Abstimmungen, Initiativen > National > Initiative "Für eine öffentliche Krankenkasse",

Nein zur utopischen, staatlichen Einheitskasse!

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Mit ihrer Volks­i­ni­tia­tive bit­tet die Linke zum drit­ten Mal in­nert kur­zer Zeit zu einer Ab­stim­mung über die Ab­schaf­fung des Wett­be­werbs bei Kran­ken­kas­sen und über die Einführung eines staat­li­chen Mo­no­pols. In einer idea­len Welt könnte eine gutmütige Kran­ken­kas­se, die alle Men­schen und deren Ge­bre­chen kennt, die Ge­sund­heits­ver­sor​­gung per­fekt ma­na­gen. So ein Mo­no­lith bräuchte nur ein IT-­Sys­tem und keine Wer­bung, denn alle Ein­woh­ner wären bei ihm zwangs­weise ver­si­chert. Damit könnte die­ser gut­mei­nende staat­li­che Mo­no­po­list ef­fi­zi­ent und res­sour­cen­scho­nen​d sein. In die­ser uto­pi­schen Welt wäre eine staat­li­che Ein­heits­kasse tatsächlich ef­fi­zi­en­ter, wie das Pro-­Ko­mi­tee be­haup­tet. Aber lei­der bleibt diese Welt eine uto­pi­sche.

 

Der Mensch und menschliche Institutionen reagieren auf Anreize. Gibt es keinen Druck und kein Wettbewerb, hat man auch weniger Anreiz, sich Mühe zu geben. Zugleich hat ein Monopolist eine grosse Marktmacht. Die Einheitskasse hätte keine Wettbewerber und damit also weniger Anreiz, effizient zu arbeiten – ja, es gäbe gar keine Vergleichsmassstäbe dafür! Die Einheitskasse hätte eine grosse Macht gegenüber Versicherten wie Ärzten und könnte sich ungebührlich bevorteilen – auf Kosten der Menschen.

 

Lie​sse der Staat seinen Monopolisten nicht so arrogant auftreten, ergäben dessen negativen Anreize mangels Wettbewerb aber ein anderes Problem: Die Einheitskasse würde zu viele Ressourcen verbrauchen, und die Behandlungskosten würden explodieren. Das ist denn auch genau das Problem, mit dem sich Länder herumschlagen, die den Wettbewerb im Gesundheitswesen weiter eingeschränkt haben als die Schweiz. Deshalb versuchen solche Länder die Gesundheitskosten in den Griff zu kriegen, in dem sie die Leistungen rationieren (woraus sich lange Wartefristen für manchmal banale ärztliche Leistungen ergeben, wobei gut Betuchte die Schlangen überspringen können ... de facto eine Zwei-Klassen-Medizin)​.

 

Das Schweizer Gesundheitswesen ist nicht perfekt, aber es funktioniert doch gut. Die Politik versucht, die Probleme sachbezogen zu lösen. Ein Systemwechsel würde viel kosten, die heutigen Probleme nicht lösen, aber neue schaffen. Statt weniger Wettbewerb bräuchte das Gesundheitswesen mehr echten Wettbewerb!

 

 ​

 

Adrian Ineichen

Vorstand,​ Jungfreisinnige Bezirk Uster (JFBU)

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


46%
(13 Stimmen)
Frank Wagner sagte September 2014

Ich wüsste von keinem Fall wo etwas staatlich oder behördlich organisiert tatsächlich günstiger und effektiver geworden wäre als privat organisiert.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

54%
(13 Stimmen)
Herald von Münster sagte September 2014

Richtig Herr Schweizer. Siehe weiteres prominentes Beispiel Ruth Humbel (CVP), welche inner- und ausserhalb des Nationalrats als vehemente Gegnerin der EKK auffällt. Frau Humbel ist als Verwaltungsrätin zweier Kliniken (Privatklinik Villa im Park, ReHaClinic AG) und der Krankenkasse Concordia eine direkte Profiteurin der steigenden Gesundheitskosten. Humbel & Co. haben eine starke Lobby, welche es geschickt versteht die eigenen Interessen und Pfründe zu schützen. Ein Job im Verwaltungsrat einer Krankenkasse kann gut und gern 50'000 Franken im Jahr einbringen.

