Finanzen, Steuern > Steuern, Steuerwettbewerb,

Steuerreform: Ungewollt aber für unsere Wirtschaft nötig

Artikel weiterempfehlen

Stimmen Sie dem Artikel zu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Artikel!

Mit der Un­ter­neh­mens­steu­​er­re­form III (USR III) wird die At­trak­ti­vität des Steu­er­stand­ortes Schweiz be­wahrt und wer­den Zehn­tau­sende von Ar­beitsplät­zen und er­heb­li­che Steu­e­r­er­träge ge­si­chert. Die heute von der OECD hef­tig kri­ti­sierte Steu­er­pra­xis der Schweiz wird ab­ge­schafft und durch einen Ka­ta­log an Mass­nah­men für die Kan­tone er­setzt, die in­ter­na­tio­nal an­er­kannt sind und den Un­ter­neh­mens­stand​­ort Schweiz stär­ken.

Weil die Ansiedlung von Unternehmen für jedes Land sehr attraktiv ist, besteht bei deren Besteuerung ein intensiver internationaler Steuerwettbewerb. Die Unternehmensbesteueru​ng steht jedoch zunehmend in der internationalen Kritik. Mit einem Aktionsplan will die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit OECD Steuerpraxen, welche Gewinnverkürzung und Gewinnverlagerung ermöglichen, bekämpfen. Der Spielraum internationaler Unternehmen zur Umgehung von Steuern soll eingeschränkt werden. Besonders unter Beschuss ist die Schweizer (kantonale) Praxis der steuerlichen Sonderbehandlung von ausländischen Erträgen von Holding- Domizil- und gemischten Gesellschaften.

150'0​00 Arbeitsplätze und 4,1 Milliarden Steuererträge

Heute gibt es in der Schweiz 24‘000 Firmen mit 150‘000 Arbeitnehmenden, die von den kantonalen Sondersteuern profitieren. Zudem hängen nochmals zehntausende Arbeitsplätze bei Schweizer KMU direkt von der Nachfrage der international tätigen Unternehmen ab. Diese sind sehr mobil und die Steuern sind oft ausschlaggebend für die Investition in einen Hauptstandort.

Diese Firmen haben in der Schweiz eine grosse wirtschaftliche Bedeutung. Die Einnahmen des Bundes von diesen Unternehmen betrugen im Jahr 2012 insgesamt rund 4,1 Milliarden Franken. Dies ist die Hälfte aller Gewinnsteuereinnahmen​ des Bundes. In den Kantonen macht der geschätzte Anteil mit 2,1 Milliarden Franken (inkl. Kantonsanteil an der direkten Bundessteuer) rund einen Fünftel der jährlichen Gewinnsteuereinnahmen​ von Kantonen und Gemeinden aus.

Was bringt die Reform?

Um die Abschaffung der Sonderbesteuerungen auszugleichen, wird den Kantonen mit der Steuerreform ein „Werkzugkasten“ von international akzeptierten Massnahmen zur Steuerdifferenzierung​ ersetzt:

  • Einführung einer kantonalen Patentbox, welche die Steuern auf Erträgen aus geistigem 
Eigentum reduziert. 

  • Die Kantone können einen um maximal 50 Prozent höheren Abzug für Kosten für die im Inland 
getätigte Forschung und Entwicklung vorsehen. 

  • Die zinsbereinigte Gewinnsteuer wird auf Bundesebene eingeführt, die Kantone können dieses 
Instrument bei Bedarf einsetzen, wenn sie Dividenden aus Beteiligungen ab zehn Prozent zu mindestens 60 Prozent besteuern.

Wer zahlt die Reform?

Die steuerpolitischen Massnahmen werden schwergewichtig in den Kantonen und ihren Gemeinden umgesetzt. Um deren Lasten abzufedern, wird mit der Steuerreform der Anteil der Kantone an der direkten Bundessteuer massiv von heute 17 auf 21,2 Prozent erhöht (der Bundesrat hatte nur eine Erhöhung auf 20,5 Prozent vorgesehen). Damit werden die Lasten fair zwischen Bund und Kantonen verteilt und den Kantonen die Deckung der zu erwartenden Steuerausfälle erleichtert.

Schätzun​gen gehen von Mindereinnahmen durch die Steuerreform im Umfang von jährlich 1,3 Milliarden Franken für den Bund (inklusive Ausgleichsmassnahmen und Ergänzungsbeiträge zugunsten der Kantone) aus. Hinzu kommen Steuerausfälle der Kantone und Gemeinden, je nach deren Ausgestaltung der Gesetzgebung.

