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Forget Brexit oder die Quadratur des Kreises

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Wie der Text zu lesen ist:

Der Autor des Textes ist weder studierter Historiker noch Journalist. Er schaut lediglich mit dem Blick eines historisch interessierten Laien in den Alltag. Und er benutzt seine reichlich vorhande Fantasie.

Heisst aber nicht das der Text aus haarsträubenden Idee und aus der Luft gegriffen Tatsachen besteht. Um den Text beurteilen zu können, müssen zuerst die Quellen aus denen erschöpft gewürdigt werden. Bevor man etwelche Schnellschüsse wie "gequirltes Irgendwas (wohl Schei**e gemeint)" in die Kommentarspalte setzt, bitte den gesamten Kontext inklusive Linkquelle würdigen.

Forget Brexit

Seit über drei Jahren dominiert das Thema Brexit die Schlagzeilen. Nachdem es in den letzten Monaten etwas ruhiger geworden war, steht der Brexit in allen Medien zu oberst in den Schlagzeilen.


Im Frühjahr wurde der Brexit in allen seinen Variationen durchgekaut. Spätestens am 1. März 2019 war klar, dass es keinen Berxit gibt. Selbst wenn am Sankt Nimmerleinstag um 12 Uhr die Glocken läuten, wird die Welt kein Brexit gesehen haben.


Obwohl sozial und wirtschaftlich der Brexit machbar und sogar wünschbar ist, wird der Brexit nie kommen.


Um zu verstehen, warum es keinen Brexit gibt, hilft ein Blick auf die inneren Strukturen der Europäischen Union, respektive auf das was sie in ihrem Innersten zusammenhält.


Adel​he​​​​​​​​​​rrschaft


Sei​t​ Geschichte geschrieben wird, wurde Europa von Aristokraten beherrscht.


Selbst im antiken Griechenland, dem Ursprungsort der Demokratie war Mitsprache und Mitbestimmung einer Minderheit vorbehalten. Die Sklaven, also diejenigen die die Arbeit machten, wurden nicht nach ihren Meinungen und Bedürfnissen gefragt.


Ungeachtet der autoritären Verhältnisse war in Europa das Bedürfnis nach Freiheit und Mitsprache zu allen Zeiten gross. So weit wie die Zivilisation zurückreicht wurde sie von Volksaufstände und Revolutionen begleitet. Denen zu meist mässiger Erfolg beschieden war.


Die Reformation markiert eine Zeitenwende. Seit ihrem Anbeginn wird verstärkt um Freiheit, individuelle Selbstentfaltung und Unabhängigkeit gekämpft.


Nicht nur mit Gewalt, sondern auch philosophisch und moralische wurde versucht den Herrschaftsanspruch der Aristokratie zu legitimieren.


Obwohl zäh gerungen wurde und viel Blut floss, haben die BürgerInnen Europas nicht viel mehr als repräsentative Demokratie und konstitutionelle Monarchie erreichen können.


Von alleine konnten sich die EuropäerInnen nicht wenigen Freiheiten erkämpfen die sie heute besitzen. Dazu brauchten sie die Hilfe von Adolf Hitlers Nazideutschland, dass die Aristokratieen hinwegfegte und die US-Amerikaner die sie aus dem Nazistischen Joch befreiten.


Untrennbar mit der Adelsherrschaft ist die Ansicht der Aristokraten verbunden, etwas Besseres als ihre Untertannen zu sein. Dass sie Hochwohlgeboren sind. Das die Aristokraten und Gott persönlich erwählt und in ihre Privilegien eingesetzt wurden. Dass sie Kraft ihrer Erwähltheit (Gottesgnadentum) nur alleine sie wissen können, was für das gemeine Volk gut ist. Dass das von Gott verworfene Volk zu dumm ist um zwischen gut und schlecht zu unterscheiden.


Aus ihrer durch Gottes ewigen Ratschluss verliehen Stellung leiten die Aristokraten das Recht ab, über die ganze Welt zu bestimmen. Frei über all Reichtum der Welt verfügen zu können. Das gottgegebene Recht nach eigenen Gutdünken Kolonien zu errichten und Menschen zu versklaven.


