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Selbstbestimmung der Frauen

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Die In­itia­tive „Abtreibungsfinanzier​​ung ist Privatsache“, über die wir am 9. Fe­bruar 2014 ab­stim­men, will die Fi­nan­zie­rung von Schwangerschaftsabbrü​​chen aus dem Leis­tungs­ka­ta­log der Grund­ver­si­che­rung​​ strei­chen. Dabei wird mit Kos­ten­ein­spa­run­g​​en in der Grund­ver­si­che­rung​​ ar­gu­men­tiert. Ein Weg­fall von rund 8 Mio. Fran­ken – so viel be­zah­len die Kran­ken­kas­sen heute pro Jahr für Schwangerschaftsabbrü​​che – würde die Kos­ten der ob­li­ga­to­ri­schen Kran­ken­pfle­ge­ver­​si­che­rung um 0.03% ver­rin­gern. Dass dies zu einer Prämienreduktion führen würde, be­haup­ten nicht ein­mal die Befürworter der In­itia­ti­ve. Die Fris­ten­re­ge­lung des Schwan­ger­schafts­ab​​­bruchs, die 2002 mit 72% Ja-­Stim­men an­ge­nom­men wur­de, gibt allen Frauen das Recht, während der ers­ten 12 Wo­chen sel­ber über einen Schwan­ger­schafts­ab​​­bruch zu ent­schei­den. Die­ses Recht soll nun min­des­tens für jene Frauen un­ter­lau­fen wer­den, die den Ab­bruch nicht sel­ber be­zah­len können. So geht das nicht. Die Grund­ver­si­che­rung​​ der Kran­ken­kas­se, wel­che allen Men­schen in der Schweiz eine gute me­di­zi­ni­sche Grund­ver­sor­gung ermöglicht, be­ruht auf dem Prin­zip der Solidarität. Alle be­zah­len ihre Prämien und alle haben An­spruch auf die ge­setz­lich ga­ran­tier­ten Leis­tun­gen. Oder sol­len wir in Zu­kunft also gemäss un­se­rer in­di­vi­du­el­len Le­bens­an­schau­ung ent­schei­den, wel­che me­di­zi­ni­schen Leis­tun­gen der Grund­ver­si­che­rung​​ wir mit un­se­ren Prämien mit­fi­nan­zie­ren? Or­gan­trans­plan­ta­​​tio­nen? Be­hand­lung von Rau­cher- und Al­ko­hol­krank­hei­t​​en oder von Extremsport-Unfällen?​​ Kom­pen­sa­tion der Fol­gen von Übergewicht? Das kann es ja wohl nicht sein. Die Grund­ver­si­che­rung​​ der Kran­ken­kas­sen kann nur als so­li­da­ri­sche Ver­si­che­rung funk­tio­nie­ren. Wer ein­zelne Leis­tun­gen her­aus­bricht, gefährdet die ganze Kran­ken­ver­si­che­r​​ung. Die Männer würden bei einer An­nahme der In­itia­tive aus der fi­nan­zi­el­len Mit­ver­ant­wor­tung ent­las­sen und die Frauen sol­len diese al­lein und zwar pri­vat tra­gen oder mit einer (neu­en) Zu­satz­ver­si­che­ru​​ng. Dies ist nicht nur ein Schlag gegen Frauen in ärmeren und armen fi­nan­zi­el­len Verhältnissen son­dern eine Dis­kri­mi­nie­rung aller Frau­en, die durch eine un­ge­wollte Schwan­ger­schaft in eine persönliche Not­si­tua­tion ge­ra­ten. Die Frauen sol­len einen freien und persönlichen Ent­scheid tref­fen können, der nicht durch fi­nan­zi­el­len Druck be­ein­flusst wird. Dazu braucht es die Fi­nan­zie­rung des Schwan­ger­schafts­ab​​­bruchs durch die Grund­ver­si­che­rung​​, die so­li­da­risch durch Frauen und Männer fi­nan­ziert wird. Ein NEIN zur In­itia­tive „Abtreibungsfinanzier​​ung ist Privatsache“ ermöglicht, dass die bis­he­rige bewährte und dis­kri­mi­nie­rungs­​​freie Re­ge­lung bei­be­hal­ten wer­den kann.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(16 Stimmen)
Kathrin Wacker sagte January 2014

Wer selbst bestimmt, soll auch selber bezahlen.


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65%
(20 Stimmen)
Ana Deuber sagte January 2014

Die Selbstbestimmung der Frau beginnt nicht bei der Abtreibung eines Kindes sondern einen Schritt vorher...
Und wenn wir schon bei der Selbstbestimmung sind: Wo bleibt das Recht auf Selbstbestimmung des Kindes? Es will leben, sonst wäre es nicht da...
Zudem: Was ist mit den Vätern? Sie haben heute keine Chance, ihr Kind zu retten!!
8 Mio. Franken für Morde! Das hätten Sei besser nicht geschrieben...
Unter​stützen Sie das wirklich?
Fragt A. Deuber




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55%
(22 Stimmen)
giorgio sales sagte January 2014

Apropos Solidaritätsprinzip der Krankenkasse, letztes Jahr wollte ich die Krankenkasse wechseln, ich wurde abgehlent wegen meinem BMI von 31 (Fettleibig).
Sie hätten mich genommen wenn ich einverstanden gewessen wäre das sie bei Krankheiten wegen dem Übergewicht leistungskürzungen vornehmen könnten.
Wo ist da die Solidaritätprinzip der Krankenkasse?


