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Tiefpreis-Pizza und Hochpreisinsel

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Gehören Sie even­tu­ell auch nicht zu jenen Men­schen, die sich „nur“ von Tiefkühlpizzen ernähren? Scha­de, Sie würden für eine Günstig-Tiefkühlpizza​ bei­nahe halb so viel be­zah­len wie etwa für 1kg Kar­tof­feln. Sogar ein Liter Milch aus den Günstig-Linien der bei­den Gross­ver­tei­ler ist teu­rer als eine Tiefkühlpizza. Auch wenn ein sol­ches Pro­dukt wie die Pizza in Mas­sen und mit möglichst günstigen Roh­stof­fen her­ge­stellt wird, deckt der ak­tu­elle Ver­kaufs­preis in keins­ter Weise die Her­stell­kos­ten. In­so­fern ist das Bei­spiel Tiefkühlpizza mit der Wei­ter­gabe des Eu­ro-­Kur­s-Vor­tei­​les ab­so­lut un­taug­lich und ein Beleg dafür, wie ab­surd ein überspitzter Preis­kampf auf spe­zi­fi­schen Fo­kus­pro­duk­ten sein kann.

Viel ent­schei­den­der wäre der Bürokratieabbau für Par­al­le­lim­porte ins­be­son­dere die Ver­ein­fa­chung auf dem Cas­sis-­de-­Di­jon Ver­fah­ren. Ein grif­fi­ges Kar­tell­ge­setz, wel­ches der Margen-Abschöpfung von in­ter­na­tio­nal be­kann­ten Mar­ken in der Schweiz ein Ende setzt. Drit­tens die Auf­he­bung der Phar­ma-­Son­der­re­g​eln, wel­che dazu führen, dass Me­di­ka­mente hier­zu­lande im europäischen Ver­gleich viel zu teuer sind. Hier könnte die Po­li­tik durch­aus sehr viel be­we­gen, um die Hoch­preis­in­sel Schweiz in ge­wis­sen Be­rei­chen auf ein vernünftiges Ni­veau zu schlei­fen. Statt­des­sen wer­den Par­ti­ku­la­r­in­ter​­es­sen ver­folgt und damit der Wett­be­werb be­hin­dert. Dies übrigens von einer bürgerlichen Mehr­heit, wel­che sonst immer gerne von Markt und Wett­be­werb re­det.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

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Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




67%
(6 Stimmen)
Nicolas Odermatt sagte March 2015

Guten Tag Herr Merz
Ein SP-Politiker welcher den freien Markt befürwortet und gleichzeitig auch noch die Steuern/Abgaben senken möchte? Ich weiss nicht ob ich erstaunt, skeptisch oder erfreut sein soll. Ich finde es grundsätzlich positiv was Sie sagen, doch falls Sie ihrer Parteilinie folgen, widersprechen Sie dem in krasser Weise. Es ist gerade die Linke, welche der Wirtschaft immer wieder Steine in den Weg legt und neue Gebühren erheben will. Als Beispiele dienen sowohl der Vorschlag neue Gebühren auf Werbung zu erheben (http://www.srf.ch/ne​​ws/schweiz/sp-mit-ne​u​en-gebuehren-gegen-​di​e-zeitungsmisere),​ wie auch die Einheitskasse, welche ihr immer wieder zur Abstimmung bringt. Sie würde die Prämien weiter erhöhen, den Wettbewerb zerstören und ist somit ein grober Eingriff in die Wirtschaft.


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83%
(6 Stimmen)
beb rofa sagte February 2015

Herr Schmidig
mit dem Import-Müll aus Massentierhaltung im Ausland haben sie natürlich Recht. Ich kaufe desshalb wenn möglich nur Lebensmittel aus der Region. Nur sind die Schweizer Bauern auch nicht besser. Sie importieren billiges Futter für ihre Kühe und verkaufen dann teure Schweizermilch.


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82%
(11 Stimmen)
Susanne Rotzetter sagte February 2015

Nicht zu vergessen ist, dass wir in der Schweiz zusätzlich durch Exportsubventionen mit Steuern belastet werden. Der Milchverarbeitungsbet​rieb Emmi erhielt 2012 vom Bund 43 Millionen Franken. Insgesamt erhielten 33 Verarbeitungsbetriebe​ je über eine Million Franken an Exportsubventionen.

Jetzt hat sich herausgestellt, dass Emmi für die Ausfuhr des Getränkes Caffè Latte jahrelang zu Unrecht subventioniert wurde.
Ein findiger Mitarbeiter ­des Staatssekretariats für Wirtschaft hat nach fast 20 Jahren gemerkt, dass für flüssige Magermilch, wie sie in Caffè Latte verwendet wird, gar keine ­Exportsubventionen an den Hersteller ausgezahlt werden dürften. Denn flüssige Magermilch steht nicht auf der so­genannten Verpflichtungsliste LIX der Welthandelsorganisati​on (WTO). Und laut Schweizer Schoggigesetz dürfen Produkte subventioniert werden, die auf dieser Liste stehen. Die Folge: Emmi hätte die jährlichen staatlichen Ausfuhrbeiträge für dieses Getränk verloren.

Also hat Emmi die Rezeptur geändert

http://ww​w.beobachter.ch/justi​z-behoerde/buerger-ve​rwaltung/artikel/emmi​_staatsgelder-im-kalt​en-kaffee/




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46%
(13 Stimmen)
Felix Kneubühl sagte February 2015

Typisch Cüpli-Linker von der SP-Küche.

Das Kilo original Parma-Schinken kostet im Normalpreis in der Schweiz CHF 80.--.
In Florenz kostet das exakt gleiche Produkt das Kilo 10.90 Euro in einer Metzgerei an bester Lage.

Wieviel verdient ein Fiorentiner? Wieviel verdient ein Schweizer?

Rechnen​ Sie bitte.

Wenn wir eine Hochpreisinsel sind müssen die Preise im Allgemeinen gesenkt werden. Das heisst Konsumgüter (inländische, wie ausländische). Die Löhne. Die Immobilien und die Bodenpreise.

Die SP will die Löhne nach oben drücken. Den Sozialstaat mit deren Versicherungen ins Unermessliche hochfahren. Die Steuern für jeden erhöhen und die Konsumgüterpreise drücken.

So entwickelt sich die Volksschuldenwirtscha​ft und Sie produzieren damit freiwillig Arbeitslose in der Schweiz. Die SP wäre daran natürlich Schuld an dieser Politik.


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