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Zweite Gotthardröhre: Ein massiver Sicherheitsgewinn

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Zwischen 2001 und 2012 haben 19 Men­schen ihr Leben im Gott­hard­tun­nel ver­lo­ren. 18 von 19 To­desop­fern sind Fron­tal­kol­li­sio­n​en zu­zu­wei­sen. Diese Un­fall­ur­sa­che kann zukünf­tig mit zwei Tun­nels und einem ein­spu­ri­gen Be­trieb ge­bannt wer­den. Der Bau einer zwei­ten Gott­har­dröhre bringt des­halb vor allem et­was: Einen mas­si­ven Si­cher­heits­ge­winn​.

Es ist unbestritten, dass der bestehende Gotthardtunnel saniert werden muss. Dies wird in Zukunft rund alle vierzig Jahre der Fall sein. Vor dieser Herausforderung wird also jede Generation mindestens einmal stehen. Der Bau einer zweiten Röhre ist auch deshalb langfristig die idealste Lösung. Eine provisorische Verladestation als Alternative wäre nicht nur aufwändig und teuer, sondern müsste auch von künftigen Generationen immer wieder mühsam erstellt werden. Eine solche Verladestation ist zudem mit einem hohen Landverschleiss verbunden und bräuchte auch noch zusätzliche Terminals in Basel und Chiasso.

Und dennoch würden die Kapazitäten nicht ausreichen, um Tausende von wirtschaftsschädliche​n Staustunden zu vermeiden. Massive Verlagerungen, zum Beispiel auf die San Bernardino-Route, mit entsprechenden Verkehrsproblemen wären absehbar. Vor allem würde der Kanton Tessin faktisch über rund 2,5 Jahre vom Rest der Schweiz abgeschnitten, was für zahlreiche Gewerbebetriebe das Todesurteil würde. Das wäre volkswirtschaftlich verantwortungslos und widerstrebt jeglicher gelebter Solidarität in unserem Land.

Die einzig nachhaltige und vernünftige Sanierungsvariante für den Gotthardtunnel ist deshalb der Bau einer zweiten Röhre. Damit vermeiden wir massive Verkehrsprobleme und Verlagerungen während der Bauzeit und sichern uns langfristig die beste Lösung. Die Verfügbarkeit der Verbindung durch den Gotthard wird besser und zuverlässiger, und das Konzept für künftige Sanierungen ist vorgegeben. Vor allem aber erhöhen wir die Sicherheit spürbar, weil mit zwei Röhren ein jeweils einspuriger Betrieb möglich sein wird.

Das ist übrigens auch der Grund, weshalb dieser einspurige Betrieb auch langfristig aufrechterhalten werden wird. Diejenigen, welche eine Kapazitätserweiterung​ befürchten, bzw. herbeireden, müssen zwei Dinge wissen: Erstens würde genau damit der massive Sicherheitsvorteil aufgegeben, worauf kaum jemand Lust haben dürfte. Und zweitens verbietet unsere Verfassung seit der Annahme der Alpeninitiative eine Kapazitätserweiterung​. Alles andere ist reine Angstmacherei und entspricht nicht den Fakten.


Kommentare von Lesern zum Artikel

Information zur Abschaltung der Kommentarfunktion

Der Verein Vimentis hat sich entschieden, die Kommentarspalte zu den Blogs zu schliessen. In der folgenden Erläuterung erfahren Sie den Grund für diesen Entscheid.

Der Blog, und dazu gehört auch die Kommentarspalte, sind ein wichtiger Teil der Diskussionsplattform von Vimentis. Gleichzeitig sind Werte wie Respekt, Anstand und Akzeptanz für den Verein von grösster Wichtigkeit. Vimentis versucht diese Werte selbst einzuhalten, sowie auch auf der Website zu garantieren.

In der Vergangenheit wurden diese Werte in der Kommentarspalte jedoch regelmässig missachtet, es kam immer wieder zu nicht tolerierbaren Aussagen in den Kommentaren. Das Löschen dieser Kommentare ist heikel und zudem mit grossem Aufwand verbunden, welcher der Verein nicht stemmen kann. Zusätzlich können die Kommentare praktisch anonym verfasst werden, weswegen eine Blockierung der jeweiligen Personen unmöglich wird.

