Emil Huber

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Meine politischen Ämter und Engagements






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Vor 3 Tagen Kommentar zu
Grüne Wirtschaft: Versprechen einhalten
Diese Weisheit über das Geldsystem geht in die gleiche Richtung:

"Seit der Erschaffung des Geldes ging der eigentliche Reichtum eines Landes weitgehend in Vergessenheit, wie die fruchtbaren Böden, die grossen Wälder, die Berge, die Flüsse & Seen, Bodenschätze und Viehbestände, alles drehte sich nur noch um das Geld, dieses scheinbar höchste Gut, das jederzeit Mangelware war und dieser Zustand hält bis heute an.“
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Vor 3 Tagen Kommentar zu
Grüne Wirtschaft: Versprechen einhalten
Eine Geschichte zum Nachdenken:

An der Kasse im Supermarkt spricht der Kassierer eine ältere Dame darauf an, dass sie doch auch ihre eigene Einkaufstasche benutzen könne, weil die Plastiktüten schädlich für die Umwelt sind.
Die Frau bat um Entschuldigung und erklärte: „Es ist so, dass es zu meiner Zeit die grüne Welle noch nicht gab.“
Der Angestellte antwortete ihr:
„Genau das ist heute unser Problem. Ihre Generation hatte nicht genügend Umsicht unsere Umwelt zu bewahren.“
Die Frau: Sie haben recht,unsere Generation kannte leider nicht die grüne Welle der heutigen Zeit. Wie sollten wir auch, denn zu jener Zeit brachte man die Milch-, Bier- und Limonadeflaschen in das Geschäft zurück. Der Laden schickte sie wieder zum Hersteller, wo sie gereinigt und sterilisiert wurden, bevor sie neu gefüllt wurden.
Auf diese Weise konnten dieselben Flaschen viele Male benutzt werden.
Das war effektives Recycling zu 100%.
Aber wir hatte keine grüne Welle in jener Zeit.
Wir stiegen die Treppen hinauf, denn es gab keine Rolltreppen in jedem Geschäft oder Büro.
Wir gingen zu Fuß zum Einkaufen anstelle der Fahrt mit unserem 300 PS-Wagen - jedesmal wenn wir zwei Blöcke weit laufen müssen.
Aber Sie haben recht. Wir hatten keine grüne Welle in jenen Tagen.
Damals wurden die Windeln der Babys gewaschen, denn es gab keine Einweg- und Wegwerfwindeln.
Wir trockneten die Wäsche noch auf der Leine nicht in diesen energiefressenden 220 Volt – Maschinen.
Allein die Kraft von Sonne und Wind trocknete unsere Wäsche.
Die Kinder trugen die Sachen ihrer älteren Geschwister, nicht immer nur was Neues.
Aber sie haben recht:Wir hatten keine grüne Welle zu unserer Zeit.
Damals hatten wir einen Fernseher oder Radio - pro Haushalt nicht einen Fernseher pro Zimmer.
Und der Fernseher hatte einen Bildschirm in der Größe eines Taschentuchs (erinnern Sie sich?)
und nicht einen Monitor wie für ein Stadion.
In der Küche rührten und kneteten wir von Hand denn es gab keine elektrischen Geräte, die uns das alles abgenommen hätten.
Wenn wir etwas Zerbrechliches per Post versenden wollten nahmen wir zerknüllte Zeitungen zum Schützen und keine luftgepolsterten Plastikformen.
In jenen Tagen warfen wir keinen Motor an und verbrauchten damit Benzin, nur um den Rasen zu mähen.
Wir benutzten einen Rasenmäher, der mit Muskelkraft angetrieben wurde.
Wir hatten unsere Bewegung als Bestandteil des Alltags, so mussten wir nicht zu einem Fitness-Studio gehen, um auf elektrisch angetriebenen Bändern in geschlossenen Räumen zu laufen.
Aber Sie haben recht:
Wir hatten in diesen Zeiten keine grüne Welle.
Wir tranken aus einer Quelle, wenn wir Durst hatten anstatt jedes Mal Glas- oder Plastikflaschen zu nehmen, wenn wir Wasser trinken wollten.
Wir füllten die Tinte in unseren Füllern auf, anstatt jedes Mal neue Patronen einzusetzen und wir wechselten beim Rasierer die Klingen, statt das ganze Gerät wegzuwerfen, wenn die Klinge unscharf war.
Aber wir hatten damals keine grüne Welle!
In jenen Zeiten hatten die Menschen die Eisenbahn oder einen Bus und die Kinder fuhren mit dem Rad zur Schule oder sie gingen zu Fuß anstatt die Mama wie ein 24-Stunden-Taxi einzusetzen.
Wir hatten in jedem Zimmer bloss eine Steckdose, nicht eine ganze Steckdosenbank um Dutzende von Geräten zu versorgen.
Und wir brauchten kein elektronisches Gerät, um Signale von Satelliten über Tausende von Kilometern aus dem Weltraum zu empfangen um die nächstgelegene Pizzeria zu finden.
Also, finden Sie es nicht auch bedauerlich, dass die heutige Generation uns alte Menschen als Idioten beschimpft, bloss weil wir in unserer Zeit keine Grüne Welle hatten?










