J. Wolf

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Milchkühe sind doch eigentlich ganz nett
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Meine politischen Ämter und Engagements






Meine neusten Kommentare

Vor 14 Stunden Kommentar zu
BREXIT : EU hat nichts gelernt !
Hallo Herr Portmann

Sie stellen die Behauptung auf, dass "der Euro hat die Hälfte seines überschaubaren Kursverlustes gegenüber den meisten Währungen wieder gut gemacht" habe. Eine sehr gewagte Behauptung - aber leider weit entfernt von den Fakten. Und diese sind:

Der Euro ist heute gegenüber dem USD noch tiefer gefallen als am 24. Juni. Zum Schweizer Franken ist er weitgehend stabil geblieben (auch während dem Brexit-Kurscrash). Lediglich zum Yen ist der Kurs wieder so gestiegen, dass Ihre Aussage zutreffen könnte. Aber ist der Yen "die meisten Währungen"???

Wenn​ man zudem die Entwicklung des Pfundes anschaut, dann ist dieser Kurs immer noch massiv tiefer als noch am 23. Juni. Sowohl gegen den USD, den CHF, den JPY als auch den AUD.

Was sagt uns dies?

Die Unsicherheit, die die Brexit-Freaks angezettelt haben, zieht den gesamten europäischen Wirtschaftsraum hinunter. Die Schweiz inklusive, da der CHF ziemlich stark am EUR hängt.

Und diese Kursentwicklungen sagen uns auch, dass es immer noch Blogschreiber hier gibt, die Kurs-Charts nicht lesen können und aus falsch gelesenen Charts die falschen Schlüsse ziehen - nämlich nur die, die sie sowieso an die Leute verkaufen wollen.

Bitte lernen Sie wenigstens etwas aus dem Brexit: z.B. die relevanten Kurse finden und diese Kurs-Charts lesen.

Danke!

[​1] https://finance.yahoo​.com/quote/EURUSD%3DX​/news
[2] https://finance.yahoo​.com/quote/EURCHF%3DX​/news
[3] https://finance.yahoo​.com/quote/EURAUD%3DX​/news
[4] https://finance.yahoo​.com/quote/EURJPY%3DX​/news
[5] https://finance.yahoo​.com/quote/GBPEUR%3DX​/news
[6] https://finance.yahoo​.com/quote/GBPUSD%3DX​/news
[7] https://finance.yahoo​.com/quote/GBPCHF%3DX​/news
[8] https://finance.yahoo​.com/quote/GBPAUD%3DX​/news
[9] https://finance.yahoo​.com/quote/GBPJPY%3DX​/news
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May 2016 Kommentar zu
Ist es wirklich Russland, das den Frieden bedroht?
Hallo Herr Frick

Vielen Dank für die Übersetzung dieses Artikels. Die Einordnung dieser Ereignisse ist jedenfalls sehr spannend zu lesen. Vor allem, weil sie nicht so verschwörerisch daherkommt wie viele andere Artikel zum selben Thema.

Der Schlusssatz zeigt zudem was auch aus meiner Sicht das Hauptproblem ist: "Das grössere Problem ist, dass eine neue Weltordnung im Entstehen ist und die USA entschlossen sind, unter allen Umständen – selbst denen eines Krieges – die dominierende Macht der Welt zu bleiben.".

Das alles ist aber nur ein Teil der Wahrheit: Putin versucht mit genau den selben Mitteln in die genau die gleiche Position zu kommen. Seine Einflussnahmen in Osteuropa und deren Begründungen "Die Krim gehörte schon immer zu Russland" zeigen das sehr gut. Und Chinas Haltung zu gewissen Gebietskonflikten in Asien (z.B. Taiwan, Tibet) ist genauso kompromisslos.

Die​ Ursache eines Problemes nur einer Partei in die Schuhe zu schieben ist zwar einfach und verlockend - aber selten korrekt. Gerade bei Konflikten sind es IMMER mindestens zwei beteiligte Parteien die zum Konfliktzustand beitragen. Und in diesem Falle sind es sogar drei beteiligte Parteien.

Nun haben wir also drei Gegenspieler, die sich auf den Ebenen Militär, Wirtschaft und Cyberspace bekämpfen und alle die Nummer 1 beanspruchen. Da könnte man doch gleich zu den entscheidenden Fragen kommen:
* Welcher dieser drei Kontrahenten ist für die aktuelle Lage verantwortlich?
* Wenn Sie sich für eine dieser Seiten entscheiden müssten - welche würden sie wählen?
-- Der Geheimdienst-Staat Putins?
-- Die Partei-Korruption Chinas?
-- Die "Idiocracy" von Nord-Amerika?