Für einen starken Unternehmensstandort Schweiz

Die Steuerreform, über die wir am 12. Februar abstimmen, wollte eigentlich niemand. Doch man hat die zwingende Anpassung der Schweizer Steuerpraxis zum Anlass genommen, um mit verschiedenen Massanahmen den Unternehmensstandort Schweiz zu stärken. Die Linken bekämpfen die Vorlage wegen zu hohen Steuerausfällen. Das Risiko für hohe Steuerausfälle beginnt jedoch erst beim Nichts-Tun oder bei der Ablehnung der Vorlage. Das würde viele Unternehmen vor unangenehme Entscheidungen stellen und tausende Arbeitsplätze sowie Milliarden Steuereinnahmen riskieren. Ein Ja am 12. Februar 2017 zur Steuerreform schafft dagegen im Blick auf die internationale Verunsicherung die dringend nötige Rechtssicherheit und stärkt den Unternehmensstandort Schweiz.


Kommentare von Lesern zum Artikel

[ Neuen Kommentar verfassen ]



80%
(10 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2017


DIE WÜRFEL SIND GEFALLEN, EINE DEUTLICHE MEHRHEIT DER STIMMBÜRGER/INNEN GIBT DER USR III ZU RECHT EINE DEUTLICHE ABFUHR.

Der Souverän, die oberste Instanz in der DIREKTEN Demokratie hat gesprochen. Mit rund 60 Prozent Nein- & 40 Ja-Stimmen bleibt die USR III chancenlos.

Mit rund 64 Prozent Nein-Stimmen auch im Kanton Solothurn bleibt die USR III auf der Strecke. Und auch im Aargau deuten bei beiden ausgezählten Bezirke darauf hin, das über 60 Prozent der Stimmenden im Aargau ein Nein in die Urne gelegt haben.

Schlussfolg​​erungen daraus können schon folgende gezogen werden:

1. Der Souverän scheint mit Recht absolut nicht zu goutieren, dass nach den damals falschen Prognosen zu URS II, jetzt eine klare Mehrheit dem Bundesrat und den Parlamenten nicht mehr traute. Für die für ein JA sich einsetzende Lobby der Parlamentarier/Innen & der Grossunternehmen - und fast aller bürgerlichen Parteien - sicher eine grosse Enttäuschung. Sie haben auch das Vertrauen in sie sträflich zu oft verspielt.

2. Primär ausschlaggebend war sicher dass die Vorlage keinerlei Aufzeigung enthielt wo diese neuerlichen Milliarden Geschenkte & Privlegien für Grossunternehmen denn ausgeglichen werden sollen. Der Souverän kauft eine "Katze im Sack“ nicht mehr, zuviel Vertrauen des Souverän in die Exekutiven wurde in letzter Zeit schon missbraucht.

3. Das klare Resultat bedeutet zweifellos eine "Klatsche" für die Mehrheit des Bundesrates/Innen & der Parlamentarier/Innen beider Parlamente.

4. Es bewahrheitet sich erneut, das Volk hat immer Recht, eine Stärke der direkten Demokratie.


Durc​h genügend Enttäuschungen (Ignorierung des MEI-Verfassungsartike​​ls) zieht die Mehrheit dann daraus endlich auch die richtigen Schlussfolgerung und die Konsequenzen.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

33%
(12 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte February 2017


"Mit der Un­ter­neh­mens­steu­​​​​er­re­form III (USR III) wird die At­trak­ti­vität des Steu­er­stand­ortes Schweiz be­wahrt und wer­den Zehn­tau­sende von Ar­beitsplät­zen und er­heb­li­che Steu­e­r­er­träge ge­si­chert. (...)"

Auch Sie, Herr SR Bischof, versuchen den Stimmberechtigten mit dem Abbau von "Zehntausenden von Arbeitsplätzen" Angst zu machen. Die Unternehmen stünden vor dem Ruin, und nur die USR III könne sie und damit die Arbeitsplätze retten ...

Richtig ist, dass nach der dringend notwendigen Ablehnung dieser ausserhalb unserer Verfassung angebotenen Steuergeschenke sofort eine moderatere Version ausgearbeitet und vorgelegt werden wird. Bis dahin wird GAR NICHTS passieren.

Vor einigen Tagen setzte kurz vor der Abstimmung nochmals eine millionenschwere PRO-Kampagne ein, welche diesmal mit Arbeitsplatzverlusten​​​ droht. Für eine Gegenkampagne fehlen die Zeit und das Geld.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



69%
(13 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2017

Was ich nicht verstehen kann, dass immer noch um die 50% für die USR III sind obwohl nur die oberen 4 % profitieren, wir sehen wie GE agiert, der Profit hin und her schieben bis keine Steuern mehr in der Schweiz anfallen.