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55%
(22 Stimmen)
giorgio sales sagte January 2014

Durch Ihre Aussage der Diskriminierung haben Sie mich zum Lager der Beführworter getrieben.
Die Frauen haben die Wahl der Partber nur die Pflicht sprich:
Wenn Männer ungewolt Väter werden (OHNE WAHL)

Dies ist nicht nur ein Schlag gegen Männer in ärmeren und armen fi­nan­zi­el­len Verhältnissen son­dern eine Dis­kri­mi­nie­rung aller Männer, die durch eine un­ge­wollte Vaterschaft in eine persönliche Not­si­tua­tion ge­ra­ten.


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18%
(11 Stimmen)
Jörg Matter sagte January 2014

Siehe ähnliche Andrea Geissbühler, was habe ich meine Meinung gleich ausgeschreiben... Schau ihm nach!


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48%
(23 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014

Einige Kommentatoren führen hier eine Argumentation die darauf abzielt, die Befürworter der Initiative "Abtreibungen sind Privatsache" als unglaubwürdig hinzustellen, weil sie in der Vorlage zulassen, dass eine Abtreibung "in seltenen Ausnahmen seitens der Mutter" von der obligatorischen Krankenversicherung übernommen wird. Den Befürwortern wird unterstellt, ihre ethische Begründung "nicht töten" sei deswegen nur ein Vorwand für die Initiative.
Welche Absichten hinter diesem Vorwand jedoch vermutet werden, ist nicht eruierbar.

Diesen Kommentatoren kann man noch sagen: Die Ausnahmeregelung, entspricht den Bestimmungen, die nach der 12. Schwangerschaftswoche​ bereits gelten. Ist doch klar.
Es wäre ja auch widersinnig, während der Fristenlösungs-Zeitsp​anne eine strengere Regel einzuführen als danach, oder?

Was Sie von den Befürwortern dermassen einfordern, nämlich dass sie keine Ausnahmen zulassen dürfen um glaubwürdig zu sein, würde der folgenden Gesetzgebung entsprechen:
Während des ersten Drittels einer Schwangerschaft, wo die Abtreibung erlaubt ist, würde die Krankenkasse auch in Fällen, bei der ein Schwangerschaftsabbru​ch aufgrund der Lebensgefahr für die Mutter durchgeführt werden muss, nicht zahlen.
Erst nach dieser Frist würde die Krankenkasse einen genau gleich begründeten Eingriff übernehmen. Wie absurd ist das denn?

Diese keifende Klammerung an ein alleriletztes Argumenten-Fragment, ist irgendwie verständlich, schliesslich können auch diese Beitragsschreiber nicht verleugnen, dass es um eine Tötung geht, die von Vielen ethisch abgelehnt wird.

Die ebenfalls ethische Frage, ob man im Fall einer Gefährdung des Lebens der Mutter eine Not-Abtreibung vornehmen darf, ist nicht Gegenstand dieser Abstimmung.



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43%
(28 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014

Frau Feri,

Die Männer werden mit Annahme der Initiative keinesfalls aus der Verantwortung - für das von ihnen gezeugte - Baby
entlassen, sagen Sie wo steht das ? Ist ein Junge von seiner Mutter ethisch richtig verantwortungsbewusst​ erzogen worden, weiss er auch als Mann was sich gehört gegenüber einer Frau. In der KITA lernt er dies aber kaum.
Jeder Erzeuger ist automatisch aus ethischer Sicht natürlich dafür verantwortlich, zusammen mit der zukünftigen Mutter. Im übrigen liegt es genau in der Selbstbestimmung der mündigen Frau von Heute, mit wem sie vögelt, dazu noch ohne Verhütung, dann soll sie auch mit ihrem Partner bei Totschlag der Frucht ihres Tuns - meistens doch aus rein lifestylmässigen, also niederen Gründen -bitte schön dochkonsequent auch selber bezahlen. In der Schweiz hat es Niemand nötig aus finanzieller Not abzutreiben.
Dann bin ich der Meinung, werde ich und Andere gegen die eigene ethische Ueberzeugung - du sollst nicht töten - dazu durch Bezahlung aber gezwungen, verstösst das gegen das legitime Verfassungsrecht der freien Selbstbestimmung. Diese ethische Diskriminierung muss durch ein JA jetzt zwingend beseitigt werden, weil dieser heutige Zustand verfassungswidrig & ein Hohn für unser Land darstellt. Die freie Entfaltung, das Leben ist zu unterstützen (Biophilie), nicht die Einengung, die Fremdbestimmung bis zum Töten (Nekropholie). Für letzteres noch Solidarität zu verlangen, wie es die Gegner ja tun, ist schon echt schyzophren & gar teuflisch. Eine Schande, dass "Menschen" überhaupt auf die Idee gekommen sind, ALLE für das Töten bezahlen zu lassen.