Nich​t wirklich verlockend, diese Aussicht....
Ich weiss auch nicht, weshalb mir dazu nur Pest und Cholera einfallen wollen...
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May 2016 Kommentar zu
Strassensteuern für den Strassenbau!
Guten Tag Herr Aeschbacher

Vielen​ Dank für Ihren Rundumschlag bezüglich Verkehrspolitik. Leider haben sie in diesem Artikel verschiedene Themen angesprochen, die so leider nicht direkt zusammenhängen und somit auch nicht miteinander verknüpft werden dürfen.

1) Sie regen sich auf über «sinnlose "Beruhigungsinseln" auf den teuer erbauten Strassen, Pflöcke, Schwellen». Solche Verkehrsberuhigungsma​ssnahmen werden fast ausnahmslos in Wohnquartieren eingesetzt - auch wenn ich mir sicher bin, dass Sie garantiert ein, zwei Orte nennen können, an denen aus Ihrer Sicht diese Massnahmen keinen Sinn machen. Aber solche Massnahmen «auf teuer erbauten Strassen» sind notwendig, weil zu viele Autofahrer auch heute noch der Ansicht sind, dass ihre Bedürfnisse höher zu gewichten sind als diejenigen von anderen Menschen wie z.B. Familien, die in einem derartigen Wohnquartier wohnen.
Im Weiteren sind solche Gemeinde- und Quartierstrassen explizit NICHT im Fokus dieser Lobby-Initiative.

​2) «Offene Transportwege ermöglichen den Handel und Warenaustausch, schaffen Reichtum».
Das ist ein Theorem aus der Wirtschaftstheorie und aus den Anfängen des Handels. Diese Theorie konnte so bisher weder bewiesen noch widerlegt werden. Was aber klar ist, ist dass sich dieser Satz darauf bezieht, dass Länder untereinander Handel und Warenaustausch betreiben sollen - also eine klar strategische Ebene. Dieses Theorem bezieht sich auch klar darauf, dass der Handel an sich den Reichtum schaffen soll und welche Rolle in dem Ganzen die Zölle und Handelshemmnisse spielen.
Sie werden wohl kaum in Zweifel ziehen, dass wir zum heutigen Zeitpunkt eine sehr gute Infrastruktur für den Handel zu Land, zu Wasser und in der Luft haben. Sicher, eine Verbesserung der Infrastruktur ist immer möglich - aber wir befinden uns nicht in dem Stadium der Geschichte, als man sich Gedanken machen musste, wie man denn Güter von Basel nach Baden-Würthemberg bringt. Oder?

3) «Steuergelder und Gebühren die uns im Namen der Strassenfinanzierung abgenommen werden, dienen der Stassenfinanzierung, so einfach ist das»
Das ist ein Satz, der das Initiativkomitee so gerne in den Köpfen verankert sehen will. Dumm nur, dass das so nicht stimmt! Gemäss aktueller Bundesverfassung ist klar geregelt, dass die Gelder nur zu 50% für die Strassenfinanzierung vorzusehen sind. Somit ist Ihr «so einfach ist das», nicht nur eine Wunschvorstellung sondern schlicht und einfach eine Lüge!

4) Sie schreiben von einem Projekt das Ihnen vorschwebt, das sich über 6 Kantone erstreckt und Luftlinie 180 km überbrücken soll. Als konkrete Autobahn wird dies am Ende etwa 220 bis 250 km bedeuten. Und wenn Sie Basel umfahren wollen, wäre sogar noch die Zusammenarbeit mit Frankreich ein Thema. Diese Autobahn würde Verkehr, Lärm, Umweltverschmutzung und mehr in Regionen bringen, die Heute noch ruhig und natürlich sind. Mir ist nicht bekannt, dass überhaupt eine Studie zu so einem Projekt existieren würde und da haben Sie das Gefühl, das Geld für die Umsetzung wäre das Problem?


Insgesa​mt haben Sie mit Ihrem Blogpost also vier Themen angesprochen, von denen nicht eines der Realität entspricht oder direkt durch die Annahme dieser Lobby-Initiative verändert werden würde.

