L. Weilenmann

L. Weilenmann
L. Weilenmann
Wohnort: Wetzikon ZH
Beruf:
Jahrgang: 1984

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July 2011 Kommentar zu
Die Nationalbank unterschätzt die Risiken
Grüezi Herr Oberholzer

Sie müssten noch die Folgeabsicht Ihres Vorschlages erläutern. Was genau soll die SNB mit diesen 50 Mia machen?

Die SNB erhöht die Geldmenge bereits stetig, um ihr Zinsziel (0.0% - 0.25%) halten zu können. Die Entwicklung dazu sehen sie hier:
http://www.snb​.ch/ext/stats/statmon​/pdf/defr/B2_Geldmeng​en.pdf

Die SNB hat also durch diese Stützaktion nichts ihrer ihrer "Handlungsfähigkeit​" eingebüsst, da sie sowieso beliebig Geld generieren kann. Es ist viel mehr so, dass die SNB mit den Insrumenten, die sie zur Verfügung hat, momentan wenig bis nichts machen kann.

Es ist also nicht so, dass die SNB einmal 50 Milliarden frisches Geld "drucken" müsste. Sie druckt sich bereits heute (mehr oder weniger) täglich, was sie gerade braucht.
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July 2011 Kommentar zu
Die Nationalbank unterschätzt die Risiken
Ich rechne es Herrn NR David sehr hoch an, dass er nicht wie SP und SVP mit einer überpragmatisierten Forderung an die SNB daherkommt. Einige Kommentare werfen Herrn NR David vor, er bringe keine neuen Lösungsvorschläge. Die Wahrheit ist, dass es keine einache Lösung gibt, die alle zufriedenstellt.

D​ie SNB hat zwei Optionen. Erstens: Sie kann mit den Markt mit CHF fluten und versuchen, Kurskosmetik zu betreiben. Wie gesehen sind 150 Milliarden Franken aber höchstens ein Tropfen auf den heissen Stein. Um den aktuellen Kurs in Richtung 1.30 zu hiefen wird also ein Vielfaches davon benötigt. Ein solcher Eingriff ist ein gigantisches Experiment. Die steigende Inflation frisst Ersparnisse, PK-Beiträge und Säule 3a Guthaben weg, vernichtet also Volksvermögen. Auch eine Immobilienblase oder ähnliches werden realistisch, und die Schweiz könnte in eine (private) Schuldenkriese rasseln.

Oder zweitens: Die SNB tut nichts, und hofft auf eine Beruhigung der Schuldenkrise und die damit verbundene Stärkung des Euros. Die Leidtragenden sind die Exportwirtschaft und deren Arbeitnehmer. Gewinne werden einbrechen und Arbeitsplätze verloren gehen, das Wirtschaftswachstum wird gebremst.

Persönli​ch stelle ich mich auf den liberalen Standpunkt und sehe nicht ein, warum der Staat einen ganzen Wirtschftszweig subventionieren soll. Unsere Banken brauchten schon einen Bailout. Kann bald jeder die Hand hinhalten, wenns mal nicht rund läuft? Die Aktionäre der Firmen tragen das unternehmerische Risiko, nicht der Staat. Als der Kurs 2008 auf 1.68 kletterte wollte auch niemand Extra-Steuern von der Exportwirtschaft, weil sie wegen dem massiv unterbewerteten Franken zu hohe Gewinne einfuhren. Warum soll man also heute in der umgekehrten Situation diesen Wirtschaftszweit subventionieren?
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July 2011 Kommentar zu
Runter mit dem starken Franken
Wie im Artikel erwähnt wurde, hat die SNB bereits einige Milliarden "verloren" durch Euro-Stützaktionen. Wie kann die SP der SNB einerseits vorwerfen, dass bereits viel Geld verloren gegangen sei beim Versuch, den Franken zu schwächen, und IM GLEICHEN ARTIKEL fordern, man solle einen fixen Euro-Kurs anstreben.

Natürli​ch, wenn die SNB die Notenpresse anwirft, schreibt sie keine Verluste. Die Verluste werden auf die Bevölkerung übertragen. Durch Erhöhung der Geldmenge steigt die Inflation, gleichzeitig lässt die SNB die Zinsen tief (sonst bringt der Spass ja nichts). Löhne und Preise werden sich anpassen und einfach auf höherem Niveau einpendeln - durch die kalte Progression steigen sogar die Steuereinnahmen. Was sich nicht anpasst sind die hunderten von Milliarden, die die CH Bevölkerung in der PK oder der Säule 3a (oder in Bundesobligationen) angelegt hat, und die sie aufgrund staatlicher Vorschriften nur start eingeschränkt im relativ inflationsneutralen Aktienmarkt anlegen darf.

Konrekt: Ihr Vorschlag vernichtet Milliarden an Volksvermögen, schafft eine ganze Generation armer Rentner, die dann durch Sozialhilfe unterstützt werden muss. Freuen würden sich die PKs. Diese könnten den utopisch hochen Umwandlungssatz endlich wieder bezahlen.

Dem "einfachen Büezer" wird damit die Rente massiv gekürzt. Freuen wirds den Immobilienbesitzer, oder den Wohlhabenden, der sein Geld in anderen realen Positionen angelegt hat. Meines Erachtens ist diese Forderung der SP populistisch und politisiert völlig an ihrer sozialen Basis vorbei.
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