Mit einer USR III würden die internationalen Firmen keine Steuer mehr bezahlen, plötzlich sind einfach fast alle Kostenpositionen Entwicklung und Forschung. Oder Briefkasten in der Schweiz und fast keine Steuern in Delavare/USA.

Es bleibt die Hoffnung die 50% wachen auf und laufen nicht mehr den "Rattenfängern" einfach gedankenlos wieder hinterher.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



57%
(14 Stimmen)
Stefan Pfister sagte February 2017

"Die aktuelle Steuerreform liegt in einer langen Reihe von Steuersenkungen im Interesse der Millionäre und Milliardäre."

http://www.infosp​erber.ch/Artikel/Poli​tik/Vermogen-Gerechti​gkeit

Die Kehrseite dieser Entwicklung sieht man im Kanton Schwyz. Für Reiche ein Steuerparadies, für Arme eine Steuerhölle:

http:​//www.tagesanzeiger.c​h/schweiz/standard/St​eueroase-fuer-Reiche-​Steuerhoelle-fuer-Arm​e/story/31280472


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



69%
(13 Stimmen)
Willy Brauen sagte January 2017

Wenn Steuergerechtigkeit herrschen würde, hätten wir weniger Einwanderungs-Problem​​e! Wenn die Schweiz für Zuwanderung weniger attraktiv wäre, hätten wir auch einen weniger starken Franken, was sich die Exportwirtschaft wünschen würde! Wir hätten weniger Druck auf Immobilien aller Art, weniger Überlastung der Infrastruktur! Wenn das ideale Ziel angestrebt würde, und nicht die Ziele der Gewinnhasardeure und Arbeitsplätze für günstigere Zuwanderer, hätten wir bessere Verhältnisse! Es ist absurd, wenn die arbeitende Bevölkerung nicht nur die vielen, sinnlos arbeitslos gewordenen Mitarbeitenden (weil viele ersetzt durch günstigere EU-Bürger), sondern auch noch die Steuerausfälle dieser Steuerreformen bezahlen müssen! Was könnte der Schweizerbevölkerung Besseres passieren, als das, was die BAK als Angstmacherei schildert? Was BAK in ihrer Studie schildert, ist ohnehin völlig überrissen:

Texte BAK
Erstens forciert die Planungs- und Rechtsunsicherheit bei Schweizer Unternehmen den
Ausbau von Standorten im Ausland anstatt in der Schweiz.

Zweitens wird die Ansiedlungsdynamik neuer Unternehmen aus dem Ausland in einem
solchen Szenario sinken.

Drittens wird es auch zu gewissen Abwanderungen oder Teilverlagerungen kommen. Am
stärksten werden diese Reaktionen bei den stark international verflochtenen und als hoch-
mobil eingestuften Unternehmen ausfallen.


Antworten:
Ers​tens: Es wird heute schon ins Ausland verlagert, wegen des starken Frankens. Ob diese Produkte noch als „made in Switzerland“ verkauft werden – werden dürfen? Die Schweiz kann nur noch wenige und gezielt neue Unternehmungen aufnehmen, oder wegziehende ersetzen!

Zweitens​: Es ist zu begrüssen, wenn die „Ansiedlungsdynamik“ sinkt, besonders von jenen Firmen, die kaum Schweizer, oder langjährige, hier ansässige Ausländer anstellen, sondern die Mann-und Frauschaften gleich mit hereinnehmen.

Drit​tens: Bei den „hochmobilen“ Multis ist sowieso nicht sicher, wie lange sie bleiben. Sie hüpfen von Günstigort zu Günstigort, ohne Rücksicht auf das verlassene Land – auf solche „Gewinnoptimierer“ kann die Schweiz ruhig verzichten!


Die „hochmobilen“ Unternehmungen werden sich immer und überall die günstigsten Bedingungen suchen, um besonders wenig Steuern zu zahlen und billige Arbeitskräfte auszunutzen!

Die Studie geht davon aus, wenn alle 24'000 Unternehmungen ausziehen würden! Die guten Arbeitsbedingungen erschöpfen sich nicht nur bei den Steuern, sondern: Sicherheit, (wie lange noch?) gute Infrastruktur, (wie lange noch?) gute, ausgebildete Mitarbeitende (immer mehr Nichtinländer) weil zu wenig ausgebildet werden!

