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Wichtige Änderung der Energie-Philosophie

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Am 21. Mai 2017 stim­men wir über die Ener­gie­stra­te­gie 2050 ab. Was würde sich än­dern? Es ist die Ab­sicht, das heu­tige Ener­gie-För­der­sys­​tem zu einem Len­kungs­sys­tem um­zu­bau­en. Dabei sol­len die be­ste­hen­den Ab­ga­ben aus­ge­baut und er­höht wer­den. Gleich­zei­tig wer­den die be­kann­ten För­der­in­stru­mente​ suk­zes­sive zurück ge­fah­ren und aus­lau­fen ge­las­sen. Im heu­ti­gen Ge­setz sind die Sub­ven­tio­nen un­be­fris­tet und ver­zö­gern daher den Ü­ber­gang zu einem markt­wirt­schaft­li­​chen Mo­dell.

Mit steuerlichen Anreizen werden private Immobilienbesitzer dazu motiviert, die Energieeffizienz der Gebäude zu verbessern. Die Energiestrategie 2050 ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin überzeugt, dass in Bereich Energieeffizienz bei Gebäuden noch ein grosses Potenzial vorhanden ist. Es bedeutet jedoch, dass Hauseigentümer Eigenverantwortung wahrnehmen müssen und dieses Potenzial nutzen. Persönlich habe ich vor zwei Jahren in unserem Haus die Heizung saniert und eine Wärmepumpe mit Erdsonde eingebaut. Damit habe ich einen wichtigen und richtigen Beitrag für unsere Energieeffizienz geleistet.


Kommentare von Lesern zum Artikel

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33%
(9 Stimmen)
Martin Bracher sagte May 2017

2/3 des Benzinpreises sind Steuern!!
Der Bund nimmt pro Jahr rund 6 Mia. Franken an Steuern aus Benzin/Diesel, etc. ein! Laut Energiegesetz soll aber der Verbrauch rund halbiert werden => Also werden dem Bund Steuerausfälle in Milliardenhöhe jedes Jahr beschert! Ironischerweise sind es nun dieselben Kreise welche vor ein paar Wochen noch die Unternehmensteuer-Ref​orm bekämpft haben, weil diese angeblich mit 100 Mio./Jahr zu teuer sein! Diese linke Logik macht Sinn: Schliesslich sind 3 Mia weniger als 100 Mio.!
Wer nun glaubt, dass diese 3 Mia beim Bund gespart werden, irrt sich! Was bleibt also? Genau diese 3 Mia. müssen anderswo über Steuern eingenommen werden! Da kommen Sie als Steuerzahler gerade recht, und wer rechnen kann: 3Mia. CHF / 8. Mio. Einwohner = 375 .-/Jahr!

375 .-/Jahr welche Sie mit neuen Steuern an dem Bund zahlen dürfen, bei einem JA!

Deshalb! NEIN zu dieser Energie-Steuer-Abzock​e!!!


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50%
(6 Stimmen)
Kurt Meister sagte May 2017