Somit kann ich als logische Folge Ihres Blogposts nur ein klares NEIN empfehlen:
NEIN, weil Dorf- und Quartierstrassen nicht mal annähernd von dieser Initiative betroffen sind.
NEIN, weil das Theorem über «Reichtum durch Handel» nicht wirklich was mit dieser Initiative zu tun hat.
NEIN, weil das Initiativkomitee mit Lügen und nicht erfüllbaren Erwartungen operiert.
NEIN, weil bei der Umsetzung von Strassenbauprojekten nicht nur das Geld eine Rolle spielt.

--> NEIN - so einfach ist das!
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May 2016 Kommentar zu
Wegen Babys Job los …
Hallo Herr Schweizer

Wenn dies so einfach wäre, dann wäre es ja nicht zum Thema geworden.

Tatsächl​ich gibt es einen Kündigungsschutz für werdende Mütter. Tatsache ist aber, dass vielen frisch gewordenen Müttern in den ersten Monaten (oder gar Tagen!) nach dieser Frist gekündigt wird. Sobald diese Frist durch ist, ist es kein Fall mehr für einen Gesetzesverstoss sondern der ganz normale Wahnsinn im Arbeitsrecht. Und dieses ist in der Schweiz sehr minimal geregelt. Dies hat viele Vorteile (wie man z.B. an Nachbarländern mit strikterem Arbeitsrecht sieht) - aber für die direkt betroffene Person ist das ein schlechter Trost.

Die Folge: Arbeitslosigkeit, Fremdbetreuung der Kinder obwohl man das eigentlich nicht so wollte - Zusatzkosten und -aufwände für die betroffene Mutter. Und alles, nur weil sie ein Kind bekommen hat.

Eine Schwangerschaft ist tatsächlich eine nicht voraussehbare Tatsache für einen Arbeitgeber - und rein theoretisch wäre es auch das volle Recht eines Arbeitgebers, dieses Risiko abzuschieben und sich da rauszuhalten. Die Realität sieht da aber eben immer ein bisschen komplexer aus, als es viele wahrhaben wollen: Vorstösse für eine Besserstellung von Müttern wird in den Eidg. Räten regelmässig von bürgerlicher Seite entgegengehalten, man stelle sich dieser Verantwortung und trage sie, etc.
Wie dann die Realität aussieht, kann man dann eben durch Zeitungsartikel wie diesen erfahren.
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May 2016 Kommentar zu
Enteignung zugunsten von Migranten
Spannend: Wenn es darum geht, dass Strassenprojekte verwirklicht werden sollen, dann werden Einsprachen auf "Plangenehmigungsverf​ahren" als Fortschrittsverweiger​ung und Landbesitzer, die ihr Land nicht verkaufen wollen werden zu Recht enteignet.

Sobald aber genau die selben Begriffe (!) in einem anderen Zusammenhang auftauchen, sind Einsprachen Bürgerpflicht, "Plangenehmigungsverf​ahren" des Teufels und Enteignungen ein Vorzeichen von Diktaturen.

Hallo?​

Realität - wo bist Du geblieben....?
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April 2016 Kommentar zu
Kuh oder Kalb ?
Guten Tag Herr Schweizer

Bitte lesen Sie Ihre eigenen Texte durch, bevor Sie behaupten, etwas nicht geschrieben zu haben. Sie haben selbst geschrieben: "Entweder streichen wir den Fond Finöv oder erstellen einen Fond für den Strassenverkehr. Jegliche andere Handlungsweise erzeugt erneut eine Diskrepanz zwischen ÖV und Str.Verkehr."

Rand​bemerkung zu Ihrem Satz: Der FinÖv-Fonds wurde vom Volk gutgeheissen und Sie wollen den nun in einer Trotzreaktion einfach streichen. Sieht so Ihre Auffassung von Demokratie aus?

Und zudem: Der Strassenfonds ist aufgegleist und eine Mehrheit der gewählten Schweizer Parlamentarier hat diesen Gutgeheissen - halt einfach nicht in der Höhe wie es die Strassen- und Baulobby gerne hätte. Und genau darum ist die "Kalberei-Initiative"​ NICHT die "Stassenvariante" des FinÖv. Denn der FinÖv wird ja auch nicht aus den Einnahmen von der Schiene finanziert!

Würde diese Kalberei vor dem Volke durchkommen wäre die Strasse in Tat und Wahrheit neben der AHV der einzige privilegierte Bereich in den Bundesfinanzen, der über derart zweckgebunde Mittel verfügen würde. Also einmal mehr nicht eine "Gleichberechtigung" sondern eine Sonderstellung - finanziert Mitteln, die an anderen Orten fehlen werden.