Der Aristokratie ist keine in sich geschlossene Klasse. Sie lässt ein gewisses, wenn auch geringes Mass an sozialer Mobilität zu.


Menschen die sich durch ausserordentliche Verdienste ausgezeichnet haben oder über unverzichtbare Fähigkeiten verfügen wurden in den Adelsstand erhoben.


Gegenüber Klassen und Gruppierung die aus eigener Kraft sich Macht erarbeiteten, verhielt sich der Adel flexibel. Ende des 18. anfangs des 19. Jahrhunderts assimilierte das durch die Industrialisierung aufgestiegene Grossbürgertum mit dem Adel. Der Adel musste ein Teil seiner Macht dem Grossbürgertum abtreten. Im Gegenzug beschützte und unterstützte das Grossbürgertum bis zu einem gewissen Masse den Adel. Wenn auch die Interessengegensätze gemindert wurden, blieben sie erhalten. Später entluden sie sich bei der Gründung der Nationalstaaten und der Etablierung der repräsentativen Demokratie.


Club der alten Kolonialmächten

Z​wei​​​​​​​​​​ter Weltkrieg und Nationalsozialmus zogen europäischen Adel arg in Mittelleidenschaft. Das Nationalsozialistisch​​​​​​​​​​​e Deutschland, dass mithilfe und Duldung der Sowjetunion und der USA zur Grossmacht aufgestiegen war, eroberte innert weniger Monaten Europa. Die bis anhin unangefochtene Herrschaft von Adel und Grossbürgertum wurde hinweggefegt. Der mit dem Adel verflochtene katholische Klerus wurde von den Nazis verfolgt. Adelige und Grossbürger wurden in Hotels gefangen gesetzt oder in KZ verschleppt. Die Habsburger Max und Ernst Hohenberg, Söhne des ermordeten Thronfolgers Franz Ferdinand (Attentat von Sarajevo) gehörten zu den ersten Österreichern, die in KZs verbracht wurden.


Die Wehrmacht besetzte Nordafrika und die Japaner überrannten die Kolonien in Asien. 1945 hatte der Adel viel von seiner einstigen Macht eingebüsst. Die Übergabe der globalen Führungsrolle an die USA war der Preis für das physische Überleben.


Um wenigstens ein Teil des vormaligen Einflusses bewahren zu können musste der ineinander versippte und verschwägerte Elite sich neu aufstellen. Interne Konkurrenz und Familienstreitigkeite​​​​​​​​​​​n wurde beigelegt.


Ironischer​​​​​​​​​​w​eise haben die Nazis selber dafür gesorgt, dass die Elite überleben und gemeinsam die Zeit nach dem III. Reich planen konnte. Als Sonder- und Ehrenhäftlinge sperrten sie ihre Feinde aus Adel und Grossbürgertum in Hotels ein. In einem überlangen "Bilderberger-Treffen​​​​​​​​​​​" konnte die Zukunft geplant und Interessen angeglichen werden.

"Sonder- und Ehrenhaft" im "Dritten Reich" High Society im Goldenen Käfig. Zigaretten, Radio und eine Flasche Sekt am Tag: Den "Sonder- und Ehrenhäftlingen" der SS fehlte es an nichts - außer der eigenen Freiheit. Eingesperrt in Schlössern, Burgen und Nobelhotels fristeten berühmte NS-Gefangene im "Dritten Reich" ein luxuriöses Dasein. - einestages spiegel.de»


Das Projekt auf das sich die europäische Elite verständigte, war die Europäische Einheit. Es ist kaum anzunehmen das die Vordenker der EU vor 75 Jahren die Ausgestaltung der EU ins Detail planten, aber die Organisation des Friedensprojekts wurde vom ersten Tag an vorgegeben.


Eine Organisation auf die die Bürger keinen direkten Einfluss hatte. Eine transnationale europäische Regierung, die die Gesetze macht und bestimmt wie die Menschen, ihre Untertanen zu leben haben.


