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Geld

Geld scheint simpel zu sein, doch kommt es in vielen Formen vor und verkörpert wichtige Funktionen. Auch, dass Geld einen Preis hat, kann Anfangs etwas verwirren, wie auch die Tatsache, dass Geld von Banken „vervielfacht“ wird. Dass jedoch das Geld für die Wirtschaft und die Gesellschaft eine bedeutende Rolle einnimmt, ist den meisten bewusst. Dieser Text soll genau diese Themen ansprechen. Er spricht über die Charakteristik des Geldes, den Preis des Geldes und schliesslich über die Verbindung des Geldes zur Schweizerischen Nationalbank (SNB) und der Wirtschaft.

Charakteristik

Ursprung und Entwicklung

Am Anfang der Geschichte des Geldes steht das Tauschgeschäft. Bevor ein Zahlungsmittelbekannt war, wurden Güter getauscht. Ein solches Tauschgeschäft kam zustande, wenn z.B. der Jäger und der Fischer Fleisch gegen Fisch getauscht haben.

Mit der Entdeckung der Metalle übernahmen diese die Rolle der Tauschmittel. Metalle hatten sich als Tauschmittel durchgesetzt, weil sie für die drei Funktionen des Geldes (Zahlungsmittel, Wertaufbewahrungsmittel und Wertmassstab), welche im Kapitel „Funktionen“ erklärt sind, bereits aufwiesen.

Die ältesten gefundenen Münzen stammen aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. Münzen haben gegenüber den unbearbeiteten Metallen den Vorteil, dass ihr Gewicht einheitlich ist und jede Münze den gleichen Wert aufweist. Man musste also die Münzen nicht wägen um den Wert zu ermitteln.

Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Naturalien (bspw. Fisch und Fleisch) und Edelmetallen (bspw. Goldmünzen) hat das heutige Bargeld nur noch einen unbedeutenden Materialwert (die Schweizer Noten sind aus Papier und die Münzen aus Kupfer und Nickel). Dennoch kann man sehr teure und wertvolle Gegenstände mit Geld kaufen. Das kommt daher, dass die Zentralbank eines jeden Landes eine nationale Währung als Zahlungsmittel festlegt und deren Wert garantiert. Das erste klassische Papiergeld ist seit dem 11. Jahrhundert bekannt. Damals wurden Noten in China verwendet.

Das folgende Kapitel erläutert die zwei weiteren Formen von Geld nebst Bargeld.

Form

Heute verwenden wir neben Bargeld, sprich Münzen und Banknoten, auch Buchgeld und Elektronisches Geld.

Als Buchgeld oder Giralgeld bezeichnen wir das Guthaben, das wir auf dem Bankkonto haben und über welches wir jederzeit verfügen können. Dieses Geld ist unsichtbar und physisch nicht vorhanden. Jedoch können wir es bei der Bank oder am Geldautomaten in Bargeld umwandeln, in dem wir das Geld vom Konto abheben. Buchgeld wird auch benutzt, wenn wir unsere Einkäufe z.B. mit einer EC-/Debitkarte bezahlen.

Das Elektronische Geld ist eine Unterform des Buchgeldes. Es entsteht, wenn man Geld auf einen elektronischen Datenträger speichert. Ein Beispiel dafür sind sogenannte PrePayment-Karten oder Karten mit einer Cash-Funktion. Dabei tätigt man eine Vorauszahlung, welche auf dem Datenträger (z.B. Karte) gespeichert wird und man später wieder beziehen kann. Das gleiche Prinzip wird auch von Prepaid Handys benutzt.

Funktionen

Geld übt drei Funktionen aus. Es dient als Zahlungsmittel für Güter und Dienstleistungen.

Ausserdem wird es als Wertaufbewahrungsmittel verwendet. Geld, welches man vor einigen Tagen, Monaten oder Jahren erhalten hat, kann man auch heute noch als Zahlungsmittel benützen. Wie sich der Wert des aufbewahrten Geldes im Laufe der Zeit verändert (Geldentwertung und Geldaufwertung) wird im Abschnitt „Der Preis des Geldes“ behandelt.

Schliesslich dient Geld auch als Wertmassstab. Was mich ein Produkt oder eine Dienstleistung kostet, kann ich anhand des „Geld“-Preises vergleichen.

