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Mogelpackung «Managed Care»

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Mit Ma­na­ged Care soll die me­di­zi­ni­sche Ver­sor­gung bes­ser und günstiger wer­den. Doch diese Vor­lage hält nicht, was sie ver­spricht. Sie ist eine Mo­gel-pa­ckung, die die Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten der Willkür der Kran­ken­kas­sen aus­lie­fert.

Heute sind alle Bewohnerinnen und Bewohner unseres Landes  in der Grundversicherung für die gleichen medizinischen Leistungen versichert. Sie bezahlen dafür Prämien an die Krankenkasse. Und sie können den Arzt oder die Ärztin frei wählen. Diese freie Arztwahl hat das Volk in einer Abstimmung vor vier Jahren noch einmal deutlich bekräftigt. Die bestehende Regelung der Krankenversicherung weist jedoch grosse Mängel auf: ständig steigende Krankenkassenprämien,​ ungerechte Verteilung der Kosten, übermächtige Krankenkassen und mangelnde Transparenz. Was das Parlament jetzt aber beschlossen hat, macht alles noch viel schlimmer.


Mehr bezahlen für weniger Leistung

Bereits heute gibt es Ärztenetzwerke und die sogenannte integrierte Versorgung auf freiwilliger Basis. Neu soll das zum Regelfall werden. Wer sich nicht einem Ärztenetzwerk anschliessen will oder kann, muss neu 15 Prozent der Kosten selber bezahlen – bis zu einem Betrag von 1000 Franken. Zurzeit beträgt der Selbstbehalt noch 10 Prozent bis zu einem Betrag von 700 Franken. Damit soll der Anreiz vergrössert werden, in ein Ärztenetzwerk zu wechseln. Heute gibt es aber in etlichen Kantonen und Regionen gar keine solchen Netzwerke. Hinzu kommt: Wer bisher mit seinem Ärztenetzwerk nicht zufrieden war, konnte dieses ohne Probleme wechseln. Neu kann er oder sie verpflichtet werden, bis zu drei Jahre bei diesem Netzwerk zu bleiben. Wer vorher aussteigen will, zahlt eine saftige Austrittsprämie.


F​reie Arztwahl nur noch für wenige?

Wer bei seinem bisherigen Arzt oder bei seiner bisherigen Ärztin bleiben will, muss also mehr bezahlen. Die freie Arztwahl wird damit zu einem Privileg für diejenigen Versicherten, die es sich leisten können. Nicht besser sieht es für jene aus, die sich einem Netzwerk anschliessen. Sie haben zwar keine höheren –  aber auch keine tieferen! – Kosten zu erwarten, doch verzichten sie auf die freie Arztwahl.


Wahl von Spital, Pflegeheim und Apotheke ist gefährdet

Wird die Vorlage angenommen, werden Netzwerke mit Spitälern, Pflegeheimen und Apotheken Exklusivverträge abschliessen. Damit sind Versicherte nicht mehr frei in ihrer Wahl. Das heisst, dass jemand vielleicht nicht ins Pflegeheim in der vertrauten Umgebung oder bei seinen Angehörigen gehen kann, sondern in eines gehen muss, dass ihm oder ihr vorgeschrieben wird.


Rationierung​ und Zweiklassen­medizin drohen

Die Netzwerke stehen unter Budgetdruck. Neu tragen sie eine Budgetmitverantwortun​g in Bezug auf die Versicherten. Bei der Aufstellung des Budgets wird geschätzt, wie hoch die Kosten sind, die die Versicherten im jeweils folgenden  Jahr verursachen werden. Fallen die tatsächlichen Kosten tiefer aus, entsteht  ein Gewinn, den sich das Netzwerk und die Krankenkasse teilen. Entsteht andererseits ein Verlust, so wird auch das Netzwerk zur Kasse gebeten. Das setzt falsche Anreize. Statt der besten Behandlung erhält der Patient oder die Patientin einfach die billigste. Es drohen Rationierung und Zweiklassenmedizin. 