Da kann diskutiert werden, was man will, Zahlen und Statistiken aufgeführt noch und noch, die Fakten sind:
5 Kernkraftwerke werden abgeschaltet, sei es, weil sie nicht mehr funktionieren, oder weil sie nicht mehr rentieren. Das tun sie schon jetzt nicht mehr. Vom Energieträger Strom entfallen somit 40 % der Stromproduktion. Diese müssen ersetzt werden. Ersatz braucht es auch für alle weiteren vom Ausland importierten Energieträger, insbesondere Erdölprodukte.
Die Antwort, wie dies geschehen soll, haben wir in der Vorlage der kommenden Abstimmung. Ob richtig oder falsch aufgezeigt, ist hier nicht zur Debatte. Die Gegner der Vorlage bringen nichts, aber auch gar nichts Brauchbares. Sie träumen von neuen Atomtechnologien, deren Entwicklung nicht mal über die Kinderschuhe hinausgeraten ist. Sie haben keine Antwort zur Frage der Endlagerung. Wäre das Lager vor ihrer Haustüre, würden sie Zettermordio schreien. Dass die kommenden Generationen das Problem lösen und tragen müssen, kümmert sie überhaupt nicht, ebenso nicht der Horror der Urangewinnung und wo die Abfälle jetzt verlocht werden. Schizophren ist dann auch das Geschrei gegen Stromlieferungen aus schmutzigen Kohlekraftwerken. Diese strahlen nicht Millionen Jahre und im Übrigen sind Technologien zur Reduktion der CO2 Werte schon längst entwickelt und anwendbar. Es ist einzig ein Problem der Finanzen, die Anlagen umzurüsten. Sogar die Chinesen können das.
In 30 Jahren haben wir 3 Vorlagen für einen Energierappen abgelehnt. Die Schweiz war damals führend in Sachen Alternativenergietech​nik. In der Zwischenzeit haben uns unsre Nachbarländer alle überholt.
Es wären rund 7 Mrd zusammengekommen. Geld um Strom von 3 AKW's zu ersetzen. Die KMU's welche dabei eingegangen sind, lassen grüssen.
Wer jetzt noch nicht begriffen hat, um was es geht, der darf weiterhin von Liberalismus labbern und sich über Subventionitis ärgern. Ob das Ganze 40 oder 3200 Franken kostet ist dabei völlig Wurst. In den 3200 Fr. sind die Investitionen drin, die ohnehin geleistet werden müssen, egal mit welcher Methode. Da muss ich mich nicht für blöd verkaufen lassen.
Ich gehe lieber zur Sache, stimme ja und sorge dafür, dass unser Haus die nötige Energie möglichst selber produziert. Die Hälfte davon ist schon erreicht. Das ÖL der Scheichs brauch ich dann noch um die Velokette zu schmieren, mehr nicht.


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50%
(10 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte May 2017

Laut NZZaS sind in einer Studie für die Energieversorgung 2050 4,4 Terawattstunden (Tera ist Billion!) durch Geothermie eingerechnet.

Hier​ ein Auszug aus dem Artikel der Ausgabe vom 14. Mai:
Die Zukunft der Stromproduktion aus Geothermie ist nach den Fehlschlägen bei den Projekten Basel und St.Gallen fraglich. Trotzdem rechnet die Energiestrategie mit einem Beitrag von 4,4 tWh im Jahr 2050. 'Das ist mit heutiger Technik nicht möglich' sagt Markus Häring, der Leiter des gescheiterten Basler Geothermie-Projekts- 'Bis 2050 müsste man jedes Jahr 15 Bohrungen auf 5000 Meter vorantreiben. Sechst Tiefbohranlagen müssten rund um die Uhr im Einsatz sein, und jede Bohrung müsste erfolgreich sein,' sagt Häring. 'Das ist völlig unrealistisch. Das wissen alle, aber niemand sagt es.'

Liebe Schweizer, ich glaube, Euer Bundesrat betrügt Euch.
Mein Rat: Haltet dagegen und verwerft diese Vorlage!



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56%
(9 Stimmen)
Martin Maletinsky sagte May 2017

Wenn der Autor die erhöhten Subventionen für unrentable Wind- und Sonnenenergie verteidigt, wendet er sich damit von den liberalen Grundwerten ab, welche seine Partei die FDP eigentlich hochhält. Der Glaube, dass diese Subventionen einmal eingeführt tatsächlich nur befristet sein werden, wie heute im Gesetz vorgesehen, kann bestenfalls als Zweckoptimismus bezeichnet werden. So hörte man schon in den letzten Wochen mehrfach die Forderung, dass nach Auslaufen der Subventionen neue Formen staatlicher Unterstützung gefunden werden (vergl. z.Bsp. Tagesanzeiger-Artikel​​ "Windkraftlobby fordert eine neue Staatshilfe" vom 5.5.2017).

Auch widerspricht das Energiegesetz eklatant dem Positionspapier zur Energiestrategie, welches die FDP am 15.11.2012 verfasst hat und das nach wie vor auf der Parteiseite abrufbar ist.