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53%
(19 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte January 2014

Herr Hottinger

Viel mehr Vorurteile, unhaltbare Behauptungen und Beleidigungen kann man in einem Beitrage kaum mehr unterbringen. Richtig traurig so was.

Ich möchte nur einen kleine Anmerkung anbringen: Die garantiere freie Selbstbestimmung, heisst nicht, dass ich überall tun und lassen kann, was ich will. Überhaupt scheinen Sie etwas Mühe zu haben, unser demokratisches und rechtsstaatliches System zu verstehen. Vielleicht informieren Sie sich noch etwas darüber?

Noch ein kleines Schmankerl aus Ihrem Text: "Eine Schande, dass "Menschen" überhaupt auf die Idee gekommen sind, ALLE für das Töten bezahlen zu lassen.". Tatsächlich? Also weg mit unserer Armee!



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35%
(17 Stimmen)
Daniel West sagte January 2014

Herr Hottinger

Zitat:
​Die Männer werden mit Annahme der Initiative keinesfalls aus der Verantwortung - für das von ihnen gezeugte - Baby
entlassen, sagen Sie wo steht das ?

--> ist es nicht logisch? Eine Schwangerschaft verläuft geschlechtlich "asymetrisch", nämlich bei der Frau. Und nur diese wird durch die Initiative zur Kasse gebeten.

Zitat: Ist ein Junge von seiner Mutter ethisch richtig verantwortungsbewusst​ erzogen worden...

--> ja was dann, würde er sich dann an den finanziellen Folgen seines eigenen rumvögelns beteiligen? Oder vögeln jetzt nur Frauen rum oder wie soll ich ihre weiteren Ansführungen und Andeutungen verstehen...?

Aus meiner Sicht ists doch so: ein ungewollt Vater werdender drückt sich nicht nur vor dem Beteiligen bei einer Abtreibung sondern auch nachher beim aufwachsen des Kindes (insgesammt, aber sicher auch finanziell).




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31%
(16 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014


Sie haben vollkommen Recht, Herr Hottinger!

Danke dass Sie mithelfen, hier klarzustellen mit welchen Scheusslichkeiten und Diskriminierungen die bisher allgemein gültigen ethischen Prinzipien (nicht töten) geschleift werden sollen.

Es gehört halt dazu, sich von Gegnern lächerlich machen zu lassen, aber dennoch wird aus deren immer absurderen Tötungs-Bejubelungen mehr und mehr ersichtlich, mit welch armseligen "Argumenten" deren untolerante Haltung gerechtfertigt werden soll.

Wer sich über die einzelnen Aspekte der bevorstehenden Abstimmung seriöse Entscheidungsgrundlag​en beschaffen will, ist darauf angewiesen, auch die Argumente der Befürworter vorgelegt zu bekommen. Ihre Beiträge sind deshalb ausserordentlich wichtig.


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59%
(17 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte January 2014

Herr Knall

Und plötzlich behaupten Sie wieder, das ethische Prinzip "nicht töten" sei allgemein gültig. Das ist schlichtweg unwahr.

Das Schweizer Volk hat längst definiert, in welchen Fällen Tötungen von Embryonen ethisch vertretbar sind. Die Initianten anerkennen nicht alle diese Fälle, einige aber dennoch.

Wer behauptet, dass das Töten von Embryonen in JEDEM Fall verwerflich ist, der kann der Initiative nicht zustimmen. Die Initiative will nicht alle Tötungen aus den Leistungen der Krankenkasse streichen, sondern nur bestimmte.


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33%
(15 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014

Wollen sie damit sagen, dass das ethische Prinzip, Herr Vaucanson, "nicht töten", hierzulande bisher nicht allgemein gültig war?

Bei der Beantwortung dieser Frage ist es unerheblich, ob juristische Bestimmungen dieses Prinzip in Gesetzen widerspiegelt oder nicht. Denn ethische Prinzipien sind nicht zwingend deckungsgleich mit sich dauernd änderndem Recht. Sie überdauern oft mehr als 3'500 Jahre!

Angesichts der Gewichtung dieser menschheitsweit gültigen, ethischen Gebote erscheint der Versuch erbärmlich, mit dem Festhalten an einem sinnwidrigen Krankenkassenobligato​rium erzwingen zu wollen, dass sich die Menschheit vom Gegenteil überzeugen lässt.



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38%
(16 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014

@ Daniel West,

Eine Zeugung erfolgt naturgemäss immer SYMMETRISCH, nämlich der Same geht vom Mann zur Frau.

