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Nein zur Abtreibungsinitiative​

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"Christlich religiös" mo­ti­vierte Per­so­nen aus ver­schie­de­nen Par­teien grei­fen das Thema der Ab­trei­bung neu auf und ver­lan­gen per Volks­i­ni­tia­ti­ve,​ dass die Prämienzahlenden nicht dazu ver­pflich­tet wer­den dürfen, die „Tat“ einer Ab­trei­bung mit­fi­nan­zie­ren zu müssen: Sie würden somit zu „Mittätern“.

Wer abtreiben will, soll dazu allenfalls eine Zusatzversicherung abschliessen.

Der Kostenfaktor

Schon im Titel der Initiative steht geschrieben, was sie anstrebt: Eine finanzielle Entlastung der Krankenversicherung durch das Streichen der Schwangerschaft aus der obligatorischen Grundversicherung.

D​er finanzielle Aspekt der Initiative ist rasch durchgerechnet. Gemäss Santésuisse sprechen wir von insgesamt 8 Millionen Franken Abtreibungskosten pro Jahr, das sind 0,03 Prozent der gesamten Gesundheitskosten. Diese Kosten sinken stetig, denn Frauen werden für Abtreibungen je länger je weniger hospitalisiert, bzw. Abtreibungen werden je länger je mehr medikamentös durchgef​ührt.  

Mitinitiant Stände​rat Föhn hat denn auch schon zugegeben, dass von einer Senkung der Krankenkassenprämie keine Rede sein könne.

Wer den Zugang zum Abbruch erschwert, nimmt illegale Abbrüche und somit Komplikationen in Kauf. Allfällige Folgekosten müsste dann in jedem Fall die Krankenkasse übernehmen, sodass Abtreibungen gesamthaft in Zukunft durchaus teurer zu stehen kommen könnten. Der Kostenfaktor als Argument für die Initiative steht also auf wackligen Beinen.

Quersubventi​onierung

Im Namen der persönlichen Freiheit setzen sich die Initiantinnen und Initianten dafür ein, dass „lautere“ und „ehrliche“ Bürger durch ihre Krankenkassenbeiträge​ keine Abtreibungen mitfinanzieren müssen. Das Problem: Wenn wir das Solidaritätsprinzip der Krankenversicherung im Grundsatz untergraben, dann ist dies der Beginn ihrer Auflösung als solche. Wer will dann noch das Magenband mitfinanzieren, welches ein Mensch, der immer zu viel isst, einoperieren lassen muss?

Nun, ich weiss, hier geht es um das Leben eines Menschen.

Kaum eine Frau dürfte eine solch schwerwiegende Entscheidung leichtfertig treffen, gerade weil es hier um werdendes Leben geht. Die individuelle Entscheidung zum Abbruch ist häufig ein Ergebnis schmerzhaften Ringens um eine angemessene Lösung.

Was die Quersubventionierung angeht, so gibt der evangelische Kirchenbund eine klare Antwort darauf: Abtreibung ist niemals Privatsache, sondern geht immer mindestens eine Frau, einen Mann und ein Kind an. Die Frau, welche nicht genügend Geld hat, um die Abtreibung zu finanzieren, wird durch diese Initiative sozial isoliert, sozial getötet. Es gehört zur christlichen Tradition, dass diese Frau unsere Hilfe und Solidarität spürt, dass sie in der Gemeinschaft aufgehoben wird.

Anzahl Abbrüche reduzieren

Der Text der Initiative rüttelt de facto nicht am Prinzip der Abtreibung, stellt die Abtreibung per se nicht in Frage. Dennoch äussern sich die Initiantinnen und Initianten immer wieder dahingehend, dass sie die Anzahl Abtreibungen reduzieren möchten. Das ist illusorisch, denn der Entscheid für oder gegen eine Abtreibung wird angesichts einer Lebensperspektive gefällt, die sich aufgrund der bestehenden Situation ergibt, und nicht aufgrund eines Abwägens, ob die Kosten für einen Abbruch bezahlbar seien oder nicht. Eine solche rein wirtschaftliche Betrachtungsweise verkennt die wahre Situation eines Schwangerschaftskonfl​ikts und die Tragik, die jeweils dahinter steht.

Seit Einführung der Fristenlösung ist die Zahl der Abtreibungen nicht angestiegen.

