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Offener Brief an unsere Bundespräsidentin

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Persönlich

Frau Bundespräsidentin
Simo​netta Sommaruga
Eidg. Justiz- und Polizeidepartement
Bun​deshaus West
CH-3003 Bern

5. September 2015

Sehr geehrte Frau Bundespräsidentin Sommaruga

Darf ich mir die Frage erlauben, wo Sie sich jetzt und heute aufhalten? Zurzeit erlebt Europa, also Teile davon, die grösste Einwanderungswelle aller Zeiten und diese Ströme von Menschen, die nach einem besseren Leben nachsuchen, scheinen nicht abzureissen. Von unserer Landesregierung höre und lese ich seit Wochen nichts Griffiges und auch sonst bemüht sich kein einziger Volksvertreter vor eine Kamera um dem Volk seine Konzeption anzukündigen.

Sie sind doch gewählt um zu regieren und vor allem um zu agieren? 1956 kam mein Vater als 16-jähriger Junge von Budapest in die Schweiz – auch als Flüchtling. Damals bereitete der Bundesrat sein Volk sehr gekonnt darauf vor. Unterkünfte wurden bereitgestellt, warme Kleider und Decken organisiert, in BUCHS SG warteten Delegationen auf die heranfahrenden Züge um die Kinder im ganzen Land zu verteilen. Mein Vater wurde von einer Pflegefamilie aufgenommen und durfte Deutsch lernen, machte eine Ausbildung und wurde bestens integriert. Die Zuneigung, Liebe und aber auch die Gastfreundschaft der Schweizerinnen und Schweizern waren ihm Gewiss.

Heute fegt ein kalter, eisiger Wind durch unser Land und die Bevölkerung fürchtet um ihren Wohlstand, den inneren Frieden und aber auch die Enge macht einer Mehrheit Mühe wie wir aus der Volksabstimmung vom 9. Februar 2014 längst wissen. Andere Kulturen mit ihren Bräuchen und Sitten verlangen uns viel ab und fordern unser Verständnis und auch unsere Geduld. Sie Frau Bundespräsidentin spüren doch auch diese Kälte und der eisige Wind, verloren Sie bekanntlich sämtliche Volksabstimmungen zusammen mit Ihren sechs Kollegen/Innen als es um Einwanderung, Asylfragen und Rechtssicherheit ging. Hat das nicht auch etwas damit zu tun, wie Sie sich als Bundesrat gegenüber der Bevölkerung geben? Wie darf ich Ihr Schweigen interpretieren? Wahlkampf? Damit im Herbst keine der einen oder anderen Parteien Stimmen generiert oder verliert? - das auf Kosten der Flüchtlinge aber auch der Schweizer Bevölkerung? Wie ist ihr Schweigen zu werten?

Gerade überqueren 1000 Kilometer von der Schweiz zig Tausende Flüchtlinge die Grenzen nach Europa und immer noch hört man vom Bundesrat nichts. Wie wäre es mal, wenn Sie sich den Medien bedienen würden und das Volk in einer TV-Ansprache auf das ansprechen, was eigentlich alle von einer Landesregierung erwarten! Ein Konzept? Wie weiter? Was tut der Bundesrat? Was erwartet er von seinem Volk? Wie soll das alles weitergehen? Wie viele Flüchtlinge ist der Schweizer Bundesrat bereit aufzunehmen? 30‘000? 80‘000? 100‘000? Wo sind die Unterkünfte? Wie geht das logistisch? Wer bezahlt das? Wird es uns allen schlechter gehen oder wird es so bleiben? Wie bringen wir unsere Kultur mit fremden Kulturen einher? Prallen hier nicht Welten aufeinander die nicht unbedingt einfach zu akzeptieren sind? Wie wollen wir das alles bewältigen? Wie erklären Sie einem Arbeiter seine klägliche Rente und die immer höheren Kosten überall auch im öffentlichen Sektor, während Sie sich nicht blicken lassen in dieser für alle nicht ganz einfachen Zeit?