Ist es nicht äusserst unfair, wenn Sie allen ungewollt Vater werdenden Männer jetzt einfach pauschal unterstellen, sie würden sich vor ihrer Verantwortung sowieso nur drücken ?

Wenn das ihr eigenes subjektives Gedankengut ist, dürfen Sie keinesfalls davon ausgehen,
dass alle anderen Männer auch derart negativ denken.


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33%
(15 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014

@ H.v. Vaucanson,

Sie schrieben;

"Noch ein kleines Schmankerl aus Ihrem Text: "Eine Schande, dass "Menschen" überhaupt auf die Idee gekommen sind, ALLE für das Töten bezahlen zu lassen.". Tatsächlich? Also weg mit unserer Armee!"

Sie verkennen vollkommen, die Schweizer Armee ist eine reine Verteidigungsarmee, wo es gilt,
Grossmutter, Frau & Kinder vor Vergewaltigung, Raub & Mord zu schützen, was primär die Aufgabe des Mannes ist. Ein Mann i.d. Schweiz kann ja als Ersatz auch noch den Zivildienst wählen, tut er dies auch nicht, ist er nur egozentrisch & egoistisch, also negativ auf sich selber fixiert. Davon hat es sogar Parlamentarier im Nationalrat.

Sie meinen Krieg gebe es nicht mehr i.d. Schweiz ?
Der Balkankrieg mit seinen Greueln ist auch noch gar nicht so lange her - zuvor auch völlig undenkbar - und schon die griechische Philosophie sagt ja; "Neid & Missgunst ist der Ursprung jeden Uebells", eben primär auch jedes Krieges. Ist ein Mensch zu faul, raubt er es einfach dem, der es hat. That's facts.

Also in einer Verteidigungsarmee schützt man die schwächeren Menschen vor dem Tode, hier kommt auch eine lebensbejahende Ethik zum Zuge, darum hat auch Heute mehr denn je die Schweizer Armee Sinn & Zweck jederzeit zu erfüllen.

Im übrigen hat die Armee nichts mit dieser Initiative zu tun, Sie verwechseln hier Eier & Birnen.





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47%
(15 Stimmen)
Daniel West sagte January 2014

Reden wir hier eigentlich noch über die Initiative oder nicht. Die Initiative will den Schwangerschaftsabbru​ch kostenmässig auf 'die ungewollt Schwangeren' umverteilen, also Frauen.
Weiss nicht warum Sie da jetzt mit 'Zeugung ist symetrisch' daherkommen. Kann ja niemand per Gesetz die Zeugung oder das Sexualverhalten regeln...
Aber jemand kann das 'symetrische' Fehlverhalten zweier Menschen einfach dem einen per Gesetzt anlasten; oder eben auch nicht.

In meiner Formulierung über die Väter fehlt tatsächlich der Zusatz "der sich entziehen will". Sicher nicht jeder ungewollt werdende Vater drückt sich - bitte um Entschuldigung für diesen Fehler. Habe selber im Freundeskreis liebevolle Väter ungewollter/ungeplant​er Kinder.

Aber eben, wenn sich ein ungewollt werdender Vater seiner Rolle entziehen möchte, sitzt die Frau allein da. Wie in all den Jahrtausenden davor auch schon. Muss das echt sein!?

Und nein, nur weil ich ebenfalls mit der in Not befindlichen Frau mitfühlen kann bin ich genauso traurig über das im Keim erstickte Leben. Und nur weil ich die für die Initiative vorgebrachten Argumente ablehne 'bejuble' ich auch noch lange keine Tötungen.


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53%
(15 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte January 2014

Herr Knall

Ich bitte Sie, wir diskutieren hier über eine rechtsstaatliche Initiative. Die ethischen Prinzipien, die diesem unserem Rechtstaat zugrunde liegen, basieren auf einem demokratischen Konsens. Darum geht es hier, um rechtsstaatliche Entscheide.

Ich bestreite nicht, dass es neben dieser (demokratischen) rechtsstaatlichen Ethik, noch andere (persönliche) ethische Auffassungen gibt. Seien diese individuell oder gemeinschaftlich (Religionen etc.).

Diese anderen ethischen Auffassungen dürfen und sollen auch ihren Platz haben. Aber sie dürfen die Rechtsstaatlichkeit nicht verletzen. Das ist ein Grundprinzip der Schweizerischen Eidgenossenschaft als souveräner Staat. Verletzen wir es, verletzen wir unsere eigene Souveränität. Falls Sie das nicht glauben wollen, lesen Sie die Verfassung.

Herr Hottinger

Nein die Armee hat nichts mit der Initiative zu tun. Aber z. T. gibt es Parallelen zwischen den dahinterstehenden ethischen und solidarischen Prinzipien.

Dass Sie diese Parallelen nicht erkennen können zeugt von der Inkonsequenz Ihres Prinzips der "freiwilligen Solidarität" als auch des "Nicht-Tötens", wie Sie es vertreten.

