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Was Grundsätzliches zur AHV

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Ich möchte den Abstimmungskampf nutzen, um mal etwas Grundsätzliches zur AHV zu sagen, vor allem zur nervigen Giesskannen-Diskussio​​n.
 
Ein grosser Vorteil der AHV ist ihre Stabilität. Im Gegensatz zur Pensionskasse und Privatvorsorge ist die AHV NICHT vom Glücksspiel an der Börse abhängig. Es verdienen keine Banken und Versicherungen mit, es fliesst kein Geld in Form von Boni in private Taschen, sondern das einbezahlte Geld landet ohne Umwege bei den Rentnern.
 
Der andere grosse Vorteil ist die Solidarität. Bei der Einzahlung gibt es keine Obergrenze, wohl aber bei der Auszahlung. Und AHV kriegt jeder, im Gegensatz zu Pensionskasse, die Teilzeitarbeitende ausschliesst, und zur dritten Säule, für die man auch erst das Geld haben muss.
 
Zur "Giesskanne": Ja, alle zahlen in die AHV ein, und ja, alle bekommen AHV. Und genau das ist ja das Gute daran. Weil jeder AHV bekommt, muss sich niemand dafür schämen. Vergleichen wir das System mal mit der Sozialhilfe. Sozialhilfe bekommt nur, wer wirklich darauf angewiesen ist. Wollen Sie, dass die Rentendiskussion künftig so aussieht wie die Sozialhilfediskussion​​? Dass auf den Rentnern herumgehackt wird wie auf den Sozialhilfebezügern? Dass Steuersenkungen mi Rentenkürzungen bezahlt werden wie heute mit Kürzungen bei der Sozialhilfe (und bei der Prämiensenkung)? Ich höre die Diskussionen schon: "Viele 70-Jährige können durchaus noch arbeiten. Sie brauchen nur Anreiz in Form von halb so hohen Renten." Eine Horrorvorstellung.
 

Wer mit Giesskannen-Argumente​​n hausieren geht, der ist nicht nur gegen die aktuelle Reform. Der ist gegen das System AHV an sich. 
 
 

Kommentare von Lesern zum Artikel

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75%
(4 Stimmen)
jan eberhart sagte November 2017

DIe Gewerkschaften haben ihre Position klar gemacht.

Das Rentenalter 65 für Frauen sei vom Tisch. Wenn überhaupt, müssten die Renten erhöht werden.

Damit dürfte klar sein: eine FDP-Rentenreform dürfte im jeden Fall von links und von den Gewerkschaften bekämpft werden.


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63%
(8 Stimmen)
Emil Huber sagte October 2017

Hier mal ein Link, der etwa zeigt wie es mit der Automatisierung läuft:

https://www​​.blick.ch/news/wirts​c​haft/coop-eroeffnet​-n​eue-superfabrik-in​-pr​atteln-bl-50-tonn​en-s​choggi-in-24-stu​nden-​id7514787.html


Wie​ man sieht, läuft grösstenteils alles vollautomatisch ab, diese Fabrik erwirtschaftet Millionen.
Wie bekommt die AHV nun ihren Anteil, der zu ca. 80% nur auf die Löhne ausgerichtet ist, wenn in der Fabrik nur noch eine Handvoll arbeitet? Automatisierung & Digitalisierung werden zunehmen, bis jetzt konnte ich noch keine Lösung von den Politikern hören. Stattdessen sucht man alleine bei der angeblichen Überalterung nach Ursachen.



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33%
(9 Stimmen)
Georg Bender sagte October 2017


Es ist doch eindeutig: Ich beschreibe die Denkfehler. Mache die Regierenden und Ökonomen darauf aufmerksam.

Es ist für mich nur logisch, dass diese Spezies, Angst um ihre Gehalt und Wichtigkeit haben müssen, würde das System dem Geldsystem angepasst.

Was ich jedoch nicht verstehen kann? Warum lässt die Bevölkerung so viel Dummheit zu?

Beispiel Rentenreform 2020.
Denkfehler folgerichtig erkennen?
Woher und wie fliesst das Geld bei Vollautomatisierung der Bedürfnisabdeckung der Menschen?

Ich bin der Meinung, dass mindestens Regierende und Ökonomen die korrekte Antwort geistig verkraften können, oder doch nicht?

In den gleichen Kontext gehört die einfältige Frage der genannten Spezies, Medien, Bildungsverantwortlic​he und Bevölkerung:
Wie wird das Bedingungslose Grundeinkommen "finanziert"?

