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Wir müssen wieder über “gut und böse” reden

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Dass der, die und das Böse fast nicht mehr thematisiert werden seit Robert D. Hare et al. ab den 1990er-Jahren und später auch andere ihre unbestrittenen Forschungsresultate über Psychopathie breit publiziert haben, kann ein Zufall oder beabsichtigt sein. Wird es doch einmal thematisiert, dann in SRF-Sternstunden und ähnlichen Minderheitsgefässen und immer auf dem Wissensstand eines Kant.
 
Dies ist ungünstig weil es der Hauptgrund dafür ist, dass (fast) alle Menschen vor dem scheinbar Unglaublichem, der nicht bloss mythischen sondern tatsächlichen Realität des personifizierten und kollektiven Bösen, wie einem Vierfachmörder in Rupperswil, einem Germanwings-Massenmör​​​der, 9/11, der Finanzkrise, einem Holocaust oder einem anderen Genozid und vor Wirtschafts- und realen Kriegen immer und immer wieder in blankem Entsetzen erstarren.
 
Wir können die Menschen und die Gesellschaft (fast) nicht verstehen, wenn wir nicht verstehen, dass unter den etwa 98% Schafen etwa 2% Wölfe leben, die gefährlichsten von ihnen im Schafspelz, selbstverständlich mit einem Kontinuum vom liebsten Schaf bis zum gefährlichsten Wolf, mit am besten erfasst durch Hares Psychopathiescore von 0 (Engel) bis 40 (Teufel).
 
Empathi​​​sche Menschen können nicht wirklich Böses tun respektive können sie dies nur dann tun, wenn sie von Bösen, Psychopathen im weiteren Sinn, verblendet GLAUBEN, hierbei Gutes zu tun.
 
Oder glaubt beispielsweise im Ernst jemand, die nicht besseren oder schlechteren damaligen Deutschen als heutigen Schweizer wären damals über Nacht kollektiv in blutrünstige Bestien transformiert worden? Sie GLAUBTEN schweren Psychopathen ihrer scheinbar eigenen Seite, hierbei "Gutes" zu tun. Oder wenn beispielsweise die US Soldaten, welche GLAUBTEN, die Opfer von 9/11 zu rächen, aus Afghanistan, dem Irak & Co. zurückkehren und dann realisieren, wie unglaublich sie von schweren Psychopathen der eigenen Regierung ver...... worden waren, bleibt ihnen nicht selten der Suizid als einziger Ausweg aus ihrer schmerzhaften kognitiven Dissonanz. Dass man deren menschliche empathische Reaktion als Krankheit bezeichnet (PTSD), schlägt dem unverschämt ignoranten arroganten Fass den Boden aus.
 
"Gut und Böse", selbstverständlich mit allen Grautönen, müssen endlich wieder breitest thematisiert, debattiert und bei Bedarf auch personifiziert werden, nicht auf dem infantilen Niveau "Wir sind die Guten, die anderen sind die Bösen" sondern auf demjenigen verantwortungsvoller Erwachsener auf dem Wissensstand von 2018. Dann können wir die ewige Dominanz der und damit des Bösen über die empathische Menschheit überwinden und geht es mit der Menschheit nachhaltig aufwärts in Kooperation anstatt Konfrontation. Der Mensch ist kein Homo egomanus oeconomicus sondern ein Homo empathicus cooperativus!
 
Tra​​​gische Ereignisse wie Massenmorde, Terroranschläge gegen die scheinbar eigene Bevölkerung, Finanzkrisen, Genozide, Wirtschafts- und reale Kriege sind immer auch Grund zur Hoffnung, dass dies immer mehr Menschen realisieren, nicht mehr untätig erstarren sondern endlich aktiv werden und bei Bedarf frühzeitig mutig geschlossen für die "Guten" und das "Gute" ein- und hinstehen.
 
Würden​​​ die vielen wunderbaren Menschen realisieren, dass ihr grösster Feind nicht scheinbar bösartige fremde Menschen sind, sondern die extremen Fundamentalisten in den scheinbar eigenen Reihen, schwere "bösartige" Narzissten, welche den "gutartigen" Narzissmus in uns allen bedienen, ihren eigenen Narzissmus überwinden, sich ihnen mit Herz und mit Rückgrat entgegenstellen und sie ins Pfefferland schicken, wäre schon sehr viel gewonnen.
 

