Änderung des Steuergesetzes (StG) (Begrenzung Pendlerabzug auf Fr. 7'000.–) vom 13. September 2016

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Ziel dieser Vorlage

Der maximale Pendlerabzug bei den Steuern soll auf 7'000 Franken begrenzt werden. Dazu wird das Steuergesetz geändert.

Was wird geändert?

Bisher ist der Pendlerabzug unbegrenzt, sofern die Kosten belegbar sind und beim Auto der Gebrauch berechtigt ist. Im Rahmen der Entlastungsmassnahmen will der Kanton den Abzug per 1. Januar 2018 auf 7'000 Franken begrenzen. Bei der Bundessteuer gilt ab 2016 sowieso ein Maximum von 3'000 Franken. Bei Ablehnung der Vorlage bleibt der Abzug bei der Kantonssteuer unbeschränkt.

Argumente dafür

  • Mit der Begrenzung erwarten Kanton und Gemeinden Mehreinnahmen von 19,4 Millionen Franken.
  • Der Pendlerabzug ist auf Bundesebene und in gewissen Kantonen bereits begrenzt bzw. eine Begrenzung ist geplant.
  • Die Kosten für den öffentlichen Verkehr können weiterhin vollständig abgezogen werden (1. Klasse-Generalabonnement kostet knapp 6’000 Franken), womit der öffentliche Verkehr gestärkt wird.
  • Die Begrenzung wirkt der Zersiedelung entgegen.

Argumente dagegen

  • Mit dem Auto kann neu maximal ein Arbeitsweg von 22,7 Kilometern pro Weg abgezogen werden. Für ländliche Regionen reicht diese Distanz nicht.
  • In ländlichen Regionen sind die öV-Anbindungen oft schlechter und viele sind auf das Auto angewiesen.
  • Der begrenzte Pendlerabzug macht Pendeln per Auto und somit die Region weniger attraktiv.
  • Die Begrenzung gilt auch für Geschäftswagen, wodurch sich das steuerbare Einkommen erhöht.


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