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Vor 22 Tagen Kommentar zu
Gesamtreform statt Pflästerli-Politik
"Immer mehr Pen­sio­nierte er­hal­ten eine AH­V-­Ren­te"

Herr​ Vitali, lesen Sie manchmal die Todesanzeigen in der Zeitung oder im Internet?
Dort sähen Sie nämlich, dass nicht alle immer älter werden!
Nicht wenige sterben vor sie das Rentenalter überhaupt erreichen!
Wird das Rentenalter erhöht werden es noch mehr, aber darauf spekuliert man vielleicht.
Wen wundert es, mit dieser ständigen Panikmache seitens der Medien und der Politik, der in den letzten Jahren bei vielen Unternehmen gestiegene Druck und die Unsicherheit am Arbeitsplatz welcher vermehrt zu Burn Out und der Einnahme von Psychopharmaka und anderen Drogen führt. Das dies die Lebenserwartung nicht gerade fördert sollte klar sein.

Auch frage ich mich, warum gar nicht so wenige 50-65 jährige das Rentenalter gar nicht erreichen, obwohl wir ja das beste Gesundheitswesen haben? Oder vielleicht auch nur das Teuerste?

Ich finde gar, manche Politiker bedrohen mit Ihren Aussagen den Landesfrieden, indem die heute Jungen gegen die Alten aufgehetzt und gegeneinander ausgespielt werden. "Wegen den Alten müsst ihr zukünftig mehr Beiträge bezahlen, es ist nicht sicher dass ihr je AHV bekommt usw." Manche Junge zweifeln bereits heute, ob sie je eine Rente bekommen. Solche Panikmache und so zu politisieren finde ich fahrlässig und völlig verantwortungslos. Denkt man auch daran, dass man damit später gar Übergriffe auf Rentner provozieren könnte?
Auch wundere ich mich darüber, dass immer wieder die sogenannten "Babyboomer" herangezogen werden. Es sind die heutigen Rentner, welche aus Grossfamilien stammen während die Babyboomer eher aus Kleinfamilien stammen. So müsste es in naher Zukunft ja eher weniger als mehr Rentner geben, dem gesunden Menschenverstand folgend, da ja auch wieder Renten frei werden von den heutigen Grossfamilien - Rentnern wenn diese dann nicht mehr leben!
Aber ich bin auch der Meinung, es sollten nur die Mindestrenten erhöht werden.

Ideen zur AHV Sanierung (sofern überhaupt notwendig) gibt es bereits:

Z. B über eine Mikro-Steuer

In der Schweiz werden pro Jahr elektronische Bezahlungen im Wert von circa 100'000'000'000'000 Franken getätigt. Nicht nur beim Kauf und Verkauf von Aktien oder Anleihen, sondern auch beim Bezahlen im Restaurant, beim Geld abheben oder beim Online-Banking. Die Summe, die über solche Transaktionen bewegt wird, entspricht etwa 160 Mal dem Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz. Wenn der Staat von dieser riesigen Summe 0,2 Prozent besteuern würde, hätte er bereits 200 Milliarden Franken eingenommen – das ist mehr als der gesamte Steuerertrag der Schweiz, inklusiv der Mehrwertsteuer. Dieser Vorschlag stammt vom Zürcher Finanzunternehmer Felix Bolliger.

