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Unterschreiben Sie die Wiedergutmachungsinit​iative!

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Meine Gros­s­el­tern väterlicherseits waren Ver­ding­kin­der. Ihre Kind­heit ist nie­man­dem zu wünschen. Des­halb setze ich mich für die Wie­der­gut­ma­chungs​​­i­ni­tia­tive ein.

Der Grossvater wurde als Achtjähriger und die Grossmutter als Kleinkind aus ihren Familien hinausgerissen. Beide sind vor gut 20 Jahren gestorben. Andere Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen leben noch. Eine Wiedergutmachung haben die allermeisten bis heute nicht erhalten. Dies will die Wiedergutmachungsinit​​iative nun ändern.

Kari wollte heim zur Mutter

Ich war gerne bei meinen Grosseltern in den Ferien. Grossvater war ein vielseitiger Bastler und lehrte mich, mit Werkzeugen umzugehen. Im Nachhinein sind das schöne Erinnerungen, obschon ich heute weiss, dass er als Verdingbub kaum so etwas wie Liebe und Geborgenheit erfahren durfte. Als neuntes von vierzehn Kindern und Sohn eines Tauners, eines landwirtschaftlichen Taglöhners, ist Kari im emmentalischen Heimisbach/BE aufgewachsen. Als er achtjährig war, entschieden die Gemeindebehörden zusammen mit den Eltern, ihn aus der Familie herauszunehmen und bei einem Bauern in Ranflüh zu verdingen. Dort lernte der Bub hart zu arbeiten. Stimmte die Leistung auf dem Feld und im Stall, erfuhr er hie und da Anerkennung. War dem nicht so, wurde geschlagen oder sonst streng bestraft. Kari ist zweimal ausgerissen. Er wollte heim zur Mutter. Doch man brachte ihn wieder zurück nach Ranflüh. Nach der obligatorischen Schulzeit war für Karl klar, dass er den Hof schnellstmöglich verlassen wird. Da er jedoch die Kosten der Konfirmationskleider abarbeiten musste, verzögerte sich sein Weggang um ein halbes Jahr.

Auch Ida musste die Familie verlassen

Warum meine Grossmutter als Kleinkind zu einer Handwerkerfamilie im schwarzenburgischen Mamishaus/BE abgegeben wurde, weiss niemand so genau. Ida Aebischer wollte nie darüber sprechen. Fakt ist, ihre leibliche Mutter wohnte in Sichtweite zur ihr. Zu Kontakten kam es kaum. Im Gegensatz zum Grossvater lobte Grossmutter ihre Pflegefamilie. Beide haben ihren Weg später gemacht. Als Pflegerin und Pfleger lernten sie sich in der „Bernischen Irrenanstalt Waldau“ kennen, heirateten und zeugten zwei Buben. Der eine ist mein Vater.

Nicht alle haben es geschafft

Im Schwarzenburgerland, wo ich aufgewachsen bin, wurden Kinder noch bis in die Siebzigerjahre verdingt. Als Lehrer unterrichtete mein Vater mehrere Verdingkinder. Meine Mutter erzählte uns die Geschichte vom Verdingbub, der sich im Bauernhaus nebenan erhängte.

Nicht alle haben es also geschafft. Andere Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen leben noch. Einigen geht es gut. Viele jedoch leiden unter massiven physischen und psychischen Störungen. Dieses Leid und dieses Unrecht werden heute allgemein anerkannt.

Eine finanzielle Wiedergutmachung fehlt

Der Bundesrat hat sich bei den Betroffenen entschuldigt und das Parlament hat die administrativ Versorgten per Gesetz rehabilitiert. Doch eine Wiedergutmachung für das erlittene Leid haben die allermeisten der schwer traumatisierten und betroffenen Opfer bis heute nicht erhalten. Die vom Parlament beschlossene Rehabilitierung sieht keine finanzielle Wiedergutmachung vor. Darum braucht es jetzt die Wiedergutmachungsinit​​iative.