Niemand​ unterstellt allen unfreiwillig werdenden Vätern, dass sie sich nicht freiwillig mit ihren Partnerinnen solidarisieren. Aber rechtsstaatlich sollten wir schon Verbindlichkeit schaffen. Ausgehend von einer komplett "ethischen" Welt, bräuchten wir ja gar keine Gesetze und Vorschriften.


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29%
(14 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014

Sie haben natürlich Recht, Herr Vaucanson, wir diskutieren über eine rechtstaatliche Initiative.

Die Initiative will rechtstaatlich verankern, dass niemand gegen seine ethische Überzeugung gezwungen werden darf, Abtreibungen mitzufinanzieren.

Die Befürworter der Initiative möchten diese Regelung, weil sie selber sich in einer ethischen Notlage sehen. Es ist deshalb eigentlich unerheblich, über die ethischen Prinzipien an sich zu befinden.

Die wahre Frage ist die, ob man Anderen zugestehen kann, dass sie ethische Prinzipien haben und dass diese verletzt werden.

Oder ob man in Missachtung des Respekts für andere ethische Auffassungen darauf beharren will, diesen Anderen die Mitfinanzierung von Abtreibungs-Tötungen weiterhin aufzuerlegen, obschon dies von ihnen als Zwang zur Verletzung dieser ethischen Prinzipien empfunden wird.



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57%
(14 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte January 2014

Die Befürworter der Initiative sehen sich in einer ethischen Notlage, können diese aber nicht exakt begründen. Die reine Ablehnung des Tötens reicht als ethisches Argument nicht aus, um nur gewisse (aber nicht alle!) Abtreibungen zu verurteilen.

Im weiteren wollen die Befürworter nicht nur sich aus der Solidarität entziehen, sie wollen das auch allen anderen aufzwingen, die diese Solidarisierung ethisch gutheissen. Damit drängen sie ihre eigenen ethischen Prinzipien anderen auf, genau das, was sie eigentlich verurteilen.

Ich gestehe jedem zu, seine persönlichen ethischen Prinzipien zu haben. Ich glaube aber auch, dass das Ausleben dieser persönlichen Prinzipien beschränkt werden darf, im Interesse der Gesellschaft (welches durch den Rechtstaat definiert ist). Das ist übrigens nicht einfach meine Meinung, das ist ein Grundprinzip unseres Rechtsstaates.

Wen​n Sie dieses Grundprinzip unseres Rechtstaates anzweifeln wollen, dann dürfen Sie das. Aber bitte missbrauchen Sie die Anzweifelung des Rechtsstaates nicht als Argument innerhalb einer rechtstaatlichen Debatte (wie der vorliegenden Initiative). Das ist nicht erlaubt.

Abtreibungen sind übrigens bei weitem nicht der einzige Fall, wo die Praktizierung persönlicher ethischer Auffassungen eingeschränkt werden. Das dürfte Ihnen klar sein.



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23%
(13 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014

@ H.v. Vaucanson,

Sie verwechseln da vieles.

1. Geht es in der Initiative nicht um die Abschaffung der Abtreibungen generell, sondern alleine dass die Bezahlung obligatorisch für A L L E , i.d. Grundversicherung festgeschrieben wurde.
Dies ist ein Verstoss gegen die in der Bundesverfassung festgeschriebenen Gewissensfreiheit,
e​in GRUNDRECHT.

2. Solidarität darf in einem ethischen Sinne immer nur biophil, d.h. im lebensbejahenden Sinne,
eben nicht im nekrophilen, negativen tötenden Sinne, verlangt werden. Oder würden Sie, wenn ein Mörder einen Menschen grad umgelegt hat, dann von Ihnen Solidarität verlangt, jetzt den Anderen zu töten, dies dann auch bedenkenlos tun, ihn aus "Solidarität" sofort bedenkenlos
töten ?

3. Das Grundprinzip unseres direkt demokratischen Rechtsstaates basiert im Prinzip auf dem
biophilen Prinzip, nämlich Leben zu ordnen, zu schützen und zu erst ermöglichen.
Wäre dies nicht so, wäre es ja auch kein Rechtsstaat, sondern eine willkürliche Diktatur.

4. In unserer Bundesverfassung ist die GEWISSENSFREIHEIT als Grundrecht festgeschrieben. Der aktuelle Zwang, die für mich aus ethischen Gründen verwerflichen Abtreibungen mitfinanzieren
zu müssen, verstösst gegen diese MEINE Gewissensfreiheit.


Darum werde ich am 9.1.14 selbstverständlich gerne mit JA stimmen.


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69%
(13 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte January 2014

Die Gewissensfreiheit bedeutet nicht, dass jeder seine persönlichen ethischen Prinzipien immer und überall ausleben darf. Das mag für den Einzelnen manchmal unangenehm sein, ist aber so. Das können Sie ebenfalls in der Verfassung nachlesen.

So bin ich z. B. mit gutem Gewissen gegen die Initiative. Durch Annahme der Initiative würde dann ich persönlich in meiner ethischen Auffassung eingeschränkt. Wo es Überschneidungen in den ethischen Ansichten gibt, wird rechtsstaatlich immer einer eingeschränkt.