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June 2016 Kommentar zu
Brexit - Auftakt für ein Europa der Vaterländer!
"Die Globalisierung ist eine Realität"
Ist wohl (leider) so, dennoch ist sie nicht in Stein gemetzelt und weder ein physikalisches noch ein Naturgesetz.
Natürli​ch gab es schon immer etwas Globalisierung doch fand ein Austausch von Gütern statt welche das importierende Land selbst nicht besass.
Die heutige Globalisierung ist jedoch eine Perversion wo es Hauptsächlich um Macht und Geld geht.
Heute werden Güter sinnlos tausende von Kilometern in der ganzen Welt herumgekarrt nur um "beste" Preise, Börsengewinne etc. zu bekommen. Gleichzeitig ein Getue wegen Klima und CO2. Wirtschaftswachstum um jeden Preis, man sollte sich mal fragen, wie lange eine Wirtschaft überhaupt wachsen kann, 100, 500 oder 1000 Jahre bis sämtliche Ressourcen aufgebraucht sind und die Natur (von welcher wir ja in Wirklichkeit leben und nicht von dem Geld) vollkommen zerstört ist.
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June 2016 Kommentar zu
Rentenalter 67 am Volk vorbeischmuggeln?
Da das BGE vom Stimmvolk bekanntlich von Stimmvolk verworfen wurde könnte man die Finanzierungsidee für die AHV verwenden:

"In der Schweiz werden pro Jahr elektronische Bezahlungen im Wert von circa 100'000'000'000'000 Franken getätigt. Nicht nur beim Kauf und Verkauf von Aktien oder Anleihen, sondern auch beim Bezahlen im Restaurant, beim Geld abheben oder beim Online-Banking. Die Summe, die über solche Transaktionen bewegt wird, entspricht etwa 160 Mal dem Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz. Wenn der Staat von dieser riesigen Summe 0,2 Prozent besteuern würde, hätte er bereits 200 Milliarden Franken eingenommen – das ist mehr als der gesamte Steuerertrag der Schweiz, inklusiv der Mehrwertsteuer. Dieser Vorschlag stammt vom Zürcher Finanzunternehmer Felix Bolliger."

Dann wären sämtliche Probleme der AHV gelöst und die 0.2 % Besteuerungen würden niemandem wehtun, ev braucht es gar noch weniger.
Lösungen wären also da, aber man muss sie auch wollen!
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May 2016 Kommentar zu
JA zum bedingungslosen Grundeinkommen - als Vision!
Über die Finanzierung des BGE gibt es bereits Vorschläge, nicht so wie Sie meinen:

"In der Schweiz werden pro Jahr elektronische Bezahlungen im Wert von circa 100'000'000'000'000 Franken getätigt. Wenn der Staat von dieser riesigen Summe 0,2 Prozent besteuern würde, hätte er bereits 200 Milliarden Franken eingenommen – das ist mehr als der gesamte Steuerertrag der Schweiz, inklusiv der Mehrwertsteuer. Dieser Vorschlag stammt vom Zürcher Finanzunternehmer Felix Bolliger."

Zu der Rattenfängerei da haben Sie wohl noch Parteien vergessen.
Nämlich diejenige, welche für den Geldadel alles so liberal wie möglich will aber für den kleinen Mann alles regeln will.
Meinen Sie die Empfänger von Dividenden, Abgangsentschädigunge​n, die Boden- und Immobilien Spekulanten, die Profiteure der Finanzindustrie welche mit komplexen Produkten für Umverteilung von unten nach oben sorgt etc. haben ihr Geld "verantwortungsvoll" im Schweisse ihres Angesichts verdient?