Folglich hat der Verein Vimentis entschlossen, die Kommentarfunktion abzuschalten und nur den Blog stehen zu lassen. Der Blog erlaubt es Personen weiterhin, sich Gehör zu verschaffen, ohne sich hinter einem Pseudonym zu verstecken. Die Änderung sollte die Blog-Plattform qualitative verbessern und all jenen Personen ins Zentrum rücken, welche Interessen an einer sachlichen Diskussion haben, sowie die oben erwähnten Werte respektieren.




50%
(4 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2016

@ Martin Landolt

Mit einer 2. Röhre am Gotthard würde nur gerade je - e i n e - Fahrbahn geöffnet und zum Befahren freigegeben, behauptet diesmal der Bundesrat. Ich muss Ihnen dazu einfach mal "flüstern", NEIN das Schweizer Volk ist noch nicht derart verblödet, dass dies auch nur ein einziger normale Mensch glaubt, denn der Bundesrat - ich würde viel lieber das Gegenteil schreiben. Er hat z.B. vor manchen Abstimmungen zu faustdick "geschummelt", damit das Resultat nach seinem "Gusto" ausgehen würde. ​

Die "Schummeleien" der Bundesräte i.S. Personenfreizügigkeit​​​​​ sind noch zu frisch in aller Gedächtnis wie folgt; BR Deiss, " .....es besteht absolut kein Druck", BR Leuenberger, " .... es besteht gar kein Druck", BR Widmer Schlumpf, " .... wir haben Erfahrung", BR Calmy Rey; sehr aufgebracht und energisch auf eine kritische Frage aus dem Publikum; " .... sie haben doch "Fantasmen", das dürfen sie haben". Alle Bundesräte/Innen zusammen prognosdizierten also damals vor den Wahlen höchstens eine zusätzliche Einwanderung von ca. 8'000 pro Jahr. Die Praxis sah dann aber mit den brutalen, wirklichen 80'000 bis 110'000 - v i e l - gravierender anders aus, nämlich ca. das 10 bis 12 -fache.

Auch für die folgende Abstimmung am 28. Februar 2016 ist in der Eidgenössischen Abstimmungs-Unterlage​​ nichts vom "Bau einer 2. Röhre", der eigentlichen Kern Frage für den Stimmbürger/Innen erwähnt, erst 4. Sätze weiter hinten. Wer nicht soweit liesst, stimmt u.U. ganz falsch ab,

nämlich wie auf dem Stimmzettel verwirrend vermerkt "Sanierung des Gotthard Strassentunnel".

I​m Ausland lachen die Menschen sich ja die "Eingeweide" aus dem Bauch, weil der jetzige Bundesrat dem Schweizer Volk versprechen würde, mit der 2. Röhre - und somit - n e u - v i e r - Spuren - , dann nur deren - z w e i - geöffnet würden.


https://​ww​​​w.facebook.com/z​wei​t​e​.roehre.nein/​vide​os​/1​7021835833​35970​/

https://​​www.youtube.com/watch​​?v=qpnhZJQJY-4#t=25.​3​678

http://www.s​rf.ch/news/schweiz/ab​%E2%80%8Bstimmungen/a​bstimmung%E2%80%8Ben/​2-gotthard-roehre/%E2​%80%8Bgotthard-abstim​mung-d%E2%80%8Bie-vor​lage-ist-ein-sc%E2%80​%8Bhwindel

https:/​/www.youtube.com/watc​h?v%E2%80%8B=qpnhZJQJ​Y-4#t=25.367%E2%80%8B​8



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50%
(6 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2016

Eine zweite Gotthard Röhre, weitere wichtige, sehr sachliche Argumente dagegen;

https://w​ww.youtube.com/watch?​v=qpnhZJQJY-4#t=25.36​78


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50%
(6 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2016

@ Herr M. Landolt, BDP

1. Behörden, Nationalräte und auch der Bundesrat haben Gesetz und Verfassung zu achten und strikte an zu wenden.

2. Somit kommt eine 2. Röhre am Gotthard keinesfalls in Frage, bevor diese BV-Artikel per Volksabtimmung verfassungsrechtlich & verfahrensrechtlich wieder aus der Verfassung gestrichen worden ist. Denn dieser bestimmt, was folgt;

Art. 84 Alpenquerender Transitverkehr*1

1​ Der Bund schützt das Alpengebiet vor den negativen Auswirkungen des Transitverkehrs. Er begrenzt die Belastungen durch den Transitverkehr auf ein Mass, das für Menschen, Tiere und Pflanzen sowie ihre Lebensräume nicht schädlich ist.