Der Preis des Geldes

Wert des Geldes (Inflation/Deflation)

Wie wir vorhin besprochen haben, dient Geld unter anderem als Wertaufbewahrungsmittel. Doch der Wert des Geldes ist nicht immer gleich, sondern ändert sich mit der Zeit. Zu unterscheiden ist dabei zwischen Inflation und Deflation

Von einer Inflation spricht man, wenn die Preise von allen Gütern und Dienstleistungen im Durchschnitt steigen. Diese Preissteigerung senkt die Kaufkraft bzw. den Wert des Geldes. Anschaulich sieht man das an folgendem Beispiel: Im Jahr 1930 bekam ich ein Ruchbrot für 48 Rappen. Im Jahr 2000 brauchte ich dafür bereits 1.80 Franken. Mit einem einzelnen Franken kann ich also weniger kaufen. Der Wert des Geldes hat über die Zeit abgenommen.

Die Deflation ist das Gegenteil der Inflation. Der Wert des Geldes nimmt bei einer Deflation zu. Ich kann mit dem einzelnen Franken mehr kaufen als vorher, da das allgemeine Preisniveau sinkt (wenn bspw. der Preis des Ruchbrots von 1.80.- auf 1.10.- sinken würde).

Mehr zu Inflation und Deflation befinden sich im Vimentis Lexikon.

Zinsen

Wie oben besprochen beeinflussen Inflation und Deflation den Wert des Geldes. Zinsen hingegen werden allgemein als Preis für das Ausleihen von Geld verstanden. Zuallererst ist zu sagen, dass es nicht nur eine Art von Zinsen gibt, sondern mehrere. Einige dieser Zinsarten werden jetzt beschrieben.

Wie für Güter wird auch der Preis für Geld auf einem Markt durch das Angebot und die Nachfrage bestimmt. In der Schweiz ist die Schweizerische Nationalbank die alleinige Anbieterin von Geld ist, also bestimmt sie den Basispreis für Geld, den sogenannten Repo-Satz (ein fest definierter Zinssatz). Die Geschäftsbanken (wie UBS, Credit Suisse, Kantonalbanken, Raiffeisenbanken, usw.) können dann zu diesem Repo-Satz Geld bei der SNB ausleihen (ein sogenanntes Repo-Geschäft).

Geschäftsbanken leihen sich jedoch auch bei anderen Geschäftsbanken Geld. Die Höhe des Zinses für solche Geschäfte wird durch den LIBOR (London Interbank Offered Rate) definiert. Der Libor entspricht dem Durchschnitt der Zinssätze, welche die Banken untereinander verlangen und wird stark vom Repo-Satz beeinflusst.

Als drittes können Banken auch auf das Geld von ihren Kundinnen und Kunden (z.B. Sparkonti) zurückgreifen. Im Gegenzug bezahlt die Bank den SparerInnen einen Sparzins, dessen Höhe ebenfalls massgeblich vom Repo-Satz beeinflusst wird.

Hauptsächlich über diese drei Finanzierungsformen (SNB, andere Geschäftsbanken und SparerInnen) versorgen sich die Geschäftsbanken mit Geld, um anderen Personen oder Firmen Kredite geben zu können. So werden unsere Ersparnisse von der Bank z.B. dazu verwendet, Hypotheken für andere Kunden zu gewähren. Der Zins, den man auf eine solche Hypothek zahlt, hängt ebenfalls stark vom Repo-Satz ab. Denn je höher der Repo-Satz, desto höher sind die Kosten der Bank selbst Geld zu erhalten und desto mehr muss die Bank vom Hypothekennehmer verlangen. Zusätzlich werden bankinterne Kosten (z.B. Miete und Löhne) sowie eine Entschädigung für das Kreditrisiko, das die Bank eingeht, dazu gerechnet. Zuletzt kommt noch eine Gewinnmarge für die Bank hinzu. Der so errechnete Zins ist höher als der Zins, den die Bank selbst bezahlt um Geld zu bekommen. Deshalb macht die Bank einen Gewinn (ein sogenanntes Zinsdifferenzgeschäft).

Wie wir also sehen können, werden alle genannten Zinssätze stark vom Repo-Satz der SNB beeinflusst. Im Kapitel „Das Geld und die Nationalbank“ gehen wir weiter auf die Tätigkeiten und Einflussgebiete der SNB ein.