 

DAS WILL DIE INITIATIVE

Die Wiedergutmachungsinit​​iative setzt in erster Linie ein Zeichen der Anerkennung für das grosse Unrecht, das Verdingkindern und Opfern fürsorgerischer Zwangsmassnahmen widerfahren ist. Sie schafft die verfassungsrechtliche​​ Pflicht für das Ausrichten finanzieller Leistungen. In Zentrum steht die Errichtung eines Fonds von 500 Millionen Franken. Die Forschung geht von mindestens 20‘000 Opfern aus. Eine unabhängige Kommission soll jeden Fall einzeln prüfen und schliesslich über die Höhe der jeweiligen Auszahlung entscheiden. Viele der Opfer sind bereits in hohem Alter. Die Zeit drängt. Im Weiteren fordert die Initiative eine wissenschaftliche Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Geschichte. Ein überparteiliches Komitee aus Vertretern der Parteien SP, Grünen, CVP, EVP, BDP, GLP und FDP unterstützt die Initiative. Weitere Informationen zur Initiative gibt es auf: www.wiedergutmachung.​​ch


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.


75%
(4 Stimmen)
EVA Einstein-Pestalozzi sagte July 2014

Mit grosser Genugtuung habe ich einen Artikel vom Präsident des Schweizerischen Kirchenbundes (SEK) Gottfried LOcher gelesen, der endlich Wiedergutmachung fordert. einfach nur eine Entshculdigung genügt nich. Auch wäre es ein wundervolles Zeichen, dass christl. reformierte protestantische Werte endlich zusammen gelebt würden mehr Seelsorge ganzheitliche Menschen-Pflege anstatt Kirchen pflegen und hegen.. jede Gemeinde für sich, anstatt endlich vereint zusammen.
Die Zeit ist reif.. die Welt brennt und Zeit ist Geld Das KLima ist vergiftet - und Mutter Natur zeigt uns immer wieder mit aller Naturgewalt den Meister.. wir sollten uns endlich zusammen raufen und alle zusammen eine Ausweg aus diesem Geld-Gier-Macht Neid Spiel suchen..
Faust aus dem Sack,klare Faustregeln braucht jedes faire Spiel - sonst wird Faustrecht daraus und der Weg zu Faust Verdammnis ist dann sehr nah.
Wer die Wahl hat - hat die Qual.. Freiheit aber nicht nur für die Reichen, Reichtum ohne Leistung ?? Mehr Demut und Anstand vor jedem einzigartigen Menschenkind,, Respektlosigkeit gegenüber Volks-Rechten - Volks-Willen und auch Volks-Pfllicht so funktioniert gelebte Direkt Demokratie nicht..
und wir alle sind doch so stolz darauf, dass wir sie am liebsten als Export-Artikel in die Welt hinaus verkaufen, nur wie man sieht.. Arabischer Frühlich ohne Recht und Pflicht geht es nicht,, ohne schweizweit gültige Reglementw wohl auch nicht.. eins ist klar. unbeding - bedingt - verdingt nie mehr wieder. um Sozialkosten zu sparen Eltern die Kinder wegzunehmen..
Eltern​- und Kinderschutz Gesetz schnelstmögich professionalisieren, auch wenn es kostet. und übrall rote Sparstifte im Einsatz sind. Qualität kostet halt, wissen wir alle.. jeder Zeitaufschub wird teurer denn Traumas sitzen tief.. Whistleblower gegen Willkür braucht es noch viele mehr.. - der Mut zur Wut tut so gut.. Wagemutige Schweizer-Eidgenossen​,, ein einzig einig Volk von Brüdern und Schwestern wollen wir sein. darum betet fromme Brüder betet.. Heil dir Mutter Helvetia hast doch so tolle Brüder und Schwestern ja..
REFORMiert - PROTESTantisch - DEMOkratisch,, drei Worte für eine hoffnungsvolle Zukunft, Wer die Wahl hat - hat die Qual - Krieg oder Frieden.. ist wohl keine Frage - voilà darum no kids no future, darum schützt alle Kinder dieser Welt sie sind unser einzig wahres Wachstums-Kapital..
Pro ist auch ein PLUS Kreuz - mit dem Kreuz alles da also dann packt mal an..
sinnvoll lustvoller Streit für den Frieden nie aufgeben.. es lohnt sich immer dafür zu kämpfen.. :-) never give up..


