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ERGÄNZT 27.01.2018: Warum die Politiker die Billag lieben.

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ERGÄNZT 27.01.2018: Warum die Po­li­ti­ker die Bil­lag lieben.

Als der Verfasser diesen Artikel schrieb, vermutete er, dass die SRG, wie die ganze Verwaltung, auch ein Ort der Pfründe für Mitglieder der "richtigen" Parteien ist. Aber da er darüber keine konkreten Informationen hatte, sprach er nicht darüber. Am 27. Januar 2018 publizierte die Neue Zürcher Zeitung einen längeren Artikel, der zeigt, dass Mitglieder der CVP und an zweiter Stelle solche der SPS dort das Sagen haben. Wahrscheinlich erklärt das auch, dass in den paar Jahren vor der WEA, der Weiteren Eliminierung der Armee, fast keine Befürworter einer verfassungsmässigen Armee zu Wort kommen konnten. (Art. 58 der Bundes-verfassung: " Die Armee dient der Kriegsverhinderung" .Das kann sie heute mit nur noch 6 Kampfbataillonen und immer noch ohne eine nennenswerte Luftwaffe und Luftabwehr nicht mehr.). A propos Pfründe: Gegenwärtig kämpft die SP Basel-Stadt darum, das Regierungsräte, die nicht mehr gewählt werden, bis zu 10 Jahre lang jährlich eine Entschädigung von 170'000 Franken, total also bis zu 1.7 Millionen Franken erhalten. Ende der Ergänzung.

Stellen Sie sich vor, sie  besässen und leiteten eine kleine Spezial-Firma, die weltweit den Staaten Dienstleistungen anbietet, z.B. Schulungsprogramme aufzubauen und zu leiten. Ihre Hauptsorge ist es, sicherzustellen, dass langfristig durch Aufträge immer genügend Geld eingeht, die die zahlreichen verschiedenen Kosten ihrer Firma decken. Nehmen Sie jetzt an, es sei nicht mehr gelungen und die Firma gehe bankrott. Sie haben ihre Investition und Ihr Einkommen, aber auch jeden Anspruch an die Arbeitslosenkasse verloren (Nebenbemerkung: Welche jungen Firmengründer sind sich dessen bewusst? Hier kann nicht erklärt werden, warum das so bleiben muss).  Dann müssen Sie eine Stelle finden, haben vielleicht eine Familie mit drei kleinen Kindern.

Jetzt stellen Sie sich weiter vor, die Regierung habe schon früher eine von jedermann zu zahlende Zusatzsteuer eingeführt, die ausschliesslich dazu bestimmt ist, alle Kosten und grosszügige Gehälter Ihrer Firma zu decken. Jubeln Sie nicht? Nie mehr öfters 7-Tage Wochen zu zehn Arbeitsstunden ohne Überzeitentschädi-gun​​​g​, keine Nervosität mehr, weil man den Auftrag noch nicht erhalten hat, den man dringend braucht, um weiter machen zu können, keine Angst mehr, die Familie verarme. Auch der Druck fällt weg, auf die Bedürfnisse der potentiellen Kunden einzugehen, gute Arbeit zu leisten, denn das Geld fliesst so oder so. Ein Ideal-zustand.

Jetzt verstehen Sie, warum so viele Politiker die No Billag Initiative vehement bekämpfen. Die von allen BürgernInnen erhobene Zwangssteuer ermöglicht es der SRG, den Politikern immer wieder eine Gratis-Werbeplattform​​​​ anzubieten (Arena etc.), wo sie sich in Szene setzen können, um so ihre Wiederwahl zu fördern. GRATIS! Im Gegenzug macht die Politik die Zwangssteuer möglich.