Währungen (Wechselkurse)

Nicht jedes Land hat dieselbe Währung. In der Schweiz haben wir den Schweizer Franken als offizielle Währung, während z.B. in Deutschland mit Euro bezahlt wird. Um den Wert unterschiedlicher Währungen vergleichen zu können, gibt es die Wechselkurse. Wenn wir z.B. 1.20 Franken bezahlen müssen, um einen Euro zu erhalten, ist der Wechselkurs EUR/CHF 1.20. Somit drückt der Wechselkurs den Preis bzw. Wert einer Währung durch eine andere Währung aus.

Der Wechselkurs schwankt aufgrund von Angebot und Nachfrage. So steigt z.B. der Wert des Schweizer Frankens, wenn Schweizer Firmen mehr Güter ins Ausland verkaufen. Warum ist das so? Wenn ausländische Kunden diese Güter mit Schweizer Franken bezahlen, müssen sie sich dafür Schweizer Franken besorgen und somit steigen die Nachfrage und dadurch der Wert des Schweizer Frankens. Der Franken wird ausserdem weltweit als sichere und stabile Währung angesehen, wodurch die Nachfrage nach der Währung in Krisenzeiten meist ansteigt. Investoren erhoffen sich, dass wenn sie Schweizer Franken kaufen, ihr investiertes Geld nicht an Wert verliert. Wenn also in manchen Ländern Unsicherheit über die Zukunft von Investitionen herrscht (bspw. Angst vor Inflation oder vor sinkenden Aktienpreisen), kaufen zahlreiche Investoren Schweizer Franken. Dies wiederum erhöht die Nachfrage und den Preis des Frankens. Die SNB kann den Wechselkurs beeinflussen, in dem sie mehr oder weniger Geld in Umlauf gibt. Setzt sie den Repo-Satz tiefer und ermöglicht es so den Geschäftsbanken günstiger Geld bei der SNB auszuleihen, so wird mehr Geld in Umlauf gebracht. Dies bedeutet. dass das Geldangebot und das Angebot an Schweizer Franken steigt und der Preis des Frankens sinkt.

Das Geld und die Nationalbank

Geldpolitik

Wie früher im Text geschildert, ist in der Schweiz die Schweizerische Nationalbank für das Angebot von Geld und somit für die Geldpolitik in der Wirtschaft zuständig. Die Ziele der SNB sind unter anderem die Sicherstellung der Bargeldversorgung, Preisstabilität und die Sicherstellung der Stabilität des Finanzsystems. Um diese drei Ziele zu erreichen, verändert die SNB laufend die Menge an Geld, die im Umlauf ist. Um die Geldmenge zu beeinflussen verfügt die SNB über drei Instrumente, die im Profi-Wissen beschrieben werden.

Mindestreserve

Nebst den drei Mitteln der SNB (Kreditgewährung, Tageskredite und Engpasskredite) erklärt die Mindestreserve wie die SNB das Geldangebot indirekt steuern kann.

Der sogenannte Multiplikatoreffekt bezeichnet die Fähigkeit von Geschäftsbanken Geld zu vermehren, indem sie nicht alles Geld, welches sie erhalten haben, im „Tresor“ behalten sondern einen Teil weiterverleihen. Indem die SNB den Geschäftsbanken vorschreibt, wie viel diese mindestens als Reserve behalten müssen und nicht weiterverleihen dürfen (Mindestreserve), nimmt die SNB Einfluss auf die Geldmenge. Je tiefer die Mindestreserve ist, desto mehr können die Banken weiterverleihen und desto mehr Geld schaffen sie damit. Ein Beispiel wie dies genau funktioniert, finden Sie im Text „Der Kapitalmarkt und die Banken“.

Das Geld und die Wirtschaft

Bisher haben wir gesehen, welche Arten von Zinsen existieren, wie der Repo-Satz der SNB die Zinsen beeinflusst und wie die SNB die Geldmenge steuert. Jetzt führen wir alle diese Punkte zusammen.

