Volksinitiative „JA für Mundart im Kindergarten“

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Ziele der Vorlage

Es soll verhindert werden, dass die Mundart mehr und mehr verdrängt wird.

Was wird geändert?

Die Volksinitiative verlangt, dass die Unterrichtssprache in der Kindergartenstufe grundsätzlich Mundart ist. Dies soll im kantonalen Schulgesetz verankert werden. Bisher gilt, dass die Kinder beim Erlernen der deutschen Schriftsprache unterstützt werden sollen. Dazu ist heute mindestens die Hälfte des Unterrichts in Schriftsprache. Ab dem 1. August 2014 ist allerdings gemäss umformuliertem Lehrplan mindestens 1/3 der Unterrichtszeit in Schriftsprache und die übrige Zeit in Mundart.

Argumente dafür

  • Mundart und Dialekte müssen gefördert werden, denn sie bedeuten AG Heimat und Identität und sind ein schützenswertes Kulturgut.
  • Mundart zu sprechen hilft ausländischen Kindern dabei, sich in die lokale Kultur zu integrieren.
  • Das Vermischen von Schriftsprache und Mundart kann die Kinder sprachlich verunsichern und überfordern.
  • Der Kindergarten dient dazu, dass Kinder den sozialen Umgang mit anderen Kindern erleben und verbessern. Dieses Ziel ist am besten mit der Mundart erreichbar.

Argumente dagegen

  • Die bestehende Aargauer Praxis zur Förderung von Mundart und Schriftsprache hat sich in der Vergangenheit weitgehend bewährt.
  • Für den schulischen Erfolg und die soziale Integration sind Mundart und Schriftsprache gleich wichtig.
  • Der Übertritt in die Primarschule ist schwieriger, wenn die Kinder die Schriftsprache nicht gut kennen.
  • Es ist aus bildungspolitischer Sicht unzweckmässig, Lehrplan-Inhalte auf der Gesetzesebene zu verankern. Zudem wurde das Anliegen der Initianten durch die Lehrplananpassung teilweise berücksichtigt.


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