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Warum die Familieninitiative nicht durchdacht ist

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Die Befürworter der Fa­mi­lie­nini­tia­ti​ve spre­chen von einer Dis­kri­mi­nie­rung selbst be­treu­en­der El­tern. Ich frage mich, wie diese an­geb­li­che Dis­kri­mi­nie­rung sich präsentieren soll? Wer­fen wir einen Blick auf zwei Fa­mi­lien mit dem glei­chen Ein­kom­men, bei der einen Fa­mi­lie je­doch wird die­ses durch einen El­tern­teil al­lein er­wirt­schaf­tet, die an­dere er­reicht die­ses Ein­kom­men nur da­durch, dass beide El­tern­teile erwerbstätig sind. Bei der ers­ten Fa­mi­lie be­treut ein El­tern­teil die Kin­der zu Hau­se, es fal­len also für die Kin­der­be­treu­ung durch dritte keine Kos­ten an, bei der an­de­ren Fa­mi­lie je­doch fal­len Kos­ten für die Fremd­be­treu­ung an. Ein Steu­er­ab­zug nur für die Fa­mi­li­en, die ihre Kin­der fremd­be­treuen las­sen, ist dem­zu­folge gar keine Dis­kri­mi­nie­rung, denn es geht le­dig­lich dar­um, einen ge­wis­sen Aus­gleich zu er­hal­ten für Mehr­aus­ga­ben, die tatsächlich an­fal­len. Im Ge­gen­teil könnte man ar­gu­men­tie­ren, dass El­tern, die ihre Kin­der fremd­be­treuen las­sen im Ver­gleich mit selbst­be­treu­en­den​ El­tern dis­kri­mi­niert würden, wenn ein Abzug nun für alle gel­ten soll­te, ob­wohl die einen keine fi­nan­zi­el­len Mehr­auf­wen­dun­gen ha­ben.

Nicht alle Befürworter, aber doch eine beträchtliche Anzahl aus ihrem Kreis argumentieren mit „zu geringe Wertschätzung der Arbeit einer Mutter“ oder mit „Unterstützung von intakten Familienverhältnissen​“. Da ist der Verdacht schon nicht ganz von der Hand zu weisen, dass es im Grunde nur darum geht, die traditionelle Familienform zu zementieren, was wiederum alle Frauen an den Pranger stellt, die arbeiten müssen (die gibt es tatsächlich!!), aber natürlich vor allem auch jene, die arbeiten wollen. Zudem wird damit auch indirekt (mit dem Zaunpfahl) ausgesagt, dass Familienverhältnisse nicht intakt sein können, wenn die Frau arbeitet. Diese kausale Verknüpfung weise ich zurück, denn Selbstbetreuung der Kinder beinhaltet nicht zwingend eine intakte Familie, sowie arbeitende Eltern nicht gleichbedeutend ist mit nicht intakten Verhältnissen. Aber dies ist ein anderes Thema!

Ich erlaube mir doch auch noch anzumerken, dass Eltern (um wieder von „nur Mama kann’s“ wegzukommen) auch erziehen und die Kinder betreuen, wenn sie arbeitstätig sind. Wer betreut die Kinder am Abend und den Wochenenden, wenn nicht die Eltern?  Mutter und Vater ist man nicht nur von Mo-Fr von 08.00-17.00h, sondern 7x24h. Des Weiteren sind die meisten Kinder nicht während 5 Wochentagen fremdbetreut, sondern im Durchschnitt wohl an 3-4 Tagen, weil es sehr vielen arbeitenden Eltern wichtig ist, einen hohen Anteil an der Betreuung selbst übernehmen zu können.

Und ja, ich habe gewisses Verständnis dafür, dass man sich wünscht, die Kinderbetreuung würde mehr wertgeschätzt. Höhere Wertschätzung erreicht man aber nicht einfach durch eine finanzielle Entschädigung und zudem können wir uns das nicht leisten. Wir können uns leisten, einen Steuerabzug zu gewähren, wenn tatsächlich Kosten entstehen und mehr Steuern generiert werden, mehr aber nicht.

Es ist tatsächlich erstaunlich, dass ausgerechnet eine Partei, die immer propagiert, der Staat müsste schlanker werden, die Ausgaben verringert, die Steuern ebenso, nun mit einem solchen Vorschlag kommt. Dies empfinde ich als einen krassen Widerspruch.