Fazit: Wenn USR III abgelehnt würde, passiert vorerst gar nichts! Eine Reform sollte und wird erfolgen, aber in einer vernünftigen Form! Bund, Kantone und Gemeinden haben durchaus Möglichkeiten für Unternehmungen individuelle „Konditionen“ zu machen, um Arbeitsplätze zu sichern, was auch bisher schon gemacht wurde. Patente und Innovationen können auch ohne die USRIII gefördert werden! Also zurück auf Platz1! Das BIP nominal zu erhöhen macht absolut keinen Sinn, wenn es pro Kopf der Bevölkerung, wegen der hohen Zuwanderung, sinkt!



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



67%
(15 Stimmen)
Markus Bischof sagte January 2017

Ich würde die Steuern für Firmen komplett abschaffen. Dann würde man uns nicht die ganze Zeit vorlügen, wer in der Schweiz die Steuern zu bezahlen hat.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

47%
(17 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Für Unentschiedene: Die USR III missachtet unsere Bundesverfassung.

​1) Einzelne Gruppen dürfen nicht durch Senkungen der Besteuerung gefördert werden, weil die Verfassung für alle Steuerpflichtigen (natürliche und juristische Personen) die gleiche Besteuerung verlangt. (Davon sind wir heute meilenweit entfernt.)

2) Solche Förderungen müssen also über Subventionen beschlossen werden und nur jene berücksichtigen, die eine solche Förderung benötigen.

3) Von Steuergeschenken für eine Gruppe können im übrigen Firmen mit wenig oder keiner Steuerkraft nicht profitieren – im Gegenteil, sie werden nochmals benachteiligt, weil die profitierenden Konkurrenten gegenüber den nicht beschenkten vom Staat einen Konkurrenzvorteil erhalten.




Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



86%
(14 Stimmen)
Michael Schütz sagte January 2017

Herr Bischof 4 Milliarden mehr Steuerertrag. Wer glaubt das schon. Bei der USR 2 sind die Kosten viel höher als man versprochen hat. Bei den Billateralen hat man von ein paar Einwanderen gesprochen gekommen sind 80'000. Auch die vielversprochene Ventilklausel hat der Bundesrat vergessen.

Herr Bischof sie sind ein kluger Kopf (wahrscheinlich einer klügsten da in Bern) machen Sie doch nicht solche Prognosen. Ich sage da ein Minus von 5 Milliarden voraus. Der Ausfall schwächt den Bund, die Kantone, Gemeinden und Städte. (Gut, einige wollen das). Mit dem Kaufkraftschwund entgehen, vor allem den KMU, Ressourcen. Volkswirtschaftlich wird uns die USR 3 -10 Milliarden kosten. Basta. Die Gewinne wandern, wie heute, ins Ausland ab. Wollen wir das?

Stinkt Dir das Steuernzahlen -- dann sag Nein zu USR 3 - und ab an die Wahlen.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

50%
(16 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Steuergeschenke schenken bei Unternehmen ein, die tüchtig Steuern zahlen könnten. Unternehmen mit wenig oder keinem Ertrag haben nichts davon. Im Gegenteil: Die Bevorzugung der ertragsstarken öffnet die Kluft zu den ertragsschwachen Firmen und verfälscht so die Konkurrenz.

Mit solchem Protektionismus, im Fall der USR III durch den Staat, schafft sich der hochgelobte Kapitalismus SELBST ab. Von sozialer Marktwirtschaft hat man offenbar noch nie gehört.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

53%
(15 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte January 2017

Hier wird die Ansicht vertreten, die Stimmberechtigten könnten sich aus den vorhandenen Informationen keine Meinung zu den Auswirkungen der USR III bilden, besonders nicht aus parteipolitisch gefärbten.

Die Meinungsbildung wird aber vor allem von den Parteien gemacht; das ist ihre demokratische Aufgabe. In Diktaturen sind ja deshalb Parteien verboten.

Wer also mit Abstimmungsvorlagen nicht immer zu Rande kommt und Mitglied einer Partei ist, wird in der Regel auf seine Partei vertrauen und deren Abstimmungsparole übernehmen. Ebenso können Leute die Parole einer Partei übernehmen, der sie in der Regel vertrauen, auch wenn sie nicht Mitglied sind.

