Gotthard Frick SP

Gotthard Frick
Gotthard Frick SP
Wohnort: Bottmingen
Beruf: Denker
Jahrgang: -

Facebook Profil

Blog abonnieren
per Mail
per RSS

Blog weiterempfehlen



Was denkt Ihr darüber?




Der Gipfel der Dekadenz!
Der Gip­fel der De­ka­denz! Redet man mit un­se­ren Men­schen über die rasch wach­sende Be­dro­hung und über un­sere von uns selbst zer­schla­gene Lan&
Blackout - eine gigantische Katastrophe
Black­out - eine gi­gan­ti­sche Ka­ta­stro­phe Atomaus­stieg - Wahl zwi­schen Pest und Cho­le­ra! Der Ent­scheid über den Atomaus­stieg ist schwie­rig, denn es gilt, zwi­schen zwei mög­li&
Wie sieht der nächste Krieg aus
Stärke der rus­si­schen Ar­mee, nur Pro­pa­ganda - Wie sieht der nächste Krieg aus? Viele Leu­te, auch Jour­na­lis­ten mei­nen, die von Putin und an­de­ren ge­nannte Stärke der rus­si­schen S
Totschlag und Selbstmord im schusswaffenlosen China
Tot­schlag und Selbst­mord im schuss­waf­fen­lo­sen​ China(­Die­ser Ar­ti­kel er­schien 2013 im Ma­ga­zin PRO TELL, d.h. bevor der neue Prä­si­dent Xi Jin­ping einen er­bar­mun
Krieg der gepflegten Fingernägel
Krieg der ge­pfleg­ten Fin­gernä­gel? Laut NZZ am Sonn­tag vom 8.11.2015 sei es Zeit, dass die Schweiz eine „rea­lis­ti­sche" De­batte über ihre Si­cher­heit füh­re.

Seite 1 von 29 | 1 2 3 4 Letzte

Dafür setze ich mich ein

Eine selbstbewusste (aber nicht arrogante und überhebliche), demokratische, weltoffene, neutrale, soziale Schweiz mit einer glaubwürdigen Landesverteidigung.





Meine politischen Ämter und Engagements




Hobbies / Interessen

Interesse an den grossen Fragen



Meine neusten Kommentare

Vor 19 Tagen Kommentar zu
Der Gipfel der Dekadenz!

Sehr geehrter Herr Barner,

Der Generalstabschef der US Armee wollte damit auf die Möglicheiten der potenziellen Feinde hinweisen, hat aber - wie auch ich - deswegen nicht kapituliert, sondern gesagt, wie die Armee darauf reagieren muss. Er hat übrigens sehr deutlich gesagt, dass Amerika einen Krieg gewinnen würde.

Zu allen Zeiten gab es Menschen, mit einer Sklavenmentalität: Menschen, die immer vorausschauend vor dem anderen kapitulierten, Menschen, die nicht bereit waren, für das eigene Land oder für eine bessere Gesellschaft ihr Leben einzusetzen.

Wären alle Menschen so gewesen, so hätten wir heute weder demokratische Rechtsstaaten, noch den Sozialstaat. Für das haben viele Menschen ihr Leben eingesetzt, viele haben es verloren, da die Mächte, gegen die sie ankämpften (Kaiser und Könige, Grosskapitalisten etc.), anfänglich viel stärker waren als sie selber. Aber kapituliert haben sie nicht.

Wissen Sie, warum ein stolzes, freies Volk wie die Griechen am 28. Oktober einen nationalen Feiertag hat, der NEIN-GEDENKTAG heisst? Weil sie am 28. Oktober 1940, als Griechenland bitter arm war und ihnen die Achsenmächte ein Ultimatum unterbreiteten, sonst sei Krieg, an Massendemonstrationen​ im ganzen Land nur "Nein,Nein, Nein!" riefen, nein zur Unterwerfung! Und dann, (neben den Finnen) als einziges damals angegriffenes, nicht demoralisiertes, sofort kapitulierendes Land Europas den Achsenmächten sechs Monate lang Widerstand leisteten.