Grundsä​tzlich ist festzuhalten, dass gemäss Fristenregelung die Voraussetzungen für einen straffreien Schwangerschaftsabbru​ch sind: schriftliches Begehren – wobei eine Notlage geltend gemacht werden muss – und ein Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin. Auch die Initiative spricht von Notfällen. Ob da wirklich ein grosser Unterschied besteht?

Die Moral der Geschichte

Obwohl es bei der Initiative inhaltlich um eine Finanzierungsfrage geht, steht für die Initiantinnen und Initianten die moralische Auffassung der prinzipiellen Verwerflichkeit des Schwangerschaftsabbru​chs im Vordergrund. Nur, das moralische Anliegen wird damit nicht gelöst.

Jede Frau, die sich trotz Notlage für die Mutterschaft entscheidet, die ein ungewolltes Kind zur Welt bringt, aber auch jede Frau, die ihr Kind nicht austrägt, braucht die Unterstützung der Gesellschaft und unsere persönliche Hilfe. Sie hat Anspruch auf unseren Respekt, unsere Begleitung und Zuwendung. Dies ist eine Grundforderung christlicher Nächstenliebe.

Wer die sehr niedrige Abtreibungsquote der Schweiz weiter senken will, kann auf meine Mitarbeit zählen, mit dieser Initiative wird dies aber nicht getan.

Ist die abtreibende Frau eine "Sünderin", wie dies viele der Initiantinnen und Initianten suggerieren? Wer ohne Sünde sei, werfe den ersten Stein. Ich werfe ihn nicht und lehne die Initiative ab.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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22%
(9 Stimmen)
Dieter Bachmann sagte January 2014

liebe Frau Schmid-Federer, ihr Beitrag ist erfrischend sachlich, gerade in einer Diskussion wo ganz offenbar lieber über Ideologien diskutiert wird als über den eigentlichen Inhalt der Vorlage. Ich stimme Ihnen in folgenden Punkten zu:
*die Initianten sind religiös-fundamentali​stisch motiviert. Das vergiftet die Debatte von Anfang an. Aber darüber muss man hinwegsehen können, wenn man sachlich die Vorlage beurteilen will
*die Argumente des "Verursacherprinzips​" sind Quatsch. Wenn jedes Gebrechen nach "Verschulden" abgerechnet würde, könnten wir die Krankenkassen gleich abschaffen
*die Initiative würde die Zahl der Abtreibungen nicht reduzieren. Niemand würde so eine Entscheidung treffen und sich dann von ein paar hundert Franken abschrecken lassen.
*die Gesamtkosten fallen fast nicht ins Gewicht, es geht um peanuts im Vergleich zu den Gesundheitskosten insgesamt
Diese Gründe sprechen alle für eine Ablehnung der Initiative, oder allenfalls für ein schulterzuckendes Leereinlegen.
In einem Punkt bin ich mit Ihnen dagegen nicht einverstanden:
*Das Argument von "der Frau, welche nicht genügend Geld hat, um die Abtreibung zu finanzieren" zieht für mich überhaupt nicht. Für gesunde Frauen würde die Abtreibung in vielen Fällen wohl nicht einmal den Selbstbehalt übersteigen, 99% werden das problemlos bezahlen können, ggf. mit kleinen Opfern (für einmal nicht nach Übersee in die Ferien...). Es ist irreführend, dies überhaupt als Argument vorzubringen, denn es vermischt Leistungen der Grundversicherung mit Sozialleistungen. Wer die 1000 Franken für eine Abtreibung nicht flüssig hat, lebt sowieso am oder unter dem Existenzminimum und hat Sozialleistungen zugute. Dieselbe Person könnte sich auch eine Zahnbehandlung nicht leisten, und dennoch ist es kein Thema, Zahnarztkosten generell in die Grundversicherung aufzunehmen.

Was ich mich zudem aus intellektueller Redlichkeit auch frage ist dies: Wenn heute Abtreibungen nicht von der KK finanziert wären, und wir über eine Initiative zu befinden hätten, die dies einführen möchte, wäre ich dann dafür? D.h. sprechen eigentlich überhaupt positive Gründe für den Status Quo? Angeblich wurde die jetzige Regelung 1981 eingeführt. Was waren damals die Gründe dafür? Wer hat die damalige Änderung vorangetrieben? Ich muss sagen, wenn Abtreibungen nicht "sowieso schon" finanziert würden, ich sähe keinen Grund, dies einzuführen. Es wird mmn. schon viel zu vieles von der Grundversicherung gedeckt, und die Tendenz sollte eindeutig ein Ausmisten der Grundleistung auf das wesentliche sein.