«Es wird eine Zeit kommen, wo in unserem Lande, wie andernwärts, sich grosse Massen Geldes zusammenhängen, ohne auf tüchtige Weise erarbeitet und erspart worden zu sein; dann wird es gelten, dem Teufel die Zähne zu weisen; dann wird es sich zeigen, ob der Faden und die Farbe gut sind an unserem Fahnentuch.»

Das bedingungslose Einkommen von Brady Dougan:
Der langjährige CEO der Grossbank Credit Suisse, Brady Dougan, erhielt «eine Art bedingungsloses Grundeinkommen». In einem Artikel in «Le Temps» begründet dies der Zürcher Finanzprofessor Marc Chesney wie folgt: Während seiner Zeit als CEO von 2007 bis 2015 kassierte Dougan durchschnittlich rund 20 Millionen pro Jahr, insgesamt also 160 Millionen Franken. In der gleichen Zeitperiode verloren die CS-Aktien mehr als 70 Prozent ihres Wertes. In den USA musste die CS eine Rekordbusse zahlen. Trotz dieser schlechten Geschäftsführung und trotz der massiven Verluste für die Aktionäre erhielt Dougan sein anhaltend hohes Einkommen offensichtlich «bedingungslos».

http://www.infosp​erber.ch/Artikel/Gese​llschaft/Grundeinkomm​en-bedingungslose-Ein​kommen-von-Brady-Doug​an

Ja, wenn Manager goldene Fallschirme erhalten stört es fast niemand, soll es aber einen silbernen Fallschirm für den Normalbürger geben, so etwas geht ja in den Augen der meisten leider gar nicht!


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May 2016 Kommentar zu
JA zum bedingungslosen Grundeinkommen - als Vision!
"Firmen entlassen bereits heute und wandern bereits heute ins Ausland"

Genauso ist es, das ist der Dank dafür, dass der Stimmbürger immer so brav abgestimmt hat wie es der "Wirtschaft" passte und die Arbeitnehmer manches Opfer brachten:

Ja zur Unternehmenssteuerref​orm
Nein zum Mindestlohn (den zwar die meisten noch haben)
Nein zu 6 Wochen Ferien
Nein zu 1:12
Nein zur Erbschaftssteuer für Millionäre
Ja zur PFZ
und und und...

Und die Wirtschaft jammert weiter, jedes Jahr muss der Umsatz um Millionen steigen damit Manager, Verwaltungsräte und Börsenleute und Investoren schön absahnen können, Dividende kassieren und der welche die Arbeit machte ist der Dumme.

"Und was ist mit den Millionenzahlungen an Manager bei Unternehmensverlusten​? Oder die Steuerreformen, die es möglich machen, dass jemand wie Glasenberg dreistellige Millionenbeträge als Dividenden steuerfrei und an der AHV vorbei in die eigene Tasche stecken kann"

Die Finanzierbarkeit BGE wäre gemäss Marc Chesney so möglich:

In der Schweiz werden pro Jahr elektronische Bezahlungen im Wert von sage und schreibe von circa 100'000'000'000'000 Franken getätigt. Nicht nur beim Kauf und Verkauf von Aktien oder Anleihen, sondern auch beim Bezahlen im Restaurant, beim Geld abheben oder beim Online-Banking. Die Summe, die über solche Transaktionen bewegt wird, entspricht etwa 160 Mal dem Bruttoinlandprodukt (BIP) der Schweiz. Wenn der Staat von dieser riesigen Summe 0,2 Prozent besteuern würde, hätte er bereits 200 Milliarden Franken eingenommen – das ist mehr als der gesamte Steuerertrag der Schweiz, inklusiv der Mehrwertsteuer. Dieser Vorschlag stammt vom Zürcher Finanzunternehmer Felix Bolliger.

Nebenbei​ könnte man so ja auch die angeblichen Probleme bei der AHV lösen...

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May 2016 Kommentar zu
"BGE" oder "der Sinn des Lebens"
@ Schweizer

Hier mal ein trauriges Beispiel mehr, wie z.B die IV mit wirklich Kranken umgeht:

http://www​.landbote.ch/winterth​ur/standard/Nach-dem-​dritten-Infarkt-stric​h-die-IV-seine-Rente/​story/16871443#mostPo​pularComment

Ein Kommentarschreiber:
​"Ebenso erging es einem Bekannten. Er hatte mehr Herzinfarkte als der Herr im obigen Artikel. Die IV hielt ihn für 100% arbeitsfähig und wies seinen Antrag ab. Er ist gestorben"

Das BGE kann solche Fälle vielleicht auch nicht verhindern, aber Betroffene hätten immerhin einen Fallschirm.