Im Weiteren zweifeln Sie einfach mal sämtliche Studien dieser Welt an und schmeissen diese in einen Topf, resp. in den Abfallkübel. Das ist nicht nur abwertend und ignorant sondern zeigt eine Haltung der Diskussionsvermeidung​, da Sie dadurch Argumente einfach pauschal ignorieren und sich selber den Resultaten solcher Argumente verschliessen. Eine zusätzliche Form der Ignoranz. Eine Haltung, die Interesse an einer Diskussion zeigt, würde zumindest die von Ihnen erwähnten "Gegenstudien" genauer anführen.

Aber nun mal ehrlich, Herr Schweizer: Haben Sie den Unterschied zwischen einem Staat und einem privatwirtschaftliche​n Unternehmen überhaupt schon mal angeschaut. Ich meine so richtig. So mit den Aufgaben, Ausgaben und Finanzierungsmöglichk​eiten? Sie wollen bei jeder Leistung des Staates wissen, woher die Gelder dafür genau kommen? Sie wollen wissen, wo genau Ihre Steuerfranken hingehen? Für solche Fragen gibt es das Bundesbudget. Zugänglich für alle!

Wovon Sie aber schreiben, wäre ein radikaler Paradigmawechsel, der jeder Ausgabe des Staates vorschreiben würde, dass sie sich direkt finanzieren müsste. Bei der Strasse scheint dies für Sie noch irgendwie nachvollziehbar zu sein. Aber wie würden Sie denn Bereiche wie Militär, Polizei oder den Hochwasserschutz finanzieren?
Ganz konkrete und machbare Vorschläge sind nun ausdrücklich gewünscht!

Ich freue mich!

J. Wolf


PS: Ihr "Beispiel" in dem Sie die AHV und IV noch zusätzlich belasten möchten ist wunderschön. Es gefällt mir wirklich! Denn es steht genau für diese Selbstbedienungsmenta​lität, den gewisse Kreise in Hinblick auf das Bundesbudget haben.
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April 2016 Kommentar zu
Kuh oder Kalb ?
Ach, Herr Schweizer

Jetzt argumentieren Sie schon wider allgemeinem Wissen. Sie fordern, dass die Strasse nicht benachteiligt werden dürfe und gleich finanziert werden müsse wie die Schiene. Genau so ein Strassenfonds wurde aber in der FinÖv-Debatte angekündigt und dem Parlament vorgelegt. Diese Vorlage wurde kürzlich in den Räten beraten und von der Strassen- und Baulobby als ungenügend betitelt.

Zudem habe ich Ihnen schon mehrfach den Link zur Bundesstudie zugeschoben, die klar belegt, dass die Strasse ihre Kosten nicht vollständig deckt - im Gegenzug habe ich von Ihnen nur gehört, "es gäbe Studien, die irgendwas anderes nachweisen würden".
Damit diskutieren Sie aber mit unbelegten Behauptungen und nicht mit Tatsachen wie andere Personen hier im Forum.

Das einzige was bleibt, ist dann die "Milchbüchleinrechnun​g", dass die allgemeine Bundeskasse wesentlich mehr einsacken würde als dass die Autofahrer davon profitieren würden.
Aber diese Sichtweise ist
1. Vom Gesetzgeber noch nie so gewollt worden - und
2. einfach viel zu kurzsichtig. Denn das würde ja implizieren, dass die Alkoholsteuer nur für die Weinbauförderung verwendet werden dürfte und nur die Steuern der Tiere, Bäume und Blumen für den Naturschutz eingesetzt werden dürften.

Ich denke Sie dürften nun sehen, dass solche Zweckbindungen willkürlich, irrwitzig und blödsinnig sind - vor allem, wenn man bedenkt, dass (wie schon mehrfach belegt und bisher nicht widerlegt!) die Strasse nicht mal ihre eigenen Kosten trägt.

Und Ihr Vergleich mit den Versicherungen hinkt gleich mehrfach:
1. Eine Versicherung ist im Gegensatz zum Staat ein private Unternehmung und MUSS PER DEFINITION anders funktionieren.
2. Gerade die Kalkulation der Versicherungsprämien ist ein hoch komplexer Vorgang in den alle möglichen Aspekte einfliessen. Unter anderem auch explizit Quersubventionierunge​n, die Wettbewerbsbedingt sind.
3. Ganz grosse Risiken (wie z.B. Massenkarambolagen oder Tunnelbrände) sind wiederum extern versichert und fliessen nur bedingt in die direkte Prämienkalkulation.
​4. Es werden eben genau alle tangierten Faktoren in die Prämienberechnung einbezogen - genau so wie es die Bundesstudie auch macht und die Strasse so nicht so gut wegkommt, wie Sie es gerne hätten.