Meine Schlussfolgerung ist wohl dies, es geht finanziell um eine Bagatelle, die aus rein ideologischen Gründen überhaupt vorgebracht wird, die aber sachlich dennoch eine gewisse Berechtigung hat. Relativ zur Relevanz der Frage habe ich schon viel zu viel Zeit investiert, überhaupt darüber nachzudenken. Beide Seiten diskutieren unehrlich, ideologisch und am Thema vorbei. Sowohl ein Ja als auch ein Nein würde ausgelegt als Unterstützung einer mir missfallenden ideologischen Position. Es bleibt mir also wohl nichts anderes übrig, als leer einzulegen.




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68%
(25 Stimmen)
- - sagte January 2014

Von 1000 Frauen im Alter zwischen 15 und 44 Jahren haben 2012 nur 6,7 eine Schwangerschaft abgebrochen. Von dieser tiefen Zahl her ist eine Änderung der Rechtslage deshalb weder sinnvoll noch ökonomisch. In Schweden sind es rund 21 pro 1000 Frauen, in Frankreich fast 18, in Dänemark 15.

Mediziner warnen davor, die Initiative "Abtreibungsfinanzie​rung ist Privatsache" anzunehmen: Die Qualität der medizinischen Versorgung wäre in Frage gestellt, Komplikationen und Todesfälle könnten wieder zunehmen.

http://w​ww.luzernerzeitung.ch​/nachrichten/schweiz/​schweiz-sda/Fachleute​-warnen-vor-Abtreibun​gs-Initiative;art4644​7,325103


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17%
(24 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014

Tut mir leid, Frau Schmid-Federer, dass ich Sie mit meinem Kommentar erneut dazu veranlasst habe, diesen löschen zu lassen, obschon ich in der nach Ihrer ersten Zensur-Intervention korrigierten Fassung, den Link zur von mir zitierten Studie in der Datenbank der Uni Lausanne, als Beleg für die Übereinstimmung mit meinem Beitrag publiziert habe.

Diesmal wird als Verleumdung reklamiert, dass ich die Ideologie von der Zerstörung der Familie als marxistisch-totalitär​ bezeichnet habe. Ich werde deshalb selbstverständlich im Weiteren von dieser Formulierung absehen.

Der nun hoffentlich nicht mehr zu beanstandende Kommentar lautet also wie folgt:

Die Ideologie von der Zerstörung der Familie, (freie Gratisabtreibung als Teil davon) ist an gewissen Schweizer Universitäten und in der Sozialindustrie nach wie vor unumstössliches Ziel. Es wird dort nicht mehr danach gefragt, ob die Familie zerstört werden soll, sondern ganz offen nur noch danach, wie man diese Weltanschauung normal denkenden Menschen aufoktroyieren kann. Beispiel?:

An der Universität Lausanne läuft unter der ID 834 ein Forschungsprojekt des Büros für Sozialforschung in Zürich.
Für dieses Projekt mit dem Study title: "Begriff und Gegenwart der Familie" wird als offizielle Study description die folgende General information about the project aufgeführt:

Zitat: "Das Projekt zielt darauf ab, die Familie zu bestimmen als ein besonderes Herrschaftsverhältnis​, das sich nur unter bestimmten gesellschaftlichen Bedingungen realisiert...
... Unter anderem soll gezeigt werden, dass die Familie sich erst bei den Völkern der beginnenden Zivilisation herauszubilden beginnt, und zwar als ein feudales Herrschaftsverhältnis​, die Familie hier nichts anderes darstellt als eine besondere Form von Privateigentum...

​...Unter Einbezug von Untersuchungen, die dem Verhältnis von Autorität und Familie gewidmet sind, soll gefragt werden, in welcher Hinsicht die Familie heute noch gegenwärtig ist, welches die hauptsächlichen Krisensymptome sind und weshalb eine Überwindung der Familie (noch) nicht gelingt." Zitat ende.

=> Das Resultat der Forschung ist also bereits am Anfang bekannt. Der Grundsatz (Familie nix gut) wird nicht in Frage gestellt. Die Frage heisst einzig: warum gelingt die gewünschte Zerstörung der Familie noch nicht?

Und hier der Beweis-Link für den Kommentar:
http://forsdata.uni​l.ch/fw_query_fors/jd​-result-2-det.fwx?htm​.sel0=834




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12%
(34 Stimmen)
Robert Mannes sagte January 2014

Ich freue mich über den guten Vorschlag der Gegner. Finanzieren muss der welcher dafür Verantwortlich ist.