Indem die SNB den Repo-Satz anpasst, verändert sie sowohl den Zinssatz zu dem Geschäftsbanken bei ihr Geld ausleihen als auch den LIBOR, zu welchem sich die Geschäftsbanken gegenseitig Geld ausleihen. Die SNB erhöht und senkt den Repo-Satz so lange bis der LIBOR in etwa dort steht, wo die SNB ihn möchte. Das gewünschte Ziel der SNB für den LIBOR nennt man Leitzins.

Je tiefer also der Repo-Satz ist, desto tiefer ist auch der LIBOR. Denn je günstiger Geschäftsbanken Geld von der SNB erhalten, desto günstiger verleihen sie es sich untereinander. Daraus folgt, dass nicht nur mehr Geld im Umlauf ist sondern auch, dass die Banken günstigere Kredite und Hypotheken an Firmen und Private vergeben.

Was bedeutet dies nun für die Wirtschaft? Je einfacher und günstiger Firmen an Geld kommen, desto einfacher ist es für sie Projekte zu starten, wie bspw. Fabriken zu bauen, Maschinen anzuschaffen, neue Produkte zu entwickeln oder andere Firmen zu kaufen. Dasselbe gilt auch für Private. Je günstiger es ist, einen Kredit aufzunehmen, desto eher machen Leute grosse Anschaffungen wie Autos oder Häuser. Dies fördert in dem Fall die Auto- und Immobilienbranche. Ausserdem ist es für die Leute weniger attraktiv bei einem tiefen Zins ihr Geld auf dem Bankkonto zu lassen. Sie geben daher mehr aus und konsumieren mehr Güter und Dienstleistungen. Dies hilft der Wirtschaft zu wachsen, was letztlich das Bruttoinlandprodukt steigert.

Zuviel Geld darf die SNB trotz Vorteilen für die Wirtschaft aber nicht generieren, denn sonst könnte, wie schon erwähnt, eine Inflation entstehen. Denn wenn die Nachfrage nach Maschinen, Forschung, Fabriken, Autos und Häusern etc. steigt, steigen auch deren Preise. Dieses Phänomen wird auch als „Überhitzung“ der Wirtschaft bezeichnet. Dies macht auch aus der Sicht des Geldes Sinn. Da die SNB mehr Geld geschaffen hat, ist jeder einzelne Franken weniger Wert und zum Kauf eines Produktes braucht es nun mehr Franken.

Doch da die Preisstabilität ein Ziel der SNB ist, versucht sie immer nur soviel Geld zu schaffen, dass die Inflation nicht zu sehr steigt, es der Wirtschaft aber dennoch gut geht.


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Profi-Wissen

Wechselkurs Systeme

Obwohl wir heute mehr­heit­lich fle­xi­ble Wech­sel­kurse ha­ben, kann eine Wäh­rung an eine an­dere Wäh­rung Mass­nahme ge­bun­den wer­den. Dies sind In­stru­mente der Zen­tral­ban­ken um allzu grosse Wech­sel­kurs­schwan­kun­gen zu ver­mei­den. Eine ähn­li­che sehen wir z.B. zur­zeit in der Schweiz. Die SNB hat ver­lau­ten las­sen, dass sie es nicht zu­lässt, dass der Euro we­ni­ger als 1.20 Fran­ken kos­tet, da dies sonst der Schwei­zer Volkswirtschaft zu sehr scha­den wür­de. So­bald der Wert des Euros also unter 1.20 Fran­ken fällt, kauft sie jeder Per­son, die Euro ver­kau­fen will, den Euro für CHF 1.20 ab. Da­durch wird der Wech­sel­kurs zwar nicht fix fest­ge­setzt, es wird aber eine Un­ter­grenze fest­ge­legt. Zudem er­höht die SNB damit die Menge an Schwei­zer Fran­ken, denn sie be­zahlt ja mit Fran­ken. Dies macht den Fran­ken im Ver­gleich zum Euro noch­mals etwas schwächer.