Chronischkranke benachteiligt

Besond​ers vertrackt ist die Situation für chronisch kranke Menschen. In der Regel lassen sie sich über Jahre bei Ärztinnen und ­Ärzten ihres Vertrauens behandeln. Sind diese nicht Teil eines Netzwerkes, bleibt den Versicherten bei Annahme des Gesetzes nur eine schlechte Wahl: Entweder sie ­zahlen künftig ­höhere Krankenkassenprämien,​ weil sie weiterhin zu ihren bisherigen Vertrauensärztinnen und -ärzten gehen wollen, oder sie müssen in ein anderes Netzwerk wechseln. Und damit zu neuen, ihnen un­bekannten Ärztinnen und Ärzten.


Willkür der Krankenkassen

Diese Vorlage nützt vor allem den Krankenkassen. Ihre Macht wird weiter ausgebaut. Wo und unter welchen Bedingungen Netzwerke entstehen, soll in der Hand der Krankenkassen liegen. Sie sollen alleine entscheiden können, mit welchen Ärztenetzwerken sie Verträge abschliessen. Damit diktieren die Kassen die Preise und wenn ein Netzwerk zu teuer ist, weil es beispielsweise überdurchschnittlich viele schwer kranke Menschen behandelt, wird es von den Krankenkassen nicht unter Vertrag genommen. Neben der SP Schweiz lehnen auch die Personalverbände des Gesundheitswesens die Vorlage­ ab. Dabei ist niemand gegen ­Managed Care an sich. Das Nein richtet sich gegen diese Vorlage, die die Macht der Krankenkassen ausbaut, die freie Arztwahl einschränkt und die freie Wahl von Spital und Pflegeheim abschafft. Wir setzen uns ein für ein qualitativ hochstehendes und bezahlbares Gesundheitswesen – aber für alle und nicht nur für wenige.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


94%
(17 Stimmen)
Nathalie Bänziger sagte June 2012

Managed Care? Nein danke. Ich bin selber im Gesundheitswesen tätig und sehe in Managed Care keine wirklichen Vorteile für die Patienten.Es wird gespart auf Kosten der Patienten.Sicher wird es Mehreinnahmen für die Wirtschaft geben.(Versicherungen​)
Nur nützt das dem Patienten?Ich glaube kaum.Deshalb ein klares: Nein!



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96%
(25 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte June 2012

Die neuste SRG-Umfrage vom 25.Mai - 2.Juni zeigt eine klare Ablehnung mit 67% Nein und 33% Ja. Wir liegen also bei Vimentis nicht weit daneben. Die bereits in der ersten Befragung festgestellte Skepsis gegenüber Managed Care hat sich weiter verstärkt und die sich abzeichnende Niederlage ist in diesem Mass für eine von Bundesrat und Parlament unterstützte Vorlage äusserst selten.


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89%
(27 Stimmen)
Heinz Fankhauser sagte June 2012

In der heutigen Zeitung steht ein Inserat der Groupe Mutuel. Diese sucht schon heute Pflegefachfrauen für den Berich Managed Care.
Ist etwa Managed Care das grosse Geschäft der Versicherungen? Abgesehen davon, wie ersetzt man die Pflegefachfrauen, die dann in diesem kostenproduzierendem Verwaltungsmoloch, statt an Spitalbetten arbeiten?
Das Schweizervolk tut gut daran, sich zu überlegen, ob es diesem Unsinn zustimmen will.


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88%
(26 Stimmen)
Beat Sollberger sagte June 2012

Mit der Mogelpackung Managed Care Modell wird die zweitklass Medizin der Grundversicherung zu ungunsten der Patienten weiter ausgebaut! Kosten werden keine gesenkt wie ein Genfer Beispiel zeigt, dass eine Frau innerhalb eines solchem Modell 34mal den Arzt gewechselt hat! Auf dem Land wird das sowieso nicht funktionieren weil der von denn Politiker genannter Runder Tisch, um die Probleme der Patienten zu diskutieren, auch weiterhin fehlen wird.
Die Schweiz hat im europäischen vergleich den höchsten Selbstbehalt und weltweit insgesamt die zweithöchsten Kosten aber qualitativ eines in hinterem Mittelfeld!
Im Sinne der Kostensenkung müssten zweite Meinungen in einem anderen Kanton angeordnet werden um unnötige Operationen zu vermeiden.