Also für die Masseneinwanderung und für die teure Ausschaffungen müssen nur die zahlen, welche für die Einwanderung waren.

EU-Bürokrat​ie oder Ostmilliarde sollen nur die Zahlen welche Ja zu den Bilateralen, Osthilfe sagten.
Knapp drei Viertel der Frauen, die im zweiten Quartal 2012 abgetrieben haben, waren zwischen 18 und 34 Jahren alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahren. Acht Prozent waren über 40, vier Prozent unter 18 Jahre. Diese Werte sind laut Destatis seit Jahren stabil. 40 Prozent der Abtreibenden hatten noch keine Kinder. 97 Prozent der Abbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Gründe waren nur bei drei Prozent der Grund"

http://www​.t-online.de/eltern/s​chwangerschaft/id_595​49020/zahl-der-abtrei​bungen-steigt-das-sin​d-gruende.html

Die​ Behauptung wie Abtreibungen meist nur medizinische Gründe haben ist nicht wahr.

Es gibt Verhüttungen. Wer diese nicht nutzt und Abreiben will soll es tun. Auch wenn ich gegen Vernichtung von Leben bin. Aber dann n i c h t auf Kosten der Allgemeinheit!

Ja zur Initiative!






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85%
(39 Stimmen)
Stefan Pfister sagte January 2014

Die Befürworter sagen immer wieder "die 28%, die die Fristenlösung abgelehnt haben, sollen nicht mitbezahlen für etwas, was sie aus ethischen Gründen ablehnen."

Wenn das das neue Demokratie-Prinzip ist, müssten wir auch FOlgendes machen.

-Ausschaff​ungen werden privat finanziert, damit die 47%, die die entsprechende INitiative abgelehnt haben, nicht mitbezahlen müssen, was sie aus ethischen Gründen ablehnen.

-die Armee wird privat finanziert, damit die GSoAten nicht mitbezahlen müssen, was sie aus ethischen Gründen ablehnen.

-überhau​pt könnte man auf diese Weise den Staat gleich abschaffen, denn jede Ausgabe hat ihre Gegner.

So läuft das einfach nicht. Die Mehrheit entscheidet, und wenn die Minderheit glaubt, dass der Entscheid gegen geltende Gesetze oder gar Grundrechte verstösst, gibt es die Möglichkeit der Klage.


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77%
(44 Stimmen)
Barbara Schmid-Federer sagte January 2014

Bei der Initiative - wie es schon im Titel geschrieben steht; Abtreibungsfinanzieru​ng - geht es um Kosten.
Wer aber genau hinschaut, stellt fest, dass keine Kosten gespart werden.
Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbru​ch sind gemessen an den Gesamtausgaben der obligatorischen Grundversicherung gering und die Initiative würde andere Folgekosten mit sich bringen. Die Kosten für einen Schwangerschaftsabbru​ch liegen zwischen 600 und 3000 Franken. Schätzungen zufolge betragen sie je nach Methode durchschnittlich 600 respektive 1000 Franken. Damit ergeben sich jährliche Kosten für Schwangerschaftsabbrü​che in der Höhe von 8 Millionen Franken, das sind 0,03% der Kosten der obligatorischen Krankenpflegeversiche​rung. Allerdings dürfte die Zahl noch deutlich tiefer liegen, da sie nicht berücksichtigt, dass zahlreiche Frauen aufgrund hoher Franchise und Selbstbehalt die Kosten für einen Schwangerschaftsabbru​ch bereits selber bezahlen.
Das Hauptargument "Kosten" zieht also nicht.


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77%
(44 Stimmen)
Barbara Schmid-Federer sagte December 2013

Die Initiantinnen und Initianten der Initiative weisen immer wieder darauf hin, dass "Abtreibungswillige​" eine Zusatzversicherung abschliessen sollen. "Abtreibungswillig"​ ist ein bizarres Wort, denn es unterstellt, dass eine Frau eine Abtreibung durchführen will. Das ist absurd und verkennt die Dramatik einer Abtreibung.
Keine Frau plant eine Abtreibung für ihren zukünftigen Lebensweg, weshalb es auch absurd ist, eine Abtreibungszusatzvers​icherung für eine mögliche Zukunft zu verlangen.