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44%
(9 Stimmen)
- - sagte July 2014

BR Sommaruga erhält Zustimmung:

"Opfer​ von Zwangsmassnahmen sollen nicht nur Soforthilfe, sondern weitere finanzielle Leistungen erhalten. Das schlägt der Runde Tisch vor. Er fordert von der Politik rasches Handeln. Für ihn ist klar, dass Staat und Gesellschaft in der Schuld der Opfer stehen."

http://ww​w.luzernerzeitung.ch/​nachrichten/schweiz/s​chweiz-sda/Geld-fuer-​Zwangsmassnahmen-Opfe​r-gefordert;art46447,​390569


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35%
(17 Stimmen)
Bea Habegger sagte June 2014

Herr Abeischer

bitte gleich den nächsten Schub an Bettlerei für neue Wiedergutmachung lancieren, hier ein Beweis, dass Ihr Linken (federführend Ihre BR Sommaruga) auf der einen Seite Ressourcen erbettelt und auf der anderen Seite gleich wieder Nachschub an administrativ Versorgten bastelt (eigene BürgerInnen):

http​://www.blick.ch/news/​schweizer-ehepaar-lae​sst-baby-in-den-usa-a​ustragen-und-erlebt-d​ie-hoelle-streit-um-d​as-kind-mit-den-drei-​muettern-id2914288.ht​ml

Gut gibt's Medien, welche immer mehr solche linke Misswirtschaften aufdeckt, von Behörden und Aemter ist nichts zu erwarten, die decken linken Filz!


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67%
(12 Stimmen)
Herald von Münster sagte June 2014

Hier noch der Tagi-link zum gleichen Stunk zwischen dem Verein "Netzwerk-verdingt" und Luzius Mader, stellvertretender Direktor des Bundsamtes für Justiz, dem ein zunehmend diktatorischer Stil vorgeworfen wird:
http://www.tag​esanzeiger.ch/schweiz​/standard/Verdingkind​erVerein-macht-dem-Bu​nd-harsche-Vorwuerfe/​story/10352231

Auszug:
"Eine der sechs Betroffenenorganisati​onen hat heute Dienstagmorgen bekannt gegeben, sich mit sofortiger Wirkung vom runden Tisch zurückzuziehen. In einer Mitteilung beurteilt der Verein Netzwerk-verdingt den Prozess als «gescheitert». Hauptgrund dafür sei «die Fehlbesetzung in der Person des Delegierten». Diese Kritik richtet sich an Luzius Mader, Jurist, stellvertretender Direktor des Bundesamts für Justiz und seit bald 30 Jahren im Sold der Eidgenossenschaft. Mader gilt als gewiefter Taktiker, er steht im Ruf, den runden Tisch weit gebracht zu haben und mit den Betroffenen auf Augenhöhe zu diskutieren. Der Verein Netzwerk-verdingt sieht das anders: «Sein Wirken stand stets auf der Seite der Täter und nicht der Opfer», heisst es in der Mitteilung. Auf Anfrage erklärt der Präsident des Vereins, Walter Zwahlen: «Herr Mader hat einen zunehmend diktatorischen Stil entwickelt. Inzwischen schmettert er jegliche Kritik unbesehen ab.» Unter diesen Umständen sei es ihm als Vertreter von Betroffenen unmöglich, weiter zu verhandeln."