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May 2016 Kommentar zu
JA zum bedingungslosen Grundeinkommen - als Vision!
Wo steht denn das geschrieben dass es bei Annahme erst in 20 Jahren umgesetzt wird?

Hier einmal die HP der Initianten:

http:/​/www.grundeinkommen.c​h/

Grundeinkommen:​ Das Glossar der Missverständnisse:


Lohn für alle
Lohn ist die Vergütung der Leistung eines Arbeiters. Das bedingungslose Grundeinkommen ist, anders als alle Lohnformen, nicht an eine Gegenleistung gebunden. Es ist bedingungslos. Es ist keine Bezahlung. Lohn ist das, was man durch Erwerbsarbeit verdient. Das bedingungslose Grundeinkommen ist das, was man für jede Arbeit braucht.

Geld für nichts
Zu glauben, das bedingungslose Grundeinkommen sei dafür da, nicht zu arbeiten, ist irrtümlich. Das Grundeinkommen stellt einen frei zu arbeiten, sich zu engagieren, initiativ zu werden. Der Irrtum basiert auf der Annahme, dass Arbeit nichts anderes als eine Zwangsmaßnahme sei. Gemäß dieser Annahme tun wir nichts, wenn wir nichts mehr tun müssen. Das bedingungslose Grundeinkommen raubt nicht die Arbeitsmotivation, sondern steigert sie, indem es verhindert, dass aus existenziellen Gründen sinnlos gejobbt werden muss.

Mehr Geld
Das bedingungslose Grundeinkommen ist kein zusätzliches, sondern ein grundsätzliches Einkommen. Wäre das Grundeinkommen ein zusätzliches Einkommen, wäre es utopisch. Genau das denken viele: Gute Idee, aber leider nicht finanzierbar. Das bedingungslose Grundeinkommen befreit alle bestehenden Einkommen im Bereich der Existenzsicherung von den Bedingungen. Es gewährt den Sockel der bestehenden Einkommen bedingungslos. Das betrifft die Erwerbseinkommen ebenso wie staatliche und private Transfereinkommen. Nur wer heute weniger als das Grundeinkommen (also das Lebensnotwendige) auf dem Konto oder eine Erwerbsarbeit hat, die unterbezahlt ist, hat dank des Grundeinkommens schließlich mehr. Diese Investition zahlt sich durch die bessere Konsum- und Leistungsfähigkeit der Grundeinkommensgesell​schaft aus

Weniger Sozialstaat
Das bedingungslose Grundeinkommen schafft den Sozialstaat nicht ab. Es ersetzt die bestehenden Sozialleistungen in seiner Höhe. Alle Sozialleistungen auf das Niveau des Grundeinkommens abzusenken ist ein neoliberaler Trick, auf den Sozialdemokraten hereinfallen. Sie fürchten, das Grundeinkommen könnte ihre Verdienste um die bestehenden Sozialleistungen gefährden. Das Gegenteil ist der Fall: Das bedingungslose Grundeinkommen gestaltet die Sozialleistungen freier, indem es sie um die Selbstbestimmung erweitert.

Nur für gute Menschen
Das bedingungslose Grundeinkommen sei, so ein häufiges Missverständnis, nur etwas für gute Menschen. Es setze ein idealistisches Menschenbild voraus. Da die Menschen jedoch nicht nur gut seien, sei die Idee des Grundeinkommens zwar gut, aber leider realitätsfern. Dahinter steht die Vorstellung, dass es unverantwortlich sei, jemandem die Existenz zu sichern, ohne dass er etwas Gutes tut. Das verkehrt das Anliegen des Grundeinkommens: Wir sind als Gesellschaft nicht für die Fehler des Einzelnen verantwortlich, sondern dafür, dass er Fehler machen kann, ohne die Existenz zu verlieren. Das Grundeinkommen setzt keine guten Menschen voraus, sondern hilft jedem Einzelnen, dass sich das Gute in ihm zeigen kann.