Ihr​e Theorie mit "biophiler und nekrophiler Solidarität" kann ich im Übrigen gar nicht nachvollziehen. Ich weiss auch nicht, wie Sie auf die Idee kommen, diese Begriffe aus der in einen rechtsstaatlichen Zusammenhang zu bringen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Solidarität immer nur "biophil" sein kann, wären Tötungen in gar keinem Fall zulässig. Dieser Auffassung widerspricht sogar die Initiative.


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18%
(11 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014

@ H.v. Vaucanson,

Die ethische Notlage der Initiativbefürworter habe ich Ihnen nun genauestens beschrieben, aber Sie gehen gar nicht darauf ein, Sie haben zwar zwei Beine, aber hüpfen immerdar auf einem in der Gegend umher, so kommen Sie jedenfalls rüber.

Sie wollen nicht mal verstehen, dass man niemals Soldidarität von allen einfordern kann für Aborte, also das Töten von Ungeborenen. Sie respektieren keine andere Meinung als die ihre,
das nenne ich Sturheit.

Ich lasse Sie jetzt zwangsläufig weiter auf einem Bein "hüpfen", statt auf zwei Beinen endlich
natürliche Fortbeweggung zu erlernen. Ich diskutiere deshalb nicht weiter mit Ihnen über dieses Thema.


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42%
(26 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014

Immer wieder wird der Initiative vorgeworfen, dass damit nicht ein grundsätzliches Verbot der Abtreibung gefordert werde. Dies sei unehrlich, feige, und man wolle damit durch die Hintertür gegen die Abtreibung vorgehen. Aber das ist reine Polemik.

Die Initiative steht auf der folgenden Grundlage:

- Die Befürworter lehnen die Abtreibung ethisch ab. Das sagen sie ganz offen.

- Die Befürworter sind aber demokratisch fair und bekämpfen nicht die von einer grossen Mehrheit angenommene Fristenlösung. Sie verlangen also keine Einschränkungen für Abtreibungsbefürworte​r und sie verlangen auch nicht, dass ihre Ethikvorstellungen von allen anderen geteilt werden. Die mehrheitlich anscheinend akzeptierte Tötungs-Lösung kann weiterhin legal praktiziert werden.

- Die Befürworter möchten aber, dass ihre auf der hierzulande angestammten christlich-abendländi​schen Kultur basierende Ethik, gleichberechtigt weiter gelebt werden darf. Sie wollen deshalb, dass diese Ethik nicht ausgehebelt wird, indem auch alle, die die Tötung von werdendem Leben grundsätzlich ablehnen, dazu gezwungen werden genau solche Tötungen mitzufinanzieren.

Dieser absolut toleranten Forderung kann mit ganz einfachen Mitteln entsprochen werden: Die Abtreibungen werden aus der Liste der obligatorisch versicherten Risiken der Krankenkassen gestrichen. Mehr nicht.

Unverständl​ich bleibt, warum die Initiativgegner dermassen untolerant und verbissen darauf pochen, dass ihre eigenen Ethik-Vorstellungen auch von all jenen mitgetragen werden müssen, die diese ablehnen.



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63%
(27 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte January 2014

Seit der Bestätigung der Fristenregelung durch das Schweizer Volk im Juni 2002 sind Schwangerschaftsabbrü​che legal, wenn

a)damit von der schwangeren Frau die Gefahr einer schwerwiegenden körperlichen Schädigung oder einer schweren seelischen Notlage abgewendet werden kann (Art. 119 Abs. 1 StGB).

b)Er innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches Verlangen der schwangeren Frau, die geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage, durch eine zur Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung zugelassenen Arzt vorgenommen wird (Art. 119 Abs. 2 StGB).

Neu war damals nicht nur Abs. 2 sondern auch die „schwere seelische Notlage“ als Ergänzung zur körperlichen Gefährdung in Abs. 1.

Gleichzeitig wurde damals auch das Bundesgesetz über die Krankenversicherungen​ geändert, so dass auch künftig legale Schwangerschaftsabbrü​che von der obligatorischen Grundversicherung der Krankenkasse abgedeckt werden. Gegen diese Änderungen wurde formell aber nicht das fakultative Referendum ergriffen.

Über 10 Jahre später will nun eine Initiative legale Schwangerschaftsabbrü​che grundsätzlich nicht mehr von der Grundversicherung der Krankenkasse bezahlen lassen. Ausgenommen sollen lediglich „seltenen Ausnahmen seitens der Mutter“ sein. Ob diese Ausnahmen ausschliesslich körperliche oder aber auch seelische und allenfalls weitere Notlagen betreffen, bleibt vorerst offen. Nebst der Gefahr einer schweren körperlichen Schädigung der Mutter wird von den Initianten oft auch das Beispiel einer vorausgehenden Vergewaltigung als Ausnahmefall genannt.