Solange Komplementäre – Alternative Lektionen in der medizinischen Ausbildung nicht zum Standart gehören, und die Bereitschaft fehlt, den Volkswille der Komplementärmedizin richtig umzusetzen die ebenso wirksam und billiger sind, werden wir weiter abrutschen.
Die ärztliche Komplementärmedizin stellt leider keine vergütete Leistung in der Grundversicherung dar. Trotz der Annahme des Verfassungsartikels „Ja zur Komplementärmedizin“,​ werden noch Jahre bis zur Gleichstellung der Komplementär- mit der Schulmedizin und der entsprechenden Kostendeckung durch die Grundversicherung vergehen. Die Verantwortung für nicht gedeckte Diagnose-, Therapie- und Behandlungskosten liegt beim Patienten, indem diese Kosten selbst getragen oder mit dem Abschluss einer entsprechenden Zusatzversicherung nur zum teil abgesichert werden.

Diverse Komplementäre – Alternative Behandlungen und Medikamente wie Sie in der Aeskulap Klinik in Brunnen erfolgreich gegen diverse schwere Krankheiten eingesetzt werden, sind immer noch nicht auf der Liste der Swissmedic, die mit Hilfe der Pharma Lobby alles Unternimmt, das nur Ihre Mittel verwendet werden dürfen!

Meine eigene Krankengeschichte beweist, dass ich mit einer Phytotherapie, die ich selber bezahlen muss, meine Krebs Krankheit seit 10. Jahren im Griff habe!
Wird das Managed Care Modell angenommen werde ich zusätzlich bestraft!



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82%
(51 Stimmen)
Thomas Hunziker sagte May 2012

Mogelpackung «Managed Care»

Diese Abstimmung wird deutlich bachabgeschickt werden und zwar so, dass die Befürworter der Vorlage verstummen. Die Befürworter der Vorlage schickten eine 2 Meter hohe Tsunami Welle los. Am 17. Juni werden sie dafür die Quittung bekommen. Die Tsunamiwelle die dann zurück kommt wird dann etwa
30 Meter hoch sein. Das Abstimmungsergebnis wird es dann bestätigen.




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18%
(50 Stimmen)
Michael Fuhrer sagte May 2012

Ich möchte gerne klarstellen, dass es bereits heute in der Grundversicherung die freie Artzwahl nicht mehr gibt. Sie können sich nicht bei jedem x-beliebigen Spezialisten noch von einem Arzt nach ihrem Wunsch operieren lassen. Dieses Argument ist also fadenscheinig.
Schei​nbar haben auch alle Schreiber ein sehr hohes medizinisches Fachwissen, dass Sie eigenständig beurteilen können, ob sie einen Spezialisten benötigen oder ob der allg. Mediziner nicht genauso helfen könnte.
Es werden immer mehr fachspezifische Praxen eröffnet. Haben sie schon einmal gehört, dass ein Arzt Konkurs anmelden musste? Nein! Die Medizin ist kein freier Markt, da der Patient die Angebotene Leistung nicht beurteilen kann. Hat der Arzt nächste Woche noch einen Termin frei, wird er sie zu einer unnötigen Nachbehandlung aufbieten. Sie fühlen sich gut versorgt, irren aber im Glauben, dass sie bei einem guten Artz sind. Jemand muss die Rolle des Kostenmanagers übernehmen und dass kann nur der Hausarzt mit dem nötigen allg. medizinischen Fachwissen sein. Logisch will sich der Spezialarzt dieser Kontrolle entziehen und seinen Gewinn weiterhin maximieren.
Darum tun wir etwas, wenn auch nur im sehr kleinen und nehmen die MC-Initiative an.


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90%
(29 Stimmen)
Anton Keller sagte May 2012

"Hat der Arzt nächste Woche noch einen Termin frei, wird er sie zu einer unnötigen Nachbehandlung aufbieten."