Da die deutsche Wehrmacht gegen diese freie, zähe Volk die in Bulgarien für den Angriff auf die Sowjetunion bereit stehende Armee wegen des langen griechischen Widerstandes zuerst gegen Griechenland einsetzen musste, wurde der Angriff auf die Sowjetunion derart verzögert, dass sie im Winter 1941 vor Moskau ihre erste katastrophale Niederlage des 2.Weltkrieges erlebte, womit der Untergang des 3. Reiches begann.
-
Vor 24 Tagen Kommentar zu
Wie sieht der nächste Krieg aus
Sehr geehrter Herr Müller,

Das Problem liegt anderswo: Seit Jahren werden nur die Kosten als Richtschnur für die Armee in Betracht gezogen. Die Bedrohungslage wird vom Bundesrat den als tragbar erachteten Kosten angepasst. So wie eine Stadtverwaltung beschliesst, es könne nie mehr Brände geben, die mehr als 4 Meter hoch und breit seien und dann nur noch Kessel und Handpumpen mit Spritzen anschafft (wie wir das für unsere Wohnhäuser zusammen mit den Luftschutzkellern hatten) und die Feuerwehrautos verschrottet.

In den Debatten wurden von den Parlamentariern nie konkrete militärische Fragen gestellt, z.B. wie viele Truppen zum Schutz aller aller ca. 100 Einrichtungen von nationaler Bedeutung (A-Krafwerke, Staumauern, Schaltstationen ,Verkehrsknotenpunkte​ etc.... benötig würden und wie lange das unter Berücksichtigung von Ablösungen aufrechterhalten werden könnte. B

is gegen Ende des 20. Jahrh. hatten wir das weltschnellste Mobilmachungssstem. Das wurde auch im Zweiten Weltkrieg von den Mächten so gesehen.

In einem Tag waren die Kampftruppen, in zwei die ganze Armee mit ihren Stäben einsatzbereit. Das Motorisierte Infanterie Regiment 25, dem ich angehörte, führte am Montagnachmittag des Mobilisierungstages auf der Schwägalp ein grosses Gefechtsschiessen mit Flieger- und Artillerieunterstützu​ng durch. Am Vormittag hatte meine Soldaten noch mit ihren Familien zu hause gefrühstückt.

In meiner langen Kritik der offiziellen, auch sehr langen "Militärdoktrin der Schweizer Armee", der ich den Titel gab: "Eine Militärdoktrin der Illusionen", habe ich grob skizziert, wie unsere Armee aussehen könnte.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
-
Vor 24 Tagen Kommentar zu
Wie sieht der nächste Krieg aus
Sehr geehrter Herr Barner, Ich habe nur die wesentlichsten Teile aus der sehr langen Rede des Generalstabschefs in meinem Artikel berücksichtigt. Sie haben recht. Der General sagte, der nächste Krieg werde tötlicher sein, als alles was die USA seit 70 Jahren in dieser Beziehung erlebt hätten. Er sagte sinngemäss auch, eine Armee sei teuer, aber noch teurer sei die Reue, wenn man es nicht mache, bzw. einen Krieg zu verlieren (d.h.in unserem Fall, mangels glaubwürdiger Armee in den nächsten Krieg einbezogen zu werden).

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
-
Vor 24 Tagen Kommentar zu
Wie sieht der nächste Krieg aus
Sehr geehrter Herr Oberli,

Nach meiner Meinung wäre es die dringendste Aufgabe der Menschheit, alles daran zu setzen, um einen Krieg zu verhindern und einen nachhaltigen weltweiten Frieden zu erreichen. Da sind wir uns wohl einig.

Auch Egon Bahr, der grosse deutsche SPD Politiker, forderte kurz vor seinem Tod, einen neuen "Westfälischen Frieden", der 1648 bekanntlich den 30-jährigen Krieg beendete. Das sollte meines Erachtens auch die Politik der Schweiz sein, die integrale bewaffnete Neutralität wieder herzustellen, statt sich in die NATO zu schleichen und dann versuchen, die grossen Mächte zu einer Diskussion über dieses Thema einzuladen.

Ich habe schon vor 3 Jahren in der kommunistischen Presse Chinas einen sehr unkonventionellen Vorschlag gemacht, wie es der Welt ein Beispiel geben könnte, indem es für die Territorialstreitigke​iten (z.B. mit Japan) im Atomwaffenzeitalter eine vollständig neue Lösung suchen könnte, um einen Krieg zu verhindern.