Begründet​ wird das Anliegen, (nebst inzwischen als belanglos identifizierten weiteren Argumenten) hauptsächlich damit, dass eine Minderheit im Schweizer Volk, Abtreibungen ethisch immer noch ablehnt und diese nicht über das Krankenkassenobligato​rium mitfinanzieren will – also die Abwendung einer ethischen Mitschuld. Über 10 Jahre hat es also offenbar gedauert, bis man sich darüber endlich klar wurde.

Das Anliegen ist hauptsächlich aus zwei Gründen problematisch:

1.D​ie Abwendung der ausschliesslich persönlich empfundenen, ethischen Mitschuld einer Minderheit wird auf Kosten des Solidaritätsprinzips der Krankenversicherungen​ erkauft. Die persönliche ethische Auffassung soll demnach also über dem gesamtgesellschaftlic​hen und demokratischen Grundgedanken stehen, dass Mehrheitsentscheide auch von der Minderheit mitgetragen werden. Die Minderheit darf sich hier nicht einfach der gesellschaftlichen Verantwortung entziehen.

2.Die Begründung der ethischen Ablehnung von Abtreibungen ist diffus. Das oft erwähnte fötale Recht auf Leben bzw. die Ablehnung von Tötungen hat selbst bei den Befürwortern keine absolute Gültigkeit. Während z. B. im Vergewaltigungsfall die Interessen bzw. die Notlage der werdenden Mutter über das fötale Recht auf Leben gestellt werden, so soll das für andere Notlagen nicht gelten. Das bedeutet, dass eine Differenzierung in verschiedene Notlagen angestrebt wird, ohne dafür eine gesellschaftlich anerkannte ethische Grundlage zu haben bzw. zu definieren. Hier würde die Initiative erneut einen ethischen Streit vom Zaun brechen, wie wir ihn bereits 2002 hatten.

Aus diesen beiden Gründen halte ich es für vernünftiger, ja geradezu als Pflicht für jeden aufgeklärten Bürger, die Initiative am 9. Februar abzulehnen.



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24%
(25 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014

Ja zur Initiative "Abtreibungen sind Privatsache" heisst auch:

Nein zum ungeschützten Zahlungsverkehr nach Abtreibungen!
Nein zur Tötungslösung bei unerwünschtem Krankenkassenanspruch​!
Ja zur Verhütung von Zwangssolidarität!
J​a zum fristenlosen Abtreibungsabbruch!



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70%
(33 Stimmen)
Herbert von Vaucanson sagte January 2014

"Selber schuld, dass sie schwanger geworden ist! Soll sie den Eingriff nun halt auch selber bezahlen!", sagen sie und gehen vor dem dritten Bier nach draussen eine rauchen...

Wieso sollte das Solidaritätsprinzip der Krankenkasse nur im speziellen Fall der Abtreibung nicht mehr gelten?
Ethik? Die Initiative hat ja gar nicht den Mut, den Volkswillen erneut zu hinterfragen. Wer an der breiten Akzeptanz von Abtreibungen rütteln will, soll das direkt tun.
Kosten? Da gäbe es andere Leistungen, mit denen man bedeutend mehr einsparen könnte.

Also? Es ist halt immer einfach, Politik auf Kosten einer Minderheit (ungewollt schwanger gewordene Frauen) zu machen. Selber ist man ja immer unfehlbar.


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33%
(30 Stimmen)
Hans Knall sagte January 2014

Selbstbestimmung in Notlage


Weg mit ihm!

Die Frucht der Wollust kostet
wenn unsere Liebe rostet
und die Karriere stockt

Mein Leben wär verbockt
vergiss deshalb vergessne Pillen
wir tun es um des Geldes Willen
damit der Lifestyle rockt

S'ist legitim!


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28%
(29 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014


Indem man in den 60-er Jahren mit der Pille die Emanzipation & Unabhängigkeit der Frauen förderte,
ja erst ermöglichte, was richtig war, muss nun aber auch die Konsequenz, nämlich die Verantwortung eigenen, freien Handelns dringenst auch eingefordert werden. Das heisst die Tötung werdenden Lebens, aus freiem Willen, haben immer die Verantwortlichen selber - Erzeuger & werdende Mutter - ganz natürlich & selbstverständlich auch SELBER zu bezahlen.

Psychisc​he & körperliche Folgen & mögliche Schäden müssen sie in der Konsequenz dann auch selber tragen, verstösst mann gegen das ethische Gebot; "Du sollst nicht töten".

http://fo​rum.gofeminin.de/foru​m/f117/__f2828_f117-E​RFAHRUNGEN-MIT-KoRPER​LICHEN-SCHaDEN-nach-a​btreibung.html

Es gibt zu wenig Aufklärung über mögliche seelische Folgen eines Abortes ?