Drecksarbeit​ bleibt liegen
Und wer macht dann die Drecksarbeit? Diese Frage ist sehr beliebt und taucht in verschiedensten Abwandlungen auf: Würde das bedingungslose Grundeinkommen nicht falsche Arbeitsanreize setzen? Warum sollten wir noch arbeiten, wenn wir bereits ein Grundeinkommen hätten? Wer arbeitet schon freiwillig? Allen Abwandlungen gemeinsam ist, dass die Frage gar keine Frage, sondern eine Behauptung in Frageform ist. Die eigentliche Frage lautet: Was macht Arbeit dreckig? Dass sie den Dreck wegmacht? Dass wir sie schlecht bezahlen? Dass wir sie nicht wertschätzen? Dreckig ist nicht die Arbeit, dreckig sind die Umstände. Das deckt das Grundeinkommen auf. Das Grundeinkommen putzt die Drecksarbeit.

Infl​ationsgefahr
Wer der Ansicht ist, das bedingungslose Grundeinkommen sei ein zusätzliches, kein grundsätzliches Einkommen, der befürchtet zugleich, dass es zu einer Inflation führen würde. Da das Grundeinkommen im Prinzip jedoch nicht mehr, sondern bedingungsloses Geld für den Einzelnen bedeutet, ändern sich prinzipiell weder Einkommen noch Preise. Steigen werden im Einzelfall die Preise und Einkommen, die heute zu niedrig sind, sinken werden jene, die zu hoch sind.

Umverteilung​sinstrument
Der Wunsch oder das Grauen davor, dass mithilfe des bedingungslosen Grundeinkommens eine Umverteilung zwischen Arm und Reich stattfindet, tauchen immer wieder auf. Das Grundeinkommen erfüllt jedoch weder den Wunsch danach, noch begründet es die Angst davor. Es verteilt nicht Geld um, sondern Macht. Es ermächtigt jeden, sich nicht der Macht des Geldes beugen zu müssen.

Nur weltweit einzuführen
Nicht selten ist das Argument zu vernehmen, dass es doch unmoralisch sei, das bedingungslose Grundeinkommen in der fetten Schweiz einzuführen, solange es anderen Ländern schlechter gehe, ganz zu schweigen von den Millionen Hungerleidenden weltweit. Zwar stimmt es, dass es ein Hohn ist, sich hier um Luxusprobleme zu kümmern, während woanders existenzielle Not herrscht. Aber dennoch ist es ein falscher Einwand gegen das Grundeinkommen. Natürlich löst es, wenn es in der Schweiz eingeführt wird, nicht das Welternährungsproblem​. Doch der Gedanke, etwas Gutes nicht zu tun, weil es woanders nicht getan wird, ist kurzsichtig. Das Grundeinkommen hilft, die Kurzsichtigkeit zu heilen und den Blick für das zu weiten, was andernorts fehlt.

Migrationsa​nreiz
Würden nicht alle Ausländer kommen, wenn das bedingungslose Grundeinkommen kommt? Nein. Die Migrationsberechtigun​g regelt das Einwanderungsgesetz. Die Frage der Migration stellt sich unabhängig vom Grundeinkommen, zumal die Motive zur Migration weniger in den Möglichkeiten des fremden als in den Unmöglichkeiten des Heimatlandes liegen.

Herdprämie​
Wenn man einfach so Geld bekommt, dann muss das einen Haken haben. Niemandem wird einfach so etwas geschenkt. Was also ist der Haken des bedingungslosen Grundeinkommens? Die einen sagen, es sei eine Herdprämie, also Geld, das die emanzipierten Hausfrauen oder Hausmänner wieder an den Herd binde. Diese Angst ist unbegründet. Das Grundeinkommen ist bedingungslos in die Hände des Einzelnen gelegt. Er entscheidet, was er will. Andere sagen, das Grundeinkommen sei eine Schweigeprämie. Man erhalte es, damit man die Klappe halte. Es sei eine Art Geldpille, die uns ruhigstelle und widerstandslos mache. Auch das ist abwegig. Das bedingungslose Grundeinkommen ist kein Schweigegeld, sondern Geld für die eigene Stimme.
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May 2016 Kommentar zu
JA zum bedingungslosen Grundeinkommen - als Vision!
@ G. Hottinger:

Ich meine der Sinn des BGE ist nicht, dass man nicht mehr arbeiten soll und auf der "faulen Haut" liegt, wie Sie es einseitig betrachten.