Über die Gruppe GIARDINO, die sich bekanntlich für eine starke Armee einsetzt, haben wir vor zwei Jahren dem Bundesrat den Vorschlag gemacht, er solle für das enorm grosse Risiko eines unabsichtlich ausgelösten Atomkrieges den zuständigen internationalen Gremien zur Nichtverbreitung von Atomwaffen beantragen, dieses Thema vordringlich zu behandeln. Während die Abschaffung der Atomwaffen noch lange illusorisch bleibt, ist dieses Anliegen im Interesse aller Atom-Mächte. Der Bundesrat hat uns in einem ausführlichen Brief mitgeteilt, dass er unsere Sorge teile und hat dann dieses Anliegen aufgenommen und durch Bundesrat Didier Burkhalter dem genannten internationalen Gremium genau das vorgeschlagen (ob wegen unserer Demarche oder ohnehin, wissen wir nicht). Wir haben unsere Demarche lange NICHT öffentlich gemacht, weil uns das Anliegen wirklich am Herzen liegt und wir den Eindruck vermeiden wollten, auf diese Weise Werbung für GIARDINO zu machen.

Aber sich für den Frieden einzusetzen und gleichzeitig eine sehr starke Armee zu fordern, die den Verfassungsauftrag erfüllen kann, ist kein Widerspruch, wie Sie glauben. Die Spannungen in der Welt steigen rasch an. Alle grossen Mächte rüsten stark auf. Ein Krieg ist wieder sehr wahrscheinlich geworden. Donald Trump hat gesagt, er wolle mit Russland eine einvernehmliche Beziehung. Putin hat positiv geantwortet, aber gesagt, das werde sehr schwierig. Angesichts der bisherigen militärischen Einkreisungspolitik des Westens, ist es tatsächlich nicht einfach. Dazu kommen die Spannungen mit China.

Ein weltweiter Frieden kommt nicht von heute auf morgen. Es ist auch wahrscheinlich, dass er nicht zustande kommt, und es irgendwann – früher oder später – zum Kriege kommt. Unsere Richtschnur darf nur der Realismus sein, keine naiven Vorstellungen von einer "lieben und guten Welt". Alle Mächte vertreten nur ihre fundamentalen Interess-en. Das muss auch die Schweiz tun. Es ist höchst unverantwortlich, dass unsere Politiker die Armee praktisch abgeschafft haben. Deshalb wird unser Land in einen möglichen zukünftigen Krieg mit hineingerissen werden und dann menschliche und militärische Kosten haben, die die einer kriegsverhindernden Armee tausendfach übersteigen.

Ein grosses Problem der heutigen Schweiz finden Sie im obigen Kommentar von Herrn Knall.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
-
October 2016 Kommentar zu
Krieg Russland-USA "prakisch garantiert"!
Sehr geehrter Herr Bischof

Als ich und andere Menschen um mich herum kleine Kinder waren, und wir vor etwas Angst hatten, machten wir jeweils die Augen zu., und glaubten dann, die Gefahr bestehe nicht mehr.

Man kann das auch später im Leben so machen.

Ich weise – schon lange und mit recht vielen anderen – darauf hin, in welcher Richtung sich die Welt entwickelt und dass wir eine glaubwürdige Landesverteidigung aufrechthalten sollten. Aber unser Volk und seine Politiker waren nicht bereit dazu.

Ich weise in meinem letzten Artikel nur auf die Entwicklung in der Welt hin und dass wir Schweizer die Konsequenzen aus unseren Entscheiden selber tragen müssen.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick 29.10.2016

-
May 2016 Kommentar zu
Die Schweiz: Ein höchst verlockender Preis, fast gratis!
Sehr geehrter Herr Thomas Müller,

Persönlich versuche ich bei allen Fragen, zu denen ich mir eine Meinung bilde, das Gesamtbild und den Zeitenlauf einzubeziehen, sonst kommt man zu völlig falschen Schlüssen.

Wenn man nur das Réduit anschaut, und die ganzen Zusammenhänge ausklammert, kann man zu Ihrem Schluss kommen: Die Armee ist in die Sicherheit der Berge abgehauen und hat Frauen und Kinder und Alte weitgehend unverteidigt (nur noch durch die Grenz- und Leichten Brigaden gesichert) dem Feind ausgeliefert.