Nachstehend einige kommentierte Zitate aus dem Positionspapier:

"​​Die FDP will klare und langfristig verlässliche Rahmendbedingungen anstatt neue Abgaben und Subventionen im Energiebereich"
-> das vorliegende Gesetz führt neue Abgaben und Subventionen ein.

"Die Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) darf nicht ausufern. Sie muss so umgebaut werden, dass Klein- und Kleinstanlagen (bis 10 kW) nur noch eine einmalige Anschubfinanzierung erhalten"
-> das vorliegende Gesetz erhöht die KEV und sieht Subventionen vor, die über eine Anschubfinanzierung hinaus gehen. Dass diese Subventionen übrigens wie heute vorgesehen dereinst enden werden, scheint höchst fraglich und wird auch von verschiedenen FDP Exponenten bezweifelt.

"Die FDP will keine Salamitaktik, sondern fordert, dass alle
Massnahmen zu Beginn der Umsetzung der Energiestrategie 2050 auf dem Tisch liegen"
-> das vorliegende Gesetz schreibt Reduktionsziele vor, für deren Erreichung ganz klar weitere Massnahmen (Lenkungsabgaben und/oder Vorschriften) notwendig sein werden, welche heute noch nicht bekannt sind.

"Die FDP fordert:
[...]
› Entschlackung der KEV: ohne Aufhebung des Deckels, mit Entlastung energieintensiver Betriebe
› Abbau von Subventionsprogrammen​​ und Investitionshürden
›​​ Marktnahe Gestaltung der Energiepreise
[...]"
-> das vorliegende Gesetz wiederspricht all diesen Forderungen

"Einzelne Technologien dabei zu verbieten lehnt die FDP ab. Genauso wenig will die FDP eine politisch motivierte Bevorzugung einzelner Technologien, ohne dass diese ihre ökonomische und ökologische Effizienz bewiesen haben"
-> das vorliegende Gesetz verbietet Kernkraft und bevorzugt erneuerbare Energien (ausgenommen Wasserkraftwerke, welche sehr stiefmütterlich behandelt wird).

"Weiter soll der Strommarkt bis 2015 liberalisiert sein, damit alle Stromkonsumenten ihren Anbieter frei wählen können. Zudem soll die Schweiz übers Jahr gesehen eine ausgeglichen Bilanz bezüglich den Stromimporten- und -exporten haben. Einer erhöhten Auslandabhängigkeit ist rechtzeitig vorzubeugen."
-> diesen Aussagen widerspricht das vorliegende Gesetz nicht direkt sie werden darin aber auch nicht berücksichtigt.


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64%
(11 Stimmen)
Willi Frischknecht sagte May 2017

Persönlich habe ich vor zwei Jahren in meinem Haus die Heizung saniert und eine neue Öl Heizung eingebaut. Da eine Endsonde im Dorfzentrum schlicht nicht möglich ist. Habe ich also keinen Beitrag geleistet weil ich kein EH mit Garten in den man so eine Erdsonde einbringen könnte mein eigen nenne Herr Albert Vitali ?

Das Teile der FDP ein solches Umverteilungsgesetz unterstützen und das Volk anlügt ist für mich mehr als grenzwertig.

Herr Albert Vitali ist eben auch so ein NR der hier seine Propaganda verbreitet aber gar nicht an einen Dialog interessiert ist, hat er doch in 5 Jahren gerade mal 2 Kommentare geschrieben aber war Autor von über 30 Blogs....



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43%
(7 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte May 2017

Man spricht wieder über AKWs.
Und verwirft Energiestrategie 2050.


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69%
(13 Stimmen)
jan eberhart sagte May 2017

so sieht also die geplante 2. stufe aus.

eine lenkungsabgabe soll mit der peitsche die nutzer dazu bringen, weniger energie zu verbrauchen. speziell natürlich alles, was "klimaschädlich" ist, bzw. CO 2 produziert. schliesslich soll gem. Energiegesetz massiv weniger Energie verbraucht werden.

natürlich wollte man vor der abstimmung diese bombe nicht platzen lassen, sondern hat diese pläne aus taktischen gründen erstmal auf die lange bank geschoben.

man kann davon aber ausgehen, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist.