Profi-Wissen

Kre­dit­ge­wäh­rung („Offenmarkttransaktionen“)

Das ist das wich­tigste In­stru­ment in der Geld­schöp­fung der SNB. Ge­schäfts­ban­ken kön­nen sich zum Re­po-­Satz Geld bei der SNB aus­lei­hen. Je tiefer die­ser Zins ist, desto mehr Geld lei­hen sich die Ge­schäfts­ban­ken bei der SNB aus. Die Ge­schäfts­ban­ken haben dann mehr Geld zur Ver­fü­gung, wel­ches sie in Form von Kre­di­ten wei­ter­ge­ben kön­nen, was wie­derum die Geld­ver­sor­gung in der gan­zen Volkswirtschaft er­höht. Somit ist mehr Geld im Um­lauf. Mehr Geld kann unter Um­stän­den aber auch dazu füh­ren, dass das Geld an Wert ver­liert und die Inflation zu­nimmt.

Ta­ges­kre­dite („In­ner­tags­fa­zi­li­tät“)

Tageskredite be­zeich­net die Mög­lich­keit der Ge­schäfts­ban­ken, bei der SNB für einen Tag zinslos Geld aus­zu­lei­hen. Es muss spä­tes­tens am nächs­ten Tag zu­rück­be­zahlt wer­den. Gleich wie die län­ger­fris­tige Kre­dit­ge­wäh­rung, die­nen diese sehr kur­zen zinslosen Kre­dite der Bank wie Kun­den­gel­der zur Fi­nan­zie­rung ihrer Ge­schäf­te. Also bei­spiels­weise um Kre­dite zu ver­ge­ben.

Eng­pass­kre­dite („Eng­pass­fi­nan­zie­rungs­fa­zi­li­tät“)

Durch die Eng­pass­kre­dite kön­nen Ge­schäfts­ban­ken aus­ser­halb der Kre­dit­ge­wäh­rung Geld bei der SNB aus­lei­hen, falls sie kurz­fris­tig Li­qui­di­täts­pro­bleme ha­ben. Dies kann vor­kom­men, wenn auf ein­mal zu viele Kun­den ihre Spar­ein­la­gen ab­he­ben möch­ten. Wenn die Ge­schäfts­ban­ken kurz­fris­tig so Geld bei der SNB aus­lei­hen möch­ten, müs­sen sie einen er­höh­ten „Straf­zins“ be­zah­len. Die Strafe wird er­ho­ben, weil die Ban­ken nicht genug ei­gene Re­ser­ven ge­hal­ten haben und des­halb in Pro­bleme gerieten.

Commentaires sur cet article

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Fre Stax sagte March 2013

Nach meiner Meinung finden sich im Text Widersprüche, zB

Unter dem Titel „Zinsen“:
„In der Schweiz ist die Schweizerische Nationalbank die alleinige Anbieterin von Geld“.
Aber gemäss Aussage unter dem Titel „Multiplikatoereffekt​“: „Je tiefer die Mindestreserve ist, desto mehr können die Banken weiterverleihen und desto mehr Geld schaffen sie damit.“, erzeugen auch die Banken Geld.
Titel „Offenmarkttransaktio​nen“;
“Je tiefer dieser Zins ist, desto mehr Geld leihen sich die Geschäftsbanken bei der SNB aus.“ Das tun sie doch höchstens dann, wenn sie das Geld weiterverleihen und damit zusätzlichen Gewinn erzeugen können. Es gibt aber offensichtlich neben dem Zins noch andere Faktoren, die den Kreditbedarf beeinflussen. Es könnte also sein, dass der Zins fällt und der Kreditbedarf ebenfalls, worauf die SNB den Zinsfuss noch weiter senkt etc. Genau dies war in den letzten Jahren zu beobachten.
Titel „Multiplikatoreffekt“​:
“Der Multiplikatoreffekt bezeichnet die Fähigkeit von Geschäftsbanken Geld zu vermehren, indem sie nicht alles Geld, welches sie erhalten haben, im „Tresor“ behalten sondern einen Teil weiterverleihen.“
Di​eser Satz ergibt keinen Sinn. Wenn man einem Wasserkreislauf 100 l entnimmt und danach 80 l wieder zurückspeist (dh. 20 l im Tank/Tresor behält), dann wurde die Wassermenge im Kreislauf nicht vermehrt, sondern vermindert. Geld das unter Matratzen oder in Banktresoren liegt, existiert für den wirtschaftlichen Austausch nicht. Falls die Absicht besteht, es für immer dort zu belassen, dann könnte man es ohne Wirkung auf die Wirtschaft vernichten.