Aber ja - man könnte durchaus eine solche "Kostenwahrheitsrechn​ung" machen. Die Grundlage dafür wäre vermutlich wiederum die Bundesstudie. Und was würde dabei rauskommen? Dass die Strasse ihre Kosten NICHT trägt und darum aus der allgemeinen Bundeskasse quersubventioniert werden muss. Dafür müssten mehrere Bundesbeamte eingestellt werden, was die Kosten der "allgemeinen Bundekasse" erneut vergrössert.
Der Endeffekt wird sein, dass die Bürokratie nochmals vergrössert würde, die Planungssicherheit von grossen Projekten flöten geht [1], in wichtigen Bereichen massiv gespart [2], die Steuern deswegen erhöht werden müssten und all die schönen Worte der SVP ("Weniger Staat, weniger Steuern" und so weiter) durch diese Initiative (die sie massiv unterstützt) karikiert werden.

Die Initiative "Für eine faire Verkehrsfinanzierung"​ ist daher definitiv eine riesige Kalberei und hat gar nichts mit Fairness zu tun!


[1] http://www.aargauerze​itung.ch/aargau/kanto​n-aargau/wegen-milchk​uh-initiative-aargaue​r-regierung-bangt-um-​millionen-130171809
​[2] http://www.handelszei​tung.ch/politik/kanto​ne-stellen-sich-gegen​-die-milchkuh-initiat​ive-1045898
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April 2016 Kommentar zu
Vorwärts kommen - Schluss mit Stau!
Hallo Herr Ogg

Sie haben da einen sehr guten Punkt angesprochen. Der Begriff "Verursacherprinzip" kommt tatsächlich aus einer Welt, in der man versucht, dass ein Verursacher von Kosten oder Schäden in erster Linie selber dafür aufkommen soll. Davon ist der Strassenverkehr aber noch weit entfernt - ca. 6.5 Milliarden Franken [1] und bei Annahme der Initiative würden es nochmals 1.5 Milliarden mehr. Vielleicht ist es das, was Frau Rickli mit den "finanzpolitischen Grundsätzen" meint....?


Der von Frau Rickli hier verwendete Sinn hinter dem Begriff "Verursacherprinzip" würde wohl eher einer Zweckbindung entsprechen, die vom Parlament aber bisher so nie beschlossen wurde.
Sie spricht darum lieber von "Zweckentfremdung" was impliziert, dass Gelder entgegen der ursprünglichen Bestimmung verwendet würden (Skandal!!!). So kann man sich sehr gut als Opfer von Ungerechtigkeiten darstellen (nochmals Skandal!!!).

Aber eben - eine solche "Ungerechtigkeit" oder eben "Zweckentfremdung" ist ja gar nicht gegeben, also jammert man einfach möglichst laut.......


[1] http://www.news.admin​.ch/NSBSubscriber/mes​sage/attachments/6806​.pdf
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April 2016 Kommentar zu
Vorwärts kommen - Schluss mit Stau!
Guten Tag Herr Schweizer

Vielen Dank für Ihre Antwort. Sie zeigt mir, dass Sie wie viele Andere die wirklichen Auswirkungen der Initiative nicht verstanden haben. Vermutlich haben das nicht mal die Initianten.

Sie fordern von mir, dass ich bitte Gleiches mit Gleichem vergleichen soll. Dass der Bund bei weitem nicht alle Strassen finanziert (es sind nämlich gerade mal 2.5% aller Strassen-Kilometer!),​ passt da scheinbar genauso wenig in Ihr Weltbild wie die Tatsache, dass ich weiss, dass sich auf den Strassen weit mehr tummelt als nur die von Ihnen scheinbar sehr geliebten Lastwagen. Ja - jedes Fahrzeug mit Verbrennungsmotor ist an den Schäden an der Natur mitverantwortlich. Die einen mehr, die anderen weniger.
Und ja, ich hätte mit Ihrem todsicheren Reflex rechnen können, dass Sie jegliche Argumentation auf den Lastwagen konzentrieren um dann das Problem wegschieben zu wollen: Bei den Umweltschäden sind es die Autos, die mehr Kilometer fahren sollen als die LKWs und bei den Ursachen ist es einfach "der Konsum" der dadurch einfach auf alle abgewälzt wird und somit auch als "nicht kontrollierbar" angenommen wird.