Klar, dass solche sogenannten "Volksvertreter/Innen​​​" kein Interesse an einer EKK haben. Es ist Zeit, dass solches Schmarotzertum auf Kosten der Allgemeinheit gestoppt wird.

JA zur EKK!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

62%
(13 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Herr Ineichen

Beruf: Product Manager, Underwriter bei einer Versicherung

Da würde ich auch solche Aussagen schreiben.....


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Antworten auf diesen Beitrag

64%
(11 Stimmen)
Beat Stuber sagte September 2014

AHV, IV und SUVA funktionieren bestens, ich sehe nicht ein, dass wir 61 mal einen überteuerten Direktor bezahlen müssen. Ich stimme mit JA, weil die bisherige Variante auf der ganzen Linie versagt hat. Die heutigen Prämien sind von einem Grossteil der Versicherten nicht mehr bezahlbar, deshalb bin ich der Meinung, dass die Einheitskasse nur besser werden kann. Die heutige Krankenversicherung macht krank, deshalb ein überzeugtes JA.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

38%
(8 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Naja über funktionieren kann man streiten Herr Stuber

Aber es stimmt. Die öffentlichen Sozial-Institute sind im allgemeinen gut. Und wenn ich bedenken mit wie wenig eine IV oder eine EO auskommt oder auskommen muss um all die Wünsche und "Fälle" zu finanzieren, frage ich mich schon, warum eine KK-Prämie dann rund 10-15% (oder noch mehr je nach Alter) kostet.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

40%
(5 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Der Irrtum beruht auf der Annahme, dass das alles via EKK billiger wird. Ablehnen, diese EKK Wolke.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

60%
(5 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Herr Limaa

Es wird nicht wahrer, wenn Sie das dauernd wiederholen.
Und belegen, dass es nicht so ist, können Sie und ich nicht.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(3 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Sie haben recht, die Argumente der Befürworter verschieben die Kostenfolgen in die Zukunft mit Wunschdenken. Also klar NEIN zur EKK!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

40%
(5 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Richtig Herr Limaa

Dei Befürworter haben das gleiche Wusnchdenken wie die Gegner. Ein bezahlbare Krankenkasse. Und ich denke mir, dass wir nun alle Kenntnis davon haben... "Also klar NEIN zur EKK! "

Das ist Ihre Meinung


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(4 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Heute weiss ich, was ich von dem KVG zu erwarten habe, weil die Situation bekannt ist. Leider ist das mit Prämienerhöhungen verbunden.

Bei der EKK, und das habe ich in verschiedenen Darlegungen detailliert zu erklären versucht, weiss ich definitiv nicht. Das EKK Wunschdenken ist und bleibt eines mit haarsträubenden voraussehrbaren Auswirkungen.

Daru​m ist und bleibt meine Meiung: Nein zu einer EKK Verschlimmbesserung, die alles nur dem Staat zuschieben und was dabei herauskommt, muss nicht nochmals vertieft werden.

Entschiede​nes NEIN zur EKK und einem wolkigen GIGA Kostenmoloch.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(2 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Herr Limaa

Noch was Neues? Diese Aussagen kenne ich schon.....

Und sie stimmt nach wie vor nicht. Sie wissen so wenig vom KVG wie es sich entwickelt, wie Sie das von der EKK wissen. Oder wussten Sie dass die KVG sich so entwickelt? Es war damals auch kein neues System, es war ein international bekanntes System, nur hat man es nun so vermurkst, dass es keine moderate Reparatur gibt.