Ich meine, man sollte das BGE als einen "silbernen" Fallschirm betrachten.

Wir sollten uns nichts vormachen, mit SFr.2500-. lebt keiner in der Schweiz in Saus und Braus. Die meisten heutigen Sozialhilfeempfänger werden wohl mehr bekommen.

Bei grösseren Firmen & Banken bekommen die Manager den "goldenen Fallschirm" wenn etwas in die Hose geht.
Den bekommen sie ohne irgendwelche "Ämter" aufsuchen zu müssen.

Warum sollte es nicht auch einen "silbernen" Fallschirm für den kleinen Mann geben?
Der könnte dazu benutzt werden z.B für eine berufliche Neuorientierung oder eine Auszeit für gesundheitlich Angeschlagene.

Die​​ Arbeitswelt hat sich nun mal verändert und ist nicht mehr wie vor 100 Jahren.
Manches hat sich gebessert, manches aber auch verschlechtert.
Nich​​t nur durch Automatisierung, Digitalisierung und kommende Robotisierung.
(Welc​he bereits begonnen hat, so gibt es Roboter Rasenmäher (welcher den Nachbarsjungen überflüssig macht und ihm etwas Taschengeld fehlen lässt) und Roboterstaubsauger, welche die Stunden der Putzfrau schrumpfen lässt.

Es fand vielfach auch eine Normierung der Arbeit statt, welche wohl mehr dem System, als dem Menschen dient. Durch ISO / QS Systeme, welche die Arbeitsschritte bis in's letzte Detail regeln. Dies bringt nicht wenige Nachteile für die Arbeitnehmer. Denn so werden sie sehr leicht austauschbar, da ihre Arbeit weil alle Arbeitsschritte dokumentiert sind leichter als bisher von jemandem andern getan werden kann. Auch wird der Handlungsspielraum damit stark eingeschränkt, für eigene Methoden und Ideen ist oft kein Platz, und nicht wenige Regeln des QS widersprechen nicht selten dem gesunden Menschenverstand. Auch findet so eine fragwürdige Verkomplizierung der Arbeit statt, da jeder Schritt und jede Änderung im Ablauf "durchgekäut" und durchdiskutiert werden muss. Dazu kommen noch etliche Sachzwänge. So kann sich der Arbeitnehmer weniger mit seiner Arbeit identifizieren als früher und muss mehr "Dienst nach Vorschrift" leisten. Fühlt sich entmündigt. Was stresst und so nicht selten gesundheitliche Probleme erzeugt welche man früher nicht kannte, da die Belastungen eher körperlicher Natur waren. Es gibt bald nichts mehr was nicht durch QS genormt werden kann, vom Altersheim bis zum Bauer, Zahnarzt und Coiffeur.

Der Bundesrat hat Ängste wegen dem BGE:

http://www.gr​​undeinkommen.ch/grun​d​einkommen-breit-in-​de​n-medien/

Das wundert gar nicht, denn dann hätte das Spiel mit der Angstkeule "Verlust von Arbeitsplätzen" vor jeder Abstimmung welche dem BR und gewissen Parteien nicht genehm sind endlich ein Ende!