Aber​ wenn Sie das ganze Bild anschauen, werden Sie verstehen: Im Mittelland hätte unsere Armee gegen die starke deutsche Luftwaffe und Panzerverbände nicht sehr lange Widerstand leisten können. Dann wäre das ganze Land besetzt worden und die Schweizer Zivilbevölkerung hätte so gelitten wie in den anderen Ländern und unsere Wirtschaft wäre ganz unter deutsche Führung gestellt worden. So blieben wir während des ganzen Krieges verschont.

General​ Guisan hatte erkannt, dass die Alpentransversalen, hauptsächlich Gottthard und Lötschberg-Simplon für Deutschland, wegen seines Verbündeten Italien von entscheidender Bedeutung waren. Über diese Routen konnte Deutschland wenigsten Italien mit Kohle versorgen. Hitler wusste, wenn er die Schweiz besetzt, verliert er wegen des Réduits und der vorbereiteten Zerstörungen diese Möglichkeit.

Aber schon in der ersten deutschen Angriffsplanungen standen die Schweizer Eisenbahnlinien – damals noch nach Genf – im Zentrum des deutschen Interesses. Warum? Weil zur Zeit, als der deutsche Angriffsplan (bekannt als OPERATION TANNENBAUM) ausgearbeitet wurden, die französischen Alpentruppen den von beiden Seiten angreifenden, weit überlegenen italienischen und deutschen Truppen eine empflndliche Niederlage bereitet hatten, d.h. beide Armeen blieben schon gleich stecken . Die Planer eines deutschen Angriffs auf die Schweiz wussten noch nicht, ob diese französischenTruppen auch kapitulieren oder weiter kämpfen würden und wollten deshalb die über die Schweiz nach Südfrankreich führenden Eisenbahnen für Truppentransporte dorthin übernehmen.

Später​ waren es dann die Alpentransversalen. So wurde in einer deutschen Angriffsstudie diskutiert, ob man nicht einfach das Mittelland besetzten solle. Aber der planende General fuhr dann fort: „Vielmehr geht es gerade um den Besitz der wichtigen Nord-Südverbindungen.​ Erst ihr uneingeschränkter Besitz, samt ihren Stromanliefererungen,​ bedeutet einen klaren militärischen Sieg über die Schweiz“. Sollte die Schweiz ein für Deutschland unerträgliches Verhalten an den Tag lagen, könne man ihr alle Zufuhren abschneiden um sie unter Druck zu setzen (Kohle, Importe aus den Ländern der Alliierten und aus Übersee etc.. Ich kann hier nicht erklären, wie das alles funktionierte).

Sc​hon zu Beginn des Krieges hatten alle grossen europäischen Mächte geprüft, ob sich ein Angriff auf ihren Feind durch die Schweiz lohne. Alle kamen wegen unsere Armee und dem schwierigen Gelände zu einem negativen Schluss. (1944 prüften das auch noch die USA auf Wunsch Stalins, weil sie in Frankreich an der deutschen Front lange Zeit stecken blieben)und kamen auch zu einem negativen Schluss.)

Schon 1940 notierte der deutsche Generalstabschef, der in den ersten Kriegsjahren alle grossen deutschen Operationen plante, er ziehe eine einvernehmliche, wenn auch eingeschränkte Nutzung diese Eisenbahnlinien deren Verlust (durch die vorbereiteten Zerstörungen) und Bindung bedeutender deutscher Truppen in der Schweiz (um einen Partisanenkrieg zu bekämpfen) vor.

Was ist falsch an der Anbauschlacht (an der ich als Jünglich noch durch Landdienst in den Sommerferien mitwirken musste)? Freie Menschen geben nicht auf. Die Steigerung von 52 auf 59% des Bedarfes war eine grosse Leistung. Aus dem Sechseläuteplatz in Zürich wurden Zuckerrüben und Kartoffeln angeplanzt. Aber wir waren trotzdem auch auf Importe angewiesen.
Mit freundlichen Grüssen Gotthar​d Frick
-
May 2016 Kommentar zu
Die Schweiz: Ein höchst verlockender Preis, fast gratis!
Antwort an Herrn Barner.

