Bundesgesetz über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung (Fortpflanzungsmedizingesetz, FMedG)

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Ziele dieser Vorlage

Der Bundesrat hat aufgrund der Annahme der Präimplantationsdiagnostik (PID) ein geändertes Gesetz zur medizinisch unterstützten Fortpflanzung (FMedG) erarbeitet Das geänderte FMedG soll Paaren mit genetisch vererbbaren Krankheiten erlauben, ihre künstlich befruchteten Embryonen durch PID auf mögliche genetische Fehler untersuchen zu lassen.

Was wird geändert?

Das neue FMedG erhöht die erlaubte Entwicklung von 3 auf 12 Embryonen und erlaubt die Aufbewahrung der Embryonen ausserhalb der Gebärmutter. Weiterhin verboten bleiben Untersuchungen für Paare ohne negative genetische Veranlagungen.

Argumente dafür

  • Dank der PID können Paare ihre Embryonen in der Schweiz untersuchen, statt dies im Ausland unter schlechteren Bedingungen zu tun.
  • PID ermögliche eine Abklärung von lebensfähigen Embryonen ohne Abtreibung.
  • Die heutige Rechtslage verbietet die Aufbewahrung der Embryonen ausserhalb der Gebärmutter, was zu riskanten Mehrlingsschwangerschaften führe.
  • Die Zulassung der PID stärke die Eigenverantwortung der Paare.

Argumente dagegen

  • Das Einfrieren von Embryonen führe zu einer Massenlagerung von menschlichem „Verbrauchsmaterial“.
  • Das Aussortieren von Embryonen mit Erbkrankheiten diskriminiere Menschen, welche bereits mit dieser Krankheit leben.
  • Die Anzahl von erzeugbaren Embryonen sei zu hoch (12 an Stelle von 3).
  • Die Annahme des FMedG sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer schrankenlosen genetischen Aussortierung.


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