Es nützt nichts ängstliche Menschen als Rassisten zu beschimpfen oder ein Volk das anders abstimmt als das man es selber gerne hätte, einfach zu übergehen. Ich verlange und mit mir sicher auch viele andere, endlich ein Konzept, ein Bekenntnis und eine Stellungnahme einer Regierung, die sich selbst als gut funktionierend betitelt. Auf was also müssen wir uns gefasst machen? Auf noch radikalere Vorlagen irgendwelcher politischen Kräfte, die dann zur allgemeinen Verwunderung auch noch angenommen werden? Sie sich dann darüber beschweren, warum sich unsere ausländischen Partner vor den Kopf gestossen fühlen?

Diese Anliegen muss ein Bundesrat dringend beantworten können, sonst muss er anderen seinen Platz anbieten. Sie sind Regierende, Sie wollten das, - ich bin nur der Gewärtigende, ich wollte das auch.

Hochachtungsvo​ll


Kommentare von Lesern zum Artikel

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Stefan Pfister sagte September 2015

Herr Balazs
Sie wollen aus Angst vor Terrorismus keine Flüchtlinge aufnehmen. Ich weise Sie darauf hin, dass die OPFER der Terroristen zu uns flüchten und möchte Ihnen einen Kommentar von Daniel Binswanger ans Herz legen:

"Der Westen befindet sich im Krieg mit dem islamistischen Fundamentalismus. Wenn wir diesen Krieg gewinnen wollen, müssen wir uns mit den Opfern des Islamismus solidarisch zeigen."

http://bl​​og.dasmagazin.ch/201​5​/09/09/eine-chance-​fu​er-europa/?goslide​=0


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67%
(6 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Verschiedene Leute haben an verschiedenen Stellen geschrieben, man müsse unsere Kultur und unsere Werte schützen (und deshalb den Flüchtlingen den Zutritt verwehren), Wahlweise war von schweizerischen, europäischen, abendländischen oder christlichen Werten und Kultur die Rede. Leider hat mir keineR dieser Leute bisher präzisiert, was für Werte das genau sein sollen. Ich möchte sie darum bitte mir zu sagen, was für Werte und was für eine Kultur Sie damit meinen.


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40%
(10 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

Herr Gabor Balazs,

Ich habe beim FC Basel früher Jahre Fussball gespielt, auch mit einem Gabor, der und sicher auch Sie lieben die Schweiz, das kann man leicht spüren. Vielleicht noch um einiges intennsiver als viele Schweizer, die gar nicht mehr ermessen können, was unabhängigkeit, Souverenität und FREIHEIT eigentlich bedeuten. Bekanntlich schätzt der Mensch ja erst etwas, wenn er es nicht mehr hat, dem gilt es vorzubeugen. Sie hätten ihr auch dies noch schreiben können;

Die SCHWEIZ, unser Land, wird immer noch zu oft als "Rosenpicker" verschrien, aber i.S. Flüchtlingen haben wir mehr aufgenommen, bis & mit heute, als Deutschland im Verhältnis pro 1000 Einwohner, als jedes andere LAND IN EUROPA, ausser Schweden, das an 1 Stelle steht.

Frau BR-Sommaruga, bitte stellen Sie diese Beleidigung jeder Schweizerin und jeden Schweizers doch einfach einmal mit Nachdruck richtig bitte, oder was gibt es für einen Grund, dass Sie es bis heute nicht getan haben ?

Frau BK-Merkel war beim Griechenland-Drame mit einem Hitler-Schnauz auch beleidigt & verunglimpft worden, jetzt weiss sie sich i.S. des Flüchtlingstromes über die Balkanrute, Ungarn umso mehr aber sehr schnell wieder "ins beste Bild" zu rücken, weltweit;

Auszug aus FAZ.de;

"Was Merkel sagt, wird überall gehört

Aber Merkel weiß auch, dass nicht wir unsere Aufgaben wählen, sondern die Aufgaben uns. Und dass die Aufgaben, wenn wir sie nicht bewältigen, dann eben uns bewältigen. Das war es wohl, was sie vor Jahren mal mit „alternativlos“ meinte. Und trotzdem kann natürlich eine Bundeskanzlerin nicht nur nach innen sprechen. Was sie sagt, wird auch anderswo gehört. Deshalb haben diese Worte, „Wir schaffen das!“, Deutschland ein freundliches Gesicht gegeben, wieder. Auch das soll es bitte behalten.

