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Ernährungssicherheit

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Bevor wir die Frage um die Ernährungs­si­cher­he​it be­ant­wor­ten kön­nen, müs­sen wir uns klar wer­den, was sich bei der An­nahme «für die Ernährungs­si­cher­he​it» in der Schweiz än­dert. Der vor­lie­gende Text über den ö­ko­lo­gi­schen Anbau und den Schutz des Kul­tur­lan­des be­schreibt we­sent­lich die ak­tu­elle Land­wirt­schafts­po­​li­tik des Bun­des. Im Klar­text be­deu­tet es, dass der in­län­di­sche Bau­ern­be­trieb weder be­vor­zugt be­han­delt, noch dass neue Sub­ven­tio­nen ge­schaf­fen wer­den - also viele schöne Worte für den Sta­tus quo. In der schwei­ze­ri­schen Land­wirt­schaft wird der Ein­satz von ge­ne­tisch ver­än­der­ten Or­ga­nis­men auch mit dem im Mo­ment gül­ti­gen Gen­tech-­Mo­ra­to­ri​um nicht kon­se­quent ver­bo­ten. Die qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige und gen­tech­freie Pro­duk­tion der Schweiz muss sich aber auch län­ger­fris­tig gegen den Preis­zer­fall von aus­län­di­schen Mas­sen­pro­duk­tio­n​en be­haup­ten kön­nen. Das Bau­ernster­ben geht wei­ter. Gemäss Vor­aus­sage des Agros­co­pe, dem Kom­pe­tenz­zen­trum des Bun­des für land­wirt­schaft­li­c​he For­schung, wer­den im bis­he­ri­gen Struk­tur­wan­del bis im Jahr 2024 rund 10'000 Be­triebe ihre Ar­beit ein­stel­len. Wich­ti­ger wäre, dass der lo­kale und re­gio­nale Han­del von land­wirt­schaft­li­c​hen Er­zeug­nis­sen den Vor­rang vor wei­te­ren Ex­por­ten und dem Welt­han­del ein­neh­men. Damit würde der lo­kale Bau­ern­be­trieb zu­sätz­lich ge­stärkt und böte somit eine echte Ernährungs­si­cher­he​it, wel­che auch in einer Kri­sen­zeit den Selbst­ver­sor­gungs­​grad er­höht. Da diese Vor­lage keine Ver­bes­se­rung der Si­tua­tion bringt, werde ich im Wis­sen um die be­vor­ste­hen­den Ernährungs­i­ni­tia­t​i­ven (Fair-­Foo­d-I­ni­tia​­tive und für Ernährungs­sou­ver­ä­​nität) und mit der Hoff­nung auf einen wir­kungs­vol­le­ren Ge­gen­vor­schlag diese un­wirk­same Ver­fas­sungs­än­de­r​ung ab­leh­nen.


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33%
(3 Stimmen)
Peter Aebersold sagte September 2017

Der Bauernverband hat sich von der neoliberalen Agrarlobby, die nicht unsere Bauern vertritt, über den Tisch ziehen lassen und das Anliegen der vielen Befürworter der Ernährungssicherheit durch verstärkte Selbstversorgung im Regen stehen lassen. Mit dem Gegenvorschlag werden Tür und Tor für Biligimporte ohne die strengen Auflagen punkte Nahrungssicherheit (kein Gentech) und Tierschutz, die unsere Bauern erfüllen müssen geöffnet. Mit Billigimporten kann die Ernährungssicherheit bei globalen Dürrekatastrophen, Missernten, Nahrungsmittelengpäss​en, Katastrophen bei internationalen Verkehrsknotenpunkten​ (siehe Tunneleinbruch Rastatt) und in Notzeiten nicht gewährleistet werden. Dann hilft jedes Land zuerst sich selbst!


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