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65%
(20 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte June 2014

Da schreibt doch eine Bloggerin aus Bern:
.....Aha, die einen haben schon bemerkt, dass die Betroffenen nur ausgenützt werden um mit ihnen Politik zu betreiben statt für sie:....
Selten so ein Talent die Sache völlig verquer gagus zu verstellen.
Tatsache ist folgendes:
Der Verein nennt den stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Justiz einen «Verwaltungs- und Machtmenschen» mit «engem Denkkonzept». «Sein Wirken seit Ende Oktober stand stets klar auf der Seite der Täter und nicht der Opfer, trotz gegenteiligen Beteuerungen.»

Aha. Die Bloggerin hat völlig daneben gehauen. Wie immer.
siehe http://www.srf.ch/new​s/schweiz/vertreter-d​er-verdingkinder-verl​assen-den-runden-tisc​h
und
Luzius Mader, der stellvertretende Direktor des Bundesamtes für Justiz, sei ein «parteiischer, humorloser, in sich erstarrter Verwaltungs- und Machtmensch», der «klar aufseiten der Täter und nicht der Opfer» stehe.
http://www.nz​z.ch/aktuell/schweiz/​kritik-am-delegierten​-des-bundes-1.1831874​8


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33%
(15 Stimmen)
Paul Rohner sagte June 2014

Heinz Kremser

Ich staune immer wieder über Ihren Wortschatz in Ihren Beiträgen. Bitte machen Sie so weiter, weil dies Vimentis etwas auflockert. Wir Leser können dann immer noch selbst entscheiden, wie wir den Daumen drücken.


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69%
(16 Stimmen)
Heinz Mahler sagte June 2014

Da steckt halt bürgerliche Logik dahinter (keine Selbstverantwortung=s​elber schuld)


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30%
(10 Stimmen)
Bea Habegger sagte June 2014

Ja Herr Kremsner

Sie meinen mich und ich stehe mit ganzem Herz dahinter, denn nun hat endlich eine NGO gemerkt, dass hier wieder einmal linke Politik mit STATT für Betroffene betrieben werden soll. Mit grosser Genugtuung habe ich diesen Entscheid zur Kenntnis genommen. Langsam fliegt der linke Filz den linken um die Ohren, Staubwolken von noch ungeahnten Ausmassen, aber die Spitzen der Eisberge kommen langsam aber stetig an die Oberfläche.


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20%
(10 Stimmen)
Bea Habegger sagte June 2014

Herr Rohner

würde mich wenig wundern, wenn dieser Luzius Mader mit der UPD-Desaster-Mader mit goldenem 200'000.- Steuergeldern- Fallschirmim im selben Boot sitzt, der Name ist schon mal gleich und die Gesinnung wie es aussieht ebenso.


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64%
(11 Stimmen)
Ronald Stalder sagte June 2014

Das ist einfach keine qualitativ genügende Blogkultur, Frau Habegger. Obwohl Sie in der gleichen Partei sind wie ich, befremden mich ihre Kommentare. Laut Ihren Kommentaren muss ich daraus schliessen, dass Sie das Thema "Verdingkinder" am liebsten unter einem nicht aufschliessbaren Deckel verstauen möchten oder liege ich hier falsch? Und wenn ja, dann schlagen Sie doch mal vor, wie Sie diese Aufarbeitung angehen würden?


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30%
(10 Stimmen)
Bea Habegger sagte June 2014

Herr Stalder

Muss Ihnen einen Korb austeilen, Ihre Aussage stimmt aus der Tatsache nicht, dass ich als uneheliches Kind in den 60igern diese Welt erblicken DURFTE und bis heute erlebe, was die Behörden/Aemter/Aerzt​e usw. glauben sich alles erlauben zu können.

Somit weiss ich wohl schon wovon ich spreche und schreibe. Im weiteren engagiere ich mich seit einiger Zeit für die SVP als Vertreterin in diesem Bereich/ersichtlich im Profil.