2 Der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze erfolgt auf der Schiene. Der Bundesrat trifft die notwendigen Massnahmen. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn sie unumgänglich sind. Sie müssen durch ein Gesetz näher bestimmt werden.

3 Die Transitstrassen-Kapaz​ität im Alpengebiet darf nicht erhöht werden. Von dieser Beschränkung ausgenommen sind Umfahrungsstrassen, die Ortschaften vom Durchgangsverkehr entlasten.


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40%
(5 Stimmen)
Peter Oberholzer sagte February 2016

Am nächsten Freitag wird die Arena-Sendung beim schweizerischen Fernsehen zu diesem Thema durchgeführt (ein Hinweis darauf schadet bestimmt nicht).

Für mich sind folgende Fragen offen:
Wie sind die vorgesehenen Zeitphasen: Planung, Bauzeit und Sanierung?
Wie funktioniert es mit der Verteilung der Standard-Container auf der Bahn und weiterhin viel Güterverkehr auf der Strasse?
Sind die angegebenen Kosten realistisch?
Wie werden die Kosten getragen, welchen Anteil trägt die Eidgenossenschaft?
Beteiligt sich die EU an den Kosten? Was sind die Vorteile der EU mit dieser zusätzlichen Röhre?

Meine eigene Meinung:
Aus meiner Sicht ist die Zeitstaffelung in Ordnung. Als erstes baute die Schweiz eine Röhre, die mit einigen Nachteilen behaftet ist. Nun bauen wir, sofern die Abstimmung durchkommt, die zweite Röhre vor der Sanierung. Die Öffnung auf vier Spuren wird bis auf Weiteres nicht kommen. Wesentlich ist: Nach einigen Jahren kann der Verkehr umgeleitet werden, so dass keine Sperrung des Gotthardtunnels mehr die Folge jedes grossen Unfalles ist.


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50%
(6 Stimmen)
Gilbert Hottinger sagte February 2016

Ich wünsche mir eine Verladung der LKW auf die Schienen der NEAT, nicht mit einer 2. Röhre eine dumme Konkurrenz zur 24 Milliarden teuren NEAT auf bauen. Der Artikel i.d. Bundesverfassung gilt im übrigen immer noch, auch wenn sich "unsere" Politiker/Innen seit 1994 darum futieren, und jetzt wiederum mit der Zwängerei nochmals einfach "vergessen" wollen.

Mit der 2. Röhre würden die Bundesräte schnell wieder buckeln in Brüssel, sobald diese fertig
wäre, um dann sofort - v i e r - Spuren für den Transit-Verkehr Deutschland - Italien zu deröffnen.

Video;


https://www.youtub​e.com/watch?v=qpnhZJQ​JY-4#t=25.3678


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60%
(5 Stimmen)
Helmut Barner sagte February 2016

Herr Landolt,Sie wären für mich schon ein wenig glaubwürdiger, dass es Ihnen wirklich um Sicherheit geht, wenn Sie und das Parlament die Gefahrgut-Transporte durch den Gotthard völlig verbieten würden! Denn da ist Ihnen und den Mit-Politikern die Sicherheit nicht viel wert. Dass Gefahrengut-Transport​​e nicht in einen Tunnel mit gemischtem Verkehr gehören, leuchtet eigentlich jedem ein. Aber es gibt sie und nicht wenige! Sicherheit, SOFORT machbar, auf, Herr Landolt!