Quelle;


http://www.faz.ne​t/n​ewsletter/fruehau​fste​her/die-beliebte​sten-​artikel-gestern​/fluec​htlingskrise-d​eutschl​and-schafft-s​ich-ab-k​ommentar-137​87352.htm​l



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67%
(12 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Guten Tag Herr Balazs,

Auch wenn Sie sehr allgemein eine Stimmung beschreiben, gehe ich stark davon aus, dass es Ihre eigene ist. Wenn ich Ihren Beitrag richtig deute, sind Sie der Schweiz dankbar, dass Ihre Familie aufgenommen wurde, aber Sie selber wollen niemanden aufnehmen, weil Sie Angst vor fremden Kulturen haben Ungarn, wo Sie herkommen, liegt übrigens auch nicht grade vor der Haustür, und die Sprache ist mit keiner unserer Landessprachen verwandt. Auch Ihre Eltern waren ziemlich fremd hier. Sie wurden trotzdem aufgenommen, weil die Hilfsbereitschaft grösser war als die Angst vor dem Fremden. Ich verstehe nicht, warum ausgerechnet Sie diese Hilfsbereitschaft nicht aufbringen wollen, wo Sie doch selber davon profitiert haben.


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(9 Stimmen)
Gabor Balazs sagte September 2015

Danke für Ihre netten Zeilen und beantworte die Frage wie folgt. Erstens bin ich in einer Mischfamilie aufgewachsen. Meine Mutter ist Schweizerin und lernte meinen Vater erst kennen, als er bereits fertig ausgebildet war und sich hier integriert hatte. Zweitens waren die Zustände damals schon viel anders Ich persönlich verheimliche meine Angst nicht weil ich nicht weiss, wer hierher kommt. Ich beschreibe ja meine Befürchtungen wegen der unterschiedlichen Kulturen und die sind halt auch im radikalisierten Glauben zu finden. Ich habe nichts gegen Flüchtlinge und auch nichts gegen die Aufnahme verfolgter Menschen. Allerdings spreche ich mich klar gegen radikalisierte Formen aus und will nicht, dass bei uns plötzlich Zustände herrschen wie in Deutschland. Ich habe es noch im Hinterkopf was der Lybische Diktator Muammar al-Gaddafi einst sagte: "Wir brauchen keine Waffen um Europa zu erobern". Was da abgeht ist unverantwortlich und gefährlich. Wir gehen sehr schwierigen Zeiten entgegen und bei unseren Politikern befürchte ich, dass bald die Schranken einer europäischen Kultur durchbrochen und Europäische Traditionen Geschichte sein werden. Unserer Politikerkaste in Bern traue ih halt leider zu, dass sie die Lage wieder total falsch einschätzen wie schon immer und das bereitet mir zusätzliche Angst. Meine Angst hat nichts mit Vorwürfen gegenüber Flüchtlingen zu tun sondern eher mit der Entwicklung in unserem Land für die Zukunft. Ich glaube auch, ich bin nicht der Einzige.


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(9 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

@ Herr Gabor Balazs,

Ich kann Ihren Werdegang jedenfalls sehr gut nach vollziehen, und deshalb auch gut verstehen. Wegen den Anschllägen von Islamisten in Frankreich gibt es dort ja auch bereits Gemeinden, die nur noch christliche Flüchtlinge aufnehmen wollen. Übertrieben ? Aber hat nicht die IS vor Wochen schon verlauten lassen, sie werde tausende IS-Kümpfer über die Asyl-Schiene nach Europa infiltrieren ?
Auch ausgeschlossen, z.B. jetzt über Ungarn ?

SP-Mitglied Herr Buschkowsky prophezeit 5-Millionen Asylanten für Deutschland - 4.9.2015

https://w​​ww.youtube.com/watch​?​v=0Q4SaUJ7KYI

Ei​ne aussergewöhnlich sehr gute, weil zutreffende Lehrstunde eines D-Sozialdemokraten i.S. der Realitäten i.d. ASYLFRAGEN, auch für die Verantwortliche i.d. SCHWEIZ, Frau BR-Sommaruga, SP.