Einen weiteren Widerspruch sehe ich darin, dass zwar die einen die Mütter wieder am Herd und nicht auf dem Arbeitsmarkt haben wollen, auf der anderen Seite aber die Einwanderung von Arbeitskräften bekämpfen....... Wo da nur die Logik bleibt?

Was aber am unerfreulichsten ist an der Initiative, wenn es um die Bundessteuern geht, nur die gut verdienenden, die überhaupt Direkte Bundessteuern bezahlen, würden profitieren. Die Familien im unteren Lohnsegment gehen leer aus und das sind nicht wenige. Soll nun tatsächlich eine Familie mit z.B. 200'000.- Einkommen ohne Ausgaben für die Fremdbetreuung der Kinder einen Steuerabzug für die Kinderbetreuung geltend machen können? Wenn wir uns dies dann mal leisten können, dann geht es uns wirklich gut!

Meine Erläuterungen lassen nur eine Entscheidung zu: NEIN ZUR FAMILIENINITIATIVE, denn sie schafft neue Ungerechtigkeiten und wir können es uns nicht leisten.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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70%
(10 Stimmen)
Nicole Lauener sagte November 2013

Liebe Frau Bally - Daumen hoch für Ihre absolut sachliche Argumentation, der nichts mehr hinzuzufügen ist.


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57%
(14 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte October 2013

Einige Leute machen hier einen Denkfehler. Es geht ja nicht alleine darum, dass erwerbstätige Eltern steuerlich anders behandelt werden als solche, wo nur ein Elternteil einer Erwerbsarbeit nachgeht. Es geht vor allem auch darum, dass jene Eltern, die ihre Kinder selber betreuen ( müssen), auch die Krippen mit subventionieren. Darum werden hier die Eltern von Krippenkindern gleich doppelt bevorteilt und jene die ihre Kinder selber behüten doppelt benachteiligt. Entweder schafft man diese unfaire Quersubventionierung ab, oder dann bekommen all jene Eltern einen Ausgleich in Form eines Steuerabzugs, die ihre Kinder selber betreuen und gleichzeitig die Kinderkrippen subventionieren. Da das erstere nicht der Fall sein wird, müssen wir den zweiten Teil umsetzen, da der Status Quo mit gleichzeitiger Subventionierung von Krippen und Krippeneltern zu Lasten anderer gegen die BV verstösst.

BUNDESRECHT

1.​ Kapitel: Grundrechte

Art. 8 Rechtsgleichheit

A​bsatz 2 / Zitat: Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Lebensform.
 
Es ist nun mal so, das jene Eltern die Ihre Kinder fremdbetreuen eine gewerbliche Dienstleistung in Anspruch nehmen ( so wie andere zum Coiffeur gehen oder eine Putzfrau anstellen), wofür für Dritte nicht bezahlen sollten. Es eben auch so, dass in einer Marktwirtschaft das bezahlt wird, was man auch effektiv konsumiert. Aber eben der Konsument sollte dafür bezahlen und nicht Unbeteiligte. Sonst läuft es bei den Linken auch immer nach dem Verursacherprinzip. Wer nur den ÖV benützt, der bezahlt schließlich auch keine Motorfahrzeugsteuer!!​

Die reichen Eltern die ihre Kinder in die Krippe bringen, subventionieren auch gleichzeitig die ärmeren, da sie mehr für den Krippenplatz bezahlen. Damit werden die ärmeren Eltern von Krippenkindern so gleich dreifach bevorteilt: Mit einem Steuerabzug, durch reiche Eltern von Krippenkindern, wie auch durch die Eltern die ihre Kinder zu Hause betreuen. Die Eltern die Ihre Kinder selber betreuen werden damit klar diskriminiert!!

All diese Gründe sprechen für eine Annahme der SVP Familieninitiative. Die Linken schaffen hier eine Gesellschaft von Zweiklassenkindern. Kinder zu Hause zu betreuen ist auch ein Aufwand, entbindet die Wirtschaft und den Staat vor zusätzlichen Krippenplätzen und schmälert auch die Karrieremöglichkeiten​ von Frauen. Als Ausgleich dazu und weil Kinder ein wichtiges Gut für die Zukunft sind, muss jegliche Kinderbetreuung honoriert werden. Eine Gesellschaft von Zweiklassenkindern zu manifestieren, wie dies den Linken mit den heutigen System vorschwebt, ist total asozial!!