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50%
(6 Stimmen)
Dany Schweizer sagte February 2016

Leider scheint der Link auf das richtig pdf nicht zu funktionieren. Daher hier der vollständig Link, welcher das PDF sofort öffnet.

https://ww​w.google.ch/url?sa=t&​rct=j&q=&esrc=s&sourc​e=web&cd=1&cad=rja&ua​ct=8&ved=0ahUKEwjFwMP​7nNvKAhWFVhQKHUHKDCgQ​FggdMAA&url=http%3A%2​F%2Fwww.bfs.admin.ch%​2Fbfs%2Fportal%2Fde%2​Findex%2Finfothek%2Fl​exikon%2Flex%2F0.Docu​ment.151351.pdf&usg=A​FQjCNHQAN3rMQ_66VaFk4​ghG_pAHwQyiw&sig2=Xho​yUdgnXGP8cpSdNInEUA


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55%
(11 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2016

Herr Landold redet von gewaltigem Sicherheitsgewinn. Nur dumm, dass es gerade Sicherheitsexperten sind, die darauf hinweisen, dass der Mehrverkehr auf der gesamten Nord-Süd-Achse ein Vielfaches an Unfällen generieren wird, wenn es durch die neue Tunnelröhre dazu kommt. Und daran zweifelt eigentlich kein Fachmann.

https://www.faceb​ook.com/zweite.roehre​.nein/videos/17053384​86353813/?pnref=story​
https://www.faceboo​k.com/zweite.roehre.n​ein/videos/1702183583​335970/



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46%
(13 Stimmen)
Werner Nabulon sagte January 2016

Sichere Anbindung

Für mich gilt seit Jahren, ein ganz klares JA zu einer zweiten Röhre.


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75%
(12 Stimmen)
Dany Schweizer sagte January 2016

Argumente Erpressbarkeit

Nun​ da stelle ich hier mal die Frage: Wenn Sie Erpresst werden, haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder man bekämpft diese Erpressung, oder man geht darauf ein und kann davon ausgehen, dass nach der Ersten die Zweite folgt.

Sollte uns die EU tatsächlich versuchen zu erpressen, gibt es nur einen Weg. Den Korrekten. Klar und deutlich erklären, dass man sich nicht erpresen lässt und halt dann mit den Konsequenzen lebt, welche evlt entstehen könnte.

Bin mir aber nicht sicher, ob die EU sich das leisten könnte, wenn die Schweiz sich klar gegen einen solchen Erpressungsversuch stellt und nachweisen kann, dass mit einer solchen korrekten Haltung dann mit Ristriktionen leben müsste.

DIES wäre dann ein Fall für die Menschenrechtskomissi​on, welche nicht zulassen darf, dass ein Volk darunter leiden muss, weil ein Verrein EU das Volk unter Druck setzt mit Einschränkungen oder Ristriktionen.

Abe​r solche Aussagen zeigen mir umso mehr, dass wir in keinem Fall diesem Verrein EU betreten dürfen. Wenn dann Verträge die uns etwas bringen und nicht einfach Pauschalabkommen, welche uns genau solche Denkweisen entwickeln.

Ich kann nur den Kopf schütteln, wenn ich höre, dass man eine 2. Röhre nicht bauen sollen, weil man dann von der EU erpresst werden könnte. Wollen wir wirklich uns vorschreiben lassen (indirekt) was und wie wir unsere Verkehrspolitik führen? Das täten wir, wenn wir auf solche Argumente sehen.

Argumente für oder gegen eine 2. Röhre gelten für mich nur, wenn sie UNS betreffen. Sollten daraus Entwicklungen entstehen, welche durch das Ausland ausgelöst werden, sind diese zu unterbinden und nicht unserer Verhalten.

Somit sehe ich einem Erpressungsversuch eher gelasen entgegen. Wenn, dann werde ich sofort die Initiative unterschreiben, welche die Aufkündigung des Verkehrsabkommens fordert. Dies auch, wenn nicht endlich der EU erklärt wird, dass wir nicht bereit sind, die ungehinderte Verkehrspolitik zu ertragen.

Wir die Schweiz versuchen mittels Steuern- und Lenkungsabgaben die Mobilität in Grenzen zu halten und es kann doch nicht sein, dass wir die entstehenden "Lücken" einfach durch das Ausland aufgefüllt erhalten. Daraus dann ein Mehrverkehr entsteht, welcher sich noch nicht mal finanziert und erneut nur zu unseren Lasten geht.