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44%
(9 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Ich kann Ihre Angst teilweise verstehen, aber sie basiert meiner Meinung nach auf einer falschen Annahme, nämlich auf der, dass alle Muslime ein monlithischer Block sind, der das tut, was Gaddafi will. Die haben doch unterschiedlichste Glaubensauffassungen,​ die sich zum Teil auch untereinander bekämpfen. Ich glaube, dass Gaddafis Worte genausowenig Einfluss auf die Menschen haben wie Huonders Worte auf Sie und mich.

Und was sind für Sie europäische Werte? Also wenn es gemeinsame europäische Werte gibt, dann sind das in meinen Augen die Menschenrechte. Denn alle europäischen Länder (mit Ausnahme von Weissrussland) haben die EMRK unterschrieben. Und zu diesen Werten gehören Rechtsgleichheit und Religionsfreiheit, aber auch das Recht auf Hilfe in Notlagen. Man könnte auch religiös mit der christlichen Nächstenliebe argumenttieren, die sich explizit auch auf Flüchtlinge bezieht.

Wenn Sie glauben, Europa gegen den Islam verteidigen zu müssen und dabei die europäischen und christlichen Werte aus Angst verraten, wofür kämpfen Sie dann noch?


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(9 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

"Wegen den Anschllägen von Islamisten in Frankreich gibt es dort ja auch bereits Gemeinden, die nur noch christliche Flüchtlinge aufnehmen wollen. "

Das sind gute Beispiele, wie wir unsere Werte verraten und dabei glauben, sie zu verteidigen.

Wir sind eine offene Gesellschaft, und ich will, dass es so bleibt. Eine offene Gesellschaft ist zwangsläufig verletzlich. Aber dafür bietet sie uns Bürgern individuelle Freiheiten, die wir in einem Überwachungsstaat nicht hätten.


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(8 Stimmen)
Gabor Balazs sagte September 2015

Frau Arnold. Ich habe meine Sachlage dargelegt und wehre mich persönlich entschieden gegen diese Völkerwanderung. Aufgenommen werden sollen Kinder und Frauen die an Leib und Leben verfolgt werden. Da hat kein Mensch auf der ganzen Welt etwas dagegen. Was aber zur Zeit abläuft ist ja wohl alles andere als konstruktive Flüchtlingspolitik im Rahmen der Genfer Flüchtlingskonvention​.


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(10 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Ich finde es schade, dass Sie auf meine Argumente nicht eingehen. Sie dürfen sie auch gerne kritisieren, das macht mir nichts aus. Ich führe lieber einen Dialog als wie ein Politiker meine Parolen ins Mikrophon zu husten, unabhängig davon, was Gesprächspartner und Moderator gesagt haben. Können Sie es ebenso halten? Das wäre sehr nett.

"Aufgenommen werden sollen Kinder und Frauen die an Leib und Leben verfolgt werden."

Was ist mit Männern, die an Leib und Leben bedroht werden? Ich stelle mir gerade vor, dass ich mit Mann und Kind auf der Flucht bin, und dass Sie als Grenzwächter mich und die Kinder aufnehmen, meinen Mann aber ins Kriegsgebiet zurückschicken wollen. Da würde ich Ihnen aber ewas erzählen!


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(8 Stimmen)
Gabor Balazs sagte September 2015

Mich würde beispielsweise mal interessieren, wer flüchtet und von wo diese Menschen das Geld wirklich herhaben. Ich erzähle Ihnen nur kurz eine kleine Geschichte: Meine Freundin hat sich hier als Zahnärztin weitergebildet und danach wollte sie hier auch arbeiten (kam aus Ungarn). Das Bewilligungsverfahren​ dauerte 3 Monate, sie musste Erlasse, Diplome, etc. vorbringen. Das ginge ja noch. Den Strafregisterauszug und die Nachweisprüfung über ihr Vermögen, ihr Kapital und was es sonst noch alles braucht, waren dann weitere Hürden. Wir galoppierten sicher 10 mal auf Ämter und Botschaften, konsultierten Übersetzungsbüros und andere Behörden. Dabei war von Anfang an klar, wie sie arbeitet sonst hätte sie ja wohl kaum hier an der Uni eine Zusatzausbildung machen dürfen. Jetzt raten Sie mal, was mich aufregt? Es ist ein Beispiel von vielen. Angenommen, ein Eritraer war selbst in der dortigen Armee und hat Wehrpflichtige geschlagen, gefoltert und schikaniert. Wer kontrolliert das? Ein ISIS-Kämpfer der mordete und sich jetzt unter die Flüchtlinge mischt und sich so einer Strafe entziehen kann. Ich weiss ja nicht - aber das macht mir Angst und Bange. Irgend etwas stimmt einfach nicht in der Gesamtschau der Flüchtlingssituation.​