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Olivier Iseli sagte June 2013

Guten Tag Fre Stax,
Sie haben Recht, dass schlussendlich die Geschäftsbanken Geld erzeugen. Die Geschäftsbanken führen die Geschäftstransaktione​n tatsächlich aus. Jedoch bestimmt die SNB in welchem Mass sie dies tun dürfen. Daher kommt die Redewendung, dass die SNB das Angebotsmonopol besitzt. Die Geschäftsbanken agieren so gesehen unter den von der SNB vorgegebenen Direktiven.
Auch bei Ihrem zweiten Punkt gebe ich Ihnen Recht. Die Kreditnachfrage beeinflusst die Geldmenge ebenfalls. Indem die SNB den Repo-Satz jedoch reduziert, gibt sie der Wirtschaft Anreize mehr Kredite aufzunehmen. Sie stimuliert demnach die Nachfrage nach Krediten. Dass dies nicht immer optimal funktioniert und die Zinsen mehrfach gesenkt werden, stimmt natürlich.
Beim Dritten Punkt stellen Sie sich folgendes Beispiel vor: Person A möchte gerne einen Teil ihres Einkommens anlegen und bringt 10’000 Franken zur Bank. Die Bank hat eine Vorschrift der Zentralbank zu befolgen: Sie muss 10% der Einlagen zur Sicherheit als Reserve behalten (sog. Mindestreserve). Die Bank behält also 1’000 Franken (10% von 10’000 Fr.) und kann 9’000 Franken an Person B verleihen, die einen Kredit braucht. Obwohl materiell nur die 10’000 Franken von Person A wirklich vorhanden sind, existieren auf den Konten von Person A (10’000 Fr.) und Person B (9’000 Fr.) insgesamt 19’000 Franken. Doch damit ist die Geldschöpfung noch nicht abgeschlossen. Denn wenn nun Person B die 9’000 Franken von seinem Kreditkonto abhebt und zum Beispiel für ein Auto ausgibt, landen diese 9’000 Franken auf dem Konto des Garagisten, der es wiederum auf die Bank bringen kann. Damit beginnt der ganze Prozess von vorne, einfach mit 9’000 Franken anstatt 10’000 Franken. Das wiederholt sich solange, bis der Geldbetrag zu klein wird. Die Menge an Geld, die auf diese Weise geschaffen wird, hängt von dem vorgeschriebenen Prozentsatz der Mindestreserve ab. Diese bestimmt den sogenannten Geldmultiplikator. (Quelle: Der Kapitalmarkt und die Banken)


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Fre Stax sagte June 2013

Lieber Herr Iseli,
danke für Ihre Antwort zu meinem schon etwas zurückliegenden Kommentar.
Um mit Punkt 3 zu beginnen: Wenn Sie die von mir zitierte Aussage so gemeint haben, dann ergäbe das in Ihrem Zahlenbeispiel Fr 100'000, dh. eine Verzehnfachung des ursprünglich angesparten Kapitals. Soweit kann ich nun verstehen, was Sie gemeint haben.

Aber wie Sie sich die Kontrolle der SNB (Punkt 1) vorstellen, verstehe ich immer noch nicht.
Meines Wissens gibt die Bank einem Kreditnachfrager (sofern die Bank glaubt, annehemen zu können, dass dieser den Kredit mit Zinsen zurückzahlen wird)das Geld (Betrag auf dessen Konto eintippen)ohne vorher bei der SNB anzufragen. Sofern die Bank die nötigen Reserven fehlen sollten, kann sie diese nachträglich bei der SNB beziehen, dh. die Bank macht bei der SNB Schulden und zahlt dafür einen Zins.

Die einzige Möglichkeit der SNB die Geldmenge (die die Gschäftsbanken erzeugen) zu steuern, liegt in der Höhe des Zinses den die Banken der SNB zu zahlen haben. Solange die von den Kunden gezahlten Zinsen höher sind als die Zinsen der SNB (inkl. Risikozuschlag und Bearbeitungskosten) lohnt sich die Geldschöpfung der Banken.

Daraus folgt aber, dass der Maximalbetrag (Fr. 100'000) von Ihrem Beispiel zu Punkt 3 ohne Bedeutung ist, da die Bank für die Bildung ihrer Reserven gar nicht auf die Spargelder angewiesen ist.