Aus dem alten aristokratischen Vorurteil heraus, dass gewöhnliche Menschen dumm sind, wurde dafür gesorgt das die aus dem Adel und der Oberschicht hervorgegangene Elite ausserhalb demokratischer Kontrolle weiterregieren konnten.


Die verloren gegangen Kolonien wurden durch die EU-Agrarpoltik kompensiert. Produktion und Export der EU-Landwirtschaft wird subventioniert. Der EU-Binnenmarkt wird durch Schutzzölle vor Importen geschützt. In der Dritten Welt können die Landwirte nicht mit den Billigexporten der EU konkurrieren. Die Landwirte verarmen. Mittels Androhung von existenzbedrohenden Massnahmen werden die Drittweltstaaten davon abgehalten ihre Wirtschaft mit Zöllen vor den subventionierten Exporten aus der EU zu schützen.


Wie zuvor bleibt Afrika arm. Es wird gezwungen Entwicklungshilfe anzunehmen. Die Staaten bleiben schwach und die Rohstoffe können ausgebeutet und gestohlen werden. Wenn Abhängigkeit und wirtschaftliche Druck versagen, wird militärisch interveniert.


Ihrem Selbstverständnis nach ist die EU EIN, beziehungsweise nur DAS für Europa mögliche Friedensprojekt. Unzählige Kriege gingen von Europa aus. Gekämpft wurde immer um Land, Rohstoffe und Kolonien. Bis 1900 zu meist regional, später in zwei Weltkriegen. Aus der Perspektive der Aneignung von Land, Rohstoffen und Kolonien kann ein Friede nur dauerhaft sein, wenn davon alle Beteiligten gleichermassen profitieren. Oder in anderen Worten: Gemeinsame Sache (Beute) machen auf Basis eines langfristigen Ausgleichs.


Wieso der Brexit eine Illusion ist


Sir Winston Churchill trieb nach 1945 die EG massgeblich voran. Bevor Sir Winston Churchill zum überzeugten Europäer wurde, setzt er sich ein Leben lang für Erhalt und Vergrösserung des Britischen Empires ein. Als junger Mann nahm er aktiv am Sudanfeldzug von 1898 und 1902 am Kolonialfeldzug gegen die Buren beteiligt. Sir Winston Churchill entdeckte erst, als das Empire nicht mehr zu halten war, die Europäische Einheit für sich. Mit dem Vorantreiben der Europäischen Einheit versuchte Sir Winston Churchill dasjenige was vom Empire und den Kolonien zu retten war, für die europäische Elite zu retten.


Der Brexit war von Anfang an als Anschauungsunterricht​​​​​​​​​​​ für die Untrennbarkeit und Unumkehrbarkeit der Europäischen Union gedacht. Die in den Medien breitgewalzten Horrorszenarien sind dazu gemacht, jeden Gedanken und Wunsch nach Alternativen im Keime zu ersticken. Die Gedanken durch Angst-Propaganda zu lähmen.


Weder die kontinentale noch die britische Elite werden einen Brexit oder eine sonstige Aufteilung der EU zulassen. Um herrschen zu können und den kolonialen Zugriff auf die Rohstoffe der Dritten Welt zu erhalten, muss die europäische Elite gemeinsam an einem Strick ziehen. Mit dem Auseinanderfallen der Elite gehen die Möglichkeiten die Welt zu beherrschen verloren.


Das Scheitern der EU wäre auch ein Eingeständnis das die Zeit des erbgesunden, weissen männlichen Oberschicht-Europäers​​​​​​​​​​​, der nach seinem eigenen Ermessen über die Menschheit bestimmen kann, abgelaufen ist.


Das Theater das Angela Merkel, Boris Johnson & Emmanuel Macron aufführen ist lediglich Theaterdonner, der von den tieferen Gründen des Brexit-Dramas ablenken soll.