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58%
(19 Stimmen)
Bea Habegger sagte October 2013

JA zur Familieninitiative



BUNDESRECHT

1. Kapitel: Grundrechte

Art. 8 Rechtsgleichheit

A​bsatz 2 besagt/ Zitat: Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Lebensform.

Ein Nein diskriminiert somit klar Eltern, welche die traditionelle Familienlebensform bevorzugen und bevorteilt Eltern welche Kinder fremdbetreuen lassen.



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71%
(24 Stimmen)
Rolli Anderegg sagte October 2013

1. Von Frau Bally würde ich gerne mal wissen, wer hier davon sprach, die Mütter wieder an den Herd zurückzubringen, wann und wo?? Ich halte das nämlich für eine polemische Unterstellung der Gegnerschaft.

2. Ich müsste mich schwer täuschen, aber war nicht auch die BDP 2011 dafür, dass man die Fremdbetreuung der Kinder von den Steuern abziehen darf? Der hier propagierte Steuerabzug spielt für Frau Frau Bally anscheinend keine Rolle. Dummerweise profiteren hier aber auch reiche Eltern mit einem Jahreseinkommen von 180.000 Franken.

http://bazonline.​ch/zuerich/stadt/Subv​entionen-fuer-Eltern-​mit-180-000-Franken-E​inkommen/story/137883​00?comments=1

3. Die SVP Familien-Initiative vom 24. November 2013 ist nichts als gerecht. Die Krippentarife sind heute derart hoch( pro Kind z.T um die 2200.- pro Monat) dass sich hier vor allem Gut- und Besserverdiener für ihre Kinder einen Krippenplatz leisten können, während Eltern mit weniger Geld auf der Strecke bleiben. Es ist dabei nicht fair, wenn hier gut und besserverdienende Eltern für ihre Krippenkinder noch steuerlich entlastet werde, während viele andere Eltern aus finanziellen Gründen auf die Fremdbetreuung verzichten müssen, sprich gar keine andere Wahl haben, als die Kinder zu Hause zu betreuen, aber deswegen keine Steuerabzüge geltend machen dürfen. Deshalb schafft hier die SVP Familieninitiative einen Ausgleich und sollte unbedingt angenommen werden.

Meines Erachtens verstösst diese einseitige steuerliche Bevorzugung von Krippenkindern auch gegen die Bundesverfassung und manifestiert Zweiklassenkinder. Die Grundsätze der Allgemeinheit und der Gleichmässigkeit im Steuerwesen sind hier krass verletzt.

Art. 127 Grundsätze der Besteuerung

Aber vor allem können hier selbst Ehepaare mit dem heutigen System, die ein steuerbares Jahreseinkommen von 180.000 Franken haben und ihre Kinder in die Krippe schicken, dadurch Steuerabzüge tätigen, was bei so einem hohen Einkommen übertrieben ist, zumal der Schweizer Durchschnittslohn bei rund 6000.- liegt, das oben genante Einkommen aber für einen Ehepartner alleine schon einen Monatslohn von 6900.- ergibt. Das sind eindeutig Besserverdiner die man nicht subventionieren sollte!!

http://bazonline.​ch/zuerich/stadt/Subv​entionen-fuer-Eltern-​mit-180-000-Franken-E​inkommen/story/137883​00?comments=1


Au​f der anderen Seite ist es dann unsozial, wenn Wenig- und Geringverdiner keinen Steuerabzug für ihre Kinder erhalten, wenn sie diese selber betreuen ( müssen). Die $P möchte aber an dieser Ungerechtigkeit festhalten, in dem diese gegen die SVP Familieninitiative votiert. Die $P schafft hier Zweiklassenkinder, Steuerungerechtigkeit​ und bestraft Betreuungsmodelle, die nicht nach dem Gusto der $P sind!!

Mehr dazu auf diesem ausgezeichneten Blog:

http://www.pro-sw​issness.ch/2013/10/21​/die-p-als-partei-der​-besser-und-vielverdi​ener/



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45%
(11 Stimmen)
* * sagte October 2013

Liebe Frau Bally, rechnen wir mal weiter.

Die erziehende Mutter arbeitet an 5 Tagen a 8 Stunden für die Kids. Ergiebt 20 mal 8 = 160 Stunden, à 30.- ergibt pro Monat einen finanziellen Aufwand von 4'800.- die diese Frau in die Kids investiert, da ist ein Steuerabzug doch gerechtfertigt!
Idea​lerweise müsste sie nun die Steuerersparnis in eine Altersvorsorge anlegen können.


