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Einheitskasse: Keine Lösung für zukünftige Herausforderungen

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Unsere Bevölkerung wird immer älter. Während z.B. heute der so ge­nannte Al­ter­s­quo­ti­ent, d.h. das Verhältnis zwi­schen den über 64-Jährigen zu den 20-64-Jährigen rund 30 Pro­zent beträgt, wird er im Jahr 2050 - je nach Ent­wick­lung der Zu­wan­de­rung - bei 40 bis 60 Pro­zent lie­gen. Dies hat zur Fol­ge, dass in den nächsten Jah­ren de­mo­gra­phisch be­dingte Aus­ga­ben kräftig an­stei­gen wer­den. Neben den Aus­ga­ben für die Al­ters­vor­sorge ist ins­be­son­dere das Ge­sund­heits­we­sen stark be­trof­fen. Wir müssen damit rech­nen, dass sich die Ge­sund­heits­kos­ten​ bis im Jahr 2050 mehr als ver­dop­peln wer­den.

Daran würde auch eine Einheitskasse nichts ändern. Es liessen sich vielleicht Verwaltungskosten in der Höhe von jährlich rund 300 Millionen einsparen. Das ist aber bei Gesamtkosten für das Gesundheitswesen von jährlich 65 Milliarden und dem zu erwartenden Wachstum ein Tröpfchen auf dem heissen Stein. Mit der Aussage, wonach die Einheitskasse zu einer Eindämmung des Prämienwachstums führen würde, streuen deshalb die Befürworter den Stimmbürgern Sand in die Augen. Es sei denn, die Gesundheitsleistungen​ würden dereinst von der Einheitskasse rationiert. Mit einer starken Einschränkung der Leistungen könnten die Prämien wohl tatsächlich stabilisiert werden. Das ist jedoch kaum im Interesse der Patienten sein.

Statt mit einem langwierigen und teuren Wechsel der Kassenstruktur wertvolle Zeit zu verlieren, wäre es sinnvoller, endlich tragfähige Lösungen für die zukünftige Finanzierung des Gesundheitswesens zu suchen. Die Einheitskasse trägt nichts dazu bei und ist deshalb abzulehnen.


Commentaires des lecteurs sur cet article

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27%
(11 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Pardon, der 'Schiet' wurde gerade gestern abelehnt, 71%. Wir sollten es dabei belassen oder kommt jetzt das SVP-Blocher-Einkaufs-​​Werbe-Anzeigen-Werbu​n​gs-Verwaltungsratsa​rg​ument? Akzeptieren wird doch den Entscheid des Souveräns.

Die SP muss sich allerdings überlegen, was sie uns als nächstes auftischen will. Wieder Stacheldraht und Barackenargumenten auf den Bundesplatz?

Das BGE mit Hängemattenpotentzial​​ sollten sie 'im Dschungel' lassen und 'sich selbst daraus holen', sonst endet das mit einem spektakulären 'Star'-Wahlergebnis 2015!



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60%
(10 Stimmen)
Herald von Münster sagte September 2014

Im Vorfeld zur EKK-Abstimmung wird von den Gegnern und Profiteuren des heutigen Systems mit 61 Kassen gezielt viel Verunsicherung und Falschinformation gestreut.

Ich halte mich da lieber an das Factsheet zur Einheitskrankenkasse (Argumentarien Pro) des Nationalen Initiativkomitees für eine Soziale Einheitskrankenkasse und habe deshalb ein überzeugtes JA zur EKK eingelegt.

http://​www.parlament.ch/d/do​kumentation/dossiers/​dossiers-archiv/einhe​itskk/Documents/einhe​itskk-argumentarium-p​ro-d.pdf



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64%
(14 Stimmen)
Heinz Kremsner sagte September 2014

Ach Herr Fischer: da liegen sie komplett falsch.
Meine Meinung hier http://www.vimentis.c​h/dialog/readarticle/​einheitskasse---wo-li​egt-das-problem/?open​=5372&jumpto=133069


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71%
(14 Stimmen)
- - sagte September 2014

Gegen Ende des Abstimmungskampfes hat das Parlament die Aufsicht über die Krankenkassen verschärft. Am Montag hat der Ständerat die letzten Differenzen zum neuen Aufsichtsgesetz ausgeräumt. Eine Mehrheit hat die Vorlage wohl nur unter dem Druck der Volksinitiative "Für eine öffentliche Krankenkasse" gefunden.