Nein, viel schlimmer: Ich habe sogar die Geschichte von Kain und Abel vergessen, der seinen Bruder erschlug. Das waren doch unsere Vorfahren. Da muss man schon gegen eine Schweizer Armee sein.

Was hat ein schwerer Fehler der Armee vor mehr als 80 Jahren mit der Frage der heutigen Notwendigkeit einer KRIEGSVERHINDERNDEN Armee zu tun?

Mit freundlichen Grüssen
-
May 2016 Kommentar zu
Ist es wirklich Russland, das den Frieden bedroht?
Sehr geehrter Herr Wolf,

Ihrem Kommentar stimme ich voll zu. Leider kann man in einem Artikel nur jeweils ein Hauptthema besprechen, sonst muss man ein Buch schreiben. Aber wer einen Überblick über alle meine Artikel hat oder an Debatten mit mir teilgenommen hat, weiss, dass ich die Meinung vertrete, die auch aus Ihrem Kommentar hervorgeht: Staaten vertreten nur ihre Interessen (Schon vor fast 200 Jahren vom damaligen britischen Premierminister Lord Pamerston ungefähr so formuliert: "England hat keine Freunde, England hat keine Feinde, England hat nur Interessen". ) Dies ist das Grundmuster. Was ich nicht ausstehen kann, ist die Behauptung des "Westens", er vertrete und handle im Sinne "höherer Werte".

Nun zur Frage, ob ich nur einer Partei die Schuld in die Schuhe schiebe. Ich sehe die Einkreisungspolitik des Westens als gegenwärtig (mit Bezug auf Russland) am gefährlichsten an. So wird Russland gezwungen, mit extremen Massnahmen seine Interessen wahrzunehmen. Ich bin überzeugt, ohne den vom Westen gesteuerten Coup in der Ukraine hätte Russland dort nicht gewaltsam eingegriffen.

Sie sagen zu recht, das sei alles nur ein Teil der Wahrheit. Aber gerade im Fall der Ukraine sieht man im Westen eine extrem einseitige Darstellung, also nur einen Teil der Wahrheit. Darum korrigiere ich das und sage, wie das ganze Problem vom Westen ausgelöst wurde. Dann hat Russland die ihm gebotene Gelegenheit am Schopf erfasst.

Nach meiner Meinung hätte man auf die Ausweitung der NATO und die Stationierung von strategischen Waffen vor der Haustüre Russlands verzichten müssen. Es gäbe noch sehr viel mehr dazu zu sagen. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass Mitglieder des US Kongresses und eine grosse Zahl von US Experten sagen, die strategischen Massnahmen der USA, einschliesslich der Entwicklung neuer Waffen, liessen China und Russland gar keine Wahl, als u.U. sofort ihr ganzes nukleares Arseanl gegen die USA einzusetzen (mit dem haben beide auch schon gedroht)

Wenn man erkennt, welche Gefahren für die Menschheit von einem grösseren Atomkrieg ausgehen, müssten an sich alle Staaten eine Lösung anzustreben, die einen Krieg ausschliesst. Dazu sind sie aber offensichtlich nicht bereit. China sagte immer, es wolle die Territorialkonflikte mit seinen Nachbarn „friedlich“ lösen, um dann anzufügen, „das Territorium gehört uns“. So schlittert man sicher in einen Krieg.

Es sind übrigens die USA, die als erste wichtige, stabilisierende Verträge mit Russland gekündigt haben. Z.B. den Anti-Ballistic Missile Vertrag oder den Vertrag zur Vernichtung russischer Atomwaffen und chemischer Kampfstoffe, in dessen Verlauf mehr als 7000 russische Kernwaffen und mehr als 4000 Tonnen chemischer Kampfstoffe vernichtet wurden. (Die beiden US Politiker, die diesen Vertrag im Kongress vorgeschlagen hatten (Nunn-Luggard) haben kürzlich - vergeblich - darauf gedrängt, wenigsten diese Zusammenarbeit mit Russland wieder aufzunehmen)

China​ kenne ich sehr gut. Dieses Land vertritt seine Interessen sehr geschickt und baut gleichzeit seine riesige Armee weiter auf. Weltweit kauft es Böden, Rohstofflager und Firmen auf, mischt sich aber nicht in die Politik der Länder ein.

