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So jetzt, fertig depressiv - “New Swissness” ist angesagt!

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Die Macht des mutigen guten Beispiels ist unglaublich stark. Dies wurde nicht nur im Milgram Experiment bewiesen, dessen negativen Aspekt, die Macht der Autoritätshörigkeit​​​​​​​​​​​, jeder, dessen positiven Aspekt, die Macht des sich gegen die unmenschliche Autorität mutig auflehnenden Vorbilds, eigenartigerweise fast niemand kennt, sondern begegnet uns allen im Alltag. Und im Kino bewundern wir mutig für die Moral und die (Menschen)gerechtigke​​​​​​​​​​​it kämpfende Helden mit Hirn, Herz und mit Rückgrat. Auch verführt die Angst vor dem "kontagiösen Virus des mutigen guten Beispiels" unter den Termini "one rotten apple spoils the whole barrel" und "Domino-Theorie" die Regierungen des US-Imperiums dazu, jede insbesondere in Ländern der dritten Welt hoffnungsvoll aufkeimende soziale freiheitliche Demokratie gewaltsam durch ein ihr höriges Despotenregime zu ersetzen. Prominente Beispiele sind der Iran (Mossadegh, 1953), Guatemala (Arbenz, 1954), der Kongo (Lumumba, 1960) und Chile (Allende, 1973).
 
Dass wir Schweizer mit am meisten vom (US-)Imperialismus/Ne​​​​​​​​​​​​​oliberali​s​m​u​s​,​ der Umverteilung von unten nach oben, von Süden nach Norden und vom Staat zum Privaten, profitiert haben, ist keine Frage. Er erledigt zuerst die Unterschicht und die ärmsten Staaten, zuletzt die Oberschicht und die reichsten Staaten. Unsere Unterschicht leidet bereits unter ihm und irgendwann wird er uns alle, die ganze Welt gegen die Wand fahren.
 
Wir sollten die unglaubliche Macht der einzigen unbesiegbaren Supermacht, der öffentlichen Meinung, und der Vorbildfunktion nicht unterschätzen.
 
Wi​​​​​​​​​​​​​r kaum wie jemand sonst vom Glück privilegierten Schweizer hätten es in der Hand, mit einer "New Swissness" in Politik, Wirtschaft und in einer freien demokratischen humanistischen Gesellschaft Standards in Moral, Recht und (sozialer) Gerechtigkeit zu setzen, an welchen die übrige Welt nicht tatenlos vorübergehen könnte. Schon nach kurzer Zeit könnte es sich kein globaler Konzern mehr erlauben, seinen Hauptsitz nicht in der Schweiz mit ihren “ethischen Standards” zu haben respektive müssten alle anderen Staaten unserem Vorbild folgen, um deren Konzernhauptsitze nicht zu verlieren.
 
Wir dürfen uns von Eigeninteressierten nicht länger weismachen lassen, der "gerechte Moralische" müsse in einer apriori ungerechten unmoralischen Welt untergehen. Apriori ungerecht und unmoralisch sind nur etwa 1-3% der Menschen. An 97-99% ist die grösste Errungenschaft der Zivilisation, die Empathie, nicht spurlos vorübergegangen, auch wenn wir bisweilen daran zweifeln mögen.
 
Wir brauchen das Selbstwertgefühl, die notwendige Selbstkritik und den Mut zum Fortschritt in eine Schweiz als Vorbild und Brückenbauer in einer Welt, auf welche wir alle mit Recht stolz sein können! Die Weltöffentlichkeit sehnt sich heute verzweifelter denn je nach diesem "mutigen guten Beispiel".
 
Und wir brauchen die Erkenntnis, dass es nie um links gegen rechts und um arm gegen reich geht sondern immer um superreich gegen arm und reich! Anstatt uns in ihrem ewigen "divide et impera" und "panem et circenses" immer und immer wieder von ihnen spalten und gegeneinander aufhetzen respektive ablenken und narkotisieren zu lassen, müssen wir "99.9%" bloss zusammenstehen gegen die "0.1%". Dann haben sie keine Chance mehr.
 