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35%
(17 Stimmen)
Thomas Hunziker sagte October 2013

Sehr geehrte Frau Bally

Ich habe mich persönlich als ich den Artikel gelesen habe, die Frage gestellt, ob sie persönlich selber Kinder haben die sie zu Hause betreuen? Ich glaube eher nicht. Schade. Ich glaube, wenn sie Kinder selber zu Hause betreuen würden, würden sie die Familien-Initiative aus einem anderen Blickwinkel sehen und den Artikel siehe oben noch einmals überarbeiten.


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77%
(13 Stimmen)
Michèle Stocco-Dolder sagte October 2013

Die Frage und die Diskussion ist sehr kontrovers.
Als selbständige Unternehmerin arbeite ich im Home Office. Aber eben ARBEITE.
Warum wird die Familie zerstört, wenn ein Kind fremdbetreut wird? Viele gehen in die Spielgruppe - Kindergarten und danach in die Schule. Das ist doch auch "Fremdbetreut"?? oder nicht?

Jede Familie soll selber entscheiden können, welches Familienmodell sie wählen. Egal ob beide Arbeiten oder ein Elternteil zu Hause.
Übrigends es gibt MÄNNER die freiwillig zu Hause bleiben möchten.



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38%
(8 Stimmen)
samuel schmid sagte October 2013

hallo, stimmt teilweise; es gibt kindern die brauchen nicht nur die betreung der mutter zu 100% sondern es gibt auch diese kindern die brauchen mal 2 eine betreung, sogar zu 150% oder 200% ... usw
man kann nicht nur wegen diesen problemkindern 'was zu bestimmen.
problemki​ndern in einer klasse von 24 kindern sind lediglich 2% bis 4%, alle anderen machen sie mit und folgen die schulleitung. meistens ist es nur ein einziges kind der kommt zuerst mit ideen von rauchen oder alkohol zu trinken,...dann folgen anderen wegen den gruppen zwang oder auch nicht!. ich habe 2 brudern die in kant. schulen arbeiten. ich hab's auch selber erlebt und bei meine geschwister wieder bestätigt, das es so ist.
>wie ist die situation von diesen eltern, welche ihren kindern in privatschulen schicken?
>in vielen ländern wo die staatlichen schulen nicht ein gutes schulniveau anbieten, werden die kindern in privatschulen geschickt!
>beispiel von schweizernschulen in ausland (privatschulen): die kindern fangen schon um 7:00 oder 7:30 an, klein kindern in der kindergarten 1 und 2, bis mittag; je nachdem mit mittagessen oder nicht, je nach eltern, je nach fall! man hat aber die wahl; weil jede familie andere bedürfnise haben! so kann die mutter 50% arbeiten. dannach bleiben die kindern bis 16:30 in der schule später sogar bis 18:30 und die mutter kann länger arbeiten.
allein durch diese massnahmen billionen von muttern bzw frauen dürfen auch das was sie gelernt haben in der berufsschulen oder universitäten in der arbeitswelt ausüben!
die zeiten wo sich die frauen und mädchen nur für den haushalt und die kindern aufzupassen ist in die moderne welt nicht mehr zu erwarten! die schulkosten muss man halt gem. der einkommen beide fairweise festlegen.
>die kindern oder jugendtliche die wollen alkohol, tabak, oder sonst was nehmen, die machen es sowieso, versteckt nach der schule, bei sportanlässe, geburtstagsparties...​ etc etc... weil diese privatschulen geschlossen sind (kindern dürfen nicht raus gehen) bleiben dabei unter kontrolle der schule und beobachtung,... dannach übernehmen die eltern die aufgabe,...
>verbitten und kontrolle nach mutterliche polizist zu spielen bringt auch nichts! gespräche und aufklärung ist gem. erfahrung das beste mittel.
> man kann nicht kindern/jugendtliche 100% unter kontrolle und beobachtung halten!
freundliche grüsse



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61%
(18 Stimmen)
Christa E. Thoma sagte October 2013

Sie haben es genau auf den Punkt gebracht, Frau Bally Frehner. Danke für den Artikel!