Selb​st die Initianten, wie beim Vollgeld, verstehen die Auswirkung des Geldsystems nicht!




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64%
(11 Stimmen)
Werner Nabulon sagte September 2017

Eine Richtige AHV Kasse würde ausreichen, ohne BVG Obligatorium.
Finanziert durch Lohnprozente plus Mehrwertsteuer %


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40%
(10 Stimmen)
Georg Bender sagte September 2017

Die Schlacht scheint geschlagen.

Nun wird wieder von den Politikern und Medien belogen und betrogen (Offizialstraftatbest​and) Der AHV-Fonds nimmt ab, nur wenn der Rückfluss, wie derzeit konzipiert, nicht zurückfliesst. Gewinner = Wirtschaft. Nicht wegen der Zunahme der Rentnern (Konsumenten)!

Das​ Pflichtsparen ist im Gegenwert der Arbeit/Leistung einkalkuliert und wird über die Preise der Produkte oder Leistung umgesetzt.

Wann endlich steigt das Begreifen der Zusammenhänge?
Ökono​men, Politiker, Medien und Bevölkerung:
Lösung der folgenden Aufgabe:: Auswirkung einer Bruttolohnsenkung infolge Automatisierung (Erwerbsausfall) von 1 Milliarde auf die Hälfte, sowohl auf die Sozialsysteme und auf die Kaufkraft für die Wirtschaft?

Die Rückflussabwicklung über das Erwerbseinkommen ist seit jeher falsch, weil die Wirtschaftsleistung ist nicht abhängig von der Anzahl der Erwerbstätigen! Auch das Renteneintrittsalter und Demografie (die Jungen zahlen für die Alten = woher soll das Geld als Beitrag fliessen? Vom Himmel?) hat keinen Einfluss auf die Wirtschaftsleistung.







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56%
(9 Stimmen)
jan eberhart sagte September 2017

Was für ein Schildbürgerstreich.


Bisher war es möglich, Guthaben aus der 2. und 3. Säule getrennt und gestaffelt zu beziehen. Nun soll dies nur noch einmal und alle Guthaben auf einmal möglich sein (bei Annahme der Reform).

Ist das die Belohnung dafür, dass man über Jahrzente Geld für das Alter angespart hat? Das man nicht das Geld verprasst hat und nun Ergänzungsleistungen bezieht?

Ich denke, SP/Grüne ist die private Vorsorge sowieso ein Dorn im Auge und man wäre für einen Topf, der allein Steuerfinanziert ist. Weil das scheinbar sozial gerechter wäre.


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62%
(13 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte September 2017

Die "nervige Giesskannen Diskussion" kommt eigentlich nur darum, weil die AHV (obligatorische 1 Säule) mit der BVG (nur für einen Teil der Bevölkerung obligatorischen 2 Säule vermischt) wird.
Diese zwei Säulen sind strikte zu trennen, zudem wurde einmal mehr verpasst die BVG Sätze anzugleichen.

Altersvorsorge 2020
Altersgutschrif​tensätze
2017 25-34 Jahre : 7 % Altersvorsorge 2020 neu 7 %
2017 35-44 Jahre : 10 % Altersvorsorge 2020 neu 11 %
2017 45-54 Jahre : 15 % Altersvorsorge 2020 neu 16 %
2017 55-65 Jahre : 18 % Altersvorsorge 2020 neu 18 %

Was bei der Einführung zum Angleichen der Altersguthaben bei der Pensionierung gedacht war, ist heute einer der wichtigsten Gründe warum man ab 45 Jahre immer schlechtere Jobaussichten hat.

Dazu kommt die Erhöhung der Mehrwertsteuer

•0,​6 Prozentpunkte für die AHV
•0,3 in 2018 durch Übertrag der IV-Zusatzfinanzierung​ auf die AHV
•0,3 in 2021 durch proportionale Erhöhung der Mehrwertsteuersätze

Da bleibt nur eine Antwort, zurück an den Absender.



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50%
(10 Stimmen)
Thomas Ramseier sagte September 2017

Lieber Herr Binder
Wie meistens von Ihnen für den Laien zu kompliziert formuliert und zusätzlich mit unleserlichen Satzkonstruktionen.
Kurze einfache Sätze wären verständlicher. Gerade weil das Geldsystem so kompliziert ist wäre das nötig.
Aber im Grundsatz stimme ich Ihnen zu.