Das liegt einzig am Verrechnungssystem pro Mengeneinheit, unabhängig ob MC oder nicht.

MC wird sogar noch den Arzt unter Druck zu setzen, mehr verrechnbaren Umsatz zu bolzen, irgendwie müssen die institutionaliserten Kuschelmeetings wegen dem Qualitätslabel und die Rabatte auf die Taxpunkte ja auch bezahlt werden.


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15%
(27 Stimmen)
Michael Fuhrer sagte May 2012

@Stoffel

Behauptun​g Nr. 1 ist also korrekt. Wir haben heute keine freie Arztwahl in der Grundversicherung.


Behauptung Nr. 2: Betrugsfälle sind ja wohl ausgeschlossen. Übrigens möchte ich behaupten, dass die Schadenssumme im MC-Modell wohl kleiner ausgefallen wäre. Oder anders formuliert, kennen Sie eine andere Branche mit einer so kleinen Konkursquote oder welche die Nachfrage so direkt beeinflussen kann? Müsste in einer solchen Branche nicht eine verstärkte Kontrolle gelten?

Soviel zu Ihren Aussagen. Diffarmieren ist meist die einzige Möglichkeit, wenn man keine stichhaltigen Argumente hat. Hat auch schon Frau Kaiser erfahren müssen...


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86%
(14 Stimmen)
Ulrich Rutz sagte June 2012

Managed Care nützt vor allen den schlechten Ärzten, welche keine Patienten finden und dank dem Zwang "immer zuerst zum Hausarzt" von einer vollen Praxis träumen. Als Patient kann ich sehr wohl entscheiden, ob ein Arzt gut ist oder nicht, ob er mir zuhört und meine Bedenken ernstnimmt. Und vor allem, ob er, wie in Ihrem Beispiel sich dazu hergibt den verlängerten Arm der Kostenkontrolle irgendwelcher Versicherungsmanager zu spielen. Fachlich gute Ärzte brauchen kein Managed Care. Die haben genug Patienten. Übrigens gibt es seit dem 1.1.2012 auch die freie Spitalwahl und in einer Zeit, in der die Bürger sich mündig im Internet informieren können, wollen Sie das Rad der Zeit zurückdrehen und die Bürger als dumme, unwissende Dubbeli hinstellen. Die Zeiten der Halbgötter in Weiss sind aber längst passé Herr Fuhrer.


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Seite 1 von 1




14%
(56 Stimmen)
Eva Kaiser sagte May 2012

Ich verstehe: dieser Blog ist für MC-Gegner reserviert. Entschuldigung, dass ich mich da einmische. Aber eins möchte ich noch richtige stellen:
1. Davon, das ich in einem Netzwerk bin, profitieren meine Patienten. Ich persönlich verdiene via Tarmed exakt das selbe, wie wenn ich ausserhalb des Netzes arbeite . Das sind eben "die unabhängigen Aerztenetze", Ihnen ist es aber ganz offensichtlich lieber, wenn die kasseneigenen Netze und Gruppenpraxen weiter existieren dürfen.
2. Gegner der Vorlage wie auch Frau Fehr werden nicht müde zu sagen, dass sie Managed Care gut finden und unterstützen. Es geht ihr um das "unsoziale" in dieser Vorlage. Was sie nicht sagt: wäre der Unterschied des Selbstbehaltes am Ende auf 7,5% und 15% ausgehandelt worden, hätte sie diese Vorlage unterstützt. Aber dann wären dadurch die Prämien zusätzlich gestiegen...
Ich klinke mich aus, da die werten Gegner offenbar lieber unter sich bleiben möchten.


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85%
(48 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte May 2012

Frau Eva Kaiser will uns unterschieben unsere Argumente gegen MC seien nicht richtig, sie arbeite in einem Ärztenetzwerk und habe deshalb die besseren Argumente. Frau Kaiser, sie haben nicht die besseren Argumente, sie profitieren von MC!
Ihre Argumente sind mit der Niederbrüllerei von Frau Fehr im Kassensturz zu vergleichen, jeder der hier eine negative Ansicht zu MC kundtut, dem schreiben Sie sofort er verstehe nichts von der Materie. Solches Sendungsbewusstsein und solche Manipulationsversuche​ zeigen uns den richtigen Weg: Kein MC in der Schweiz!