Naja - Das sind halt Folgeerscheinungen der sog. PZF und der Bilateralen. Welche man übrigens auch mit Staaten machen kann, wenn diese nicht als Pauschale gelten. Sondern gezielt mit den Einzelstaaten oder gezielt auf ein Bedürfnis was wir haben. Dies war vor den Bilateralen von heute schon der Fall und könnte auch in Zukunft der vernüngtiste und logiste Weg sein.

Soll das nun die Freiheit sein welche ein Schengen die PZF und was auch immer bringen soll? Dass wir gewungen von Andern handeln? Ist das die Freiheit?


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60%
(15 Stimmen)
J. Wolf sagte January 2016

Ein Sicherheitsgewinn?
F​ür die ganze Schweiz?

Soweit die "Argumente" der Tunnelbefürworter. Aber halten diese der Realität stand?

Im Moment ist der Gotthard ja "gefährlich". Uiuiuiii....
Unter anderem "zu gefährlich" für Gefahrentransporte - weshalb Gift- und Gefahrentransporte einen Umweg um die Schweiz machen müssen. Sie nehmen andere Routen wie z.B. den Brenner.

Aber ab ca. 2027 ist die Gotthard-Achse ja sicher. Super-Sicher. Denn dann haben wir zwei Röhren durch den Berg. Richtungsgetrennt! Dann entfällt das Argument, dass es zu gefährlich sei, Schwer- und Gifttransporte durch die Schweiz zu verbieten. Sie dürfen EINMAL raten, welche Route solche Transporte dann auf dem Weg von Hamburg nach Rom nehmen würden.

Und dann dürfen alle Schweizer ganz froh darüber sein, dass wir mit ganz, ganz viel Geld den sichersten Strassentunnel der Welt haben. Wir haben zwar nichts in die Sicherheit in den Agglomerationen, in den Dörfern und den Bahnübergängen getan - aber wir haben stinkende, rollende Bomben die mitten durch Basel, Luzern, Bellinzona und Lugano fahren dürfen.

Ein super Gewinn an Sicherheit, diese zweite Röhre....

Für alle!


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55%
(11 Stimmen)
Thomas Bachmann sagte January 2016

Die 2. Gotthardröhre ist unumgänglich und schon längst überfällig.

Hierzu​ müssen sich die Gegner auch einmal Gedanken zu folgenden Punkten machen:
Die Schweiz hat in den betroffenen Kantonen folgende Eckdaten

Kanton Tessin Bevölkerung von 347'000 Einwohner bei rund 2780km2
Kanton Uri Bevölkerung von 36'000 Einwohner bei rund 1000km2

Wollen wir nun diese 347'000 Einwohner im Kanton Tessin von der restlichen Schweiz für mindestens 900 Tage von der restlichen Schweiz abschneiden? Wollen die Gegner dem Tessin so nahelegen, dass der Rest der Schweiz auf den Tessin verzichten kann und sich dieser Kanton besser Italien anschliesst? Sind sich die Gegner auch bewusst, dass es für den grössten Investor im Kanton Uri absolut unzumutbar sein könnte, wenn das neue Andermatt während 900 Tagen einer Autobahnraststätte gleicht. Übernehmen die Gegner der Vorlage auch die Lohnzahlungen der Angestellten, wenn dieser Investor das Projekt Andermatt einstellt? Inkl. der zu erwartenden Gewinnausfälle dieser Region für die komplette Bauphase und den Wideraufbau des Kurortes?

Diese Fragen kommen nicht von ungefähr.
Man sollte sich auch die Frage gefallen lassen, welche Folgen dies für die komplette Region hat. Der Gotthardpass ist von November – April/Mai gesperrt. => abgeschnittenes Tessin. Wie die Versorgung der Einwohner des Tessins während dieser 900 Tage sichergestellt sein wird, stellt sich in keiner Diskussion. Ob diese während mindestens 900 Tagen über den Schienenverkehr abgewickelt werden kann, sei mal dahingestellt. Die LKW’s lassen sich auf alle Fälle nicht über den Pass umleiten.

Dann haben wir den Sommer. Wie soll der Verkehr im Sommer auf der Gotthardstrecke abgewickelt werden? Sollen die Holländer mit Ihren Campinganhängern über die Passstrasse rollen? Wir haben heute schon auf der Autobahn Staus welche bis 15 Km betragen. Wie wollen Sie dies noch händeln?