"There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning."
(Warren Buffett, NYT 2006)
 
Buffet meinte die superrich class. Diese ist nicht der fleissige mutige Unternehmer, der als empathischer Patron seine Millionen ehrlich verdient, sondern der Superreiche, der seine Milliarden arbeitsscheu in der Hängematte liegend uns allen betrügerisch abknöpft.
 
Liebe Bewohner der Schweiz, wachen wir endlich auf aus der uns von neoliberalen Schein-Liberalen und neoliberalen Schein-Rechtsnational​​​​​​​​​​​​​en indoktrinierten bisweilen an eine kollektive Depression erinnernden Lethargie, ihnen in deren apokalyptische Endzeitphantasien ohnmächtig und handlungsunfähig folgen zu müssen und lassen wir uns nicht länger von denjenigen als “Landesverräter” desavouieren, welche die wirklichen Landesverräter sind, weil nämlich sie es sind, welche unser Land gegen die Wand fahren oder in den Abgrund stürzen! Wir alle sind mündige handlungsfähige freie Bürger. Kehren wir zurück zum angebrachten Optimismus und nehmen wir unser eigenes und das Schicksal unserer geliebten Schweiz, unseres geliebten Europas und unserer geliebten Welt wieder selber in die Hand!
 
Arbeiten wir doch alle gemeinsam an der “New Swissness”, vom kleinen Arzt bis zur grossen Bundesrätin, für die Welt, für die Schweiz, für unsere Liebste und für uns selbst!
 
"Niemand hat das Recht zu gehorchen."
(Hannah Arendt)

Kommentare von Lesern zum Artikel

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25%
(4 Stimmen)
Werner Nabulon sagte Vor 21 Tagen

Dann sollte man uns arbeiten lassen.

Ach ja, arbeiten ist nicht immer so gesund, die Gesundheitsverantwort​lichen schauen da ganz genau hin, viele Arbeiten kann man deshalb in der Schweiz gar nicht mehr machen..

Und bei Aufträgen muss man ab und an Überstunden leisten, Gewerkschaften schauen da genau hin, wie viele und warum Überstunden geleistet werden...oft kann man das gar nicht mehr..

Und jetzt heisst es auf einmal Swiss ness...arbeitet zusammen...mit sorry "Idioten" von Gesetzgebern und Nörgelern? Nein danke...


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83%
(6 Stimmen)
Alex Müller sagte Vor 22 Tagen

Ja etwas Optimismus tut gut.
Es gibt neue Firmen, die den "Start up" geschafft haben. Andere, welche nicht gleich erfolgreich waren, haben es wenigstens versucht. Man sollte sie trotzdem loben, für ihren Einsatz.
Es gibt in der Schweiz viele gut laufenden Produktionsbetriebe, die es schon lange gibt und die nie aufgehört haben, sich neue Aufgaben zu stellen oder ihre Produkte zu verbessern. Geliefert wird in die ganze Welt. (Stichworte: Eisenbahnen, Flugzeugbau, Bergbahnen, Uhren, Messgeräte, Medizinische Geräte, Pharmaprodukte, Teile für Weltraumraketen und Experimente im All, Lebensmittel, Dienstleistungen und Forschung aller Art.).
Etwas weniger erfreulich ist vielleicht die Tatsache, dass z.B. Handwerksbetriebe oder Landärzte keine Nachfolger finden. Und die Unsicherheit von Menschen, welche glauben, dem rasanten Wandel in der Arbeitswelt nicht mehr gewachsen zu sein, lähmt etwas den Mut zu Neuem. Eine Ursache der Angst könnte z.B. die ständigen medialen Ankündigungen von Firmenchefs sein, ihre Firma "umzubauen" um - wie sie sagen, den Gewinn zu steigern - , indem die Recourcen besser genutzt werden sollen. Auf gut Deutsch heisst das Personalentlassungen.​ ¨Richtig übel finde ich persönlich die "Heuschrecken", welche nur darauf aus sind, durch die Zerschlagung von Firmen, einen kurzzeitigen Gewinn für ihre Investoren herauszuholen. Das Produkt interessiert diese Leute nicht.





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