"Nach der Rückweisung durch den Nationalrat im letzten Dezember war das Schicksal des Krankenkassen-Aufsich​​tsgesetzes zunächst in der Schwebe gewesen. Der Mehrheit der grossen Kammer hätte eine gezielte Änderung des Krankenversicherungsg​​esetzes genügt. Weil der Ständerat aber auf einem gesonderten Aufsichtsgesetz beharrte, nahm die Gesundheitskommission​​ des Nationalrats einen neuen Anlauf."

http://ww​​w.luzernerzeitung.ch​/​nachrichten/schweiz​/s​chweiz-sda/Parlame​nt-​staerkt-Aufsicht-​uebe​r-Krankenkassen;​art46​447,422547

M​an will also der Initiative den Wind aus den Segeln nehmen, verstärkt aber gleichzeitig die Tatsache, dass die sechzig Krankenkassen nicht autonom, sondern bereits fast staatlich sind. Beides spricht für die Annahme der Volksinitiative "Für eine öffentliche Krankenkasse".


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31%
(16 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Die Kassen kontrollieren die Arztrechnungen z. B. nch Tarmedtarif. Und die EKK?

Stellen die dann einen neutralen Betriebswirt schon bei, wenn die Artzbehandlung durchgeführt wird und vermutlich dann mit Stoppuhr? Wohl kaum.

Die EKK ist ein Überverwaltungsunding​​ und das werden wir kurz nach deren Einführung drastisch zu spüren bekommen. Die Medas IV ler lassen grüssen.

Habe NEIN gestimmt.


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57%
(14 Stimmen)
Werner Nabulon sagte September 2014

Lars von Limaa,
So sei das eben. Ich wusste nicht, dass mich die Krankenkasse operiert, oder die Krankenkasse als mein Arzt auftritt.
Die Kranken Kasse (die eigentlich keine Risiko Patienten will) hat die Rechnungen zu bezahlen, und Gut ist.
Darum ein klares JA eingelegt, ebenso abgeschickt, um endlich diesen Maloch aufzubrechen.


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47%
(19 Stimmen)
Lars von Lima sagte September 2014

Für mich gibt es nur ein glasklares NEIN gegen die EKK. Vote bereits abgeschickt.


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50%
(18 Stimmen)
Roland Steiner sagte September 2014

Herr Fischer, sie haben recht, die EKK ist nicht die Lösung. Leider aber auch eine andere Finanzierungsart wird schlussendlich nichts ändern. Das Problem ist nicht die Finanzierung sondern liegt in der strukturellen Gegebenheiten. Diese haben sich zwar für eine lange Zeit bewährt,aber die Entwicklungen im Gesundheitswesen der letzten Jahre passen nicht mehr in das alte System. Somit muss die Struktur im Gesundheitswesen der Schweiz neu überdacht werden.
Das Gesundheitswesen ist in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Die Anzahl der Behandlungsmethoden ist angestiegen. Auch schreitet die Technisierung immer mehr voran. Dies bedeutet, dass jedes Spital immer mehr und kostenintensiver nachrüsten muss, um mit der Entwicklung Schritt zu halten. Leider führt dies aber dazu, dass diese Gerätschaften und das dazu notwendige Personal vielerorts nicht mehr effizient genutzt werden.

Somit gilt es für die kleine Schweiz als erstes, im Bereich des Gesundheitswesens, vom Föderalismus wegzukommen. Grundsätzlich bin ich ein grosser Befürworter des Föderalismus. Aber im Bereich der Gesundheitsversorgung​ muss ein Umdenken stattfinden.

Danac​h müssen Profizentren für die unterschiedlichen Krankheiten und Gebrechen geschaffen werden. Dies bedeutet, dass die Anzahl der Spitäler in der Schweiz von über 300 auf etwa 50- 60 Spitäler reduziert werden könnte.
Z.B. würde ein Zentrum für Herztransplantationen​ und Herzprobleme reichen. Dadurch würde es in der Schweiz ein Spital geben, in dem die Infrastruktur und auch das Personal und die Ärzte auf diese Art von Krankheit spezialisiert wären und auch die entsprechende Erfahrung hätten. 3 Zentren wie jetzt sind zu viel und die Zahl der Transplantationen reicht nicht aus um die Ärzteteams genügend Erfahrung sammeln zu lassen.
In diesen Zentren werden somit alle planbaren grösseren Eingriffe und die Weiterversorgung von grösseren Notfällen durchgeführt.

Natü​rlich verschwinden die anderen Spitäler nicht, oder mindestens nicht alle. Ein Teil wird umgenutzt und in Notfallstationen umgebaut. In diesen könnten z.B. Hausärzte Zentrumspraxen mit einer gemeinsamen Infrastruktur bilden. Diese könnten auch gleichzeitig den Notfalldienst für die entsprechenden Regionen oder Gebiete übernehmen. Diese Notfallstationen sollten es jedem in der Schweiz ermöglichen, innert nützlicher Frist, ärztliche Hilfe zu bekommen. Solch ein System würde auch wieder die Aufgaben der Hausärzte aufwerten und diesen Bereich wieder attraktiver machen.