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43%
(14 Stimmen)
Thomas Bachmann sagte May 2017

Das wir uns ernsthafte Gedanken bezüglich der Energie machen müssen, ist nicht von der Hand zu weisen. Kernkraftwerke sind längerfristig keine Lösung, da auch niemand neben einem Endlager für die atomaren Abfälle leben möchte. Die Wasserkraft so saubere Energie liefern? Wohl kaum, da das Wasser in der Nacht mit schmutzigem Strom wieder in die Stauseen hochgepumpt wird. Auch die Aussage des ehemaligen SVP Präsidenten gibt mir zu denken, wenn dieser sagt, er könne gut mit Elektrizität aus Braunkohlekraftwerken​ leben.

Seit Jahren besitzen wir das Wissen, Energie aus Wasserstoff zu gewinnen. Bis heute hat die Menschheit dieses Wissen nicht angewandt. Obwohl es eine sehr saubere Energie ist (Abfall Wasserdampf). Auch in der Solarenergie werden keine nachhaltige Massnahmen eingesetzt um den Ausbau dieser Energiequellen effektiv zu fördern und voran zu treiben. Auch diese gewonnene Energie kann sauber mit Power to Gas und im Winter umgedreht problemlos zwischen gespeichert werden. Wie es der Kanton Solothurn aktiv vorlebt.

Ich bin allerdings dagegen, dass der Bund den Energieverbrauch pro Haushalt regulieren will und im oben beschriebenen Punkten mit keinen Lösungen eine greifbare Stellung bezieht.


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59%
(17 Stimmen)
ueli hofer sagte May 2017

Herr Vitali
Die Schweiz produziert 100% CO2 und schwefelfreie Energie.
Und das möchten Sie ändern?

Die Energieministerin will komplett aus der Kernenergie aussteigen. Ohne Rücksicht auf die Versorgungssicherheit​. Und ohne Rücksicht auf den Mehrverbrauch fossiler Energieträger.


Aus meiner Sicht ist die Energieversorgung nur durch den Bau eines modernen Kernkraftwerkes gewährleistet – in genügender Grösse die erlaubt, die alten nach und nach stillzulegen.

Ich stimme NEIN!
Sie, Herr Vitali, und das ewig lächelnde Bundespräsidentin-Win​dfähnchen, können mich nicht überzeugen.



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78%
(18 Stimmen)
Karlos Gutier sagte April 2017

Staatliche Planwirtschaft im Energiesektor ? Wünschenswert ?

Warum die gleichen Fehler machen wie die sozialistischen Länder des ehemaligen Ostblockes ?

Wollen wir unser Land auch herunterwirtschaften ?


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58%
(19 Stimmen)
Benedikt Jorns sagte April 2017

Es gibt gute Gründe für ein "Nein" zur Energiestrategie!

​​Die Stromversorgung muss langfristig geplant werden. Unsere Volkswirtschaft und unser leistungsfähiges Eisenbahnnetz konnten sich nur dank der sicheren Stromversorgung derart gut entwickeln. Im Sommerhalbjahr haben wir wegen unseren viel Wasser führenden Flüssen Stromüberschuss. Doch unser Stromimport im kritischen Winterhalbjahr wächst zurzeit bedenklich. Es ist zunehmend Strom aus deutschen Kohlekraftwerken. Photovoltaik deckt im Winterhalbjahr erst 0,9% unseres Strombedarfs (neuste Statistik des Bundesamts für Energie). In Deutschland sind es trotz Subventionen von Hunderten Milliarden Euros auch erst 3%. Windkraft bringt in der Schweiz nur wenig (zurzeit erst 0,17%).

