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Wahlen in Deutschland: Klares Votum für EU und EURO

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Die grosse Sie­ge­rin der deut­schen Bun­des­tags­wah­len ist die bis­he­rige Kanz­le­rin und überzeugte Europäerin An­gela Mer­kel. Über 93% des deut­schen Wahl­volks ent­schied sich für EU- und EU­RO-freund­li­che Par­tei­en. Die EU­RO-­feind­li­che, rechts­po­pu­lis­ti­s​che ”Alternative für Deutschland” (AfD) schei­tert an der 5%-Hürde.

Peter Schlemihls Politblog



Klares Votum für den EURO
Im Wahlkampf war der EURO – angeheizt durch die EURO-kritische neue AfD – eines der Hauptthemen. Im Vorfeld wurde immer wieder behauptet (u.a. von Schweizer Nationalkonservativen​) die deutsche Bevölkerung würde nicht mehr hinter dem EURO oder gar nicht mehr hinter der EU stehen. Das deutsche Wahlvolk hat diese Behauptung nun klar widerlegt. Eine klare Mehrheit von 93,3% wählte Parteien, die sich klar für den EURO und klar für die EU aussprachen.

Wahlen d

Wähle​ranteil der Parteien und deren Haltung zu EU und EURO (Quellen: Bundeswahlleiter, www.bundeswahlleiter.​de; Bundeszentrale für politische Bildung, www.bpb.de).

 

Di​e EU/EURO-feindlichen Parteien mussten klar unten durch: Nur 1,8% wählten Parteien, die aus der EU austreten wollen. Es handelt sich dabei um vor allem rechtsextreme Parteien wie NPD, die Republikaner oder die neue islamfeindliche Partei “Pro Deutschland”. Daneben sprachen sich auch noch zwei kommunistische Kleinstparteien für den Austritt aus der EU aus. Nur 4,9% der deutschen Wahlberechtigten wählten Parteien (v.a. AfD), die aus dem EURO in der heutigen Form austreten wollen und die nur bei Reformen hin zur Stärkung von Nationalstaaten in der EU bleiben wollen.

wahlen d grafik

Klares Votum für EU und EURO: 93,3% der Deutschen wählten Parteien, die klar hinter der EU und dem EURO stehen.

 

Diese Wähleranteile beruhen auf den Zweitstimmen. Betrachtet man die Erststimmen, fällt die Sache noch deutlicher aus: 96,4% wählten einen Kandidaten, eine Kandidatin, dessen Partei sich für EU und EURO ausprach.

 

EU: Erfolgreiches Wirtschafts- und Friedensprojekt
Dieses Wahlergebnis zeigt ebenfalls auf, dass die EU in Deutschland nach wie vor als Ergebnis eines erfolgreichen Wirtschafts- und Friedensprojekts, das Deutschland und dem ganzen Kontinent Wohlstand, Stabilität und Frieden gebracht hat, angesehen wird. Als Krönung wurde der EU dafür ja der Friedensnobelpreis verliehen.

 

EURO: Ein volkswirtschaftlicher​ Segen für Deutschland
Weiter zeigt dieses Ergebnis auch, dass trotz aller populistischen Zwischentöne von AfD und anderen rechten Parteien der EURO als grosser Segen für die deutsche Volkswirtschaft wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung wird auch durch zahlreiche Studien bestätigt. So sagt eine Studie der renomierten Bertelsmann Stiftung:

"Deutschl​and profitiert in erheblichem Maße vom Euro. Die Mitgliedschaft in der Währungsunion reduziert die Kosten des internationalen Handels und schützt zudem vor starken Wechselkursschwankung​en. Selbst wenn Deutschland einen Großteil seiner Forderungen abschreiben müsste, die es aufgrund der verschiedenen Euro-Rettungsmaßnahme​n gegenüber den stark verschuldeten Staaten Südeuropas hat, überwiegen die wirtschaftlichen Vorteile aus der Währungsunion nach wie vor. Eine Rückkehr zur D-Mark wäre daher selbst bei einer rein wirtschaftlichen Betrachtung schädlich."

Die Bertelsmann Stiftung schätzt den volkswirtschafltichen​ Nutzen der EURO-Mitgliedschaft für Deutschland von 2013 bis 2015 auf 1,2 Billionen Euro. Das sind rund 100 Mrd. Euro pro Jahr.