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Seite 1 von 1




35%
(20 Stimmen)
Bea Habegger sagte June 2014

Aha, die einen haben schon bemerkt, dass die Betroffenen nur ausgenützt werden um mit ihnen Politik zu betreiben statt für sie:


Vertreter der Verdingkinder verlassen den Runden Tisch


Der Verein netzwerk-verdingt verlässt per sofort den Runden Tisch zum Thema fürsorgerische Zwangsmassnahmen. Als Grund nennt der Verein «die Fehlbesetzung in der Person des Delegierten des Bundesrates».

http://www.srf.ch​/news/schweiz/vertret​er-der-verdingkinder-​verlassen-den-runden-​tisch



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65%
(17 Stimmen)
Herald von Münster sagte June 2014

Appenzell Ausserrhoden: 33’237 Franken für Soforthilfefonds für Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen

D​er Regierungsrat von Appenzell Ausserrhoden hat dem Soforthilfefonds für Betroffene von früheren fürsorgerischen Zwangsmassnahmen einen Beitrag von 33'237 Franken aus dem "Fonds für gemeinnützige Zwecke" zugesichert. Mit den Mitteln des Soforthilfefonds sollen Personen, die vor 1981 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen wurden und sich nun in einer Notlage befinden, schnelle und unbürokratische Hilfe erhalten.
http://sel​bstbestimmung.ch/?s=a​ppenzell+zwangsmassna​hmen

http://selbst​bestimmung.ch/politik​/appenzell-ausserrhod​en-33237-franken-fuer​-soforthilfefonds-fue​r-betroffene-von-fuer​sorgerischen-zwangsma​ssnahmen/

Bleibt die Frage wie viele der Appenzeller Opfer heute überhaupt noch leben, um ihnen damit zu helfen.




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50%
(20 Stimmen)
- - sagte June 2014

Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen machen seit Anfang Woche von der neuen Möglichkeit Gebrauch, finanzielle Soforthilfe zu beantragen. Bis am Freitag seien bereits rund 150 Anfragen eingegangen, teilt das Bundesamt für Justiz mit.

http://www.lu​zernerzeitung.ch/nach​richten/schweiz/schwe​iz-sda/Verdingkinder-​150-Antraege-um-Sofor​thilfe;art46447,38197​2


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61%
(23 Stimmen)
Ronald Stalder sagte May 2014

Es wird der immer der gleiche Staub aufgewirbelt! Dabei zieren sich die Kritiker dieser Initiative auf meine Argumente einzugehen. Es ist doch keine Bedingung, dass jeder Staatsbürger persönlich schuld tragen muss, damit ein Staat Wiedergutmachung leisten darf. Wenn dem so wäre, hätte Südafrika seine Apartheid niemals aufarbeiten können.
Darüber hinaus ist dies eine Volksinitiative, die dem mündigen Volk noch vorgelegt wird, falls sie zu Stande kommt. Dann werden alle Schweizer Bürger abstimmen und auch entscheiden, ob sie den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen die Wiedergutmachung zugestehen möchten. Also, wo liegt das Problem? Eine Mehrheit des Volkes darf das wohl entscheiden oder meinen sie nicht Herr Knall? Ich persönlich jedenfalls bin bereit, das Leid der Opfer anzuerkennen und ein ganz kleiner Teil meines Steuergeldes für sie herzugeben. Mir ist dabei egal, dass ich keine persönliche Schuld dafür trage.



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40%
(25 Stimmen)
Hans Knall sagte May 2014

Die Vorstellung, man könne Verantwortung für Fehler „des Staates“ in vergangenen, nicht selber beeinflussbaren Epochen übernehmen, trieft vor Überheblichkeit! Es soll damit ausgedrückt werden, dass man sich den damals Verantwortlichen moralisch weit überlegen fühlt und dass man selber selbstverständlich die aus solchen Fehlern entstandenen Leiden nie und nimmer zugelassen hätte, wäre man damals selber verantwortlich gewesen.