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84%
(51 Stimmen)
Mûller Urs sagte May 2012

Nein Managed Care

Es ist schon erstaunlich, wie sich auf diesem Blog vehement viele Hausärzte für die Vorlage stark machen. Der Bürger geht langsam ein Licht auf, dass durch die organisierte Planwirtschaft vorallem die Hausärzte Ihre Vorteile sehen. Wobei zu sagen ist, dass zum Beispiel der Hausarztverband Basel Land und Stadt deutlich die Vorlage ablehnen. Ich sehe nicht ein, dass die besser qualifizerten Spezialisten benachteiligt werden sollen. Für die freie Arztwahl müssen wir Patienten noch mehr bezahlen und werden auch noch benachteiligt. Selbst erfahrene Oekonomen wie Prof. Binswanger und Prof. Eichenberger warnen vor der Vorlage, die sogar zum Kostenschub führen kann. Der Budgetzwang in den Netzten verleiten die Aerzte an uns zu sparen um dann noch einen Gewinn zu erhalten. Viele Leute können selber entscheiden. Ich will mein Muttermal einem Hautarzt zeigen und nicht zuerst einem Hausarzt. Die Doppelkonsultationen führen zu mehr Kosten. Studien aus England zeigen eine Kostenschub durch Managed Care durch vermehrte Spitalaufenthalte. Deshalb ein wuchtiges Nein zu Managed Care am 17.6


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13%
(54 Stimmen)
Eva Kaiser sagte May 2012

Ärzte-Gruppenpraxen und -netzwerke senken längerfristig nachweislich die Gesundheitskosten und steigern durch die gute Koordination die Behandlungsqualität. Deshalb ist es gesundheitspolitisch kurzsichtig, wenn die SP von einem «Sozialabbau» spricht, weil der direkte Zugang zu Spezialarzt-Praxen mit einem leicht höheren Jahresselbstbehalt wenigstens ein bisschen erschwert wird. Die Patientenorganisation​en und die Hausärzte, die jahrelang unter der Willkür der Kassen gelitten haben und die ebenfalls jahrelang Zeit hatten, positive Erfahrungen mit der Netzwerkarbeit zu machen, unterstützen diese Vorlage! Es liegt nicht in der Hand der Krankenkassen, mit welchen Ärztenetzen sie Verträge abschliessen. Ärztenetz und Krankenkassen entscheiden gleichberechtigt über einen Vertragsabschluss. Das macht Sinn und bedingt eine Machtumverteilung auf beide Seiten.


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92%
(48 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte May 2012

Es ist doch wirklich verwunderlich. Ausgerechnet die FDP, diese Partei, die sich erfreulicherweise immer gegen zusätzlichen Bürokratismus und für mehr Freiheit für den Einzelnen stark macht beweist uns nun das Gegenteil. Denn jetzt...
Jetzt unterstützt diese Partei MC, was erwiesenermassen zu mehr Administration bei den Ärzten, den Krankenkassen und sogar den Patienten führt. Letztere müssen mit MC ihre KK-Abrechnungen noch genauer unter die Lupe nehmen. Ebenso werden zusätzliche Juristen sich mit unseren Fällen herumschlagen, neue Studien werden durch Akademiker zugunsten der Krankenkassen erstellt und ganze Lobbyingentschädigung​en an die Netzwerke überwiesen. Das zahlen schliesslich wir dummen Krankenkassennehmer.
Bravo FDP! Mit MC wollt ihr etwas einführen, was total eurem Parteislogans entgegenläuft. Aber vermutlich verdienen zu viele Ärzte, Juristen und MC-Befürworter, die der FDP angehören am zusätzlichen Bürokratismus. Der Verdacht liegt sehr nahe.