In der GLOBAL TIMES dort konnte ich vor einiger Zeit einen Artikel schreiben, in dem ich vorschlug, China solle der Welt ein Beispiel geben und im Atomwaffenzeitalter, z.B. Japan, eine neue Form einer geteilten Souveränität über Territorien vorschlagen, die von beiden (oder mehreren) Staaten gleichzeitig beansprucht werden. Die dort liegenden Rohstoffe und andere Vorteile könnte man auf Grund eines Schlüssels (z.B. eigene Bevölkerung, Wirtschaftsleistung u.a.) aufteilen.

Die grösste Bedrohung kommt von einem unabsichtlich ausgelösten Atomkrieg. Die Gruppe GIARDINO hat dem Bundesrat letztes Jahr vorgeschlagen, dieses Thema vordringlich den internationalen Gremien vorzulegen. Der Bundesrat hat GIARDINO bestätigt, dass er das auch so sehe und entsprechend gehandelt - ob auf Grund unserer Initiative oder ob er das ohnehin vorhatte, weiss ich nicht. Vor dem Gremium zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Atomwaffen hat die Schweiz jedenfalls einen entsprechenden Vorschlag gemacht.

Nun, die Welt müsste aktiv auf einen langfristigen "Westfälischen Frieden" hin arbeiten, wie von Egon Bahr kurz vor seinem Tod gefordert - tut sie aber nicht.

Dafür macht sich unser Land wehrlos und unsere Regierung ist wohl eine der wenigen, die das Grundgesetz der Staaten - Interessen durchsetzen - nicht befolgt, sondern überall vorausschauend "lieb" sein will.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick

-
May 2016 Kommentar zu
Is Russia really the one threatening peace?
Ja, ich werde das bald übersetzen. Aber es ist die Antwort auf eine englische Mitteilung betr. Schweden und Finnlands Überlegungen über einen Beitritt zur NATO
-
April 2016 Kommentar zu
Korpskommandant Blattmanns Irrtum
Sehr geehrter Herr Barner.

Wenn Ihre Geschichte über die angeblichen Pläne der Deutschen, nicht in den Geschichtsbüchern steht, woher haben Sie sie dann? Nennen Sie mir bitte die Quelle. Oder haben Sie die Geschichte selber erfunden?

1962 schrieb ich eine grössere Arbeit "Sozialdemokratie und Landesverteidigung". Dort können Sie lesen: "Am 11. November 1918 wurde die direkte Massenaktion ausgerufen, der unbefristete Generalstreik......".​ Ich hatte diese Information in Büchern und Akten gefunden, die vorher geschrieben worden waren. Aber in Ihrem Kommentar behaupten Sie, "Aber da stand bis vor ein paar Jahren auch nichts vom Generalstreik in der Schweiz". Wahrscheinlich haben Sie den Generalstreik mit den Demonstrationen von 1932 verwechselt, bei denen ungklücklicherweise 13 Demonstranten in Genf erschossen und mehr als 60 verletzt wurden. (Übrigens war vorher in Zürich ein Soldat bei Demostrationen ums Leben gekommen). Aber auch über das wurde schon lange und ausführlich geschrieben. Und wollen Sie nicht noch das Argument brauchen, unser direkter Vorfahre, Kain habe seinen Bruder Abel erschlagen? Sollen wir in Zukunft wehrlos sein, weil 1932 ein unanehmbarer gewaltsamer Einsatz der Armee gegen Streikende stattfand?
Also nochmals: Auf was für Quellen stützen Sie ihre verschiedenen Behauptungen?

Ich kenne auch den zweiten Weltkrieg sehr gut. Warum die von Armeegegnern immer wieder aufgewärmte Behauptung, die Armee habe mit der Konzentration der meisten Kräfte im Réduit die Bevölkerung im Mittelland im Stich gelassen, von den Deutschen ganz anders gesehen wurde, habe ich auf einem meiner Beiträge auf vimentis schon vor längerer Zeit berichtet und Ihnen damals auf Ihren Kommentar dazu ausführlich persönlich geantwortet.

Ich habe sehr wenig Zeit und kann nicht auf Geschichten eingehen, die nicht belegt werden können.

Mit freundlichen Grüssen Gotthard Frick
-