Genau die Gleichen fordern als heute Verantwortliche die Entfremdung der Kinder von ihren Eltern, sie verlangen, dass diese immer früher in staatliche Obhut gegeben werden, indoktrinieren ganzen Generationen die eigentliche Widernatur, schaffen gar das Wort Vater und Mutter ab!
Diese Pseudomoralkeulen-Ini​tiative ist reine Spiegelfechterei. Mit diesem nostalgiesensationslü​sternen Wiedergutmachungsgesä​usel soll nur von der knallharten Staats-Vereinnahmung der heutigen Kinder abgelenkt werden.

Verantwort​ung kann der Bürger nur für die Zukunft übernehmen. Zum Beispiel die Verantwortung nicht die gleichen Fehler zu machen wie frühere Generationen.
Der Schweizerbürger kann also nicht die Verantwortung übernehmen für die Leiden die die Zwangsmassnahmen in der Vergangenheit erwirkt haben, er kann aber die Verantwortung mittragen, dass der heutige Staat Schweiz keine solchen Unrechts-Massnahmen ausübt und dass die Nachfahren die bestmöglichen Verhältnisse vorfinden werden.

Genauso sind wir alle auch nicht dafür verantwortlich, dass wir heute in einem freien Land leben, das haben wir ebenfalls unseren Vorfahren zu verdanken. Aber wir sollten die Verantwortung dafür übernehmen, dass unsere Nachfahren das gleiche von uns sagen können. Mehr ist nicht drin...


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34%
(29 Stimmen)
Lars von Lima sagte May 2014

Das erinnert irgendwie an das Studentenfreudenprogr​amm der EU,

genannt 'Erasmus'.

Budget ca. CHF 300.- mio. Der grösste Teil des abgerufen Geldes ging nicht an Studenten, sondern an integrative und seltsam schwüle Kulturvereine (...).

So ist es leider immer mit Fonds und Geldtöpfen, die von Irgendwem für Irgendwas 'verwaltet' werden.

Z. B. SKOS ist nicht mal gesetzlich geregelt, aber viele Gemeinden sprechen Gelder aufgrund der 'Festlegungen' dieses uminösen Vereins. Das wäre dann also progressive gesetzlose Wiedergutmachung von was?


1. Ist der angedachte Betrag von CHF 500 mio. völlig überrissen, eben genau wie bei SKOS: unmässig hoch, und

2. basiert die Opferzahl auf 'Annahmen von 20000' Betroffenen.

3. Das ist genau dieselbe Ausgangslage, wie der der Mindestlohninitiative​, die mit ca. 330000 Menschen seitens der Initianten begründet wurde. Woher jene diese Zahl haben, bleibt auch heute noch im Dunkeln, ebenso wie die von der Arbeitgeberseite geschätzte Zahl von ca. 46000.

4. 'Wiedergutmachung' haben jene zu leisten, die das ganze angerichtet haben.

5. Der Staat kann höchstens einen mildernden Beitrag daran leisten, um allfällige finanzielle Extremfolgen zu lindern.


Von Wiedergutmachung durch den Staat als 'Sippenhaftung' kann nicht gesprochen werden.

Das ganze ist mehr als diffus, was Herr Aebischer hier hochziehen möchte, entspricht wohl eher der grossen SP Populisten Kelle, die die SP sebst aber nicht bezahlt, aber dann wohlmöglich von deren Funktionären verwaltet sehen möchte....


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38%
(24 Stimmen)
Bea Habegger sagte May 2014

Wiedergutmachung ein schönes Wort. Doch wenn man gleichzeitig genau in SP Kreisen wegschaut wie in ihren eigenen Kreisen das selbe wieder getan wird ist das Ganze nichts anderes als weiter Beschäftigungstherapi​e für die Sozialindustrie.

Z​itat Herr Aebischer:

"Die Forschung geht von mindestens 20‘000 Opfern aus. Eine unabhängige Kommission soll jeden Fall einzeln prüfen und schliesslich über die Höhe der jeweiligen Auszahlung entscheiden. Viele der Opfer sind bereits in hohem Alter. Die Zeit drängt. Im Weiteren fordert die Initiative eine wissenschaftliche Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Geschichte."