Kommentare von Lesern zum Artikel

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50%
(2 Stimmen)
Thomas Binder sagte Vor 18 Tagen

Das gesamte System, in welchem wir Westler heute leben, der asoziale Neoliberalismus, ist das Ergebnis einer Verschwörung der 1947 am Genfersee gegründeten Mont Pèlerin Society mit superreichen Psychopathen, im Osten Oligarchen, im Westen Philanthropen genannt, die tausende Think tanks und NGOs finanzierten, um ihre Psychopathie - der "Homo oeconomicus" ist medizinisch der "Homo psychopathicus" - zuerst den Universitäten und, nach durchschlagendem "Erfolg" ihres Testlaufs in Chile (Pinochet, CIA, Chicago Boys) - innerhalb weniger Jahre vervielfachten die reichsten Chilenen ihr Vermögen während die übrigen Chilenen verarmten - der gesamten westlichen Gesellschaft als kollektive Psychopathie überzustülpen. Sobald wir dies verstehen, verstehen wir den immer noch grösser werdenden nationalen und globalen Wahnsinn, der für uns alle (lebens)gefährlich geworden ist.

Max Uthoff und Claus von Wagner, zwei wunderbare Menschen mit Hirn, Herz und Rückgrat, am 07.11.2017 in der ZDF-Anstalt ;) :

https://www.zdf.​de/comedy/die-anstalt​/die-anstalt-vom-7-no​vember-2017-100.html


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80%
(5 Stimmen)
Thomas Binder sagte Vor 29 Tagen

Ich werfe eben gerade niemandem etwas vor und zeige auch die Lösung des grössten Problems und grössten Tabus der Menschheit auf. Ich erkläre seit Jahren, dass und weshalb unser individueller und kollektiver Narzissmus unterschiedlichen Schwere- und Bösartigkeitsgrades immer mit spielt, wenn wir wach sind, und dass es absurd ist, uns die Welt auf dem Wissensstand von Kant erklären zu wollen anstatt auf demjenigen von 2018. Gerade heute beim Untergang wieder eines schwergradig bösartig narzisstischen Imperiums, wo etwa 50% noch in dessen Verblendungszusammenh​ang gefangen sind und diesen bereits etwa 50% aufgelöst haben - sie können bloss noch über das Wetter miteinander reden, mit dem Clash von empathischem Universum und psychopathischem Antiuniversum, bestätigt sich dies alles eindrücklich live.

"Gut und Böse" sind interindividuell eben NICHT homogen verteilt wie uns dies - von wereliwem wohl? - weisgemacht wird. Beispielsweise diese Person ohne Gender, Ethnie, Nationalität, Religion oder Ideologie hat ein Hare-Score nahe 40. Ein empathischer Mensch könnte dies NIEMALS IM LEBEN rechtfertigen! Es gibt derart auf nichts anderes als die Maximierung ihres Eigennutzes ohne Asimovsche Gesetze programmierte Roboter und im "Zeitalter des Narzissmus aka Neoliberalismus" seit etwa Mitte der 1970er-Jahre, das ihre Untugenden zu Tugenden erklärt hat, wurden sie quasi ganz von selbst in alle Machtzentren hinauf gespült. Dies erklärt den derzeit immer noch grösser werdenden globalen Wahnsinn bestens. Falls jemand eine bessere Erklärung hat, bin ich der Erste, der diese wohlwollend prüft.

Madeleine Albright - The deaths of 500,000 Iraqi children was worth it for Iraq's non existent WMD's:
https://www.y​outube.com/watch?v=RM​0uvgHKZe8


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50%
(4 Stimmen)
Giorgio Plaz sagte April 2018

..und über das Leben.

Also dieser Kommentar richtet sich jetzt an diejenigen, die Ihr Pensionsalter noch nicht ganz erreicht haben. Ein paar Worte aus einer englischen Bibel:

Dearly beloved
We are gathered here today
To get through this thing called life

Electric word life It means forever and that's a mighty long time
But I'm here to tell you
There's something else
The after world

A world of never ending happiness
You can always see the sun, day or night

So when you call up that shrink in Beverly Hills
You know the one, Dr. Everything'll Be Alright
Instead of asking him how much of your time is left
Ask him how much of your mind is left

'Cause in this life
Things are much harder than in the after world

In this life You're on your own

---

Das zugehörige Video mit Sinnbild und Kirchenorgel dazu ist hier:
https://www.yo​utube.com/watch?v=R4f​-6TVMKOs

(Prince and the Revolution)


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78%
(9 Stimmen)
Georg Bender sagte April 2018

Die Lebewesen haben, so glaube (Nichtwissen) ich wenigstens, beide Eigenschaften. Ab was ich weiss ist die Tatsache, dass der Zahler-Mythos keine besseren Menschen macht!
Der Zahler Mythos ist auch als Betrug in der Verfassung verankert. Warum wohl?
Die Beteiligung am Gemeinwohl nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, verleugnet den Konsument oder Nutzer als einzigen Zahler!
Richtig müsste es heissen: Der Rückfluss der Staats- und Sozialausgaben muss über den Endpreis des Produktes oder Dienstleistung abgewickelt werden.




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