Es ist heute noch sehr schwierig vorauszusagen, wie gross der Anteil der neuen erneuerbaren Energien an unsere Stromversorgung langfristig sein wird. Wunschdenken ist hier fehl am Platz! Etwas besser abzuschätzen sind einerseits die möglichen Effizienzsteigerungen​​ sowie andrerseits die Entwicklung des zusätzlichen Strombedarfs durch Heizungen mit Strompumpen und Elektrofahrzeuge. Wiederum schwierig abzuschätzen ist die Weiterentwicklung der Stromspeicherung. Dabei müssen wir uns bewusst sein, dass in der Schweiz die kurz- und mittelfristig nutzbare Stromspeicherung dank unseren Stauseen gut abgedeckt ist. Doch die langfristige Speicherung fürs Winterhalbjahr können unsere Stauseen nur zu einem kleinen Teil abdecken. Die Abhängigkeit vom Ausland (früher vorwiegend Strom aus franz. Kernkraftwerken, heute zunehmend Strom aus Kohlekraftwerken) wird nach der Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke ein wachsendes Problem.

Bei der Abschätzung der Weiterentwicklung von Kernreaktoren kann heute folgender Trend beobachtet werden: Es werden erste Prototypen von kleinen transportierbaren Reaktoren der 4. Generation gebaut. Ob sie unseren Anforderungen genügen, muss genau überprüft werden. Insbesondere folgende Vorgaben für die 4. Generation müssen erfüllt sein: (1) Auch bei einem Totalausfall der Reaktorkühlung darf keine Kernschmelze möglich sein. (2) Als Brennstoff wird Thorium oder Uran (auch aus unseren erst zu 5% genutzten Brennstäben) wesentlich besser verwertet als heute. (3) Die nach der Nutzung verbleibenden Radionuklide dürfen nur noch Halbwertszeiten von maximal 100 Jahren haben. Allenfalls kann dazu für einige wenige Radionuklide zusätzlich eine Transmutation eingeplant werden.

Die Einschätzung der Entwicklungszeit für Kernfusionsreaktoren ist heute noch nicht möglich. Immerhin kann bereits dank Komputersimulationen vorausgesagt werden, dass der in Bau stehende Entwicklungsreaktor ITER in Cadarache während ca. 9 Minuten laufen wird. Bis zur Jahrhundertmitte erhofft man sich einen ersten Strom produzierenden Reaktor. Damit wird es möglich sein, aus einem ganz gewöhnlichen faustgrossen Kieselstein unserer Flüsse und einem Glas Wasser den Strombedarf eines Menschen ein Jahr lang abzudecken. Als nicht radioaktiver "Abfall" bleibt wertvolles Helium.

Ich bin Ratsmitgliedern wie Albert Vitali nicht böse, doch mit der zu viele Bereiche umfassenden Energiestrategie 2050 sind sie von ihrer Ausbildung und ihren Kenntnissen her total überfordert. Sie "verkaufen" dann z.B. wie hier ihre Haltung zur Energiestrategie 2050 allein mit der aus meiner Sicht diskutierbaren Subvention von Renovationen, welche die Gebäudeisolation verbessern.

Unsere​​ Energiestrategie muss sinnvoll aufgebaut und in einzelne Bereiche gegliedert werden. Als Grundausrichtung brauchen wir einen neu formulierten Energieartikel 89 in der Bundesverfassung. Einen Vorschlag dazu durfte ich Bundesrätin Doris Leuthard bereits vor einigen Jahren überreichen. Immerhin hat sie freundlich dafür gedankt und ihn in ihrer Handtasche versorgt. Vor einigen Wochen habe ich sogar einige Worte des Titels dieses Papiers als Randbemerkung in einem ihrer Fernsehauftritte gehört.



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69%
(16 Stimmen)
Emil Huber sagte April 2017

Ich frage mich, ob es sinnvoll ist, Häuser noch mehr zu dämmen, als es grösstenteils schon geschehen ist.