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62%
(13 Stimmen)
Martin Bracher sagte September 2017

Wer seine Pension erst mit 70 haben will soll ruhig, am Sonntag Ja stimmen!

Jeder der hingegen rechnen kann, leider gehört Stefan Pfister ja nicht dazu, wird diesen AHV-Murks ablehnen und auf eine vernünftige Reform warten!



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75%
(12 Stimmen)
Karlos Gutier sagte September 2017

Ein Artikel in der Rentenreformvorlage, über die das Schweizer Volk am 24. September abstimmt, sorgt für Wirrwarr: «Die Vorsorgeeinrichtung kann ein von diesem Referenzalter abweichendes reglementarisches Referenzalter vorsehen; dieses darf höchstens fünf Jahre tiefer oder fünf Jahre höher liegen.» So steht es in der Vorlage unter Artikel 13.

Das bedeutet, dass das Pensionsalter 65 zwar für die AHV gilt, nicht aber für die Pensionskassen. Diese könnten sich theoretisch das Recht nehmen, die vollen Leistungen erst fünf Jahre nach dem Erreichen des Pensionsalters – also mit 70 – auszuzahlen.



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57%
(14 Stimmen)
Karlos Gutier sagte September 2017

Wenn ich mit Arbeitskollegen und Bekannten rede sagen alle das sie 2x Nein schreiben.

Nimmt mich wunder wer da Ja stimmt, so wie ich es sehe kommt ein 2xNEIN.


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53%
(17 Stimmen)
Hans Knall sagte September 2017

Was Sie da „zur AHV sagen“, Herr Pfister, hat was grundsätzlich Hypokritisches.

Mi​t „damit sich niemand schämen muss“ rechtfertigen Sie das kostentreibende Verschleudern von erzwungenen Umlagegeldern per als „Solidarität“ verbrämter Giesskanne.

Andererseits werden Sie und die ganze linksversiffte Sozialindustrie nie müde, immer wieder neue Bedürftigen-Opfer aus der Retorte zu ziehen um sich bei deren Pflicht-Betreuung gesundstossen zu können.


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20%
(15 Stimmen)
Hermann Scheuber sagte September 2017

Mit einem Nein ist das Problem nicht gelöst und geht automatisch in die nächsten Runden. Wenn doch das Volk so einfach für eine Energiesteuer zu gewinnen war, warum denn nicht auch noch für eine kleine MW-Steuer, die ja vor allem diejenigen bezahlen, die unbedingt noch mehr Konsum haben wollen. Die Alten sind ja einigermassen eingedeckt und brauchen nicht mehr so viel, sondern sind von der Wegwerfsteuer geplagt.


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62%
(13 Stimmen)
Karlos Gutier sagte September 2017

Hr. Pfister sagt:
Es verdienen keine Banken und Versicherungen mit, es fliesst kein Geld in Form von Boni in private Taschen, sondern das einbezahlte Geld landet ohne Umwege bei den Rentnern.
----------​------------

Frage​: Wo sind dann Bitte schön die 500 Millionen die der AHV-Fond vor ca. über einem Jahr verloren hat ?
Da Geld sich nicht auflöst sondern den Besitzer wechselt muss es ja irgendwo oder irgendwer jetzt bunkern. Der AHV-Fond verliert regelmässig Geld, dass mit Sicherheit bei Banken, Versicherungen usw. landet und Bonis generiert.

Und wenn der Bund so viel Geld in die PK's einschiessen würde wie er in die AHV bezahlt, alles Steuergelder, würden die PK's auch Blühen.





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67%
(15 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte September 2017

Herr Pfister
Schön, dass Sie wieder dabei sind. Ehrlich, denn Sie sind ein fairer Mitstreiter. Als Kapitalist ohne Vermögen bin ich zwar eher selten derselben Meinung wie Sie. Dennoch schätze ich stets Ihre Stellungnahmen.

Nu​n, wenn ich Schweizer wäre, könnte ich einem solchen Deal unmöglich zustimmen. Es geht doch nicht an, dass sich Eidgenossen mit 70 Franken ködern lassen – dies verbunden mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer. Das heisst, dass die Schweizer dann für jedes Produkt mehr bezahlen muss, als es wert hat. Ist das sinnvoll? Volkswirtschaftlich ein Blödsinn. Da freuen sich die Verkäufer des täglichen Bedarfs „ennet“ der Grenze…



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