Karin Müller

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August 2011 Kommentar zu
Talentmangel?
herr steiner, ich glaube, es ist viel zu kurz gegriffen, die pfz für lohndumping oder die fehlende soziale verantwortung gewisser arbeitgeber verantwortlich zu machen. klar, schlägt man die zeitungen auf, würde man meinen, die "ausländer" seien an all unseren problemen schuld. doch werden die probleme durch solche propaganda nicht noch verschärft? alle ausländer raus, und all unsere probleme sind gelöst. ist das wirklich ihr ernst?

um nochmals auf das problem der "fehlenden" fachkräfte zurückzukommen - ich denke nicht, dass es an fachkräften fehlt. viele fachkräfte wurden mit überhöhten löhnen aus der kmu-welt in die grosskonzerne abgezogen, dort ausgelaugt und nun den sozialwerken zugeführt (um es mal moderat auszudrücken). solange die (lokale) realwirtschaft ausgeblutet wird und die von den bedürfnissen der gesellschaft komplett abgehobenen (globalen) grosskonzerne machen, was sie wollen, wird sich nichts ändern. ich finde, auch ein bedingungsloses grundeinkommen macht nur sinn, wenn das steuersystem und das geldsystem entsprechend erneuert werden.
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August 2011 Kommentar zu
Talentmangel?
@roland steiner: klar, dass viele das heutige sklaventum aufrechterhalten wollen, damit wir eine saubere schweiz haben. putzfrauen/männer oder müll-entsorger müssten besser bezahlt werden, da sie einen wertvollen beitrag zur gesellschaft leisten. und wenn sich immer noch zu wenige finden, die den dreck der anderen wegmachen wollen, muss man's halt selber tun. vielleicht würde man dann mal einsehen, dass wir hier nichts anderes als sklavenhandel betreiben - unter dem deckmantel der freien marktwirtschaft. ein manager könnte gar nicht arbeiten, wenn er nicht hunderte von sklaven hätte, die ihm die infrastruktur bereitstellen. im endeffekt würde endlich mal LEISTUNG bezahlt und nicht machtstreben oder besitz...

@j.gerbe​r rüegg: ich war zwei jahre arbeitslos. und zwar nicht, weil ich mir keine weiterbildung hätte leisten können, sondern weil ich überqualifiziert (sprich: zu teuer) war/bin. ich musste mich selbstständig machen, um mir ein einkommen zu garantieren. meine kunden sind hochzufrieden, und mir macht die arbeit spass, weil ich meine talente einsetzen kann. früher im grosskonzern waren meine kreativität, mein können, meine talente nicht gefragt. ich hätte mich umschulen müssen in eine richtung, die mir überhaupt nicht liegt, um den job zu behalten... das meine ich, wenn ich sage, das system ist von grund auf krank und dass es nichts nützt, da und dort ein pflästerli aufzukleben. wenn schon weiterbildung fördern, dann bitte auch inhaltlich und v.a. dort, wo die leute wirklich talentiert sind. nicht einfach nur wieder da, wo die menschen den lobbys nützen, wo sie dann wieder ins hamsterrad von sinnlosigkeit und leistungsdruck geraten... so viele talente und ideen liegen brach - nicht, weil weiterbildung zu teuer und zeitintensiv wäre, sondern weil diese talente dazu führen würden, den "erfolg" der grosskonzerne zu untergraben. wie viele ingenieure würden lieber ihren grips für erneuerbare energien einsetzen anstatt marode kkws zu überwachen? wie viele ärzte würden gern ihre patienten heilen, anstatt sie mit medikamenten noch kranker zu machen? es gibt genug talente, sie werden nur am falschen ort eingesetzt, immer schlechter bezahlt und dadurch versanden sie...
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August 2011 Kommentar zu
Talentmangel?
mit einem bedingungslosen grundeinkommen und einer kompletten änderung des wirtschaftssystems - weg von grosskonzern- und banken-lobbyismus, hin zu regionaler mittelstand-wirtschaf​t - wäre es kein problem für jeden einzelnen, seine talente in die wirtschaft lohnend (für arbeitgeber und arbeitnehmer) einzubringen... stattdessen hält man am völlig veralteten "wachstumsdogma" und an der vollbeschäftigungside​ologie fest und schraubt an den details herum. das muss scheitern. das gesetz wird nichts bringen, befürchte ich...
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