Und genau so wie Ihre Weltsicht sehr einfach ist, ist die Realität eigentlich immer wesentlich komplexer.
Und genau so wie aus Ihrer Weltsicht die Lösung nur darin liegen kann, dass wir unser Land noch mehr zubetonieren, haben wir in der Realität weit mehr Möglichkeiten auf Staus zu reagieren. Aber auf solche Lösungsmöglichkeiten sind die Strassen-, Bau- und Betonköpfe naturgemäss nicht gut zu sprechen. Hauptsache, man kann bauen und Gas geben!

Aber zurück zu den eigentlichen Problemen der Initiative, die Sie scheinbar auch nicht sehen wollen:
Sie erklären wiederholt und entgegen der Kenntnis von bisherigen Diskussionen, dass Sie unzufrieden seien, dass nicht alles eingezahlte Geld der Strassenbenützer wieder den Strassen zu Gute käme. Diese Behauptung wird auch durch mehrmalige Wiederholung nicht wahrer! Fakt ist, dass die Kosten, die der Strassenverkehr (ja - nicht nur die Lastwagen!) verursacht, von den Strassenbenützern nur zu knapp 90% getragen werden [1]. Und dass vom Rest dieser Kosten der Staat weitere 2% trägt - die "Allgemeinheit" aber nochmals 9% tragen muss (das sind 5.7 Milliarden Franken!), die auf jeden Schweizer abgewälzt werden, egal ob er Auto fährt, "Konsumiert" oder nicht.

Da ist es wesentlich einfacher, vorgefertigte Wort nachzubeten und in Unkenntnis der Fakten und Zahlen zu wettern, dass "das Geld in der Bundeskasse versickern" würde. Schauen Sie sich das Bundesbudget an - das ist öffentlich verfügbar. In verschiedenen Detailierungsgraden!



Eigentlich hätte ich diese Weitsicht zumindest von Frau Rickli erwartet, an die ich meine Antwort ursprünglich auch gerichtet habe. Aber auf eine wirkliche, sachliche Antwort von Frau Rickli (oder einer von ihr autorisierten Person) werde ich aber wohl ewig warten müssen.


[1] http://www.news.admin​.ch/NSBSubscriber/mes​sage/attachments/6806​.pdf
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April 2016 Kommentar zu
Vorwärts kommen - Schluss mit Stau!
Guten Tag Herr Schweizer

Der Rechnungsfehler liegt nicht bei mir Herr Schweizer - der Grundlegende Fehler liegt in der "Initiative"!

Sie behaupten, die Strassen würden schon heute aus der Bundeskasse finanziert.
Aha?
Un​d wer finanziert denn die KANTONSstrassen und die GEMEINDEstrassen?

​Der Strassenfonds wurde tatsächlich vom Bundesrat aufgegleist, so wie bei der FinÖv-Vorlage angekündigt. Aber der Strassenlobby reicht der Betrag offensichtlich nicht, der ihr vom bürgerlichen Nationalrat zugesprochen wurde. Die Strassen-Turbos wollen NOCH MEHR - sie wollen ALLES!
Und es ist ihnen offensichtlich egal, wer darunter leiden muss!
Und die SVP hilft ihnen sogar noch dabei.

Und wenn Sie mit VOLKSwirtschaflichen Schäden argumentieren wollen - gerne!
Wir hätten dann auch noch die Schäden an Gesundheit (bezüglich Lärm und Emissionen) der Menschen, die an Verkehrsachsen leben (müssen), Schäden an den Strassen durch unsachgemässe Benutzung (Überlast etc.), Schäden an der Natur durch die Lastwagen-Emissionen,​ Minderwert an Gebäuden und Liegenschaften weil sie an solchen hoch frequentierten Strassen liegen und so weiter.

Was Sie anführen sind BETRIEBSwirtschaftlic​he "Schäden". Und solche betriebswirtschaftlic​he Risken auf den Staat abzuwälzen ist weder fair noch risikogerecht sondern einfach nur freches und schamloses Lobbying der Strassenfraktion (komischerweise ausnahmslos in der SVP zu Hause...!). Erst recht, wenn es dann noch mit "Argumenten" wie "es nützt sogar den kleinen Kindern und alten Menschen" verkauft wird.
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