Ob nun diese zwei Röhren in der Zukunft wie geplant nur einspurig befahren werden oder zweispurig sollte wirklich kein Thema sein. Gegen das Verkehrsaufkommen gibt es andere Mittel, die eingesetzt werden können um die Europäer um die Schweiz herum zu führen. Was jedoch wiederum zu massiven Wehklagen der Gastronomie führen wird.

Gegen das befürchtete, gesteigerte Verkehrsaufkommen könnte eine erhöhte Verkehrsabgabe für ausländische Fahrzeuge erhoben werden. Vorbild Italien, Österreich und Deutschland
Anbei ein kleiner Denkanstoss:

Autob​ahnvignette Schweiz 26.50 € all Inklusive für 12 Monate
Autobahnvigne​tte Österreich 7.60 € 10 Tage gültig (ohne Passstrassen & Tunnel)
Autobahnvign​ette Deutschland variabel,​ je nach Umweltbelastung
Auto​bahnvignette Italien variabel, je nach Umweltbelastung und Gebiet (Besitzer)
Mont Blanc Tunnel 31.90 € 1 Durchfahrt
Grossgloc​kner 28.00 € 1 Durchfahrt

http://​www.focus.de/auto/rat​geber/unterwegs/tid-6​919/alpentransit_aid_​67559.html
http://ww​w.reise-nach-italien.​de/autobahngebuehren.​html
http://www.reis​e-nach-italien.de/aut​obahngebuehren.html
http://www.frankreich​-info.de/service/reis​einformationen/maut

Das gleiche Modell lässt sich auch in der Schweiz anwenden und entspricht vorgelebtem EU Recht. Wenn unsere Politiker sich mal für Einnahmen ausserhalb der Schweiz interessieren würden, hätte unsere Verkehrsministerin längst auch solche Abgaben für die ausländischen Fahrzeuge eingeführt. Was die Budgetdebatten für Strassen- und Schienenunterhalt der Schweiz, erheblich verkürzen würde, da das Geld vorhanden ist und nicht nur den Schweizer Fahrzeugführern aus den Rippen geschnitten wird. Bis heute muss der Schweizer Bürger mit seinen Abgaben die kompletten Auslagen aus diesem Bereich finanzieren. Die ausländischen Fahrzeuge lässt man vergleichsweise Gratis unsere Infrastrukturen benützen. Es ist wohl klar, dass sehr viele LKW’s durch die Schweiz fahren, wenn diese in der Schweiz vergleichsweise gratis unterwegs sind.

Hier ist unbedingt eine Anpassung nach internationalem Vorbild nötig. In Deutschland erhalten die Bürger sei Einführung dieser Abgaben eine Reduktion bei der Strassenverkehrssteue​r. Sprich die eingeführte Belastung gilt nur für ausländische Fahrzeuge. In Österreich verhält es sich gleich.

Ferner kann man ausländische LKW’s weiterhin im Tropfensystem durch die Schweiz lassen. Warteraum ausserhalb der Schweiz. Oder die LKW’s verladen auf die Bahn, was jedoch für die SBB ein Problem bringen könnte.

WAS BRINGT EINE 2. RÖHRE
Dies wird die GPS und SP freuen, weniger Abgasbelastung. Da weniger Stau. Klimaziel werden vielleicht erreicht, ohne dass die Swiss ein 2. Mal Groundet und sämtliche E-Bike eingestampft und die Heizungen im Winter abgedreht werden.

Weniger Verkehrstote da ein doppelseitig befahrbarer Autobahntunnel immer mit einem massiv erhöhten Risiko verbunden ist. (Sekundenschlaf, Unsicherheit, usw.)

Selbsttragen​des Strassenverkehrsnetz,​ da durch erhöhte Einnahmen bei den ausländischen Fahrzeugen endlich unser Strassennetz mitfinanziert würde. Hätte eventuell zur Folge, dass die Strafsteuern auf Treibstoff, Oel, Lebensmittel, MWST, usw. gesenkt werden könnten, was Eigentlich der SP zu gut kommen würde, da man endlich wieder einmal etwas für den eigenen Bürger machen könnte und nicht nur mit der geschwelten Brust im Ausland auftritt, wenn die Schweiz wieder soziale Projekte mit unseren Steuergeldern unterstützt.