PS. Der Verfasser hatte sich beim früheren Direktor der SRG (aber auch bei Chefredaktoren von Leitmedien) über die Meinungsmanipulation,​​​​ die Unmöglichkeit von kontroversen Debatten bei wichtigen Themen, bzw. die Einseitigkeit bei der Aufnahme von Fragen  schriftlich beschwert. Aber von der SRG werden die Durchschnittbürger bei solchen Veranstaltungen höchstens als „Claque“ zum Klatschen zum richtigen Zeitpunkt oder um einen Satz zu sagen (z.B. Arena) wahrgenommen. Für ein gutes, objektives Nachrichten-und Debattenprogramm würde der Verfasser gerne freiwillig einen vernünftigen Abonnementsbeitrag leisten. Sollte die No Billag Initiative abgelehnt werden, wird es bei kleinen Korrekturen wohl so weitergehen wie bisher, denn dann fliesst ja das Geld weiter. Noch eine Schlussfrage: Warum wählen so viele Zwangszahler der SRG ausländische Anbieter?


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(12 Stimmen)
Georg Bender sagte January 2018

Ich zitiere Frank A. Meyer aus dem Sonntgsblick
„Hinter​ dem Zerstörungswerk steckten ursprünglich nur ein paar Hasardeure, die, wie man hört, beim Bier beschlossen, die SRG um ihre Einnahmen und damit Tausende Radio- und Fernsehjournalisten um ihre Arbeitsplätze zu bringen. Das Bubenstück lohnt nicht einmal die Frage, wie viel Geist auf einem Bierdeckel Platz hat. Bierdeckel reimt sich übrigens im Schweizerdeutschen auf ein deftiges Kraftwort, das zu erraten dem Leser überlassen sei. Inzwischen haben ganz andere No Billag zu ihrer Sache erklärt, allerdings nicht immer offen. Warum nicht offen? Weil es dabei ums Beutemachen geht. Zu so etwas steht niemand gern, das wäre allzu dreist. Doch bei den Mächten, die mit der Bieridee. No Billag ihr medienpolitisches Spiel treiben, ist auch mit bestem Willen kein anderes Motiv zu erkennen. Die SRG ist die Beute – Beute in Form von Macht und Geld.

Wenn aber No Billag abgelehnt würde, weil die Schweizer Bürgerinnen und Bürger sich ihr Radio und Fernsehen nicht nehmen lassen wollen? Auch dafür gibt es schon den Bierdeckel: Dann soll der SRG statt Gebühren ersatzweise die Werbung gestrichen
werden. So steht es im Manifest des VSM Präsidenten und Tamedia-Chefs. Die Kaputtmacher
sind zu allem entschlossen. Ja, die monatlichen Gebühren und auch die Werbegelder für die Schweizerische Radio und Fernsehgesellschaft sind der Beitrag der Gemeinschaft aller Schweizerinnen und Schweizer zum medialen Gemeinwohl. Für den Verleger, der mit seinen gleichgeschalteten Kollegen und Handlangern dagegen ankämpft, heisst Gemeinwohl:
Meinwohl​“

Es ist alles gesagt! Das Wissen aus dem Küchentischumfeld ist entscheidend!





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45%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte January 2018

Ganz genau, Nach offiziellen Statistiken schauen seit längerer Zeit 60% "Auslands-TV".

Die​ Abstimmung mit den Füssen wird weiterhin stattfinden, egal welche Art von Steuer angewendet wird.

Was den Sport angeht: Ich kann danke auf die allumfassende Berichterstattung des Sportsenders SRG verzichten. Wieviel Geld pro Jahr erhalten wohl korrupte Organisationen wie FIFA Und IOC vom Schweizer Steuerzahler?