Quelle: EURO-Studie Bertelsmann Stiftung

 

“Alterna​tive für Deutschland” (AfD) scheitert
Nicht in den Bundestag geschafft hat es die rechtspopulistische, EURO-feindliche “Alternative für Deutschland” (AfD). Sie erreichte nur 4,7% der Zweitstimmen und gar nur 1,9% der Erststimmen. Im Vorfeld wurde der AfD in gewissen (nicht wirklich seriösen und repräsentativen) Prognosen ein Wähleranteil von bis zu 19% vorausgesagt und auch unter Schweizer Nationalkonservativen​ wurde sie bereits hochgejubelt. Die seriösen Meinungsforschungsins​itute prognostizierten für die AfD einen Wähleranteil von 3-5%, was dann letztendlich auch eintraf.

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AfD-Chef Bernd Lucke hinterliess im Vorfeld der Wahlen einen wenig professionellen Eindruck als er Meinungsforschungsins​tituten gezielte Manipulation vorwarf.

 

Bernd Lucke, der Vorstitzende der AfD hatte im Vorfeld auf polemische Art und Weise den Meinungsforschungsins​tituten vorgeworfen sie würden Umfrage zu Ungunsten der AfD verfälschen und die AfD hätte in Wirklichkeit einen Wähleranteil von weit über 5%. Er hat sich geirrt.

 

AfD rechts unterwandert?
In den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass zahlreiche ehemalige Mitglieder rechtsextremer Parteien zur AfD wechselten und dort auch für diese Wahlen kandidierten. Die AfD scheint mit ihrer feindlichen Haltung gegenüber der EU und dem EURO aber auch mit ihrer rechtspopulistischen Haltung in der Einwanderungspoltik für diese Leute attraktiv zu sein.

 

Überzeugte Europäerin Merkel als klare Siegerin
Grosse Siegerin der Bundestagswahl 2013 ist die amtierende Bundeskanzlerin Angela Merkel, deren Partei um rund 8% zulegte. Diese Ergebnis zeigt, dass das deutsche Volk mit der Europapoltik der überzeugten EU- und EURO-Befürworterin einverstanden ist. Gleichzeit zeigt es aber auch, dass es Deutschland und den Deutschen gut geht und Deutschland wirtschaftlich sehr erfolgreich war in den letzten Jahren.

Die grosse Siegerin der Bundestagswahlen 2013: Die überzeugte Europäerin Angela Merkel; hier im Europäischen Rat in Brüssel.

Die grosse Siegerin der Bundestagswahlen 2013: Die überzeugte Europäerin Angela Merkel; hier im Europäischen Rat in Brüssel.

 

Rot-gr​ün stabil, Linke verliert
Währenddem die Regierungskoalition aus Union und FDP gesamthaft verlor und ihre Mehrheit einbüsste blieb rot-grün stabil. Die leichten Gewinne der SPD gleichen die Verluste der Grünen in etwa aus. Gleichzeitig hat rot-grün eine Mehrheit im Bundesrat, der zweiten Parlementskammer.

Di​e Linke verlor über 3%. Auch das ein Zeichen, dass die Mehrheit der Deutschen der Meinung ist, dass es ihnen und dem Land gut geht. Trotz dieser Verluste dürfte der Einfluss der Linken im Parlement steigen, da weder die Union noch rot-grün eine Mehrheit hat und man je nach Konstelation auf die Stimmen der Linken angewiesen sein wird.

 

Fazit
Die deutsche Bevölkerung hat klar zum Ausdruck gebracht, dass sie der Meinung ist, dass es ihrem Land gut geht und dass man mit der Mitgliedschaft bei EU und EURO einverstanden ist.

 

Den Originalartikel finden Sie hier.

 

Bitte meine Ergänzungen vom 26.09.2013 beachten.

 


Kommentare von Lesern zum Artikel

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67%
(3 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte May 2014

Klares Votum für EU und EURO in Deutschland! Auch bei diesen Europawahlen!

Über​ 98% wählten Parteien, die in der EU bleiben wollen!

Rund 91% wählten Parteien, die voll und ganz hinter der EU und dem EURO stehen!