Schimmelgefah​r durch „Überdämmung“?
"Eine gute Dämmung ist wichtig, doch je dichter die Außenwand isoliert ist, desto weniger können Raumfeuchte und Wasserdampf abtransportiert werden. Zwar entweicht ein Teil über das Lüften der Räume durch die Fenster, doch der verbleibende Rest sucht sich den Weg über die Außenwände nach draußen. Ist dieser Weg versperrt, kann Schimmel entstehen. Es gilt also, eine Überdämmung zu verhindern, ohne auf eine wirksame Isolierung zu verzichten."

Auch die Innenluft wird schnell stickig, was wiederum mehr Lüften erfordert und man sich nicht fragen sollte, ob die "Ersparnis" so nicht schnell wieder verpufft.
Meine Meinung, ob es nicht besser wäre im Winter die Raumtemperatur auf 20° zu belassen statt überall zu überheizen. Dies kann man auch ohne neues Energiegesetz machen.

Aber vielleicht geht es bei der der Energiestrategie ja um etwas ganz anderes, Geld.
Durch Sanierung kann ein Vermieter wieder schön die Miete erhöhen, da die üblichen Gründe wie Hypozinserhöhungen in den letzten Jahren nicht so zogen...

Und natürlich den Strommarkt liberalisieren und privatisieren sowie versprechen, dass der Strom nachher günstiger wird, obwohl in Deutschland das Gegenteil eintraf und an der Infrastruktur gesparte wurde, so dass Strommasten bei hoher Schneelast im Winter umknickten. Es lebe die freie Marktwirtschaft beim Strom!

Punkto Energie ist mein Vertrauen in die FDP eh etwas erschüttert, nachdem ich diesen Bericht las:

http://www.in​fosperber.ch/Artikel/​Umwelt/Die-Filz-Hute-​von-FDP-Standerat-Mar​tin-Schmid



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46%
(13 Stimmen)
Alex Müller sagte April 2017

Heute ist die Abstimmungsunterlage um Energiegesetz angekommen (63Seiten). Bundesrat und Parlament haben seit 2011 daran gearbeitet. Im Parlament sitzen ja eine schöne Anzahl Räte, welche mit der Stromwirtschaft verbandelt sind. So werden diese auch bemüht gewesen sein, ein für sie günstiges Gesetz zu entwerfen. Aber das ist in der Schweiz Teil der Politik. Und muss nicht immer zum Nachteil der Bevölkerung sein.
Man kann natürlich etwas kritisch sein, zu den vorgesehenen Förder- und Netzgelder und der Unterstützung der Grosskraftwerke. Aber auf lange Sicht kann ein günstiger Effekt entstehen. Und die Stromhersteller sitzen wegen dem Preiszerfall in der Klemme. Strom ist aber für das funktionieren unabdingbar. Also sehe ich das Ganze als eine „Nationales Projekt zur Aufrechterhaltung der Stromproduktion“.

In der NZZ vom 25.4.17 sind zwei Artikel zum Thema erscchienen:
Einer in zustimmenden Sinn von Ruedi Noser , Ständerat ZH. Er beschreibt die Vorteile der Energiestrategie, welche uns für die Zukunft rüste und keine Verbot von neuen Energien bedeuten werde. Also ein Ja.

Silvio Borner, Professor für Volkswirtschaft in Basel, möchte die Energiedebatte entpolitisiert wissen. Der Stromhandel und die Verteilung seien zu liberalisieren. Die jetzige Zustand sei genügend gut. Nach einer Ablehnung hätte man keine Eile. Wir könnten vorurteilslos – aber mit neuen Leuten – nochmals von vorne anfangen, denn der jetzige Entscheidungsprozess sei opportunistisch und interessenpolitisch geführt worden. Die Forschung müsse wissenschaftlich sein und ihre Anwendung auf den markt und nicht auf politische Befehle ausgerichtet sein. Diktate von oben über Verbrauchsreduktionen​ und Mengenvorgaben sei Wissensanmassung und planwirtschaftliche Bevormundung.Also Nein.