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80%
(59 Stimmen)
Barbara Schmid-Federer sagte December 2013

Die Initiative verletzt zweifach unsere Bundesverfassung:
1. Artikel 8: niemand darf diskriminiert werden, auch nicht wegen seiner sozialen Stellung. Der Zwang zu einer Zusatzversicherung würde dieses Gebot verletzen.
2. Artikel 12: Wer in Not gerät hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung. Das würde ihnen verwehrt.

Diese Initiative leistet keinen Beitrag zum intendierten Schutz des Lebens von Ungeborenen. Die Initiative verschärft die bestehende Notsituation von ungewollt schwangeren Frauen.


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18%
(40 Stimmen)
Bea Habegger sagte December 2013

Herr Knall

Zitat: "Beschränkungen von Wohnfläche"

Dies wird bereits angewendet, indem man vorwiegend Betagten Menschen eine sog. Volkszählung seitens BFS (Bundesamt für Statistik) unter Bussandrohung zustellt.

Das Ganze stinkt mächtig zum Himmel.

- Es wird vorgegaukelt die Daten seien codiert, jedoch sind AHV-Nr., sowie andere Daten und Strichcode bereits feinsäuberlich aufgeführt

- Es heisst 3% der Bürger/Innen müssten diesen Quatsch pro Jahr ausfüllen

3% auf 8 Mio. und dies soll eine repräsentative Statistik ergeben?

Nichts anderes als die Bevölkerung für naiv verkaufen
wollen, amtliche Beschäftigungstherapi​e für das BFS und erstellen von neuen Fichen um die Bevölkerung besser bewirtschaften zu können.

Bundesämte​r hätten jedoch den Auftrag die Bevölkerung zu vertreten, nicht sie zu bewirtschaften und bevormunden (siehe damalige DDR).

Die Abtreibungsinitiative​ ist ebenso ein behördlicher linker Zwängereiversuch.

Man will die Frauen als Mütter und gleichzeitig als Berufsfrauen. Kindererziehung dem Staat übergeben.

Es ist voraussehbar, dass die boomenden Emanzen/Quotenfrauen sich Abtreibungen über die Allgemeinheit finanzieren lassen werden, wenn ein Kind der Karriere im Weg steht.

Familienpla​nung ist nicht Staatsaufgabe, die Allgemeinheit hat solches nicht zu finanzieren.

Abtreibungen finanzieren ja, wenn eine Frau vergewaltigt wurde. Sonst in keinem Fall.





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25%
(40 Stimmen)
Hans Knall sagte December 2013

Nicht nur Marxisten befürworten ideologiegetrieben die Zerstörung der Familie und die Förderung von Abtreibungen. Für junge Leute, Frau Schmid-Federer CVP, ist es wichtig zu wissen, dass diese Bemühungen grundsätzlich immer dann propagiert werden, wenn versucht werden soll, die Bevölkerung besser zu kontrollieren und an die Staatskandare zu nehmen.

Fast identisch wie im Marxismus, gründet die Anti-Familien-Ideolog​ie gleichfalls auf der fanatischen Überzeugung aus dem letzten Jahrhundert, die Weltbevölkerung müsse drastisch reduziert werden.

Frank Notestein (1902-1983) war einer der einflussreichsten Aktivisten für Bevölkerungskontrolle​ und Demographie im 20sten Jahrhundert. Seine Arbeit führte zur Gründung der Demographie als einer akademischen Disziplin. Er fungierte als erster Direktor der Bevölkerungsabteilung​ der Vereinten Nationen und hatte 1952 entscheidenden Anteil an der Gründung des John D. Rockefeller Bevölkerungsgremiums (John D. Rockefeller Population Council). Er war auch einer der Direktoren der Bevölkerungsforschung​ an der Princeton University. Er dozierte:

"Das logische Ziel für rechtlichen und institutionellen Druck ist die Familie: Druck darauf das Heiraten hinauszuschieben; wirtschaftlicher Druck und Anreize für verheiratete Frauen ausserhalb des Hauses zu arbeiten; Bereitstellung kostenloser Abtreibungen für alle Frauen die danach verlangen; Degradierung der Familienrollen im Vergleich zu ausserfamiliären Rollen; Beschränkungen von Wohnfläche und Konsumprodukten...


...solch institutionelle Veränderungen sorgen für die Motivation der Begrenzung der Familie und die Bereitstellung von kostenfreien Abtreibungen gewährt hierzu ein Mittel. Die Auswirkungen einer solch grossen institutionellen Veränderung gehen weit über die Bevölkerungskontrolle​ hinaus. Die Familie ist die soziale Grundeinheit der Gesellschaft und ihre Hauptinstitution zur Sozialisierung der Kinder...