Und jetzt will wohl niemand mehr behaupten, die EU oder der EURO seien nicht Thema des Wahlkampfs gewesen...;-)


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46%
(28 Stimmen)
Kurt Peter sagte October 2013

Auch dieser Artikel zeigt sehr schön, dass der EURO eben eine Erfolgsgeschichte ist:

http://www.vi​mentis.ch/d/dialog/re​adarticle/euro-eine-e​rfolgsgeschichte---te​il-1/


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38%
(26 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte October 2013

Ich stelle immer wieder fest wie schlecht viele Schweizer über die effektive Verschuldungslage der EU-Staaten im Vergleich zur Schweiz oder den USA oder Japan informiert sind.

Offensichtli​ch lassen sich viele durch das hysterische Geschnatter gewisser Medien und politischen Kreise beeinflussen anstatt sich mal richtig objektiv anhand von Fakten zu informieren.

Diese​ EU-Staaten sind gemessen am BIP weniger stark verschuldet als die CH (teilweise massiv!):

Estland




Bulgarien
Lux​embourg
Rumänien
Le​ttland
Schweden
Lit​auen
Tschechien
Slo​wakei

Dänemark
Slowenien
Kroatien​
Finnland


Die EU und die EURO-Zone als Ganzes schneiden im Übrigen um Welten besser ab die USA oder Japan!!!




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50%
(18 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte October 2013

Der wichtigste Punkt dieses Artikels von Schlemihl wird von den faktenresistenten Isolationisten natürlich immer ignoriert:

Deutsch​land profitiert vom EURO: Rund 100 Mrd pro Jahr volkswirtschaftlicher​ Nutzen!

Die Bertelsmann Stiftung schätzt den volkswirtschafltichen​ Nutzen der EURO-Mitgliedschaft für Deutschland von 2013 bis 2015 auf 1,2 Billionen Euro. Das sind rund 100 Mrd. Euro pro Jahr.


"Deutschl​and profitiert in erheblichem Maße vom Euro. Die Mitgliedschaft in der Währungsunion reduziert die Kosten des internationalen Handels und schützt zudem vor starken Wechselkursschwankung​en. Selbst wenn Deutschland einen Großteil seiner Forderungen abschreiben müsste, die es aufgrund der verschiedenen Euro-Rettungsmaßnahme​n gegenüber den stark verschuldeten Staaten Südeuropas hat, überwiegen die wirtschaftlichen Vorteile aus der Währungsunion nach wie vor. Eine Rückkehr zur D-Mark wäre daher selbst bei einer rein wirtschaftlichen Betrachtung schädlich."


Die​ Studie finden Sie hier:

http://schle​mihlsblog.files.wordp​ress.com/2013/09/xcms​_bst_dms_37726_37727_​2.pdf



Das ist die Realität! Daran ändert auch das Geschnatter gewisser Schweizer Isolationisten nichts!!!



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70%
(44 Stimmen)
Robert Mannes sagte October 2013

Es gibt tatsächlich noch vereinzelnde bildungsfremde Linksautonome welche meinen die starken Gewinne der CDU/CSU hätte direkt mit der Zufriedenheit als EU-Mitglied zu tun. Welche absurde Wahrnehmung. Nach dieser "Logik" hätten ja die linken Parteien starke Zugewinne machen müssen. So hat die CDU welche leider wg. Frau Merkel nach Links rutschte, darum so hoch gewonnen, weil sie das kleinste Übel ist.

Mit der EU hat dies gar nichts zu tun. Es zeigt sich einfach auf wie Linksaktivisten keinerlei Ahnung über Staatspolitik haben.



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68%
(44 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte October 2013

Herr Lohammn sollte vielleicht noch erwähnen, dass Deutschland jedes Jahr sinnlos 100 Millionen Euro für die UN verbuttert. Dazu verlor im letzten Jahr der deutsche Fiskus durch die Schattenwirtschaft 340 Milliarden Euro, was 13,2% des deutschen BIP beträgt!! Jeder 7. Euro wurde damit durch die Schattenwirtschaft dem deutschen Fiskus vorenthalten, jeder 10. Deutsche arbeitet schwarz. Aber ehrlich gesagt verwundert mich das nicht in diesem maroden Abzocker und Abgabenstaat!!

http://www.augsbu​rger-allgemeine.de/wi​rtschaft/Schattenwirt​schaft-Jeder-Zehnte-a​rbeitet-schwarz-id264​94461.html

Herr Lohmann unterschlägt auch die horrenden Kosten für den ebenso sinnlosen Bundeswehreinsatz in Afghanistan, die Zahlungen an den IWF und an die Weltbank. Zudem sind über 40% der deutschen Sozialhilfebezieher Ausländer, die bereits im Jahre 2010 mehr Geld kosteten, als die Wirtschaftskrise zu diesem Zeitpunkt!!