Die Parteien in der Schweiz decken das gesamte politische Spektrum ab; es ist nicht mögliche, keine nahestehende Partei zu finden.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

67%
(15 Stimmen)
Alex Müller sagte December 2016




Ich kenne mich in Steuerberechnungen des Bundes nicht aus. So wird es vielen gehen. Und somit kann ich auch nicht beurteilen, was ein Ja oder Nein denn bewirken wirde. Die Befürworter und die Gegner legen immer nur ihre Sicht dar. Daraus entsteht keine erhellende Übersicht über die Wirkung der Abstimmung.
Schon bei früheren, komplizierten Sachgeschäften habe ich vorgeschlagen, dass man zum Beispiel an Hand von einem sog. wissenschaftlich geführten "Planspiel"an der ETH alle möglichen Auswirkungen eines neuen Verfassungsartikels erheben sollte, bevor der Bundesrat einen neuen Gesetzesentwurf vorlegt. Wenn mir die Auswirkungen bekannt sind, kann ich abwägen, ob die erwünschte Wirkung deutlich eintreffen wird oder eher undurchsichtig bleiben. Meine Vermutung: Wenn man die Parlamentarier einzeln fragen würde, ob sie alles verstanden haben, würden einige ehrlich mit "nicht alles" antworten und andere würden einfach die vorgegebene Parteiparole wiedergeben, um die Frage nicht beantworten zu müssen..
Ich bin also noch ganz unentschlossen, was ich zu dieser Vorlage stimmen werde.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

64%
(14 Stimmen)
Till E. Spiegel sagte December 2016

Das scheint mir die gleiche Taktik zu werden, wie diejenige bei der Unternehmersteuerrefo​rm II, wo wir im Abstimmungsbüchlein und vom damaligen FDP Finanzminister Merz um das Mehrfache belogen wurden. Bundesgerichtlich bestätigt. Ich behaupte, dass das absichtlich geschehen ist, um die Abstimmung überhaupt schmackhaft zu machen, denn so dumm sind die Studierten in Bern nämlich nicht.
Gebranntes Kind scheut das Feuer. Mein NEIN für die, vom Ausland erpresste
Unternehme​rsteuerreform III ohne Ausgleich an Familien und wieder allen Leidenden unter der letzten „Reform“ steht fest.



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



33%
(12 Stimmen)
Willy Brauen sagte December 2016

Eine Verunsicherung im Zusammenhang mit der Umsetzung von Initiativen:
Wie ist das nun? Muss man die UStRIII ablehnen, damit sie eingeführt wird? Wie würde eine „Light-Version“ aussehen? Oder muss man JA stimmen, wenn man sie ablehnen will? Warum müssen, sollen, oder dürfen wir noch abstimmen, wenn die Räte nach ihrem Gusto Gesetze produzieren, die keine sind, die nicht einmal ein Referendum rechtfertigen? Wie war es bei der Ausschaffungsinitiati​ve? Der Gegenvorschlag wurde abgelehnt. Jedoch wurde der abgelehnte Teil im Gesetz des Gegenvorschlags, wieder zum Gesetz erhoben, um die doch so bemitleidenswerten Schwerverbrecher besser zu schützen und zu betreuen, um sie weniger schnell ausschaffen zu müssen, wenn überhaupt!?



Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

53%
(19 Stimmen)
Rudolf Oberli sagte December 2016

Mit der USR III machen Grossaktionäre, Wirtschaftsanwälte und Steuerberater Milliarden. Die Rechnung bezahlen wir mit Leistungsabbau, höheren Gebühren und mehr Steuern.

Der Parteitag der SPS hat deshalb in Thun am 4. Dezember 2016 einstimmig die NEIN-Parole gegen die USR III beschlossen. Ein Schritt GEGEN (!) die Abschaffung des Kapitalismus durch die Hochfinanz.


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!



87%
(15 Stimmen)
Hermann Scheuber sagte December 2016

Bestimmte nicht schon das Volk wer den Steuerausfall der Gross-Unternehmen zu berappen habe?
Wen das A begünstigt, der muss halt dann auch die Kehrseite B als "Begünstigung" einhalten.
Der JUSO-Antrag 12/1 wurde doch damals für alle echten Manager der Grosswirtschaft grosszügig abgelehnt, was A bedeutet. Also müssen nun schliesslich diese oberen Manager, die ja 2012 über 20 Mia. reicher wurden die Kröte B schlucken und für ihre Grossunternehmen selber herhalten - und nicht das ärmer gewordene, unwissende 1/200 UnterVolk. Also SteuerErmässigung für die Unternehmen: NEIN


Verstoss melden
Ihre Meinung dazu?
Melden Sie sich an und bewerten Sie diesen Kommentar!

Seite 1 von 2 | 1 2

Neuen Kommentar verfassen

Sie müssen als User, Newsletter-Abonnent oder Gönner von Vimentis oder bei Facebook registriert sein, um auf diese Seite zugreifen zu können. Bitte loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich kostenlos:

Auf Vimentis direkt einloggen..
 
 ... oder mit Ihrem Facebook-Account
 
E-Mailadresse:
Passwort:

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?