...drast​ische Veränderungen in grossem Umfang aufzuzwingen beinhaltet hohe Risiken, nicht zuletzt für das Regime, dass diese unternimmt. Der Preis für diese Art von Bevölkerungskontrolle​ könnte durchaus die Institution eines totalitären Regimes sein."

Die Forderung nach Abtreibungsfinanzieru​ng ist also nichts Neues, aber als Teil der Gesamtideologie nicht weniger gefährlich.


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27%
(52 Stimmen)
Hans Knall sagte December 2013

Gemäss heutiger Presseberichterstattu​ng (Der Bund, TA) ist die Abtreibungsrate bei den ausländischen Frauen aller Alterskategorien zwei- bis dreimal so hoch wie bei Schweizerinnen.

Laut Sprecher der Sektion Gesundheit im BFS brächten die Ausländerinnen halt ihre "soziokulturellen Einstellungen" in die Schweiz mit. Da würden oft "schlicht keine Verhütungsmittel" benutzt. Es gebe zum Beispiel Rumäninnen die "abtreiben, wann immer sie eine Schwangerschaft feststellen- und sei es bis zu zehnmal".

Deutlic​h zurückgegangen sei in den letzten Jahren die Abtreibungsrate bei den 15- bis 19-Jährigen. Aber auch bei den Teenagern sind die Ausländerinnen in der Überzahl: "Ihre Abtreibungsquote ist doppelt so hoch wie diejenige der jungen Schweizerinnen".

​Fazit: Es sind vor allem Ausländerinnen die unsere soziokulturellen Einstellungen nicht teilen, welche von der verlangten Solidarität der Krankenkassen-Prämien​zahler profitieren.



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21%
(58 Stimmen)
lula babalu sagte December 2013

Wenn man sich am Menschen orientiert und nicht an einer Religion ist die Schlussfolgerung: eine krume Nase ist zwar keine Krankheit - bedarf aber manchmal medizinischer Eingriffe. Eine Nasenkorrektur ist ein medizinischer Eingriff. Um sicherzustellen dass die Nasenkorrektur, die Brustvergrösserung, Beinverlängerung und das Fettabsaugen, in einer sicheren Umgebung abläuft sollen die Krankenkassen den Eingriff zahlen - zum Schutz des Patienten.

Eine Operation an sich ist ein riskanter Entscheid - die Patienten fällen den Entscheid nicht leichtsinnig. Erst nach einem (zwingenden) Beratungs-Gespräch bei einem Arzt kann der Entscheid gefällt werden (so ists heute. Das ist gut so)

Danke für Ihren Einsatz als Politikerin! ;-)


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69%
(83 Stimmen)
Corine Turrini-Flury sagte December 2013

Danke für die Überlegungen Frau Schmid-Federer .
Da kann ich sie weitgehend unterstützen.
Vor allem denke ich ist die Initiative religiös (christlich) begründet. Das ist abzulehnen.
Wenn man sich am Menschen orientiert und nicht an einer Religion ist die Schlussfolgerung: Schwangerschaft ist zwar keine Krankheit - bedarf aber manchmal medizinischer Eingriffe. Ein Abbruch ist ein medizinischer Eingriff. Um sicherzustellen dass ein Abbruch in einer sicheren Umgebung abläuft sollen die Krankenkassen den Eingriff weiterhin zahlen - zum Schutz der Mutter.
Ein Abbruch an sich ist ein tragischer Entscheid - die Mutter und der Vater fällen den Entscheid nicht leichtsinnig. Erst nach einem (zwingenden) Beratungs-Gespräch bei enem Arzt kann der Entscheid gefällt werden (so ists heute. Das ist gut so)

Danke für Ihrehn Einsatz als Politikerin .


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24%
(37 Stimmen)
Bea Zbinden sagte December 2013

Jetzt bin ich aber wütig! Herr Willibald von Wildenstein schreibt tatsächlich die Föten werden nicht getötet,sie leben ja nicht,unglaublich! Herr Willibald erklären sie mir mal wie Frauen mit nicht lebenden Föten im Bauch leben können,das ist schlicht unmöglich. Ein toter Fötus im Bauch geht ab oder die Frau landet als Notfall im Spital und muss operiert werden, um ihr Leben zu retten.


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69%
(42 Stimmen)
- - sagte December 2013

@ Gilbert Hottinger

Die Föten werden nicht 'getötet'; sie leben ja nicht.


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