- es geht den Initianten darum "schlecchtes Gewissen" mittels Geld zu besänftigen.

- Das Geld wird in Forschung, wissenschaftlicher Aufarbeitung und Bürokratie, NGO's und Verwaltungsratsmandat​en versanden

- die Zeit drängt? Es hat den Linken noch nie gedrängt, Bürger/Innen zu vertreten, vor allem nicht die eigenen Betroffenen, sieht man am heutigen Verhalten gegenüber Betagten, Behinderten und Kranken. Die Linken bewirtschaften "diese Klientel" lieber, als ihnen beizustehen.

Tagtä​glich werden Betagte, Behinderte, Kranke und derer Angehörigen mehr denn je bürokratisch bewirtschaftet und medizinisch ausgebeutet und die SP ist nachhaltig daran beteiligt. Da sie sich als Kernkompetenz diese Bereiche auf die Fahne schreibt, jedoch wegschaut.

Korrupt​e MEDAS-Aerzte wurden/werden für gefälschte Gutachten seit der letzten IV-Revisionen vergoldet, wenn nicht bereits vorher und vermutlich bis dato um die Misswirtschaft in der IV zu vertuschen:

http:/​/www.tagesanzeiger.ch​/schweiz/standard/Wie​-deutsche-IVGutachter​-in-der-Schweiz-das-g​rosse-Geld-machen/sto​ry/12086652

Betagt​e, Behinderte, Kranke werden tagtäglich übermedikamentiert, Aerztepfuschereien etc. werden zu psychischen "Fällen" gebastelt (die Psychoindustrie boomt, wie nie) usw.

(Paradebeispiel SP RR Perrenoud Bern) mit all seinen Desastern um den Inselgigantismusbunke​r, Spitalnetz, UPD etc.)

Das Ganze Wiedergutmachungsgesc​häft wird sich als reine Schönfärberei herausstellen, einmal mehr zu Lasten der Allgemeinheit um Politik auf dem Rücken der Schwächsten betreiben zu können.

Darin hat gerade die SP stets sehr grosses Interesse, denn mit solchen "Bettelaktionen" sind ihre Bürokratien einmal mehr beschäfftig unter dem Deckmänteli "Solidarität".


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60%
(20 Stimmen)
Herald von Münster sagte May 2014

Auch unser voll ausgefüllter Bogen geht gleich morgen zur Post.

Aber es gilt erneut in Erinnerung zu rufen, dass es mit dieser Wiedergutmachungsinit​iative längst nicht getan ist. Es besteht heute sehr dringender Handlungsbedarf im Bereich der Invalidenversicherung​ und wie diese mit IV-betroffenen Personen umgeht. Zu den von der IV, samt Politik und Verwaltung, vorsätzlich, systematisch und mit beiden Füssen getretenen Rechten von IV-betroffenen Personen ist der unten zitierte Kommentar von Humanrights.ch unverändert aktuell. Diese Behindertenrechte werden heute von der IV und allen politischen Verantwortlichen des IV-Debakels immer noch beharrlich ignoriert und missachtet, so als gehen sie diese gar nichts an. Gerade nach dem schweizerischen Beitritt zur UNO-Behindertenkonven​tion ist dieser Kommentar von Humanrights den Verantwortlichen der im IV-Bereich unverändert begangenen Menschenrechtsverletz​ungen (besonders im Bereich der erzwungenen und fingierten Schein-Begutachtungen​ bei korrupten MEDAS-Stellen) dringend in Erinnerung zu rufen:

"Invalidenversich​erung - Die missachteten Rechte von Rentenbezügern/-innen​:
Behinderte haben dieselben Rechte wie alle andern Menschen. Auch wenn ihre Lobby schwach ist und ihre Ansprüche durch Missbrauchsdebatten von einigen Hetzern in Frage gestellt werden. Bund, Kantone, Gerichte und Verantwortliche bei den IV-Stellen sind verpflichtet, sich auch in den Dienst dieser Menschen zu stellen. Auf internationaler Ebene hält die UNO-Behindertenkonven​tion, welche die Schweiz zu ratifizieren gedenkt (Anm.: in der Zwischenzeit erfolgt), die Rechte fest, welche in solchen Fällen in Frage gestellt sind. Dazu gehören u.a. das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard und sozialen Schutz (Art. 28 Behindertenkonvention​), der Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch (Art. 16 Behindertenkonvention​) und die Gewährung einer möglichst unabhängigen Lebensführung (Art. 19). Die Schweizer Verfassung gewährt Behinderten darüber hinaus ein Recht auf ein faires Verfahren, wovon das rechtliche Gehör (Art 29 Abs 2 BV) und das Prinzip der „Waffengleichheit“ wichtige Bestandteile sind. Das Fairnessgebot (etwa in Art. 6 EMRK) gewährleistet auch, dass die Verwaltungsbehörde eine Rechtssache unvoreingenommen und unbefangen behandelt und zwar innert nützlicher Frist."

http://www​.humanrights.ch/de/Sc​hweiz/Inneres/Gruppen​/Behinderte/idart_991​5-content.html



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62%
(21 Stimmen)
Susanne Rotzetter sagte May 2014

Frau Noser, so wie ich es sehe, sind Sie gesperrt worden. Wie ich Sie aber einschätze, werden Sie bald wieder auf Vimentis aktiv sein.

Sie haben um Ihre Rente wie eine Löwin gekämpft und schliesslich gewonnen. Hochachtung!

Jetzt​, wo Ihre persönliche Situation glücklicherweise geklärt ist, könnte ich mir vorstellen, dass Sie sich auch für andere benachteiligte Personen einsetzen. Ich denke dabei ganz speziell an die Wiedergutmachungsinit​iative, die den Opfern von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen für ihr Leid endlich Gerechtigkeit verschaffen will. Die noch lebenden Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen sind inzwischen betagt. Die Forschung geht davon aus, dass rund 20 000 davon schwer Betroffene sind. Ihre Erlebnisse aus der Kindheit und Jugend prägen bis heute ihren Alltag. Aufgrund des massiven Missbrauchs, der Demütigung und des teils jahrzehntelangen Stigmas leben viele dieser Personen in psychisch schwierigen und finanziell prekären Verhältnissen und brauchen darum dringend unsere Hilfe. Hierfür soll jetzt als Anerkennung für das erlittene Unrecht ein Wiedergutmachungsfond​s eingerichtet werden, der keines der Opfer reich macht, deren Not aber lindern kann.

Es ist ein überparteiliches Komitee, das diese Initiative lanciert hat (meines Wissens leider ohne SVP).

Frau Noser, helfen Sie doch bitte – selber als Opfer von politischen Fehlentscheiden und als Opfer von Behördenwillkür – auch mit, diesen Menschen, die in ihrer Jugend Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen geworden sind, zu ihrer viel zu späten Wiedergutmachung zu verhelfen!

Ich habe Unterschriftsbögen ausgedruckt und versuche, im Rahmen meiner Möglichkeiten, der Initiative zum Erfolg zu verhelfen.

www.wie​dergutmachung.ch

F​reundliche Grüsse
Susanne Rotzetter



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32%
(19 Stimmen)
Lars von Lima sagte May 2014

Das meinen, in Sachen Opferhilfegesetz, aber nur sie, Frau Nüesch! Herr Knall hat das vor einem Tag völlig richtig in den Zusammenhang gestellt.

Ich lehne diese Initiative ab, denn der Initiant erscheint als 'Spieler' in umgekehrhtem Abzockerformat. Wem dient er damit oder für wen? Am Ende sich selbt? Der Mann ist völlig unglaubwürdig.


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