Iich selber bin aber für ein Ja.
Nicht etwas weil ich denke, dass die Vorgaben genauso eintreffen sollen, sondern weil ich denke, dass man auch irgendwann beginnen muss, die Zukunft der Energie an die Hand zu nehmen. Wenn wir sehen, wie rasch sich die Technik entwickelt, kann es sein, dass wir wegen neuen Erfindungen, unsere Energiestrategie „unterwegs“ anpassen wollen, weil es für alle Vorteile haben kann. Es wird Verbesserungen in der Übertragung, der Netzwerke, der Pufferung und Speicherung und es wird andere Energieformen geben.

(Beispiel: Hätte ich 1985 schon gedacht, dass wir heute unsere Räume mit LED-Technik taghell erleuchten können für einen Bruchteil des Stromverbrauchs? Oder hätte ich 1980 geglaubt, dass heute jeder Goof mit seinem Smartfon farbige Filme in Topbildqualität herstellen und überall hinschicken könnte und gleichzeitig seine Hausufgaben mit dem Lehrer bespricht? nein.) .


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63%
(16 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte April 2017

Herr Vitali FDP

1. Sorry aber aus Ihren Ausführungen werde ich nicht schlau, halten Sie denn nun eine Annahme des neuen Energiegesetzes oder eine Ablehnung für sinnvoller.?

2. Und zweitens hat die Natur uns es nicht gerade wieder vorgemacht, indem sie uns im April 2017 einige Tage Frost gebracht hat, was einigen Landwirten eine zukünftige gute Ernte zunichte machte.?

3. Glauben Sie die flächenmässig winzige Schweiz kann an der sicher notwendigen Schadstoffreduktion global im 0.001 %-Bereich gross was ändern, wenn China, die USA, Indien nicht mitmachen.?

4. Was unternimmen z.B. jetzt Sie umgehend, das Parlament oder der Bundesrat i.S. LKW-Filter-Manipulati​onen vornehmlich von Unternehmen aus Osteuropäischen Staaten.? Sie werden sicher auch aus der Presse entnommen haben, dass Dieselmotoren in der Art manipuliert werden, dass während der Fahrt die Filteranlage ausgeschaltet wird und 100-erte Tonnen Schadstoffe die Alpentranservale zusätzlich strafrechtsrelevant belasten. Schlimm, unsere Schweizer Mitbürger und die Menschen ausländischer Herkunft werden (trotz Alpenbundesverfassung​sartikel) vermehrt schweren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt.? Damit sparen sie Abgaben und schaden zusätzlich mittels mehreren, XXX- Millionen Franken der Bundeskasse.


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55%
(11 Stimmen)
Alex Müller sagte April 2017

Ja , Sie haben mit der energetischen Sanierung Ihres Hauses einen Beitrag geleistet. In der Schweiz ist das Verhältnis zwischen Vermietern und Mietern etwa 30% zu 70%. Die 70 Mieter können also nur wenig beitragen, indem sie z.B. beim Stromverbrauch auf LED umstellen oder 1 Grad weniger Heizen etc..
Die Hausbesitzer können mit Investitionen in die Gebäudetechnik sehr viel beitragen. Fassaden- und Dachisolation, Ersetzen von veralteten Heizungen, Warmwasser mit Sonnenenergie. Einbau von Heizzählern für die Mieter. Der Spareffekt durch Isolation der Fassaden und Dächer und modernen isolierten Fenstern bringt am meisten an Wohnkomfort und Energieeinsparung.
In der Schweiz - so habe ich gelesen - ist der Anteil von alten,noch nicht isolierten Gebäuden etwa um 70%. Es gibt also einen grossen Sanierungs- Nachholbedarf. Aber - es kann sein, dass das Thema " Energiefragen" noch nicht bei allen privaten Hausbesitzern so richtig angekommen ist. Bei den Immobilieninvestoren wird es solche geben, die den Wert von modernen Gebäuden erkannt haben aber auch solche, welche nicht gerne auf eine hohe Ausschüttung verzichten wollen und daher Renovationen eher hinauszögern. (D.h. die Mieter zahlen den Wärmeverlust mit hohen Heizrechnungen).



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