Lieber das Risiko, dass es VIELLEICHT eine wolkiges Giga Kostmolch geben könnte, als zu WISSEN, dass es GIGA-Kostenmolch ist.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1


67%
(12 Stimmen)
Alex Müller sagte September 2014

Natürlich dürfen Sie diese Ansicht haben. Aber eine Utopie ist die Einheitskasse natürlich nicht. Denn sie wäre genauso eine Errungenschaft, wie die AHV-IV-EO und SUVA solche sind. Die SUVA hat nicht "ein Monopol", sondern sie ist der Garant für alle Arbeitnehmerinnen dieses Landes, unfallversichert zu sein, vom Beginn einer Lehre an bis zur Pension.
Mit einer Einheitskrankenkasse tangieren wir nicht die Leistungen der Aerzte und Spitäler. Sondern wir einzig ändern das Rechnunswesen. (Welches heute schon in zentralen Recheninstitutionen ausgelagert ist, welches von vielen Kassen gleichzeitig bbenutzt wird!). Umstellen kostet! Dafür fallen die unsäglich vielen Werbeauslagen, Werbehefte, TV-Werbung, Abwerbestrategien und Gewinnausschüttungen - einfach weg. Das stabilisiert die Prämien.
Damit ist allerdings die angespannte Wettbewerbssituation zwischen den Spitälenr nicht aufgehoben. (Denn Si müssen sich doch auch fragen, warum Privatspitäler (s. die südafrikanische Grenoliergruppe) nur baut, um Gewinne zu erarbeiten. Das Gesundheitswesen braucht aber keine Marktweckung, sondern nur Deckung.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(12 Stimmen)
Sacha Bundy sagte September 2014

Würde, wäre, könnte... wie ich schon geschrieben habe; Gegner mit "Fakten" sind reine Plauderi.
Ach und ja, Herr von Limaa, ihre Argumente werden auch immer langweiliger, aber nicht besser!


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

73%
(15 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Gebe Herr Wild recht

Ein erneutes Wiederkäuen hier ist nicht von Nöten Herr Inneichen.

Und wahrer wird die Aussage bei einer regelmässigen Erneuerung auch nicht.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

27%
(15 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Richtig, wenn jemand im Zusammenhang mit dem schweizerischen Gesundheitswesen von Wettbewerb spricht, dann hat er in der Sache recht, denn heute kann die Kasse gewechselt werden. Weiss er / sie das nicht, hat er / sie Wahrnehmungsstörungen​​ bzw. eine Inforamtionsdefizit.

Sollte eine EKK angenommen werden, verschiebt der Patient das Ende der Kette auf den Bund, löst aber keine Probleme der Kostensteigerungen. Mit der EKK sind aber Kostenexplosionen vorprogrammiert.

Definitives NEIN zum linken unausgegorenen EKK Wunschdenken, bei verstaatlicher Steigerung der Gesundheitsindustrie,​ die dann mit der Sozial- und Asyindustrie staatlich gekoppelt wird.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

33%
(18 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Utopisch? Nein, linkes Wunschdenkenszenario,​​​ dass die Kosten an den Bund verschiebt, die Gründe für die Kostentreiber nicht löst und bei evtl. Einführung durch finanzielle Vorleistungen (Aufbau, Personal, Organisation) des Bundes beim Start schon so teuer ist, dass den Prämienzahlern die Augen tränen werden.

Die verheissendend wohligen Sprüche von BR Dreyfuss und NR Trix Haeberlein für die Einfhührung des KVG sind noch in lebehafter Erinnerung, wie: günstiger Prämien usw.

Das Gegenteil ist eingetreten. Genau jene Kreise haben den KVG Katalog immer weiter aufgebläht und sich keinen Deut um Sparmassnahmen gekümmert.

Von links ist auch nichts anderes zu erwarten. Schliesslich brachte BR Dreyfuss aus dem Kosovo per Bundesratmaschine auch gleich noch Asylanten mit in die Schweiz.

Ablehnen diese undurchdachte, aber hinterhältige linke Quadratur des Kreises.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



56%
(16 Stimmen)
- - sagte September 2014


Wozu der neue Blog. Herr Ineichen? Müssen wir hier jetzt alle Argumente wiederkäuen?

http://www.viment​is.ch/d/dialog/readar​ticle/ja-zur-initiati​ve-fuer-eine-oeffentl​iche-krankenkasse/


http://www.vimentis.​ch/d/dialog/readartic​le/fuer-eine-krankenk​asse-nach-schwedische​m-vorbild/


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 1