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69%
(49 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte October 2013

Es ist immer wieder amüsant zu erfahren wie sich eine 20% Randgruppe von linksaussen selber insoliert. Da nützt es auch nichts den beschränkten Horizont auf andere zu projizieren, um damit sein eigenes Unvermögen zu kaschieren.


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76%
(58 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte October 2013

Herr Lohmann hat uns noch immer nicht erklärt, warum die AfD auch von vielen Linken gewählt wurde, obschon dass doch nicht dem braunen Image passt, dass Lohmann so gerne der AfD anlastet.

Punkte Staatsverschuldungen in den einzelnen EU-Staaten würde ich vorsichtig sein, zumal hier jahrelang die Zahlen frisiert wurden.

Ausserdem ist die Arbeitslosigkeit in fast allen EU Ländern sehr hoch, wobei Herr Lohmann lieber mit der Staatsverschuldung und den BIP's abklenken will.

Griechenland​ 27,9%
Spanien 26,2%
Portugal 16,5%
Italien 12,2%
Irland 13,6%
Polen 10,3%
Ungarn 10,2%
Frankreich 11 %

Estland 7,9%
Bulgarien 13%
Luxembourg 5,8%
Rumänien 7,5 %
Lettland 11,4%
Schweden 8%
Litauen 12,3%
Tschechien 6,9%
Slowakei 14%

Dänemark 6,6%
Slowenien 10,4
Kroatien 16,9 %
Finnland 8%

Mit den baltischen Staaten, Irland und Ihren übrigen Vorzeigestaaten würde ich mich nicht mehr brüsten, anhand solcher eindeutigen Zahlen, werter Herr Lohmann/Schlemihl.






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65%
(37 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte October 2013

Lohmann
Es ist gut, dass Parteien wie die NPD an den Bundestagswahlen keine Chance haben. Ich hoffe nur, dass es dabei bleibt. Da bin ich für einmal gleicher Meinung wie Sie.

In Ihrem Elaborat stellen Sie die rhetorische Frage „AfD rechts unterwandert?“ Ich muss Ihnen sagen, dass es bei der AfD auch Linke hat. Wie Sie wissen, ist die AfD eine neue Partei und sie hat auf Anhieb einen respektablen Erfolg erzielt. Die 5%-Hürde sollte um 1% gesenkt werden. Dies im Interesse eines farbigeren u. gerechteren Systems. Und die AfD täte der deutschen Politik gut und würde sie interessanter machen. Es geht hier nicht um den Verbleib in der EU oder die Euro-Währungseinheit.​ Denn die Deutschen sind ja nicht so dumm, zu wissen, dass ein Austritt eine wirtschaftliche Katastrophe wäre. Ein Austritt der Deutschen und der Franzosen kommt heutzutage nicht mehr in Frage. Dafür ist es zu spät. Kritisieren kann und muss das deutsche Volk allerdings. Und hier, an diesem Punkt könnte eine AfD fruchtbar ansetzen.

Damit der Zusammenhang erhalten bleibt und ich Ihre Replik entgegnen kann, hier ein Teil einer Wiederholung meines Kommentars:
Lohmann,​ Sie zählen da eine Reihe Länder auf, die Ihres Erachtens nicht stark verschuldet sein sollen. Als Wirtschaftsexperte sollten Sie wissen, dass den Ländern wie den baltischen und den meisten Balkanländern das Wasser bis knapp unter die Nase reicht. Die Verschuldung ist ein relativer Wert. Sie sollten wissen, dass eine "geringe" Verschuldung im Verhältnis zum BIP nicht die alleinige Messgrösse darstellt. Dass der Korruptionsgrad, Infrastruktur, das makroökonomische Umfeld, allgemeine Bildung, Effizienz, technologisches Umfeld Innovationskraft usw, kurz die Wettbewerbsfähigkeit der entsprechenden Länder massgebend sind. Eine "tiefe" Verschuldung nützt einem Land, das die Kriterien der Wettbewerbsfähigkeit nicht erfüllt nichts.

