Kinderbetreuung Möhlin

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September 2011 Kommentar zu
Früh hinschauen statt wegschauen
Guten Tag Frau Meier-Schatz

Gehen​ wir einigen Ihrer Behauptungen ein wenig genauer nach:
"...Fakt ist auch, dass einzelne Kinder schon sehr früh - in der Spielgruppe, im Kindergarten und der Primarschule - durch ein aggressiveres Auftreten auffallen als andere gleichaltrige Kinder..."
... Die Kinder, die in der Regel in einer Spielgruppe oder in einem Kindergarten durch ihr Sozialverhalten auffallen, sind genau an der richtigen Stelle. In der Spielgruppe wie auch im Kindergarten kann man wunderbar auf die Kinder eingehen und ihnen ein Vorbild sein, sowie die Frühförderung geben (oft mangelt es an der sprachlichen oder motorischen Entwicklung), damit das Kind in kürzester Zeit ein neue Verhaltensweise verinnerlicht, lernt sich auszudrücken und nicht mittels Gewalt zu wehren oder versändigen. Blos! Ist Ihnen bekannt, dass es zu einem Kantone gibt, in denen Kindergarten keine Pflicht ist und zudem Gemeinden, die dem kantonalen Auftrag, nämlich Kindern, die eindeutig Frühförderung brauchen, überhaupt nicht nachkommen wollen und sich taub stellen?! Gerade die Kinder, die eben nicht die Spielgruppe oder den Kindergarten besuchen, diejenigen, die es oft am meisten nötig hätten und deren Eltern finanzielle Unterstützung bräuchten seitens Gemeinde, um einen Spielgruppenbesuch zu ermöglichen, genau diese Kinder können wir nicht erreichen. Weil sich niemand zuständig fühlt. Weil der Kanton den Gemeinden den Auftrag der Frühförderung empfiehlt, diese sich aber ungestraft aus der Verantwortung ziehen können. Und so gibt es tatsächlich Gemeinden (und ich rede nicht von kleinen Dörfern), die weder bereit sind Zuschüsse finanzschwachen oder alleinerziehenden Elternteilen zu gewähren für z.B. den Besuch einer Spielgruppe, einer Kindertagesstätte mit Fördermöglichkeiten, einen Mittagstisch für Kindergarten oder Schulkinder, die ansonsten im jüngsten Alter auf sich selber angewiesen sind, noch sich irgendwie in der Pflicht sehen, Gewalt an ihren Schulen (und wir reden über immens viele Vorfälle, die unzählige Male KJPD nach sich zogen) zu thematisieren oder dagegen aktiv zu werden. Weiterhin fallen unzählige Stunden aus, da Lehrer fehlen, alle sehen weg bei eindeutigem schweren Mobbing vieler Kinder und niemand fühlt sich verpflichtet, etwas zu unternehmen, denn jede Massnahme würde Geld kosten!
Geld, welches man für Kinder und Familien nicht aufwenden will! Lehrermangel beseitigen, Spielgruppe und Kindergarten als Pflicht einführen und Fördermassnahmen sowie Mittagstischbetreuung​ oder andere Kinderbetreuungsmögli​chkeiten finanziell unterstützen, das würde sehr vielen Kindern bereits mehr als genug Hilfe sein. So käme man endlich mit Kindern und Eltern in Kontakt, die unbedingt Hilfe und Unterstützung brauchen...und dies bereits in einem Alter, wo jede Art Hilfe ein Riesenschritt in die richtige Richtung bedeutet.
Sie schreiben: "...Hilflose Eltern reagieren nicht immer adäquat...
Eltern haben eine wichtige Erziehungsverantwortu​ng. Leider sind nicht alle für diese Aufgabe gleich vorbereitet. „Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr!“ Fragen drängen sich auf, sie müssen auch erlaubt sein: Sind Eltern in unserer komplexen Gesellschaft überhaupt noch in der Lage, die sehr vielfältigen Aufgaben, die ihnen anvertraut werden, ohne Unterstützung der Gesellschaft zu übernehmen? Darf der Staat einfach hinnehmen, dass die Startchancen der Kinder sehr unterschiedlich und von ihrem sozialen Umfeld abhängig sind und bleiben, wie die geringe Durchlässigkeit unseres Schulsystems belegt? Darf der Staat weiterhin die Meinung stützen, Familie sei eine Privatsache?..."
Ki​nder sind nicht alleine "Sache der Eltern". Alle reden vom Kindeswohl, welches rechtlich verankert sein soll. Von Kinderrechten. Wo bitte schön bleiben diese Kinderrechte, wenn sich niemand verpflichtet fühlt, dringende Fördermassnahmen zu bewilligen und bezahlen?! Wenn Gemeinden sich ohne weiteres dem kantonalen Auftrag entziehen können? Wenn qualitative und wichtige Kinderbetreuung (Spielgruppe, Kindertagesstätte, Bildungskitas, Mittagstisch etc.) überhaupt kein Thema zu sein scheint?! Der Bund versucht Lücken zu schliessen, auch finanziell, zumindest am Anfang, um Angebot überhaupt ins Leben zu rufen, die Kantone erteilen Empfehlungen, die Gemeinden stellen sich aber blind und taub und sehen weg. Nicht alle, aber viele. Und somit bleibt das "Kindeswohl" da, wo es seit Jahren steht: auf dem Papier! Was tun Sie, Frau Meier Schatz, um die Gemeinden in Pflicht zu nehmen, wenn das Kindeswohl gefährdet ist und die Elten ünberfordert?!

Sie​ schreiben: "Je früher Familien Begleitung und Unterstützung erfahren, desto höher sind die Chancen, dass präventive Massnahmen negative Entwicklungen verhindern können."
Was tun Sie denn konkret dafür, damit diese präventive Massnahmen auch wirklich seitens Gemeinden vollzogen werden?!
Schöne Reden machen sich gut, sehen auch hübsch aus auf dem Papier...aber schlussendlich bringt es dem Kleinkind, welches auf die Unterstützung seitens der Eltern, der Nachbarn, der Kindergärten, der Schule, der Spielgruppe, der Gemeinde...absoulut gar nichts. Solange all diese Worte um das Kindeswohl wie die Kinderrechte einfach nur Dekoration auf dem Papier sind und nette "Empfehlungen", um die sich keine Behörde kümmern muss. Schliesslich kostet es Geld!
Freundliche Grüsse
Kinderbetreuu​ng Möhlin, Institution des Trägervereins VUBE -
welcher seit über 2 Jahren erfolglos die Gemeinde Möhlin zur Zusammenarbeit bewegen möchte, und alleine sich um die Finanzierung von Fördermassnahmen diverser Kinder, die dringend Frühfördermassnahmen brauchen, zu kümmern hat!
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