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Olivier Iseli sagte June 2013

Guten Tag Fre Stax

Sie haben insofern Recht, dass Geschäftsbanken soviel Ausleihen wollen, wie sie weiterverleihen können. Sie haben zudem auch Recht, dass wenn die Geschäftsbanken immer mehr von der SNB ausleihen, sie die schwindende Mindestreserve wieder auffüllen können. Der Kernpunkt liegt darin, dass die Geschäftsbanken nicht soviel bei der SNB ausleihen können wie sie wollen. Sie können sich das folgendermassen vorstellen: Die Geschäftsbank kann nicht einfach bei der SNB anrufen und Geld ausleihen sondern muss warten, bis die SNB eine Auktion startet. Bei der Auktion wird der Preis der ausgegebenen Kredite bestimmt. Wenn die SNB Kredite vergibt, dann müssen die Geschäftsbanken Gebote abgeben, was der höchste Zinssatz ist, den sie bereit sind zu bezahlen. Nehmen wir an, die SNB entschliesst sich CHF 100 Mrd. Kredite zu vergeben. Jede Geschäftsbank sagt nun, wie viel sie gerne hätte und wie viel sie dafür bezahlen würde (bspw. CHF 20 Mrd. zu 0.5%). Je höher der genannte Zins (Repo-Satz), desto eher bekommt die Geschäftsbank den von ihr gewünschten Betrag. Wenn nun aber die Summe aller Anfragen aller Geschäftsbanken CHF 100 Mrd. übersteigt, gehen jene Geschäftsbanken leer aus, welche den tiefsten Zins bereit waren zu bezahlen. Dann müssen sich die bestoffenen Geschäftsbanken Geld anderweitig besorgen (z.B. bei anderen Banken, dann aber wahrscheinlich zu einem höheren Zins, was Kreditnachfrage drosseln wird). Wenn die SNB dem Kapitalmarkt Geld entziehen möchte nimmt sie Kreidte auf, anstatt sie zu vergeben. Welchen Einfluss hat dies nun auf die Geldschöpfung? Erstens bestimmt die SNB, wie viel Geld in den Kreislauf hinein- oder hinausgehen soll. Zweitens kann sie den Leitzins beeinflussen. Je mehr Geschäftsbanken leer ausgehen, desto mehr müssen sich anderweitig Finanzieren und desto höher wird der Zins, den sich die Geschäftsbanken untereinander verlangen (LIBOR, der als Leitzins fungiert). Deshalb können die Mindestreserven einer Geschäftsbank nicht ohne weiteres bzw. teilweise nur zu überhöhten Zinsen erreicht werden.
Es gibt noch einen Zweiten Punkt den es zu beachten gilt, warum der Mindestreservesatz wichtig ist für die Geldschöpfung. Stellen Sie sich folgendes vor: wenn die Geschäftsbank bei der Auktion bspw. CHF 1 Mio. zu 0.5% erhalten hat und der Mindestreservesatz 2.5% ist (das ist der aktuelle Satz in der Schweiz), dann darf sie CHF 40 Mio. Kredite vergeben, denn 2.5% von CHF 40 Mio. sind genau die CHF 1 Mio. die an Reserven gehalten werden müssen. Damit hat die Geschäftsbank mit dem Geld der SNB ihre Reserven gedeckt. Die CHF 1 Mio. kostet die Geschäftsbank CHF 5'000 an Zins. Wenn der Mindestreservesatz aber 5% wäre, dürfte die Bank nur CHF 20 Mio. weiterverleihen, denn 5% von CHF 20 Mio. sind 1 Mio. Die Zinskosten sind aber weiterhin CHF 5'000. Das heisst, im zweiten Szenario bei 5% Mindestreservesatz sind die Kosten für die Bank genau glich wie bei 2.5% (CHF 5'000) jedoch sind die Einnahmen für die Bank geringer, denn sie kann nur CHF 20 Mio. weiterverleihen statt CHF 40 Mio. Je tiefer der Mindestreservesatz also, desto günstiger ist es für die Bank Kredite auszugeben und desto höher ist dann das Kreditangebot am Markt.


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(1 Stimme)
Rolf Gloor sagte March 2013

1999 beschloss der schweiz. Gesetzgeber, die Goldbindung des Frankens aufzuheben.


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