Natürlich braucht es nicht so viele Notfallzentren. Aber wir stehen mit der Überalterung der Bevölkerung in der Schweiz vor einer neuen Herausforderung. Die restlichen frei werdenden Spitäler könnten z.B. zu Alterszentren für pflegeintensive Pensionäre umgebaut werden. Auch das frei werdende Personal könnte in diesem Bereich eine neue Aufgabe finden.

Das Gute an meinem Vorschlag ist, dass sich durch die Spezialisierung die Qualität des schweizerischen Gesundheitssystems verbessern würde. Zusätzlich werden die bestehenden Ressourcen durch Umnutzung weiter verwendet.



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50%
(20 Stimmen)
- - sagte September 2014

Ihre Argumente sprechen ja alle FÜR die Einführung einer öffentlichen Krankenkasse, Herr Fischer!


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50%
(18 Stimmen)
Herald von Münster sagte September 2014

Einheitskasse: Die bewusst irreführende Propaganda der Gegner

Was die Gegner einer öffentlichen Krankenkasse behaupten und worum es in der Abstimmung wirklich geht (K-Tipp Nr. 14, 03.09.2014):

https​://www.ktipp.ch/artik​el/d/einheitskasse-ei​nheitlich-wird-nur-di​e-praemie/


Die Gegner der EKK, interessanterweise häufig aus den Reihen unserer "Volksvertreter/-inne​n" in Bundesbern, führen jetzt zunehmend eine irreführende bis unlautere Propagandaschlacht. Kein Wunder, denn gerade in jenen Kreisen gibt es offenbar zahlreiche persönliche Profiteure vom heutigen KK-Schlamassel. Man möchte natürlich auch in Zukunft möglichst zahlreiche lukrative KK-VR-Mandate wahrnehmen und kräftig in die eigene Tasche abschöpfen.

Siehe prominentes Beispiel Ruth Humbel (CVP), welche inner- und ausserhalb des Nationalrats als vehemente Gegnerin der EKK negativ auffällt. Frau Humbel ist als Verwaltungsrätin zweier Kliniken (Privatklinik Villa im Park, ReHaClinic AG) und der Krankenkasse Concordia eine direkte Profiteurin der steigenden Gesundheitskosten. Humbel & Co. haben eine starke Lobby, welche es geschickt versteht die eigenen Interessen und Pfründe zu schützen. Ein Job im Verwaltungsrat einer Krankenkasse kann gut und gern 50'000 Franken im Jahr einbringen.

Klar, dass solche sogenannten "Volksvertreter/-inne​n" kein Interesse an einer EKK haben. Es ist Zeit, dass solches unverschämtes Schmarotzertum auf Kosten der Allgemeinheit gestoppt wird.

JA zur EKK!



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45%
(20 Stimmen)
Beat Gurtner sagte September 2014

Inzwischen ist auch die zweite SRG Umfrage erschienen. Gemäss dieser Umfrage wird Zitat: "die Einheitskasse wohl chancenlos sein"
http://www.srf​.ch/news/schweiz/abst​immungen/abstimmungen​/einheitskasse/einhei​tskasse-wohl-chancenl​os

Solche Umfragen sind aber mit Vorsicht zu geniessen. Abwarten und Tee trinken.
NEIN zur linken Zwängerei Einheitskasse


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38%
(16 Stimmen)
Dany Schweizer sagte September 2014

Herr Fischer

Auch wenn ich nun Sand in den Augen habe, sehe ich noch klar. Egal wie ich es wende und drehe. Auch Ihre Argumente mit einbeziehe, gibt es nur eine Lösung um die heute desolate Situation zu verbessern. Die EKK

Egal ob es keine Prämienreduktion gibt, egal ob es eine Veränderung im System gibt, egal ob es eine Veränderung im Prämienkatalog gibt. Aber die Situation, in die uns Frau Dreifuss und Berset gebracht haben, kann so nicht weiter gehen.

Es ist ein pausenloses Hinterherhinken der Verhandlungen mit den PKK's. Die drehen und wenden sich erneut und schon sind unsere "Berater" im Bundeshaus überfordert und wollen nach langem überlegen dann wieder neue Verhandeln. Neue Veränderungen in der Situation bewegen, und bevor die Verhandlung abgeschlossen ist, hat sich die Privat... angebl. NoProfitFirma schon wieder eine neue Ecke ausgedacht um sich am Kranken zu bereichern.

Auch wenn die Grundversicherung eine angebl. NoProfit-Versicherung​ sein soll. Wenn diese nicht im "Profizenter" der Versicherung Profit abwerfen würde, würde das eine Versicherung auch nicht tun. So realistisch muss oder sollte man sein. Versicherungen waren noch NIE die Wohltäter dem Versicherten gegenüber. Das ist reine Kalkulation.


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