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Islam und SPS

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Islam und Sozialdemokratie(ersc​hien am 13.07.2018  auch in der Bas­ler Zeitung)

 

3Gegenwärtig findet in der SPS eine hitzige Debatte um den Islam in der Schweiz statt. Die dem Lager des Parteipräsidenten widersprechende noch kleine Gruppe wird von Frau Stephanie Siegrist von der Basler SP angeführt. Sie hat recht. Um was geht es?

 

 

 

Am letzten Parteitag der SPS wurde die Forderung der Anerkennung des Islam durch den Staat vom Parteipräsidium aufgebracht. Das Thema ist nicht neu. Schon am 15. Oktober 2016 hatte Präsident Christian Levrat in der NZZ auf eine dortige Bemerkung von CVP-Präsident Gerard Pfister vom 8. Oktober, der Islam gehöre nicht zu Schweiz, u.a. folgendes gesagt: «Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die UNO-Menschenrechtsdek​laration verabschiedet, als gemeinsames Werk der Menschheit, nicht als Ausdruck des abendländischen Christentums.» Stimmt das?

 

 

 

Die UNO war auf Betreiben der USA 1945 gegründet worden. 1948 zählte die UNO erst 55 Mitglieder, darunter eine überwiegende Mehrheit von christlichen Staaten. Einige Dutzend muslimischer und anderer Staaten bestanden noch gar nicht (Kolonien) oder waren erst viel später Mitglieder geworden. (einige Beispiele solcher Nichtmitglieder-Staat​en: Algerien, Bangladesh, Malaysia, Marokko, Sudan, Vereinigte Arabische Emirate etc.). Kurz nach dem zweiten Weltkrieg waren die USA die dominierende Macht und bestimmten weitgehend die Agenda der Welt ausserhalb des Ostblocks. Die UNO-Menschenrechtserk​lärung atmet deshalb den Geist des christlichen Abendlandes, wobei die Sowjetunion die sozialen Artikel durchsetzte. Eleanore Roosevelt, die Frau des verstorbenen US Präsidenten, war die Präsidentin der dafür errichteten UNO Kommission. Am 10. Dezember 1948 wurde die UNO-Menschenrechtserk​lärung von 48 der 55 UNO-Mitgliedstaaten angenommen.

 

 

 

Neb​en den meisten Mitgliedern des Sowjetblocks enthielt sich das muslimische Saudi-Arabien der Stimme. Die wenigen muslimischen Mitgliederstaaten empfanden diese Erklärung als «westlich». Am 5. August 1990 wurde deshalb in Kairo die «Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam» von 47 der insgesamt 57 Mitgliedstaaten der Organisation der Islamischen Konferenz angenommen. Das bedeutet, dass der UNO-Erklärung der Menschenrechte (48 Ja stimmende Staaten) mit der Islamischen Erklärung der Menschenrechte (47 zustimmende Staaten) ein bedeutendes Gegengewicht gegenübersteht. Das sind eindeutig zwei konkurrierende Menschenrechts-Erklär​ungen.               ​                     ​                    

 

 

 

Die Kairoer Menschenrechtserkläru​ng hat mit derjenigen der UNO nicht viel gemein. So wird in der Erklärung schon einleitend gesagt, dass «Wissen mit Glauben einhergeht». Es wird bestätigt, dass des Menschen «Freiheit und sein Recht auf ein würdiges Leben im Einklang mit der islamischen Scharia» steht. Es ist hier nicht der Platz, alle 25 Artikel der Kairoer Erklärung wiederzugeben. Aber bei sehr vielen Artikeln wird zwar eines der Menschenrechte genannt, aber dann eine Schlussformel angefügt, die es wieder relativiert, indem es der Scharia unterstellt wird. Hier einige vielsagende Beispiele solcher Formeln:

 

 

 

- Artikel 2: Das Leben darf nicht genommen werden, «es sei denn aus einem von der Scharia vorgeschriebenen                Grund».

 

- Artikel 7: Die Rechte der Kinder und deren Erziehung sowie die Rechten der Eltern werden durch den Zusatz eingeschränkt, dass diese «in Übereinstimmung mit den ethischen Werten und Prinzipien der Scharia» zu sehen sind.

 

- Artikel 9: Die Bildung ist wichtig und dient dazu, dass sich der Mensch zum Wohle der Menschheit mit der «Religion des Islam und den Tatsachen des Universums vertraut machen kann».

