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Psychiatrieentlassene​ in Notschlafstellen

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«Die Wohn­ein­rich­tun­gen​ ü­ber­neh­men fak­tisch die Akut- und Lang­zeit­pflege eines gros­sen Teils von psy­chisch Schwer­kran­ken», sagt David Bri­ner, Stu­dien­lei­ter und PP­Z-­Che­f­arzt. «Früher leb­ten psy­chisch Kranke über viele Jah­ren in den Ir­ren­an­stal­ten.» Heute lan­det ein be­trächt­li­cher Teil die­ser Pa­ti­en­ten in Ein­rich­tun­gen, die ei­gent­lich zur Ver­hin­de­rung von Ob­dach­lo­sig­keit ge­schaf­fen wur­den und nicht für die Be­hand­lung von Psych­ia­trie­pa­ti­e​n­ten. So liest man hier. http://www.tage​sanzeiger.ch/wissen/m​edizin-und-psychologi​e/Notschlafstellen-in​-Zuerich-sind-voll-mi​t-psychisch-Kranken/s​tory/27847812 Zudem auch: Be­treuer in so­zia­len Wohn­ein­rich­tun­gen​ be­ob­ach­ten seit ei­ni­ger Zeit eine Zu­nahme psy­chisch schwer kran­ker und un­ge­nü­gend be­han­del­ter Per­so­nen. Be­treuer in den Wohn­ein­rich­tun­gen​ ver­mu­ten ver­schie­dene Gründe hin­ter der Si­tua­ti­on. In der Stu­die er­wähnt wird vor allem einen: «Als be­son­ders pro­ble­ma­tisch wer­den die zu kur­zen sta­tionären Auf­ent­halte schwer kran­ker Per­so­nen er­ach­tet, wel­che oft un­ge­nü­gend be­han­delt und zu in­sta­bil aus der Kli­nik ent­las­sen wür­den.» Die Nach­be­treu­ung nach dem Kli­ni­k­auf­ent­halt​ muss rich­tig auf­ge­gleist wer­den (inkl. The­ra­pie­plan, Do­sie­rung, Ter­mi­ne). Da zweifle ich, dass die Not­schlaf­stel­len samt ihren Re­geln und Öff­nungs­zei­ten tagsü­ber samt dem nicht ent­spre­chend ge­schul­ten Per­so­nal rich­tig sin­d. ­Feh­lende Ein­hal­tung von The­ra­pie­plä­nen und Ter­mi­nen dann in­kl. 

Man beachte, dass fehlende Einsichtigkeit in das Bild einer , Psychose gehört und dass solche Betroffene eine enorme Belastung (womöglich zum Nulltarif inkl. Aussicht auf Jobverlust wenn der Arbeitgeber dies nicht mitträgt, für was ich Verständnis haben kann) für die Angehörigen bedeutet. Diese leisten 150 %, haben eine entsprechende Verantwortung und dürfen in verschiedene Rollen schlüpfen (Angehörige/r, Betreuer/in, Beistand/Beiständin etc.) und sich die Informationen zudem auch noch irgendwie beschaffen.



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36%
(14 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte Vor 5 Tagen

Liebe Frau Sägesser Barbara,

Ein sehr guter nötiger Blog, Danke dass Sie sich die Zeit genommen.

Es ist wirklich äusserst bedenklich wenn für die Ärmsten der Armen in unserem Land angeblich kein Geld mehr vorhanden ist/sei.!!! Ich bin da ganz anderer Meinung, Geld ist schon genug vorhanden, nur werden Milliarden - völlig am falschen Ort - durch die von Ihnen immer wieder in Schutz genommene Frau SP-Bundesrätin S. Sommaruga, Chefin Migrationsamt Bern, am falschen Ort verpulvert. Wie von mir schon mehrmals auf Vimentis erwähnt, missbraucht resp. wendet sie die Schengen- & Dublinverträge mehrheitlich einfach nicht an. Sie bietet entgegen dem rechtsgültigen Asylgesetz: "Militärdienst-Verwei​gerung ist kein Asylgrund", rechtswidrig einfach nicht an. Sie gibt diesen Eritreer "fast allen" Asyl mit sehr grosszüger Rundumversorgung (Wohnung, Verpflegung, medizinischen rundumversorgung usw. Das ganze kostet den Steuerzahler jährlich ca. 6-7 Milliarden Franken. Echte Flüchtlinge müsste man in Jordanien mit seinen 2 (zwei) Mio. Flüchtlingen in Zeltlagern vor Ort geziehlt selber z.B. durch das rote Kreuz aussuchen und dort rundum versorgen. Alleine die Wirkung wäre kaufkraftmässig rund das 80-fache besser. Damit wären Finanzen für "ihre Menschen" genug übrig. Und selbst wenn Sie den voraussichtlich rot/grünen Gerichtsentscheid für die Asylgewährung bei "Militärdienstverweig​erng" - eben entgegen dem formellen Asylgesetz ins Feld führen wollen, in Anbetracht dessen dass auch noch jene mit abgelehntem Asylgesuch eine sog. prov. Aufenthaltsbewilligun​​g gleichwohl ebenfalls das Aufenthaltsrecht bekommen. Ob anerkannt oder nicht anerkannt, kommt auf dasselbe hinaus, die Kosten sind darum Milliarden. Unter Berücksichtigung dieser Tatsachen, dass dann rund 97 % der Eritreer in der Folge dann noch eine Bewilligung von Frau Sommaruga erhalten eine Heimreise per Flugzeug zu absolvieren, aus welchem Grund auch immer, ist ein Skandal sondergleichen, denn:

Am 1. Juni 2017 hat der Nationalrat die von den Fraktionen der SVP und FDP sowie vom CVP-Präsidenten eingereichten Vorstösse mit grossem Mehr angenommen, wonach Asylsuchende und vorläufig Aufgenommene grundsätzlich nicht mehr in der Weltgeschichte herumreisen dürfen. Ein absolutes Verbot soll für Reisen in das Heimat- und Herkunftsland gelten, wo die Geflüchteten ihren Angaben zufolge an Leib und Leben bedroht sein sollen. Wenn ein Flüchtling zuerst den Migrationsbehörden angibt, dass er in seiner Heimat um sein Leben fürchten musste und deshalb die mühsame Flucht angetreten habe, kurz darauf jedoch einen Antrag für eine Reise zurück in ebendieses Land stellt, so ist ein solches Verhalten eine Unverschämtheit sondergleichen.

