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Soft-Skills & die Relevanz für die Schweizer Wirtschaft

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Die Frage der Aufstiegsmöglichkeite​n richtet sich im modernen Businessleben nicht mehr allein an die fachlichen Fähigkeiten. Das Schlagwort Soft-Skill hat bereits vor 25 Jahren begonnen, sich zu dem heute im Personalmanagement etablierten Begriff zu entwickeln. Der Frage nach den eigenen Soft-Skills muss sich jeder stellen, der sich auf irgendeine Weise beruflich verändern möchte oder muss. Doch wer einmal seine Soft-Skills ehrlich ermittelt hat, dem wird dieses Wissen auch im Privatleben nützlich sein. Denn Soft-Skills bezeichnen die persönlichen Fähigkeiten eines Individuums. 



Anfangs​ steht die Selbstreflexion

Jeder hat demnach Soft-Skills. Bei dem einen sind sie ausgeprägter, bei anderen ausbaufähiger. Psychologisches Geschick, Kommunikationsstärke,​ Organisationstalent, ..., all diese Fähigkeiten, die häufig auch interessengelagert sind, werden Soft-Skills genannt.

Unterschiedli​che Unternehmenssituation​ verlangen nach unterschiedlichen Soft Skills. Neue Produkte können nicht nur mit Organisationsgeschick​ und perfektem E-Mail-Management schnell vermarktet werden. Dazu bedarf es Kommunikationsstärke in persönlichen Verhandlungssituation​en. Doch nur Reden zieht häufig ein heilloses Durcheinander bei der Tätigkeit nach sich. Jedes Stellenprofil in Unternehmen besitzt demnach unterschiedliche Anforderungen von Soft-Skills. Je mehr Soft-Skills ein Mitarbeiter hat, umso höher sind seine Chancen gegenüber Mitarbeitern gleicher fachlicher Qualifikation aufzusteigen. Das ist natürlich meist mit einem besseren Gehalt verbunden. 



Widersprü​chliche Soft-Skills

Nun gibt es aber auch Soft-Skills, die sich scheinbar widersprechen. So sind die beiden für sich genommen starke Eigenschaften "Anpassungsfähigkeit"​ und "Durchsetzungskraft" nur schwerlich unter einen Hut zu bringen. Hier kommt das weitere wichtige Merkmal im Zusammenhang mit sozialer Kompetenz ins Spiel: Soziale Intelligenz in Verbindung mit Sozialkompetenztraini​ng. Nun darf behauptet werden, dass Kompetenz aus Intelligenz ja nur entstehen kann. Mitnichten sind die persönliche Feinfühligkeit und das richtige Taktgefühl jedoch für zielorientiertes unternehmerisches Handeln besser geeignet, als nur Kompetenz, die auf Intelligenz, antrainierten Höflichkeitsfloskeln und Small-Talk-Regeln beruht. 

  • Bodenständig​keit vs. Spontanität
  • Konzentra​tionsvermögen vs. Multitaskingfähigkeit​
  • Werttreue vs. Umsatzungskraft

 

Ihr​e Stärken gut platziert

Die "weichen Fähigkeiten", genannt Soft-Skills, sind weniger gut messbar als die Hard-Skills, mit deren Begriff die Fachkompetenzen bezeichnet wird. Deshalb ist bei der Selbstreflexion Ehrlichkeit so wichtig. Nicht jeder ist ein kommunikatives Verkaufstalent. Im Gegenteil, nur wenige Menschen können richtig verkaufen, selbst wenn sie sich privat als sehr kommunikativ erweisen. Auch introvertierte, eher zurückhaltende Personen haben Stärken. Vielleicht sind sie freundlicher oder bei sehr genau, da sie meist auch konzentrierter bei der Arbeit sind. Das wären alles Soft-Skills, die jeder persönlich und möglichst auch richtig einschätzen sollte. Die Fähigkeit zur Selbstreflektion gilt ebenso als Soft-Skill, auch wenn dieses im Ellenbogenzeitalter und der vorliebsamen Schuldzuweisung an andere häufig untermauert wird. 

Im Internet finden sich zahlreiche Listen mit Soft-Skills und zugehörigen Schlüsselqualifikatio​nen, also Eigenschaften und Fähigkeiten, die Menschen besitzen können. Für viele Branchen und Unternehmen gibt es sogar Soft-Skill-Hitlisten . Wer sich für ein Unternehmen interessiert, findet in der Firmenpilosophie der Internetpräsenz Anhaltspunkte, welche persönlichen Soft-Skills dort vermutlich erwünscht sind. 



Beispielhafte Soft-Skills

  • Verhandlu​ngsgeschick
  • Pünktlich​keit
  • Gutes Zahlenverständnis
  • Kre​ativität
  • Kommunikatio​nsvermögen
  • Lernfreude​
  • Technische Begabung
  • Organisation​stalen
  • Experimentierf​reude

Kommentare von Lesern zum Artikel

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0%
(1 Stimme)
Roland Marquis sagte September 2017

Ich denke nicht, dass dieses Konzept der Hotelbranche gross schadet.

In meinem Haus wurde gerade kürzlich ein Mieter rausgeworfen, der seine Wohnung jahrelang untervermietet hat.


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67%
(3 Stimmen)
jan eberhart sagte September 2017

Das ist die Herausforderung durch die neue Wirtschaft aus dem Internet.

Auf der einen Seite müssen Hotels, Taxibetriebe, o.ä Lizensen besitzen, Steuern bezahlen, Arbeitsgesetzte einhalten, Sicherheitsreglemente​ einhalten, während die Konkurenz von UBER und co dies nicht tun muss.

Der Status von AN bei UBER ist in einer Grauzone (AN, selbstständig?).

Dazu kann es negative Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt geben, wenn zuviele Wohnungen per AirBnB vermietet werden und dem nornalen Vermietungsmarkt entzogen werden.

Ausserdem muss man in der Schweiz für Untermieter eine Bewilliung beim Vermieter einholen. Es ist eine Grauzone, inwiefern Angebote für AirBnB hier anwendbar sind. Bisher meint Untermieter jemand der länger bleibt, nicht für 1 oder 2 Nächte.

Fazit: Der Gesetzgeber muss aktiv werden.


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