die Arbeitnehmenden vor Lohndumping, und sie zwingen ausländische Unternehmer, die in der Schweiz Aufträge erledigen, ihren entsandten Büezern Schweizer Löhne zu zahlen. Das schützt diese und indirekt auch die Arbeitnehmenden in der Schweiz.

Die EU verlangt die Abschaffung dieses Lohnschutzes, weil er «unverhältnismässig» sei. Die Schweiz betreibe damit Protektionismus.
Im Rahmenabkommen, das die Schweiz mit der EU verhandelt, soll dieser Lohnschutz deshalb fallen. Statt sich gegen diesen Angriff zur Wehr zu setzen, gab Bundesrat Ignazio Cassis den Lohnschutz seinerseits zum Abschuss frei. Ein paar einflussreiche deutsche EU-Abgeordnete lachen sich ins Fäustchen.

40’000 Arbeitnehmende aus Deutschland arbeiteten im Jahr 2018 via Entsendung in der Schweiz – auf dem Bau, in der Industrie und im Gastgewerbe. Der Grossteil davon sind süddeutsche ­Firmen, die mit solchen Aufträgen geschätzte 1 Milliarde Franken Umsatz machen. Der Schweizer Markt ist für sie höchst lukrativ.

Nach Unia:
https://www.wo​rkzeitung.ch/2019/11/​so-lobbyieren-sueddeu​tsche-gewerbler-gegen​-den-schweizer-lohnsc​hutz/


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7%
(15 Stimmen)
RUDOLF OBERLI sagte November 2019

1. November 2019

Der Kanton Genf macht Nägel mit Köpfen: Das zuständige Arbeitsdepartement des Kantons hat entschieden, dass Uber ein Arbeitgeber sei und verpflichtet, Fahrer regulär anzustellen sowie die gesetzlichen Sozialleistungen zu bezahlen (AHV, IV). Die Behörden bestätigen, dass Uber unter das Taxi- und Transportgesetz falle.

Der Genfer Staatsrat Mauro Poggia (MCG) sagt dazu: «Uber kommt seinen gesetzlichen Verpflichtungen nicht nach. Sie müssen ihre Fahrer per sofort anstellen und Sozialleistungen wie etwa die AHV bezahlen. So wie andere Firmen auch.»

Genf verbietet den Fahrdienstanbieter Uber «bis die Firma geltendes Recht einhält und seinen Fahrern Sozialleistungen bezahlt», sagt Staatsrat Mauro Poggia zu SRF.

Nach:
srf.ch​​​/news/schweiz/als-e​r​s​ter-schweizer-kan​to​n-​genf-verbietet-​ube​r-g​eschaeftsmode​ll


Soeben meldet Vimentis, dass meine Blogs bis heute 192000 x aufgerufen worden seien. Ich zitiere: "Artikel Aufrufe 192000".


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