"Eine Tatsache, der, so Reinhard Klein, in unserer Gesellschaft nicht genug Rechnung getragen wird. Er sieht einen Großteil des Problems darin, dass die Beratungsstellen und auch die Frauenärzte mögliche seelische Folgen eines Schwangerschaftsabbru​chs nicht oder nur zu selten zur Sprache bringen. "An dieser Stelle wird nach unserer Erfahrung nicht genug informiert. Theoretisch muss jeder Arzt seinen Patienten bei einer Operation über jede noch so kleine Möglichkeit einer Folge aufklären. Wir haben aber noch nie gehört, dass das in diesem Fall tatsächlich je gemacht wurde. Uns ist wichtig, klar und eindeutig über die möglichen Folgen aufzuklären, denn was Frauen unserer Ansicht nach in dieser Situation brauchen,

ist eine positive Einstellung zum Kind und eine Mut machende Unterstützung.

Wir sind überzeugt davon, dass, würden sich alle Frauen outen, denen es nach einer Abtreibung psychisch schlecht ging, es eine neue Diskussion zum Abtreibungs-Paragraph​en geben würde und das will anscheinend keiner.

Folgen einer Abtreibung zeigen sich noch Jahre später

Die Umstände sind hier oft entscheidend, genau wie die Beeinflussung von außen. Durch den Mann, den Frauenarzt, die Familie und Freunde, aber auch durch die gesellschaftlichen Erwartungen an sich. Da kann es passieren, dass eine Frau durch die Entscheidung gegen das Kind etwas verliert, was nie mehr wiederzugewinnen ist und sie die Entscheidung oft Jahre später sehr bereut,

zum Beispiel weil sich keine weiteren Kinder einstellen wollen, und sie eine verpasste Lebenschance betrauert.

Oder auch, weil sie schwanger ist und ihr jetzt der Begriff des 'werdenden Lebens' ganz besonders bewusst wird, so dass sich rückwirkend Schuldgefühle einstellen. Viele Frauen reagieren noch Jahre nach einem Schwangerschaftsabbru​ch extrem auf bestimmte Situationen: Zum Beispiel auf den Kontakt zu schwangeren Frauen oder auf die Wiederholung von Jahrestagen wie dem errechneten Geburtstermin des abgetriebenen Kindes oder dem Tag der Abtreibung selbst.

Man spricht hier gelegentlich vom PAS, dem Post Abortion Syndrom, zu dem unter anderem folgende psychische und psychosomatische Symptome gezählt werden: Depressionen, Angstzustände, Essstörungen, Migräne, Schlafstörungen, selbstzerstörerische Tendenzen, Alkohol- und Drogenmissbrauch, aber auch Unterleibsbeschwerden​, Störungen im Sexualleben und Magen-Darm-Probleme. Natürlich treten diese Symptome nie gleichzeitig auf, jede Frau reagiert anders auf seelische Belastung. Oft dauert es Jahre oder Jahrzehnte und manchmal gelingt es selbst mit therapeutischer Hilfe nicht, die Ursache zu finden und den Zusammenhang zu erkennen.

Quelle;

http://www.t-online.​de/eltern/schwangersc​haft/id_42838656/abtr​eibung-seelische-folg​en-von-schwangerschaf​tsabbruechen.html

​Ein JA am 9. Febr. 2014 ist dringend notwendig, auch gerade zum Schutze der werdenden Mütter.



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40%
(25 Stimmen)
Christine Ruegsegger sagte January 2014

Hans Grimm, Sie bringen es auf den Punkt: Das Zauberwort heisst Eigenverantwortung. Mit unserem unsäglichen Solidaritätsprinzip, auf dem fast das ganze Versicherungswesen beruht, wird jedoch jeglicher Ansatz von Eigenverantwortung im Keim erstickt.

Wie so oft, wird auch im vorliegenden Fall über Syptome diskutiert und abgestimmt, anstatt das wirkliche Problem beseitigt.


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37%
(27 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte January 2014

Frau Feri,

Mit absoluter Sicherheit will ich ungefragt nicht auch noch für die Dummheit von Frauen bezahlen, die in der heutigen Zeit zu dumm oder zu bequem sind, zu verhüten. Die Freiheit - die berechtigte - der Frauen liegt doch heute darin, dass sie verhüten können, auch den Partner selber aussuchen dürfen. Diese Selbstbestimmung bleibt aber leider viel zu oft gerade hierin noch auf der Strecke.

Die obligatorische Grundversicherung isti nur dazu da, Leben zu fördern, nicht zu beenden, sagt auch Elvira Bader.

http://bazonline.​ch/schweiz/standard/B​eim-Toeten-hat-die-So​lidaritaet-eine------​---Grenze/story/24077​447

Ich bin stolz auf Frauen wie Elvira Bader, die sich für den Schutz von ungeborenem Leben noch einsetzen, die ersten 12 Wochen nicht einfach so aus Livestyle-Gründen abgemorkst werden, und Dritte die Kosten für diese Nekrophobie auch noch mitbezahlen müssen, obwohl sie dies - wie ich - ethisch total ablehnen.

Von unserer Verfassung her haben wir nämlich das Recht auf diese Selbstbestimmung zugesprochen.


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