Lohmann / Wagner
Sie sagen, ich sei nicht auf dem Laufenden und gewisse baltische Staaten hätten in den in den letzten Jahren sehr grosse Anstrengungen unternommen und stehen jetzt betreffend Verschuldung sehr gut da. Zu den Ländern des Baltikums, die Sie ebenfalls in Ihrer Liste aufführen sagen Sie nichts. Da ich, wie Sie üblicherweise Ihren Gegnern vorwerfen, nicht auf dem Laufenden sei, erlauben Sie trotzdem die Feststellung, dass in der Rangliste der wettbewerbsfähigen Länder die Schweiz seit 5 Jahren den Spitzenplatz belegt! USA und Japan sind weit vor den baltischen Staaten placiert. Nochmals: Als Wirtschaftsmethematik​er müssten Sie das wissen! Wenn es an der Wettbewersfähigkeit fehlt, nützt eine geringe Verschuldung nichts.
USA figuriert auf Platz 5
Japan auf Platz 9
Estland 32
Litauen 48
Lettland 52
Slovenien 62
Kroatioen 75
usw
Quelle: 1.1: The Global Competitiveness Index 2013–2014
Ja, Lohmann, manchmal ist Einer nicht auf dem Laufenden!

Für Ihre, wie gewohnt belehrende Antwort, die Antwort des Allwissenden, bin ich sehr verbunden, Lohmann. Ich stelle fest: In Ihrem Vokabular hat sich ein Neues abwertendes Wort eingeschlichen. "Geschnatter" nennen Sie jetzt Vimentis-Nutzer die anderer Meinung sind! Nun, anderer Meinung sind meist zwischen 50 bis 90%. Wenn man Ihre Eigenstimmen abzählt, sieht es noch unvorteilhafter aus. Anders gesagt, mindestens 50-90% der Vimentis-Nutzer sind Schnatterer und schreiben nur Falsches, Quatsch, Blödsinn oder Unsinn. Dieses abgrundtiefe Niveau der Vimentis-Nutzer ist bedenklich und verwundert, dass Akademiker wie Sie, der so schlecht in dieses Format passt, sich als Nutzer beteiligt.

Gruss vom Schnatterer



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63%
(38 Stimmen)
Bea Habegger sagte October 2013

Zitat Herr Lohmann:"Die EU als Dachorganisation ist überhaupt nicht verschuldet!"

Vol​lkommen richtig, denn eine "Die Dachorganisation bestehend aus lauter Schmarotzer-Bürokrate​n" kann sich nicht verschulden, da diese Herrschaften vom Geld und den Ressourcen leben, welches die reale Wirtschaft (Völker) erarbeiten muss/müssen.


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74%
(19 Stimmen)
Frank Wagner sagte October 2013

Das war keine Abstimmung zu EU und Euro, sondern eine Bundestagswahl. Der verantwortungsbewusst​e Wähler wählt eine Partei nicht nur aufgrund von deren Standpunkt zu einem bestimmten Sachthema. Wer hier von einem klaren Votum für EU und Euro spricht macht es sich zu einfach.

Die EU ist eine gute Idee, und der Euro auch. Viele Bürger haben aber leider das Problem eher Risiken und Probleme als Chancen eines Projekts in den Vordergrund zu drängen, und Populisten nutzen das aus. So gibt es Leute die um die Einführung des Euro herum das Projekt kritisiert haben weil es "mehrere Milliarden Euro" gekostet hätte um den Euro einzuführen. Dass Privatleute und Unternehmen durch den wegfallenden Devisenhandel über Jahre weit mehr Geld sparen musste man diesen Leuten erst erklären. Viele Leute sprechen heute noch vom "Teuro": das deutsche TV-Magazin "SternTV" hat vor Jahren DM- und Euro-Preise für bestimmte Konsumprodukte verglichen und festgestellt das der Einkauf im Supermarkt eher billiger geworden ist. Auch eine Sache der Wahrnehmung: mit der Einführung des Euro wurden Leute auf Themen wie "Inflation" sensibilisiert die die auch (und teilweise stärker) vorhandene Inflation der D-Mark nie wirklich wahrgenommen haben.

Man wird sich sicher weiter bemühen müssen die Leute "abzuholen" betreffend EU und Euro. Das Problem ist sicher auch das EU- und Eurothemen von vielen Leuten im Detail überhaupt nicht mehr verstanden werden, und es fehlt der direkte Vergleich zu einer EU- und Euro-losen Situation. Der grösste Witz war hunderte Seiten Vertragswerk zur EU in Volksabstimmungen beurteilen zu lassen ... auch in der Schweiz ist häufig zu sehen, das Stimmbürger die Themen über die sie abstimmen eigentlich gar nicht verstanden haben.