Schlu​ssendlich kann davon ausgegangen werden, dass mit einer 2. Gotthardröhre und erhöhten Einnahmen nach EU Vorgabe eine Win / Win Situation entstehen könnte.



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43%
(14 Stimmen)
Helmut Barner sagte January 2016

Eine zweite Röhre mit ihren neuen Spuren macht die Schweiz erpressbar. Seltsam, da weibeln die Betonköpfe in den bürgerlichen Parteien dafür, obwohl sie ansonsten stets angeben, gegen die EU zu sein!
https://www.faceboo​k.com/zweite.roehre.n​ein/videos/1702183583​335970/


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60%
(10 Stimmen)
rodolphe weibel sagte January 2016

Herr Landolt, Sie schreiben: Die einzig nachhaltige und vernünftige Sanierungsvariante für den Gotthardtunnel ist deshalb der Bau einer zweiten Röhre. Das stimmt. Aber ich empfehle doch, die Vorlage des Bundesrates abzulehenen. Die 2. Röhre existiert schon: der historische Bahntunnel. Der Basistunnel wird ihn trocken legen, er entspricht den heutigen Sicherheitsnormen nicht. Ich schlage vor, ihn in einer 2. Autobahröhre umzuwandeln: ihn außer Betrieb setzen, sein Profil erweitern, ihn mit einem Sicherheitsstollen versehen und einer modernen Lüftung ausstatten, ihn in einen Straßentunnel umbauen: das Ganze für 800 Millionen. Anschliessend den heutigen Straßentunnel sanieren: 600 Millionen. Gesamtkosten 1,4 Milliarden, um zwei vollständige Autobahnröhren zu erhalten.

In Airolo wurden die Plattformen der Autobahn und der Eisenbahn im Abstand von 200 Metern ausgeführt. Eine bescheidene Ausstattung ist folglich ausreichend, um den Verkehr der Fahrzeuge von dem heutigen Straßentunnel auf den umgebauten Eisenbahntunnel umzuleiten. In Göschenen kreuzen sich mit 20 m Höhenunterschied die beiden Tunnel etwa einigen hundert Metern weit von den Portalen, so dass die Umleitung von einem zum anderen einfach ist.

Der Arbeitsaufwand ist in keiner Weise mit dem Bau eines neuen Tunnels vergleichbar. Ab der Inbetriebnahme des Basistunnels ist der Scheiteltunnel über seine gesamte Länge für Maschinen zugänglich, die für seinen Umbau erforderlich sind; die Aushubarbeiten sind gering (660’000 m3, 2'200'000 für eine neue Röhre) die Umwelteinflüsse ebenfalls, die Unternehmung ist nicht mit technischen Schwierigkeiten verbunden und wird kaum auf geologische Hindernisse stoßen, die Kosten sind beherrschbar, die Ausführungsfristen kurz (zwei bis drei Jahren), da die Ausführung nicht vom Fortschritt von nur zwei Angriffspunkten abhängt (8.5 bis 15 Jahren, laut ASTRA), also ohne teure Überbrückungsmassnahm​en (200 Mio).

Die Lösung des Bundesrates braucht viel mehr Zeit als die anderen. Wenn sie abgelehnt wird, wird noch Zeit bleiben, um eine gescheite Lösung zu finden. Sie kostet 2,8 Milliarden. Die Meine erbringt dieselben Vorteile, allerdings für die Hälfte der Kosten, nur 1,4 Milliarden.

Die Lösung des Bundesrates kann und muss abgelehnt werden.
https://site​s.google.com/site/got​hardscheiteltunnel/me​moire


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42%
(12 Stimmen)
Hubert Kirrmann sagte January 2016

Der Sicherheitsgewinn durch die getrennten Röhren wird mehr als vernichtet durch den zusätzlichen Verkehr, den den Ausbau anzieht (ganz abgesehen von den Toten beim Tunnelbau). Falls die 2. Röhre gebaut wird, wird sicher Herr Landold sein Argument von heute vergessen und für die Oeffnung aller vier Spuren plädieren, obwohl der Sicherheitsgewinn dann noch negativer wird.
Den Befürwortern sind die billigen Lastwagenfahrten von Herrn Giezendanner wichtiger als die Sicherheit.


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