 

- Artikel 16: Jedermann soll die Früchte seiner Arbeit geniessen dürfen, «vorausgesetzt, dass diese Arbeit nicht gegen die Prinzipien der Scharia verstösst».

 

- Artikel 22a: Jeder hat das Recht auf freie Meinungsäusserung in einer Weise, «die nicht gegen die Prinzipien der Scharia verstösst».

 

Für Staaten wie die heutige Schweiz sind folgende Artikel sehr wichtig:

 

- Artikel 6b: «Der Ehemann ist verantwortlich für den Unterhalt und das Wohlergehen der Familie».

 

- Artikel 19d: «Es gibt nur die in der Scharia erwähnten Verbrechen und Strafen.»

 

Die Schlussartikel 24 und 25 sagen dann nochmals ganz klar, was gilt: «Alle in dieser Erklärung aufgestellten Rechte und Freiheiten unterliegen der islamischen Scharia.» Und: «Die islamische Scharia ist der einzige Bezugspunkt für die Erklärung oder Erläuterung eines jeden Artikels in dieser Erklärung.»

 

 

 

Am 15. September 1994 nahm der Rat der Liga der Islamischen Staaten die Arabische Charta der Menschenrechte an, die im Ton wesentlich gemässigter ist und näher an der UNO-Deklaration der Menschenrechte zu liegen scheint. Raffiniert unterstellt sie diese aber der Scharia. Schon in der Präambel wird in Bekräftigung der Charta der UNO und anderer Menschenrechtserkläru​ngen am Schluss auf die «Kairoer Erklärung über Menschenrechte im Islam» verwiesen, die, wie gezeigt, die Menschenrechte der Scharia unterstellt.

 

 

 


Commentaires des lecteurs sur cet article

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60%
(10 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte July 2018

Der türkischdeutsche Superstar der deutschen Nationalmannschaft tritt zurück.
Das Rühren der Werbetrommel für Erdogan ist beim deutschen Volk schlecht angekommen.
Viele deutsche sport-politik-sport Blinde jedoch bedauern das.
Jetzt wirft er denjenigen, die sein Handeln missbilligen, Rassismus gegen ihn vor…
Er sagt sogar, es seien keine politischen Absichten dahinter – er würde es wieder tun.
(Vor den türkischen Wahlen hat er sich mit Erdogan und Gündogan fotografieren lassen.
Folgen Sie dem Link)

http://www.f​az.net/aktuell/sport/​fussball/mesut-oezil-​tritt-aus-fussball-na​tionalmannschaft-zuru​eck-15703527.html

http://www.faz.net/ak​tuell/sport/fussball/​reaktionen-auf-oezils​-ruecktritt-von-alarm​zeichen-und-kommunika​tionsfehlern-15703741​.html?printPagedArtic​le=true#pageIndex_0



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58%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte July 2018

Gestern haben sich 60% der Bürger an der Urne gegen den Moscheeneubau in Kaufbeuren D ausgesprochen (s. Kommentar unten). Der Bürgermeister und die Obrigkeiten sind konsterniert, denn die wollten natürlich einmal mehr nicht das was die Bürger wollten, sondern waren selbstverständlich bereit, der weiteren Islamisierung Hand zu bieten.

Die Muslime „sind enttäuscht“ und brabbeln jetzt reflexartig von Islamophobie und Rassismus und das Staats-Fake-News-Fern​sehen assistiert und zeigt eine weinende, fassungslose Deutsche Einheimische, die diesen Entscheid nicht nachvollziehen kann. Sie sei „erschüttert“ und sie habe gedacht „das kriegen wir durch“ und die Bürger „fänden das eine gute Sache“ stammelt sie, bevor sie durch ihre überfliessenden Emotionen fast zusammenbricht.

Es stimme gar nicht, dass in der Muslimischen Gemeinde politische Fragen gepredigt würden, denn in der Moschee sei dies verboten. Auch wenn die für Betrieb und Neubau erforderlichen Gelder allesamt von der DITIB kommen und auch die Predigten von dieser Organisation vorgeschrieben werden. Die DITIB ist die staatliche Türkische Religionsbehörde!
Di​e Frage sei mit dem klaren Bürgerentscheid nicht entschieden, weiss die ARD noch nachzuschieben, nur würde die Moschee halt jetzt auf einem anderen Grundstück gebaut…

Die Abstimmungsgewinner kamen nicht zu Wort.

https://youtu.be/​RiQirCe1OqY



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50%
(12 Stimmen)
Hans Knall sagte July 2018

Am nächsten Sonntag dürfen die Bürger im Deutschen Kaufbeuren über die Vergabe eines Grundstücks für den Bau einer grossen Moschee abstimmen.