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50%
(8 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Herr Balazs, ich erzähle Ihnen auch etwas, nämlich einen Wortwechsel aus der Arena. Proyer: Herr Amstutz, wissen Sie noch, was ich gefragt habe?
Amstutz. Nein.
Amstutz redete drauflos, spulte seine vorbereiteten Statements ab, ohne auf das einzugehen, was gefragt war. Sie kommen mir genauso vor.

Sie thematisierten Ihre Angst um die europäische Kultur. Ich fragte dnach, was denn die europäische Kultur sein, definierte, was ich darunter verstand, und dass Sie genau diese Werte verraten.

Was Sie darunter verstehen, sagten Sie nicht, sondern brachten Ihr nächstes Statement, dass für Sie nur Frauen und Kinder echte Flüchtlinge seien. Auf meine Entgegnung dazu gingen Sie dann auch nicht ein, sondern bringen gleich Ihre nächste Botschaft.

können wir bitte strukturiert vorgehen und uns zuerst mit der Frage befassen, was Sie, Herr Balazs, unter der europäischen Kultur verstehen, die Sie bedroht sehen? Was ich darunter verstehe, habe ich schon gesagt.


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(7 Stimmen)
Frank Wagner sagte September 2015

Wieso, Herr Balazs, interessiert Sie woher die Menschen das Geld für ihre Flucht her haben? Muss ein Flüchtling zwangsläufig arm gewesen sein? Oder glauben Sie Geld schützt vor Verfolgung und Gewalt?

Was glauben Sie wie viele Eritreer nach Europa flüchten die vorher in der Armee waren und Wehrpflichtige gequält haben? Und aus welchen Gründen sollte so jemand nach Europa flüchten? Was glauben Sie wie viele ISIS-Kämpfer die gemordet haben nach Europa flüchten? Und auch hier, aus welchen Gründen? Soll man den ganzen Asylgedanken verwerfen nur weil es sein könnte das man dem einen oder anderen Falschen Asyl gewährt?

In jedem Rechtsstaat gilt der Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten". Das heisst man nimmt lieber in Kauf jemanden Schuldigen nicht zu verurteilen als jemanden Unschuldigen zu verurteilen. einen Sie das für Flüchtlinge das nicht gelten soll?

Sind Sie sicher, das Sie objektiv sind, wenn Sie glauben das "irgendwas nicht stimmt in der Gesamtschau der Flüchtlingssituation"​? Leider ist bei vielen Gedanken zu Zweifeln an der Flüchtlingssituation der Wunsch Vater des Gedankens: man ist mehr oder weniger gegen die Aufnahme von Flüchtlingen, und "wünscht" sich einen Grund dazu. Man merkt häufig in Diskussionen wie schnell Informationen für wahr gehalten werden, wenn sie einem passen, und wie schwer es Informationen haben die einem nicht passen. Das passiert jeder Seite einer Diskussion.


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(7 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2015

Ich kann Herr Balazs sehr gut verstehen. Selbstverständlich muss oder darf man nicht alle Menschen in den gleichen "Topf" werfen, das tut er auch nicht.

Und man wird mich nun wieder "Steinigen" wenn ich hier einfach zur Bedenken gebe, dass mit all den Zuwanderungen, Flüchtlingen auch solche welche er beschreibt kommen können, werden.

Und wir dürfen nicht vergessen. Keiner kann in Frieden leben, wenn's dem lieben Nachbarn nicht gefällt. So können 100 friedliche Menschen zusammen leben, wenn aber einer ein Messer in die Hand bekommt, dieses dann falsch nutzt, weil seine ethnische Einstellung nun einfach mal anders ist, wird dies gravierende Folgen haben.

So müssen wir nun einfach mal einsehen, dass alle Länder, Staaten eigene ethnische Einstellungen besitzen, diese auch leben und oder umsetzen. So können wir z.B. erkennen, dass Schweizer eher als zurückhalted und friedlich gelten. Russische Bewohner jedoch dann schon eher zu "Skrupellosigkeit" tendieren, und in Syrien können wir ja hautnah erleben, was es heisst, wenn ein Mensch einen derart extreme Einstellung entwickeln kann, weil er/sie so aufgewachsen ist oder in seinem solchen Umfeld lebt.