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69%
(13 Stimmen)
Inge Votava sagte January 2018

Herr Müller, Ihr Kommentar in Ehren. Aber warum muss auch von Menschen, die kein empfangsfähiges Gerät besitzen, eine Zwangsgebühr bezahlt werden? Die Abstimmung seinerzeit wurde ja sehr sehr knapp angenommen, nur mit Hilfe der Auslandsschweizer, die diese Abgabe ja nicht zahlen müssen. Es wurde über eine Abgabe abgestimmt. Das Bundesgericht hat aber festgestellt, dass es sich hier um eine Steuer handelt. Eine Steuererhöhung bedarf aber des Ständemehrs, was nicht erreicht worden war. Die Abstimmung hätte also als ungültig erklärt und wiederholt werden müssen. Das ist nicht passiert. Auch die versprochene Diskussion über den Service public fand nicht statt. Und nun sagen Sie mir bitte, welche andere Möglichkeit wir haben als die NBI anzunehmen?
Bitte entschuldigen Sie, dass ich in der Kommentarfunktion schreibe, ich kann die Antwortsfunktion nicht öffnen.


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43%
(14 Stimmen)
Alex Müller sagte January 2018

Die No-Billag-Initiative wirbt zwar mit dem Satz "keine Zwangsgebühr" aber sie zielt auf die Zerschlagung der SRG. Im Initiativtext ist es klar und deutlich: der Bund dürfte laut Verfassung dann keine Empfangsgebühren mehr erheben und keine Sender Subventionieren. Und -- " er müsste die Radio- und Fernsehkonzessionen an den Meistbietenden versteigern" . Es geht hier nicht um das Programm der SRG, das dem einen gefällt und dem andern nicht! Es geht um eine totale Deregulierung des Mediensystems der Schweiz.. No-Billag würde einer Medienproduktion den Weg bereiten, die rein vom kommerziellen Interessen und politischen Agenden geprägt wäre.
--- Zu dieser absurden Initiative muss ein Demokrat Nein sagen. Besonders jene , die ständig von einer unabhängigen Schweiz reden. Aber genau diese sind für ein Ja.
1. No Billag bedeutet das Ende der SRG.
2. Ohne Gebühren keine Lokalsender mehr. Auch 21 regionale Radiosender und 13 Tv-Sender werden aus dem Gebührentopf finanziert (Von Radio RaBE bis Kanal K im Aargau und von TV-Ostschweiz bis zu Tele Billingue.)
3. Ohne die Gebühren wird keiner dieser Sender überleben. Denn Fernesehproduktion ist teuer. Kein einziger Sender ausser die SRG ist sonst in der Lage Deutsch, Italienisch, Französich und Rätoromanisch Programme zu finanzieren. Weil es nicht rendiert. Also wird es das nicht mehr geben.
4. Das Ende der SRG hinterlasst ein Vakuum. Darauf warten finanzkräftige Politiker, welche dann die öffentliche Debatte dominieren können und wollen.
5. Kulturschaffende und das Filmschaffen wäre in der Schweiz am Ende.
6. Und das Geld? Mit No-Billag werden Radio- und Fernsehen nicht billiger.!! Beispiel Fussball: Der Fussballfan ist dann auf das Angebot von Privatsendern angewiesen, um möglichst viele internationale Wettbewerbe zu sehen. Ein solches Abo kostet circa 350.- - fast gleichviel wie die Billag-Gebühren ab 2019. (Aber es gibt dafür nur Sport zu sehen).
Ich sage auf alle Fälle Nein!
Besonders jetzt, wo die unabhängige " Schweizerische Depeschen Agentur" zerschlagen wurde. (s.Tagi vom Samstag). 40 Entlassungen sind vorgesehen. Eine seit 1889 bestehende , flächendeckende und unabhängige Informationsammelstel​le wird künftig nicht mehr gewährleistet sein. Denn die Besitzer sind jetzt auch Oesterreicher.! Die DPA hat Verlsute gescchrieben. Die restlichen 19 Millionen sollen noch vor der Zerschlagung an die Aktionäre verteilt werden. Ja wer wird dann DPA ersetzen (wahrscheinlich Trump mit seinen Informationen über Twitter.).
Noch nie hat ein Jahr so schlecht angefangen wie 2018!




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