Inzwischen wird auch der dafür vorgesehene Name des Bauwerks diskutiert. Die Moschee soll „Ulu Cami“ heissen, was rein wörtlich übersetzt „grosse Moschee“ heisst.
Aber „Ulu Cami“ hat eine andere, für Christen äusserst bedrohliche Bedeutung: Dieser Name erinnert an die erfolgreiche Schlacht des osmanischen Kriegsheeres gegen Christen bei Nikopolis vom 25. bis 28. September 1396 auf dem Gebiet des heutigen Bulgariens. Sultan Bayezid I. hatte gelobt, im Falle seines Sieges zwanzig Moscheen als Dank an Allah zu errichten, erbaute dann aber stattdessen nur eine einzige grosse Moschee mit zwanzig Kuppeln in der türkischen Stadt Bursa und nannte sie Ulu Cami. In Deutschland gibt es etwa zwanzig DITIB-Moscheen, die nach diesem Vorbild benannt sind. Dies stellt einen unerhörten Skandal dar, denn nach der Schlacht verübten die Osmanen ein Massaker an den Christen. Unterschiedliche Quellen berichten, dass bis zu 3000 Gefangene hingerichtet wurden, um die Rachegelüste der islamischen Eroberer zu befriedigen.
Auch in der Schweiz gibt es eine „Ulu Cami“-Moschee in Bürglen!
https://www​.tagblatt.ch/ostschwe​iz/frauenfeld-munchwi​len/buerglen-das-dorf​-und-seine-moschee-ld​.772347

Dieser Stolz auf osmanische Macht steckt auch in prominenten und scheinbar gut „integrierten“ Türken. So hat etwa der Fussballspieler Özil, in seiner Londoner Wohnung ein Bild des grausamen Kriegsfürsten Sultan Mehmet II. aufgehängt, der 1453 Konstantinopel mit seinem Heer eroberte, die christliche Stadt drei Tage lang der Plünderung aussetzte sowie die in die Kirche Hagia Sophia geflüchteten Christen abschlachten liess. Dieser Mehmet II wird auch „Fatih“ genannt, was „Eroberer“ bedeutet.
https://i1.wp.com/w​ww.journalistenwatch.​com/wp-content/upload​s/2018/07/%C3%96zil.j​pg?w=714&ssl=1

Nac​h diesem brutalen Osmanen-Sultan sind in Deutschland bisher 52 DITIB-Moscheen benannt.
In der Schweiz gibt es Fatih-Moscheen in Heerbrugg, Solothurn, Zug



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69%
(13 Stimmen)
Franz Krähenbühl parteifrei sagte July 2018

Es wäre hilfreich, wenn Sie den Link auf das zugrunde liegende Thema setzen würden, Herr Frick. Dort wären dann jeweils gleich noch andere Artikel zum selben Thema auffindbar. Manchmal sogar begleitet mit entsprechenden mehr oder weniger intelligenten Lesermeinungen. Hier ist der Link.
https://bazonl​ine.ch/schweiz/islam-​und-sozialdemokratie/​story/13373847
Ich finde es wunderbar, dass es SP-Mitglieder gibt, die so denken. Die sich mit den möglichen Folgen zu grosser Islam-Freundlichkeit mit den Gefahren kultureller Verschiedenheiten z.B. In Sachen Scharia usw. kritisch auseinandersetzen.
B​esten Dank, Her Frick.



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69%
(13 Stimmen)
jan eberhart sagte July 2018

Der Staat sollte keine Religion bevorzugen oder gar offen befürworten.

Die Schweiz braucht keine Staatskirche oder Staatsreligion und angesichts der Konkurenz von Protestantismus und Katholizismus war ab der Kichentrennung hier die Schweiz gespalten und uneins.

Ausserdem gibt es im Islam die Shiiten, die Sunniten, Alawiten, etc.. Es gibt keine Instiution, die im Islam für alle sprechen könnte.



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