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Die Schweizer misstrauen dem Black-Friday-Wahnsinn​​

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Bei Ra­bat­t-E­vents wie dem Black Fri­day sind schwei­zer Käu­fer ver­gleichs­weise skep­tisch. Viele glau­ben an Trick­se­rei bei den ver­meint­li­chen Schnäpp­chen­prei­sen​​. Trotz­dem nut­zen sie die Events zu ihren Guns­ten.

Den Black Friday kennt hierzulande mittlerweile jeder, aber die Schweizer bewahren eine gesunde Portion Skepsis gegenüber einer besinnungslosen Rabattschlacht. Einer Studie der Beratungsfirma Simon Kucher zufolge können zwar 99 Prozent der Schweizer mit Internetanschluss mit Begriffen wie Black Friday, Cyber Monday, Singles Day und ihren zahllosen Varianten etwas anfangen; der Handelsverband kam auf 90 Prozent Bekanntheitsgrad.

Ein​​es aber verweigern die Konsumenten hierzulande hartnäckig, wenn sich Händler im Internet und in den Fussgängerzonen mit Rabattangeboten überschlagen, wie jetzt wieder vom 23. bis 26. November: den besinnungslosen Run auf vermeintlich einmalige Sonderangebote.

Aus den USA kennt man Bilder von Kunden, die Kaufhäuser förmlich stürmten, kaum dass die Türen geöffnet worden waren. Die Schweizer hingegen bleiben bislang gelassen. „Faul, fauler, Shopper“ lautet etwa die Überschrift über einem der Hauptergebnisse einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsins​​tituts YouGov im Auftrag des Finanzdienstleisters Ingenico.

42 Prozent halten Rabatte für wenig glaubwürdig

 

„Die Mehrheit der Kunden mag zwar Schnäppchen, aber so sehr auch wieder nicht, dass sie dafür grosse Anstrengungen aufwenden wollen, um das beste Angebot zu finden“, heisst es. Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, den Wecker zu stellen, um Rivalen beim Run um den besten Kauf zuvorzukommen. 15 Prozent meldeten sich bei einem der unterschiedlichen Newsletter an, um nichts zu verpassen.

Die lockere Einstellung gegenüber den Blitzangeboten mag auf die rationale Einschätzung zurückgehen, dass künstlicher Zeitdruck oft nicht zu optimalen Deals führt, sondern zu unüberlegten Käufen verführt, wie Verbraucherschützer warnen. Ohnehin haben die Konsumenten eine gehörige Portion Skepsis beim Thema Rabatte entwickelt. Die Warnungen, wonach Händler teils unrealistisch hohe „unverbindliche Preisempfehlungen“ statt tatsächlicher Marktpreise als Messlatte für ihre Prozentangaben wählen, sind offenbar auf fruchtbaren Boden gefallen.

 

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