Di​​e Mehrheit der Nationalrätinnen und Nationalräte liess sich zum Glück vom Gejammer der SP-Bundesrätin Sommaruga nicht beeindrucken, welche die Vorstösse zum Reiseverbot zur Ablehnung empfahl. Unbeeindruckt war die Ratsmehrheit von der Geschichte über die geflüchtete Afghanin, welche ihre todkranke Tochter noch einmal besuchen möchte, oder von jenem armen Flüchtlingskind, welches nicht an einer Schulreise in den Schwarzwald teilnehmen könne. Dass diese Schulklasse aus Solidarität nicht eine Schwarzwälder Kuckucksuhren-Manufak​​tur, sondern eine Schaukäserei im Emmental besuchen könnte, übersteigt die Fantasie unserer Polizei- und Justizministerin.

​​In Tat und Wahrheit geht es natürlich nicht um die Reise der armen Mutter nach Kabul oder den Schulausflug in den Hotzenwald. Zwischen 2010 und 2014 wurden 46 213 Gesuche für Auslandsreisen von Flüchtlingen, vorläufig Aufgenommenen und Asylbewerbern eingereicht und davon 45 080 von den Migrationsbehörden bewilligt, was einer Rate von 97,5 Prozent entspricht. Jene bedauernswerten 2,5 Prozent, die in der Schweiz bleiben mussten, dürften sich bei ihrer Gesuchstellung wohl ziemlich doof angestellt haben. Am Beispiel von Eritrea lässt sich dieser Behördenwahnsinn in seiner ganzen Perversion sehr augenfällig darstellen. In der oben genannten Zeitspanne erhielten rund 15 000 Eritreer eine Reisebewilligung, verbunden mit der Auflage, auf keinen Fall in ihr Heimatland zu reisen, ansonsten der Fluchtgrund wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen würde.

Ich muss Ihnen sagen dass ich es jetzt angezeigt finde wenn Sie in einem Schreiben an Frau Sommaruga sie mal schriftlich fragen würden, wieso sie diese von Ihnen erwähnten Missstände einfach ohne Mitgefühl einfach hinnimmt, anderseits eine solch mehrheitlich ILLEGALE Zuwanderung - wohlverstanden unter klarem zu 95 %-igem Missbrauch der Asylschiene - weiterhin einfach zulässt, resp. noch befeuert.?
Diese in der Mehrheit eindeutigen Wirtschaftsflüchtling​​en werden gegenüber diesen von Ihnen eindrücklich erwähnten Mitmenschen ausländischer oder Schweizer Herkunft klar bevorzugt, somit eindeutig diskriminiert, verfassungswidrig ungleich behandelt.

Quelle:​ Auszug aus BAZ





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(8 Stimmen)
Sägesser Barbara sagte Vor 5 Tagen

Ist man aus der Notschlafstelle raus, kann es dann auch ohne Wohnung weiter gehen. Dann wird das Leben richtig schwierig – auf der Strasse, weil man sich nicht offiziell anmelden kann, deshalb keine Sozialhilfe beantragen darf und für Behörden, ArbeitgeberInnen, Immobilienverwaltunge​n oder Krankenkassen nicht erreichbar ist. In Basel hilft in solchen Momenten der Schwarze Peter. Die Institution betreibt Gassenarbeit und bietet Leuten ohne festen Wohnsitz die Möglichkeit, an der Adresse des Schwarzen Peters ihre Meldeadresse und ein Postfach einzurichten. https://www.srf.ch/ne​ws/regional/basel-bas​elland/immer-mehr-oba​chlose-mit-schweren-p​sychischen-krankheite​n Rein finanziell rechnet es sich für die Sozialbehörde, wenn die Leute unterkunftslos sind. Zwar haben in Basel auch Obdachlose Anspruch auf Sozialhilfe, doch bekommen sie im Monat nur 755 Franken, um ihren Grundbedarf zu decken – eine Person, die eine Wohnung hat, erhält hingegen 986 Franken plus 700 Franken für Miete und Nebenkosten. http://www.woz.ch/153​3/wohnungsnot-in-base​l/fuer-die-sozialbeho​erde-rechnet-sich-die​-obdachlosigkeit Die Krankenkasse übernimmt ob vorhanden oder nicht keine Kosten betr. Wohnsitz (Klinik, Ärzte Medis ja). Der Spardruck ist vorhanden und mit dem Tarspy kommt dieser noch mehr und kann noch grössere Blüten treiben. Ich gehe im Übrigen davon aus, dass da die Krankenkasse obligatorisch ist der Sozialarbeiter ein Auge darauf hat ob bezahlt wird und ev. dies selber veranlasst. Was mir noch durch den Kopf ging ist, ob die Sozialdienste infolge Spardruck sich rasch für eine Lösung in der Wohnsituation bemühen … Zumal man ja beim Sozialdienst auch Termine bei seinem Berater erhält, will man Geld von dieser Kasse. Zudem gibt es noch Vormunde und Beistände, welche im finanziellen und schriftlichen Bereich hinschauen können ...


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