Daher kann ich seine "Bedenken" sehr wohl nachvollziehen und versuche auch zu differenzieren, was aber sehr schwer ist, weil man nur den Mensch von aussen erkennen kann und nicht die evtl. bestehende "Bombe" welche er in sich trägt.


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57%
(7 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Herr Schweizer,

es hat mal Bücher gegeben, wo "Der Schweizer", "der Franzos", "der Russ" etc. mit ihren körperlichen und seelischen Eigenschaften beschrieben wurden. "Der Jud" kam dabei nicht gut weg. Ich dachte, diese Zeiten seien vorbei.

Kennen Sie das Stück "Andorra" von Max Frisch? Falls nicht, kann es Ihnen sehr empfehlen, denn dort sieht man, wo negative Stereotypen wie "alle Juden sind geldgierig" (damals) oder "alle Muslime sind Terroristen" (heute) hinführen können.




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63%
(8 Stimmen)
Frank Wagner sagte September 2015

"So müssen wir nun einfach mal einsehen, dass alle Länder, Staaten eigene ethnische Einstellungen besitzen, diese auch leben und oder umsetzen."

Nicht nur Länder und Staaten: meine ethischen (ich vermute Sie meinten "ethische" statt "ethnische" Einstellungen) Einstellungen sind z. B. mit einem Herrn Hottinger nicht kompatibel, obwohl wir dem gleichen Kulturkreis entstammen. Auch Bürgerkriege entstehen dadurch das innerhalb eines Landes unterschiedliche Vorstellungen herrschen.


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33%
(6 Stimmen)
Stefan Kernen sagte September 2015

Herr Wagner!

Den Begriff "ethnisch" hat Herr Schweizer wohl richtig gewählt. Er versteht wohl unter "ethnischer Einstellung" so etwas wie ein "Volkscharakter". Ich bezweifle aber, ob es einen solchen Charakter überhaupt gibt. Hiezu ein kritischer Artikel aus der NZZ:

http://www.nz​z.ch/schuld-ist-siche​rlich-der-volkscharak​ter-1.15083563



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57%
(7 Stimmen)
Johanna Arnold sagte September 2015

Genau, Herr Wagner. Und wenn ich bedenke, dass ich mit meiner besten Freundin, die eine Deutsche ist, deutlich mehr gemeinsam habe, als mit Herrn Hottinger oder Herrn Amstut, komme ich zum Schluss, dass an diesen landestypischen Eigenschaften nicht viel dran ist. Besonders nicht in einem Land mit vier Landessprachen und vier Kulturen, also mit integriertem Multikulti.


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38%
(8 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

@ J. Arnold,

Sogar die Landschaft, das Klima prägen einen Menschenschlag, bilden Charakter, Zugehörigkeit, Loyalität und Treue.

Denn nichts ist doch süsser als unsere Heimat und Eltern. Wenn man auch in der Fern' ein Haus voll köstlicher Güter, unter fremden Leuten, getrennt von den Seinen, bewohnet.

- Homer, Odysee, 90, 34-36


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18%
(11 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

@ Herr Orban, Präsident von Ungarn wird im Moment viel, sehr viel gescholten, die Frage ist aber, zu Recht oder zu Unrecht ?

Jedenfalls ist er im Dublin- Schengen Raum bald der Einzige, der sich noch an diese Verträge hält. BK-Merkel hat diese ja vor 2 Tagen erst (eigenmächtig) als ausser Kraft gesetzt erklärt. Ist sie da wohl in Bern von BK-Sommaruga gedrängt resp. überzeugt worden, wie die Schweiz ALLE aufzunehmen, ohne Unterscheidung von Flüchtling & Wirtschaft-Flüchtling​ ? Das ist doch die Frage. Undd hat Frau Merkel jetz in der EU sich schon die alleinige gesetzesbestimmende Funktion unter die Nägel gerissen ?