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30%
(30 Stimmen)
karl suter sagte October 2013

Da ist wieder so ein Beitrag, die das Ziel hat die Familie zu schwächen, ja zu zerstören. Als Beispiel füge ich unten einen Leserbrief ein, den ich als Antwort, auf einen Beitrag von einer linken Politikerin, vor 22 Jahren geschrieben wurde, mit dem Titel:
(“Ich will in zehn Jahren nicht mit zwei Kindern am Rockzipfel am Herd stehen!“
Veröffentli​cht am 15. Februar 1991 in einer Zeitung, als „Kopf der Woche“ Frontseite.
Leserbri​ef:
Das sind Worte einer Mutter, die es als überholt sieht, wenn eine Mutter ihre Kinder am Rockzipfel hat und am Herd steht? Dieser Satz, dieses nicht wollen mit Kindern am Herd stehen, gibt mir sehr zu denken. Wo müssen dann die Kinder sein? Etwa im Kinderhort? Auf der Strasse mit Sackgeld? Im Drogengestrüpp? In der Disco? Mutterpflichten wie Vaterpflichten sind halt in unserer modernen Welt verpönt, aber sie sind nicht überholt und veraltet. Wie viele Kinder können und dürfen nicht am Rockzipfel ihrer Mutter die Tränen trocknen, Geborgenheit und Wärme empfangen. Häusliche Nestwärme empfangen, umsorgt von liebenden Mutterhänden mit einem Herz das da ist für die Kinder. Ein Herz das da ist, für das schönste und wertvollste Geschöpf auf Erden das Kind mit seinen unschuldigen Augen. Damit das heranwachsende Kind in einer geborgenen Umwelt aufwaschen kann und darf. Ein liebendes Vorbild immer vor Augen, seine über alles liebste Mutter, die wacht, damit das Kind nicht im “Dornengestrüpp“ der Welt Schaden nimmt an Leib und Seele. “Wer eines dieser Kleinen aufnimmt, nimmt mich auf“ Worte Jesus! Und diese Worte gelten vor allem den Müttern. Liebende, opferwillige Mütter, die bereit sind ihr Leben für die Kinder, für die Familie zu leben, in ehelicher Gemeinschaft. Das schreckliche Wort “Emanze“ passt ganz und gar nicht in eine lebensfähige, intakte und christliche Familie hinein. Es ist ein Fremdwort das abstösst, das kalt macht, das keine Wärme ausstrahlt. Um die Welt, die Menschen und das Zusammenleben zu verbessern, müssen wir alle gewillt sein, das Fundament der christlichen Familie zu stärken und neu zum Aufblühen verhelfen. Ja, wir brauchen wieder junge Familien, wo die junge Frau ganz Mutter werden kann und auch will. Die das Opfer auf sich bereit ist zu nehmen, so Gott will und JA sagt zum Kindersegen, ohne Wenn und Aber. Ohne künstliche Familienplanung. Wo die junge Mutter JA sagt zum Kind, das an ihrem Rockzipfel hängt. So und nur so kann die junge Mutter, Kinder für Gott und für eine bessere Welt erziehen und ihnen ein gutes Vorbild sein. Die Mutter ist vor allem die Person, die es in der Hand hat, aus ihren Kindern charaktervolle, Gottesliebende und opferbereite Menschen heranzubilden und zu Formen, so wie es keine anderen Menschen, als Mutter und Vater in einer christlichen Familie, imstande sind.)
Sie, liebe Leserinnen und Leser, Sie sehen ja im Rückblick, wie die Familie geschwächt, oder besser gesagt zerstört wird. Es werden alle anderen Formen von gemeinsamen zusammen Leben gefördert, mit dem Ziel, die Gott gewollte Familie zu entzweien (Ehescheidung), die Kinder den Eltern (Mutter und Vater), wegzunehmen um in staatlichen „Erziehungsanstalten“​, in einem Familienfeindlichen Umfeld, nach deren Zielen umzuerziehen! Die Politik müsste alles daran setzen, die Urzelle des menschlichen Zusammenlebens (unauflösliche Ehe), so wie es Gott angeordnet hat zu unterstützen und zu schützen. Damit die Mutter die häuslichen Arbeiten erledigen und für die Kinder daheim sein kann.