Sir Winston Chruchill und der Sudanfeldzug»


Ein blutiger Auftakt zum 20. Jahrhundert - Der Burenkrieg - ein als Kolonialfeldzug begonnener Abnützungs- und Vernichtungskampf - war die erste Katastrophe des 20. Jahrhunderts. nzz.ch»


A​del: Hitlers Habsburg - Von Gegnerschaft bis Unauffälligkeit und Sympathie: Das Verhältnis der Habsburger zum NS-Regime und umgekehrt ist ein bisher nicht geschriebenes Kapitel Zeitgeschichte. profil.at»


Die Windsors und ihre deutschen Wurzeln. Das britische Königshaus ist - historisch betrachtet - durch und durch deutsch. Die Heiratspolitik des Adels hat Männer und Frauen aus allen Gegenden Deutschlands nach London gebracht. shz.de»

Was Sie über Europas Königshäuser wissen müssen welt.de»

Wenn Königs zum Geburtstag oder zur Hochzeit laden, gibt es immer ein Familientreffen, denn Europas Königshäusern sind alle miteinander verwandt. Mal so direkt wie Prinz Frederik und Prinzessin Victoria, mal um einige dynastische Ecken. gala.de»


Lilibeth und Co: Europas Königshäuser dw.com»


Who is Who des paneuropäischen Adels ndr.de»


Commentaires des lecteurs sur cet article

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29%
(7 Stimmen)
Werner Nabulon sagte August 2019

Demokratische Abstimmungen sind die Legale Methode, Politische Wechsel herbeizubringen. Das Kontra sind Kriege oder Revolutionen, wenn das Volk leidet, mit dem Politischen Vorgehen nicht, nicht mehr, einverstanden ist.

Sicher versuchen sich "Mächtige" an der Macht zu halten. Nur, Macht erkämpft man nicht, das ist Unterdrückung.
Macht wird gegeben, weil man geschickt eine Familie, Firma, ein Land durch die Zeit bewegt. Diese Macht, die an den Erfolg geknüpft ist, die den Völkern Sicherheit und Wohlstand bringt, nur die wird langfristig akzeptiert, heute so wie so mit den Medialen Verknüpfungen sind Lügengeschichten schnell geoutet lassen sich nicht weiter vermarkten.

Doch, Brexit wird kommen.


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50%
(8 Stimmen)
jürg wolfensperger sagte August 2019

Tja diese offenbar nie endende "Sucht" einer bestimmten Elite,alles zu beherrschen,... Länder zu vereinnahmen,....die Macht an sich zu reissen....befehlen können,..und zu guter Letzt dann davon in Saus und Braus leben zu können,ist leider nach wie vor nicht ausgerottet und wuchert von Generation zu Generation immer wieder aufs Neue!.Es ist wie eine Geistes-Krankheit,die​ Menschen immer wieder von Neuem befällt.Weil Völker-Kriege im Atomzeitalter,mit gewaltigen Risiken verbunden sind,verlagert sich der Anspruch zu Macht und Geltung hin zu Versuchen,Regionen zu destabilisieren,Chaos​ zu erzeugen.Wir sind mitten drin in einem "Strudel" von Erreignissen wie illegale Zuwanderung,Klima-Apo​kalypse,Grossmachts-T​räumen in Brüssel,Einschränkung​ der Freiheitsrechte,neuen​ Abgaben mit nebulösen Hintergründen..usw.
​Das sind die Brexitgründe!
Die Briten die einst selbst eine Grossmacht waren,wollen sich natürlich nicht kolonialen Strukturen einer neuen Europäischen Union unterwerfen,deren Drahtzieher natürlich wieder in Deutschland zuhause sind.
Doch ...!..ich denke der Poker in Brüssel mit Britannien war zu hoch angesetzt..!..die Vernunft könnte möglicherweise noch obsiegen und Brüssel bzw. Berlin,und Paris müssten aber grössere Zugeständnisse an GB machen..!..es wird spannent...!!



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18%
(11 Stimmen)
jan eberhart sagte August 2019

Ich finde es gut, wenn Trump und Bolsonaro den Klima-Jakobinern die Grenzen aufzeigen und dass die Zeiten vorbei sind, wo Franzosen und Briten in Kolonialherrenmanier über die Welt regieren konnten.

Ohne zweiten Weltkrieg wär dies wohl langsamer und sehr viel schwieriger geworden.


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