3. Denn jetzt kommt noch ein gravierender, insbesondere für Deutschland, die Schweiz und andere Länder Gesichtspunkt hinzu, den die IS ja schon vor Wochen angekündigt hatte, aber anscheinend alle unsere Politiker, sie schlafen den "Schlaf der Gerechten" * w e i t e r h i n *, bis es ein böses Erwachen gibt.
Ich prognosdiziere mal, die 1. Bombe wird wohl in Deutschland von der IS leider so bald hochgehen.

Mindest​ens 5 (fünf) Millionen werden bald kommen, so wie sich BK-Merkel verhält, prognozieren in Deutschland selbst Linkspolitiker, wie z.B. auch Herr Buschkowsky.

Nachw​​eis;
https://www.yo​u​tube.com/watch?v=0Q​4S​aUJ7KYI

Lösungs​vorschlag;

A) Strikte Konntrollen der Dublin- Schengen AUSSENGRENZEN, somit SCHUTZ vor unkontrollierter Zuwanderung,

B) Verstärkte HILFE VOR ORT.

C) Militärische Beendigung des unmenschlichen Dauermassakers von Zivilisten in Syrien & Irak, mittels Friedensverhandlungen​ & Waffenstillsltand.


D) Eine Heuchelei sondergleichen seit Jahrzehnten prangere ich hier auch die Tatsache an, dass die UNO & die Staatengemeinschaft es bis heute es nicht fertig gebracht hat, i.d. Region Türkei, Syrien & Irak dem kurdischen VOLK endlich einen eigenen Staat, auch ein Menschenrecht, zuzugestehen.

Quel​le;
http://de.europe​news.dk/3000-Dschihad​isten-auf-dem-Weg-nac​h-Europa-als-Refugees​-getarnt-121456.html


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50%
(8 Stimmen)
Urs Scheiwiller sagte September 2015

Herr Balazs,
Ich wäre hocherfreut, wenn Sie sich mit gleichem Elan an Ihren ehemaligen Mitbürger Orban wenden würden, um ihn zur Raison zu bringen.


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46%
(13 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2015

Frau Bundespräsidentin Sommaruga hat sich ja noch nicht mal öffentlich entschieden, ob Sie sich erneut wählen lassen möchte oder nicht. Wie soll man von Menschen die nicht zu eigenen Enscheidungen stehen möchten oder können, erwarten, dass eine Entscheidung gefällt werden kann?


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50%
(12 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte September 2015

Sehr geehrter Herr Gabor Balazs,

1. Vielen Dank für Ihr sehr gutes Schreiben was ich zu 100 % unterstütze und befürworte, aber erwarten Sie keine konkreten Antworten. Ich habe Frau Sommaruga auch schon mehrere, berechtigte Fragen sachlich so schriftlich vorgelegt, aber nur eine nichts sagende Antwort erhalten.

Hätten Sie dies Schreiben im Internet veröffentlicht zum unterschreiben, ich und sicher Tausende Bürger & Bürgerinnen hätten ihren Brief mit unterzeichnet, weil sie den Nagel mit dem Hammer genau auf den Kopf treffen. Danke.


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56%
(16 Stimmen)
Stefan Pfister sagte September 2015

Manche Einwanderer wollen hinter sich die Türe zumachen und keine weiteren Leute mehr reinlassen. Herr Balazs ist ein Beispiel dafür. Ich nenne das Egoismus, und das ist noch diplomatisch formuliert.


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38%
(8 Stimmen)
Georg Bender sagte September 2015

Herr Balazs
Der Aufstand in Ungarn scheinen Ihre "Landsleute" auch verdrängt haben! Oder wie erklären Sie sich die Haltung der Rechtspopulistischen Regierung als Volksvertreter?
Die Schuldengeldfinanzier​ung spielt dabei eine völlig untergeordnete Rolle! Würden die Menschen die Funktion und Auswirkung des Schuldengeld-Schneeba​llsystems verstehen, würden wir die richtigen Antworten haben! Weil immer die Kosten (Erträge im Geldkreislauf) in den Vordergrund gerückt werden, versteckt sich die Politik (sie versteht den Schuldengeldkreislauf​ auch nicht), weil sie das "Feld" der SVP überlassen wollen!
Die mit Schuldengeld definierten Tauschwerte (Tauschhandel = Wirtschaft) generieren die Schuldengeldzirkulati​on!



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