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64%
(22 Stimmen)
Patrick Diethelm sagte October 2013

Es geht bei der Initiative darum die absurde Situation aus der Welt zu schaffen, dass ein Elternpaar bei der aktuellen Regelung dafür bestraft wird sein Kind selber zu betreuen, während die Doppelverdienerfamile​ zusätzlich zu zwei Einkommen auch noch staatliche Unterstützung zur Betreuung bekommt.
Sie sagen, dass vor allem die reichen Einverdienerpaare von dieser Initiative profitieren würden. Es gibt sicher solche, die davon profitierten; es gibt aber sicher gleich viele reiche Zweiverdienerfamilien​, die von den heute möglichen Fremdbetreuungsabzüge​n profitieren. Oft geht in der Diskussion unter, dass viele Einverdienerfamilien finanziell auf sehr vieles verzichten, um diese Familienform aus Überzeugung leben zu können. Dies verdient grosse Anerkennung und auch entsprechende Unterstützung. Nicht nur von der Gesellschaft, sondern auch vom Staat. Ich sehe deswegen nicht, dass die vielzitierte Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit durch die Initiative verletzt wird.


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57%
(21 Stimmen)
Patrick Diethelm sagte October 2013

Sehr geehrte Frau Bally

Mit dem heutigen Abzug profitieren alle Familien, welche ihre Kinder extern bezahlt betreuen lassen. Somit auch Familien, welche einen solchen Abzug gar nicht nötig hätten (also auch die mit CHF 200'000.- EK). Wie war das gleich mit dem Giesskannen-Prinzip?
Familien, welche die Betreuung bei Grosseltern und/oder Nachbarn organisiert haben, weil die Krippe zu teuer ist - können auch keinen Abzug geltend machen.
Finanzierung: Als man die Abzüge für Krippen eingeführt hatte, fragte auch keiner nach den draus folgenden Steuerausfällen. Ein bisschen weniger Asyl-Gelder und die CH-Familien würden gestärkt.
Es gibt Familien, welche zu Hause bleiben müssen, weil sie sich gar keine Krippe leisten können. Ok, diese zahlen vermutlich auch keine dir. Bundestteuern und können von der Initiative nicht wirklich profitieren. Es gibt aber etliche mittelständische Familien, welche sich für eine Selbstbetreuung entschieden haben - sich knapp über Wasser halten können, auf einen zweiten Lohn verzichten, weniger AHV und Pension im Alter haben, aber trotzdem auch dir. Bundessteuern zahlen. Wieso soll hier nicht ein sog. Opportunitäts-Abzug gewährt werden? Nur weil sie sich nicht für das staatliche Betreuungs-Modell entschieden haben? Wieso soll nur ein Betreuungs-Modell vom Staat gefördert werden?
Gleiches für Alle oder nichts für Alle.




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50%
(4 Stimmen)
Matthias Häuptli sagte October 2013

Der heutige Abzug steht nur den Familien zu, die ihre Kinder wegen einer Erwerbstätigkeit fremdbetreuen lassen. Es handelt sich um Gewinnungskosten wie die Kosten des Arbeitswegs und Mehraufwand für auswärtige Verpflegung. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, dass man diese Kosten vom Einkommen (egal wie hoch das ist) abziehen kann und nicht ein Einkommen versteuern muss, das man unter dem Strich gar nicht hat.

Ausserdem ist der Abzug beim Bund und den meisten Kantonen begrenzt und entspricht nur den Kosten einer Betreuung von 1-2 Tagen pro Woche.

Wer die Kinder in die Krippe gibt, um einen freien Tag zu haben, bekommt keinen Abzug.


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33%
(3 Stimmen)
Patrick Diethelm sagte October 2013

Gewinnungskosten vs. Opportunitätskosten
​Verpflegungskosten vs. Eigenmietwert-Versteu​erung

Vermutlich werden wir hier nie eine finanzielle Gerechtigkeit haben. Trotzdem haben wir in der Schweiz ein Gleichstellungs-geset​z. Somit sind Familien, welche ihre Kinder zu Hause betreuen genau gleich fiskalisch zu befreien, wie Familien, die auswärts (evtl. sogar noch subventioniert) betreuen lassen.

"Wer die Kinder in die Krippe gibt, um einen freien Tag zu haben, bekommt keinen Abzug." -> wer kontrolliert das??? Träumen Sie weiter...



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48%
(25 Stimmen)
Bea Habegger sagte October 2013

Sehr geehrte Frau Bally

Erlauben Sie eine Frage: Aber nach einem Nein einmal mehr hböhere Kinderzulagen fordern und Giesskannenprinzip-mä​ssig verteilen, wie es Frau Jacqueline Fehr (SP) heute Mittag gefordert hat, das geht dann?

Familien-Ini​tiative JA, wir brauchen nicht noch mehr versteckte Anreize für Zuwanderer.


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