Als Contra zu ihren zahlreichen Pro's zum Thema Arbeit:

Ist das Geschäft auch noch so klein, es bringt doch mehr als Arbeit ein

Arbeit allein macht nicht glücklich

Arbeit zieht Arbeit nach sich

Wenn das Arbeiten nur leicht wär, tät's der Bürgermeister selber

Arbeit ohne Vorteil wird sauer

Arbeit ist Irrtums Lohn

Von großer Arbeit starben die Pferde

Mein Großvater sagte mir einst, dass es zwei Sorten von Menschen gäbe. Die, die arbeiten und die, die sich die Lorbeeren für diese Arbeit einheimsen. Er sagte mir, ich solle versuchen in der ersten Gruppe zu sein; es gäbe dort viel weniger Konkurrenz

Teamarb​​eit ist, wenn vier Leute für eine Arbeit bezahlt werden, die drei besser machen könnten, wenn sie nur zu zweit gewesen wären und einer davon krank zu Bett läge.

Arbeit um der Arbeit willen ist gegen die menschliche Natur

Die Geizigen sind den Bienen zu vergleichen: sie arbeiten, als ob sie ewig leben würden

Man sollte nie so viel zu tun haben, daß man zum Nachdenken keine Zeit mehr hat

Es gibt drei Sorten von Menschen: solche, die sich zu Tode sorgen; solche, die sich zu Tode arbeiten; und solche, die sich zu Tode langweilen

Wer immer nur funktioniert, entzieht sich dem Abenteuer des Lebens

Es ist nicht der Unternehmer, der die Löhne zahlt - er übergibt nur das Geld. Es ist das Produkt, das die Löhne zahlt

Manche halten einen ausgefüllten Terminkalender für ein ausgefülltes Leben.

Die Zeit ist gekommen, um die aussaugende, tötende Arbeit aus dem werktätigen Leben zu entfernen. Wir werden solange kein Kulturvolk sein, bis nicht die Tretmühle aus dem Tagewerk entfernt worden ist.

Solange wir jung sind, arbeiten wir wie die Sklaven, um uns etwas zu schaffen, wovon wir bequem leben könnten, wenn wir alt geworden sind. Und wenn wir alt sind, merken wir, daß es zu spät ist, so zu leben.

Zwecklose Arbeitsamkeit ist nicht weniger töricht als zügelloser Genuß.

Wenn man zuviel arbeitet, hat man keine Zeit zum Geldverdienen

Wenn​​ sich heutzutage ein anständiger, tätiger Mensch kritisch verhält gegenüber sich und seiner Arbeit, so bekommt er zu hören: Jammerlappen, Nichtstuer, Langweiler. Wenn jedoch ein müßiger Spitzbube ruft, man müsse etwas tun, müsse arbeiten, so bekommt er Applaus.

Besser ist es völlig ruhn, als etwas verdrossen tun.

Wenn Arbeit alles wäre, gäbe es keinen Lebenssinn für Behinderte, keinen mehr für Alte und noch keinen für Kinder.

Jede Arbeit ist ein Stück "Zwangsarbeit"

Wel​​ch schrecklicher Irrglaube unserer Welt, Arbeit und Mühe seien eine Tugend. Durchaus nicht, eher ein Laster. Christus hat nicht gearbeitet.

Wenn ihr behauptet, alle müssten arbeiten, dann sollen es mir alle diese Reichen, die nichts tun, erst einmal vormachen.

Unsere Arbeit formt unser Denken und Handeln – und manchmal verformt sie uns auch.

arbeiten bis zum Umfallen

arbeiten bis ins Grab

Diejenigen welche am wenigsten tun schwärmen nicht selten am meisten von der Arbeit

Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo der Zwang zur Arbeiten aufhört.

Du weißt nicht mehr, wie Blumen duften,
kennst nur die Arbeit und das Schuften
so geh'n sie hin, die schönen Jahre;
und einmal liegst du auf der Bahre,
und hinter dir, da grinst der Tod:
"Kaputt gerackert - Vollid***!"

Wer viel anfängt zu gleicher Zeit, macht alles halb und nichts gescheit

Zwanghaft​​es Arbeiten allein würde die Menschen ebenso verrückt machen wie absolutes Nichtstun.Erst durch die Kombination beider Komponenten
wird das Leben erträglich.

Der Arbeiter heute ist in die Anonymität gerutscht, er sieht so aus wie die anderen

Der Mensch muss sich aber hüten, durch zu viel Arbeit seinen Leib zu töten
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