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69%
(26 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte October 2013

Lohmann, Sie zählen da eine Reihe Länder auf, die Ihres Erachtens nicht stark verschuldet sein sollen. Als Wirtschaftsexperte sollten Sie wissen, dass den Ländern wie den baltischen und den meisten Balkanländern das Wasser bis knapp unter die Nase reicht. Die Verschuldung ist ein relativer Wert. Sie sollten wissen, dass eine "geringe" Verschuldung im Verhältnis zum BIP nicht die alleinige Messgrösse darstellt. Dass der Korruptionsgrad, Infrastruktur, das makroökonomische Umfeld, allgemeine Bildung, Effizienz, technologisches Umfeld Innovationskraft usw, kurz die Wettbewerbsfähigkeit der entsprechenden Länder massgebend sind. Eine "tiefe" Verschuldung nützt einem Land, das die Kriterien der Wettbewerbsfähigkeit nicht erfüllt nichts.

Wenn Brüssel in Griechenland lieber die Ziegenhaltung subventioniert, die den letzten Rest Pflanzen wegfressen und zur Hauptmahlzeit Trockenfutter aus der Produktion europäischer Mitgliedstaaten erhalten, weil das Gras nicht ausreicht, finde ich das nicht so gut. Die EU verantwortet dadurch die Verwüstung in Kreta und anderen Inseln. Aus purer Bequemlichkeit und Gegengeschäftsmassnah​me. Andererseits überlässt Brüssel Griechenland als Brückenkopf für den Flüchtlingsstrom aus den asiatischen Ländern seinem Schicksal! Dass Selbe geschieht in Italien. Ich finde das skandalös.




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34%
(38 Stimmen)
Dieter E.U. Lohmann sagte October 2013

Ich stelle fest, dass gewisse Leute hier die Wahlschlappe der AfD immer noch nicht verkraftet haben (gewisse Leute hier hatten ja 10 bis 19% prognostiziert... lach)

Und gewisse Leute hier hatten ja den Umfrageinstituten Manupulation vorgeworfen ... lach


Andere sind Anhänger der rechtsextremen "Pro Deutschland", die gerade mal auf 0,2% kam, und haben sogar ihren Blog nach dieser Partei benannt!


Der Frust bei den EU-Hassern muss gross sein!

Seit Jahrzehnten träumen Sie von einem Zusammenbrechen der EU und ihrer Vorgängerorganisation​en und das Gegenteil passiert! Die EU wird immer grösser, erfolgreicher und wichtiger!

Und hat dann zurecht auch noch den Friedensnobelpreis erhalten!!!



He​ute ist die EU die grösste Wirtschaftsmacht der Welt!

Der EURO ist die zweitwichtigste Währung weltweit! Und holt gegenüber dem Dollar immer mehr auf!

Und was für die Schweizer Nationalisten natürlich besonders bitter ist, der EURO wird auch in der Schweiz immer wichtiger. Praktisch überall kann man heute in der Schweiz mit EURO zahlen!


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73%
(26 Stimmen)
Werner Nabulon sagte October 2013

Ich habe Österreichs Wahlen zu Kenntnis genommen.

Ich habe zur Kenntnis genommen dass eine USA Pleite ist...

Ich meine, die Idee in der EU und dem Euro zu bleiben, ist eine Idee, dagegen kann man eigentlich nicht einwenden.
Die Realität der unmittelbaren Zukunft wird dann zeigen, ob man das alles auch bezahlen kann, egal was die Idee meint...


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74%
(92 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte September 2013

O-Ton Schlemihl " In den vergangenen Wochen wurde bekannt, dass zahlreiche ehemalige Mitglieder rechtsextremer Parteien zur AfD wechselten und dort auch für diese Wahlen kandidierten. Die AfD scheint mit ihrer feindlichen Haltung gegenüber der EU und dem EURO aber auch mit ihrer rechtspopulistischen Haltung in der Einwanderungspoltik für diese Leute attraktiv zu sein "

Der Herr Schlemihl nimmt es mit der Wahrheit nicht so genau und pickt sich heraus was ihm passt. Die AfD erhielt nämlich auch 340.000 enttäuschte Wähler von der Linkspartei. Demzufolge wäre die AfD auch eine linksextreme Partei.


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