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16%
(50 Stimmen)
Erwin Dufner sagte May 2012

Frau Fehr,
glauben sie eigentlich, was sie da geschrieben haben?
Auf der einen Seite sagen sie, die Marktmacht der Kassen wächst stark an. Auf der anderen Seite vertritt gerade die SP die Strategie einer Einheitskasse, staatlich gelenkt natürlich.
Passt das zusammen?
Weiter schreiben sie, dass es keine guten Beispiele für Managed Care Krankenkassen gibt. Da empfehle ich ihnen mal zu schauen, wofür der Barack Obama in den USA steht, der ja wohl eher als Sozialdemokrat denn als Mann der Freien Wirtschaft steht. Und in den USA gab es sehr gute Erfahrungen mit den Managed Care Kassen.
Auch ihr Einwand der freien Artzwahl ist sehr wenig überzeugend. Richtig ist, dass es in Zukunft schwerer wird, von einem Arzt zum nächsten zu springen, weil mir der Arzt das nicht verschreiben will, was mir als gut vorschwebt. Das sogenannte Ärztehopping wird also unterbunden. Finde ich sehr gut, denn es spart viele Kosten ein. Und wer hat Zeit für das Ärztehopping? Ehefrauen von gutsituierten Männern und Sozialbezüger. Wollen wir das? Ich nicht.


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82%
(45 Stimmen)
Mûller Urs sagte May 2012

Frau Fehr hat völlig recht. Die jetzige Vorlage ist eine Mogelpackung. Die Studien im Ausland zeigen, dass Die Kosten steigen. Wenn ich mein Muttermal zeigen will, gehe ich direkt zum Hautarzt, der dafür ausgebildet ist. Die Vorschaltung zum Hausarzt kostet ja dann auch. Dann zahle ich ja doppelt.


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15%
(54 Stimmen)
Christoph Bovet sagte May 2012

Indem Frau Fehr gegen die Managed Care Vorlage ist,schiesst sie uns HausärztInnen in den Rücken. Zusammen mit den Spezialärzten, die um ihre Pfründe fürchten und der FMH (Vereinigung der Ärzte Schweiz) torpediert sie unsere jahrelangen Bemühungen für eine Kostenstabilisierung im Gesundheitswesen um das weitere ungebremste Ansteigen der Krankenkassenprämien zu verhindern. Die weiteren positiven Punkte der Vorlage erwähnt sie nicht: verfeinerter Risikoausgleich, Verhindern,dass die Krankenkassen eigene Praxen führen. Ich werde den Eindruck nicht los, dass es ihr vor allem darum geht, das bisherige System so rasch wie moglich gegen die Wand zu fahren, damit die Vorlage für eine Einheitskasse angenommen wird. Mit einem solchen Staatsmoloch geht es uns dann allen garantiert schlechter!


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61%
(69 Stimmen)
karl suter sagte May 2012

Selten bin ich mit der SP einverstanden in einem Abstimmungskampf, doch das Nein der SP, ist ein verstecktes Ja zur Einheitskasse. Sollte diese kommen, dann verteuert es das Gesundheitswesen nochmals um das Vielfache, wie unter alt BR Frau Dreifuss, mit obligatorischen Krankenversichung. Fast immer müssen wir gegen die offizielle Meinung kämpfen, damit wir nicht unter die "Räder" kommen. Also Nein am 17. Juni zur Ärztenetz-Kasse. Wollen wir das Gesundheitswesen in den Griff bekommen und die Kosten senken, müssen wir einen radikalen Leistungsabbau von überflüssigen, ja schädlichen Leistungen in der Grundversicherung beschliessen. Hier einige Beispiele zum Nachdenken: Abtreibung (Töten des Kindes im Mutterschoss), Unterbindungen, Folgekosten von Schönheitschirurgie (ausser bei Unfällen), Drogenabgabe an süchtige? Organtransplatationen​ und Folgekosten. Vorbeugeunteruchungen​ aller Art, insbesondere der Mammographie usw, Krebsbehandlungen mit Chemotherapie und Bestrahungen (die nicht nur nutzlos sind, sondern schädlich!) Wichtig ist, dass wir gesund leben und uns den Gesetzen Gottes unterordnen, dann können wir auf allen Ebenen Fortschritte erziehlen...


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